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Title:
REFRIGERATING MACHINE HAVING FREEZING-PROTECTED RE-COOLING SYSTEMS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/054347
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a refrigerating machine, wherein the fluid flow and/or energy flow from a drive circuit of the refrigerating machine is conducted into a re-cooling circuit in order to influence, in particular to prevent, a change of state of a heat carrier.

Inventors:
PAULUSSEN, Sören (Marienburger Straße 31A, Berlin, 10405, DE)
BRAUNSCHWEIG, Niels (Gustav-Meyer-Allee 25, Berlin, 13355, DE)
Application Number:
DE2010/001299
Publication Date:
May 12, 2011
Filing Date:
November 04, 2010
Export Citation:
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Assignee:
INVENSOR GMBH (Gustav-Meyer-Allee 25, Berlin, 13355, DE)
PAULUSSEN, Sören (Marienburger Straße 31A, Berlin, 10405, DE)
BRAUNSCHWEIG, Niels (Gustav-Meyer-Allee 25, Berlin, 13355, DE)
International Classes:
F25B17/00
Foreign References:
US20040007011A12004-01-15
DE19908666A12000-09-14
US20090095012A12009-04-16
DE102006043715A12008-03-27
DE102006011409A12007-06-14
DE4325945C21996-12-19
Attorney, Agent or Firm:
LANGE, Sven et al. (Anwaltssozietät Hertin, Kurfüstendamm 54-55, Berlin, 10707, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Kältemaschine, in der ein Fluid- und/oder Energiestrom aus einem Antriebskreis in einen Rückkühlkreis geleitet wird und zur Beeinflussung, bevorzugt Verhinderung einer Aggregatzustandsanderung eines Wärmeträgers in dem Rückkühlkreis in der Kältemaschine eingesetzt wird.

Kältemaschine nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

eine Verbindung zwischen einem fluiddurchströmten Antriebskreis und einem fluiddurchströmten Rückkühlkreis der Kältemaschine besteht, wobei Fluid- und/oder Energieströme von dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis geleitet werden.

Kältemaschine nach Anspruch 1 oder 2,

dadurch gekennzeichnet, dass

der Fluid- und/oder Energiestrom manuell und/oder automatisch geregelt in den Rückkühlkreis strömt.

Kältemaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

eine Verbindung des Antriebskreis mit dem Rückkühlkreis durch Ventile hergestellt ist.

Kältemaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

eine Verbindung des Antriebskreis mit dem Rückkühlkreis durch Rohre, Leitungen und/oder Schläuche hergestellt ist.

Kältemaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

eine Verbindung des Antriebskreis mit dem Rückkühlkreis durch mindestens einen Wärmetauscher hergestellt ist.

7. Kältemaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

der Fluid- und/oder Energiestrom durch mindestens zwei verschiedene Pumpen gefördert werden und beide einen Volumenstrom durch den Rückkühl- kreis herstellen.

8. Kältemaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

Fluid- und/oder Energieströme durch externe Anforderung, der Außentemperatur und/oder der Temperatur der Wärmequelle steuerbar sind. 9. Kältemaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

das Temperaturniveau der dem Rückkühlkreis zugeführter Wärme beeinflussbar insbesondere reduzierbar ist.

10. Kältemaschine nach einem oder mehreren der vorherigen Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass

ausfallgefährdete Bauteile der Kältemaschine durch andere Bauteile oder softwareseitig abgesichert sind und bei Ausfall der Bauteile optische, akustische, digitale, analoge Signale und/oder Nachrichten ausgelöst werden.

11. Verwendung einer Regelvorrichtung zum Verbinden eines Antriebskreis und eines Rückkühlkreis einer Sorptionskältemaschine mit mindestens einem Anschluss für einen Rückkühlkreis und mindestens einem Anschluss für einen Antriebswärmekreis, wobei Fluid- und Energieströme von dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis geleitet werden.

12. Verfahren zum Schutz von einer Rückkühlanlage vor Einfrieren, wobei ein Fluid- und/oder Energiestrom aus einem Antriebskreis in einer Kältemaschine in einen Rückkühlkreis in der Kältemaschine geleitet wird und die Temperatur eines in dem Rückkühlkreis strömenden Wärmeträgers auf 0,5° bis 30°, bevorzugt 2° bis 15°, besonders bevorzugt 3° bis 10° Celsius erhöht wird.

13. Sorptionsmaschine, umfassend einen Antriebskreis und einen Rückkühlkreis, wobei eine Funktion implementiert ist und Fluid- und/oder Energieströme vom Antriebskreis in den Rückkühlkreis geleitet werden, insbesondere, um diesen frostfrei zu halten und/oder um Wärme gezielt aus dem An- triebskreis abzuführen.

Description:
Kältemaschine mit einfriergeschützten Rückkühlsystemen

Die Erfindung betrifft eine Kältemaschine, in der eine Verbindung zwischen einem Antriebskreis und einem Rückkühlkreis hergestellt ist, wobei Fluid- und/oder Ener- giestrom von dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis geleitet wird.

Im Stand der Technik sind Kältemaschinen umfassend Kälteanlagen beschrieben, die im Allgemeinen der Beheizung und/oder der Kühlung von Gebäuden dienen. Kältemaschinen realisieren thermodynamische Kreisprozesse, bei denen z. B. Wärme unterhalb der Umgebungstemperatur aufgenommen und bei höherer Tem- peratur abgegeben wird. Diese Kreisprozesse in Kältemaschinen sind im Wesentlichen identisch mit den Kreisprozessen in Wärmepumpen. Die Kältemaschine kann daher auch als eine Wärmepumpe aufgefasst werden. Bekannte Kältemaschinen sind beispielsweise Sorptionskältemaschine (z. B. Absorptionskältemaschine oder Adsorptionskältemaschine), Diffusionsabsorptionskältemaschinen, bzw. Feststoff- Sorptionswärmepumpen sowie Kompressionskälteanlagen. Die Antriebswärme für die Desorption und die aufgenommene Wärme auf niedrigem Temperaturniveau bei der Kälteerzeugung stellen für Sorptionskältemaschinen Wärmequellen dar. Diese beiden Wärmeströme müssen die Maschinen wieder verlassen, um Sorptionsprozesse am Laufen zu halten. Dies wird in der Regel durch Rückkühlung der Konden- sationswärme und Sorptionswärme an die Umgebung realisiert.

Eine Adsorptionskältemaschine besteht aus einer Ad-/Desorber-Einheit, einem Verdampfer, einem Kondensator und/oder einer kombinierten Verdampfer/Kondensator-Einheit, die in einem gemeinsamen Behälter oder in getrennten Behältern untergebracht sind, welche dann mit Rohren o. ä. für die Kältemittelströ- mung miteinander verbunden sind. Der Vorteil der Sorptionsmaschinen gegenüber konventioneller Wärmepumpentechnik liegt darin, dass der Ablauf der Adsorpti- on/Desorption allein durch die Temperierung des Sorptionsmittels erfolgt. Somit kann der Behälter der Adsorptionsmaschine hermetisch und gasdicht abgeschlossen sein. Bei Verwendung von beispielsweise Wasser als Kältemittel arbeitet die Adsorptionskältemaschine vorzugsweise im Unterdruckbereich. Die in einer Adsorptionsmaschine stattfindende Adsorption beschreibt einen physikalischen Prozess, bei dem sich ein gasförmiges Kältemittel (beispielsweise Wasser/Wasserdampf) an einen Feststoff anlagert, wobei bei der Anlagerung Energie von dem Kältemittel auf den Feststoff übertragen wird. Die Desorption des Kältemit- tels, das heißt das Lösen des Kältemittels von dem Feststoff, benötigt wiederum Energie. In einer Adsorptionskältemaschine wird das Kältemittel, welches bei niedriger Temperatur und niedrigem Druck Wärme aufnimmt und bei höherer Temperatur und höherem Druck Wärme abgibt, so gewählt, dass mit der Ad- beziehungsweise Desorption eine Aggregatzustandsänderung einhergeht. Als Adsorptionsmittel sind im Stand der Technik Stoffe beschrieben, die feinporös sind und demzufolge eine sehr große innere Oberfläche besitzen. Vorteilhafte Materialien sind Aktivkohle, Zeolithe, Aluminiumoxid oder Silikagel, Aluminiumphosphate, Silika- Aluminiumphosphate, Metall-Silika-Aluminiumphosphate, Mesostruktur Silikate, Metallorganische Gerüste und/oder mikroporöses Material, umfassend mikroporöse Poly- mere.

Vorzugsweise sind drei Temperaturniveaus von entscheidender Bedeutung bei Sorptionswärmepumpen: a) das Temperaturniveau der den Desorptionsprozess antreibenden Wärmequelle (Hochtemperaturkreis) z.B. 80°C. b) dass Temperaturniveau der eigentlichen Kälteerzeugung bzw. der durch die Sorptionswärmepumpe aufzunehmende Wärme z.B. 10°C. Auf diesem Temperaturniveau findet die Verdampfung des Kältemittels satt, c) das Temperaturniveau der Rückkühlung bzw. Wärmeabgabe an die Umgebung z.B. 40°. Auf diesem Temperaturniveau wird die in der Sorptionswärmepumpe entstehende Kondensations- und Sorptionswärme an die Umgebung abgeleitet und so der Sorptionswärmepumpe entzogen. Es sind demgemäß drei Kreisläufe für den Betrieb der Sorptionspumpe (Sorptionswärmepumpe oder -kältepumpe) von Bedeutung: der Kältekreis, der Rückkühlkreis und der Hochtemperaturkreis.

Bei Kälteanlagen muss im Prozess der Rückkühlung Abwärme aus der Anlage abgeführt werden. Dies geschieht in der Regel über ein strömendes Wärmeträgerme- dium, das diese Wärme zu einer Wärmesenke transportiert, z.B. zu einem Rückkühlwerk, welches die Wärme an die Umgebungsluft abgibt. Wird jedoch die Adsorptionswärme und/oder die Kondensationswärme nicht bzw. schlecht abgeführt, würden die Temperaturen und damit die Drücke innerhalb der Adsorptionsmaschine steigen und der Adsorptionsprozess käme zum Erliegen. Somit kann der Wirkungsgrad einer Adsorptionsmaschine durch eine verbesserte Wärmeübertragung erheblich erhöht werden, was zwangsläufig auch die Wirtschaftlichkeit der Anlage verbessert. Im Stand der Technik sind Rückkühlanlagen offenbart, die eine Rückkühlung mittels trockenen oder nassen Rückkühlern erreichen. Insbesondere bei trockenen Rückkühlem, bei denen die Rückkühltemperatur immer über der Außenlufttemperatur liegt, kommt es daher gerade an heißen Tagen zu limitierenden Prozessrandbedingungen für die Leistungsfähigkeit von Adsorptionskältemaschinen. Letztendlich sind jedoch gerade heiße Tage insbesondere bei Klimatisierungsaufgaben die wesentlichen Einsatzbedingungen für Adsorptionsmaschinen oder Sorptionsmaschinen.

Im Stand der Technik sind auch Adsorptionsmaschinen beschrieben, die mit nassen Rückkühlern (Naßkühlturm) betrieben werden. Der Ansatz der nassen Rückkühlung anstelle der trockenen Rückkühlung, bei der die Verdunstung von Wasser an der Umgebungsluft ausgenutzt wird (z.B. Kraftwerkskühlturm), ist im kleinen Leistungsbereich, im privaten also nicht industriellen Bereich sowie im mobilen Anwendungsbereich technisch, wirtschaftlich und politisch allerdings kaum zu realisieren (Wasserverbrauch, Wartungsintensität des nassen Rückkühlers, zusätzliche Wasserleitungen, Gefahr der Legionellenbildung und dadurch resultierend regionale Aufstel- lungsverbote).

Nachteilig bei den im Stand der Technik offenbarten Rückkühlern, bei denen der zu kühlende Wärmeträger durch im Freien installierte Leitungen zu einer Wärmesenke geleitet wird, ist, dass die Leitungen und die Wärmesenke der Frostgefahr unterliegen und gegen Einfrieren geschützt werden müssen. Um ein Einfrieren zu verhin- dern, kann beispielsweise ein Wasser-Glykol-Gemisch als Wärmeträger verwendet werden.

Die DE 43 25 945 C2 beschreibt z. B. Trocken-/Naß-Kühltürme, bei denen im Naßbetrieb eine Kühlwasserablauftemperatur nahe der Feuchtlufttemperatur und in der kalten Jahreszeit im Trockenteil eine ausreichend tiefe Kaltwasseraustrittstempera- tur im Freikühlerbetrieb möglich ist und andererseits die Möglichkeit besteht, den Kühlturm gleichzeitig zur Reduzierung der Kühlkosten in die Gebäudeklimatisierung mit einzubeziehen. Hierfür wird der Kaltwasserkreislauf mit einem Wasser-Glykol- Gemisch betrieben, wodurch das Einfrieren des Gemischs verhindert wird und ein Ganzjahresbetrieb möglich ist.

Das Wasser-Glykol-Gemisch enthält zu einem gewissen Anteil Glykole, wie zum Beispiel Ethandiol, Ethylenglykol, Diethylenglykol, Glyzerin usw., also zweiwertige Alkohole. Weiterhin werden in Gefrierschutzmitteln oder Frostschutzmitteln Glucitol, Natriumlactat, Glycerol, Propylenglycol, Propan-2-ol und andere Substanzen verwendet. Der Zweck der Glykole ist die Senkung des Gefrierpunktes des Wassers. Hinzu kommen ca. 5 % Inhibitoren, die chemische Vorgänge einschränken oder verhindern sollen. Nachteilig bei den mit einem Wasser-Glykol-Gemisch betriebenen Sorptionsmaschinen ist, dass sich die Leistung der Einzelkomponenten verringert und nicht die Performance einer Auslegung, in der reines Wasser das Wärmeträgermedium verwendet wird, erreicht werden kann.

Glykol-Wasser-Lösungen haben nicht nur einen niedrigeren Gefrierpunkt, sondern auch eine geringere Wärmekapazität und höhere Viskosität (Zähflüssigkeit) als reines Wasser. Umso größer die dynamische Viskosität, desto kleiner der Wärmeübergangskoeffizient.

In

Q = U - A - (At m )

Gleichung 1 wird deutlich, dass bei einem kleineren Wärmeübergangskoeffizient U (U-Wert) eine größere Wärmeübertragungsfläche A, d. h. ein größerer Wärmetauscher benötigt wird, um die gleiche Leistung zu erreichen.

Gleichung 2 zeigt, dass bei niedrigerer Wärmekapazität c p die Leistung Q über den Massenstrom m anzupassen ist.

Q = m - c p - (At m )

Gleichung 2 Vergrößert sich der Massenstrom (respektive der Volumenstrom), ändert sich der dynamische Druckverlust p quadratisch (siehe Gleichung 3). Der Volumenstrom wird durch die Querschnittsfläche dividiert als Geschwindigkeit v dargestellt. v 2

p l· p = const.

2 Gleichung 3

Ein Wasser-Glykol-Gemisch hat eine größere Dichte als Wasser und gemäß Gleichung 4 einen höheren statischen Druckverlust: λ p = const.

d 2 Gleichung 4

Das bedeutet, dass beim üblichen Einsatz von Glykol alle Systemkomponenten größer dimensioniert werden müssen, damit die Bedürfnisse (die Leistungen) dennoch erreicht werden können. Das steigert die Investitionskosten, den relevanten Raum, erhöht die Umweltbelastung und verbraucht eine wesentlich höhere Förderenergie für alle Medien.

Die Aufgabe der Erfindung war es demgemäß, eine Vorrichtung bereitzustellen, die ein Einfrieren des Wärmeträgers in der Rückkühlanlage verhindert und nicht die Nachteile oder Mängel des Stands der Technik aufweist.

Gelöst wird die Aufgabe durch die unabhängigen Ansprüche. Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Bei thermisch angetriebenen Kältemaschinen steht stets ein Hochtemperaturkreislauf oder Antriebskreis in der Anlage zur Verfügung, in dem thermische Energie vorgehalten wird.

Es war völlig überraschend, dass eine Kältemaschine bereitgestellt werden kann, in der ein Fluid- und/oder Energiestrom aus einem Antriebskreis in einen Rückkühlkreis geleitet wird und zur Beeinflussung, bevorzugt Verhinderung einer Aggregat- zustandsänderung eines Wärmeträgers in dem Rückkühlkreis in der Kältemaschine eingesetzt wird. Das heißt, es wird ein Fluid- und/oder Energiestrom aus dem Antriebskreis der Kältemaschine in den Rückkühlkreis der Kältemaschine geleitet, wodurch das Einfrieren des Wärmeträgers in dem Rückkühlkreis oder der Rückkühlan- läge verhindert wird, falls die Umgebungstemperaturen oder Außentemperaturen insbesondere auf oder unter 0° Celsius fallen.

Das Einfrieren des Wärmeträgers des Rückkühlkreises oder der Rückkühlanlage kann überraschenderweise durch ein Fluid- und/oder Energiestrom aus dem An- triebkreis der Kältemaschine verhindert werden, wobei hierfür ein Fluid- und/oder Energiestrom aus dem Antriebskreis in der Kältemaschine in den Rückkühlkreis in der Kältemaschine geleitet wird. Vorteilhafterweise stammt der Fluid- und/oder Energiestrom nicht aus einem separaten Antriebskreis, der nicht in der Kältemaschine vorliegt. Es ist auch keine separate Wärmequelle oder Kreislauf notwendig, sondern es wird der, in der Kältemaschine bestehende Antriebskreis genutzt und in den Rückkühlkreis in der Kältemaschine geleitet. Das heißt, die Verbindung zwischen dem Antriebskreis und dem Rückkühlkreis, über die der Fluid- und/oder Energiestrom ausgetauscht wird, liegt innerhalb der Kältemaschine vor.

Es wird vorteilhafterweise absichtlich und gezielt Fluid und/oder Energie von dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis geführt. Im Stand der Technik wird dies eher versucht zu vermeiden, da keine Wärme aus dem Antriebskreis verloren gehen soll.

Es ist bevorzugt, dass ein Fluid- und/oder Energiestrom aus dem Antriebskreis mittels einem Ventil oder einem Mischer in den Rückkühlkreis geleitet wird. Die Verbindung zwischen dem Antriebskreis und dem Rückkühlkreis kann vorteilhafterweise solange vorliegen, wie eine Frostgefahr besteht. Es kann jedoch auch bevorzugt sein, dass die Verbindung zur Prävention eines Einfrierens verwendet wird, falls Umgebungstemperaturen oder Außentemperaturen auf eine Temperatur absinken, bei der der, in dem Rückkühlkreis vorliegende Wärmeträger eine Aggregatzu- standsänderung erfährt. In einer bevorzugten Ausführungsform wird Wasser als Wärmeträger verwendet, so dass eine Aggregatzustandsänderung bei insbesondere 0° Celsius eintritt.

Insbesondere betrifft die Erfindung die überraschende Verwendung eines Antriebskreises einer Kältemaschine als Frostschutz, wobei ein Fluid- und/oder Energiestrom aus dem Antriebskreis in der Kältemaschine in einen Rückkühlkreis in der Kältemaschine geleitet wird und ein Einfrieren eines in dem Rückkühlkreis strömenden Fluids, insbesondere eines Wärmeträgers oder einer Rückkühlanlage verhindert wird. Vorteilhafterweise kann eine Verbindung zwischen einem fluiddurchstromten Antriebskreis und einem fluiddurchstromten Rückkühlkreis der Kältemaschine bestehen, wobei Fluid- und/oder Energieströme von dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis geleitet werden. Im Sinne der Erfindung bezeichnet ein Fluidstrom insbesondere ein Fluid, welches einen Kreis der Kältemaschine durchströmt. Ein Energiestrom bezeichnet im Sinne der Erfindung insbesondere einen fluiddurchstromten Kreis der Kältemaschine, der Energie transportiert. Dem Fachmann ist bekannt, dass Energie eine physikalische Größe ist und beispielsweise thermische Energie, wie Wärme umfasst. Es war völlig überraschend, dass die erfindungsgemäße Kältemaschine die Nutzung von Wasser als Wärmeträger ermöglicht, welchem keine weiteren Mittel, z. B. Frostschutzmittel (z. B. Glykogen) beigemischt werden müssen. Dies hat zahlreiche Vorteile gegenüber dem Stand der Technik. Die Leistung der Kältemaschine wird durch die Nutzung eines Frostschutzmittels nachteilig beeinflusst, was durch die bevorzug- te Ausführungsform verhindert werden kann. Außerdem ist es kostengünstiger und wartungsfreier.

Die Erfindung betrifft ebenfalls eine Regelvorrichtung für eine Kältemaschine, insbesondere eine Sorptionsmaschine, die eine Verbindung zwischen einem fluiddurchstromten Antriebskreis und einem fluiddurchstromten Rückkühlkreis in der Sorptionsmaschine herstellt, wobei Fluid- und/oder Energieströme von dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis geleitet werden. Die Regelvorrichtung ist bevorzugt in der Kältemaschine angeordnet, d. h. stell eine Verbindung zwischen dem Antriebskreis und dem Rückkühlkreis in der Kältemaschine her.

Der Antriebskreis kann im Sinne der Erfindung insbesondere auch als Hochtempe- raturkreis bezeichnet werden. Es kann auch bevorzugt sein, dass eine externe Wärmequelle bereitgestellt wird, die einen Fluid- und/oder Energiestrom in den Rückkühlkreis leitet, um ein Einfrieren des Wärmeträgers oder der Rückkühlanlage zu verhindern. Die Wärmequelle kann beispielsweise ein installierter Wärmeversor- ger und/oder ein Wärmespeicher sein, der mit einer Kältemaschine, insbesondere der Sorptionsmaschine oder dem Rückkühlkreis verbunden ist. Weiterhin kann eine Regelvorrichtung für eine Kältemaschine bereitgestellt werden, die eine Verbindung zwischen einem Antriebskreis und einem Rückkühlkreis in der Kältemaschine herstellt, wobei Fluid- und/oder Energieströme von dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis geleitet werden und die Vorrichtung nicht die Nachteile oder Mängel des Stands der Technik aufweist.

Ein Rückkühler oder eine Rückkühlvorrichtung bezeichnet im Sinne der Erfindung insbesondere eine Vorrichtung, um bevorzugt das Wärmeträgerfluid zu kühlen, das heißt die aufgenommene Energie auf ein anderes Fluid oder Medium abzuführen. Das Wärmeträgerfluid wird über den Rückkühlkreislauf oder Rückkühlkreis dem Rückkühler zugeführt. Ein Rückkühler kann beispielsweise einen Luftwärmetauscher, einen Erdwärmetauscher, ein Schwimmbad, einen Brunnen oder eine sonstige Vorrichtung zum Kühlen oder zur Aufnahme der Wärmeenergie umfassen. Der durch die Maschine strömende Volumenstrom ist bevorzugt ein Wärmeträgerfluid, das heißt ein Fluid, das Energie in Form von Wärme aufnehmen und abgeben kann. Bevorzugte Wärmeträgerfluide umfassen Wasser oder Sole. Diese sind besonders umweltfreundlich und günstig bei der Anschaffung. Außerdem sind die Fließeigenschaften von Wasser und Sole für eine Kältemaschine oder Sorptionsmaschine optimal. Zudem bezeichnen beide einen großen Wärmespeicher, wobei die Wärme ebenfalls schnell wieder abgegeben werden kann. Die Kältemaschine oder Sorptionsmaschine weist u. a. einen Hochtemperaturkreis und einen Rückkühlkreis auf. In dem Hochtemperaturkreis strömt das, den Desorp- tionsprozess antreibende Fluid (z. B. Wasser). Es war völlig überraschend, dass die Übertragung von Fluid und/oder Energie aus dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis ein Einfrieren der Bestandteile des Rückkühlkreises oder des Wärmeträgers verhindert und diese frostfrei gehalten werden können, ohne dass hierfür zu große Energiemengen verschwendet werden müssen. Dies war völlig überraschend und stellt einen technischen Fortschritt gegenüber dem Stand der Technik dar, da einfach und kostengünstig das Einfrieren der Rückkühlanlage verhindert werden kann. Außerdem kann Wasser als Wärmeträger verwendet werden. Dies führt zu einer Leistungssteigerung der Kältemaschine, insbesondere der Sorptionsmaschine und ermöglicht eine Miniaturisierung der Maschine bzw. der Kälte- oder Wärmeanlage. Das verwendete Fluid verhindert vorteilhafterweise das Einfrieren der Leitungen und der Wärmesenke der Rückkühlanlage. Somit können durch die bevorzugte Kältemaschine Kosten eingespart werden

In einer bevorzugten Ausführungsform kann die Regelvorrichtung vor oder nach Installation der Sorptionsmaschine in diese integriert werden. Im Sinne der Erfindung wird ein Einfrieren insbesondere als Aggregatzustandsände- rung bezeichnet, wobei ein Fluid bevorzugt von einem flüssigen zu einem im Wesentlichen festen oder erstarrten Zustand wechselt. Dem Fachmann ist bekannt, dass eine Aggregatzustandsänderung eines Stoffes insbesondere durch das Entziehen oder Einbringen von Energie erfolgen kann. Damit nicht zu viel Wärme an die Umgebungsluft verloren geht, kann es bevorzugt sein, dass das Temperaturniveau der dem Rückkühlkreis zugeführter Wärme (d. h. Fluid oder Energie) beeinflussbar insbesondere reduzierbar ist. Hierfür kann bevorzugt ein Fluid aus dem Hochtemperaturkreis auf 0,5 bis 30° Celsius, bevorzugt 3 bis 15° Celsius, besonders bevorzugt 5 bis 10 ° Celsius runtergekühlt werden. Das „Runterkühlen" bezeichnet im Sinne der Erfindung insbesondere eine Temperaturerniedrigung von einer höheren Temperatur auf eine niedrigere Temperatur und wird vorzugsweise durch einen Mischer erreicht. Ein Mischer ist im Sinne der Erfindung insbesondere ein Ventil, was aus mindestens zwei Rohren besteht und die Mischung von mindestens zwei Flüssigkeiten oder Gasen ermöglicht. Es ist dem- gemäß bevorzugt, dass das Fluid aus dem Antriebskreis, bevor es zur Verhinderung einer Aggregatzustandsänderung des Wärmeträgers in den Rückkühlkreis geleitet wird, in einem Mischer auf eine bevorzugte Temperatur gebracht wird. Die bevorzugte Temperatur ist insbesondere niedriger als die Temperatur des Fluids im Antriebskreis. Dem Fachmann ist ein Mischer auch unter den Begriffen Mischventil, Dreiwegehahn und Dreiwegemischer bekannt, die im Sinne der Erfindung synonym verwendet werden. Der Mischer ermöglicht z. B. die Mischung eines kühlen Mediums mit einem heißen Medium, wodurch eine Einstellung einer definierten Temperatur möglich ist. Das runtergekühlte Fluid kann vorteilhafterweise dem Rückkühlkreis, dem Rückkühler und der Rückkühlanlage zugeführt werden. Hierdurch kann überraschenderweise ein verminderter Wärmeverlust erreicht werden, da ansonsten ein Fluid aus dem Hochtemperaturkreis mit einer hohen Temperatur in den Rückkühl- kreis strömen würde und der Wärmeverlust sehr hoch wäre, weil das hochtemperierte Fluid Wärme an die Umgebungsluft abgeben würde.

Es ist bevorzugt, dass ein warmes Fluid in den Rückkühlkreis geleitet wird. Ein warmes Fluid bezeichnet im Sinne der Erfindung ein Fluid, welches eine höhere Temperatur als das im Rückkühlkreis vorliegende Fluid aufweist. Es war völlig überraschend, dass hierdurch ein Einfrieren des Rückkühlkreises verhindert werden kann. Es kann auch vorteilhaft sein, wenn der Rückkühlkreis mit einem warmen Fluid besprüht oder besprenkelt wird. Hierfür ist vorzugsweise in Nähe des Rückkühlkreises beziehungsweise dessen Leitungssystem und der Wärmesenke ein System (z. B. eine Besprüheinrichtung) installiert, welches ein warmes Fluid in Tröpfchenform auf den Rückkühlkreis aufbringt bzw. aufsprüht. Es kann auch bevorzugt sein, dass ein Auslaufventil zur Entleerung der Besprüheinrichtung, umfassend ein manuell betriebenes oder selbsttätiges Ventil mit oder ohne Anschlussaufsatz für Wasserschlauch oder Entleerrohr verwendet wird. Weiterhin kann es vorteilhaft sein, wenn die Rückkühlanlage mit einer Abdeckung abgedeckt ist. Es war völlig überraschend, dass die Abdeckung konvektive Verluste stark minimiert. Die Abdeckung kann vorzugsweise aus Metall oder Kunststoff gefertigt sein. Die Abdeckung des Rückkühlers kann eine Jalousie, eine Plane, ein festes Konstrukt verschiedener Materialien in mehreren Teilen oder als Einzelstück ange- fertigt sein, der fest installiert oder von außen angebracht wird.

Es ist bevorzugt, dass die Verbindung zwischen dem Antriebskreis bzw. dem Hochtemperaturkreis und dem Rückkühlkreis mittels mindestens einem Ventil hergestellt ist. Ein Ventil umfasst einen Umschaltventil, ein Absperrhahn, ein Strangregulierventil und/oder ein Sicherheitsventil, das in die Verteilervorrichtung integriert ist. Vorteil- hafterweise können unterschiedliche Ventile, die nach ihrer geometrischen Form eingeteilt werden können, in beispielsweise Rohre des Hochtemperaturkreises und/oder Rückkühlkreises integriert sein. Hierbei können außerdem Ventile umfassend Durchgangsventile, Eckventile, Schrägsitzventile und/oder Dreiwegeventile verwendet werden. Durch die Verwendung der Ventile lassen sich die Durchfluss- mengen in den Rohrleitungen exakt und präzise dosieren, sowie sicher gegen die Umgebung abschließen. Die Ventile können vorteilhafterweise per Hand, per Medium, maschinell oder elektromagnetisch betätigt werden und so eine exakte und sichere Regelung der Volumenströme ermöglichen. Es war völlig überraschend, dass für die Verbindung des Hochtemperaturkreises mit dem Rückkühlkreis keine weiteren Bauteile erforderlich sind, wobei die Ventile auch automatisch regulierbar und programmierbar sind.

Die Verbindung kann auch vorteilhafterweise über Rohre, mindestens einen Wärme- tauscher, Leitungen und/oder Schläuche hergestellt werden. Vorteilhafterweise sind z. B. Rohre des Antriebskreises mit Rohren des Rückkühlkreises über dem Fachmann bekannte Mittel (z. B. Schweißfittings, Gewindefittings, Flansche, Armaturen, Rohrkupplungen oder Verschraubungen) oder mit einem Wärmetauscher verbunden. Es ist weiterhin bevorzugt, dass die Rohre, Leitungen oder Schläuche aus Metall, Kunststoff, plastisch-elastischen Feststoffen und/oder keramischen Werkstoffen bestehen. Vorzugsvarianten umfassen Stahl, rostfreier Stahl, Gusseisen, Kupfer, Messing, Nickel-Legierungen, Titan-Legierungen, Aluminium-Legierungen, Kunststoff, Kombinationen aus Kunststoff und Metall (Verbundrohr), Kombinationen aus Glas und Metall (Email) oder Keramik. Mehrere Rohre können kraftschlüssig und/oder stoffschlüssig miteinander verbunden werden. Kraftschlüssige Verbindungen umfassen Spannringe, Formteile, verbogene Rohrstücke, Schrauben oder Nieten. Stoffschlüssige Verbindungen umfassen Kleben, Schweißen oder Vulkanisieren, Löten, Pressen, Kaltverschweißen. Es kann bevorzugt Kupfer oder Aluminium als Material für die Rohre eingesetzt werden, wobei auch die Verwendung von Edelstahl vorteilhaft sein kann, da dieser hohe statische und dynamische Festigkeitswerte aufweist. Rohre aus Kunststoff, umfassend Polyvinylchlorid, sind besonders leicht und flexible und können somit das Gewicht reduzieren. Keramische Werkstoffe, umfassend baukeramische Werkstoffe, weisen eine hohe Stabilität und lange Halt- barkeit auf. Besonders vorteilhaft sind Kombinationen der aufgeführten Materialien, da somit unterschiedliche Stoffeigenschaften kombiniert werden können. Es kann auch bevorzugt sein, insbesondere die Schläuche aus plastisch-elastischen Feststoffen, insbesondere Kautschuk zu fertigen. Es war völlig überraschend, dass durch Rohre, Leitungen und/oder Schläuche Fluid und/oder Energie aus dem An- triebskreis in den Rückkühlkreis geleitet werden kann, um das Einfrieren der Rück- kühlanlage zu verhindern, wobei die Rohre, Leitungen und/oder Schläuche eine optimale Isolierung aufweisen und im Wesentlichen keine Wärme verlorengeht. In einer bevorzugten Ausführungsform der Kältemaschine kann die Verbindung zwischen dem Rückkühlkreis und dem Antriebskreis durch mindestens einen Wärmetauscher hergestellt sein, der zwischen beiden Kreisläufen angeordnet ist. Der Wärmetauscher überträgt Energie bevorzugt in Form von Wärme von dem Antriebskreis auf den Rückkühlkreis, wodurch der in dem Rückkühlkreis strömender Wärmeträger erwärmt wird, so dass ein Einfrieren verhindert wird. Es war völlig überraschend, dass durch die Integration eines Wärmetauschers zwischen dem Antriebskreis und dem Rückkühlkreis ein Einfrieren der Rückkühlanlage verhindert werden kann.

Es kann bevorzugt sein, dass der Fluid- und/oder Energiestrom in der Kältemaschi- ne manuell und/oder automatisch geregelt in den Rückkühlkreis strömt. Sobald eine Außentemperatur erreicht ist, die ein Einfrieren der Rückkühlanlage bzw. des Wärmeträgers bewirken könnte, kann ein Benutzer oder ein Installateur manuell Fluid und/oder Energie aus dem Antriebskreis, z. B. dem Hochtemperaturkreis in den Rückkühlkreis leiten, wobei das Fluid bevorzugt zuvor mittels einem Mischer runter- gekühlt wird.

Es kann jedoch auch vorteilhaft sein, wenn die Einbringung des Fluids- und/oder Energiestrom aus dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis durch externe Anforderung, der Außentemperatur und/oder der Temperatur der Wärmequelle steuerbar ist. Hierfür bestimmt beispielsweise eine Temperaturmesseinrichtung die Außen- temperatur oder Umgebungstemperatur. Sobald eine zuvor definierte Temperatur, beispielsweise die Gefriertemperatur von Wasser erreicht ist, kann automatisch Fluid und/oder Energie aus dem Antriebskreis beispielsweise mittels Ventile in den Rückkühlkreis geleitet werden. Dem Fachmann sind Temperaturmesseinrichtung zur Messung einer Temperatur bekannt. Eine Temperaturmesseinrichtung ist ein technisches Bauteil, das bestimmte physikalische Größen qualitativ oder quantitativ erfassen kann und in weiterverarbeitbare Größen (meist elektrische Signale) umformt, umfassend Heißleiter, Kaltleiter, Widerstandthermometer, Halbleiter- Temperatursensoren, Wärmefühler, Thermoelemente oder Pyrometer. Die Temperaturmesseinrichtung leitet die gemessene Temperatur vorzugsweise an ein elektri- sches Steuerelement weiter, welches z. B. die Einstellung der Regelvorrichtung oder eines Ventils verändert, wodurch ein Fluid- und/oder Energiestrom aus dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis strömt. Die Verbindung zwischen den Kreisen kann beispielsweise durch ein regelbares Drei-Wege-Ventil oder Drei-Wege-Mischer erreicht werden.

In die Kältemaschine und/oder die Regelvorrichtung sind bevorzugt Anzeigen integriert, die die aktuelle Temperatur des Rückkühlkreises und/oder die Umgebungs- temperatur anzeigen. Vorzugsweise sind in die Kältemaschine und/oder die Regelvorrichtung Pumpen, Ventile usw. integriert, die eine Verbindung des Antriebskreises mit dem Rückkühlkreis herstellen. Es ist bevorzugt, dass der Fluid- und/oder Energiestrom durch mindestens zwei verschiedene Pumpen gefördert werden und beide einen Volumenstrom durch den Rückkühlkreis herstellen. Falls eine der bei- den Pumpen ausfallen sollte, kann z. B. mit der zweiten Pumpe der kontinuierliche Volumen- und damit Wärmestrom zum Rückkühler gewährleistet werden. Somit kann sichergestellt werden, dass die Frostfreihaltung der Rückkühlanlage dauerhaft funktioniert.

Die Erfindung betrifft auch eine Sorptionsmaschine, umfassend einen Antriebskreis und einen Rückkühlkreis, wobei ein Fluid- und/oder Energiestrom aus dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis geleitet wird, wobei hierdurch ein Einfrieren der Rückkühlanlage verhindert wird. Weiterhin betrifft die Erfindung insbesondere eine Sorptionsmaschine, umfassend einen Antriebskreis und einen Rückkühlkreis, wobei eine Funktion implementiert ist und Fluid- und/oder Energieströme vom Antriebs- kreis in den Rückkühlkreis geleitet werden, insbesondere, um diesen frostfrei zu halten und/oder um Wärme gezielt aus dem Antriebskreis abzuführen. Insbesondere betrifft die Erfindung auch eine Sorptionsmaschine, umfassend einen Antriebskreis und einen Rückkühlkreis, wobei eine Funktion implementiert ist und Fluid- und/oder Energieströme vom Antriebskreis in den Rückkühlkreis geleitet werden, insbesonde- re, um diesen frostfrei zu halten und/oder um Wärme gezielt aus dem Antriebskreis abzuführen.

Die Verbindung des Antriebskreises und dem Rückkühlkreises kann beispielsweise durch ein Drei-Wege-Mischer oder Drei-Wege-Ventil erfolgen. Überraschenderweise wird durch die Einbringung des Fluid und/oder Energiestroms aus dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis das Einfrieren des durch den Rückkühlkreis verlaufenden Wärmeträgers verhindert, wenn Außen- oder Umgebungstemperaturen von bevorzugt weniger als 0° Celsius vorliegen. Es muss somit kein Frostschutzmittel im Rück- kühlkreis verwendet werden, so dass auch keine damit verbundene Leistungsverminderung der Sorptionsmaschine eintritt.

Es ist bevorzugt, dass Bauteile, insbesondere ausfallgefährdete Bauteile der Kältemaschine durch andere Bauteile oder softwareseitig abgesichert sind und bei Aus- fall der Bauteile optische, akustische, digitale, analoge Signale und Nachrichten ausgegeben werden. Um sicherzustellen, dass bei Frostgefahr ein Fluid und/oder Energiestrom aus dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis geleitet werden kann, können in der Kältemaschine Bauteile, d. h. beispielsweise Ventile, Mischer oder Pumpen, die ggf. ausfallen könnten, durch ein zusätzliches Bauteil gesichert wer- den. Das zusätzliche Bauteil kann das ausgefallene Bauteil funktionell ersetzen, wodurch ein konstanter Betrieb des Frostschutzes und der Kältemaschine gesichert ist. Im Sinne der Erfindung wird die überraschende Verwendung des Fluids oder der Energie, die in dem Antriebskreis vorliegen, zur Beeinflussung, insbesondere Verhinderung einer Aggregatzustandsänderung des Wärmeträgers in dem Rückkühl- kreis, als thermischer Frostschutz bezeichnet. Es war völlig überraschend, dass das Fluid oder die Energie des Antriebskreis dazu verwendet werden können, eine Aggregatzustandsänderung, insbesondere ein Einfrieren des Wärmeträgers oder der Rückkühlanlage zu verhindern.

Es kann auch bevorzugt sein, dass der Ausfall eines Bauteils durch optische, akus- tische, digitale, analoge Signale und Nachrichten angezeigt wird. Beispielsweise kann der Ausfall einem Benutzer auf einer Kontrollanzeige der Kältemaschine angezeigt werden, so dass er ggf. manuell die Leitung des Fluid- und/oder Energiestroms aus dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis bewirkt oder die Regelvorrichtung manuell betätigen kann oder das ausgefallene Bauteil austauscht. Vorteilhafterweise kann die Regelvorrichtung oder das Einleiten eines Fluid- und/oder Energiestroms aus dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis über ein computergestütztes Programm bevorzugt der Kältemaschine gesteuert werden, wobei das Programm die Temperatur des Rückkühlkreises, des Antriebkreises und die Umgebungstemperatur vergleicht und in Abhängigkeit von der Umgebungstempera- tur und der Rückkühltemperatur die Regelvorrichtung einstellt oder Fluid und/oder Energie aus dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis leitet. Sobald die Umgebungstemperatur oder die Rückkühltemperatur eine Temperatur erreicht hat, bei der der Wärmeträger gefrieren könnte, kann automatisch ein Fluid- und/oder Energiestrom aus dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis geleitet werden. Hierfür ist vorzugsweise eine Soll-Temperatur in dem Programm vorgegeben, die mit einer von der Temperaturmesseinrichtung ermittelten Ist-Temperatur verglichen wird. Sobald die Ist- Temperatur einer Soll-Temperatur entspricht oder einen Soll-Wert unter oder überschreitet, kann die Regelvorrichtung oder eine Steuereinrichtung oder ein Ventil automatisch durch das Programm reguliert werden.

Es ist bevorzugt, dass mindestens eine ess- und/oder Regelungsvorrichtung in die Kältemaschine, z. B. Sorptionsmaschine verbaut ist und insbesondere in Kontakt mit dem Rückkühlkreis und/oder Antriebskreis gebracht, vorliegt. Die Mess- und/oder Regelungsvorrichtung misst insbesondere physikalische Eigenschaften eines Volumenstroms oder Temperatur, Druck und/oder Strömungsgeschwindigkeit. Unter einem Volumenstrom versteht der Fachmann insbesondere das Volumen eines Mediums (z. B. Kältemittel oder Wärmeträger), das sich innerhalb einer Zeiteinheit durch einen Querschnitt insbesondere eines Rohres oder einer Rohrstrecke bewegt. Die Vorrichtung umfasst auch bevorzugt elektrische Bauteile oder Komponenten zum Messen, Steuern und/oder Regeln. Die elektrischen oder elektronischen Komponenten umfassen bevorzugt Apparate oder Instrumente, die insbesondere eine Regelung und/oder Steuerung von Temperatur, Druck, Durchfluss, Menge, Füll- stand, Drehzahl oder Konzentration ermöglichen. In der bevorzugten Kältemaschine ist es außerdem überraschenderweise möglich, die in der Maschine vorkommenden, im Wesentlichen veränderlichen Größen (wie Temperatur oder Druck) konstant (oder gezielt veränderlich) zu halten, das heißt Störeinflüsse auszugleichen.

Die Mess- und/oder Regelungsvorrichtung ist vorteilhafterweise derart an mindes- tens einem Rohr befestigt, dass beispielsweise eine Messsonde in dem Rohr vorliegt und mit dem durch das Rohr strömenden Fluid in Kontakt steht. Die gemessenen Größen werden digitalisiert und als Daten bevorzugt an die Regelvorrichtung oder das computergestützte Programm oder eine Steuervorrichtung weitergegeben.

Es kann bevorzugt sein, dass die gemessenen Daten - die sogenannten Ist-Werte - mit vorgegeben Soll-Werten verglichen werden und eine ggf. bestehende Differenz dazu führt, dass beispielsweise über die Regelvorrichtung eingestellt wird, dass bevorzugt ein Fluid- oder Energiestrom aus dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis geleitet wird. Es ist so ein kontinuierlicher und im Wesentlichen störungsfreier Betrieb der Kältemaschine möglich.

Außerdem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Schutz von einer Rückkühlanla- ge vor Einfrieren, wobei ein Fluid- und/oder Energiestrom aus einem Antriebskreis in einer Kältemaschine in einen Rückkühlkreis in der Kältemaschine geleitet wird und die Temperatur eines in dem Rückkühlkreis strömenden Wärmeträgers auf 0,5° bis 30°, bevorzugt 2° bis 15°, besonders bevorzugt 3° bis 10° Celsius erhöht wird.

Die Erfindung betrifft weiterhin eine Sorptionsmaschine, wobei eine Funktion oder ein System implementiert ist, so dass in der Sorptionsmaschine Wärme vom An- triebskreis in den Rückkühlkreis geleitet werden kann, insbesondere, um diesen frostfrei zu halten und/oder um Wärme gezielt aus dem Antriebskreis abzuführen.

Bevorzugt ist die Funktionsfähigkeit und Ausfallsicherheit von beteiligten Pumpen durch Einbindung zwei verschiedener Pumpen in das Konzept realisierbar, die beide einen Volumenstrom durch den Rückkühlkreis gewährleisten können. Vorteilhafterweise wird diese Funktion durch eine externe Anforderung ausgelöst und/oder nach der Außentemperatur und/oder der Temperatur der Wärmequelle gesteuert oder geregelt.

Es ist weiterhin bevorzugt, dass das Temperaturniveau der dem Rückkühlkreis zugeführter Wärme beeinflussbar insbesondere reduzierbar ist. In einer bevorzugten Ausführungsform sind ausfallgefährdete Bauteile durch andere Bauteile oder softwareseitig abgesichert und bei Ausfall der Bauteile optische, akustische, digitale, analoge Signale und Nachrichten ausgegeben werden können.

Vorteilhafterweise kommt diese Funktion ohne zusätzliche Bauteile umfassend Ventile insbesondere Umschaltventile aus, die nicht auch zum normalen Betrieb der Sorptionsmaschine erforderlich sind. Vorteile der Erfindung sind beispielsweise:

Frostschutzsicherung ohne die Systemeigenschaften des Wärmeträgermediums negativ zu beeinflussen,

im normalen Kälte- oder Heizversorgungsbetrieb und im Frostfall einsetzbar,

höhere Leistung aller durchströmten Komponenten,

höherer Wirkungsgrad aller durchströmten Komponenten,

verbesserte Wirtschaftlichkeit durch geringere Investition,

Einstellbarkeit einer gewünschten Wärmeträgertemperatur,

optimale Betriebsbedingungen für die Systembestandteile:

o Rückkühler,

o Kältemaschine,

o Wärmeerzeuger,

o Wärmetauscher,

o Rohre, Pumpen und sonstige Hydraulik.

Wärmeversorgung im Rückkühlkreis durch Sonderstellung der Ventile, also ohne Mehraufwand, möglich,

Drei-Wege-Mischer für Eintrittstemperaturregelung im Frostschutz-Fall zur Regelung einer Niedrigsttemperatur für reduzierte Wärmeverluste durch kleinere Temperaturdifferenzen einsetzbar (siehe Fig. 1 ),

Sonderstellung der Umschaltventile ohne Mehraufwand durch Bypass- schaltung innerhalb der Sorptionsmaschine ermöglichen eine erwünschte Verbindung der beiden Medienkreise (siehe Fig. 2),

Frostschutzregelung z. B. des Drei-Wege-Mischers und der Ventilsstellungen über die Sorptionsmaschine und einen Außentemperaturfühler, optimal angepasste Abdeckung für Rückkühler, um die konvektiven Verluste zu minimieren (siehe Fig. 3),

Selbsttätige Entleerung einer Besprüheinrichtung des Rückkuhlers mit Standard-Heizkörperventil (siehe Fig. 4),

Verbindung kann eine separate Leitung innerhalb der Anlage zwischen Antriebskreis und Rückkühlkreis sein, Temperaturreduzierung kann ein regelbarer oder selbstregelnder Zwei-, Drei- oder Vierwegemischer oder eine andere Verbindung zweier Kreise sein,

Regeleingang zur Regelung der Wärmeträgertemperatur im Frostschutz- Fall kann ein bereits vorhandener oder neu installierter Außentemperatursensor sein,

Weitere Vorteile sind: leichtere Installation, leichtere Befüllung, preiswertere Wärmeträger, keine umweltrechtlichen Auflagen für Wasser, keine Sondermaßnahmen zum Umweltschutz nötig, bessere Entsorgbarkeit des Wärmeträgers Wasser, leich- teste Beschaffung, Verbilligung und Vereinfachung der Inbetriebnahme, Wegfallende Kosten für Frostschutzmittel, kleinere und kostengünstigere Bauteile verwendbar, geringerer Energieverbrauch, keine Probleme bei Leckagen, Verbilligung, Vereinfachung, Ersparnis an Zeit, Material, Arbeitsstufen, Kosten oder schwer beschaffbaren Rohstoffen, erhöhte Zuverlässigkeit, Beseitigung von Fehlern, Qualitätshebung, Wartungsfreiheit, größere Effektivität, höhere Ausbeute, Vermehrung technischer Möglichkeiten, Eröffnung eines neuen Gebiets, erstmalige Lösung einer Aufgabe, Möglichkeit der Rationalisierung und/oder Miniaturisierung.

Die Erfindung wird nunmehr anhand von Figuren beispielhaft beschrieben, ohne jedoch auf diese beschränkt zu sein; es zeigt:

Fig. 1 Schematische Darstellung einer Verbindung der Kreisläufe

Fig. 2 Schematische Darstellung einer Adsorptionskältemaschine

Fig. 3 Abdeckung eines Rückkühlers

Fig. 4 Spitzenlastbesprühung In der Fig. 1 ist eine schematische Darstellung einer Verbindung der Kreisläufe dargestellt. Ein Ventil 1 , beispielsweise ein Beimischventil ist mit einem ersten Kreislauf

2 (z. B. einem Antriebskreis oder einem Rückkühlkreis) und einem zweiten Kreislauf

3 (z. B. einem Antriebskreis oder einem Rückkühlkreis) in einer Kältemaschine verbunden. Das Ventil 1 regelt die Eintrittstemperatur in die Kältemaschine. In der be- vorzugten Kältemaschine wird die Eintrittstemperatur reduziert, um unnötig hohe Wärmeverluste zu vermeiden.

Fig. 2 zeigt eine schematische Darstellung einer Adsorptionskältemaschine. Die Ventile 1 , beispielsweise Umschaltventile der Sorptions-Zyklen der Adsor- ber/Desorber- Einheiten (A1 und A2) der Adsorptionskältemaschine (AdKM) werden bevorzugt so auf Durchgang geschaltet, dass der Hochtemperaturkreis 4 innerhalb der Kältemaschine, insbesondere der Adsorptionskältemaschine mit dem Rückkühlkreis 5 verbunden wird und hierdurch eine Fluid- und/oder Energiestrom aus dem Hochtemperaturkreis 4, bzw. dem Antriebskreis in den Rückkühlkreis 5 strömen kann und eine Einfrieren des in dem Rückkühlkreis 5 vorliegenden Wärmeträgers oder der Rückkühlanlage verhindert. Vorteilhafterweise können hierbei auch Anlagebauteile durchströmt werden.

Fig. 3 zeigt eine Abdeckung eines Rückkühlers einer Kältemaschine. Der Rückkühler 6 einer Kältemaschine kann zur Vermeidung eines Einfrierens auch mit einer Abdeckung 7 abgedeckt sein. Die Abdeckung 7 kann an den Seiten oder auch auf den Rückkühler angebracht sein. Zur Veranschaulichung sind die Abdeckungen 7 nur an den Seiten angebracht, wobei diese auch auf oder unter den Rückkühler 6 oder den Seiten des Rückkühlers 6 angebracht werden können.

Fig. 4 zeigt eine Spitzeniastbesprühung. In einem frostgefährdeten Bereich 10 ist ein Rückkühler 6 angeordnet und weiteren Elementen einer Kälteanlage in einem frostgeschützem Bereich 9 verbunden. In einem Gefälle 8 können Spritzdüsen angeordnet sein, die ein Fluid auf den Rückkühler 6 sprühen, um ein Einfrieren dessen zu verhindern. Vorteilhafterweise handelt es sich hierbei um ein warmes Fluid.

Bezugszeichenliste

1 Ventil

2 Kreislauf 1

3 Kreislauf 2

4 Hochtemperaturkreis

5 Rückkühlkreis

6 Rückkühler

7 Abdeckung

8 Gefälle

9 frostgeschützter Bereich

10 frostgefährdete Bereich