LINDERMEIR, Andreas (Am Kirschenbrink 9, Goslar/Oker, 38642, DE)
KAH, Stefan (Turmstrasse 29, Neubrandenburg, 17033, DE)
LINDERMEIR, Andreas (Am Kirschenbrink 9, Goslar/Oker, 38642, DE)
ANSPRUCHE
1. Reformer (10) zum Umsetzen von Brennstoff und Oxidati- onsmittel zu Reformat, mit:
einer Oxidationszone (16) , der Brennstoff und Oxidati- onsmittel zuführbar ist und in der der Brennstoff zumindest teilweise oxidierbar ist;
einer Gemischbildungszone (36) in der dem in der Oxidationszone (16) erzeugten Gasgemisch zusätzlicher Brennstoff zuführbar ist; und
einer Reformierungszone (18) zum Ausbilden eines Re- formats, der das in der Gemischbildungszone (36) erzeugte Gasgemisch zuführbar ist,
wobei ein Teil des in der Oxidationszone (16) erzeugten Gasgemisches stromaufwärts des Eintritts in die Gemischbildungszone (36) in die Reformierungszone (18) abzweigbar ist,
dadurch gekennzeichnet, dass in der Reformierungszone (18) ein mehrteiliger Katalysator angeordnet ist, wobei zumindest zwischen zwei aufeinanderfolgenden Katalysatorteilen (20, 22; 48, 50, 52; 58, 60) der aus der Oxidationszone (16) abzweigbare Teil des Gasgemisches zuführbar ist.
2. Reformer (10) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Oxidationszone (16) außerhalb der Reformierungszone (18) konzentrisch zu dieser angeordnet ist.
3. Reformer (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für die Zufuhr des Gasgemisches von der Oxidationszone (16) in die Reformierungszo- ne (18) mehrere Durchgänge (38; 54, 56; 70) durch einen kanalartigen Körper (14) hindurch ausgebildet sind, der die Oxidationszone (16) von der Reformierungszone (18) trennt.
4. Reformer (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprü- che, dadurch gekennzeichnet, dass der Katalysator aus zumindest drei Katalysatorteilen (48, 50, 52) aufgebaut ist, wobei jeweils zwischen aufeinanderfolgenden Katalysatorteilen (48, 50, 52) eine Gasgemischzuführstufe ausgebildet ist, an der ein Teil des Gasgemisches aus der Oxidationszo- ne (16) in den jeweiligen Zwischenraum abzweigbar ist.
5. Reformer (10) gemäß Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtquerschnittsfläche aller Durchgänge (54, 56) einer Gasgemischzuführstufe in der Strömungs- richtung der Oxidationszone (16) gesehen variiert.
6. Reformer (10) gemäß Anspruch 3 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgänge (38; 54, 56; 70) das Gasgemisch nur von der Oxidationszone (16) zu der Reformierungs- zone (18) durchlassen und in die umgekehrte Richtung sperren.
7. Reformer (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich zumindest zwei Kata- lysatorteile (58, 60) hinsichtlich ihres Volumens unterscheiden.
8. Reformer (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Katalysatorteil (20, 22; 48, 50, 52; 58, 60) durch einen eigenständigen Katalysator ausgebildet wird.
9. Brennstoffzellensystem mit einem Reformer (10) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche . |
Reformer
Die Erfindung betrifft einen Reformer zum Umsetzen von Brennstoff und Oxidationsmittel zu Reformat, mit einer Oxidationszone, der Brennstoff und Oxidationsmittel zuführbar ist und in der der Brennstoff zumindest teilweise oxi- dierbar ist; einer Gemischbildungszone in der dem in der
Oxidationszone erzeugten Gasgemisch zusätzlicher Brennstoff zuführbar ist; und einer Reformierungszone zum Ausbilden eines Reformats, der das in der Gemischbildungszone erzeugte Gasgemisch zuführbar ist, wobei ein Teil des in der Oxi- dationszone erzeugten Gasgemisches stromaufwärts des Eintritts in die Gemischbildungszone in die Reformierungszone abzweigbar ist.
Ferner betrifft die Erfindung ein Brennstoffzellensystem mit solch einem Reformer.
Reformer dieser Gattung kommen beispielsweise in Brennstoffzellensystemen zum Einsatz, die mit Kohlenwasserstoffen, wie Erdgas, Benzin oder Diesel, betrieben werden. Der Reformer erzeugt aus dem zugeführten Kohlenwasserstoff sowie Luft ein Gemisch, welches im Reformer zu einem Wasserstoffreichen Reformat umgesetzt wird. Dieses Reformat wird der Anodenseite einer Brennstoffzelle bzw. eines Brennstoffzellenstapels zugeführt. Der Kathodenseite der Brenn- stoffzelle wird Luft zugeführt. Aus diesen Eingangsstoffen erzeugt die Brennstoffzelle in allgemein bekannter Weise elektrische Energie.
Ein gattungsgemäßer Reformer ist aus der DE 103 59 205 Al bekannt. Bei der zweistufigen Bauart dieses Reformers wird ein Teil des Brennstoffs mit Oxidationsmittel oxidiert und das entstandene Gasgemisch zunächst von der Reformierungs- zone getrennt an dieser vorbeigeführt. Anschließend findet vor Eintritt in die Reformierungszone eine zweite Brennstoffzufuhr statt, so dass sich das zur Reformierung notwendige Brennstoff-/Luft-Verhältnis einstellt. Das Gemisch durchströmt dann die Reformierungszone und wird zu Reformat umgesetzt. Aus dieser Druckschrift ist darüber hinaus bekannt, einen Teil des in der Oxidationszone erzeugten Gasgemisches direkt unter Umgehung der Gemischbildungszone der Reformierungszone zuzuführen. Es bleibt jedoch offen, wie dies konkret zu realisieren ist und welche Effekte dadurch erzielt werden können.
Allgemein besteht bei der Reformierung mit einem in der Reformierungszone angeordneten Katalysator das Problem, dass sich auf dem Katalysator Ruß anreichert, der die Wasser- stoffausbeute und die Katalysatorstandzeit herabsetzt sowie eine Katalysatorregeneration erforderlich macht. Die Auswirkung der Rußbildung hängt unter anderem von der jeweiligen Reaktion und dem Reaktionsort ab; z.B. können Oxidati- onsreaktionen sowohl in der Gasphase als auch katalytisch ablaufen, so dass die Rußbildung im ca. 900 0 C heißen Katalysator insgesamt den Anteil an katalytischen Reaktionen nachteilig beeinflusst, den Anteil an homogenen Reaktionen jedoch nicht. Die gewünschten Reformierreaktionen (Dampfreformierung und CO 2 -Reformierung) hingegen laufen homogen, d.h. in Abwesenheit von Katalysatoren (z.B. Nickel, Edelmetalle) erst im Temperaturbereich ab ca. 1200 0 C ab. Die ka- talytische Reformierung wird bei 900 0 C demnach nicht/zu wenig durch Homogenreformierreaktionen begleitet, so dass die Deaktivierung bei verkokten Katalysatoren leicht zum voll-
ständigen Verlust der Reformieraktivität führen kann. Ist in der Reformierungszone die Vergasung mit CO 2 , H 2 O, H 2 langsamer als die Rußbildung, kommt es dort zur Deaktivierung der Katalysatorzentren.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung den gattungsgemäßen Reformer derart weiterzubilden, dass die Rußbildung verringert wird.
Diese Aufgabe wird durch den Reformer gemäß Anspruch 1 gelöst .
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
Der erfindungsgemäße Reformer baut auf dem gattungsgemäßen Stand der Technik dadurch auf, dass in der Reformierungszone ein mehrteiliger Katalysator angeordnet ist, wobei zumindest zwischen zwei aufeinanderfolgenden Katalysatortei- len der aus der Oxidationszone abzweigbare Teil des Gasgemisches zuführbar ist. Durch die erfindungsgemäße Weiterbildung ist der Vorteil erreichbar, dass molekularer Sauerstoff aus der Oxidationszone die Regeneration des Katalysators in verbesserter Weise bewerkstelligen kann. Außerdem vermindert sich durch die Aufteilung des Katalysators in mehrere Teile die molekulare Sauerstoffkonzentration innerhalb der Gemischbildungszone einer zweiten, zusätzlichen Brennstoffzuführstufe, was dort wiederum die Gefahr der Selbstzündung und damit der homogenen Rußbildung verrin- gert. Weiterhin kann der Reformer durch diese Maßnahme mit höheren Luftzahlen betrieben werden und somit der Betriebs- bereich ausgeweitet werden. Durch die Vermeidung von Rußbildung bleiben die Reformierzentren des Katalysators kata- lytisch aktiver und die Katalysatorstandzeit wird verlän-
gert. Bei bisherigen Katalysatoren war in Strömungsrichtung gesehen die negative Wirkung der Rußbildung im Endbereich am stärksten, weil der Anteil an freiem Sauerstoff in Strömungsrichtung des Katalysators abnahm (Sauerstoff ist ein viel effektiveres Vergasungsmittel als CO 2 , H 2 oder Wasser) . Im Endbereich des Katalysators ist somit die Rußvergasung mangels freiem Sauerstoff vergleichbar verschwindend gering, der gebildete Ruß wird nicht mehr vergast, die Deaktivierung ist irreversibel. Durch den Aufbau des erfin- dungsgemäßen Reformers kann diesem Effekt entgegengewirkt werden, indem an erforderlichen Zwischenabschnitten des Katalysators freier Sauerstoff zugeführt wird und somit die Rußbildung an jeder Stelle des Katalysators optimal verhindert werden kann, weil auch noch im Endbereich des Kataly- sators ausreichend freier Sauerstoff für die Vermeidung von Rußbildung zur Verfügung steht. Allgemein ist der Vorteil der Verwendung einer gestuften Brennstoffzufuhr im Zusammenhang mit einem Katalysator derjenige, dass eine deutliche Homogenisierung des Temperaturprofils des Katalysator erzielt werden kann. Dieses Temperaturprofil bildet sich bei der katalytischen Umsetzung des Brennstoff-Luft- Gemisches innerhalb des von den reagierenden Gasen durchströmten Katalysators aus und weist im Allgemeinen am Katalysatoreintritt ein sehr viel höheres Niveau auf als am Ka- talysatoraustritt . Dies liegt daran, dass am Katalysatoreintritt zunächst stark exotherme Oxidationsreaktionen stattfinden, während im hinteren Katalysatorabschnitt die eigentliche endotherme Reformierung des zuvor gebildeten CO 2 und Wassers erfolgen soll. Im einem übergangsbereich finden Wasserstoff-Shift-Reaktionen statt.
Der erfindungsgemäße Reformer kann in vorteilhafter Weise dadurch weitergebildet sein, dass die Oxidationszone außerhalb der Reformierungszone konzentrisch zu dieser angeord-
net ist . Bekanntermaßen läuft die Reformierungsreaktion in der Reformierungszone endotherm ab, so dass eine Anordnung der Reformierungszone innerhalb der Oxidationszone, in der eine exotherme Oxidationsreaktion abläuft, den Vorteil bringt, dass die thermische Energie optimal von der exothermen zur endothermen Reaktionszone transportiert werden kann.
Ferner kann die Erfindung in vorteilhafter Weise so aufge- baut sein, dass für die Zufuhr des Gasgemisches von der
Oxidationszone in die Reformierungszone mehrere Durchgänge durch einen kanalartigen Körper hindurch ausgebildet sind, der die Oxidationszone von der Reformierungszone trennt. Dies ist eine kostengünstige und einfach zu realisierende Lösung, den freien Sauerstoff in einen Zwischenraum des mehrteiligen Katalysators zu transportieren.
Des Weiteren kann die Erfindung so weitergebildet sein, dass der Katalysator aus zumindest drei Katalysatorteilen aufgebaut ist, wobei jeweils zwischen aufeinanderfolgenden Katalysatorteilen eine Gasgemischzuführstufe ausgebildet ist, an der ein Teil des Gasgemisches aus der Oxidationszone in den jeweiligen Zwischenraum abzweigbar ist. Dadurch kann noch besser sichergestellt werden, dass jede Stelle des Katalysators mit freiem Sauerstoff versorgt wird, weil dieser in Katalysatorlängsrichtung gesehen immer wieder neu zugeführt wird. Durch einen derartigen Aufbau kann die Rußbildung noch besser vermieden werden, da jeder Abschnitt des Katalysators optimal mit freiem Sauerstoff versorgt werden kann.
Diese Ausführungsform kann in vorteilhafter Weise dadurch weitergebildet sein, dass die Gesamtquerschnittsfläche aller Durchgänge einer Gasgemischzuführstufe in der Strö-
mungsrichtung der Oxidationszone gesehen variiert. Dadurch kann die zugeführte Menge an freiem Sauerstoff optimal auf die ablaufenden Reaktionen angepasst werden. Beispielsweise kann somit festgelegt werden, dass einem stromabwärtigen Katalysatorteil mehr Gasgemisch und somit mehr freier Sauerstoff zugeführt wird als einem stromaufwärtigen Katalysatorteil .
Außerdem kann der erfindungsgemäße Reformer derart weiter- gebildet sein, dass die Durchgänge das Gasgemisch nur von der Oxidationszone zu der Reformierungszone durchlassen und in die umgekehrte Richtung sperren. Durch diese Maßnahme kann sichergestellt werden, dass keine Stoffe von der Re- formierungszone in die Oxidationszone übertreten.
Ferner kann der erfindergemäße Reformer so ausgestaltet sein, dass sich zumindest zwei Katalysatorteile hinsichtlich ihres Volumens unterscheiden. Vorzugsweise ist dabei ein stromaufwärtiges Katalysatorteil mit kleinerem Volumen ausgestattet als ein stromabwärtiges Katalysatorteil. Auch dadurch kann den sich in Längsrichtung des Katalysators verändernden Anforderungen hinsichtlich der Rußbildung Rechnung getragen werden.
Des Weiteren kann der erfindungsgemäße Reformer derart ausgebildet sein, dass jedes Katalysatorteil durch einen eigenständigen Katalysator ausgebildet wird. Dadurch lässt sich der Reformer aus einer Vielzahl von handelsüblichen Katalysatoren kleinerer Bauart zusammensetzen, und er ist somit vergleichsweise kostengünstig herzustellen.
Im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Brennstoffzellen- system lassen sich die vorstehend genannten Vorteile in übertragener Weise realisieren.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf die begleitenden Zeichnungen beispielhaft erläutert.
Es zeigen:
Figur 1 ein stark schematisiertes Schaubild eines erfindungsgemäßen Reformers gemäß einem ersten Ausfüh- rungsbeispiel;
Figur 2 ein stark schematisiertes Schaubild eines erfindungsgemäßen Reformers gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel; und
Figur 3 eine konstruktive Umsetzung eines erfindungsgemäßen Reformers gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel.
Figur 1 zeigt ein stark schematisiertes Schaubild eines erfindungsgemäßen Reformers gemäß einem ersten Ausführungs- beispiel. Der Reformer 10 hat eine im Wesentlichen rohrför- mige Gestalt mit zwei konzentrisch angeordneten kanalartigen Körpern 12 und 14. Zwischen dem inneren kanalartigen Körper 14 und dem äußeren kanalartigen Körper 12 erstreckt sich eine Oxidationszone 16 und innerhalb des kanalartigen Körpers 14 ist eine Reformierungszone 18 ausgebildet. In der Reformierungszone 18 ist ein Katalysator angeordnet, der in Figur 1 aus zwei getrennten Katalysatorteilen 20 und 22 besteht. Ferner hat der Reformer 10 einen ersten Medien- zuführbereich 24 und einen zweiten Medienzuführbereich 26. Dem ersten Medienzuführbereich 24 kann mittels einer Brennstoffzuführeinrichtung 28, beispielsweise der Einspritzoder Verdampfungsbauart, Brennstoff und mittels einer Oxi-
dationsmittelzuführeinrichtung 30 Oxidationsmittel zugeführt werden. Ferner kann mittels einer Brennstoffzuführ- einrichtung 32, beispielsweise der Einspritz- oder Verdampfungsbauart, Brennstoff in den zweiten Medienbereich 26 eingebracht werden. Optional kann eine Oxidationsmittelzu- führeinrichtung 34 vorgesehen sein, welche zusätzliches O- xidationsmittel in den zweiten Medienzuführbereich 26 zuführt. Der zweite Medienzuführbereich 26 ist in einer Gemischbildungszone 36 angeordnet, welche in Figur 1 durch eine gestrichelte Linie von der Oxidationszone 16 getrennt ist. Zwischen den Katalysatorteilen 20 und 22 wird ein Zwischenraum ausgebildet, an dem der kanalartige Körper 14 entlang seines Umfangs in einer Ebene senkrecht zur Längsrichtung der Katalysatorteile 20, 22 mit Durchgängen 38, wie beispielsweise Durchgangsbohrungen oder Kanälen, versehen ist. Diese Durchgänge 38 ermöglichen, dass ein geringer Anteil des vom ersten Medienzuführbereich 24 herbeiströmenden Gasgemisches in den Zwischenraum zwischen den Katalysatorteilen 20 und 22 abgezweigt wird.
Im Betrieb werden durch die Brennstoffzuführeinrichtung 28 Brennstoff, vorzugsweise Diesel, und durch die Oxidations- mittelzuführeinrichtung 30 Oxidationsmittel, vorzugsweise Luft, in den ersten Medienzuführbereich 24 eingebracht. Dieses Gemisch aus Brennstoff und Oxidationsmittel strömt größtenteils in die Gemischbildungszone 36, wie durch einen Pfeil 40 gekennzeichnet. In der Gemischbildungszone 36 wird das Gasgemisch durch die Brennstoffzuführeinrichtung 32 mit zusätzlichem Brennstoff versetzt, und kann mittels einer optionalen Oxidationsmittelzuführeinrichtung 34 mit Oxidationsmittel versetzt werden. Anschließend tritt das entstandene Gasgemisch in die Reformierungszone 18 ein, wie durch einen Pfeil 42 gekennzeichnet. In der Reformierungszone 18 wird das Gasgemisch zunächst durch ein erstes Kata-
lysatorteil 20 einer katalytischen Reformierung unterworfen. An einer Stelle der Oxidationszone, wo ein möglichst hoher Anteil an freiem Sauerstoff zur Verfügung steht, zweigt ein gewisser Anteil des von dem ersten Medienzuführ- bereich 24 herbeiströmenden Gasgemisches durch die Durchgänge 38 in den Zwischenraum zwischen dem Katalysatorteil 20 und dem Katalysatorteil 22 ab, wie dies durch einen Pfeil 44 gekennzeichnet ist. Die über die Durchgänge 38 eingebrachten Stoffe mischen sich mit den aus dem ersten Katalysatorteil 20 austretenden Stoffen und durchströmen das zweite Katalysatorteil 22, wo ebenfalls eine katalyti- sche Reformierung stattfindet . Das entstandene Reformat verlässt den Reformer über einen Ausgang 46.
Figur 2 zeigt ein stark schematisiertes Schaubild eines erfindungsgemäßen Reformers gemäß einem zweiten Ausführungs- beispiel. Im Zusammenhang mit dem zweiten Ausführungsbeispiel werden nur solche Aspekte beschrieben, die sich vom ersten Ausführungsbeispiel unterscheiden. Im zweiten Aus- führungsbeispiel besteht der in der Reformierungszone 18 aufgenommene Katalysator aus drei Katalysatorteilen 48, 50 und 52. Zwischen dem ersten Katalysatorteil 48 und dem zweiten Katalysatorteil 50 wird ein Zwischenraum ausgebildet, in den über Durchgänge 54, wie beispielsweise Durch- gangsbohrungen oder Kanäle, Stoffe von der Oxidationszone 16 einströmen können. Ferner ist zwischen dem zweiten Katalysatorteil 50 und dem dritten Katalysatorteil 52 ebenfalls ein Zwischenraum ausgebildet, in den über Durchgänge 56 Stoffe aus der Oxidationszone 16 einströmen können. Dabei unterscheiden sich die Durchgänge 56 im Durchmesser von den
Durchgängen 54. Alternativ dazu ist auch möglich, die Durchgänge 54 und 56 im Durchmesser gleich auszugestalten, jedoch eine unterschiedliche Anzahl von Durchgängen 54 und 56 vorzusehen.
Figur 3 zeigt eine konstruktive Umsetzung eines erfindungs- gemäßen Reformers gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel. Im Zusammenhang mit dem dritten Ausführungsbeispiel werden nur solche Aspekte beschrieben, die sich vom ersten Ausführungsbeispiel unterscheiden. In dieser konkreten Ausgestaltung wird zwischen dem äußeren kanalartigen Körper 12 und dem inneren kanalartigen Körper 14 die Oxidationszone 16 ausgebildet. Innerhalb des kanalartigen Körpers 14 ist ein aus einem ersten Katalysatorteil 58 und einem zweiten Katalysatorteil 60 bestehender Katalysator aufgenommen. Die Katalysatorteile 58 und 60 unterscheiden sich hinsichtlich ihres Volumens. Nach dem Durchströmen der Oxidationszone 16 tritt der Großteil des Gasgemisches aus der Oxidationszone 16 über Durchgangsbohrungen 62 in die Gemischbildungszone 36 ein. In der Gemischbildungszone 36 wird dem Gasgemisch zusätzlicher Brennstoff zugeführt. Diese Brennstoffzufuhr erfolgt über die Brennstoffzuführeinrichtung 32, die im dritten Ausführungsbeispiel aus einer BrennstoffZuleitung 64 und einem Verdampfer 66 aufgebaut ist. Nach der Gemischbildungszone 36 tritt das entstandene und das mit dem zusätzlichen Brennstoff versetzte Gasgemisch in das erste Katalysatorteil 58 ein, wo es katalytisch reformiert wird. Zwischen dem ersten Katalysatorteil 58 und dem zweiten Ka- talysatorteil 60 ist ein Zwischenraum 68 ausgebildet. In den Zwischenraum 68 können Stoffe aus der Oxidationszone 16 über Durchgänge 70 eintreten, die in die Wandung des inneren kanalartigen Körpers 14 eingebracht sind. Die Durchgänge 70 haben im dritten Ausführungsbeispiel einen Durchmes- ser von 2 mm und sind senkrecht zur Längsrichtung der Katalysatorteile (Richtung von links nach rechts in Figur 3) um 90° zueinander versetzt. Der Volumenstrom des durch die Durchgänge 70 eintretenden Gasgemisch beträgt 1/10 des Volumenstroms, welcher durch die Durchgangsbohrungen 62 in
die Gemischbildungszone 36 eintritt. Das sich im Zwischenraum 68 befindliche Gasgemisch durchströmt anschließend das zweite Katalysatorteil 60 und verlässt, wie in den vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen, als Reformat den Reformer 10.
Die in der vorstehenden Beschreibung, in den Zeichnungen sowie in den Ansprüchen offenbarten Merkmale der Erfindung können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination für die Verwirklichung der Erfindung wesentlich sein.
Bezugszeichenliste:
10 Reformer
12 äußerer kanalartiger Körper
14 Innerer kanalartiger Körper 16 Oxidationszone
18 Reformierungszone
20 Erstes Katalysatorteil
22 Zweites Katalysatorteil
24 Erster Medienzuführbereich 26 Zweiter Medienzuführbereich
28 Brennstoffzuführeinrichtung
30 Oxidationsmittelzuführeinrichtung
32 Brennstoffzuführeinrichtung
34 Oxidationsmittelzuführeinrichtung 36 Gemischbildungszone
38 Durchgänge
40 Strömungsrichtung vom ersten Medienzuführbereich in die Gemischbildungszone
42 Strömung von der Gemischbildungszone in die Reformierungszone
44 Strömung von der Oxidationszone in einen Zwischenraum zwischen den Katalysatorteilen 46 Ausgang
48 Erstes Katalysatorteil
50 Zweites Katalysatorteil
52 Drittes Katalysatorteil
54 Durchgänge 56 Durchgänge
58 Erstes Katalysatorteil
60 Zweites Katalysatorteil
62 Durchgangsbohrungen
64 BrennstoffZuleitung 66 Verdampfer
68 Zwischenraum zwischen den Katalysatorteilen
70 Durchgänge
