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Patent Searching and Data


Title:
REFRACTORY CERAMIC GAS PURGING ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/169466
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a gas purging device for metallurgical vessels that are used to treat molten metal, for example for a ladle or a tundish, said device comprising a movable part.

Inventors:
ZIVANOVIC, Bojan (Troststraße 43/15, Wien, A-1100, AT)
HANDLE, Bernhard (Stumpergasse 57/10, Wien, A-1060, AT)
Application Number:
EP2015/054285
Publication Date:
November 12, 2015
Filing Date:
March 02, 2015
Export Citation:
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Assignee:
REFRACTORY INTELLECTUAL PROPERTY GMBH & CO. KG (Wienerbergstraße 11, Wien, A-1100, AT)
International Classes:
C21C5/46; B22D1/00; C21C5/48; C22B9/05; F27D3/16
Foreign References:
JP2010189687A2010-09-02
EP0148337A11985-07-17
US4938459A1990-07-03
DE19755199C11998-11-05
DE20100976U12001-12-06
Attorney, Agent or Firm:
BECKER, Thomas, U. et al. (Turmstraße 22, Ratingen, 40878, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Feuerfestes keramisches Gasspülelement mit folgenden

Merkmalen:

a) das Gasspülelement umfasst einen feuerfesten keramischen Körper (10), der in Axialrichtung (A-A) des Gasspülelernents, zwischen seinem ersten Ende (1 Ou) und seinem zweiten Ende (10ο), von einem Gas durchströmbar ist,

b) am ersten Ende (1 Ou) des Körpers (10) ist eine Kammer (20) ausgebildet , die sich über mindestens 50% der Querschnitts fläche des Körpers (10) am ersten Ende (lOu) erstreckt,

c) eine Gaszuführleitung (30) mündet mit Abstand zum feuerfesten, keramischen Körper (10) in die Kammer (20),

d) die Kammer (20) ist zum keramischen Körper (10) hin zumindest partiell gasdurchlässig,

e) in der Kammer (20) ist mindestens eine Platte (50) zwischen einer ersten Endposition., die dem feuerfesten keramischen Körper (10) abgewandt ist, und einer zweiten Endposition, die dem. feuerfesten keramischen Körper (10) zugewandt ist, jedoch mit Abstand zu dem vom Gas durchströmbaren Teil des Körpers (10), in Axialrichtung (A-A) des Gasspülelements frei beweglich angeordnet,

f) die Platte (50) ist so dimensioniert, gestaltet und in der Kammer (20) angeordnet, dass eine Gasströmung von der Gaszuführleitung (30) durch die Kammer (20) zum ersten Ende (lOu) des feuerfesten

keramischen Körpers (10) auch dann sichergestellt ist. wenn die Platte (50) in ihrer zweiten Endpositi n ist.

2. Feuerfestes keramisches Gasspülelement nach Anspruch 1, dessen Kammer (20) sich über mindestens 90% der Querschnittsfläche des Körpers (10) am ersten Ende (1 Ou) erstreckt,

3. Feuerfestes keramisches Gasspülelement nach Anspruch 1, dessen Kammer (20) von einem Metall geh äuse gebildet wird.

4. Feuerfestes keramisches Gasspüielenient nach Anspruch 1, dessen Gaszuführleitung (30) in einen Abschnitt der Kammer (20) einmündet, der dem feuerfesten keramischen Körper (10) gegenüberliegt.

5. Feuerfestes keramisches Gasspüielenient nach Anspruch 1. dessen Platte (50) in der ersten Endposition die Gaszuführleitung (30) abdeckt.

6. Feuerfestes keramisches Gasspüielenient nach Anspruch 1, dessen Platte (50) in der zweiten Endposition gegen einen oder mehrere

Anschläge (20a) anliegt, unter Ausbildung eines Freiraums (20r) zwischen der Platte (50) und dem ersten Ende (lOu) des feuerfesten keramischen Körpers (10),

7. Feuerfestes keramisches Gasspülelement nach Anspruch 1, dessen Platte (50) in der zweiten Endposition gegen mindestens einen Anschlag anliegt, der vom ersten Ende des feuerfesten keramischen Körpers in Richtung auf die Platte (50) vorsteht, unter Ausbildung eines reiraums (20t) zwischen der Platte (50) and dem ersten Ende (lOu) des feuerfesten keramischen Körpers (10).

8. Feuerfestes keramisches Gasspülelement nach Anspruch 1 , dessen Platte (50) in der zweiten Eiidposition gegen mindestens einen Anschlag (20a) anli egt, der innenseitig an der Kammer (20) ausgebildet ist, unter Ausbildung eines Freiraums (20r) zwischen der Platte (50) und dem ersten Ende ( l öu) des feuerfesten keramischen Körpers ( 10).

9. Feuerfestes keramisches Gasspül dement nach Anspruch 1 , dessen Platte (50) auf ihrer Seite, die dem keramischen Körper ( 1 0) benachbart ist, mindestens einen vorstehenden Abschnitt aufweist, unter Ausbildung eines Freiraums (20r) zwischen der Platte (50) und dem ersten Ende ( l Ou) des feuerfesten keramischen Körpers ( 1 0) in der zweiten

Endposition,

1 0. Feuerfestes keramisches Gasspül el ement nach Anspruch 1 , dessen Platte (50) zumindest partiell gasdurchlässig ist.

1 1 . Feuerfestes keramisches Gasspülelement nach Anspruch 1 , dessen Platte (50) aus einem feuerfesten keramischen Material besteht.

12. Feuerfestes keramisches Gasspül element nach Anspruch 1 , dessen Kammer (20) kühlbar ist.

1 3. Feuerfestes keramisches Gasspülelement nach Anspruch 1 , dessen Kammer (20) mindestens eines Wand (20b) aufweist, die Teil einer Kühleinri chtung ist.

14. Feuerfestes keramisches Gasspülelement nach Anspruch 1 , dessen Platte (50) mindestens eine Öffnung aufweist, die von einem in

Axialrichtung (A-A) der Gasspül ei nrichtung verlaufenden Stab (70) durchgriffen wird, wobei die Öffnung einen Querschnitt aufweist, der geringfügig größer als der Stabquerschnitt i st.

15. Feuerfestes keramisches Gasspülelement nach Anspruch 1 , bei dem der Stab (70) Bestandteil einer Reststärkenanzeige der

Gasspüleiiirichtung ist.

Description:
Feuerfestes keramisches Gasspülelement

B e s c h r e i b u n g

Die Erfindung betrifft ein feuerfestes keramisches Gasspülclement, das heißt eine Ciasspüleinrichtung, insbesondere für metallurgische Gefäße, mit denen Metallschmelzen behandelt werden, beispielsweise für eine Pfanne (englisch: ladle) oder einen Tundish. Zu diesen

Gefäßen/Aggregaten gehören auch solche für ichteisenmetalle wie Blei.

Eine gattungsgemäße Gasspüieinriehtung, wie sie aus der DE 197 55 199 Cl bekannt ist, weist einen feuerfesten, keramischen Gasspüi stein und eine, am Boden des Gasspüisteins angeordnete Gasverteilkammer auf, von der aus sich gasdurchlässige Bereiche durch den Gasspülstein zum gasaustritt sei ti en Ende des Gasspüisteins erstrecken. Außerdem umfasst die Gasspüieinriehtung eine Gaszuführleitung, die mit einer

gasauslass sei tigen Öffnung in die Gasverteilkammer einmündet.

Mit Hilfe einer solchen Gasspüieinriehtung wird ein Behandlungsgas oder eine Gas-/Feststoff-Gemisch in die Metallschmelze eingedüst. Wenn der Gasdruck nachl ässt und/oder die Gasspüleinrichtung kürzer geworden ist (insbesondere durch Verschleiß aufgrund eines

metallurgischen Angriffs) besteht die Gefahr einer Infiltration von Metallschmelze in das Gasspülelement beziehungsweise d urch das Gasspülel ement hindurch.

Um diese Gefahr zu verringern schlägt die DE 1.97 55 199 C l vor, in der Gasverteilkam ier eine Abdeckung anzuordnen, die mit einem Abschnitt an der Gasverteilkanimer befestigt ist und mit einem anderen, frei beweglichen Abschnitt, die auslassseitige Öffnung der Gaszuführleitung überdeckt . Bei normalem Gasdruck drückt das Gas die Abdeckung weg und das Gas kann über die Gasverteilkammer und den porösen Abschnitt des Gasspülsteins in di e Metallschmelze fließen. Bei verringertem Druck oder dann, wenn die Gasströmung unterbrochen ist, legt sich der bewegliche Abschnitt der Abdeckung wie ein Verschluss auf die gasausiassseitige Öffnimg der Gaszuführleitung und dichtet diese ab.

Die bekannte Gasspüleinrichtung hat sich grundsätzlich bewährt, erfordert aber eine fl exibl e (biegsame) Abdeckung, beispielsweise aus einem dünnen Blech, Durch häufige Wechsel im Gasdruck oder bei höheren Temperaturen in der Gasverteilkammer kann die

Funktionstüchtigkeit der Abdeckung eingeschränkt sein.

Der Erfindung liegt insoweit die Aufgabe zu Grunde, ein feuerfestes, keramisches GasspüTelement der gattungsgemäßen Art anzubieten, das eine hohe Funktionssicherheit auch dann aufweist, wenn der Gasdruck schwankt und/oder der keramische Teil des Gasspülelementes teilweise verschlissen ist. Die Erfindung geht von einem feuerfesten keramischen Gasspülelement mit folgenden Merkmalen aus: das Gasspülelement umfasst einen feuerfesten keramischen Körper, der in. A x i alri chtun g (A-A) des Gasspül l ement es, zwischen seinem ersten Ende und seinem zweiten Ende, von einem Gas durchströmbar ist,

am ersten Ende des Körpers ist eine Kammer ausgebildet, die sich über mindestens 50 % der Querschnitt fl äche des Körpers am ersten Ende erstreckt,

eine Gaszuführleitung mündet mit Abstand zum feuerfesten keramischen Körper in die Kammer.

die Kammer ist zum keramischen Körper hin zumindest partiell gasdurchlässig.

Dies entspricht dem Aufbau einer Gasspüleinrichtung gemäß DE 197 55 199 G l .

Im Unterschied zu der bekannten Gasspü l cinrichtung umfasst das erfindungsgemäße Gasspülelement folgende zusätzliche Merkmale: in der Kammer ist mindestens eine Platte zwischen einer ersten Endposition, die dem feuerfesten keramischen Körper ab gewand t ist, und einer zweiten Endposition, die den feuerfesten

keramischen Körper zugewandt ist. j edoch mit Abstand zu dem vom Gas durchströmbaren Teil des Körpers, in Axialrichtung (A-A) des Gasspülelementes frei beweglich angeordnet, die Platte ist so dimensioniert, gestaltet und in der Kammer angeordnet, dass eine Gasströmung von. der G as/.u f üh ri et tun g durch di e Kammer zum ersten Ende des feuerfesten keramischen Körpers auch dann sichergestellt ist. wenn die Platte in ihrer zweiten Endposition ist.

Der wesentliche Unterschied zur Gasspüleinri chtung gemäß DE 1 97 55 1 99 C l besteht darin, dass in der Gasverteilkammer eine Platte l o se angeordnet ist, während bei der bekannten i ri ch t ung eine Abdeckung an der Kammer befesti gt ist.

Erfindungsgemäß bewegt sich die Platte innerhalb der G asverteilkammer zwischen einer ersten Endposition (wenn das Gas beispielsweise abgeschaltet i st) und einer zweiten Endpo sition (bei regulären

Gasdruck), und zwar im wesentli chen in Axialrichtung des

Gas spülelementes, also in der Hauptrichtung, i n der das Gas den keramischen Teil des Gasspül el ementes durchströmt.

Wichtig ist, das s das Gas auch dann durch die Gasverteilkammer in den gasdurchlässigen Teil des feuerfesten keramischen Körpers strömen kann, wenn die Platte in ihrer (angehobenen) zweiten Endposition ist , Aus di esem Grund soll die Platte in der zweiten En d po sit i on einen Abstand zu dem Teil des feuerfesten keramischen Körpers aufweisen, der vom Gas durchströmt wird.

Der obere Teil der Gasverteiikammer (in Richtung der grundsätzl ichen. Gasströmung betrachtet) bleibt dabei frei und verhindert, dass die Platte direkt an der Unterseite des feuerfest keramischen Körpers anliegt. Nach einer Ausführungsform erstreckt sich die Kammer über mindestens 90 % der Querschnittsfläche des Körpers am ersten Ende, Üblicherwei se weist die G as vertei l k ämm er einen nahezu identischen Querschnitt auf wie der benachbarte feuerfeste Körper, das heißt, beide fl uchten in Axi alrichtung.

Die G a s v e rt e i 1 k a m m e r kann von ein em Metallgehäuse gebildet werden.

Nach einer Ausführungsform mündet die Gaszuführungsleitung in einen Abschnitt der Kammer, der dem feuerfesten keramischen Körper gegenüberliegt. Betrachtet man das Gasspülelement in einer Position, wie es im Boden eines metall urgischen Gefäßes üblicherweise eingebaut wird, dann mündet die Gaszuführleitung in diesem Fall von unten in die Kammer ein. Diese Ausrichtung des Gasspülelements gilt auch

nachstehend, sofern nicht, anders dargestellt.

Daraus ergibt sich, dass die bewegliche Platte d ie Gaszuführleitung abdeckt, wenn der Gasdruck unterhalb eines Mindestwertes ist, um die

Platte nach oben zu drücken. In dieser unteren Position erfüllt die Platte also eine Sicherheitsfunktion gegenüber einer möglichen

Metal lschmelze-Infiltration. Sollte Metallschmelze in die Kammer eindringen wird diese zunächst von der Platte zurückgehalten.

Bei einer porösen Platte, insbesondere einer offenporigen Platte, kann die Platte sogar Metal ischmelze aufsaugen. Au ßerdem, wird verhindert , dass Schmelze in die Gaszuführleitung 30 fließt.

Die zweite Endposition, also die angehobene Stellung der Platte, kann durch ein oder mehrere Anschläge defini ert werden, unter Ausbildung eines Freiraumes zwischen der Platte und dem ersten (unteren) Ende des feuerfesten keramischen Körpers.

Dieser mindestens eine Anschlag kann vom ersten Ende des feuerfesten keramischen Körpers in Richtung auf die Platte vorstehen, ebenso ist es möglich, dass der mindestens eine Anschlag innenseitig an der Kammer ausgebildet ist, vorzugsweise in der Nähe des keramischen Körpers.

Ebenso ist es möglich, den oder die Anschläge an der Platte auszubilden, beispielsweise durch vorstehende Noppen oder Stege auf der Seite, die dem keramischen Körper zugewandt ist.

Die Querschnittsfläche (Grundfläche) der Platte ist regelmäßig etwas kleiner als der Innenq uerschnitt der Kammer, um di e genannte

Beweglichkeit der Platte in Axialrichtung der Gasspüleinri chtung zu ermöglichen.

Vorzugsweise ist die Platte so gestaltet, dass umlaufend ein im

Wesentlichen glei chmäßiger Spalt zur Innenwand der Kammer verbleibt. Der Spalt ist so dimensioniert i st, dass si ch eine gute Beweglichkeit der Platte ergibt, ohne dass diese verkantet.

Di es gi lt insbesondere dann, wenn die Platte selbst gasundurchlässig ist. In diesem Fall strömt das Gas quasi um die Platte herum bevor es in den Freiraum zwischen der Platte und dem ersten Ende des feuerfesten keramischen Körpers strömt und von dort durch den keram ischen, gasdurchlässigen Körper.

Der keramische Körper kann, mit so genannter ungerichteter Porosität und/oder mit gerichteter Porosität ausgerichtet sein.„Ungerichtete Porosität" lässt si ch durch eine„schwammartige Struktur"

charakterisieren, bei der das Gas entlang offener Poren zig-zag-förmig durch die Keramik strömt. Bei„gerichteter Porosität" erfolgt die Gasström un g weitgehend linear anhand definierter Kanäle, Schlitze od dergleichen. Die Kanäle verlaufen meist in Ax iai ri chtung des Spülers.

Die Pl atte kann ebenso zumindest partiell gasdurchlässig sein.

Diese Gasdurch läss igkeit kann auf unterschiedliche Art und Weise erreicht werden:

Im einfachsten Fall weist die Platte meh rere diskrete Öffnungen auf, durch die das Gas strömen kann. Die Öffnungen sind am besten gleichmäßig über die Fläche verteilt, um das Gas gleichmäßig dem gasdurchlässigen Tei l des Körpers zuzuleiten.

Die Platte kann aber auch eine Art Schwammstruktur aufweisen, also eine Art„ungerichtete Porosität". Insoweit kann die Platte

beispielsweise aus einem S i nt ermetall bestehen oder aus einem feuerfesten keramischen Teil mit ungerichteter Porosität.

Um die Funktionstüchtigkeit der Sicherheitseinrichtung

(Gasverteilkammer mit beweglicher Platte) auch in kritischen

Situationen zu gewährleisten sieht eine Ausführungsform vor, die Kammer zu kühlen.

Dazu kann die Kammer ein Ventil aufweisen, an das eine K ühl gasl ei tur angeschlossen wird. Ebenso kann die Kammer mindestens eine Wand aufweisen, die Teil einer Kühleinrichtung ist, beispielsweise kann der Boden der Kammer doppelwandig ausgebildet sein und von einem Kühlmittel durchströmt werden. Nach einer weiteren Ausführungsform weist die Platte mindestens eine Öffnung auf, die von einem Stab durchgriffen wird, der in Axialrichtung der Gasspüleinrichtung verläuft, wobei die Öffnung einen Querschnitt aufweist, der geringfügig größer als der Stabquersc h n i t t ist.

Dieser Stab kann mehrere Funktionen erfüllen; Zum einen dient der Stab dazu, die Pl atte in Axialrichtung des Gasspüleiementes zu führen.

Gleichzeitig kann der Stab aber auch zusätzliche Funktionen erfüllen. Beispielsweise kann der Stab ein Therm oe l em ent sein, mit dem di e Temperatur im Gasspülelement gemessen wird.

Ebenso kann der Stab als Reststärkenanzeige dienen. Beispielsweise kann der Stab ein Hohlstab sein, dessen Ende im keramischen Körper verschlossen ist. Wird der Hohlstab mit Gas beaufschlagt und ist der keramische Körper soweit verschlissen, dass das geschlossene Ende des Hohl stabs au fschmi lzt entweicht das Gas, der Gasdruck sinkt

entsprechend und zeigt den Verschleiß an.

Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der Unter an sprüche sowi e den sonstigen Anmeldungsunterlagen.

Die Erfindung wird nachstehend anhand verschiedener Ausführungsbei spiele näher erläutert. Dabei zeigen - j eweils in schematisierter Darstell ung -

Figur I i einen Längsschnitt durch eine erste Ausführungsform eines

Gasspülelementes bei abgeschalteter Gaszufuhr.

Figur 2 : wie vor, j edoch im Betriebszustand bei normalem Gasdruck.

Figur 3 : eine Darstellung wie in Figur 1 , j edoch für ein zweites

Aus ührungsbei spiel . Figur 4: wie Figur 3 , j edoch im Betriebszustand bei normalen.

Gasdruck.

In den Figuren sind gleiche oder gleichwirkende Bauteile mit gleichen Bezugszeichen dargestel l t.

Das feuerfeste keramische Gasspüielement gemäß den Figuren 1 , 2 weist folgende Merkmale auf:

Einen feuerfesten keramischen Körper 1 0 mit Kegelstumpfform

(engli sch: frustoconical shape ), von dem nur der untere Teil dargestellt ist und der sich in Axialrichtung A-A des

Gasspülelementes zwischen einem ersten (unteren) Ende 1 Ou und einem (schematisch mit 1 Oo) angedeuteten oberen Ende erstreckt.

In Axial richtung A-A laufen Kanäie 12 durch den keramischen Körper 1 0, der also eine gerichtete Porosität aufweist.

Am ersten Ende l Ou des Körpers J O ist eine Kammer 20 ausgebi ldet, die sich über die gesamte Querschnittsfl äche des Körpers 10 am unteren Ende l Ou erstreckt und aus Metali besteht.

Die Kammer 20 weist einen geschlossenen Boden 20 b auf, eine

umlaufende Wand 20w und ei ne Deck e 2 Od mit Öffnungen 20o in

Verlängerung der Kanäle 1 2.

Im Übergangsbereich zwischen Wand 20w und öeckc 20d ist innenseitig ein umlaufender Anschlag 20a zu erkennen.

In den Boden 20b m ündet mi ttig eine Gaszuführleitung 30. Mit Abstand zur G aszufuh r! ei l ang 30 ist eine weitere Gaszu führleitung

40 zu erkennen, die zum Innenraum der Kammer 20 hin geschlossen ist, wie insbesondere Figur 2 zeigt, aber auch offen sein kann.

Im Innenraum der Kammer 20 ist eine feuerfeste keramische Platte 50 angeordnet, die gemäß Figur 1 auf dem Boden 20b der Kammer 20 liegt und so dimensioniert ist, dass umlaufend ein Spalt zwischen Platte 50 und Wand 20w besteht.

Die Platte 50 weist eine sogenannte ungerichtete Porosität auf, das heißt eine chwam m arti ge innere Struktur, so dass Gas, das über die Leitung 30 zuströmt, durch die offene Porosität der Platte 50 strömen kann.

Bei entsprechendem Gasdruck wird gleichzeitig die Platte 50 angehoben (Fi gur 2), bis sie ihre maximale obere Position erreicht, wenn die Platte 50 gegen den Anschl ag 20a stößt.

Wie Figur 2 zeigt besteht dann immer noch ein Abstand zwischen der Oberseite der Platte 50 und der Decke 2()d der Kammer 20, so dass das Gas, welches durch die Platte 50 oder zwischen Platte 50 und Wand 20 w in den Raum 20r geströmt ist, von dort we iter durch die Öffnungen 20o und die Kanäle 12 in Richtung auf die (nicht dargestellte)

Metallschmelze strömen kann.

Falls eine Kammer 20 ohne Deckel 2 Od verwendet wird kann der Ab tand zwischen Platte 50 und Körper 1 0 d urch Noppen errei cht werden, die von der Unterseite des Körpers 10 zwischen den Kanälen 12 verlaufen und nach unten vorstehen .

Die axiale Bewegl ichke i t der Pl atte 5 wird unterstützt durch ei n stab förmiges Thermoel ement 70, wel ches d urc h ko rre p ndi erend e Öffnungen im Boden 20b, in der Platte 50, in der Decke 2 Od bis in den keramischen Körper 1 0 reicht und dort mit Abstand zum oberen, (nicht dargestel lten) Ende 10ο des Gasspülelementes endet. Dabei ist di e Öffnung in der Platte 50 so groß, dass sich die Pl atte 50 problemlos in Axialrichtung A bewegt, wenn der Gasdruck erhöht oder gesenkt wird .

Figur 2 zei gt die Gasspüleinrichtung im F unktion szustand, Figur 1 den Fall, dass kein Gas zuströmt; die Platte 50 erfüllt dann eine

Sicherheitsfunktion, indem Sie di e Gaszuführleitung 30 abdeckt.

Der Verschluss der Gasleitung 40 kann so dimensioniert werden, dass er aufschmilzt oder zerstört wird, wenn im Bereich der Gasvertei lkammer 20 eine bestimmte Temperatur überschritten wird, so dass beispielsweise im Fall einer unerwarteten Temperaturerhöhung, beispielsweise durch eindringende Metallschmelze, ein Kühlgas über die Leitung 40 in di e Kammer geleitet werden kann, um die Schmelze einzufrieren.

Mit dem Thermoelement 70 kann die Temperatur an entsprechenden Stel len, im keramischen Körper 1 0 gemessen werden. Auch damit lässt sich ein bestimmter Verschleißzustand oder eine Metallschmelze- Infiltration indikativ anzeigen

Die Ausführungsbeispiele nach den Figuren 3 , 4 unterscheiden sich von den Ausführungsbeispielen nach den Figuren 1 , 2 dadurch, dass an die Kammer 20 ein zusätzlicher Kühlraum 60 anschließt, der sich - wie die Kammer 20 - über den gesamten Querschnitt des unteren Endes l Ou des Körpers 10 erstreckt, wobei die Gasleitung 40 bei diesem

Ausführungsbeispiel am oberen Ende offen ist. Dies ermöglich es, den Raum 60 kontinuierlich zu kühlen und damit auch den Boden 20b der Kammer 20. Der Kühlraum 60 wird ähnlich wie die Kammer 20 von einem Metallkasten gebildet. In den Figuren 3 , 4 ist die RückführieituHg für das Kühlgas nicht dargestellt.