Doppstadt, Werner (Vossnacker Strasse 67 Velbert, D-42555, DE)
| 1. | Zerkleinerungsmaschine mit feststehenden, kammartig angeordneten Zähnen und einem Rotor mit am Umfang angebrachten, gegenüber den feststehenden Zähnen seitlich versetzten Rotorzähnen, die beim Umlauf des Rotors zwischen den feststehenden, kammartig angeordneten Zähnen hindurchbewegbar sind, wobei ein zu zerkleinerndes Gut von den Rotorzähnen gegen die feststehenden Zähne mitgenommen und durch die feststehenden Zähne und die Rotorzähne zerkleinert wird, dadurch gekennzeichnet, dal3 die feststehenden Zähne von wenigstens einer Platte gebildet sind, die längs ihres Randes Ausschnitte zum Durchtritt der Rotorzähne aufweist und an einem maschinenfesten Träger in definierter Lage austauschbar befestigt ist. |
| 2. | Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Träger kammartig angeordnete Stützglieder vorgesehen sind, welche die zwischen den Ausschnitten gebildeten feststehenden Zähne stützen. |
| 3. | Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Träger nebeneinander mehrere mit Ausschnitten versehenen Platten befestigt sind. |
| 4. | Zerkleinerungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß an der Platte wenigstens ein Zentrierstück angebracht ist, das zur Festlegung der Lage der Platte gegenüber dem Träger in eine zu dem Zentrierstück im wesentlichen komplementäre Ausnehmung des Trägers eingreift. |
| 5. | Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß längs der den Ausnehmungen gegenüberliegenden Seite der rechteckigen Platte zwei langgestreckte Zentrierstücke angebracht sind. |
| 6. | Zerkleinerungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Platte hydraulisch an dem Träger festklemmbar ist. |
| 7. | Zerkleinerungsmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Träger eine Arretierschwinge um eine Schwenkachse schwenkbar gelagert ist, welche durch einen druckmittelbetriebenen Hubzylinder, der an einem Arm der Arretierschwinge angreift, mit einer Andruckfläche eines zweiten Armes unter Druck an die Platte anlegbar ist. |
| 8. | Zerkleinerungsmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß an den feststehenden Träger ein als gesondertes Bauteil ausgebildetes, sich um den Rotor herum erstreckendes Führungsund Siebglied über eine Klemmkupplung angesetzt ist. |
Stand der Technik Solche Zerkleinerungsmaschinen sind bekannt.
Offenbarung der Erfindung Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, bei einer solchen Zerkleinerungsmaschine die feststehenden Zähne auf einfache Weise herzustellen und bei Verschleiß leicht auswechselbar zu machen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß die feststehenden Zähne von wenigstens einer Platte gebildet sind, die längs ihres Randes Ausschnitte zum Durchtritt der Rotorzähne aufweist und an einem maschinenfesten Träger in definierter Lage austauschbar befestigt ist.
Bei einer solchen Raumform werden die Zähne von dem Material zwischen den Ausschnitten gebildet. Jede Platte bildet dabei eine Mehrzahl solcher Zähne. Die Platten sind einfach herzustellen. Bei Verschleiß genügt es, die Platte oder Platten
auszutauschen. Die übrigen Maschinenteile sind von einem solchen Austausch nicht betroffen.
An dem Träger können kammartig angeordnete Stützglieder vorgesehen sein, welche die zwischen den Ausschnitten gebildeten feststehenden Zähne stützen. Dann ergibt sich eine stabile Struktur, welche die in Umfangsrichtung des Rotors wirkenden, erheblichen Zerkleinerungskräfte aufzunehmen vermag. Die nicht-austauschbaren Stützglieder kommen jedoch mit den zu zerkleinernden Material nicht in Berührung und unterliegen dadurch auch keinem Verschleiß wie die austauschbare Platte.
An der Platte kann wenigstens ein Zentrierstück angebracht sein, das zur Festlegung der Lage der Platte gegenüber demTräger in eine zu dem Zentrierstück im wesentlichen komplementäre Ausnehmung des Trägers eingreift.
Die Platte kann dann-in der so zentrierten Lage-hydraulisch an dem Träger festklemmbar sein.
Vorteilhafterweise ist an den feststehenden Träger ein als gesondertes Bauteil ausgebildetes, sich um den Rotor herum erstreckendes Führungs-und Siebglied über eine Klemmkupplung angesetzt. Dieses Führungs-und Siebglied läßt hinreichend fein zerkleinertes Material hindurchfallen, während es noch nicht zerkleinerte grobe Stücke für einen nochmaligen Durchgang zwischen den Zähnen um den Rotor herumführt.
Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand weiterer Unteransprüche.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend unter Bezugnahme auf die zugehörigen Zeichnungen näher erläutert.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen Fig. l ist eine schematische Darstellung des Rotors und des feststehenden Trägers mit den kammartig angeordneten Zähnen sowie des Führungs-und Siebgliedes.
Fig. 2 zeigt den Träger mit der Einrichtung zum hydraulischen Festklemmen einer die feststehenden Zähne bildenden Platte.
Fig. 3 ist eine Draufsicht auf die Platte.
Fig. 4 ist eine Seitenansicht der Platte.
Fig. 5. zeigt für sich die Arretierschwinge zum Festhalten der Platte.
Bevorzugte Ausführung der Erfindung In Fig. 1 ist mit 10 ein Rotor bezeichnet. Der Rotor 10 ist in einem Maschinengestell gelagert und wird um eine Achse 12 angetrieben. Der Rotor 10 weist auf seinem Umfang Reihen von austauschbar eingesetzten Rotorzähnen 14 auf. In Fig. 1 ist nur ein solcher Rotorzahn 14 dargestellt. Jeder Rotorzahn 14 weist eine in Umlaufrichtung weisende Schneidkante 16 auf. Die Rotorzähne 14 jeder Reihe sind in axialem Abstand voneinander angeordnet. An einem feststehenden Träger 18 sitzt eine Reihe von feststehenden Zähnen 20. Die Zähne 20 erstrecken sich zwischen die Bahnen der Rotorzähne 14. Ein in den Raum zwischen Rotor 10 und Träger 18 von oben eingegebenes, zu zerkleinerndes Gut wird beim Umlauf des Rotors von den Rotorzähnen 14 entgegen dem Uhrzeigersinn mitgenommen und gegen die feststehenden Zähne 20 gedrückt. Zwischen den Rotorzähnen 14 und den feststehenden Zähnen wird das Gut zerkleinert. Der Träger 18 ist auf einer Welle 22 schwenkbar gelagert. Der Träger 18 wird über einen Hydraulikzylinder 19 abgestützt, der an einem trägerseitigen Schwenklager 24 und einem Schwenklager 26 am Maschinengestell 28 angelenkt ist.
Diese schwenkbare Lagerung des Trägers 18 und die hydraulische Abstützung stellt
sicher, daß der Träger 18 im Uhrzeigersinn in Fig. 1 ausweichen kann, wenn das aufgegebene Gut Teile enthält, die von den Rotorzähnen 14 und den feststehenden Zähnen 20 nicht oder nicht in einem Durchgang zerkleinert werden können.
Wenn das aufgegebene Gut solche Teile enthält, kann an den Träger 18 ein Führungs- und Siebglied 30 angesetzt werden. Dieses Führungs-und Siebglied 30 ist als gesondertes Bauteil ausgebildet. Es wird mit einem hakenförmigen Ansatz 32 in eine entsprechende Ausnehmung 34 des Trägers 18 eingehängt und durch einen Exzenterhebel 36 festgeklemmt. Das Führungs-und Siebglied 30 lässt zerkleinertes Material in eine Aufnahmerinne 38 durchfallen. Nicht-zerkleinerte Teile werden für einen erneuten Durchgang durch die Rotorzähne 14 zwischen dem Rotor 10 und dem Führungs-und Siebglied 30 bzw. einer gestellfesten Wandung 40 um den Rotor 10 herumgeführt.
Wie aus Fig. 3 am besten ersichtlich ist, ist zur Bildung der feststehenden Zähne 20 eine Platte 42 von rechteckiger Grundform vorgesehen. Die Platte 42 weist längs ihres in Fig. 3 unteren Randes 44 rechteckige Ausschnitte 46 zum Durchtritt der Rotorzähne 14 auf. Zwischen den Ausschnitten 46 sind die feststehenden Zähne 20 gebildet. An die Platte 42 sind auf deren Unterseite Zentrierstücke 48 und 50 angeschweißt. Die Zentrierstücke 48 und 50 haben in Draufsicht (Fig. 3) langgestreckt-rechteckige Grundform und erstrecken sich längs der den feststehenden Zähnen 20 gegenüberliegenden Kante 52 der Platte 42. Im Mittelbereich haben die Zentrierstücke 48 und 50 jeweils einen flachen Vorsprung 54 bzw. 56.
Die Platte 42 oder vorzugsweise mehrere Platten nebeneinander liegen auf einer Auflagefläche 58 einer Auflageplatte 60 des Trägers 18 auf. Die Auflageplatte erstreckt sich parallel zu der Umlaufachse 12 des Rotors 10. Die Platte 42 oder die Platten sind dabei so angeordnet, daß die kammartig angeordneten Zähne 20 zwischen die Bahnen der Rotorzähne 14 ragen und die Rotorzähne 14 durch die Ausschnitte 46 hindurchlaufen.
Die Lage der Platte 42 wird dadurch festgelegt, daß die Zentrierstücke 48 und 50 in dazu im wesentlichen komplementäre Ausnehmungen 62 der Auflageplatte 60 eingreifen. An dem Träger 18 ist eine Arretierschwinge 64 (Fig. 5) um eine Schwenkachse 66 schwenkbar gelagert. Die Arretierschwinge 64 bildet einen zweiarmigen Hebel. An
einem Arm 68 greift ein Hydraulikzylinder 70 an. Der Hydraulikzylinder 70 ist einerseits an einem Schwenklager 72 des Trägers 18 und andererseits an einem Schwenklager 74 am Ende des Armes 68 der Arretierschwinge 64 angelenkt. Ein zweiter Arm 76 der Arretierschwinge 64 bildet eine Andruckfläche 78, mit welcher die Platte 48 auf die Auflageplatte 60 gedrückt wird. Wenn der Hydraulikzylinder 70 gestreckt wird, dann wird auf diese Weise die Platte 48 hydraulisch an dem Träger 18 festgeklemmt. Der Arm 76 bildet ein Maul zwischen zwei Schenkeln 80 und 82. Der Schenkel 80 bildet die Andruckfläche 78. Der Schenkel 82 gestattet es, beim Zusammenziehen des Hydraulikzylinders 70 die Platte 48 von der Auflageplatte 60 zu lösen, um z. B. eine Platte mit verschlissenen Zähnen 20 gegen eine neue Platte zu ersetzen.
An dem Träger 18 sind weiterhin Stützglieder 84 angebracht. Die Stützglieder 84 haben dreieckige Grundform und sitzen kammartig an einer Platte 86 jeweils im Bereich eines feststehenden Zahnes 20. Die Stützglieder 84 bilden obere Kanten 88 in der Ebene der Auflagefläche 58 der Auflageplatte 60. Diese Kanten 88 ragen über die Auflagefläche 58 hinaus bis unter die Zähne 20. Auf diese Weise werden die Zähne 20 gegen die im Betrieb auftretenden Zerkleinerungskräfte abgestützt. Die Stützglieder 84 kommen aber mit dem zu zerkleinernden Gut nicht in Berührung und unterliegen keinem Verschleiß.
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