HOWE, Michael (Reutlinger Str. 9, Giengen, 89537, DE)
FEINAUER, Adolf (Am Scheuenberg 25, Giengen, 89537, DE)
HOWE, Michael (Reutlinger Str. 9, Giengen, 89537, DE)
| PATENTANSPRÜCHE Kältegerät (1) mit einem Maschinenraum (2) und einer in dem Maschinenraum (2) angeordneten Geräuschquelle (3), wobei der Maschinenraum (2) eine Rückwand (4) und an die Rückwand (4) angrenzende Begrenzungswände (5, 6, 7, 8) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass Oberflächen (50, 60, 70, 80) von zwei einander zugewandten Begrenzungswänden (5, 6, 7, 8) geneigt zueinander angeordnet sind. Kältegerät (1) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass nach innen gerichtete Oberflächen (50, 60) von Seitenwänden (5, 6) des Maschinenraums (2) geneigt zueinander angeordnet sind. Kältegerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass nach innen gerichtete Oberflächen (70, 80) jeweils eines Bodens (7) des Maschinenraums (2) und einer Decke (8) des Maschinenraums (2) geneigt zueinander angeordnet sind. Kältegerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der geneigt zueinander angeordneten Oberflächen (50, 60, 70, 80) eine erste und eine zweite Seite aufweisen, die in einem spitzen Winkel aufeinander treffen. Kältegerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der geneigt zueinander angeordneten Oberflächen (50, 60, 70, 80) einen planen Abschnitt aufweist. Kältegerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine der geneigt zueinander angeordneten Oberflächen (50, 60, 70, 80) eine Wölbung aufweist. Kältegerät (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wölbung einen konvexen Abschnitt aufweist. Kältegerät (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Wölbung einen konkaven Abschnitt aufweist. 9. Kältegerät (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wölbung die Form eines Segments der Mantelfläche eines insbesondere geraden Zylinders mit elliptischer Grundfläche aufweist. 10. Kältegerät (1) nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Wölbung die Form eines Segments der Oberfläche eines Ellipsoids aufweist. 11. Kältegerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine nach innen gerichtete Oberfläche (40) der Rückwand (4) mit der Oberfläche (70) eines Bodens (7) und/oder der Oberfläche (80) einer Decke (8) des Maschinenraums (2) einen von 90° abweichenden Wnkel bildet. 12. Kältegerät (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Geräuschquelle (3) wenigstens eines der folgenden umfasst: - einen Verdichter; - einen Lüfter. 13. Verfahren zur Herstellung eines Kältegeräts (1), bei dem ein Maschinenraum (2) mit einer Rückwand (4) und an die Rückwand (4) angrenzenden Begrenzungswänden (5, 6, 7, 8) ausgebildet wird, dadurch gekennzeichnet, dass Oberflächen (50, 60, 70, 80) von zwei einander zugewandten Begrenzungswänden (5, 6, 7, 8) geneigt zueinander angeordnet werden. |
Die Erfindung betrifft ein Kältegerät und ein Verfahren zur Herstellung eines Kältegeräts.
Kältegeräte weisen oft einen Kühlkreislauf auf, bei dem ein Kühlmittel in einem Kühlraum des Kältegeräts dem dort gelagerten Kühlgut Wärme entzieht und diese Wärme außerhalb des Kühlraums an die Umgebung abgibt. In dem Kühlkreislauf werden hierfür u.a. Verdichter und/oder Lüfter verwendet, die im Betrieb des Kältegeräts eine
Geräuschquelle darstellen. Eine solche Geräuschquelle ist beispielsweise in einem Maschinenraum des Kältegeräts angeordnet und verursacht einen Hauptanteil des Gesamtgeräusches des Kältegeräts. Das von der Geräuschquelle erzeugte Geräusch wird in herkömmlichen Kältegeräten von den schallharten Oberflächen im Umfeld des Maschinenraums reflektiert. Dadurch erreicht es nahezu unverändert die Umgebung des Aufstellungsorts des Gerätes, beispielsweise die Küche. Die Problematik der Geräuschentwicklung durch Kältegeräte wird in vielen Bereichen des täglichen Lebens immer wichtiger, denn das Geräusch eines Kältegeräts wird von vielen Verbrauchern als störend empfunden. Somit wird auch bei Haushaltsgeräten eine Reduzierung des Betriebsgeräusches angestrebt. Kältegeräten, wie Kühl- und
Gefriergeräten, kommt hierbei noch eine Sonderrolle zu, da der Verbraucher das
Laufverhalten kaum beeinflussen kann. Das Kältegerät regelt den Kühlkreislauf selbständig, so dass auch die Geräuschquellen unabhängig vom Verbraucher betrieben werden.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, ein Konzept für ein geräuschärmeres Kältegerät anzugeben.
Unter einem Kältegerät wird insbesondere ein Haushaltskältegerät verstanden, also ein Kältegerät das zur Haushaltsführung in Haushalten oder eventuell auch im
Gastronomiebereich eingesetzt wird, und insbesondere dazu dient Lebensmittel und/oder Getränke in haushaltsüblichen Mengen bei bestimmten Temperaturen zu lagern, wie beispielsweise ein Kühlschrank, ein Gefrierschrank, eine Kühlgefrierkombination, eine Gefriertruhe oder ein Weinlagerschrank. Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungsformen sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
Gemäß einem Aspekt betrifft die Erfindung ein Kältegerät, welches einen Maschinenraum und eine in dem Maschinenraum angeordnete Geräuschquelle aufweist. Der
Maschinenraum weist eine Rückwand und Begrenzungswände auf, die an die Rückwand angrenzen. Oberflächen von zwei einander zugewandten Begrenzungswänden sind geneigt zueinander, insbesondere nicht parallel zueinander angeordnet.
Als Oberfläche wird hierbei insbesondere ein Oberflächenabschnitt einer
Begrenzungswand verstanden. Ein solcher Oberflächenabschnitt kann einen Anteil, insbesondere einen überwiegenden Anteil einer Gesamtoberfläche der Begrenzungswand umfassen oder auch dieser Gesamtoberfläche entsprechen.
Dadurch, dass die Oberflächen von zwei einander zugewandten, insbesondere gegenüberliegenden Begrenzungswänden des Maschinenraums geneigt zueinander angeordnet sind, wird erreicht, dass Schallwellen von der Geräuschquelle, die an diesen Oberflächen reflektiert werden, nicht bei jeder Reflexion an der gleichen Stelle der Oberfläche auftreffen. Dadurch wird verhindert, dass sich die Schallwellen bei einer möglichen Reflexion aufschaukeln und stehende Wellen entstehen, welche als tonales Geräusch aus dem Maschinenraum an die Umgebung des Kältegeräts abgegeben werden. Zudem wird durch die vorgeschlagene Anordnung der Oberflächen der
Begrenzungswände erreicht, dass die Schallwelle durch die mehrfache Reflexion an Intensität verliert, so dass weniger störendes Geräusch an die Umgebung abgegeben wird. Damit ist ein Kältegerät mit der vorgeschlagenen Oberflächenanordnung
geräuschärmer als ein herkömmliches Kältegerät, bei dem die Oberflächen im Inneren des Maschinenraums parallel zueinander verlaufen. Insbesondere wird hierbei der Maschinenraum wie ein Hallraum ausgestaltet, wie er in Akustikmessungen verwendet wird. Die Geräuschquelle, die im Maschinenraum angeordnet ist, umfasst beispielsweise einen Verdichter und/oder einen Lüfter. Gemäß einer Ausführungsform sind die nach innen gerichteten Oberflächen von
Seitenwänden des Maschinenraums geneigt zueinander angeordnet. Beispielsweise sind die Begrenzungswände des Maschinenraums gebildet durch wenigstens zwei
Seitenwände, einen Boden und eine Decke. Durch die vorgeschlagene Anordnung der Oberflächen der Seitenwände können beispielsweise Schallwellen, die von der
Geräuschquelle seitlich abgestrahlt werden, durch Mehrfachreflexion in ihrer Intensität verringert werden, um die Geräuschabgabe des Kältegeräts zu verringern.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform sind nach innen gerichtete Oberflächen jeweils eines Bodens des Maschinenraums und einer Decke des Maschinenraums geneigt zueinander angeordnet. Dadurch lassen sich insbesondere nach oben bzw. unten abgestrahlte Schallwellen der Geräuschquelle in ihrer Intensität verringern.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist wenigstens eine der geneigt zueinander angeordneten Oberflächen erste und eine zweite Seite auf, die in einem spitzen Winkel aufeinander treffen.
Beispielsweise weist wenigstens eine der geneigt zueinander angeordneten Oberflächen eine von einem Rechteck abweichende Form auf. Bei einem Maschinenraum eines herkömmlichen Kältegeräts weisen die Oberflächen der Begrenzungswände eine rechteckige Form auf, so dass in den Ecken jeweils einer Oberfläche vier rechte Winkel gebildet werden. Bei der vorgeschlagenen Oberflächenform weisen zumindest zwei Ecken der Oberfläche keinen rechten Wnkel auf.
Möglich ist auch, dass wenigstens eine der geneigt zueinander angeordneten Oberfläche eine von einem Parallelogramm abweichende Form aufweist. Vorzugsweise weicht die Form einer oder mehrerer der Oberfläche nicht nur von der Rechteckform ab, sondern ist so gestaltet, dass keine gegenüberliegenden Seiten der Oberfläche parallel zueinander verlaufen. Weiterhin ist es auch möglich, dass wenigstens eine der geneigt zueinander
angeordneten Oberflächen eine von einem Trapez abweichende Form aufweist. Demnach weist die jeweilige Oberfläche eine viereckige Form auf, bei der keine der Seiten des Vierecks parallel zu einer der anderen Seiten ist. Vorzugsweise weisen mehrere oder alle Oberflächen der Begrenzungswände eine Form auf, dass eine erste und eine zweite Seite in einem spitzen Winkel aufeinander treffen. Die Form weicht damit von einem Rechteck bzw. einem Parallelogramm bzw. einem Trapez ab. Dadurch lässt sich vereinfacht erreichen, dass die inneren Oberflächen des Maschinenraums schief verlaufen und keine parallelen Flächen entstehen.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist wenigstens eine der geneigt zueinander angeordneten Oberflächen einen planen Abschnitt auf. Anders ausgedrückt, bilden einer oder mehrere Abschnitte der Oberflächen der Begrenzungswände Planflächen. Dadurch lässt sich in einfacher Weise ein vorbestimmtes Reflexionsverhalten der Oberflächen erreichen, um eine wirksame Verringerung bzw. Auslöschung der Schallwellen im
Innenraum des Maschinenraums zu ermöglichen.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist wenigstens eine der geneigt zueinander angeordneten Oberflächen eine Wölbung auf. Durch die Wölbung der Oberfläche wird erreicht, dass die räumliche Breite einer Wellenfront einer Schallwelle verändert wird. Bei entsprechender Wölbung der Oberflächen kann somit eine weitere Reduzierung der Intensität der Schallwellen im Maschinenraum erreicht werden. Die Wölbung kann beispielsweise einen konvexen Abschnitt aufweisen, also ins Innere des Maschinenraums hinein gewölbt sein. Alternativ kann eine Wölbung einer
Begrenzungswand auch einen konkaven Abschnitt aufweisen, also vom Maschinenraum nach außen gewölbt sein. Wenn die Begrenzungswände des Maschinenraums mehrere gewölbte Oberflächen aufweisen, kann beliebig zwischen konvexen und konkaven Oberflächen kombiniert werden. Bevorzugt weisen zwei gegenüberliegende Oberflächen der Begrenzungswände eine konvexe Wölbung auf.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Wölbung die Form eines Segments der Mantelfläche eines Zylinders mit elliptischer Grundfläche, insbesondere eines geraden Zylinders mit elliptischer Grundfläche auf. Damit verläuft die Oberfläche der
entsprechenden Begrenzungswand in einer Richtung mit einer gleichmäßigen Wölbung, während in der zur Wölbung senkrechten Richtung die Oberfläche gerade verläuft. Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Wölbung die Form eines Segments der Oberfläche eines Ellipsoids auf. Somit ist die entsprechende Oberfläche in jeder Richtung gekrümmt.
Durch die Gestaltung einer oder mehrerer Oberflächen mit entsprechender Wölbung lässt sich ein Reflexionsverhalten im Inneren des Maschinenraums erreichen, welches durch eine Vielzahl von Reflexionen der Schallwelle an verschiedenen Punkten der Oberflächen zu einer Abdämpfung der Schallintensität führt.
Die zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiele bezüglich planer und gewölbter
Oberflächen lassen sich beliebig kombinieren. Beispielsweise sind im Maschinenraum zwei gegenüberliegende Oberflächen plan gestaltet und so angeordnet, dass sie geneigt zueinander verlaufen, während zwei andere Oberflächen gewölbt ausgeführt und damit ebenfalls geneigt zueinander sind. Gemäß einer weiteren Ausführungsform bildet eine nach innen gerichtete Oberfläche der Rückwand mit der Oberfläche eines Bodens und/oder der Oberfläche einer Decke des Maschinenraums einen von 90° abweichenden Winkel. Dadurch steht die Oberfläche der Rückwand beispielsweise schräg gegenüber der Oberfläche des Bodens, die
beispielsweise eben angeordnet ist. Somit wird ein weiter verbessertes
Reflexionsverhalten im Inneren des Maschinenraums erreicht.
Gemäß einem weiteren Aspekt betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung eines Kältegeräts. Dabei wird ein Maschinenraum mit einer Rückwand und an die Rückwand angrenzenden Begrenzungswänden ausgebildet. Einander entgegen gerichtete
Oberflächen von zwei der Begrenzungswände werden geneigt zueinander angeordnet.
In verschiedenen Ausführungsformen des Verfahrens werden die Begrenzungswände bzw. die Oberflächen der Begrenzungswände gemäß den zuvor beschriebenen
Ausführungsformen für das Kältegerät ausgebildet.
Weitere Ausführungsbeispiele werden Bezug nehmend auf die beiliegenden Zeichnungen erläutert. Es zeigen: Fig. 1 ein Kältegerät mit einem Maschinenraum,
Fig. 2 eine ausschnittsweise Darstellung einer ersten beispielhaften Ausführungsform eines Maschinenraums, Fig. 3 eine ausschnittsweise Darstellung einer zweiten beispielhaften
Ausführungsform eines Maschinenraums,
Fig. 4 eine ausschnittsweise Darstellung einer dritten beispielhaften Ausführungsform eines Maschinenraums,
Fig. 5 eine beispielhafte schematische Darstellung von Oberflächen eines
Maschinenraums, und
Fig. 6 eine ausschnittsweise Darstellung einer vierten beispielhaften Ausführungsform eines Maschinenraums.
Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel eines Kältegeräts 1 mit einem Maschinenraum 2. In dem Maschinenraum 2 ist eine Geräuschquelle 3 angeordnet, die hier beispielhaft als Verdichter bzw. Kompressor eines Kühlkreislaufes dargestellt ist. Der Maschinenraum 2 weist eine Rückwand 4 und daran angrenzende Begrenzungswände 5, 6, 7, 8 auf.
Insbesondere werden die Begrenzungswände durch zwei Seitenwände 5, 6, einen Boden 7 und eine Decke 8 des Maschinenraums 2 gebildet. Die Rückwand 4 sowie die
Begrenzungswände 5, 6, 7, 8 weisen ins Innere des Maschinenraums 2 gerichtete Oberflächen 40, 50, 60, 70, 80 auf.
Die Oberflächen 50, 60 der Seitenwände 5, 6 sind so zueinander ausgerichtet, dass sie geneigt zueinander, insbesondere nicht parallel zueinander verlaufen. Durch die Form der Oberfläche 40 der Rückwand 4 sind auch die Oberflächen 70 und 80 des Bodens 7 und der Decke 8 so ausgerichtet, dass die einander entgegen gerichteten Oberflächen geneigt zueinander verlaufen.
Wenn im Betrieb des Kältegeräts 1 der Verdichter 3 Geräusche abgibt, werden die so entstehenden Schallwellen an den Oberflächen 40, 50, 60, 70, 80 mehrfach reflektiert und nehmen in ihrer Intensität ab, so dass ein effektiv das Kältegerät 1 verlassendes
Geräusch gedämpft ist. Zudem wird durch die nicht-parallele Anordnung der Oberflächen 50, 60, 70, 80 erreicht, dass keine stehenden Wellen durch Mehrfachreflexion im
Maschinenraum 2 entstehen können. Infolgedessen wird mit der beschriebenen
Anordnung erreicht, dass im Kältegerät 1 bzw. im Maschinenraum 2 keine tonalen Geräusche entstehen, die für einen Verbraucher störend wirken.
Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt einer beispielhaften Ausführungsform eines Maschinenraums in einem horizontalen Querschnitt. Dargestellt sind eine Rückwand 4 und Seitenwände 5, 6 des Maschinenraums mit entsprechend nach innen gerichteten Oberflächen 40, 50, 60. Die Oberflächen 40, 50, 60 sind in diesem Ausführungsbeispiel plan. Hierbei ist anzumerken, dass unter plan im Sinne der vorliegenden Beschreibung insbesondere die geometrische Ausführung der Oberflächen verstanden wird. Bei näherer Betrachtung, beispielsweise mikroskopischer Betrachtung, kann eine plane Oberfläche im Sinne der vorliegenden Beschreibung auch Unebenheiten und/oder eine Oberflächenstruktur aufweisen. Insbesondere kann eine raue oder strukturierte Oberfläche als plane Fläche verstanden werden.
In dem Ausführungsbeispiel von Fig. 2 bilden die Oberfläche 50 der Seitenwand 5 und die Oberfläche 40 der Rückwand 4 einen Wnkel a1 , der von einem rechten Winkel abweicht und vorliegend als stumpfer Wnkel ausgeführt ist. Die Oberfläche 60 der anderen Seitenwand 6 bildet mit der Oberfläche 40 einen zweiten Winkel a2, der vorliegend ebenfalls als stumpfer Wnkel ausgeführt ist. Die Wnkel a1 und a2 können gleich groß oder verschieden voneinander sein. Durch die vorliegende Wahl der Wnkel α1 , a2 sind die Oberflächen 50, 60 der Seitenwände 5, 6 geneigt zueinander. Dadurch wird u.a. das Auftreten von stehenden Wellen aufgrund von Schallreflexionen an den Oberflächen 50, 60 verhindert.
Fig. 3 zeigt einen Ausschnitt einer weiteren beispielhaften Ausführungsform eines Maschinenraums, wobei eine vertikale Schnittansicht quer durch den Maschinenraum abgebildet ist. Dargestellt hierbei sind Seitenwände 5, 6, die auf einem Boden 7 des
Maschinenraums angeordnet sind. Die Oberflächen 50, 60, 70 der Seitenwände 5, 6 und des Bodens 7 bilden eine wannenförmige Struktur mit einem Winkel ß1 zwischen der Oberfläche 50 und der Oberfläche 70 sowie einem Wnkel ß2 zwischen der Oberfläche 60 und der Oberfläche 70. Da die Winkel ß1 , ß2 vorliegend als stumpfe Wnkel ausgebildet sind, verlaufen die Oberflächen 50, 60 geneigt zueinander. Die Wnkel ß1 und ß2 können gleich groß oder verschieden sein. Die Oberflächen 50, 60, 70 gemäß Fig. 3 sind plan.
Fig. 4 zeigt einen Ausschnitt einer weiteren beispielhaften Ausführungsform eines Maschinenraums in einer vertikalen Schnittansicht längs durch den Maschinenraum. An einer Rückwand 4 sind ein Boden 7 und eine Decke 8 des Maschinenraums angeordnet. Die Oberfläche 40 der Rückwand 4 bildet mit der Oberfläche 70 des Bodens 7 und der Oberfläche 80 der Decke 8 eine Nische des Maschinenraums. Zwischen der Oberfläche 40 und der Oberfläche 80 ist ein Wnkel γ1 und zwischen der Oberfläche 40 und der Oberfläche 70 ein Wnkel γ2 gebildet. Hierbei ist der Wnkel γ1 ein stumpfer Wnkel und der Wnkel γ2 ein spitzer Wnkel. Die Wahl der Wnkel γ1 , γ2 ist so gestaltet, dass die Oberflächen 70, 80 von Boden 7 und Decke 8 geneigt zueinander, insbesondere nicht parallel zueinander verlaufen. Somit wird das Auftreten von stehenden Schallwellen zwischen Boden 7 und Decke 8 verhindert.
Die in den Fig. 2 bis 4 gezeigten Ausführungsformen lassen sich beliebig kombinieren. Beispielsweise verlaufen die Oberflächen 50, 60 der Seitenwände 5, 6 geneigt bzw. nicht parallel zueinander, wenn die Summe der Wnkel a1 und a2 von 180° abweicht und/oder die Summe der Wnkel ß1 und ß2 von 180° abweicht. Wenn beide genannten
Wnkelsummen von 180° abweichen, ist der Effekt, dass stehende Wellen zwischen den Oberflächen 50, 60 der Seitenwände 5, 6 verhindert werden, verbessert, so dass weniger Geräusche von einem derart ausgestatteten Kältegerät wahrgenommen werden können.
Dieser Effekt entsteht auch, wenn alternativ oder zusätzlich die Oberflächen 70, 80 des Bodens 7 und der Decke 8 nicht parallel verlaufen. Dies kann beispielsweise durch unterschiedliche Höhen der Seitenwände 5, 6, wie ansatzweise in Fig. 3 dargestellt, erreicht werden. Alternativ oder zusätzlich kann dies erreicht werden, wenn die
Wnkelsumme der Wnkel γ1 und γ2 von 180° abweicht, wie in Fig. 4 dargestellt. Fig. 5 zeigt eine schematische Ansicht einer beispielhaften Ausführungsform eines
Maschinenraums. Hierbei sind die Oberflächen 40, 50, 60, 70, 90 der Rückwand 4, der Seitenwände 5, 6, des Bodens 7 und einer vorderen Begrenzungswand in aufgeklappter Form dargestellt. Hierbei weisen die Oberfläche 40 an ihrer linken Seite und die Oberfläche 50 an ihrer rechten Seite eine gemeinsame Seitenlänge 45 auf. In ähnlicher Weise entsprechen die rechte Seite der Oberfläche 40 und die linke Seite der Oberfläche 60 einer gemeinsamen Länge 46. Die Längen 45 und 46 sind vorliegend unterschiedlich.
Die Oberflächen 50, 60 weisen ferner obere Längen 51 , 61 auf, die sich ebenfalls unterscheiden. Die unteren Längen der Oberflächen 40, 50, 60, 90 sind durch die seitlichen Längen 71 , 72, 73, 74 der Oberfläche 70 definiert.
In der Oberfläche 70 ist eine Fläche 75 definiert, auf der beispielsweise die
Geräuschquelle angeordnet wird.
Die Oberfläche 90, die als mögliche hintere Abdeckung für den Maschinenraum wirken kann, weist mit den seitlich angrenzenden Oberflächen 50, 60 jeweils übereinstimmende Längen 95, 96 auf. Eine Oberfläche 80 einer Decke 8 ist aus Übersichtsgründen nicht dargestellt.
Die Seiten der Oberfläche 50 mit den Längen 45, 51 bilden einen spitzen Winkel. Ebenso wird auch durch die Seiten der Oberfläche 60 mit den Längen 61 , 96 ein spitzer Wnkel gebildet. Bei der Wahl der Abmessungen der Oberflächen in Fig. 5 resultiert, dass keine der gegenüberliegenden Oberflächen zueinander parallel sind. Dadurch wird in jeder Richtung verhindert, dass stehende Schallwellen im Inneren des Maschinenraums entstehen können. Ein derart gestalteter Maschinenraum wirkt wie ein Hallraum bei einer
akustischen Messung. Die Fläche 75 entspricht etwa der Prüffläche eines solchen
Hallraums.
Die Oberflächen in den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen sind plan gewählt. Jedoch können einzelne oder mehrere Oberflächen der Begrenzungswände 5, 6, 7, 8 im Maschinenraum 2 auch gekrümmt bzw. gewölbt sein. Fig. 6 zeigt einen Ausschnitt einer beispielhaften Ausführungsform eines Maschinenraums mit gewölbten Seitenwänden 5, 6. Die Rückwand 4 in diesem Ausführungsbeispiel weist eine plane Oberfläche 40 auf.
Daran schließen nach innen gewölbte, konvexe Oberflächen 50, 60 der Seitenwände 5, 6 an. Durch die Wölbung, insbesondere die Konvexität der Oberflächen 50, 60, wird erreicht, dass Schallwellen, die zwischen den Oberflächen 50, 60 reflektiert werden, nicht an derselben Stelle auftreffen und somit keine stehenden Schallwellen entstehen können. Durch die Wölbung der Oberflächen 50, 60 verlaufen diese geneigt zueinander, insbesondere nicht parallel zueinander. In alternativen Ausführungsformen, die hier nicht dargestellt sind, können auch der Boden und die Decke des Maschinenraums eine Wölbung aufweisen. Ferner ist es möglich, dass die Wölbung der Oberflächen konvex ist, also nach außen gerichtet.
Die gewölbten Oberflächen 50, 60 weisen die Form eines Segments der Mantelfläche eines geraden Zylinders mit elliptischer Grundfläche auf. Insbesondere verlaufen die
Kanten der Oberflächen 50, 60 gerade. In alternativen Ausführungsformen ist wenigstens eine der Oberflächen 50, 60 in jeder Richtung gekrümmt, so dass die gewölbte
Oberfläche die Form eines Segments der Oberfläche eines Ellipsoids aufweist. Die zuvor beschriebenen Ausführungsformen lassen sich beliebig kombinieren.
Beispielsweise kann ein Maschinenraum zwei gegenüberliegende Begrenzungswände aufweisen, welche gewölbte Oberflächen haben, während die beiden anderen
Begrenzungswände plan sind und geneigt zueinander verlaufen. Ebenso ist es möglich, dass sämtliche nach innen gerichtete Oberflächen des Maschinenraums gewölbt ausgeführt sind.
BEZUGSZEICHENLISTE
1 Kältegerät
2 Maschinenraum
3 Verdichter
4 Rückwand
5, 6 Seitenwand
7 Boden
8 Decke
40 Oberfläche
45, 46 Seitenlänge
50 Oberfläche
51 Seitenlänge
60 Oberfläche
61 Seitenlänge
70 Oberfläche
71 , 72, 73, 74 Seitenlänge
80, 90 Oberfläche
95, 96 Seitenlänge
α1 , α2 Winkel
ß1 , ß2 Winkel
γ1 , γ2 Wnkel
Next Patent: METHOD FOR PRODUCING A PERSONAL HYGIENE PRODUCT
