| JP09152229 | REFRIGERATOR |
| JP3887045 | REFRIGERATOR |
| JP10288443 | REFRIGERATOR WITH SWITCHING DEVICE FOR COLD AIR DISCHARGE PORT |
KLINGSHIRN, Astrid (Schwagestr. 23, Giengen, 89537, DE)
PATCHALA, Dasaradh, Kumar (Maximilianstr. 31, Neu-Ulm, 89231, DE)
KLINGSHIRN, Astrid (Schwagestr. 23, Giengen, 89537, DE)
| PATENTANSPRÜCHE Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, mit einem wärmeisolierenden Gehäuse (1 , 2), in dem wenigstens eine Lagerkammer (5) und ein mit der Lagerkammer (5) kommunizierender Luftkanal (6; 10) untergebracht sind, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Wand des Luftkanals (10) wenigstens lokal einen mit einem geruchsabsorbierenden Zuschlag versetzten Schaumstoff (18, 19) aufweist. Kältegerät nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Wand zum überwiegenden Teil den mit dem Zuschlag versetzten Schaumstoff (18, 19) aufweist. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass alle Wände des Luftkanals (10) den mit dem Zuschlag versetzten Schaumstoff (18, 19) aufweisen. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Zuschlag Kohlenstoff, insbesondere Graphit, enthält. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaumstoff expandiertes Polystyrol ist. 6. Kältegerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass Vorsprünge (20) aus dem mit einem geruchsabsorbierenden Zuschlag versetzten Schaumstoff in den Luftkanal (10) hineinragen. |
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Kältegerät, insbesondere ein Haushaltskältegerät, mit einem Geruchsabsorber. In der nahezu hermetisch geschlossenen Lagerkammer eines Kältegeräts können Gerüche, die von darin gelagerten Lebensmitteln oder von an einer unzureichend gereinigten Stelle wachsenden Keimen herrühren, nicht entweichen. Die
Geruchsmoleküle neigen dazu, sich in nicht luftdicht verpackten Lebensmitteln zu lösen und dadurch deren Geruch und Geschmack zu beeinträchtigen. Um
Geruchsbeeinträchtigungen durch Keimwachstum zu vermeiden, wurde bereits vorgeschlagen, Oberflächen im Innern von Haushaltskältegeräten mit einer
keimhemmenden Ausrüstung, insbesondere mit einem Silberionen abgebenden Zuschlag zu versehen. Fremdgerüche, die auf in dem Kältegerät aufbewahrte Lebensmittel zurückgehen, können auf diese Weise jedoch nicht unterdrückt werden. Um auch solche Gerüche zu beseitigen, wurde vorgeschlagen, ein Aktivkohlefilter in einem Luftkanal anzubringen, in dem die Luft im Innern des Kältegeräts zirkuliert.
Um das nutzbare Volumen des Kältegeräts nicht wesentlich zu beeinträchtigen, sind die Abmessungen eines solchen Filters klein, und die Menge des geruchsbindenden
Materials ist entsprechend gering. Außerdem behindert ein Filter, durch das die Luft passieren muss, die Luftzirkulation im Innern des Geräts, so dass ein entsprechend kräftiges Gebläse benötigt wird, um eine zum Beispiel für einen Temperaturausgleich zwischen verschiedenen Teilen einer Lagerkammer erforderliche Intensität der
Luftzirkulation aufrecht zu halten.
Aufgabe der Erfindung ist, ein Kältegerät zu schaffen, das eine wirksame
Geruchsunterdrückung bietet, aber dabei den mit dem Einbau eines Filters in einem Luftkanal verbundenen Montageaufwand vermeidet und zum Aufrechterhalten einer zur Geruchsunterdrückung erforderlichen Luftzirkulation nur eine geringe Antriebsleistung benötigt. Die Aufgabe wird gelöst, indem bei einem Kältegerät mit einem wärmeisolierenden Gehäuse, in dem wenigstens eine Lagerkammer und ein mit der Lagerkammer kommunizierender Luftkanal untergebracht sind, eine Wand des Luftkanals wenigstens lokal einen mit einem geruchsabsorbierenden Zuschlag versetzten Schaumstoff aufweist oder aus einem solchen Schaumstoff gebildet ist. Da eine Wand des Luftkanals ohnehin erforderlich ist, um die Luft zu führen, geht durch die Verwendung des mit dem Zuschlag versetzten Schaumstoffs für die Wand des Luftkanals kein für die Lagerkammer nutzbares Volumen im Kältegerät verloren. Der Druckabfall im Luftkanal ist minimal, da die Luft nicht durch eine geruchsabsorbierende Filterschicht hindurch gedrückt werden muss, sondern den Schaumstoff der Wand im Wesentlichen nur überstreicht.
Um eine wirksame, lang anhaltende Geruchsunterdrückung zu erzielen, sollte eine große Menge des geruchsbindenden Zuschlags vorhanden sein. Daher weist die Wand vorzugsweise zum überwiegenden Teil, am besten im Wesentlichen vollständig, den mit dem Zuschlag versetzten Schaumstoff auf oder ist zum überwiegenden Teil, am besten vollständig aus dem mit dem Zuschlag versetzten Schaumstoff gebildet.
Als Zuschlag kommt Kohlenstoff, insbesondere in Form von Graphit, in Betracht.
Der Schaumstoff ist vorzugsweise wärmedämmend ausgebildet. Bevorzugt weisen alle Wände des Luftkanals den mit dem Zuschlag versetzten Schaumstoff auf. Der
Schaumstoff ist vorzugsweise expandiertes Polystyrol.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren.
Es zeigen:
Fig. 1 einen schematischen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes
Kältegerät;
Fig. 2 ein vergrößertes Detail im Schnitt entlang der Ebene II-II aus Fig. 1 ;
Fig. 3 ein Stück eines Kaltluftkanals in perspektivischer Ansicht; und Fig. 4 eine zu Fig. 3 analoge Ansicht eines abgewandelten Stücks
Kaltluftkanal.
Fig. 1 zeigt einen schematischen Schnitt durch ein Kältegerät in No-Frost-Bauweise. Ein Korpus 1 und eine Tür 2 umschließen einen Innenraum 3, der durch eine Trennwand 4 in eine Lagerkammer 5 für Kühlgut und eine Verdampferkammer 6 unterteilt ist. Die
Verdampferkammer 6 enthält einen Verdampfer 7 und einen Ventilator 8, der Luft aus der Lagerkammer 5 über Öffnungen 9 an einer Vorderseite der Trennwand 4 in die
Verdampferkammer 6 hinein und durch den Verdampfer 7 hindurch saugt und in einen Kaltluftkanal 10 ausstößt, der sich entlang einer Rückwand 1 1 des Korpus 1 abwärts erstreckt und über dessen Länge mehrere Austrittsöffnungen 12 verteilt sind, über die sich die Kaltluft in der Lagerkammer 5 verteilt.
Der Korpus 1 ist in an sich bekannter Weise zusammengefügt aus einem einteilig aus Kunststoff tiefgezogenen Innenbehälter 13, einer aus mehreren plattenförmigen
Elementen 14 zusammengefügten Außenwand und einer Isolationsschicht 15, die durch Ausschäumen eines Zwischenraums zwischen Innenbehälter 13 und plattenartigen Elementen 14 mit einem Polyurethanharz erhalten ist.
Fig. 2 zeigt einen Schnitt durch die Rückwand 1 1 des Korpus 1 und den darin gebildeten Kaltluftkanal 10. In dem Innenbehälter 13 ist eine rinnenförmige Vertiefung 16 angezogen, in der ein im Querschnitt C-förmiges Hohlprofil 17 aufgenommen ist. Das Hohlprofil 17 erstreckt sich im wesentlichen über die gesamte Länge der Vertiefung 16 zwischen dem Ventilator 8 und einer Austrittsöffnung 12 am unteren Ende der Vertiefung 16. Der Kaltluftkanal 10 hat einen rechteckigen Querschnitt, von dessen vier Seiten eine durch den Innenbehälter 13 und die drei übrigen durch das innen mit einer Schicht 18 aus kohlenstoffbeaufschlagtem expandiertem Polystyrol ausgekleidete Hohlprofil 17 gebildet ist. Die Polystyrolschicht 18 bindet in der zirkulierenden Luft mitgeführte
Geruchsmoleküle. Die Innenflächen des Kaltluftkanals 10 können wie in Fig. 3 oder 4 gezeigt,
dreidimensional strukturiert und insbesondere mit vorspringenden Rippen 20 versehen sein. Fig. 3 zeigt einen Abschnitt eines Hohlprofils 17, dessen Polystyrolschicht 18 mehrere sich in Längsrichtung des Hohlprofils erstreckende Rippen 20 aufweist. Diese erhöhen nicht nennenswert den Strömungswiderstand des Luftkanals 10, vergrößern aber erheblich die Oberfläche, an der eine Bindung von Geruchsmolekülen stattfinden kann.
Rippen 20 können auch wie in Fig. 4 gezeigt quer zur Strömungsrichtung der Luft im Kanal 10 ausgerichtet sein, um die Luft zu verwirbeln und dadurch den Kontakt mit den geruchsbindenden Oberflächen zu intensivieren. Alternierend angeordnete Rippen 20 zwingen in der Darstellung der Fig. 4 die Luft im Kanal 10 auf eine mäandernde Bahn.
Auch die Verdampferkammer 6 selbst kann in einem weiteren Sinne als ein Luftkanal im Sinne der Erfindung angesehen werden und großflächig mit Platten 19 aus kohlenstoff- bzw. graphitbeaufschlagtem Polystyrol ausgekleidet sein. Die Platten 19 können gleichzeitig als eine Einfassung für den Verdampfer 7 dienen, die den Verdampfer oben, unten und an den Seiten umgibt und verhindert, dass Luft am Verdampfer 7 vorbei von den Öffnungen 9 zum Ventilator 8 gelangen kann.
