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Title:
RECLOSABLE PACKAGING HAVING A FILM AND A LID COMPRISING A PLUG SECTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/125118
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a reclosable packaging comprising a packaging body (12; 112), an edge component (14; 114), which surrounds a packaging opening (16; 116) and which is irremovably connected to the packaging body (12; 112), and a lid (20; 120), which is held on the edge component (14; 114) and closes the packaging opening (16; 116), wherein the packaging body (12; 112) is substantially formed by a flexible packaging body film (13; 113) at least in one section (12a; 112a) accommodating the edge component (14; 114), wherein the lid (20; 120) is connected to the edge component (14; 114) by means of a first detachable connection in the form of an adhesive bond or seal in the initially closed packaging state, and in a reclosed packaging state after a first opening is connected to the edge component (14; 114) by means of a second detachable connection that is separate from the first connection and can be reestablished. According to the invention, the lid (20; 120) comprises a plug section (20a; 120a) that penetrates the packaging opening (16; 116) in the reclosed packaging state and a flexible cover film (22; 122) irremovably connected to the plug section (20a; 120a), a joining section (22d; 122d) of said flexible cover film being connected to the edge component (14; 114), thus forming the first detachable connection in the initially closed packaging state, and the plug section (20a; 120a) forms the second detachable connection with the edge component (14; 114) in the reclosed state.

Inventors:
ZECH, Michael (Rehgrund 11, Kaufbeuren, 87600, DE)
BARETH, Manfred (Burg 11, Obergünzburg, 87634, DE)
HARTMANN, Gerhard (Haubensteigweg 72, Kempten, 87439, DE)
MICHALSKY, Andrees (Künersberg 1, Memmingerberg, 87766, DE)
Application Number:
EP2010/055746
Publication Date:
November 04, 2010
Filing Date:
April 28, 2010
Export Citation:
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Assignee:
HUHTAMAKI RONSBERG ZN DER HUHTAMAKI DEUTSCHLAND GMBH & CO. KG (Heinrich-Nicolaus-Str. 6, Ronsberg/Allgäu, 87671, DE)
ZECH, Michael (Rehgrund 11, Kaufbeuren, 87600, DE)
BARETH, Manfred (Burg 11, Obergünzburg, 87634, DE)
HARTMANN, Gerhard (Haubensteigweg 72, Kempten, 87439, DE)
MICHALSKY, Andrees (Künersberg 1, Memmingerberg, 87766, DE)
International Classes:
B65D77/20; B65D33/16
Attorney, Agent or Firm:
TROSSIN, Hans-Jürgen (Weickmann & Weickmann, Postfach 860 820, München, 81635, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Wiederverschließbare Verpackung mit einem Verpackungskörper (12; 112), mit einem eine Verpackungsöffnung (16; 116) einfassenden

Randbauteil (14; 114), welches mit dem Verpackungskörper (12; 112) unlösbar verbunden ist, sowie mit einem am Randbauteil (14; 114) gehaltenen, die Verpackungsöffnung (16; 116) verschließenden Deckel (20; 120), wobei der Verpackungskörper (12; 112) zumindest in einemo das Randbauteil (14; 114) aufnehmenden Abschnitt (12a; 112a) im

Wesentlichen aus einer flexiblen Verpackungskörper-Folie (13; 113) gebildet ist, wobei der Deckel (20; 120) im erstverschlossenen Verpackungszustand durch eine erste lösbare Verbindung in Form einer Klebung oder Ansiegelung mit dem Randbauteil (14; 114) 5 verbunden ist, und in einem wiederverschlossenen

Verpackungszustand nach einem ersten Öffnen durch eine zweite, gesondert von der ersten ausgebildete lösbare und wiederherstellbare Verbindung mit dem Randbauteil (14; 114) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Deckel (20; 120) einen imo wiederverschlossenen Verpackungszustand die Verpackungsöffnung

(16; 116) durchsetzenden Stopfenabschnitt (20a; 120a) und eine unlösbar mit dem Stopfenabschnitt (20a; 120a) verbundene flexible Deckel-Folie (22; 122) aufweist, von welcher ein Fügeabschnitt (22d; 122d) im erstverschlossenen Zustand mit dem Randbauteil (14; 114)5 unter Bildung der ersten lösbaren Verbindung verbunden ist und der

Stopfenabschnitt (20a; 120a) im wiederverschlossenen Zustand mit dem Randbauteil (14; 114) die zweite lösbare Verbindung bildet.

2. Wiederverschließbare Verpackung nach Anspruch 1 , 0 dadurch gekennzeichnet, dass das Randbauteil (14; 114) aus einer flexiblen Randbauteil-Folie (15; 115) gebildet ist, welche mit der Verpackungskörper-Folie (13; 113) im Bereich der Verpackungsöffnung (16; 116) unlösbar verbunden ist.

3. Wiederverschließbare Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Randbauteil (14; 114) einen ersten Randbauteilabschnitt (14a; 114a) aufweist, welcher unlösbar mit

5 der Verpackungskörper-Folie (13; 113) verbunden ist, und einen zweiten Randbauteilabschnitt (14c; 114c) aufweist, welcher nur über den ersten Randbauteilabschnitt (14a; 114a) mit der Verpackungskörper-Folie (13; 113) verbunden ist und vorzugsweise von dieser absteht.

10

4. Wiederverschließbare Verpackung nach Anspruch 2 oder 3, unter Einbeziehung des Anspruchs 2 dadurch gekennzeichnet, dass der Fügeabschnitt (22d; 122d) bei erstverschlossener Verpackung (10;110) mit einem Abschnitt der i5 Randbauteil-Folie (15; 115), vorzugsweise im Bereich des zweiten

Randbauteilabschnitts (14c; 114c), lösbar, bevorzugt abschälbar, besonders bevorzugt durch Ansiegeln, verbunden ist.

5. Wiederverschließbare Verpackung nach Anspruch 3 oder 4, 20 dadurch gekennzeichnet, dass ein mit dem ersten

Randbauteilabschnitt (14a; 114a) verbundener Verpackungskörperabschnitt (12a; 112a) bei erstverschlossener Verpackung einen - vom Innenraum (18; 118) der Verpackung aus betrachtet - außerhalb des Randbauteils (14; 114) gelegenen 25 Deckelabschnitt nach außen überragt.

6. Wiederverschließbare Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gegebenenfalls unter Einbeziehung des Anspruchs 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Folie aus der so Verpackungskörper-Folie (13; 113), der Deckel-Folie (22; 122) und gegebenenfalls der Randbauteil-Folie (15; 115) ein Laminat aus wenigstens zwei Folienlagen (30, 32, 34, 36) ist, von welchen eine Lage eine Barrierelage (34) bildet, vorzugsweise eine Metalllage, bβsonders bevorzugt eine Aluminiumlage ist.

7. Wiederverschließbare Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gegebenenfalls unter Einbeziehung des Anspruchs 2,

5 dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Folie aus der

Verpackungskörper-Folie (13; 113), der Deckel-Folie (22; 122) und gegebenenfalls der Randbauteil-Folie (15; 115) ein Laminat aus wenigstens zwei Folienlagen (30, 32, 34, 36) ist, von welchen wenigstens eine Außenlage (30), vorzugsweise beide Außenlagen, von lo einem siegelbaren thermoplastischen Kunststoff gebildet sind.

8. Wiederverschließbare Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gegebenenfalls unter Einbeziehung des Anspruchs 2, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Folie aus der i5 Verpackungskörper-Folie (13; 113), der Deckel-Folie (22; 122) und gegebenenfalls der Randbauteil-Folie (15; 115) ein Laminat aus wenigstens zwei Folienlagen (30, 32, 34, 36) ist, von welchen wenigstens eine Lage (32) zur Aufnahme von Druckfarben ausgebildet ist.

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9. Wiederverschließbare Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, unter Einbeziehung des Anspruchs 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungskörper-Folie (13; 113) und die Randbauteil-Folie (15; 115) als Folienlaminate im 25 Wesentlichen gleiche Schichten (30, 32, 34, 36) umfassen, vorzugsweise den gleichen Schichtaufbau aufweisen, besonders bevorzugt im Wesentlichen identisch sind.

10. Wiederverschließbare Verpackung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, 30 unter Rückbeziehung auf den Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Randbauteil-Folie (15; 115) und die Deckel-Folie (22; 122) als Folienlaminate im Wesentlichen gleiche Schichten (30, 32, 34, 36) umfassen, vorzugsweise den gleichen Schichtaufbau aufweisen, besonders bevorzugt im Wesentlichen identisch sind.

11. Wiederverschließbare Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckel-Folie (22; 122) den Stopfenabschnitt (20a; 120a) überspannt.

12. Wiederverschließbare Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckel-Folie (22; 122) in ihrer Erstreckungsebene in wenigstens einer Raumrichtung, vorzugsweise in zwei zueinander orthogonalen Raumrichtungen eine größere Abmessung aufweist als der Stopfenabschnitt (20a; 120a).

13. Wiederverschließbare Verpackung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Stopfenabschnitt (20a; 120a) sich längs einer Längsachse (Z) erstreckt und die Deckel-Folie (22; 122) den Stopfenabschnitt (20a; 120a) bezogen auf die Längsachse (Z) radial außen umgibt.

14. Wiederverschließbare Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stopfenabschnitt (20a; 120a) im wiederverschlossenen Verpackungszustand, gegebenenfalls auch im erstverschlossenen Verpackungszustand an einem radial inneren Rand des Randbauteils (14; 114) anliegt.

15. Wiederverschließbare Verpackung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Stopfenabschnitt (20a; 120a), im wiederverschlossenen Verpackungszustand, gegebenenfalls auch im erstverschlossenen Verpackungszustand durch eine materialelastische Klemmung vom Randbauteil (14; 114) gehalten ist.

16. Wiederverschließbare Verpackung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Randbauteil (14; 114) einen Rand (14d; 114d) der Verpackungsöffnung (16; 116) bildet, wobei 5 Abmessungen des Stopfenabschnitts (20a; 120a) größer sind als zugeordnete Abmessungen der durch das Randbauteil (14; 114) definierten Verpackungsöffnung (16; 116).

17. Wiederverschließbare Verpackung nach einem der vorhergehenden lo Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Stopfenabschnitt (20a; 120a) einen von der Deckel-Folie (22; 122) abstehenden, insbesondere orthogonal abstehenden, Mantelabschnitt (2Of; 12Of) aufweist.

i5 18. Wiederverschließbare Verpackung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelabschnitt (2Of; 12Of) um eine zur Erstreckungsebene der Deckel-Folie (22; 122) im Wesentlichen orthogonale Bezugsachse (Z) umläuft, insbesondere geschlossen umläuft.

20

19. Wiederverschließbare Verpackung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass ein bezogen auf die Bezugsachse (Z) radial innerhalb des Mantelabschnitts (120a) gelegener Wandabschnitt (120g) des Stopfenabschnitts (120a) zusammen mit dem

25 Mantelabschnitt (12Of) und der Deckel-Folie (122) einen Speicherraum

(130) umschließt.

20. Wiederverschließbare Verpackung nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass sich in dem Speicherraum (130) ein 30 so genanntes Scavenger-Material, insbesondere zur Bindung von

Gasen, vor allem Sauerstoff oder/und Ethylen, zur Bindung von Feuchtigkeit oder/und zur Absorbtion vorbestimmter Stoffe, aufgenommen ist.

21. Wiederverschließbare Verpackung nach einem der Ansprüche 18 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass ein bezüglich der Bezugsachse (Z) 5 radial innerhalb des Mantelabschnitts gelegener Wandabschnitt (12Og') des Stopfenabschnitts (120a) mit der Deckel-Folie (122), vorzugsweise unlösbar, verbunden ist.

22. Wiederverschließbare Verpackung nach einem der Ansprüche 18 bis lo 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Wandabschnitt (12Og") durch eine, vorzugsweise lösbar, mit dem von der Deckel-Folie (122) fem gelegenen Endbereich des Mantelabschnitts (12Of) verbundene, vorzugsweise durch Ansiegeln verbundene Abdeck-Folie (132) gebildet i5 ist.

23. Wiederverschließbare Verpackung nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelabschnitt (2Of; 12Of) 20 zumindest längs eines Umfangsabschnitts, vorzugsweise vollständig umlaufend, eine bezogen auf die Bezugsachse (Z) nach radial außen vorstehende Verrastungsaustülpung (34; 134) aufweist.

24. Wiederverschließbare Verpackung nach Anspruch 23,

25 dadurch gekennzeichnet, dass die Verrastungsaustülpung eine bezogen auf die Öffnungsfläche der Verpackungsöffnung (16; 116) geneigte Einführschräge (34a; 134a) aufweist, welche ein Einführen des Stopfenabschnitts (20a; 120a) in die Verpackungsöffnung (16; 116) zur Herstellung des wiederverschlossenen Verpackungszustands

30 erleichtert.

25. Wiederverschließbare Verpackung nach einem der Ansprüche 17 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Mantelabschnitt (2Of; 12Of) im erstverschlossenen Verpackungszustand in Richtung vom Verpackungsinnenraum (18; 118) weg von der Deckel-Folie (22; 122) absteht, vorzugsweise an einer im erstverschlossenen Zustand mit 5 einer vom Verpackungsinnenraum (18; 118) weg weisenden Seite

(22c; 122c) der Deckel-Folie (22; 122) unlösbar verbunden ist.

26. Wiederverschließbare Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, lo dadurch gekennzeichnet, dass der Stopfenabschnitt (20a; 120a) zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, aus einer flexiblen Stopfenabschnitt-Folie gebildet ist.

27. Wiederverschließbare Verpackung nach Anspruch 26, unter i5 Einbeziehung des Anspruchs 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Stopfenabschnitt-Folie ein Folienlaminat aus wenigstens zwei Folienlagen (30, 32, 34, 36) ist, welches gleiche Schichten, vorzugsweise den gleichen Schichtaufbau, aufweist wie die Verpackungskörper-Folie oder/und die Randbauteil- 20 Folie oder/und die Deckel-Folie, besonders bevorzugt zu wenigstens einer der genannten Folien im Wesentlichen identisch ist.

28. Wiederverschließbare Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

25 dadurch gekennzeichnet, dass die Deckel-Folie (22; 122) als

Aufreißhilfe eine Aufreißlasche (22a; 122a) aufweist, welche vorzugsweise über einem äußeren Rand (bei 12a; bei 112a) der Verpackung vorsteht, um ihr Ergreifen durch einen Benutzer zu erleichtern.

30

29. Wiederverschließbare Verpackung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckel-Folie (22; 122) im erstverschlossenen Verpackungszustand im Wesentlichen eben ist.

Description:
Wiederverschließbare Verpackung mit einem Folie und Stopfenabschnitt aufweisenden Deckel

Beschreibung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine wiederverschließbare Verpackung, mit einem Verpackungskörper, mit einem eine Verpackungsöffnung einfassenden Randbauteil, welches mit dem Verpackungskörper unlösbar verbunden ist, sowie mit einem am Randbauteil gehaltenen, die Verpackungsöffnung verschließenden Deckel, wobei der Verpackungskörper zumindest in einem das Randbauteil aufnehmenden Abschnitt im Wesentlichen aus einer flexiblen Verpackungskörper-Folie gebildet ist, wobei der Deckel im erstverschlossenen Verpackungszustand durch eine erste lösbare Verbindung in Form einer Klebung oder Ansiegelung mit dem Randbauteil verbunden ist, und in einem wiederverschlossenen

Verpackungszustand nach einem ersten Öffnen durch eine gesondert von der ersten Verbindung ausgebildete zweite lösbare und wiederherstellbare Verbindung mit dem Randbauteil verbunden ist.

Eine derartige Verpackung ist beispielsweise für Kaffee-Pads im Markt bekannt. Diese Verpackung ist nahezu vollständig aus flexibler Kunststofffolie, genauer einem Kunststofffolienlaminat gebildet.

Der Deckel dieser Verpackung ist als formstabiles Bauteil aus thermoplastischem Kunststoff gefertigt.

Zur Aussteifung jenes Abschnitts der Verpackung, welcher den Deckel aufnehmen soll, ist ein ebenfalls aus thermoplastischem Kunststoff hergestelltes ringförmiges formstabiles Randbauteil an das Folienlaminat des Verpackungkörpers mit derart gewähltem Druck und Temperatur angesiegelt, dass das formstabile Randbauteil bei bestimmungsgemäßen Gebrauch der Verpackung unlösbar mit der Verpackungskörper-Folie verbunden ist. Der Deckel wiederum ist mit einem Stopfenabschnitt in die vom Randbauteil definierte Verpackungsöffnung eingesteckt und dort durch Klemmung aufgrund von Materialelastizitäten und Reibung gehalten.

Bei einer erstverschlossenen Verpackung, also bei einer Verpackung, welche befüllt und verschlossen, jedoch von einem Verbraucher bisher noch nicht geöffnet wurde, ist der Deckel zusätzlich durch Ultraschall- Schweißverfahren an das Randbauteil angesiegelt, um eine hohe Verschlussgüte und Verschlusssicherheit zu erreichen.

Nachteilig an der bekannten wiederverschließbaren Verpackung ist ihre schwierige Verarbeitbarkeit während ihrer Herstellung.

So ist zum einen die Festigkeit der Siegelung zwischen Deckel und Randbauteil nur mit Schwierigkeiten reproduzierbar, was bisweilen zu erstverschlossenen Verpackungen führen kann, bei welchen die Festigkeit der Siegelung zwischen Randbauteil und Deckel größer ist als die Materialfestigkeit des Deckels selbst. In der Folge kann es unerwünschter Weise passieren, dass beim Aufreißen der Verpackung der Deckel zerstört wird, während Deckelabschnitte immer noch am Randbauteil haften.

Darüber hinaus kommt es auch bei der unlösbaren Ansiegelung des Randbauteils an die Verpackungskörper-Folie zu Problemen, bei welchen die Verpackungskörper-Folie durch das Siegelwerkzeug gerade an der nach außen weisenden Präsentationsfläche des Verpackungskörpers beeinträchtigt werden kann.

Beispielsweise kann es zu einem lokalen Ankleben der Verpackungskörper- Folie am Siegelwerkzeug kommen, wodurch beim Abheben des

Siegelwerkzeugs von der Verpackungskörper-Folie nach erfolgtem Siegeln aus dieser Fäden gezogen werden. Dadurch können sich am Siegelwerkzeug Materialablagerungen bilden, welche bei nachfolgenden Siegelvorgängen unerwünschter Weise auf nachfolgende Verpackungen übertragen werden. Diesem Fadenzug kann durch Veränderung von Siegelparametern entgegengewirkt werden, was dann jedoch beim Siegeln zu Undichtigkeiten zwischen dem Verpackungskörper und dem gesondert ausgebildeten formstabilen Randbauteil führen kann.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine wiederverschließbare Verpackung der eingangs genannten Art anzugeben, bei welcher die geschilderten Probleme reduziert oder sogar ganz vermieden sind.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine gattungsgemäße wiederverschließbare Verpackung, bei welcher der Deckel einen im wiederverschlossenen Verpackungszustand die Verpackungsöffnung durchsetzenden Stopfenabschnitt und eine unlösbar mit dem Stopfenabschnitt verbundene flexible Deckel-Folie aufweist, von welcher ein Fügeabschnitt im erstverschlossenen Verpackungszustand mit dem Randbauteil unter Bildung der ersten lösbaren Verbindung verbunden ist und der Stopfenabschnitt im wiederverschlossenen Verpackungszustand mit dem Randbauteil die zweite lösbare Verbindung bildet.

Mit dem Stopfenabschnitt des Deckels ist die Wiederverschließbarkeit der Verpackung sichergestellt. Der Stopfenabschnitt wird hierzu einfach in die Verpackungsöffnung eingedrückt.

Die unlösbar mit dem Stopfenabschnitt verbundene Deckelfolie gestattet die Herstellung der ersten lösbaren Verbindung des Deckels mit dem Randbauteil durch Ankleben oder/und Ansiegeln des Fügeabschnitts der Deckel-Folie an das Randbauteil. Aufgrund der großen Prozesssicherheit ist auch die unlösbare Verbindung von Deckel-Folie und Stopfenabschnitt durch Kleben oder/und unlösbares Ansiegeln gebildet.

Der Stopfenabschnitt, welcher bei der bisher im Stand der Technik angewendeten Lösung dann, wenn die Haftkräfte der ersten lösbaren Verbindung höher waren als die Materialfestigkeit des Deckels, häufig mit dem gesamten Deckel zerstört, nämlich zerissen wurde, bleibt bei der hier vorgeschlagenen erfindungsgemäßen Lösung beim Aufreißen des vorzugsweise abschälbar (peelbar) mittels der Deckel-Folie am Randbauteil angeklebten oder/und angesiegelten Deckels heil.

Selbst wenn die Deckel-Folie beim ersten Öffnen der Verpackung zerstört werden sollte, bleibt der Stopfenabschnitt als vorzugsweise einstückiges Bauteil, insbesondere aus spritzgegossenem oder tiefgezogenem thermoplastischen Kunststoff, erhalten, wodurch die Verpackung sicher wiederverschlossen werden kann.

In der Regel wird der Deckel im erstverschlossenen Verpackungszustand zusätzlich zur ersten Verbindung auch durch die zweite Verbindung an der restlichen Verpackung gehalten. Dies ist jedoch nicht zwingend notwendig.

Als „Folie" im Sinne dieser Anmeldung gelten solche Folien bis zu einer Folien- bzw. Laminatdicke von 250 μm.

Streng von Folien im Sinne der vorliegenden Anmeldung zu unterscheiden sind so genannte starre oder formstabile Kunststoffe, welche zwar unter Krafteinwirkung elastisch verformbar, jedoch insgesamt formstabil sind.

Grundsätzlich kann daran gedacht sein, dass das Randbauteil einstückig mit dem Verpackungskörper ausgebildet ist. Vorzugsweise ist das Randbauteil jedoch ein gesondert ausgebildetes Bauteil.

Eine definiert peelbare erste Verbindung zwischen der Deckel-Folie und dem Randbauteil kann dadurch erhalten werden, dass das Randbauteil aus einer flexiblen Randbauteil-Folie gebildet ist, welche mit der Verpackungskörper- Folie im Bereich der Verpackungsöffnung unlösbar verbunden ist und welche mit der Deckel-Folie durch abschälbares (peelbares) Kleben oder/und Ansiegeln, als die erste lösbare Verbindung verbunden ist. Dadurch, dass das Randbauteil, ebenso wie zumindest der das Randbauteil tragende Abschnitt des Verpackungskörpers, aus einer Folie hergestellt ist, kann eine bei bestimmungsgemäßen Verbrauch der Verpackung unlösbare 5 Verbindung des Randbauteils mit der Verpackungskörper-Folie ebenso wie die erste lösbare Verbindung, insbesondere durch Ansiegeln, nahezu problemlos erreicht werden. Gerade das Verbinden zweier Folien miteinander durch Ansiegeln ist in der Verpackungstechnik bekannt und wird beherrscht.

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Darüber hinaus ist die Verwendung eines Randbauteils aus Randbauteil- Folie wesentlich kostengünstiger als die Verwendung des aus dem Stand der Technik bekannten formstablilen thermoplastischen Randbauteils.

i5 Überraschend hat sich gezeigt, dass auch unter Verwendung eines folienartigen Randbauteils anstelle des bisher verwendeten formstabilen Randbauteils zusammen mit der Verpackungskörper-Folie ein ausreichend formstabiler Verpackungskörperabschnitt zur Definition der Verpackungsöffnung und zur Aufnahme des Deckels ausgebildet werden

2o kann. Dies war durch die Verwendung von an sich nur formlabilen Ausgangsbauteilen nicht zu erwarten.

Wenn im Übrigen in der vorliegenden Anmeldung von Festigkeiten und Belastbarkeiten von Verbindungen die Rede ist, wie etwa einer lösbaren 25 oder einer unlösbaren Verbindung, so ist damit stets die Festigkeit,

Belastbarkeit oder (Un-)Lösbarkeit bei bestimmungsgemäßen Gebrauch der Verpackung bezeichnet.

Als Klebstoff zur Herstellung einer lösbaren Verbindung der Deckel-Folie mit 3o dem Randbauteil kann ein kalt, d.h. bei Umgebungstemperatur, klebender Klebstoff oder alternativ ein Heißsiegellack verwendet werden.

Bevorzugt ist die Deckel-Folie jedoch an das Randbauteil angesiegelt, d.h. Oberflächenbereiche des Randbauteils und der Deckel-Folie, welche im erstverschlossenen Verpackungszustand aneinander anliegend angeordnet sind, werden aufgeschmolzen und dann mit Druck aneinander angesiegelt. Bei geeigneter Materialwahl und Wahl der Siegelparameter wie Temperatur, Druck und Zeit kann der Deckel, ähnlich wie man es von

Aufreißverpackungen für Joghurt, Quark und dergleichen kennt, vom Randbauteil abgeschält werden. Eine derartige Verbindung bezeichnet man in der Fachwelt auch als „peelbare" Verbindung.

Dann, wenn zur Gewährleistung einer besonders hohen Verschlussgüte der Deckel im erstverschlossenen Verpackungszustand durch zwei lösbare Verbindungen mit dem Randbauteil verbunden ist, nämlich mit der ersten lösbaren Verbindung zwischen Deckel-Folie und Randbauteil und mit der zweiten lösbaren und wiederherstellbaren Verbindung zwischen Randbauteil und Stopfenabschnitt, während im wiederverschlossenen

Verpackungszustand die erste lösbare Verbindung entfällt, ist zum Öffnen der noch erstverschlossenen Verpackung eine höhere Öffnungskraft erforderlich als zum Öffnen der lediglich wiederverschlossenen Verpackung.

Dann, wenn das Randbauteil, insbesondere als Folienbauteil, einen ersten Randbauteilabschnitt aufweist, welcher unmittelbar unlösbar mit der Verpackungskörper-Folie verbunden ist, und einen zweiten Randbauteilabschnitt aufweist, welcher nur mittelbar über den ersten Randbauteilabschnitt mit der Verpackungskörper-Folie verbunden ist, kann das Randbauteil einerseits zuverlässig unlösbar mit der Verpackungskörper- Folie verbunden werden und ebenso zuverlässig einen Abschnitt bereitstellen, mit welchem der Deckel lösbar verbindbar ist.

Vorzugsweise steht der zweite, nicht unmittelbar mit der Verpackungskörper- Folie verbundene Randbauteilabschnitt von der Verpackungskörper-Folie ab. Dadurch kann vor allem dann, wenn das Randbauteil aus der Randbauteil-Folie gebildet ist, zum einen auf sehr einfache und unkomplizierte Weise im Bereich unmittelbar um die Verpackungsöffπung herum, in welchem der Verpackungskörper mit dem Randbauteil im Wesentlichen nur aus Folienmaterial gebildet ist, die Steifigkeit und Stabilität der Verpackung erheblich erhöht werden.

Zum anderen kann mit dem von der Verpackungskörper-Folie abstehenden zweiten Randbauteilabschnitt auch bei ansonsten sehr schlanken Verpackungen eine ausreichende Fügefläche zur Verbindung mit dem Deckel, genauer mit der Deckel-Folie, bereitgestellt werden.

Grundsätzlich kann daran gedacht sein, den Stopfenabschnitt bei geeigneter Materialwahl als Spritzgussbauteil oder tiefgezogenes Bauteil aus thermoplastischem Kunststoff unmittelbar mit der Deckel-Folie zu verbinden, besonders bevorzugt wiederum durch thermisches Ansiegeln. Überraschend hat sich jedoch gezeigt, dass auch der Stopfenabschnitt zumindest abschnittsweise, vorzugsweise vollständig, aus einer Stopfenabschnitt-Folie gebildet sein kann.

Insbesondere dann, wenn das Randbauteil mit einem ersten Randbauteilabschnitt mit der Verpackungskörper-Folie verbunden ist, während ein zweiter Randbauteilabschnitt von der Verpackungskörper-Folie absteht, kann der Deckel mit Deckel-Folie und Stopfenabschnitt bezogen auf eine Einhüllende der Gesamtverpackung versenkt angeordnet sein, wenn ein mit dem ersten Randbauteilabschnitt verbundener Verpackungskörperabschnitt bei erstverschlossener Verpackung den über das Randbauteil nach außen vorragenden Deckelabschnitt in

Vorragerichtung überragt. Dadurch bestehen weniger Möglichkeiten einer ungewollten und unkontrollierten Krafteinwirkung von außen auf den Deckel, insbesondere auf den Stopfenabschnitt, etwa im Falle eines Transports der Verpackung.

Zum Zwecke sowohl der Sicherung des Deckels wie auch der Bereitstellung von ausreichend Formstabilität im verpackungsöffnungsnahen Bereich der Verpackung schließen der erste und der zweite Randbauteilabschnitt zumindest abschnittsweise, bevorzugt längs ihrer gesamten Erstreckung, einen Winkel ein, vorzugsweise einen rechten Winkel. Ebenso schließt vorteilhafterweise der zweite Randbauteilabschnitt zumindest abschnittsweise, bevorzugt längs der gesamten Erstreckung des Randbauteils einen Winkel, bevorzugt einen rechten Winkel, mit dem Verpackungskörper ein.

Das Randbauteil ist vorteilhafterweise als geschlossener Ring ausgebildet, dessen radial innerer Rand eine Begrenzung der Verpackungsöffnung bildet. Dann ist im vorgehenden Absatz mit „Erstreckung" die Umfangserstreckung gemeint.

Dieser Ring ist bevorzugt kreisringförmig ausgebildet, jedoch muss dies nicht der Fall sein. Das Randbauteil kann ebenso eine ovale (elliptische) Form oder eine polygonale Form oder eine Kombination aus runden und polygonalen Formen aufweisen.

In diesem Falle kann bevorzugt ein radial äußerer Abschnitt des ringförmigen Randbauteils der erste Randbauteilabschnitt sein, während ein radial innerer Abschnitt des Randbauteils der zweite Randbauteilabschnitt ist.

Zur möglichst guten Verbindung des Randbauteils mit der Verpackungskörper-Folie ist der erste Randbauteilabschnitt im Falle eines umlaufenden Randbauteils ebenfalls umlaufend.

Zur möglichst guten Abschirmung des von der Verpackung umschlossenen Verpackungsvolumens gegen Einflüsse der Außenumgebung, die ein Verderben der verpackten Ware befördern könnten, kann vorgesehen sein, dass wenigstens eine Folie aus der Verpackungskörper-Folie, der Deckel- Folie, der Randbauteil-Folie und der Stopfenabschnitt-Folie ein Laminat aus wenigstens zwei Folienlagen ist, von welchen eine Lage eine Barrierelage bildet. Barrierelagen sind im Stand der Technik an und für sich bekannt. In Frage kommen hierfür etwa EVOH, SiO x , AIO x und dergleichen.

Um das Verpackungsgut nicht nur gegen Gase, wie Sauerstoff und

Wasserstoff, abzuschirmen, sondern auch eine Einwirkung von UV-Strahlen auszuschließen, ist die Barrierelage vorzugsweise eine Metalllage, besonders bevorzugt eine metallisierte Lage. Hier hat sich Aluminium als Werkstoff für eine Absolutbarriere besonders bewährt.

Die Metalllage kann durch Haft-Zwischenschichten mit benachbarten Lagen des Laminats verbunden sein.

Vorzugsweise sind die Verpackungskörper-Folie und die Randbauteil-Folie mit einer Barrierelage versehen, besonders bevorzugt auch die Deckel-Folie. Zur Sicherstellung einer möglichst guten Barrierewirkung kann auch die Stopfenabschnitt-Folie eine Barrierelage aufweisen.

Zur möglichst einfachen Verbindung der Folien untereinander kann alternativ oder zusätzlich vorgesehen sein, dass wenigstens eine Folie aus der

Verpackungskörper-Folie, der Deckel-Folie, der Randbauteil-Folie und der Stopfenabschnitt-Folie ein Laminat aus wenigstens zwei Folienlagen ist, von welchen wenigstens eine Außenlage, vorzugsweise beide Außenlagen, von einem siegelbaren thermoplastischen Kunststoff gebildet sind.

Besonders bevorzugt sind alle vier an der hier beschriebenen Verpackung beteiligten Folien mit jeweils zwei außen liegenden Lagen aus siegelbarem thermoplastischem Kunststoff versehen.

Da sowohl die Randbauteil-Folie als auch die Deckel-Folie jeweils eine unlösbare und eine lösbare Verbindung eingehen sollen, ist bei einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass wenigstens bei der Randbauteil-Folie oder bei der Deckel-Folie, vorzugsweise bei beiden Folien, besonders bevorzugt auch die Stopfenabschnitt-Folie, eine Außenlage aus einem siegelbaren thermoplastischem Kunststoff zur Bildung unlösbarer Verbindungen geeignet ist. Ein solcher Kunststoff ist beispielsweise Polypropylen (PP). Und es ist weiter vorgesehen, dass die jeweils andere Außenlage von einem siegelbaren thermoplastischem Kunststoff zur Bildung einer lösbaren Verbindung, insbesondere einer peelbaren Verbindung gebildet ist. Ein solcher Kunststoff ist beispielsweise orientiertes Polypropylen (OPP) oder PP-peel.

Ein weiterer wichtiger Punkt für Verpackungen ist deren Bedruckbarkeit. Um sicher zu stellen, dass die wiederverschließbare Verpackung mit Verbraucherinformationen und dergleichen bedruckbar ist, kann vorgesehen sein, dass wenigstens eine Folie aus der Verpackungskörper-Folie, der Deckel-Folie, der Randbauteil-Folie und der Stopfenabschnitt-Folie ein Laminat aus wenigstens zwei Folienlagen ist, von welchen wenigstens eine Lage zur Aufnahme von Druckfarben ausgebildet ist. Hierfür kann insbesondere eine Lage aus einem Polyester, insbesondere aus Polyethylenterephthalat (PET) vorgesehen sein. Die PET-Lage kann auch zur Erhöhung der Laminatsteifigkeit vorgesehen sein.

Alternativ oder zusätzlich kann auch die Außenlage, insbesondere die OPP- Außenlage, zum Schutz des Farbauftrags im Konterdruckverfahren oder ohne besonderen Schutz einfach nur im Aufdruckverfahren bedruckt sein.

Die Kompatibilität von Verpackungskörper-Folie oder/und Randbauteil-Folie oder/und Deckel-Folie oder/und Stopfenabschnitt-Folie sowie deren Materialeigenschaften können dann im Wesentlichen ähnlich oder sogar gleich eingestellt sein, wenn die genannten Folien im Wesentlichen gleiche Schichten umfassen.

Besonders bevorzugt weisen sie den gleichen Schichtaufbau auf, d.h. Lagen aus gleichem Material sind in der gleichen Reihenfolge im Laminat angeordnet. Aus Kostengründen besonders bevorzugt sind die Verpackungskörper-Folie, die Deckel-Folie, die Randbauteil-Folie und die Stopfenabschnitt-Folie im Wesentlichen identisch. Dann kann eine Folie sowohl zur Bildung von 5 Randbauteil und verpackungsöffnungsnahmen Verpackungskörper verwendet werden.

Zur Erzielung einer bestmöglichen Barriereeigenschaft der Verpackung kann vorgesehen sein, dass die Deckel-Folie den Stopfenabschnitt überspannt. lo Dadurch, dass die Deckel-Folie den Stopfenabschnitt überspannt, also vom Innenraum der Verpackung aus betrachtet außen umgibt, sorgt die Deckel- Folie im erstverschlossenen Zustand bei geeigneter Folienwahl für eine geeignete Barriere, insbesondere Absolutbarriere gegen Gase oder/und Licht, so dass der Stopfenabschnitt aus einem kostengünstigen Material i5 ohne Barriereeigenschaften hergestellt werden kann.

Durch das Überspannen des Stopfenabschnitts durch die Deckel-Folie kann außerdem die gesamte Deckelfläche bedruckt werden, falls die Deckel-Folie mit den zuvor genannten, die Bedruckbarkeit gewährleistenden

20 Eigenschaften versehen ist. Zur sicheren Befestigung der Deckel-Folie am Randbauteil kann vorgesehen sein, dass die Deckel-Folie in ihrer Erstreckungsebene in wenigstens einer Raumrichtung eine größere Abmessung aufweist als der Stopfenabschnitt. Dies bedeutet also, dass die Deckel-Folie in wenigstens einer ihrer ebenen Erstreckungsrichtungen den

25 Stopfenabschnitt überragt, so dass die Deckel-Folie insbesondere dann, wenn das Randbauteil die oben erwähnte Randbauteil-Folie umfasst, sehr einfach und prozesssicher mit dem Randbauteil lösbar verbunden werden kann.

3o Bevorzugt weist die Deckel-Folie in ihrer Erstreckungsebene in wenigstens zwei zueinander orthogonalen Raumrichtungen größere Abmessungen auf als der Stopfenabschnitt, was eine sicherere Verbindung der Deckel-Folie mit dem Randbauteil ermöglicht. Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung ist vorgesehen, dass der Stopfenabschnitt sich längs einer Längsachse erstreckt und die Deckel-Folie den Stopfenabschnitt bezogen auf die Längsachse radial außen umgibt. Der Stopfenabschnitt weist nämlich häufig eine zylindrische oder ähnliche Form auf, d.h. er besitzt eine Mantelfläche, längs der er an einem Rand der Verpackungsöffnung anliegt und dadurch die Verpackungsöffnung verschließt. Diese Mantelfläche erstreckt sich in axialer Richtung, um dem Stopfenabschnitt die für ein Einführen in die Verpackungsöffnung notwendige axiale Ausdehnung zu verleihen.

Dann, wenn die Deckel-Folie den Stopfenabschnitt radial außen umgibt, kann der Stopfenabschnitt bei erstverschlossener Verpackung vollständig von Folie umgeben sein, so dass eine zumindest im

Verpackungsöffnungsabschnitt vollständig bedruckbare oder/und vollflächig mit einer Barriere ausgestattete Verpackung erzielt werden kann.

Der Stopfenabschnitt ist dann durch die ihn außen umgebenden Folien: Verpackungskörper-Folie, Deckel-Folie und gegebenenfalls Randbauteil- Folie, gleichsam mit verpackt. Deshalb kommt es auf Barriere- und Bedruckungseigenschaften des Stopfenabschnitts nicht notwendigerweise an.

Zur Wiederverschließbarkeit der Verpackung kann vorgesehen sein, dass der Stopfenabschnitt dann, wenn die Verpackungsöffnung durch den Deckel verschlossen ist, an einem radial inneren Rand des Randbauteils anliegt.

Wie bereits erwähnt kann der Deckel besonders einfach mit der restlichen Verpackung verbunden werden, wenn der Fügeabschnitt der Deckel-Folie den Stopfenabschnitt des Deckels radial außen umgibt. Dann kann insbesondere der Fügeabschnitt an einem flächigen Abschnitt des Randbauteils anliegen, während der Stopfenabschnitt an dem radial inneren Rand des Randbauteils anliegt und somit die von dem radial inneren Rand des Randbauteils definierte Verpackungsöffnung durchsetzt.

Insbesondere im wiederverschlossenen Verpackungszustand kann der Deckel die Verpackungsöffnung sicher und ausreichend fest verschließen, wenn der Stopfenabschnitt durch eine materialelastische Klemmung und die dadurch bewirkte Reibung vom Randbauteil gehalten ist.

Eine derartige materialelastische Klemmung kann beispielsweise dadurch erhalten werden, dass das Randbauteil einen Rand der Verpackungsöffnung bildet, wobei Abmessungen des Stopfenabschnitts größer sind als zugeordnete Abmessungen der Verpackungsöffnung.

Zugeordnete „Abmessungen" bilden dabei die Abmessungen jener Abschnitte von Randbauteil (zur Definition der Verpackungsöffnung) und Stopfenabschnitt, welche bei korrekt wiederverschlossener Verpackung in Anlage-Wechselwirkung miteinander stehen.

Bei einem Stopfenabschnitt mit kreisförmigen Querschnitt und einer Verpackungsöffnung mit kreisförmigen Querschnitt sind die zugeordneten Abmessungen die jeweiligen Durchmesser von Stopfenabschnitt und Verpackungsöffnung.

Im Falle von elliptischen Querschnitten an Stopfenabschnitt und Verpackungsöffnung sind beispielsweise die beiden kleinen Halbachsen und die beiden großen Halbachsen der jeweiligen elliptischen Querschnitte einander zugeordnet.

Zur Ausbildung der zuvor genannten Mantelfläche kann der Stopfenabschnitt vorteilhafterweise einen Mantelabschnitt aufweisen, welcher sich unter einem vorbestimmten Winkel von der Deckel-Folie weg erstreckt. Vorzugsweise erstreckt sich der Mantelabschnitt unter einem rechten Winkel von der Deckel-Folie weg oder ist zumindest abschnittsweise leicht konisch, d.h. sich in Richtung von der Deckel-Folie weg verjüngend ausgebildet, um ein Einführen des Mantelabschnitts in die Verpackungsöffnung zur Anlage der Mantelfläche an dem radial inneren Rand der Verpackungsöffnung zu erleichtern.

Zur möglichst sicheren und dichten Anlage des Stopfenabschnitts an der Mantelfläche des Mantelabschnitts kann dieser bezogen auf eine zur Erstreckungsebene der Deckel-Folie orthogonale Bezugsachse längs einer geschlossenen Bahn umlaufend ausgebildet sein.

Mitunter kann es ausreichen, dass der Stopfenabschnitt nur aus dem Mantelabschnitt besteht, d.h. dass der Stopfenabschnitt aus einem von der Deckel-Folie unter einem Winkel abstehenden Ring bzw. Hohlzylinder und dergleichen gebildet ist. Die äußere Gestalt des Mantelabschnitts, also die Gestalt der Mantelfläche ist zur Erzielung einer möglichst dichten

Verpackung im wiederverschlossenen Verpackungszustand der Kontur des radial inneren Randes der Verpackungsöffnung entsprechend ausgestaltet. Dies bedeutet, die Mantelfläche am Mantelabschnitt kann einen kreisförmigen, elliptischen oder polygonalen Querschnitt oder Mischformen daraus aufweisen.

Zur Aufnahme von Materialien, welche zunächst vom Inhalt der erfindungsgemäßen wiederverschließbaren Verpackung gesondert bereitgestellt werden sollen, kann vorgesehen sein, dass ein bezogen auf die oben genannte Bezugsachse radial innerhalb des Mantelabschnitt gelegener Wandabschnitt des Stopfenabschnitts zusammen mit dem Mantelabschnitt und der Deckel-Folie einen Speicherraum umschließt.

Dieser Speicherraum kann gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der vorliegenden Erfindung dazu genutzt sein, so genannte Scavenger-

Materialien aufzunehmen, welche dazu ausgebildet sind, Gase, wie etwa Sauerstoff oder/und Ethylen, oder/und Flüssigkeiten, wie etwa Wasser, zu absorbieren bzw. zu binden, um den eigentlichen Inhalt der erfindungsgemäßen Verpackung möglichst lange vor unerwünschten äußeren Einflüssen durch die zu absorbierende bzw. zu bindenden zu schützen.

5 Zur besonders dauerhaften und sicheren Verbindung der Deckel-Folie mit dem Stopfenabschnitt kann außerdem daran gedacht sein, dass ein bezüglich der Bezugsachse radial innerhalb des Mantelabschnitts gelegener Wandabschnitt des Stopfenabschnitts mit der Deckel-Folie, vorzugsweise unlösbar, verbunden ist. Vorzugsweise verläuft der Wandabschnitt hierzu lo wenigstens abschnittsweise parallel zur Deckel-Folie.

Außerdem kann es unter Umständen erwünscht sein, den Inhalt des zuvor beschriebenen Speicherraums für Nutzer zugänglich zu machen. Hierfür kann vorgesehen sein, dass der Wandabschnitt durch eine mit dem von der i5 Deckel-Folie fern gelegenen Endbereich des Mantelabschnitts, vorzugsweise lösbar, verbundene, vorzugsweise durch Ansiegeln verbundene Abdeck-Folie gebildet ist.

Zur möglichst sicheren Wiederverschließbarkeit der erfindungsgemäßen 2o Verpackung kann daran gedacht sein, dass der Mantelabschnitt zumindest längs eines Umfangsabschnitts, vorzugsweise vollständig umlaufend, eine bezogen auf die Bezugsachse nach radial außen vorstehende Verrastungsaustülpung aufweist.

25 Damit der Stopfenabschnitt dennoch ohne größere Schwierigkeiten in die Verpäckungsöffnung einsetzbar ist, kann die hier beschriebene wiederverschließbare Verpackung derart weiter gebildet sein, dass die Verrastungsaustülpung eine bezogen auf die Öffnungsfläche der Verpackungsöffnung geneigte Einführschräge aufweist, welche ein Einführen

3o des Stopfenabschnitts in die Verpackungsöffnung zur Herstellung des wiederverschlossenen Verpackungszustands erleichtert.

Um entweder den Inhalt des Speicherraums bereits vor einem Öffnen der Verpackung zugänglich zu machen oder um lediglich den Stopfenabschnitt, insbesondere seinen Mantelabschnitt, als Stapelhilfe beim aufeinander Stapeln von mehreren gleichartigen erfindungsgemäßen wiederverschließbaren Verpackungen nutzen zu können, kann die Verpackung gemäß einer bevorzugten Ausführungsform dadurch weiter gebildet sein, dass der Mantelabschnitt im erstverschlossenen Verpackungszustand in Richtung vom Verpackungsinnenraum weg von der Deckel-Folie absteht, vorzugsweise an einer im erstverschlossenen Zustand mit einer vom Verpackungsinnenraum weg weisenden Seite der Deckel- Folie unlösbar verbunden ist.

Vorzugsweise ist aus Kostengründen der gesamte Verpackungskörper aus Folienlaminat gebildet. Dabei haben sich vor allem zylindrische Verpackungskörper als mit einfachen Mitteln aus formlabilen Folien aufbaubare formstabile Verpackungskörper erwiesen.

Nachzutragen ist, dass die erfindungsgemäße Verpackung gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung zum erleichterten ersten Öffnen so ausgestaltet sein kann, dass die Deckel-Folie als Aufreißhilfe eine Aufreißlasche aufweist, welche vorzugsweise über einem äußeren Rand der Verpackung vorsteht, um ihr Ergreifen durch einen Benutzer zu erleichtern.

Außerdem kann zur erleichterten Stapelbarkeit der Verpackung vorgesehen sein, dass die Deckel-Folie im erstverschlossenen Verpackungszustand im Wesentlichen eben ist. Hierzu kann vor allem der Stopfenabschnitt soweit in die Verpackungsöffnung hinein versenkt angeordnet oder/und aus einem ausreichend dünnen Folienlaminat gebildet sein, dass er sich an der Deckel- Folie nicht oder kaum abbildet, selbst wenn er bereits im erstverschlossenen Verpackungszustand angeordnet ist.

Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Figuren näher beschrieben werden. Es stellt dar Figur 1 eine Querschnittsansicht eines Verschlussbereichs einer ersten

Ausführungsform einer erfindungsgemäßen wiederverschließbaren Verpackung.

Figur 2 eine Querschnittsansicht eines Verschlussbereichs einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen wiederverschließbaren Verpackung. Figur 3 einen Querschnitt durch das in den Verpackungen der Figuren 1 und 2 verwendete Folienlaminat.

In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Ausführungsform einer wiederverschließbaren Verpackung allgemein mit 10 bezeichnet. Die Verpackung 10, von welcher lediglich der Verschlussabschnitt dargestellt ist, ist rotationssymmetrisch bezüglich der Rotationsachse Z. Die Querschnittsebene der Darstellung von Figur 1 enthält die Rotationsachse Z.

Die Verpackung 10 umfasst einen zylindrischen Verpackungskörper 12 aus einer Verpackungskörper-Folie 13, an dessen einem axialen Längsende 12a auf der Innenseite 12b ein Randbauteil 14 dauerhaft angesiegelt ist.

Das aus einer Randbauteil-Folie 15 gebildete Randbauteil 14, welches aus dem selben Folienmaterial hergestellt ist wie der Verpackungskörper 12, ist in einem ersten Randbauteilabschnitt 14a mit seiner Außenseite 14b an die Innenseite 12b des Verpackungskörpers 12 im Wesentlichen über die gesamte gemeinsame axiale und radiale Erstreckungslänge dauerhaft angesiegelt. Alternativ könnte diese Verbindung an Stelle von thermischem Ansiegeln auch durch Kleben gebildet sein.

Ein sich in radialer Richtung an den ersten Randbauteilabschnitt anschließender zweiter Randbauteilabschnitt 14c steht orthogonal vom zylindrischen Verpackungskörper 12 nach radial innen, also zur Rotationsachse Z hin, ab.

Das Randbauteil 14 ist gebildet aus einem ursprünglich im Wesentlichen ebenen ringförmigen Foiienstück, welches sich in radialer Richtung über die gemeinsame Länge des ersten Randbauteilabschnitts 14b und des zweiten Randbauteilabschnitts 14c erstreckt. Der erste Randbauteilabschnitt 14a ist also beim Einfügen des Randbauteils in die zylindrische Innenfläche 12b des Verpackungskörpers 12 zwangsweise in die in Figur 1 dargestellten Stellung umgeformt worden.

Ein radial innerer Rand 14d des Randbauteils 14 definiert im unverformten Zustand eine Verpackungsöffnung 16, durch die das Innere 18 der Verpackung 10 von außen zugänglich ist.

Die Verpackung 10 ist in Figur 1 in ihrem erstverschlossenen Zustand dargestellt, d.h. sie befindet sich in einem Zustand, wie sie die Abfüllstation eines Verpackers zum Konsumenten hin verlässt.

In diesem erstverschlossenen Zustand ist die Verpackungsöffnung 16 (die Position des radial inneren Randes 14d des Randbauteils 14 mit unverformten zweiten Randbauteilabschnitt 14c ist in Figur 1 strichliniert angedeutet) durch einen Deckel 20 verschlossen. Ein formstabiler Stopfenabschnitt 20a des Deckels 20 durchsetzt dabei die

Verpackungsöffnung 16 und liegt unter materialelastischer Verformung des zweiten Randbauteilabschnitts 14c am Rand 14d des Randbauteilabschnitts 14 an.

Bereits durch diese materialelastische Verformung und die dadurch bewirkte Reibung ist der Deckel 20 sicher am Randbauteil 14 gehalten. Die durch die materialelastische Verformung erreichte Klemmung des Deckels 20 am zweiten Randbauteilabschnitt 14c gewährleistet die Wiederverschließbarkeit der Verpackung 10 nach dem ersten Öffnen.

Der Stopfenabschnitt 20a weist weiter einen nach radial außen vorstehenden umlaufenden Verbindungsabschnitt 20b auf. Dieser Verbindungsabschnitt 20b verläuft im Wesentlichen parallel zur Erstreckungsebene des zweiten Randbauteilabschnitts 14c.

An der zum Randbauteil hin weisenden Seite 20c des Verbindungsabschnitts 20b ist eine Deckel-Folie 22 unlösbar angesiegelt. Die Verbindung der Deckel-Folie 22 mit dem Verbindungsabschnitt 20b des Stopfenabschnitts 20a entspricht in ihrer Festigkeit im Wesentlichen der Verbindung des ersten Randbauteilabschnitts 14a mit dem Längsende 12a des Verpackungskörpers 12.

Die Deckel-Folie 22 ist aus demselben Folienmaterial gefertigt, wie der Verpackungskörper 12 und das Randbauteil 14 des dargestellten Ausführungsbeispiels. Die Deckel-Folie 22, welche den Stopfenabschnitt 20a des Deckels 20 geschlossen umgibt, befindet sich über nahezu dem gesamten Umfang des Deckels 20 unter dem Verbindungsabschnitt 20b. Lediglich an der in Figur 1 gezeichneten Stelle weist die Deckel-Folie 22 eine Öffnungslasche 22a auf, welche mit Fingern gegriffen und zum Lösen des Verbindungsabschnitts 20b vom zweiten Randbauteilabschnitt 14c verwendet werden kann.

Die Deckel-Folie 22 ist mit ihrer vom Verbindungsabschnitt 20b weg weisenden Seite 22b an die nach außen weisende Seite 14e des Randbauteils 14 lösbar, genauer abschälbar (peelbar) angesiegelt. Der an der Randbauteil-Folie 15 anliegende und abschälbar angesiegelte Bereich der Deckel-Folie 22 definiert deren Fügeabschnitt 22d.

Mit ihrer entgegengesetzten Außenseite 22c ist sie dagegen, wie oben bereits erwähnt, durch thermisches oder ultraschall-initiertes Ansiegeln unlösbar mit der Fläche 20c des Verbindungsabschnitts 20b verbunden.

Zum ersten Öffnen der durch die lösbare Siegelung des Randbauteils 14 mit der Deckel-Folie 22 und durch die unlösbare Siegelung der Deckel-Folie 22 mit dem Deckel 20 hermetisch abgeschlossenen Verpackung 10 wird die Deckel-Folien-Lasche 22a zwischen zwei Fingern fest gegriffen und in axialer Richtung vom Verpackungskörper 12 weg angezogen. Dadurch wird die Deckel-Folie 22 vom Randbauteil 14 abgeschält und der Stopfenabschnitt 20a aus der Verpackungsöffnung 16 herausgezogen.

Der Stopfenabschnitt 20a kann bei gewünschtem Wiederverschließen der Verpackung 10 unter Verformung des dem Rand 14d nahen Bereich des Randbauteils 14 in die Verpackungsöffnung eingedrückt werden, und diese verschließen.

Der Stopfenabschnitt 20a ist dann durch die materialelastische Verformung des Randbauteils 14 und die dadurch zwischen dem Randbauteil 14 und dem Stopfenabschnitt 20a begründete Reibung an der Verpackung gehalten.

Durch die unlösbare Verbindung des ersten Randbauteilabschnitts 14a mit dem axialen Längsendbereich 12a des Verpackungskörpers 12 wird das den Längsendbereich 12a enthaltende axiale Längsende der Verpackung 10 erheblich ausgesteift, so dass der der Verpackungsöffnung 16 nahe Bereich der Verpackung 10 während eines Öffnungsvorgangs und auch im geöffneten Zustand seine Form im Wesentlichen behält.

Zum Schutz des Deckels 20 vor unerwünschter Krafteinwirkung und damit unerwünschtem Öffnen, etwa während eines Transportvorgangs der Verpackung 10, überragen sowohl der Längsendbereich 12a des Verpackungskörpers als auch der erste Randbauteilabschnitt 14a im verschlossenen Zustand der Verpackung 10 den Deckel 20 in axialer Richtung nach außen.

Der Stopfenabschnitt 20a weist einen sich im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse Z erstreckenden Mantelabschnitt 2Of auf. Dieser

Mantelabschnitt 2Of schließt sich unmittelbar an den Verbindungsabschnitt 20b des Stopfenabschnitts 20a an. Strichliniert ist am radial äußeren Abschnitt des Mantelabschnitts 2Of eine um die Rotationsachse Z umlaufende radiale Ausstülpung 34 des Mantelabschnitts 2Of gezeigt, welche dazu ausgebildet ist, den radial inneren Rand 14d des Randbauteils 14 nach Art einer Verrastung zu hintergreifen.

5 Um ein Einführen des Stopfenabschnitts 20a in das Innere 18 der

Verpackung durch die Verpackungsöffnung 16 hindurch zu erleichtem, ist an der radialen Ausstülpung 34 eine Einführschräge 34a ausgebildet, welche ebenfalls um die Rotationsachse Z umläuft. Diese Einführschräge 34a setzt sich nach radial innen bis in den Bereich des Materialabschnitts 2Of hinein

10 fort.

Der Stopfenabschnitt 20a kann, wie ansonsten in durchgezogener Linie dargestellt, topfartig mit einem zur Ebene der Verpackungsöffnung 16 im Wesentlichen parallelen Wandabschnitt 20g ausgebildet sein, der sich an i5 dem von der Deckel-Folie 22 fernen Ende des Mantelabschnitts 2Of an diesen anschließt.

Alternativ kann der Mantelabschnitt 2Of auch wulstartig gemäß dem strichlinierten Verlauf mit der Bezeichnung 2Of ausgebildet sein. In diesem 2o Falle weist der Mantelabschnitt 2Of einen in einer die Rotationsachse Z enthaltenden Querschnittsansicht U-förmigen Querschnitt auf, wobei der radial innere Wandabschnitt 20g 1 etwa auf der Höhe des Verbindungsabschnitts 20b gelegen ist.

25 Der Wandabschnitt 20g bzw. 20g' füllt den gesamten radial innerhalb des Mantelabschnitts 2Of bzw. 2Of liegenden Bereich des Stopfenabschnitts 20a aus, so dass dieser die Verpackungsöffnung 16 dicht zu verschließen vermag.

30 Die in Figur 1 dargestellte Verpackung weist jedoch einen Nachteil dahingehend auf, dass der ausschließlich vom Stopfenabschnitt 20a verschlossene Bereich der Verpackung 10 keine ausreichende Barriereeigenschaften sicherstellt, da es sich bei dem Stopfenabschnitt 20a lediglich um ein spritzgegossenes Bauteil aus thermoplastischem Kunststoff handelt. Je nach Verpackungsgut können jedoch erhöhte Barriereeigenschaften oder eine mit Absolut-Barriereeigenschaften versehene Verpackung erwünscht sein.

Gleiches gilt dann, wenn die Verpackung im Wesentlichen lückenlos, jedenfalls auch im Deckelbereich, bedruckt oder wenigstens bedruckbar sein soll.

Zur Ausräumung dieser Nachteile wird die in Figur 2 dargestellte besonders bevorzugte zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Verpackung vorgeschlagen.

Die in Figur 2 dargestellte Ausführungsform, bei welcher gleiche oder funktionsgleiche Bauteile wie in Figur 1 mit gleichen Bezugszeichen, jedoch erhöht um die Zahl 100 versehen sind, wird im Folgenden nur in soweit beschrieben werden, als es sich von der in Figur 1 gezeigten ersten Ausführungsform unterscheidet, auf deren Beschreibung ausdrücklich Bezug genommen wird.

Bei der in Figur 2 dargestellten zweiten Ausführungsform ist der Stopfenabschnitt 120a im Wesentlichen identisch zum Stopfenabschnitt 20a der ersten Ausführungsform in die Verpackungsöffnung 116 eingeführt und ist im erst- wie im wiederverschlossenen Verpackungszustand vom verformten Randbauteil 114, genauer durch eine entgegen ihrer Materialelastizität aufgeweitete Randbauteil-Folie 115 dort gehalten.

Allerdings überspannt in Figur 2 die Deckel-Folie 122 den Stopfenabschnitt 120a des Deckels 120.

Die Deckel-Folie 122 ist hierzu mit ihrer Seite 122b, mit welcher sie abschälbar an die Seite 114e des durch die Randbauteil-Folie 115 gebildeten Randbauteils 114 angesiegelt ist unlösbar an die Seite 12Oe des Verbindungsabschnitts 120b des Deckels 120 angesiegelt.

Die unterschiedlichen Festigkeiten der Verbindungen der Deckel-Folie 122 mit dem Randbauteil 114 einerseits und mit dem Stopfenabschnitt 120a andererseits ist durch unterschiedliche Temperatur oder/und Siegeldruck oder/und Siegeldauer einstellbar, wobei gilt, dass die Verbindungsfestigkeit mit zunehmender Siegeltemperatur oder/und zunehmendem Siegeldruck oder/und zunehmender Siegeldauer steigt.

Abgesehen von der Lasche 122a ist die Deckel-Folie 122, wie der

Verbindungsabschnitt 120b, an den sie angesiegelt ist, im Wesentlichen kreisförmig, weist jedoch einen größeren Durchmesser als der Stopfenabschnitt 120a bzw. der Verbindungsabschnitt 120b auf, so dass die Deckel-Folie 122 mit ihrem Fügeabschnitt 122d den Stopfenabschnitt 120a radial außen vollständig umgibt. Dadurch ist der Stopfenabschnitt 120a von der Folienbaugruppe aus Verpackungskörper-Folie 113, Randbauteil-Folie 115 und Deckel-Folie 122 vollständig eingefasst.

Die Verpackung 110 ist somit gegen unerwünschtes Öffnen durch versehentliches Herausziehen des Stopfenabschnitts 120a sehr gut geschützt.

Darüber hinaus ist im bevorzugtem Falle einer ausschließlich aus den bezeichneten Folien gebildeten Verpackung 110 eine vollständig, d.h. allseitig bedruckbare Verpackung erreichbar.

Ebenso ist eine vollständig, d.h. allseitig, mit Barriereeigenschaften versehene Verpackung erzielbar.

Das von der Verpackung 110 verpackte Verpackungsgut ist somit bestmöglich gegen Einflüsse aus der Umgebung geschützt.

Wie in Figur 2 mit doppelt-gestrichelter Linie angezeigt ist, kann der Mantelabschnitt 12Of dadurch, dass der Stopfenabschnitt 120a vollständig von der Deckel-Folie 122 überspannt ist, als lediglich ringförmig hohlzylindrischer Mantelabschnitt 120f ausgebildet sein, welcher in einem die Rotationsachse Z enthaltenden Querschnitt eine aufgrund des Vorhandenseins des Verbindungsabschnitts 120b L-förmige

Querschnittsgestalt aufweist. Dann, wenn der Verbindungsabschnitt 120b nicht nach radial außen oder innen vom Mantelabschnitt 12Of absteht, kann der Mantelabschnitt 12Of in der bezeichneten Querschnittsansicht auch lediglich einen rechteckigen oder parallelogrammförmigen Querschnitt aufweisen.

Zur besonders sicheren Verbindung der Deckel-Folie 122 mit dem Stopfenabschnitt 120a kann bei der zuvor geschilderten Variante des Mantelabschnitts 12Of mit im Wesentlichen U-förmigen Querschnitt der an diesem radial innen anschließende Wandabschnitt 120g' abschnittsweise oder vollständig lösbar oder unlösbar mit der Deckel-Folie 122 verbunden sein, besonders bevorzugt durch Ansiegeln.

Dadurch, dass die Deckel-Folie 122 den Stopfenabschnitt 120a überspannt, wird dann, wenn der Stopfenabschnitt wie in den Figuren 1 und 2 dargestellt nicht-massiv ausgeführt ist, durch den Stopfenabschnitt 120a zusammen mit der Deckel-Folie 122 ein Speicherraum 130 umschlossen, in welchem Materialien aufgenommen sein können. Dies können insbesondere so genannte Scavenger-Materialien sein, welche zur Absorption oder Bindung von im Inneren 118 der Verpackung 110 unerwünschten Gasen oder/und Flüssigkeiten dienen.

Alternativ oder zusätzlich kann auch daran gedacht sein, den Speicherraum 130 für Benutzer der Verpackung 110 zugänglich zu machen. Hierzu kann insbesondere dann, wenn der Mantelabschnitt 12Of des Stopfenabschnitts 120a lediglich als von der Deckel-Folie 122 abstehender Ring ausgebildet ist, der sich an den Mantelabschnitt 12Of anschließende Wandabschnitt 120g" als eine zur Deckel-Folie 122 im Wesentlichen parallele, den Stopfenabschnitt 122a an dessen von der Deckel-Folie 122 fern liegenden Ende überspannende Stopfenabschnitt-Folie 132 ausgebildet sein. Die Stopfenabschnitt-Folie 132 kann insbesondere lösbar an den Mantelabschnitt 12Of oder allgemein an den Stopfenabschnitt 120a angesiegelt sein, insbesondere peelbar angesiegelt sein.

Vorzugsweise ist die Stopfenabschnitt-Folie 132 mit wenigstens einer, vorzugsweise mit allen zuvor genannten Folien identisch, so dass zur Bildung der erfindungsgemäßen Verpackung auf lediglich ein einziges Folienmaterial zurückgegriffen werden braucht.

In Figur 3 ist der Aufbau der Folie im Querschnitt dargestellt, welche zur Bildung der Verpackungskörper-Folien 13 und 113, der Randbauteil-Folien 15 und 115 sowie der Deckel-Folien 22 und 122 verwendet wird.

Das verwendete Folienlaminat weist als eine Außenlage eine Schicht 30 aus lösbar (peelbar) siegelfähigem thermoplastischem Kunststoff auf, im dargestellten Beispiel aus orientiertem Polypropylen (OPP) mit einer Lagendicke von etwa 30 μm.

An die Außenlage 30 grenzt eine bedruckbare, also Druckfarbe aufnehmende Lage 32 an. Im dargestellten Beispiel ist diese bedruckbare Lage gebildet durch eine Lage aus Polyethylenterephthalat (PET) mit einer Lagendicke von etwa 12 μm.

An die von der OPP-Lage 30 weg weisende Seite der PET-Lage 32 grenzt eine Barrierelage 34 an. Im dargestellten Beispiel handelt es sich dabei um eine Aluminiumlage von etwa 8 μm Lagendicke.

An die von der PET-Lage 32 weg weisenden Seite der Aluminiumlage 34 schließt sich schließlich als zweite Außenlage 36 eine Schicht aus unlösbar siegelbarem thermoplastischen Kunststoff an. Im dargestellten Beispiel ist die zweite Außenlage 36 durch Polypropylen (PP) mit einer Lagendicke von etwa 70 μm gebildet.

Der Vorteil dieses Laminataufbaus liegt auch darin, dass bei der in Figur 1 dargestellten Verpackung 10 stets zu gleichem Zweck siegelbare Außenlagen 36 oder 32 miteinander zu verbindender Folien aneinander anliegen und gleichzeitig die Druckfarbe aufnehmende Lage 32 weiter außen liegt als die Barrierelage 34, so dass die Druckfarbe aufnehmende Lage 32 stets wahrnehmbar bleibt und nicht von der Barrierelage 34 verdeckt wird.

Der erste Randbauteilabschnitt 14a und der Verpackungskörper 12 sind über die Außenlagen 36 der beteiligten Folien unlösbar miteinander verbunden.

Der zweite Randbauteilabschnitt 14 und die Deckel-Folie 22 sind über aneinander anliegende Außenlagen 30 der beteiligten Folien 15 und 22 abschälbar miteinander verbunden.

Der Stopfenabschnitt 20a, der zu diesem Zweck auch aus Polypropylen gebildet ist, ist wiederum über die Außenlage 36 der Deckel-Folie 22 unlösbar mit dieser verbunden.

Bis auf die Verbindung von Stopfenabschnitt 20a mit der Deckel-Folie 22 gilt für das in Figur 2 dargestellte Beispiel das gleiche. Dort ist lediglich die aus orientiertem Polypropylen gebildete Außenlage 30 mit dem

Verbindungsabschnitt 120b des Stopfenabschnitts 120a unlösbar verbunden, was jedoch durch die identische Materialwahl (Polypropylen) für diese Außenlage und den Stopfenabschnitt 120a keinerlei Probleme darstellt.

In den dargestellten Beispielen weist die Verpackungsöffnung 16; 116 im unverschlossenen Zustand der Verpackung 10; 110, also bei unverformten zweiten Randbauteilabschnitt 14c; 114 einen kleineren Durchmesser auf als der in die Verpackungsöffnung 16; 116 einsetzbare Stopfenabschnitt 20a; 120a des Deckels 20; 120. Die Verpackungsöffnung 16; 116 wird daher beim Eindrücken des Stopfenabschnitts 20a; 120a in diese gegen die Materialelastizizät des zweiten Randbauteilabschnitts 14c; 114c aufgeweitet. Der Rand 14d; 114d des Randbauteils 14; 114 liegt entsprechend der Materialeigenschaften mit einer durch diese Aufweitung bewirkten elastischen Kraft und der dadurch weiter bewirkten Reibung am Stopfenabschnitt 20a; 120a des Deckels 20; 120 an und hält diesen lösbar in der Verschlussstellung.