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Patent Searching and Data


Title:
REFRIGERATION APPLIANCE HAVING A ROLL BOND UNIT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/061070
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a refrigeration appliance, especially a domestic refrigeration appliance, comprising a roll bond unit (101) through which a refrigerant can flow, the roll bond unit (101) being provided with at least one lamellar element (115) to increase the exterior surface area thereof.

Inventors:
HOLZER, Stefan (Spritzenhausplatz 12, Aalen, 73430, DE)
RENNER, Andreas (Greuthweg 30, Giengen, 89537, DE)
SPIELMANNLEITNER, Markus (Rosenberger Straße 49, Ellwangen, 73479, DE)
Application Number:
EP2010/066899
Publication Date:
May 26, 2011
Filing Date:
November 05, 2010
Export Citation:
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Assignee:
BSH BOSCH UND SIEMENS HAUSGERÄTE GMBH (Carl-Wery-Str. 34, München, 81739, DE)
HOLZER, Stefan (Spritzenhausplatz 12, Aalen, 73430, DE)
RENNER, Andreas (Greuthweg 30, Giengen, 89537, DE)
SPIELMANNLEITNER, Markus (Rosenberger Straße 49, Ellwangen, 73479, DE)
International Classes:
F25B39/02
Attorney, Agent or Firm:
BSH BOSCH UND SIEMENS HAUSGERÄTE GMBH (83 01 01, München, 81701, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

Kältegerät, insbesondere ein Haushaltskältegerät, mit einer Rollbond-Anordnung (101 ), welche mit einem Kältemittel bestrombar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollbond-Anordnung (101 ) zur Vergrößerung ihrer Außenoberfläche mit zumindest einem Lamellenelement (1 15) versehen ist.

Kältegerät nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Rollbond- Anordnung (101 ) ein Rollbond-Verdampfer oder ein Rollbond-Verflüssiger ist.

Kältegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollbond-Anordnung (101 ) zumindest einen gefalteten Kältemittelkanal (105) aufweist und dass das zumindest eine Lamellenelement (1 15) in einem Zwischenraum (107, 109) zwischen zwei benachbarten oder gegenüberliegenden Faltungsabschnitten des gefalteten Kältemittelkanals (101 ) angeordnet ist.

Kältegerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zwischenraum (107, 109) sich zumindest abschnittsweise geradlinig entlang einer

Erstreckungsrichtung (1 1 1 ) erstreckt und dass das zumindest eine

Lamellenelement (1 15) senkrecht zu der Erstreckungsrichtung (1 1 1 ) gefaltet ist und durch Faltungsabschnitte gebildete Faltungszwischenräume aufweist, welche sich in die Erstreckungsrichtung (1 1 1 ) erstrecken.

Kältegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollbond-Anordnung (101 ) eine Mehrzahl von parallel gefalteten Kältemittelkanälen (105) aufweist, dass das zumindest eine Lamellenelement (1 15) in einem Zwischenraum (107, 109) zwischen zwei benachbarten oder gegenüberliegenden Faltungsabschnitten der parallel gefalteten Kältemittelkanäle (1 15) angeordnet und senkrecht zu einer Strömungsrichtung des Kältemittels durch die benachbarten Faltungsabschnitte gefaltet ist oder dass in einem Zwischenraum (107, 109) zwischen zwei benachbarten Faltungsabschnitten der parallel gefalteten Kältemittelkanäle (105) eine Mehrzahl von Lamellenelementen (1 15) angeordnet ist, welche jeweils senkrecht zu einer Strömungsrichtung des Kältemittels durch die benachbarten Faltungsabschnitte der Kältemittelkanäle (1 15) gefaltet sind und in dem Zwischenraum (107, 109) hintereinander und/oder übereinander und/oder nebeneinander, insbesondere versetzt bezüglich einander, angeordnet sind.

Kältegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Lamellenelement (1 15) gefaltet ist und eine Mehrzahl von Faltungen aufweist, wobei die Faltungen eine vorbestimmte geometrische Form, insbesondere eine dreieckige Form oder eine rechteckförmige Form oder eine abgerundete Form oder eine trapezförmige Form aufweisen, und/oder dass die Faltungen unmittelbar aneinander anschließen oder durch einen geradlinigen Abschnitt, welcher eine Basisfläche bildet, verbunden sind.

Kältegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Lamellenelement (1 15) mit zumindest einem das Kältemittel führendem Abschnitt der Rollbond-Anordnung (101 ), insbesondere mit zumindest einem Kältemittelkanal der Rollbond-Anordnung (101 ), wärmeleitend, insbesondere mittels einer wärmeleitenden Klebung, verbunden ist.

8. Kältegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein einlassseitiger Strömungsquerschnitt der Rollbond-Anordnung (101 ) größer als ein auslassseitiger Strömungsquerschnitt der Rollbond-Anordnung (101 ) ist.

Kältegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Rollbond- Anordnung (101 ) eine erste Anzahl paralleler Kältemittelkanäle (907) aufweist, welche in Strömungsrichtung des Kältemittels in eine zweite Anzahl paralleler Kältemittelkanäle (913) übergehen, wobei die erste Anzahl größer als die erste Anzahl ist.

Kältegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Lamellenelement (1 15) in eine Faltungsrichtung (1 17) gefaltet ist und dass ein Ventilator zum Beaufschlagen der Rollbond-Anordnung (101 ) mit einem Luftstrom senkrecht zu der Faltungsrichtung (1 17) vorgesehen ist.

1 1. Kältegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zumindest eine Lamellenelement (1 15) gefaltet und geschlitzt ist.

12. Kältegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es für Kälteleistungen unterhalb von 200 Watt ausgelegt ist.

13. Rollbond-Verfahren zum Herstellen einer Rollbond-Anordnung, insbesondere eines Rollbond-Verflüssigers oder eines Rollbond-Verdampfers, für ein Kühlgerät, insbesondere für ein Haushaltskühlgerät, mit:

Ausbilden zumindest eines Kältemittelkanals zwischen zwei zusammengepressten Blechbögen;

Anordnen, insbesondere durch wärmeleitfähiges Kleben, zumindest eines Lamellenelementes auf einem Oberflächenabschnitt, insbesondere auf einem Oberflächenabschnitt einer oberen Oberfläche des zumindest einen

Kältemittelkanals; und

Falten der zusammengepressten Blechbögen nach dem Ausbilden des zumindest einen Kältemittelkanals und vor oder nach dem Anordnen des zumindest einen Lamellenelementes, um die Rollbond-Anordnung zu erhalten.

Description:
Kältegerät mit einer Rollbond-Anordnung

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kältegerät, insbesondere ein Haushaltskältegerät, mit einer Rollbond-Anordnung, welche mit einem Kältemittel beströmbar ist. Zur Temperaturreduktion in Kältegeräten, insbesondere in Haushaltskältegeräten, werden Wärmetauscher zur Verdampfung oder zur Verflüssigung eines Kältemittels eingesetzt. Bekannte Wärmetauscher umfassen üblicherweise Kältemittelkanäle, welche durch das Kältemittel beströmbare, mäanderförmig gelegte Rohrschlangen gebildet sind. Die Herstellung derartiger Wärmetauscher ist jedoch aufwändig und kostenintensiv.

Wesentlich herstellungseffizientere Wärmetauscher sind in der DE 197 51 768 A1 beschrieben. Darin wird vorgeschlagen, zur Erzeugung von Kältemittelkanälen auf das Rollbond-Verfahren zurückzugreifen. Hierbei werden zwei Bleche, beispielsweise zwei Aluminiumbleche, durch Walzen homogen miteinander verbunden, wobei der Verlauf der Kältemittelkanäle durch eine im Siebdruck aufgetragene Paste bestimmt wird. Die Kältemittelkanäle werden anschließend unter Druck aufgeweitet, wodurch mehrere parallele Kältemittelkanäle entstehen können. Die resultierende Anordnung wird dann in Längsrichtung der Kältemittelkanäle gefaltet, wodurch eine mäanderförmige Struktur entsteht.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die thermischen Eigenschaften eines mittels des Rollbond-Verfahrens herstellbaren Wärmetauschers der vorgenannten Art zu verbessern. Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Unter Kältegerät wird insbesondere ein Haushaltskältegerät verstanden, also ein

Kältegerät das zur Haushaltsführung in Haushalten oder im Gastronomiebereich eingesetzt wird, und insbesondere dazu dient Lebensmittel und/oder Getränke bei bestimmten Temperaturen zu lagern, wie beispielsweise ein Kühlschrank, ein

Gefrierschrank, eine Kühlgefrierkombination, eine Gefriertruhe oder ein Weinkühlschrank. Die vorliegende Erfindung basiert auf der Erkenntnis, dass die thermischen Eigenschaften eines mithilfe des Rollbond-Verfahrens hergestellten Wärmetauschers durch eine

Vergrößerung der Außenoberfläche der durch das Rollbond-Verfahren erzeugten

Rollbond-Anordnung durch Lamellenelemente verbessert werden können. Dabei bezeichnet der Begriff "Rollbond-Anordnung" das Ergebnis des vorstehend

beschriebenen Rollbond-Verfahrens, bei dem in zusammengepressten Blechen, welche eine Rollbond-Platine bilden, Kältemittelkanäle aufgeblasen werden. Die Rollbond-Platine kann vor oder nach der Ausbildung der Kältemittelkanäle mäanderförmig gefaltet und mit zumindest einem Lamellenelement versehen werden, wodurch eine mit wellenförmig gelegten Rippen versehene Rollbond-Anordnung entstehen kann. Die Lamellenelemente können beispielsweise zwischen den Wellen oder Rippen oder Windungen angeordnet werden, so dass beispielsweise zwischen gegenüberliegenden Abschnitten desselben gefalteten Kältemittelkanals ein oder mehrere Lamellenelemente angeordnet sind. Mit anderen Worten ausgedrückt können die Lammelenelemente in den Falten der mäanderförmig gefalteten Rollbond-Anordnung angeordnet werden. Die Rollbond- Anordnung muss jedoch nicht gefaltet sein. In diesem Falle können die

Lammelenelemente eine der Oberflächen der Rollbond-Anordnung zumindest teilweise bedecken. Die Kältemittelkanäle können sich in beiden Fällen auslassseitig zumindest teilweise vereinigen und einlassseitig gemeinsam mit Kältemittel gespeist werden. Gemäß einem Aspekt betrifft die Erfindung ein Kältegerät, insbesondere ein

Haushaltskältegerät, mit einer Rollbond-Anordnung, welche mit einem Kältemittel beströmbar ist, wobei die Rollbond-Anordnung zur Vergrößerung ihrer Außenoberfläche mit zumindest einem Lamellenelement versehen ist. Dadurch wird eine Vergrößerung der thermisch wirksamen Außenoberfläche der Rollbond-Anordnung erreicht.

Gemäß einer Ausführungsform ist die Rollbond-Anordnung ein Rollbond-Verdampfer oder ein Rollbond-Verflüssiger und kann beispielsweise in Kältegeräten, insbesondere in Haushaltskältegeräten, eingesetzt werden. Die vergrößerte Außenoberfläche der

Rollbond-Anordnung erhöht dabei in vorteilhafter und herstellungseffizienter Weise die thermische Effizienz des Wärmetauschers.

Gemäß einer Ausführungsform umfasst die Rollbond-Anordnung zumindest einen gefalteten Kältemittelkanal, wobei das Lamellenelement in einem Zwischenraum zwischen zwei benachbarten oder gegenüberliegenden Faltungsabschnitten des gefalteten

Kältemittelkanals angeordnet ist. Der Kältemittelkanal kann beispielsweise in

Längsrichtung mäanderförmig gefaltet sein, wobei die Zwischenräume durch

Faltenzwischenräume gebildet sind. Der Kältemittelkanal kann beispielsweise in

Längsrichtung mäanderförmig gefaltet sein. Dann sind die sich gegenüberliegenden Faltungsabschnitte des gefalteten Mittelkanals beispielsweise parallel zueinander angeordnet, wobei ein seitlich halb offener rechteckiger Zwischenraum, in welchem das Lamellenelement angeordnet ist, entsteht. Bevorzugt umfasst die Rollbond-Anordnung eine Mehrzahl von gefalteten Kältemittelkanälen, welche parallel zueinander angeordnet sind.

Gemäß einer Ausführungsform erstreckt sich der Zwischenraum zumindest

abschnittsweise geradlinig entlang einer Erstreckungsrichtung, wobei das zumindest eine Lamellenelement senkrecht zu der Erstreckungsrichtung gefaltet ist und durch

Faltungsabschnitte gebildete Faltungszwischenräume aufweist, welche sich ebenfalls in die Erstreckungsrichtung erstrecken.

Gemäß einer Ausführungsform umfasst die Rollbond-Anordnung eine Mehrzahl von parallel gefalteten Kältemittelkanälen, wobei das Lamellenelement in einem

Zwischenraum zwischen zwei benachbarten oder gegenüberliegenden

Faltungsabschnitten der parallel gefalteten Kältemittelkanäle angeordnet und senkrecht zu einer Strömungsrichtung des Kältemittels durch die benachbarten Faltungsabschnitte der Kältemittelkanäle fortschreitend gefaltet ist. Somit erstreckt sich das Lamellenelement in dem Zwischenraum senkrecht zu einer Faltungsrichtung der Kältemittelkanäle. Gemäß einer Ausführungsform ist in einem Zwischenraum zwischen zwei benachbarten Faltungsabschnitten der parallel gefalteten Kältemittelkanäle eine Mehrzahl von

Lamellenelementen angeordnet, welche jeweils senkrecht zu einer Strömungsrichtung des Kältemittels durch die benachbarten Faltungsabschnitte gefaltet sind und in dem Zwischenraum hintereinander und/oder übereinander und/oder gestapelt und/oder nebeneinander, beispielsweise versetzt bezüglich einander, angeordnet sind. Dadurch wird erreicht, dass ein Zwischenraum der Länge nach mit kürzeren, hintereinander angeordneten und/oder übereinander gestapelten Lamellenelementen effizienter gefüllt werden kann. Gemäß einer Ausführungsform ist das Lamellenelement gefaltet mit einer Mehrzahl von Faltungen bzw. Falten, welche jeweils eine vorbestimmte geometrische Form aufweisen können, beispielsweise eine rechteckförmige oder eine abgerundete oder eine

trapezförmige Form, wobei die Faltungen unmittelbar aneinander anschließen oder durch einen geradlinigen Abschnitt, welcher eine Basisfläche bzw. einen Basisbereich bildet, verbunden sein können.

Gemäß einer Ausführungsform ist das Lamellenelement mit zumindest einem das Kältemittel führenden Abschnitt der Rollbond-Anordnung, insbesondere mit zumindest einem Kältemittelkanal der Rollbond-Anordnung, beispielsweise mittels einer

wärmeleitenden Klebung verbunden. Zur Befestigung des Lamellenelementes kann beispielsweise die Basisfläche dienen.

Gemäß einer Ausführungsform ist ein einlassseitiger Strömungsquerschnitt der Rollbond- Anordnung größer als ein auslassseitiger Strömungsquerschnitt der Rollbond-Anordnung. Dadurch wird eine turbulente Strömung des Kältemittels erzeugt, was eine verbesserte Wärmeübertragung ermöglicht. Hierzu kann die Rollbond-Anordnung beispielsweise eine Mehrzahl von Kältemittelkanälen aufweisen, wobei jeweils eine Anzahl von

Kältemittelkanälen zu einem oder zu mehreren Kältemittelkanälen vereinigt wird, wodurch eine Erhöhung des die Turbulenz erzeugenden Strömungswiderstandes erreicht wird.

Gemäß einer Ausführungsform ist das Lamellenelement in eine Faltungsrichtung gefaltet, welche durch das Fortschreiten der Faltungen des Lamellenelementes vorgegeben sein kann, wobei ein Ventilator zum Beaufschlagen der Rollbond-Anordnung mit einem

Luftstrom senkrecht zu der Faltungsrichtung vorgesehen ist, was einen effizienten Wärmeaustausch begünstigt.

Gemäß einer Ausführungsform ist das zumindest eine Lamellenelement gefaltet und geschlitzt, wobei die Schlitze ein Hindurchdringen eines Luftstroms, welcher

beispielsweise durch den vorstehend genannten Ventilator erzeugt werden kann, ermöglichen.

Gemäß einer Ausführungsform ist das Kältegerät ein Haushaltskältegerät, das für Kälteleistungen unterhalb von 200 Watt ausgelegt ist. Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Rollbond-Verfahren zum

Herstellen einer Rollbond-Anordnung, insbesondere zum Herstellen eines Rollbond- Verflüssigers oder eines Rollbond-Verdampfers, für ein Kältegerät, insbesondere für ein Haushaltskältegerät, mit Ausbilden zumindest eines Kältemittelkanals zwischen zwei zusammengepressten Blechbögen, insbesondere Aluminiumblechbögen, Anordnen, insbesondere durch wärmeleitfähiges Kleben, zumindest eines Lamellenelementes auf einem Oberflächenabschnitt, insbesondere auf einem Oberflächenabschnitt einer oberen Oberfläche des Kältemittelkanals, und Falten der zusammengepressten Blechbögen nach dem Ausbilden des Kältemittelkanals und vor oder nach dem Anordnen des zumindest einen Lamellenelementes, um die Rollbond-Anordnung zu erhalten.

Weitere Ausführungsbeispiele werden Bezug nehmend auf die beiliegenden Zeichnungen erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine Rollbond-Anordnung;

Fig. 2 eine Rollbond-Anordnung; Fig. 3 eine Rollbond-Anordnung; Fig. 4 ein Lamellenelement; Fig. 5A-5C Lamellenelemente; Fig. 6 eine Rollbond-Anordnung;

Fig. 7 eine Rollbond-Anordnung;

Fig. 8 eine Rollbond-Anordnung; und Fig. 9 eine Rollbond-Anordnung.

Fig. 1 zeigt eine Rollbond-Anordnung 101 , welche in eine erste Faltungsrichtung 103 beispielsweise mäanderförmig gefaltet ist. Die Rollbond-Anordnung 101 umfasst zumindest einen in Fig. 1 angedeuteten Kältemittelkanal 105, welcher ebenfalls in die erste Faltungsrichtung 103 mitgefaltet ist. Zwischen gegenüberliegenden

Faltungsabschnitten, d.h. in den Falten, der Rollbond-Anordnung 101 sind

Zwischenräume 107 und 109 gebildet, welche sich in die in Fig. 1 dargestellte

Erstreckungsrichtung 1 1 1 erstrecken. In den Zwischenräumen 107 und 109 sind jeweils Lamellenelemente 1 13 und 1 15 angeordnet, welche jeweils in eine zweite

Faltungsrichtung 1 17 beispielsweise mäanderförmig gefaltet sind. Die zweite

Faltungsrichtung 1 17 ist bevorzugt senkrecht zu der Erstreckungsrichtung 1 1 1 .

Wie in Fig. 1 dargestellt, ist die Rollbond-Anordnung 101 in Richtung des Verlaufs des Kältemittelkanals 105 beströmbar. Dabei können die Faltungen der Rollbond-Anordnung mäanderförmig oder schlangenförmig geformt sein. In Analogie hierzu können auch die Lamellenelemente 107 und 109 mäanderförmig oder schlangenförmig gefaltet sein.

Fig. 2 zeigt eine Seitenansicht einer Rollbond-Anordnung 201 , deren Struktur der in Fig. 1 dargestellten Rollbond-Anordnung 101 entsprechen kann, mit beispielhaft angegebenen Maßen in Millimetern.

Fig. 3 zeigt die Rollbond-Anordnung 201 aus Fig. 2 mit Zwischenräumen 301 , welche mit Lamellenelementen beklebt sind. Ein Randbereich 303 der Rollbond-Anordnung ist beispielsweise lamellenfrei.

Fig. 4 zeigt beispielhaft ein in eine Faltungsrichtung 401 gefaltetes Lamellenelement 403, das mit Schlitzen 405 versehen ist, welche eine Luftzirkulation ermöglichen. Das

Lamellenelement 403 wird beispielsweise auf eine Rollbond-Platine aufgeklebt und dient zur Vergrößerung deren Außenoberfläche.

In den Figuren 5A bis 5C sind Lamellenelemente 501 , 503 und 505 dargestellt, welche jeweils in eine Faltungsrichtung wie im Zusammenhang mit dem in Fig. 4 dargestellten Lamellenelement erläutert gefaltet sind. Das in Fig. 5A dargestellte Lamellenelement 501 umfasst Faltungen, welche eine langgestreckte Trapezform mit Basisflächen bzw.

Basisbereichen 507 und Seitenbereichen 509 aufweisen kann. Die Basisbereiche 507 dienen als Sockelbereiche zur Verklebung des Lamellenelementes mit einer Rollbond- Platine. Das in Fig. 5B dargestellte Lamellenelement 503 umfasst beispielsweise rechteckförmige Faltungen mit rechteckigen Basisbereichen 51 1 und senkrecht hierzu angeordneten Seitenbereichen 513. Die Basisbereiche 51 1 dienen zur Befestigung des

Lamellenelementes an einer Rollbond-Platine. Sie sind bevorzugt flächig ausgebildet, um einen effizienten Wärmeübergang zu gewährleisten.

Das in Fig. 5C dargestellte Lamellenelement umfasst Falten bzw. Faltungen, welche einen dreiecksförmigen Querschnitt mit Basisbereichen 517 und Seitenbereichen 519 aufweisen. Die Basisbereiche 517 dienen zur Befestigung des Lamellenelementes an einer Rollbond-Platine. Sie sind ebenfalls bevorzugt flächig ausgebildet.

Fig. 6 zeigt eine Draufsicht auf eine Rollbond-Anordnung, welche mäanderförmig gefaltet ist und beispielsweise als Verflüssiger eingesetzt werden kann. Die Rollbond-Anordnung umfasst eine gebogene Rollbond-Platine 603 mit zumindest einem Kältemittelkanal 605, wobei in den Zwischenräumen zwischen gegenüberliegenden Faltungsabschnitten 607 und 609 Zwischenräume 61 1 angeordnet sind. In den Zwischenräumen 61 1 sind

Lamellenelemente 613 angeordnet, welche beispielsweise mäanderförmig gefaltet sind. Gemäß einer Ausführungsform können die Lamellenelemente in demselben

Zwischenraum übereinander gestapelt sein, wodurch rechteckförmige

Querschnittsbereiche 615 entstehen.

Die Kältemittelanordnung umfasst ferner einen Einlass 617 für einen Kältemitteleintritt und einen Auslass 619 für einen Kältemittelaustritt. Die in Fig. 6 dargestellte Rollbond- Anordnung kann mit einem Kühlluftstrom beaufschlagt sein, dessen Richtung 621 senkrecht zu einer Faltungsrichtung 623 bzw. senkrecht zu einer Faltungsrichtung 623 der Lamellenelemente 613 sein kann.

Im eingebauten Zustand kann die Rollbond-Anordnung vorzugsweise von unten nach oben von Kaltluft durchströmt werden, wozu entweder die natürliche Konvektion ausgenutzt oder, falls diese nicht ausreicht, ein Ventilator eingesetzt werden kann.

Dadurch kann die Wärmeübertragung verbessert werden. Zur gezielten

Strömungsbeeinflussung kann ein Gehäuse um die Rollbond-Anordnung angeordnet sein, wie es in Fig. 7 dargestellt ist. Fig. 7 zeigt eine Seitenansicht einer Rollbond-Anordnung 701 mit einer gefalteten Rollbond-Platine 703 sowie darin gebildeten Kältemittelkanälen 705. Ferner ist ein Gehäuse 707 vorgesehen, das optional ist. Die Rollbond-Anordnung 701 umfasst ferner einen Ventilator 708, welcher oberhalb der Rollbond-Platine 703, bevorzugt auf oder an dem Gehäuse 707, angeordnet ist. Der Ventilator 708 kann jedoch seitlich angeordnet sein, um eine Luftströmung, wie sie in Fig. 6 angedeutet ist, zu erzeugen, deren

Strömungsrichtung senkrecht zu der Zeichnungsebene ist.

Der Ventilator 708 erzeugt eine Luftströmung 709, welche bevorzugt von unten nach oben verläuft und zu einem verbesserten Wärmeaustausch führt. Die Luftströmung 709 durchströmt Zwischenräume 71 1 , welche beispielsweise durch benachbarte

Faltungsabschnitte der Rollbond-Anordnung gebildet werden, und in welchen

Lamellenelemente 713, beispielsweise Aluminium-Lamellen, angeordnet sind. Die Lamellenelemente 713 sind beispielsweise mit Schlitzen versehen, um ein Hindurchtreten der Luftströmung zu erleichtern.

Fig. 8 zeigt eine Rollbond-Anordnung 801 mit gefalteten Kältemittelkanälen 803 und Zwischenräumen 805, in welchen Lamellenelemente 807 angeordnet sind. Die

Lamellenelemente 807 sind in eine Faltungsrichtung gefaltet, welche beispielsweise senkrecht zu einer Faltungsrichtung der Kältemittelkanäle 803 ist. Ferner ist ein Ventilator 809 vorgesehen, welcher einen Luftstrom erzeugt, der sowohl senkrecht zu der

Faltungsrichtung der Kältemittelkanäle als auch senkrecht zu der Faltungsrichtung der Lamellenelemente 805 strömt, erzeugt.

Zur Erzeugung der erfindungsgemäßen Rollbond-Anordnung kann eine Rollbond-Platine, welche zusammengepresste Blechbögen umfassen kann, beispielsweise beidseitig oder einseitig aufgeblasen werden, wobei bei einseitig aufgeblasenen Rollbond-Platinen die jeweils glatte Seite vollständig mit Lamellenelementen belegt werden kann, während die erhabenen Kältemittelkanäle nicht mit Lamellen belegt werden. Dabei können die

Kältemittelkanäle so gelegt werden, dass sie optimal an die freie oder mittels eines Ventilators erzwungene Konvektion angepasst sind. Aufgrund der so resultierenden großen Oberfläche wird eine hohe Wärmeübertragungsleistung erreicht. Ferner sind verschiedene Leistungsstufen leicht skalierbar. Die Rollbond-Anordnung ist auch effizient herstellbar, da sie einfach zu verarbeitende Einzelteile und wenig Lötvorgänge, welche im Wesentlichen im Eintritts- und im Austrittsbereich durchgeführt werden, erforderlich sind. Dadurch ist insgesamt eine Energieeinsparung möglich.

Die Biegungen bzw. Faltungen der Rollbond-Platine bzw. der Kältemittelkanäle sind insbesondere dann vorteilhaft, wenn für eine gestreckte Form der Anordnung nicht genügend Platz zur Verfügung steht. Gemäß einer Ausführungsform ist eine gestreckte, d.h. gerade, Form der Rollbond-Anordnung ohne Faltungen möglich. In diesem Falle kann beispielsweise die glatte Seite der Rollbond-Anordnung mit Lamellenelementen beklebt sein. Gemäß einer Ausführungsform kann ein Strömungswiderstand durch die gesamte

Rollbond-Anordnung konstant sein. Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann die Rollbond-Anordnung unterschiedliche Strömungswiderstände aufweisen, um

beispielsweise eine turbulente Strömung des Kältemittels zu erzeugen, welche mit einem verbesserten Wärmeaustausch verbunden ist, was beispielsweise durch eine Vereinigung von Kältemittelkanälen realisiert werden kann, wie sie in Fig. 9 dargestellt ist.

Fig. 9 zeigt eine Rollbond-Anordnung 901 in einem "entfalteten" Zustand mit einem Kältemitteleinlassbereich 903, welcher über einen Übergangsbereich 905 in eine

Mehrzahl von Kältemittelkanälen 907, beispielsweise in drei Kältemittelkanäle 905, übergeht. Den Kältemittelkanälen 907 ist in Strömungsrichtung 909 ein

Vereinigungsbereich 91 1 nachgeordnet, welcher in eine geringere Anzahl von

Kältemittelkanälen 913 übergeht. Somit gehen beispielsweise drei Kältemittelkanäle 907 in beispielsweise zwei Kältemittelkanäle 913 über, wodurch eine Änderung des

Strömungswiderstandes herbeigeführt werden kann. Den Kältemittelkanälen 913 ist ein weiterer Vereinigungsbereich 915 nachgeordnet, welcher in einen Auslass 917 mündet.

Wie in Fig. 9 dargestellt kann der Querschnitt des übergeordneten Kältemittelkanals mit den Kältemittelkanälen 907, 913 beispielsweise an eine Zweiphasenströmung angepasst werden. Hierzu sollte bevorzugt über die gesamte Länge des Kältemittelkanals zugleich ein geringerer Strömungswiderstand, d.h. ein geringer Gegendruck, und eine gute

Wärmeübertragung, d.h. ein hoher Wärmeübertragungskoeffizient a, erreicht werden. Ersteres erfordert jedoch einen großen Querschnitt, während Zweiteres eine turbulente Strömung und damit indirekt einen kleineren Querschnitt erfordert. Durch eine Änderung des Strömungsquerschnitts können diese Anforderungen erreicht werden. Der optimale Strömungsquerschnitt ist dabei bevorzugt nicht konstant über die Länge des

Kältemittelkanals, da am Einlass 903, d.h. am Eintritt des Kältemittels, insbesondere im Falle eines Verflüssigers nahezu 100% Gas mit großem spezifischen Volumen strömt, was einen vergrößerten Querschnitt erfordert. Durch die Kondensation verringert sich jedoch das spezifische Volumen, weil der Gasanteil abnimmt und der Flüssigkeitsanteil zunimmt. Am Auslass 917, d.h. am Austritt, treten bevorzugt 100% Flüssigkeit und 0% Gas aus, so dass dort der optimale Querschnitt kleiner als der einlassseitige Querschnitt sein kann. Dei Querschnittsanpassung kann mithilfe des Rollbond-Verfahrens effizient erreicht werden. Dabei können in gewissen Grenzen durch eine Wahl der Kanalbreite zwischen beispielsweise 5 und 12 mm bei beispielsweise gleich bleibender Kanalhöhe realisiert werden. Darüber hinaus können auf der Einlassseite der Rollbond-Anordnung, welche beispielsweise einen Verflüssiger formt, mehrere Kanäle 907 parallel geschaltet und zum Auslass 917 hin verringert werden, wodurch die gewünschten Turbulenzen entstehen können.

Die vorstehend dargestellten Rollbond-Anordnungen können jeweils einen

Wärmetauscher, beispielsweise einen optimierten Verflüssiger oder Verdampfer, bilden, welcher für geringere Kälteleistungen, beispielsweise geringer als 200 Watt, ausgelegt ist und vorzugsweise in Haushaltskältegeräten mit einem typischen Start-Stopp-Betrieb eines Verdichters eingesetzt werden kann. Dabei sind wie vorstehend ausgeführt insbesondere eine große Außenoberfläche, ein angepasster Querschnitt der Kältemittelkanäle sowie eine kompakte Bauform des Wärmetauschers erreichbar.

Zur Herstellung der Rollbond-Anordnungen kann auf eine Rollbond-Platine mit an die Kälteleistung angepassten Kanalquerschnitten zur Vergrößerung der Außenoberfläche, über die die Wärme an die Luft abgegeben werden kann, Lamellenelemente,

beispielsweise Alu-Lamellen, beispielsweise unter Verwendung eines Wärmeleitklebers aufgeklebt. Der äußere Rand 303 der Rollbond-Platine wird bevorzugt nicht mit

Lamellenelementen belegt, um einen Raum für die Homogenisierung der Luftströmung zu erreichen. Die gesamte Anordnung wird vor oder nach der Klebeoperation gefaltet, um eine kompakte Rollbond-Anordnung zu erreichen. Bei der Biegeoperation werden bevorzugt Mindestradien eingehalten, damit die Kältemittelkanäle nicht zugedrückt werden. Die Kältemittelkanäle können beispielsweise so angeordnet sein, dass sich von einem Eintrittsbereich bis zum Austrittsbereich ein durchgehendes Gefälle ergibt, so dass beispielsweise das verflüssigte Kältemittel bis zu dem Austrittsbereich fließen kann. Darüber hinaus kann der Kanalquerschnitt einlassseitig vom Eintritt insbesondere bei gasförmigen Kältemitteln oder bei hohen Strömungsgeschwindigkeiten größer gewählt sein als auslassseitig am Austritt, wo beispielsweise flüssiges Kältemittel oder niedrige Strömungsgeschwindigkeiten zu erwarten sind.

Bezugszeichenliste

101 Rollbond-Anordnung

103 erste Faltungsrichtung

105 Kältemittelkanal

107 Zwischenraum

109 Zwischenraum

1 1 1 Erstreckungsrichtung

1 13 Lamellenelement

1 15 Lamellenelement

1 17 zweite Erstreckungsrichtung

201 Lamellenelement

301 mit Lamellenelementen beklebte Bereiche

303 Randbereich

401 Faltungsrichtung

403 Lamellenelement

405 Schlitze

501 Lamellenelement

503 Lamellenelement

505 Lamellenelement

507 Basisbereich

509 Seitenbereich

51 1 Basisbereich

513 Seitenbereich

515 Erstreckungsrichtung

517 Basisbereich

519 Seitenbereich

601 Rollbond-Anordnung

603 Rollbond-Platine

605 Kältemittelkanal

607 Faltungsabschnitt

609 Faltungsabschnitt

61 1 Zwischenraum

613 Lamellenelement 615 Zwischenraum

617 Einlass

619 Auslass

621 Strömungsrichtung

623 Faltungsrichtung

701 Rollbond-Anordnung

703 Rollbond-Platine

705 Kältemittelkanal

708 Ventilator

707 Gehäuse

708 Ventilator

709 Luftströmung

71 1 Zwischenraum

713 Lamellenelement

801 Rollbond-Anordnung

803 Kältemittelkanal

805 Zwischenraum

807 Lamellenelement

809 Ventilator

901 Rollbond-Anordnung

903 Kältemitteleinlassbereich

905 Kältemittelkanal

907 Kältemittelkanal

909 Strömungsrichtung

91 1 Vereinigungsbereich

913 Kältemittelkanal

915 Vereinigungsbereich

917 Auslass