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Title:
REFRIGERATION SYSTEM COMPRISING AN AIR-COOLED HEAT EXCHANGER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/110215
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a refrigeration system comprising an air-cooled heat exchanger, in particular a condenser (1), which comprises a refrigerant tube (8) for a refrigerant (26) to flow through, and plates (4) connected to the refrigerant tube (8). A liquid releasing device (15) has at least two outlet openings (9) for releasing a liquid, in particular water, in the direction of the plates (4) of the heat exchanger. The system is characterized in that a liquid supply (19) to each of the at least two outlet openings (9) can be switched off by means of outlet valves (18). In this way, the system cannot only be cleaned but also additionally cooled in a particularly simple manner.

Inventors:
REINACH, DR., Harald (Im Frieden 6, Paderborn, 33104, DE)
SCHMIDTHALS, DR., Cord (Obere Bergstraße 1, Warburg, 34414, DE)
Application Number:
EP2014/077100
Publication Date:
July 30, 2015
Filing Date:
December 10, 2014
Export Citation:
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Assignee:
GEBRÜDER LÖDIGE MASCHINENBAU-GESELLSCHAFT MIT BESCHRÄNKTER HAFTUNG (Elsener Straße 7-9, Paderborn, 33102, DE)
International Classes:
F24F1/42; F24F5/00; F25B39/04; F28C3/08; F28D5/02; F28G1/16; F28G9/00
Domestic Patent References:
WO2013020579A12013-02-14
Foreign References:
US4566890A1986-01-28
US6318108B12001-11-20
US20100049338A12010-02-25
US5605052A1997-02-25
DE10344653A12005-05-12
Attorney, Agent or Firm:
GILLE HRABAL (Brucknerstr. 20, Düsseldorf, 40593, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Kälteanlage mit einem luftgekühlten Wärmetauscher, insbesondere Verflüssiger (1), welcher ein Kältemittelrohr (8) für ein Durchströmen eines Kältemittels (26) und mit dem Kältemittelrohr (8) verbundene Lamellen (4) umfasst, wobei eine Flüssigkeitsfreigabevorrichtung (15) mindestens zwei Austrittsöffnungen (9) zur Freisetzung einer

Flüssigkeit, insbesondere Wasser, in Richtung der Lamellen (4) des Wärmetauschers umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass eine

Flüssigkeitszufuhr (19) zu jeder der mindestens zwei

Austrittsöffnungen (9) mittels Austrittventile (18) abstellbar ist.

2. Kälteanlage nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch

gekennzeichnet, dass ein schwenkbarer Flüssigkeitsaustritt (7), vorzugsweise in Form eines Schwenkrohrs (7) ausgestaltet,

schwenkbar ist, derart, dass der schwenkbare Flüssigkeitsaustritt (7) eine Schwenkbewegung ausführen kann und/oder ein zumindest überwiegender Teil einer dem Flüssigkeitsaustritt (7) bzw. den

Flüssigkeitsaustritten (7) zugewandten Lamellenfläche (12) der Lamellen (4) des Wärmetauschers durch die Schwenkbewegung und/ oder der Unterseite übergedeckt wird.

3. Kälteanlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sämtliche Flüssigkeitsaustritte (7) an dieselbe Flüssigkeitszufuhr (19) angeschlossen sind.

4. Flüssigkeitsfreigabevorrichtung (15) für einen luftgekühlten

Wärmetauscher, insbesondere Verflüssiger (1), einer Kälteanlage gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche mit mindestens zwei Austrittsöffnungen (9) zur Freisetzung einer Flüssigkeit, insbesondere Wasser, und einer Flüssigkeitszufuhr (19) zu jeder der mindestens zwei Austrittsöffnungen (9) mittels Austrittventile (18) abstellbar ist,

gekennzeichnet durch eine Steuerungseinrichtung (20), die so eingerichtet ist, dass ein erster Betriebsmodus mit einer kleinen Anzahl gleichzeitig geöffneter Austrittsventile (18) und ein zweiter Betriebsmodus mit einer großen Anzahl gleichzeitig geöffneter Austrittsventile (18) vorgesehen ist, vorzugsweise mit einem

Verhältnis der Anzahl der geöffneten Austrittsventile (18) des ersten Betriebsmodus zum zweiten Betriebsmodus zwischen 1:8 bis 3:4, bevorzugt 1:6 bis 2:3, besonders bevorzugt 1:4 bis 1:2.

5. Flüssigkeitsfreigabevorrichtung (15) nach dem vorhergehenden

Anspruch, gekennzeichnet durch eine Steuerungseinrichtung (20), die so eingerichtet ist, dass durch ein Aktivieren des ersten oder zweiten Betriebsmodus ein Austrittsventil (18) nur für eine

vorgegebene Zeitdauer eine Stellung gemäß dem ersten bzw.

zweiten Betriebsmodus einnimmt.

6. Flüssigkeitsfreigabevorrichtung (15) nach einem der zwei

vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine

Steuerungseinrichtung (20), die so eingerichtet ist, dass im ersten Betriebsmodus und zweiten Betriebsmodus sämtliche Austrittsventile (18) zum Teil gleichzeitig und/oder nacheinander jeweils für eine vorgegebene Zeitdauer geöffnet werden.

7. Flüssigkeitsfreigabevorrichtung (15) nach dem vorhergehenden

Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die vorgegebene

Zeitdauer einer einfachen oder Vielfachen einer Schwenkzeit zum Vorschwenken und Zurückschwenken eines Flüssigkeitsaustritts (7) entspricht.

8. Flüssigkeitsfreigabevorrichtung (15) nach einem der vier

vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine

Steuerungseinrichtung (20), die so eingerichtet ist, dass ein

Flüssigkeitsaustrittsventil (18), ein Zulaufventil (23) zum Abstellen der Flüssigkeitszufuhr (19) und/oder ein Entleerungsventil (25) zum

Entleeren der Flüssigkeit separat geöffnet oder geschlossen werden können und/oder separat in Abhängigkeit von einer Zeitgröße und/oder einer Messgröße geöffnet oder geschlossen werden können.

9. Flüssigkeitsfreigabevorrichtung (15) nach einem der fünf

vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch einen

Kältemittelrücklauftemperatursensor (21) am Kältemittelrücklaufrohr (3) für ein Ermitteln einer Kältemittelrücklauftemperatur als

Messgröße und/oder einen Außentemperatursensor (22) für ein Ermitteln einer Außentemperatur als Messgröße und/oder ein

Zeitmessgerät für ein Ermitteln eines Zeitpunkts, ausgedrückt in Kalenderjahr, Kalendermonat, Kalendertag, Stunden, Minuten und Sekunden ab Mitternacht eines Tages im Kalendersystem sowie für ein Ermitteln einer Zeitspanne.

10. Flüssigkeitsfreigabevorrichtung (15) nach einem der sechs

vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine

Steuerungseinrichtung (20), die so eingerichtet ist, dass bei

Überschreiten einer vorgegebenen Kältemittelrücklauftemperatur und/oder bei Überschreiten einer bestimmten Außentemperatur, vorzugsweise größer als 28°C, bevorzugt größer als 32°C,

automatisch der zweite Betriebsmodus aktiviert wird.

11. Flüssigkeitsfreigabevorrichtung (15) nach einem der sieben

vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine

Steuerungseinrichtung (20), die so eingerichtet ist, dass bei einem durchgängigen Unterschreiten einer vorgegebenen

Außentemperatur, vorzugsweise kleiner als 5°C, bevorzugt kleiner als 4°C, besonders bevorzugter kleiner als 3°C, über einen Zeitraum von vorzugsweise 5 Tagen, bevorzugt 3 Tage, besonders bevorzugt 48 Stunden, das Zuleitungsventil (23) geschlossen und/oder das

Entleerungsventil (25) geöffnet wird.

12. Flüssigkeitsfreigabevorrichtung (15) nach einem der acht

vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine

Steuerungseinrichtung (20), die so eingerichtet ist, dass bei geschlossenem Zuleitungsventil (23) und/oder geöffnetem Entleerungsventil (25) ein Überschreiten einer bestimmten Außentemperatur, vorzugsweise größer als 6°C, bevorzugt größer als 8°C, besonders bevorzugt größer als 10°C, über einen Zeitraum von vorzugsweise 5 Tagen, bevorzugt 3 Tage, besonders bevorzugt 48 Stunden, das Entleerungsventil (25) automatisch geschlossen und/oder das Zuleitungsventil (23) automatisch geöffnet wird.

13. Flüssigkeitsfreigabevorrichtung (15) nach einem der neun

vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine

Steuerungseinrichtung (20), die so eingerichtet ist, dass bei einer Aktivierung des zweiten Betriebsmodus stets zunächst der erste Betriebsmodus aktiviert wird.

14. Flüssigkeitsfreigabevorrichtung (15) nach einem der zehn

vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine

Steuerungseinrichtung (20), die so eingerichtet ist, dass während des Betriebs im zweiten Betriebsmodus ein Erfüll†-sei n einer Bedingung zum Aktivieren des ersten Betriebsmodus nicht zu einer Aktivierung des ersten Betriebsmodus führt.

Description:
Kälteanlage mit einem luftgekühlten Wärmetauscher

Die Erfindung betrifft eine Kälteanlage mit einem luftgekühlten

Wärmetauscher sowie eine Flüssigkeitsfreigabevorrichtung für einen luftgekühlten Wärmetauscher einer Kälteanlage.

Luftgekühlte Wärmetauscher werden häufig in gewerblichen

Kälteanlagen und sonstigen Klima- und Kälteanlagen eingesetzt, bei denen die Kühlung mit Hilfe von Kondensation erfolgt. Wenn die

Kälteanlage im Kühlbetrieb arbeitet, wird vom Kompressor gasförmiges Kältemittel angesaugt und verdichtet. Das verdichtete und dann erwärmte oder heiße Kältemittel wird vom Kompressor zum Verflüssiger im Außengerät gepumpt. Hier durchströmt das heiße Kältemittel ein mit Lamellen verbundenes Rohr und wird abgekühlt und somit verflüssigt, indem Umgebungsluft mithilfe eines Ventilators durch die Lamellen strömt. Das Kältemittel ist nun flüssig und steht unter hohem Druck. Es wird über die Verbindungsleitung vom Außengerät zum Verdampfer im Innengerät weitergeleitet, wo es verdampft, indem es der Raumluft Wärme entzieht, also den Raum oder Kühlmöbel kühlt.

Die Lamellen sind in der Regel zum Teil freistehend im Außenbereich angeordnet und dadurch ständig einer großen Verschmutzung

ausgesetzt. Insbesondere durch ein Ansaugen der Umgebungsluft durch den Ventilator werden Schmutz und Pollen zwischen die Lamellen des Verflüssigers befördert und lagern sich dort ab. Mit steigender

Verschmutzung sinkt der Wirkungsgrad der Anlage, also die Leistung der Kälteanlage. Ein erhöhter Energiebedarf und im Extremfall ein Ausfall der Kälteanlage ist die Folge.

Zudem reicht die Kühlleistung durch Wärmeabgabe an die

Umgebungsluft bei besonders warmen Tagen auch bei sauberen

Lamellen nicht aus, um die erforderliche Kühlleistung bereit zu stellen. Die Druckschrift DE 10344653 AI offenbart einen

ventilatorbetriebenen, selbstreinigenden Luftkühler zur Kühlung der Luft in Räumen oder Kühlmöbeln bzw. Gefriertruhen mit einem in den

Luftkühler integrierten Wärmeaustauscher.

Die vorgenannten, aus dem Stand der Technik bekannten Merkmale können einzeln oder in beliebiger Kombination mit einem der

nachfolgend beschriebenen erfindungsgemäßen Gegenstände

kombiniert werden.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine weiterentwickelte Kälteanlage und Flüssigkeitsfreigabevorrichtung bereitzustellen, um oben beschriebene Probleme zu lösen.

Zur Lösung der Aufgabe dienen eine Kälteanlage gemäß

Hauptanspruch sowie eine Flüssigkeitsfreigabevorrichtung für einen luftgekühlten Wärmetauscher einer erfindungsgemäßen Kälteanlage nach dem Nebenanspruch. Vorteilhafte Ausführungsformen ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Kälteanlage mit einem

luftgekühlten Wärmetauscher, insbesondere Verflüssiger, welcher ein Kältemittelrohr für ein Durchströmen eines Kältemittels und mit dem Kältemittelrohr verbundene Lamellen umfasst, wobei eine

Flüssigkeitsfreigabevorrichtung vorhanden ist. Die

Flüssigkeitsfreigabevorrichtung umfasst mindestens zwei

Austrittsöffnungen zur Freisetzung einer Flüssigkeit, insbesondere Wasser, in Richtung der Lamellen des Wärmetauschers. Eine Flüssigkeitszufuhr zu jeder der mindestens zwei Austrittsöffnungen mittels Austrittventile abstellbar. Die Flüssigkeitsfreigabevorrichtung sieht also mindestens zwei Flüssigkeitsaustritte durch Öffnungen hindurch vor, wobei der Austritt von Flüssigkeit mittels Austrittventile separat abstellbar ist.

Ein abstellbares Ventil im Sinne der vorliegenden Anmeldung ist in einer besonders einfachen und zuverlässig funktionierenden Ausführungsform ein Ventil, welches lediglich die Stellungen„geöffnet" und

„geschlossen" einnehmen kann und keine etwa kontinuierlich

einstellbare Durchflussöffnungsgröße vorsieht.

Durch eine Kälteanlage mit einer Flüssigkeitsfreigabevorrichtung mit mindestens zwei Flüssigkeitsaustritten und eine zu jedem

Flüssigkeitsaustritt abstellbare Flüssigkeitszufuhr kann besonders einfach, mit besonders wenigen Teilen und mit besonders geringem Herstellungsund Steuerungsaufwand nicht nur gereinigt, sondern auch zusätzlich gekühlt werden.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass ein Reinigen der Lamellen von den Wirkungsgrad der Anlage reduzierender

Verschmutzung ein Spritzen mit Flüssigkeit unter hohem Druck einfach durchgeführt werden kann. Für ein zusätzliches Kühlen der Lamellen, um bei erhöhter Umgebungslufttemperatur eine erforderliche Kühlleistung der Anlage zu ermöglichen, ist hingegen ein Sprühen mit Flüssigkeit unter geringem Druck hinreichend, um ein Benetzen der

Lamellenoberfläche mit Flüssigkeit zu bewirken.

Durch eine Kälteanlage mit einer Flüssigkeitsfreigabevorrichtung mit mindestens zwei Flüssigkeitsaustritten und eine zu jedem

Flüssigkeitsaustritt abstellbare Flüssigkeitszufuhr kann mit einem

besonders einfachen Aufbau und durch dieselben Flüssigkeitsaustritte sowohl mit hohem Flüssigkeitsdruck gereinigt als auch mit niedrigem Flüssigkeitsdruck gekühlt werden und zwar lediglich durch geeignetes Öffnen und Schließen von Ausfriffsvenfilen, insbesondere indem die Anzahl der gleichzeitig geöffneten Austrittsventile angepasst wird.

In einer Ausführungsform ist eine schwenkbare Flüssigkeitszuführung mit Flüssigkeitsaustritt vorgesehen (nachfolgend auch schwenkbarer

Flüssigkeitsaustritt genannt), die so beschaffen ist, dass der

schwenkbare Flüssigkeitsaustritt eine Schwenkbewegung ausführen kann und/oder ein zumindest überwiegender Teil einer dem

Flüssigkeitsaustritt bzw. den Flüssigkeitsaustritten zugewandten

Lamellenfläche der Lamellen des Wärmetauschers durch die

Schwenkbewegung übergedeckt wird.

Mit Überdecken einer Lamellenfläche ist gemeint, dass der

schwenkbare Flüssigkeitsaustritt durch eine Schwenkbewegung über oder unter den Lamellen bewegt werden kann und zwar insbesondere derart, dass dadurch zumindest ein wesentlicher Teil der Unterseite mit Flüssigkeit besprüht werden kann.

Durch einen schwenkbaren Flüssigkeitsaustritt kann besonders schnell, effizient und effektiv ein Wärmetauscher gereinigt oder vor allem an heißen Tagen zusätzlich gekühlt werden.

Besonders umfangreich kann gereinigt oder vor allem an heißen Tagen zusätzlich gekühlt werden, wenn ein zumindest überwiegender Teil einer den Flüssigkeitsaustritten zugewandten Lamellenfläche der Lamellen des Wärmetauschers durch die Schwenkbewegung übergedeckt wird, also ein überwiegender Teil der Lamellenfläche oder die gesamte

Lamellenfläche überdeckt wird. Das Erfassen eines zumindest

wesentlichen Teils der Unterseite ist mit dem Vorteil verbunden, dass der Bereich gereinigt wird, der maßgeblich von einer Verschmutzung betroffen ist. Der technische Aufwand kann so gering gehalten werden. Vorzugsweise ist der schwenkbare Flüssigkeitsaustritt in Form eines Schwenkrohrs ausgestaltet, insbesondere mit mindestens einer

Austrittsöffnung, vorzugsweise mit mindestens zwei Austrittsöffnungen, besonders bevorzugt mit genau zwei Austrittsöffnungen.

Insbesondere hat sich bei Versuchen gezeigt, dass bei der Verwendung von handelsüblichen Fächerdüsen mit einem Öffnungswinkel von 60° zwei Düsen oder Austrittsöffnungen ausreichend sind.

Ein Schwenkrohr ist eine besonders einfache Art der Realisierung eines schwenkbaren Flüssigkeitsaustritts.

In einer Ausführungsform sind sämtliche Flüssigkeitsaustritte an dieselbe Flüssigkeitszufuhr angeschlossen.

Flüssigkeitszufuhr meint eine Zuleitung von Flüssigkeit, z.B.

Wasserzuleitung, mit einem im wesentlichen konstanten Druck oder zumindest mit einem Druck, der während des Betriebs der Kälteanlage bzw. Flüssigkeitsfreigabevorrichtung nicht durch die Kälteanlage oder Flüssigkeitsfreigabevorrichtung für ein Steuern oder Regeln gezielt beeinflusst, verändert oder optimiert wird.

Dadurch, dass sämtliche Flüssigkeitsaustritte an dieselbe

Flüssigkeitszufuhr angeschlossen sind, kann mit einem besonders einfachen Aufbau sowohl gereinigt als auch zusätzlich gekühlt werden.

Insbesondere ist die Anzahl sämtlicher an dieselbe Flüssigkeitszufuhr angeschlossene Flüssigkeitsaustritte auf vorzugsweise maximal 18

Flüssigkeitsaustritte pro Flüssigkeitszufuhr, bevorzugt 12

Flüssigkeitsaustritte, besonders bevorzugt 6 Flüssigkeitsaustritte pro Flüssigkeitszufuhr beschränkt. Insbesondere ist die Anzahl der gleichzeitig geöffneten

Flüssigkeitsaustritte beschränkt, vorzugsweise durch die Steuerung beschränkt.

Dadurch können je nach Größe der Lamellenfläche beliebig viele Flüssigkeitsaustritte vorgesehen werden und dennoch weiterhin eine besonders große Reinigungsqualität und zusätzliche Kühleffizienz bewirkt werden.

Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft eine

Flüssigkeitsfreigabevorrichtung eines luftgekühlten Wärmetauschers, insbesondere Verflüssiger, einer erfindungsgemäßen Kälteanlage mit den Merkmalen des Nebenanspruchs, welche eine

Steuerungseinrichtung umfasst, die so eingerichtet ist, dass ein erster Betriebsmodus mit einer kleinen Anzahl gleichzeitig geöffneter

Austrittsventile und ein zweiter Betriebsmodus mit einer großen Anzahl gleichzeitig geöffneter Austrittsventile vorgesehen ist, vorzugsweise mit einem Verhältnis der Anzahl der gleichzeitig geöffneten Austrittsventile des ersten Betriebsmodus zum zweiten Betriebsmodus zwischen 1:8 bis 3:4, bevorzugt 1:6 bis 2:3, besonders bevorzugt 1:4 bis 1:2.

Durch eine Flüssigkeitsfreigabevorrichtung mit einem oben

beschriebenen ersten und zweiten Betriebsmodus kann besonders einfach, mit besonders wenigen Teilen und mit besonders geringem Herstellu ngs- und Steuerungsaufwand nicht nur gereinigt, sondern auch zusätzlich bei Bedarf gekühlt werden.

Insbesondere sieht die Flüssigkeitsfreigabevorrichtung mindestens eine zusätzliche Stellung der Austrittsventile vor, in der sämtliche

Austrittsventile gleichzeitige geöffnet oder geschlossen sind. Hierdurch wird eine besonders große Flexibilität ermöglicht, um beispielsweise bei Frostgefahr vollständig entleeren zu können. Soll gekühlt werden, so sind in der Regel einige Austrittsventile geschlossen. Soll gereinigt werden, so werden weitere Austrittsventile geschlossen. Die Austrittsventile werden so geöffnet sowie geschlossen, dass gewünschte Bereiche von der Flüssigkeit erfasst werden. Für ein Kühlen werden vorzugsweise zu kühlende Bereiche nacheinander mit Flüssigkeit benetzt. Dies ermöglicht ein großflächiges Kühlen, ohne dafür

Flüssigkeit durch eine einzige gemeinsame Zuleitung mit übermäßig hohem Wasserdruck zuführen zu müssen.

Weitere vorteilhafte Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels einer Kälteanlage bzw. einer Flüssigkeitsfreigabevorrichtung für eine Kälteanlage näher erläutert und mit Bezug zu den Zeichnungen die weiteren vorteilhaften Ausführungsformen sowie zusätzliche vorteilhafte Ausgestaltungen näher beschrieben.

Die in der Beschreibungseinleitung, den Ausführungsformen, den

Ausführungsbeispielen, der Figurenbeschreibung und den Ansprüchen genannten Merkmale sind sowohl einzeln als auch in beliebiger Weise miteinander kombiniert einsetzbar. Die Offenbarung der Erfindung ist daher nicht auf die beschriebenen bzw. beanspruchten

Merkmalskombinationen beschränkt. Vielmehr sind alle

Merkmalskombinationen als offenbart zu betrachten.

Es zeigt:

Figur 1: Schematische Darstellung eines Verflüssigers und einer

Flüssigkeitsfreigabevorrichtung für eine Kälteanlage

Die Figur 1 zeigt einen luftgekühlten Verflüssiger 1 einer gewerblichen Kälteanlage, wobei der Verflüssiger 1 alternativ zur dargestellten Variante insbesondere auch als V-Block Verflüssiger ausgestaltet sein kann. Der Verflüssiger 1 ist im Außenbereich installiert und umfasst zwei getrennte Wärmetauscher-Einheiten mit jeweils zwei nebeneinander angeordneten Ventilatoren 5, insbesondere Axialventilatoren, welche die Umgebungsluft durch axial unterhalb der Ventilatoren 5

angeordnete Lamellen 4 saugt. Die untere Seite der Lamellen 4 bildet eine Lamellenfläche bzw. Unterseite 12, die den

Umgebungsbedingungen ausgesetzt ist. Jeder Ventilator 5 bewirkt einen Luftstrom 6 der Umgebungsluft, welcher an der Lamellenfläche 12 ins Innere der Lamellen 4 eintritt und oberhalb des Ventilators 5 wieder in die Umgebung austritt. Zwischen Ventilator 5 und Lamellenfläche 12 ist ein Kältemittelrohr 8 angeordnet, welches mit den Lamellen 4 verbunden ist und mit Kältemittel 26 durchströmt wird. Der Austausch des Kältemittels 26 mit dem im Innenbereich liegenden Teil der

Kälteanlage erfolgt über ein Kältemittelzulaufrohr 2 und ein

Kältemittelrücklaufrohr 3, die mit dem Kältemittelrohr 8 verbunden sind.

Die Figur 1 zeigt ferner eine Flüssigkeitsfreigabevorrichtung 15 mit einer Flüssigkeitszufuhr 19, wobei die durch die Flüssigkeitszufuhr

bereitgestellte Flüssigkeit, vorzugsweise Wasser, bevorzugt partikelfreies Wasser, mit gegebenen Bereitstellungsdruck aus dem

dahinterliegenden Versorgungssystems, vorzugsweise mindestens 4 bar zum Beispiel aus einer üblichen Wasserleitung wie zum Beispiel

Trinkwasserleitung oder Brauchwasserleitung, zunächst auf ein

Zulaufventil 23 stößt und bei geöffneten Zulaufventil 23 eine Aqua-Stop- Einrichtung 24 passiert und schließlich zu einer T-Kreuzung 17 gelangt. Der eine Arm der T-Kreuzung 17 führt zu einem Entleerungsventil 25. Der andere Arm der T-Kreuzung 17 führt zu einer Aufgabelung des

Rohrleitungssystems in sechs einzelne Leitungen.

Die sechs einzelnen Leitungen sind über jeweils ein Austrittsventil 18 mit einem jeweils einem Schwenkrohr 7 als schwenkbarer Flüssigkeitsaustritt 7 verbunden. In einer Ausgestaltung ist jedes Schwenkrohr 7 mit zwei Düsen 9 als Austrittsöffnung 9 ausgestattet. Hierdurch kann ein besonders

gleichmäßiges Reinigen und zusätzliches Kühlen der Lamellen 4 erzielt werden. Es können aber auch mehr als zwei Düsen 9 pro Schwenkrohr vorhanden sein.

In einer Ausgestaltung sind die Düsen 9 der Lamellenfläche 12

zugewandt. Ein besonders effektives Reinigen und zusätzliches Kühlen der Lamellen 4 kann so erzielt werden, da in erster Linie diese Unterseite maßgeblich von Verunreinigungen betroffen ist.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist ein schwenkbarer

Flüssigkeitsaustritt 7 bzw. Schwenkrohr 7 an einer Ventilator 5

abgewandten Seite der Lamellen 4 oder unterhalb der Lamellen 4 angeordnet.

Durch ein Anordnen eines Flüssigkeitsaustritts 7 an der Ventilator 5 abgewandten Seite der Lamellen 4 kann besonders effektiv und effizient Schmutz entfernt werden. Hier liegt in der Regel die größte Verschmutzung vor.

Durch ein Anordnen eines Flüssigkeitsaustritts 7 unterhalb der Lamellen 4 wird ermöglicht, dass sich durch die Flüssigkeit der Schmutz verlumpt, durch die hohe Auftreffgeschwindigkeit der Flüssigkeit, insbesondere Wasser, die Klumpen von den Lamellen 4 gelöst werden und dann durch die Gravitation herunterfallen. Der Schmutz kann so nicht tiefer in die Lamellen 4 eindringt.

In einer Ausgestaltung ist ein Flüssigkeitsaustritt 7 durch einen

Schwenkantrieb 11 angetrieben. Ein automatisches Reinigen und zusätzliches Kühlen einer besonders großen Lamellenfläche 12 wird so ermöglicht. In einer Ausgestaltung ist der Schwenkantrieb 11 so beschaffen, dass der Schwenkantrieb 11 allein durch den Fluss der Flüssigkeit

angetrieben werden kann. Hierdurch kann ein besonders geringer Energieverbrauch der Kälteanlage ermöglicht werden.

In einer Ausgestaltung ist ein Flüssigkeitsaustritt 7 auf einem Rahmen aus Profilblechen montiert und mit Schrauben an Standbeinen 10 des Verflüssigers 1 befestig.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist ein Flüssigkeitsaustritt 7 in einem Abstand von 100 mm bis 1000 mm, vorzugsweise 200 mm bis 800 mm, besonders bevorzugt 400 mm bis 600 mm, unterhalb der Lamellenfläche 12 angeordnet. Hierdurch kann besonders effektiv und effizient gereinigt und/oder zusätzlich gekühlt werden.

In einer Ausgestaltung ist eine Schwenkachse 14 eines

Flüssigkeitsaustritts 7 senkrecht zu einer Ventilatorachse 13 angeordnet. Dies ermöglicht auf besonders einfache Weise, insbesondere mit nur einer Drehachse, eine vollständige Überdeckung der Lamellenfläche 12. Zudem kann somit der Herstellungsaufwand reduziert werden.

In einer Ausgestaltung sind zwei Drehlager (nicht dargestellt) zur

Lagerung des schwenkbaren Flüssigkeitsaustritts 7 bzw. Schwenkrohrs 7 vorgesehen. Hierdurch werden eine besonders stabile

Schwenkbewegung und eine große Robustheit des Systems ermöglicht.

Insbesondere wird ein Drehlager durch einen Schwenkantrieb 11 bereitgestellt. Hierdurch können Teile eingespart werden und die

Komplexität des Systems reduziert werden.

Insbesondere ist ein Drehlager als ein Y-förmiges Auflager ausgeformt. Hierdurch kann der Herstellungsaufwand und Kosten reduziert werden. In einer Ausgestaltung ist der Rahmen für die Aufhängung bzw.

Montage eines Flüssigkeitsaustritts 7 kürzer als der Flüssigkeitsaustritt 7. Der Flüssigkeitsaustritt 7 erstreckt sich also über den Rahmen hinaus, insbesondere über ein Auflager an einem Ende des Rahmens. Hierdurch kann Material und Raumbedarf für den Rahmen und die Montage reduziert werden.

In einer Ausgestaltung entspricht eine Schwenkbewegung einer

Drehbewegung insbesondere um eine Schwenkachse 14. Hierdurch kann auf besonders einfache Weise ein besonders gleichmäßiges

Reinigen und zusätzliches Kühlen der Lamellen 4 erzielt werden. Ferner kann so ein energieeffizientes Reinigen und zusätzliches Kühlen der Lamellen 4 ermöglicht werden.

Alternativ sieht eine vorteilhafte Variante (nicht dargestellt) vor, eine Schwenkachse 14 eines Flüssigkeitsaustritts 7 parallel zu einer

Ventilatorachse 13 anzuordnen. Hierdurch kann ein optimierter

Strahlwinkel zur Lamellenfläche 12 ermöglicht werden. Je nach

Ausdehnung und Form der Lamellenfläche 12 kann jedoch im Einzelfall bei dieser alternativen Variante ggf. ein erhöhter Aufwand für ein vollständiges Überdecken der Lamellenfläche 12 erforderlich sein.

Insbesondere kann sich bei der vorteilhaften Variante (nicht

dargestellt) der Flüssigkeitsaustritt 7 im rechten Winkel zur

Schwenkachse 14 erstrecken oder eine Schwenkbewegung des

Flüssigkeitsaustritts 7 kann radial, also im rechten Winkel, zur

Schwenkachse 14 verlaufen. Hierdurch kann ein besonders

gleichmäßiges Reinigen und zusätzliches Kühlen der Lamellen 4 erzielt werden.

Insbesondere kann bei der vorteilhaften Variante (nicht dargestellt) eine Schwenkachse 14 außermittig zum Flüssigkeitsaustritt 7 angeordnet sein, vorzugsweise am Ende des Flüssigkeitsaustritts 7. So kann mit besonders geringem Aufwand und wenigen Teilen der Flüssigkeitsaustritt 7 mit der Flüssigkeitszufuhr 19 verbunden werden. Zudem wird so ein Überdecken eines besonders großen Teils der Lamellenfläche bzw.

Unterseite 12 durch die Bewegungsbahn bzw. Schwenkbewegungen des schwenkbaren Flüssigkeitsaustritts 7 ermöglicht.

Insbesondere kann bei der vorteilhaften Variante (nicht dargestellt) die Schwenkachse 14 außermittig zu einer Flüssigkeitsaustritt 7

zugewandten Lamellenfläche 12 angeordnet sein, vorzugsweise in einem Randbereich der Lamellenfläche 12. Hierdurch kann durch die so ermöglichte Schwenkbewegung ein Überdecken eines besonders großen Teils der Lamellenfläche 12 durch die Bewegungsbahn des Flüssigkeitsaustritts 7 erzielt werden.

In einer Ausgestaltung weist die Flüssigkeitsfreigabevorrichtung 15 eine Steuerungseinrichtung 20 auf, die so eingerichtet ist, dass ein erster Betriebsmodus mit nur einem gleichzeitig geöffneten Austrittsventil 18 und ein zweiter Betriebsmodus mit maximal drei gleichzeitig geöffneten Austrittsventilen 18 vorgesehen sind.

Angesichts des gegeben Leitungsdrucks der Flüssigkeitszufuhr 19 seitens des Versorgungssystems kann im ersten Betriebsmodus die Flüssigkeit mit hohem Druck und im zweiten Betriebsmodus mit niedrigem Druck durch die Austrittsöffnungen 9 bzw. Düsen 9 freigesetzt werden. Durch eine Stellung der Austrittsventile 18 gemäß erstem Betriebsmodus können so die Lamellen 4 durch einen Flüssigkeitsstrahl besonders gründlich gereinigt werden und durch eine Stellung der Austrittsventile 18 gemäß zweitem Betriebsmodus durch ein Besprühen und Benetzen besonders gleichmäßig und effektiv zusätzlich gekühlt werden. Insbesondere bei durchgängig periodisch abwechselnder Flüssigkeitsfreigabe durch die Flüssigkeitsaustritte 7 über einen für eine zusätzliche Kühlung

erforderlichen Zeitraum wird eine besonders große zusätzliche

Kühlleistung durch das gleichzeitige Öffnen einer großen Anzahl von Flüssigkeitsaustritten gemäß dem zweiten Betriebsmodus erzielt. Es werden aber dann grundsätzlich nicht sämtliche Austrittsventile gleichzeitig geöffnet.

In einer Ausgestaltung weist die Flüssigkeitsfreigabevorrichtung 15 eine Steuerungseinrichtung 20 auf, die so eingerichtet ist, dass durch ein Aktivieren des ersten oder zweiten Betriebsmodus ein Austrittsventil 18 nur für eine vorgegebene und damit bestimmte Zeitdauer, die

grundsätzlich für den ersten und zweiten Betriebsmodus variieren kann, eine Stellung gemäß dem ersten bzw. zweiten Betriebsmodus einnimmt.

Durch die vorgegebene bzw. bestimmte Zeitdauer kann ein Reinigen und Kühlen besonders einfach gesteuert werden. Ferner wird so ein effizientes Reinigen bei gleichzeitig hoher Kühlleistung der Kälteanlage ermöglicht, die sonst für ein Reinigen längere Zeit ausgeschaltet werden müsste.

In der Regel wird anschließend entweder ein anderer Betriebsmodus aktiviert oder sämtliche Austrittsventile 18 geschlossen. Auch hierdurch kann ein Reinigen und Kühlen besonders einfach gesteuert werden.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die

Flüssigkeitsfreigabevorrichtung 15 eine Steuerungseinrichtung 20 auf, die so eingerichtet ist, dass im ersten Betriebsmodus und zweiten

Betriebsmodus sämtliche Austrittsventile 18 gleichzeitig, zum Teil gleichzeitig und/oder nacheinander jeweils für eine bestimmte

Zeitdauer geöffnet werden.

Insbesondere entspricht diese bestimmte Zeitdauer einer einfachen oder vielfachen einer Schwenkzeit zum Vorschwenken und

Zurückschwenken eines Flüssigkeitsaustritts 7. Hierdurch kann mit besonders wenigen Teilen und mit besonders geringem Herstellungs- und Steuerungsaufwand nicht nur gereinigt, sondern auch zusätzlich gekühlt werden.

In einem Ausführungsbeispiel entspricht diese bestimmte Zeitdauer genau oder zumindest im Wesentlichen genau einer Schwenkzeit, d.h. die Zeit, in der das Schwenkrohr 7 einmal unter den Lamellen 4 eine Schwenkbewegung vollführt und in seine Ausgangsstellung

zurückschwenkt. Im ersten Betriebsmodus wird durch jedes Schwenkrohr 7 nacheinander für die Dauer einer Schwenkzeit Flüssigkeit

freigegeben. D.h. innerhalb eines Zeitraums von sechs Schwenkzeiten sind sämtliche Lamellenoberflächen 4 gereinigt. Im zweiten

Betriebsmodus wird für den Zeitraum einer Schwenkzeit Flüssigkeit durch die Düsen 9 von drei Schenkrohren 7 gleichzeitig abgegeben und anschließend Flüssigkeit durch die restlichen drei Schenkrohre 7 gleichzeitig während einer Schwenkzeit freigegeben.

Die Flüssigkeitszufuhr 19 ist durch ein Zulaufventil 23 abstellbar und ein Entleerungsventil 25 zum Entleeren eines Rohrleitungssystems kann wie das Zulaufventil 23 lediglich die Stellungen„geöffnet" und

„geschlossen" einnehmen.

In einer Ausgestaltung ist das gesamte Rohrleitungssystem, welches sich vom Zulaufventil 23 bis zum Entleerungsventil 25 erstreckt und sämtliche Flüssigkeitsaustritte 19 einschließt, zum Entleerungsventil 25 hin fallend verlegt. Das heißt, dass bei Schließen des Zulaufventils 23 und Öffnen des Entleerungsventils 25 die Flüssigkeit durch die Gravitationskraft im Wesentlichen komplett vom Rohrleitungssystem durch das

Entleerungsventil 25 abfließen kann.

Hierdurch kann bei geringen Temperaturen eine Beschädigung der Flüssigkeitsfreigabevorrichtung 15 vermieden werden. In einer Ausgestaltung weist die Flüssigkeitsfreigabevorrichtung 15 eine Steuerungseinrichtung 20 auf, die so eingerichtet ist, dass ein

Flüssigkeitsaustrittsventil 18, ein Zulaufventil 23 zum Abstellen der Flüssigkeitszufuhr 19 und/oder ein Entleerungsventil 25 zum Entleeren der insbesondere im Wesentlichen gesamten Flüssigkeit des

Leitungssystems zwischen Zulaufventil und Entleerungsventil separat geöffnet oder geschlossen werden können. Hierdurch kann durch eine einfache Steuerung ein besonders hoher Automatisierungsgrad für eine Reihe von Funktionalitäten ermöglichen werden.

Vorzugsweise weist die Flüssigkeitsfreigabevorrichtung 15 eine

Steuerungseinrichtung 20 auf, die so eingerichtet ist, dass das

Flüssigkeitsaustrittsventil 18, das Zulaufventil 23 und/oder das

Entleerungsventil 25 separat in Abhängigkeit von einer Zeitgröße und/oder einer Messgröße geöffnet oder geschlossen werden können, wobei vorzugsweise Zeitpunkt bzw. Zeitabstand bzw.

Messgrößenschwellwert mithilfe einer Benutzerschnittstelle einer

Steuerung 20 einstellbar sind.

Insbesondere ist dazu ein Zeitmessgerät für ein Ermitteln eines

Zeitpunkts, ausgedrückt in Kalenderjahr, Kalendermonat, Kalendertag, Stunden, Minuten und Sekunden ab Mitternacht eines Tages im

Kalendersystem sowie für ein Ermitteln einer Zeitspanne vorgesehen.

Eine derart eingerichtete Steuerungseinrichtung 20 ermöglicht einen besonders hohen Automatisierungsgrad für ein bedarfsorientiertes Reinigen an festgelegten Zeitpunkten und/oder in einem regelmäßigen Zeitabstand.

Insbesondere wird als ein solcher regelmäßiger Zeitabstand bzw. als Reinigungsintervalls zwischen 1 Tag bis 30 Tage, vorzugsweise 2 bis 14 Tage vorgesehen. Ein besonders hoher Wirkungsgrad der Kälteanlage kann so erzielt werden. In einer vorteilhaften Ausgestaltung ist ein

Kältemittelrücklauftemperatursensor 21 am Kältemittelrücklaufrohr 3 für ein Ermitteln einer Kältemittelrücklauftemperatur als Messgröße und/oder einen Außentemperatursensor 22 - insbesondere an oder in der Nähe eines Steuerschranks 16 - für ein Ermitteln einer

Außentemperatur als Messgröße vorgesehen.

Ein besonders hoher Automatisierungsgrad für ein bedarfsorientiertes zusätzliches Kühlen kann so ermöglicht werden.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die

Flüssigkeitsfreigabevorrichtung 15 eine Steuerungseinrichtung 20 auf, die so eingerichtet ist, dass bei Überschreiten einer bestimmten

Kältemittelrücklauftemperatur und/oder bei Überschreiten einer bestimmten Außentemperatur, vorzugsweise größer als 28°C, bevorzugt größer als 32°C, automatisch der zweite Betriebsmodus aktiviert wird.

Mit bestimmter Kältemittelrücklauftemperatur ist insbesondere ein variabler Parameterwert gemeint, der werksseitig voreingestellt und/oder durch Benutzerschnittstelle der Steuerungseinrichtung 20 eingestellt bzw. geändert werden kann.

Durch eine Steuerungseinrichtung 20, die so eingerichtet ist, dass bei Überschreiten einer bzw. der oben beschriebenen

Kältemittelrücklauftemperaturwerte der zweite Betriebsmodus aktiviert wird, kann ein besonders zuverlässiges, automatisches zusätzliches Kühlen ermöglicht werden.

In einer Ausgestaltung wird solange zusätzlich gekühlt, bis die oben beschriebe Bedingung für ein Aktivieren des zweiten Betriebsmodus nicht mehr erfüllt ist. In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die

Flüssigkeitsfreigabevorrichtung 15 eine Steuerungseinrichtung 20 auf, die so eingerichtet ist, dass bei einem durchgängigen Unterschreiten einer bestimmten Außentemperatur, vorzugsweise kleiner als 5°C, bevorzugt kleiner als 4°C, besonders bevorzugter kleiner als 3°C, über einen Zeitraum von vorzugsweise 5 Tagen, bevorzugt 3 Tage, besonders bevorzugt 48 Stunden, das Zuleitungsventil 23 geschlossen und/oder das Entleerungsventil 25 geöffnet wird

Durch eine Steuerungseinrichtung 20, die so eingerichtet ist, dass bei Unterschreiten einer bzw. der oben beschriebenen

Kältemittelrücklauftemperatur für oben bezeichneten Zeitraum das Zuleitungsventil 23 geschlossen und/oder das Entleerungsventil 25 geöffnet wird, kann eine frostbedingte Beschädigung der Anlage besonders zuverlässig automatisch entgegengewirkt werden.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung weist die

Flüssigkeitsfreigabevorrichtung 15 eine Steuerungseinrichtung 20 auf, die so eingerichtet ist, dass bei geschlossenem Zuleitungsventil 23 und/oder geöffneten Entleerungsventil 25 ein Überschreiten einer bestimmten Außentemperatur, vorzugsweise größer als 6°C, bevorzugt größer als 8°C, besonders bevorzugt größer als 10°C, über einen

Zeitraum von vorzugsweise 5 Tagen, bevorzugt 3 Tage, besonders bevorzugt 48 Stunden, das Entleerungsventil 25 automatisch

geschlossen und/oder das Zuleitungsventil 23 automatisch geöffnet wird.

Durch eine Steuerungseinrichtung 20, die so eingerichtet ist, dass bei Überschreiten einer bzw. der oben beschriebenen

Kältemittelrücklauftemperatur für oben bezeichneten Zeitraum das Entleerungsventil 25 automatisch geschlossen und/oder das

Zuleitungsventil 23 geöffnet wird, können frostbedingte Unterbrechungen des Reinigungsbetriebs besonders einfach und mit geringem Aufwand minimiert werden.

In einer Ausgestaltung wird das Zuleitungsventil 23 geschlossen und das Entleerungsventil 25 geöffnet, sobald für 48 Stunden die

Außentemperatur 3°C unterschreitet. Die gesamte Flüssigkeit fließt dann durch das fallend verlegte Rohrsystem ab. Sobald dann die

Außentemperatur für 48 Stunden über 10°C liegt, wird das

Entleerungsventil 25 wieder geschlossen und das Zuleitungsventil 23 zum Befüllen des Rohrleitungssystems geöffnet.

In einer Ausgestaltung weist die Flüssigkeitsfreigabevorrichtung 15 eine Steuerungseinrichtung 20 auf, die so eingerichtet ist, dass bei einer Aktivierung des zweiten Betriebsmodus stets zunächst insbesondere automatisch der erste Betriebsmodus aktiviert wird.

Dadurch, dass vor Aktivierung des zweiten Betriebsmodus stets zunächst der erste Betriebsmodus aktiviert wird, kann bewirkt werden, dass vor einem zusätzlichen Kühlen immer ein Reinigen vorgeschaltet wird. Ein zusätzliches Kühlen ohne vorgeschaltetes Reinigen würde dazu führen, dass durch die gesprühte Flüssigkeit Schmutz gelöst und aufgrund des durch den Ventilator 5 erzeugten Luftstroms 6 in die Lamellen 4

reingesaugt und sich dort festsetzten würde. Durch das vorgeschaltete Reinigen kann dem auf besonders einfache Weise und mit geringem Aufwand entgegengewirkt werden.

In einer alternativen Variante (nicht dargestellt) weist die

Flüssigkeitsfreigabevorrichtung 15 eine Steuerungseinrichtung 20 auf, die so eingerichtet ist, dass bei einem Aktivieren des ersten

Betriebsmodus ein Ventilator 5 des Wärmetauschers abgeschaltet wird. Dadurch, dass bei einem Aktivieren des ersten Betriebsmodus ein

Ventilator 5 des Wärmetauschers abgeschaltet wird bzw. insbesondere zumindest während einer Stellung der Austrittsventile 18 gemäß erstem Betriebsmodus abgeschaltet bleibt, kann bei dieser Variante auf besonders einfache Weise verhindert werden, dass bei einem Reinigen Schutz in die Lamellen 4 gesaugt wird.

Insbesondere weist bei der alternativen Variante (nicht dargestellt) die Flüssigkeitsfreigabevorrichtung 15 eine Steuerungseinrichtung 20 auf, die so eingerichtet ist, dass bei Aktivieren des zweiten Betriebsmodus ein Ventilator 5 in Betrieb bleibt oder angeschaltet wird. Hierdurch kann bei dieser Variante eine besonders große Kühlleistung der Kälteanlage auch für die Dauer eines zusätzlichen Kühlens ermöglicht werden.

In einer Ausgestaltung weist die Flüssigkeitsfreigabevorrichtung 15 eine Steuerungseinrichtung 20 auf, die so eingerichtet ist, dass während des Betriebs im zweiten Betriebsmodus oder bei einer Stellung der

Austrittsventile 18 gemäß dem zweiten Betriebsmodus ein Erfüll†-sei n einer Bedingung zum Aktivieren des ersten Betriebsmodus nicht zu einer Aktivierung des ersten Betriebsmodus führt.

Dieser Ausgestaltung liegt der Gedanke zugrunde, dass ein zusätzliches Kühlen grundsätzlich Vorrang vor einem regelmäßigen Reinigungsturnus haben soll. Denn einem Kühlen ist in der Regel ein Reinigen

vorausgegangen und ein wiederholtes Reinigen würde daher lediglich den Aufwand erhöhen und die Leistung der Kälteanlage reduzieren.

Dadurch, dass bei im zweiten Betriebsmodus ein Erfüll†-sei n einer

Bedingung zum Aktivieren des ersten Betriebsmodus nicht zu einer Aktivierung des ersten Betriebsmodus führt, kann eine besonders große Kühlleistung der Kälteanlage sowie ein besonders stetiges und

effektives zusätzlich Kühlen erzielt werden.

Im Folgenden werden einzelne Abläufe anhand des

Ausführungsbeispiels exemplarisch näher erläutert. Bei normalen Umgebungstemperaturen wird der Betrieb der Kälteanlage lediglich zu den voreingestellten Reinigungszeitpunkten für einen kurzen Reinigungslauf unterbrochen, wobei jedes Schwenkrohr 7 mit zwei Düsen 9 ausgestattet nacheinander für eine Schwenkzeit unter der Lamellenfläche 12 einmal hin- und herschwenken, um Schmutz mit einem Wasserstrahl zu lösen.

Steigt die Kältemittelrücklauftemperatur zum Beispiel auf über 48 °C und liegt gleichzeitig eine Außentemperatur von über 32 °C vor, so wird der zweite Betriebsmodus zum zusätzlichen Kühlen aktiviert, wobei ein Reinigungslauf vorangestellt wird, um zu verhindern, dass beim

zusätzlichen Kühlen Schmutz gelöst und in die Lamellen 4 gesaugt wird.

Fällt die Umgebungstemperatur für 48 Stunden durchgängig unter 3 °C, so wird das gesamte Wasser des Rohrleitungssystems zum Frostschutz durch Schließen des Zuleitungsventils 23 und Öffnen des

Entleerungsventils 25 abgelassen. Steigt die Umgebungstemperatur wieder an und liegt für 48 Stunden durchgängig über 10 °C, so wird das Rohrleitungssystem durch Schließen des Entleerungsventils 25 und Öffnen des Zuleitungsventils 23 wieder gefüllt. Erst dann kann wieder gereinigt oder zusätzlich gekühlt werden.