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Patent Searching and Data


Title:
REFRIGERATOR COMPRISING A STORAGE COMPARTMENT WITH A SLIDING DOOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/104086
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a refrigerator, especially a household refrigerator (1), comprising a storage compartment (17) for products to be refrigerated, that can be closed by at least one sliding door (18) comprising at least one guiding section (26a, 26b) mounted in a movable manner in an associated groove (25a, 25b) of the storage compartment (17). According to the invention, the at least one guiding section (26a, 26b) and the associated groove (25a, 25b) are formed in the region of contacting storage surfaces with a combination of different materials, especially plastic materials, and/or the at least one guiding section (26a, 26b) is held in the associated groove (25a, 25b) by an engaging means (27).

Inventors:
BECKE, Christoph (Kolbermoorer Str. 15A, Grosskarolinenfeld, 83109, DE)
CELIK, Cetin (Breslauerstr. 36, Giengen, 89537, DE)
EICHER, Max (Aldegreverstr. 22, München, 80687, DE)
FINK, Jürgen (Karlstraße 87, Gerstetten, 89547, DE)
MARTINEZ DE FALCON PEREZ, Miguel (Obertorstraße 14, Giengen, 89537, DE)
Application Number:
EP2011/051508
Publication Date:
September 01, 2011
Filing Date:
February 03, 2011
Export Citation:
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Assignee:
BSH BOSCH UND SIEMENS HAUSGERÄTE GMBH (Carl-Wery-Str. 34, München, 81739, DE)
BECKE, Christoph (Kolbermoorer Str. 15A, Grosskarolinenfeld, 83109, DE)
CELIK, Cetin (Breslauerstr. 36, Giengen, 89537, DE)
EICHER, Max (Aldegreverstr. 22, München, 80687, DE)
FINK, Jürgen (Karlstraße 87, Gerstetten, 89547, DE)
MARTINEZ DE FALCON PEREZ, Miguel (Obertorstraße 14, Giengen, 89537, DE)
International Classes:
F25D23/04; F25D23/02
Attorney, Agent or Firm:
BSH BOSCH UND SIEMENS HAUSGERÄTE GMBH (83 01 01, München, 81701, DE)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät (1 ), aufweisend ein Lagerabteil (17) für Kühlgut, das durch wenigstens eine Schiebetür (18) schließbar ist, die mindestens einen Führungsabschnitt (26a, 26b) aufweist, der an einer zugeordneten Nut (25a, 25b) des Lagerabteils (17) verschieblich gelagert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Führungsabschnitt (26a, 26b) und die zugeordnete Nut (25a, 25b) im Bereich von sich kontaktierenden Lagerflächen in einer Paarung von unterschiedlichen Materialien, insbesondere Kunststoffen ausgebildet sind und/oder der mindestens eine Führungsabschnitt (26a, 26b) durch ein Rastmittel (27) in der zugeordneten Nut (25a, 25b) gehalten ist.

2. Kältegerät nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Führungsabschnitt (26a, 26b) und die zugeordnete Nut (25a, 25b) im Bereich von sich kontaktierenden Lagerflächen in einer Paarung von Polystyrol (PS) und Acryl- nitril-Butadien-Styrol (ABS) ausgebildet sind.

3. Kältegerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebetür (18) aus Polystyrol (PS) hergestellt ist und die zugeordnete Nut (25a, 25b) aus Acryl- nitril-Butadien-Styrol (ABS) hergestellt ist.

4. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastmittel (27) von wenigstens einem Vorsprung (27a) im Bereich der Nut (25a, 25b) gebildet wird, der in einen Rücksprung (27b) des Führungsabschnitts (26a, 26b) der Schiebetür (18) eingreift.

5. Kältegerät nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Rastmittel (27) von wenigstens einem in den Nutspalt ragenden Vorsprung (27a) einer Seitenwand (29) der Nut (25a, 25b) gebildet wird.

6. Kältegerät nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Rücksprung (27b) des Führungsabschnitts (26a, 26b) der Schiebetür (18) und/oder der Vorsprung (27a) der Nut (25a, 25b) sich über die Schiebelänge der Schiebetür (18) erstreckt.

7. Kältegerät nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (27a) im Querschnitt keilförmig ausgebildet ist und der Rücksprung (27b) des Führungsabschnitts (26a, 26b) der Schiebetür (18), dem Querschnitt des Vorsprungs (27a) entsprechend, von einer im Querschnitt V-förmigen Kerbe gebildet wird.

8. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Paarung von unterschiedlichen Materialien und/oder das Rastmittel (27) an einem Führungsabschnitt (26a, 26b) und einer zugeordneten Nut (25a, 25b) an einem horizontalen Wandabschnitt der Schiebetür (18) und/oder an einem vertikalen Wandabschnitt der Schiebetür (18) angeordnet ist.

9. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Führungsabschnitt (26a, 26b) zugeordnete mindestens eine Nut (25a, 25b) an einem separaten Führungsbauteil (30) ausgebildet ist, das an dem Lagerabteil (17) oder einer Innenwand des Kältegeräts befestigt ist.

10. Kältegerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das separate Führungsbauteil (30) mittels einer Schnapp-Rastverbindung (31 ) an dem Lagerabteil (17) oder der Innenwand des Kältegeräts befestigt ist.

1 1 . Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Lagerabteil (17) an einer Kältegerätetür angeordnet ist.

Description:
Kältegerät aufweisend ein Lagerabteil mit Schiebetür

Die Erfindung betrifft ein Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, aufweisend ein Lagerabteil für Kühlgut, das durch wenigstens eine Schiebetür schließbar ist, die mindes- tens einen Führungsabschnitt aufweist, der an einer zugeordneten Nut des Lagerabteils verschieblich gelagert ist.

Die DE 103 58 734 A1 beschreibt ein Kältegerät, insbesondere einen Kühlschrank, mit mindestens einem im Innenraum des Kältegeräts befindlichen verschließbaren Behälter zur Aufnahme von Kältegut, wie Lebensmittel, bei dem der Behälter mindestens eine

Schiebetür aufweist. Die Schiebetür wird von einer Seitenwand und die den Behälter nach oben abschließenden Deckenwand gebildet. Im Boden und einer Rückwand des Behälters sind zwei parallele Nuten gebildet, in die jeweils ein freier Rand der L-förmigen Schiebetür eingreift. Dadurch sind die Schiebetüren horizontal verschiebbar und können so weit übereinander geschoben werden, dass jeweils einer von zwei Teilräumen je nach Stellung der Schiebetüren vollständig geöffnet werden kann. Die Schiebetüren sind hintereinander versetzt angeordnet. Aufgrund der L-Form genügt eine geringe elastische Verformung der Schiebetüren, um deren Ränder aus der zugehörigen Nut zu lösen. Dies ist insoweit sinnvoll, als die Schiebetür abmontiert werden können, um beispielsweise das Innere des Behälters leicht zugänglich reinigen zu können. Nachteilig ist es jedoch, dass die Schiebetüren bei normaler Benutzung des Kältegeräts unbeabsichtigt auch leicht herausspringen können.

Die US 2,840,434 zeigt ein Kältegerät mit einer Tür, an dessen Innenseite ein Lagerfach vorgesehen ist, das durch zwei flache Schiebetüren verschließbar ist, die zwischen einer oberen und einer unteren Schiene der Tür geführt sind. Jede Schiene weist zwei im Querschnitt rechteckige Nuten auf, in denen die im Querschnitt rechteckigen Schiebtüren geführt sind. Aufgabe der Erfindung ist es, ein Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät zu schaffen, bei dem die Gefahr eines unbeabsichtigten Lösens von Schiebetüren eines Lagerabteils aus zugeordneten Führungsnuten verringert bzw. beseitigt ist. Unter einem Kältegerät wird insbesondere ein Haushaltskältegerät verstanden, also ein Kältegerät das zur Haushaltsführung in Haushalten oder eventuell auch im Gastronomiebereich eingesetzt wird, und insbesondere dazu dient Lebensmittel und/oder Getränke in haushaltsüblichen Mengen bei bestimmten Temperaturen zu lagern, wie beispielsweise ein Kühlschrank, ein Gefrierschrank oder eine Kühlgefrierkombination.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, aufweisend ein Lagerabteil für Kühlgut, das durch wenigstens eine Schiebetür schließbar ist, die mindestens einen Führungsabschnitt aufweist, der an einer zugeordne- ten Nut des Lagerabteils verschieblich gelagert ist, wobei der mindestens eine Führungsabschnitt und die zugeordnete Nut im Bereich von sich kontaktierenden Lagerflächen in einer Paarung von unterschiedlichen Materialien, insbesondere Kunststoffen ausgebildet sind und/oder der mindestens eine Führungsabschnitt durch ein Rastmittel in der zugeordneten Nut gehalten ist.

So stellt die Ausbildung des mindestens einen Führungsabschnitts und der zugeordneten Nut im Bereich von sich kontaktierenden Lagerflächen in einer Paarung von unterschiedlichen Materialien eine erste Maßnahme dar, die Gefahr eines unbeabsichtigten Lösens von Schiebetüren eines Lagerabteils aus zugeordneten Führungsnuten zu verringern bzw. zu beseitigen. Ein Halten der mindestens eine Führungsabschnitt durch ein Rastmittel in der zugeordneten Nut stellt eine zweite Maßnahme dar, die Gefahr eines unbeabsichtigten Lösens von Schiebetüren eines Lagerabteils aus zugeordneten Führungsnuten zu verringern bzw. zu beseitigen. Jede einzelne Maßnahme ist geeignet ein unbeabsichtigten Lösen der Schiebetüren zu verringern bzw. zu beseitigen, wobei die Kombination beider Maßnahmen die Gefahr eines unbeabsichtigten Lösens der Schiebetüren besonders verringert bzw. auch durch eine derart erreichte redundante Maßnahme ein unbeabsichtigtes Lösen der Schiebetüren zuverlässig verhindert ist.

Ein Lösen der Schiebetüren aus den zugeordneten Führungsnuten kann insbesondere dann unbeabsichtigt passieren, wenn die Schiebetüren in den Führungsnuten während des Aufschiebens der Schiebetüren in den Nuten verklemmen und bei Erhöhung der Schiebekraft durch einen Benutzer die Schiebetüren sich plastisch verformen und dann die Führungsabschnitte der Schiebetüren aus den zugeordneten Nuten springen. So ist es mit der ersten Maßnahme der Ausbildung des mindestens eine Führungsabschnitts und der zugeordneten Nut im Bereich von sich kontaktierenden Lagerflächen in einer Paarung von unterschiedlichen Materialien möglich, die Reibung zwischen Schiebetür und Nut zu verringern, um ein Verklemmen der Schiebetür in der Nut zu vermeiden. Damit ist die Ursache beseitigt, bzw. reduziert, die einen Benutzer dazu verleitet die Schiebekraft zu erhöhen. Ohne Erhöhung der Schiebekraft kommt es in Folge auch zu keiner Verformung der Schiebetüren und ein Herausspringen der Schiebetüren aus den Nuten ist verhindert. Sollte jedoch der Benutzer trotzdem oder aus anderen Gründen die Schiebkraft erhöhen, beispielsweise weil sich die Schiebetür an einem im Lagerabteil gelagerten Kühlgut verklemmt, so verhindert das Rastmittel trotz erhöhter Schiebekraft und Verformung der Schiebetüren ein Herausspringen der Schiebetüren aus den zugeordneten Nuten. Das erfindungsgemäße Rastmittel kann demgemäß auch ohne der ersten Maßnahme der Reibungsreduzierung mittels Ausbildung des mindestens eine Führungsabschnitts und der zugeordneten Nut im Bereich von sich kontaktierenden Lagerflächen in einer Paarung von unterschiedlichen Materialien, die Gefahr eines unbeabsichtigten Lösens der Schiebetüren aus den zugeordneten Führungsnuten verringern bzw. beseitigen. Der mindestens eine Führungsabschnitt und die zugeordnete Nut im Bereich von sich kontaktierenden Lagerflächen in einer Paarung von unterschiedlichen Materialien können insbesondere aus unterschiedlichen Kunststoffen ausgebildet sein. Gerade bei der Ausbildung von Schiebetüren bzw. Führungsabschnitten und zugeordneten Nuten aus kostengünstigem Kunststoff ist generell die Gefahr recht hoch, dass es zu Verklemmungen kommen kann, da Kunststoffe im allgemeinen eine ehre raue Oberfläche aufweisen und/oder es zu adhesiven Effekten kommen kann.

Der mindestens eine Führungsabschnitt und die zugeordnete Nut können demgemäß im Bereich von sich kontaktierenden Lagerflächen in einer Paarung von Polystyrol (PS) und Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) ausgebildet sein. Durch die Kombination bzw. Paarung dieser Kunststoffwerkstoffe von Polystyrol (PS) und Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) wird eine besonders gute Leichtgängigkeit der Schiebtüren in den Nuten erzielt. Dabei können die Schiebtüren aus einem anderen Werkstoff, insbesondere aus einem anderen Kunststoff hergestellt sein und mit einem der Kunststoffwerkstoffe von Polystyrol (PS) und Ac- rylnitril-Butadien-Styrol (ABS) beschichtet sein oder mit einer solchen Auflage versehen sein. Die Nuten können demgemäß mit dem jeweils anderen Kunststoffwerkstoff von Polystyrol (PS) und Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) beschichtet sein oder mit einer solchen Auflage versehen sein. Gegebenenfalls kann eine Beschichtung von Polystyrol (PS) oder Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) beispielsweise im Zweikomponenten-Spritzgußverfahren angeformt sein.

Die Schiebetür kann insbesondere aus Polystyrol (PS) hergestellt sein und die zugeordnete Nut insbesondere aus Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) hergestellt sein. Polystyrol (PS) eignet sich besonders zu Herstellung von transparenten Bauteilen, so dass insbesondere die Schiebetüten daraus hergestellt sein können. Die gegenüber Acrylnitril- Butadien-Styrol (ABS) höhere Härte des Polystyrols (PS) kann ein weiterer sinnvoller Grund sein, die Schiebetüten aus Polystyrol (PS) herzustellen. In allen erfindungsgemäßen Ausgestaltungen kann das Rastmittel von wenigstens einem Vorsprung im Bereich der Nut gebildet werden, der in einen Rücksprung des Führungsabschnitts der Schiebetür eingreift. Der Vorsprung muss nicht zwingender Weise innerhalb der Nut angeordnet sein, sondern kann beispielsweise auch oberhalb der Nutöffnung im Bereich eines Randes der Nut angeordnet sein, ein einzelner Vorsprung kann an einer diskreten Stelle angebracht sein. Alternativ können sich mehrere diskrete Vorsprünge in Abständen, insbesondere gleichmäßigen Abständen voneinander angeordnet entlang des Schiebeweges der Schiebetüren erstrecken. Der Rücksprung des Führungsabschnitts der Schiebetür kann beispielsweise von einer rillenartigen oder rinneförmigen Vertiefung in einer Seitenwand oder Stirnwand der Schiebetür gebildet werden.

Das Rastmittel kann von wenigstens einem in den Nutspalt ragenden Vorsprung einer Seitenwand der Nut gebildet werden. Der Vorsprung ragt dabei aus der Ebene einer Begrenzungswand der Nut hervor. Der Vorsprung kann insbesondere aus einer Seitenwand der Nut vorzugsweise in einer horizontalen Richtung in den Nutspalt hineinragen. Der Rücksprung des Führungsabschnitts der Schiebetür und der Vorsprung der Nut bilden eine formschlüssige Verbindung, die ein unbeabsichtigtes Herausspringen der Schiebtür aus der Nut verhindert. Vorsprung und Rücksprung sind derart ausgebildet, dass ein Verschieben der Schiebtür in der Nut weiterhin ungehindert möglich ist. Der Rücksprung des Führungsabschnitts der Schiebetür und/oder der Vorsprung der Nut kann sich in den verschiedenen beschriebenen Varianten über die Schiebelänge der Schiebetür erstrecken. So können Vorsprung der Nut und Rücksprung des Führungsabschnitts der Schiebetür sich entlang des Schiebeweges der Schiebetüren vollständig erstrecken. Dies Ausgestaltung erfolgt dann statt eines einzelnen Vorsprungs, der sich an einer diskreten Stelle befindet oder statt Vorsprünge, die an mehreren Stellen in Abständen, insbesondere gleichmäßigen Abständen voneinander angeordnet sind.

Der Vorsprung kann insbesondere im Querschnitt keilförmig ausgebildet sein und der Rücksprung des Führungsabschnitts der Schiebetür, dem Querschnitt des Vorsprungs entsprechend, von einer im Querschnitt V-förmigen Kerbe gebildet werden. Durch die Ausbildung des Vorsprungs in Keilform kann insbesondere eine im Bereich der Nutöffnung einragender Vorsprung eine Anlaufschräge aufweisen, die insbesondere bewirkt, dass ein Wandabschnitt, der die Nut begrenzt, durch ein Einstecken des Führungsab- Schnitts der Schiebetür in die Nut nach außen gebogen wird, wodurch der Führungsabschnitt hinter dem Vorsprung elastisch verrasten kann. Somit ist auch die Montage der Schiebetür in die Nut vereinfacht. In allen erfindungsgemäßen Ausgestaltungen kann der Vorsprung statt an der Nut auch an dem Führungsabschnitt der Schiebetür vorgesehen sein, wobei dann der Rücksprung an der Nut angeordnet ist.

In allen erfindungsgemäßen Ausgestaltungen kann die Paarung von unterschiedlichen Materialien und/oder das Rastmittel an einem Führungsabschnitt und einer zugeordneten Nut an einem horizontalen Wandabschnitt der Schiebetür und/oder an einem vertikalen Wandabschnitt der Schiebetür angeordnet sein. Dabei kann die Schiebetür im Querschnitt insbesondere L-förmig gestaltet sein. In einer speziellen Ausführungsform bildet die L- förmige Schiebetür eine Seitenwand und eine Deckenwand des Lagerabteils.

In allen erfindungsgemäßen Ausgestaltungen kann die dem Führungsabschnitt zugeordnete mindestens eine Nut an einem separaten Führungsbauteil ausgebildet sein, das an dem Lagerabteil oder einer Innenwand des Kältegeräts befestigt ist. Die Nut kann generell einteilig, insbesondere einstückig mit dem Lagerabteil oder der Innenwand des Kältegeräts ausgebildet sein, es kann jedoch zweckmäßig sein, die Nut an einem separaten Führungsbauteil auszubilden und anschließend an dem Lagerabteil oder einer Innenwand des Kältegeräts zu befestigen. Das separate Führungsbauteil kann dabei mittels einer Schnapp-Rastverbindung an dem Lagerabteil oder der Innenwand des Kältegeräts befestigt sein, insbesondere lösbar befestigt sein. Die Schnapp-Rastverbindung kann insbesondere eine Wandung des Lager- abteils oder eine Innenwand des Kältegeräts von zwei gegenüberliegenden Seiten umfassen. Insbesondere ist das Lagerabteil an einer Kältegerätetür angeordnet.

Zusammenfassend ergibt sich durch die Erfindung eine Leichtgängigkeit der Schiebetüren durch eine Paarung von Kunststoffen, wie Polystyrol (PS) und Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS). Mit anderen Worten werden gute Gleiteigenschaften der Schiebetüren erreicht. Durch die Schiebetüren ist ein Vollzugriff beispielsweise in ein Butterfach möglich, insbesondere durch die Anordnung der erfindungsgemäßen Führungen bzw. Nuten. Ein Innenraumteiler kann zusätzlich vorgesehen sein, damit Kühlgut nicht verrutschen kann. Eine beispielhafte Ausführungsform der Erfindung ist an Hand der Figuren 1 bis 3 beschrieben. Aus der detaillierten Beschreibung dieses konkreten Ausführungsbeispiels ergeben sich auch weitere generelle Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung.

Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Kältegeräts, insbesondere Haushaltskältegeräts mit einem Lagerabteil;

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Lagerabteils mit Schiebetüren;

Fig. 3 einen Teilquerschnitt der Schiebetüren gemäß Fig. 2 im Bereich der Nutenführungen.

Ein in Fig. 1 beispielhaft dargestelltes Haushaltskältegerät 1 weist einen Korpus 2 mit ei- nem Innenbehälter 3 auf. Der Innenbehälter 3 ist in einen oben angeordneten Gefrierraum 4 und einen unten angeordneten Kühlraum 5 aufgeteilt. Der Gefrierraum 4 dient im Allgemeinen zum Tiefgefrieren von Gefriergut bei ca. minus 18 Grad Celsius. Dem Gefrierraum 4 ist ein erster Verdampfer 6 zugeordnet, der hinter einer Gefrierraumrückwand 7 ange- ordnet ist. Der Gefrierraum 4 ist bei geöffneter Gefrierraumtür 9 zugänglich. Zum Öffnen weist die Gefrierraumtür 9 einen ersten Griff 10 auf.

Der Kühlraum 5 dient im Allgemeinen zum frostfreien Kühlen von Kühlgut vorzugsweise bei Temperaturen zwischen plus 4 und plus 8 Grad Celsius. Der Kühlraum 5 kann jedoch auch als Null-Grad-Fach, insbesondere zum Frischhalten von Obst oder Gemüse ausgebildet sein. Der Kühlraum 5 weist eine Rückwand 1 1 auf, hinter der der erste Verdampfer für das Gefrierraum 4 angeordnet ist. Ein zweiter Verdampfer dient zum Kühlen des Kühlraums 5. Der Kühlraum 5 ist bei geöffneter Kühlraumtür 14 zugänglich. Zum Öffnen weist die Kühlraumtür 14 einen zweiten Griff 15 auf. An einer Innenseite der Kühlraumtür 14 sind mehrere Türabsteller 16 angebracht. Der oberste Türabsteller bildet ein Lagerabteil 17, das zwei Schiebetüren 18 aufweist. Das Lagerabteil 17 mit den beiden Schiebetüren 18 ist in Fig. 2 näher gezeigt. In der Fig. 2 ist das Lagerabteil 17 in Form eines Türabstellers gezeigt. Das Lagerabteil 17 kann beispielsweise als Butterfach dienen, das in der Regel an der Innenseite der Kühlraumtür 14 befestigt ist. Hierfür weist das Lagerabteil 17 seitliche nach unten offene Ausnehmungen 19 auf, in die entsprechende Vorsprünge an der Innenseite der Kühlraumtür 14 zur Halterung des Lagerabteils 17 eingreifen. Es kann aber auch das Lagerab- teil 17 die Vorsprünge und die Kühlraumtür 14 die Ausnehmungen aufweisen. Das Lagerabteil 17 weist einen Grundkörper 20 mit einem Boden 21 und Seitenwänden 22 auf. Eine Rückwand 23, die in der Regel der Innenseite der Kühlraumtür 14 zugewandt ist, vervollständigt das Lagerabteil 17. Ein Innenraumteiler 24 teilt den Behälterinnenraum im vorliegenden Fall in zwei gleich große Teilräume auf. Der Grundkörper 20 ist in der Regel einstückig ausgebildet. Er kann beispielsweise durch Kunststoff-Spritzguss gebildet werden. Des weiteren umfasst das Lagerabteil 17 zwei übereinander schiebbare Schiebetüren 18, mit denen die Teilräume verschlossen bzw. geöffnet werden können. Jedem Teilraum ist eine Schiebetür 18 zugeordnet. Die beiden Schiebetüren 18 besitzen eine im Querschnitt L-förmige Gestalt. Hierdurch ist ein optimaler Zugriff auf die im Lagerabteil 17 befindlichen Kühlgüter möglich. Im Boden 21 und der Rückwand 23 sind z. B. jeweils zwei parallele Nuten 25a und 25b gebildet, in die jeweils ein Führungsabschnitt 26a und 26b der L-förmigen Schiebetüren 18 eingreift. Dadurch sind die Schiebetüren 18 horizontal verschiebbar und können so weit übereinan- der geschoben werden, dass jeweils einer der Teilräume je nach Stellung der Schiebetüren 18 vollständig geöffnet werden kann.

In Fig. 3 ist ein Teilquerschnitt der Schiebetüren gemäß Fig. 2 im Bereich der Nutenfüh- rungen gezeigt. Der mindestens eine Führungsabschnitt 26a, 26b und die zugeordnete Nut 25a, 25b bildet im Bereich von sich kontaktierenden Lagerflächen eine Paarung von unterschiedlichen Materialien, insbesondere Kunststoffen. Außerdem ist der mindestens eine Führungsabschnitt 26a, 26b durch ein Rastmittel 27 in der zugeordneten Nut 25a, 25b gehalten.

Der mindestens eine Führungsabschnitt 26a, 26b und die zugeordnete Nut 25a, 25b ist im Bereich von sich kontaktierenden Lagerflächen in einer Paarung von Polystyrol (PS) und Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) ausgebildet. Die Schiebetüren 18 sind aus Polystyrol (PS) hergestellt und die zugeordneten Nuten 25a, 25b sind aus Acrylnitril-Butadien-Styrol (ABS) hergestellt. Das Rastmittel 27 wird von wenigstens einem Vorsprung 27a im Bereich der Nut 25a, 25b gebildet, der in einen Rücksprung 27b des Führungsabschnitts 26a, 26b der Schiebetür 18 eingreift. Das Rastmittel 27 wird von einem in den Nutspalt 28 ragenden Vorsprung 27a einer Seitenwand 29 der Nut 25a, 25b gebildet. Der Rücksprung 27b des Führungsabschnitts 26a, 26b der Schiebetür 18 und der Vorsprung 27a erstrecken sich über die Schiebelänge der Schiebetüren 18, d.h. senkrecht aus der Zeichnungsebene der Fg. 3 heraus. Der Vorsprung 27a ist im Querschnitt keilförmig ausgebildet und der Rücksprung 27b des Führungsabschnitts 26a, 26b der Schiebetür 18 wird dem Querschnitt des Vorsprungs entsprechend von einer im Querschnitt V- förmigen Kerbe gebildet. Die dem Führungsabschnitt 26a, 26b zugeordneten Nuten 25a, 25b sind an einem separaten Führungsbauteil 30 ausgebildet, das an dem Lagerabteil 17 befestigt ist. Das separate Führungsbauteil 30 ist mittels einer Schnapp-Rastverbindung 31 an dem Lagerabteil 17 befestigt.