HOLZER, Stefan (Spritzenhausplatz 12, Aalen, 73430, DE)
MALISI, Michaela (Otto-Schott-Straße 24, Heidenheim, 89518, DE)
RAU, Sebastian (Burgstallstr. 2, Stödtlen, 73495, DE)
ANGELIS, Walter (Winterhalde 13, Sontheim, 89567, DE)
HOLZER, Stefan (Spritzenhausplatz 12, Aalen, 73430, DE)
MALISI, Michaela (Otto-Schott-Straße 24, Heidenheim, 89518, DE)
RAU, Sebastian (Burgstallstr. 2, Stödtlen, 73495, DE)
| PATENTANSPRÜCHE Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät (1), aufweisend eine Kälteerzeugungsvorrichtung (8) zum Kühlen mindestens eines Innenraumes (4, 5) des Kältegeräts, einen Strömungskanal (9) und wenigstens ein Lüfterrad (10) zum Fördern von Kühlluft durch den Strömungskanal (9) von der Kälteerzeugungsvorrichtung (8) zu dem Innenraum (4, 5), sowie eine Schließeinrichtung (11) zum Schließen des Strömungskanals (9), dadurch gekennzeichnet, dass die Schließeinrichtung (11) mit dem Lüfterrad (10) mitrotierend verbunden ist. Kältegerät nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Schließeinrichtung (1 1) wenigstens eine am Lüfterrad (10) beweglich gelagerte Klappe (11 a) aufweist. Kältegerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüfterrad (10) mehrere Schaufeln (12) aufweist, von denen jeweils zwei benachbarte Schaufeln (12) einen Radialströmungskanal (13) begrenzen und jedem Radialströmungskanal (13) eine eigene Klappe (1 1a) zugeordnet ist. Kältegerät nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an jeder Schaufel (12) jeweils wenigstens eine Klappe (1 1a) beweglich gelagert ist. Kältegerät nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Klappe (1 1a) zumindest an einem Abschnitt eine Außenkontur aufweist, die einer Teilkontur einer Schaufel (12) entspricht. Kältegerät nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Klappe (1 1a) in ihrer den Radialströmungskanal (13) freigebenden geöffneten Position zumindest entlang eines Abschnitts den Radialströmungskanal (13) begrenzt. 7. Kältegerät nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Klappe (1 1a) schwenkbar an einer Schaufel (12) des Lüfterrades (10) gelagert ist. 8. Kältegerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (1 1a) in einem radial mittleren Bereich der Schaufel (12) des Lüfterrades (10) gelagert ist und sich radial nach außen erstreckt. 9. Kältegerät nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (1 1a) eine Form aufweist, die der Kontur der Schaufel (12) des Lüfterrades (10) entspricht, so dass die Klappe (1 1a) in ihrer den Radialströmungskanal (13) freigebenden geöffneten Position flächig an einer dem Radialströmungskanal (13) zugewandten Seite der Schaufel (12) anliegt. 10. Kältegerät nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Klappe (1 1a) durch einen schwenkbaren Teil einer Schaufel (12) des Lüfterrades (10) gebildet wird. 11. Kältegerät nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Lüfterrad (10) wenigstens einen Anschlag (14), insbesondere mehrere, jeweils jedem Radialströmungskanal (13) zugeordnete Anschläge (14) aufweist, an denen die Klappen (11 a) in ihren die Radialströmungskanäle (13) freigebenden geöffneten Positionen jeweils anliegen. 12. Kältegerät nach einem der Ansprüche 2 bis 1 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Klappe (11 a) mittels einer Feder (15) in eine den Strömungskanal (9, 13) verschließende Position vorgespannt gehalten ist. 13. Kältegerät nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (15) durch ein die Klappe (1 1a) an dem Lüfterrad (10) bzw. der zugeordneten Schaufel (12) schwenkbar lagerndes Firmscharnier (16) gebildet wird. 14. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließeinrichtung (1 1) an dem Lüfterrad (10) bzw. die wenigsten eine Klappe (11 a) an der zugeordneten Schaufel (12) derart gelagert ist, dass die Schließeinrichtung (1 1) bzw. die wenigsten eine Klappe (1 1a) durch Fliehkrafteinfluss des sich drehenden Lüfterrades (10) in eine den Strömungskanal (9) bzw. den Radialströmungskanal (13) freigebende geöffnete Position bewegt wird. 15. Kältegerät nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließeinrichtung (1 1) längen- und/oder krümmungsveränderliche Wandabschnitte von Schaufeln (12) des Lüfterrades (10) oder längen- und/oder krümmungsveränderliche Aktoren (17), insbesondere Folien zum Bewegen beweglich gelagerter Klappen (1 1a) oder Wandabschnitte von Schaufeln (12) aufweist, die insbesondere elektrostatisch oder elektromagnetisch betätigt werden. |
Strömungskanals
Die Erfindung betrifft ein Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, aufweisend eine Kälteerzeugungsvorrichtung zum Kühlen mindestens eines Innenraumes des Kältegeräts, einen Strömungskanal und wenigstens ein Lüfterrad zum Fördern von Kühlluft durch den Strömungskanal von der Kälteerzeugungsvorrichtung zu dem Innenraum, sowie eine Schließeinrichtung zum Schließen des Strömungskanals.
Die JP 2007155146 A beschreibt ein Kältegerät mit einem Gebläse. Das Gebläse fördert Kaltluft, die von einem Kühlaggregat erzeugt wird, in das Kältegerät. Um die Zufuhr von Kaltluft zu steuern, ist das Gebläse in einem Gehäuse gelagert, das eine Saugöffnung und mehrere Luftauslassöffnungen aufweist. Jeder Luftauslassöffnung ist ein Ablenkblech zugeordnet. Die Ablenkbleche werden von einem Antrieb oszillierend bewegt, sowie geöffnet und geschlossen.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine verbesserte Schließeinrichtung zum Öffnen und Schließen wenigstens eines Strömungskanals zu schaffen, durch den von einem Gebläse geförderte Kühlluft bewegt wird.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Kältegerät, insbesondere Haushaltskältegerät, aufweisend eine Kälteerzeugungsvorrichtung zum Kühlen mindestens eines Innenraumes des Kältegeräts, einen Strömungskanal und wenigstens ein Lüfterrad zum Fördern von Kühlluft durch den Strömungskanal von der Kälteerzeugungsvorrichtung zu dem Innenraum, sowie eine Schließeinrichtung zum Schließen des Strömungskanals, dadurch gekennzeichnet, dass die Schließeinrichtung mit dem Lüfterrad mitrotierend verbunden ist.
Die Kälteerzeugungsvorrichtung kann beispielsweise einen Kältekreislauf aufweisen, in dem ein Kältemittel durch einen Verdichter, einen Verdampfer und einen Verflüssiger ge- fördert wird. Mittels wenigstens eines Lüfterrades kann Luft entlang bzw. durch den Verdampfer geblasen werden, wodurch sich die Luft abkühlt und als Kühlluft in den Innenraum des Kältegerätes geleitet werden kann, um darin gelagertes Kühlgut zu kühlen. Das Lüfterrad kann durch einen elektrischen Antrieb d.h. einem Motor angetrieben sein. Die Kühlluft wird durch einen Strömungskanal von dem Verdampfer in den Innenraum geleitet. Das Lüfterrad kann mehrere Schaufeln aufweisen, welche die Luft fördern. Die Zwischenräume zwischen jeweils zwei benachbarten Schaufeln bilden dabei auch einen Teil des Strömungskanals, da die Luft zwischen den jeweils zwei benachbarten Schaufeln hindurchströmt und werden deshalb im Folgenden auch als Radialströmungskanäle bezeich- net. Indem die Schließeinrichtung mit dem Lüfterrad mitrotierend verbunden ist, kann die Schließeinrichtung durch das Lüfterrad betätigt werden. Insbesondere kann die Schließeinrichtung aufgrund einer Drehbewegung des Lüfterrades geöffnet werden. Außerdem kann die Schließeinrichtung eingerichtet sein, bei einem Stillstand des Lüfterrades eine Schließstellung einzunehmen. Die Schließeinrichtung kann ausgebildet sein, in die Schließstellung vorgespannt zu sein, so dass die Schließeinrichtung eine Grundstellung einnimmt, in welcher der Strömungskanal bzw. die Strömungskanäle geschlossen sind. Bei geschlossenen Strömungskanälen kann keine Kühlluft oder Falschluft durch das Lüfterrad und/oder den Strömungskanal strömen. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn das Lüfterrad nicht angetrieben wird und keine Kühlluft gefördert werden soll. Durch die geschlossenen Strömungskanäle wird beispielsweise eine Falschluftströmung, die beispielsweise aufgrund von Konvektion auftreten würde, durch die Schließstellung der Schließeinrichtung unterbunden.
In allen Ausführungsformen kann die Schließeinrichtung insbesondere durch eine Fliehkraft betätigt werden, die wirkt, wenn das Lüfterrad sich dreht. In diesen Ausführungsfor- men wird die Klappe bzw. werden die Klappen nicht durch den Druck der Lüftströmung aufgedrückt, sondern durch Fliehkräfte aufgrund der Eigenmasse der Klappe bzw. der Klappen betätigt. Die Klappe bzw. die Klappen können dabei prinzipiell wahlweise eingerichtet sein, dass sie durch die Fliehkräfte geöffnet werden oder geschlossen werden. In die jeweils andere Richtung können die Klappen federvorgespannt sein. In den meisten Anwendungsfällen können die Klappen in ihre Schließestellungen vorgespannt sein und durch die Fliehkräfte in ihre Offenstellungen geöffnet werden.
Die Schließeinrichtung kann wenigstens eine am Lüfterrad beweglich gelagerte Klappe aufweisen. Die wenigstens eine Klappe kann passiv, d.h. antriebslos an dem Lüfterrad gelagert sein. Beispielsweise kann die Klappe schwenkbar am Lüfterrad gelagert sein. Die Klappe kann derart am Lüfterrad angeordnet und/oder gelagert sein, dass bei Rotation des Lüfterrades die wenigstens eine Klappe einer Fliehkraft ausgesetzt ist, die ein Öffnen der wenigstens eine Klappe bewirkt. Die Fliehkraft kann beispielsweise aufgrund der Eigenmasse der wenigstens einen Klappe, die um eine Drehachse des Lüfterrades mit dem Lüfterrad mitrotiert, auftreten.
Das Lüfterrad kann mehrere Schaufeln aufweisen, von denen jeweils zwei benachbarte Schaufeln einen Radialströmungskanal begrenzen und jedem Radialströmungskanal eine eigene Klappe zugeordnet ist. Das Lüfterrad kann beispielsweise ein Radiallüfter sein. Der Radiallüfter kann mehrere Schaufeln aufweisen. Zwischen jeweils zwei Schaufeln wird ein Radialströmungskanal gebildet. Jeder Radialströmungskanal kann Teil des gesamten Strömungskanals sein. In jeweils jedem Radialströmungskanal kann eine eigene Klappe mit dem Lüfterrad mitrotierend verbunden und/oder gelagert sein. In ihren
Schließstellungen verschließen die Klappen ihre zugeordneten Radialströmungskanäle. In ihren Offenstellungen kann Kühlluft durch das Lüfterrad gefördert werden.
An jeder Schaufel kann jeweils wenigstens eine Klappe beweglich gelagert sein. Jede Klappe kann dabei mit einem proximalen Ende an einer Seitenwand einer Schaufel schwenkbar gelagert sein und in der Schließstellung mit einem distalen Ende an einer Seitenwand der gegenüberliegenden Schaufel dichtend anliegen. Die Klappen können insoweit auch analog einer biologischen Gefäßklappe angeordnet bzw. derart ausgebildet sein.
In allen erfindungsgemäßen Ausführungen kann die wenigstens eine Klappe zumindest an einem Abschnitt eine Außenkontur aufweisen, die einer Teilkontur einer Schaufel ent- spricht. In den geöffneten Stellungen der Klappen liegen diese insoweit flächig an den Seitenwänden der Schaufeln an, so dass die Radialströmungskanäle möglichst unbeein- flusst belieben. Die Außenkonturen der Klappen bilden somit in dieser Ausführung in den geöffneten Stellungen Teilkonturen der Schaufeln.
Demgemäß kann in allen erfindungsgemäßen Ausführungen die wenigstens eine Klappe in ihrer den Radialströmungskanal freigebenden geöffneten Position zumindest entlang eines Abschnitts den Radialströmungskanal begrenzen.
Generell kann die wenigstens eine Klappe schwenkbar an einer Schaufel des Lüfterrads gelagert sein. Die Klappen können zwischen zwei gegenüberliegenden, insbesondere kreisförmigen Stirnwänden des Lüfterrades gelagert sein. Die Klappen können jedoch unmittelbar an Seitenwänden der Schaufeln des Lüfterrads gelagert sein. Jede Klappe kann an einer Schaufel mittels eines Scharniergelenks schwenkbar gelagert sein. Die Klappen können mittels Filmscharnieren an den Schaufeln gelagert sein. Es kann jeweils ein separates Filmscharnier vorgesehen sein, das einerseits mit einer Klappe und ande- rerseits mit einer Schaufel verbunden ist. Das Filmscharnier kann jedoch auch einstückig mit der Klappe und/oder mit der Schaufel ausgebildet sein. Jede Klappe kann einstückig mit der zugeordneten Schaufel ausgebildet sein. Es können auch alle Klappen des Schaufelrades zusammen mit allen Schaufeln als einstückiges Bauteil, insbesondere Kunststoffspritzgussbauteil ausgebildet sein. Die Klappe kann in einem radial mittleren Bereich der Schaufel des Lüfterrads gelagert sein und sich radial nach außen erstrecken. Die Schaufeln können dabei bogenförmig gekrümmt ausgebildet sein. Jeweils eine Klappe kann in einem mittleren Bereich, insbesondere an der jeweiligen konkaven Seite der Schaufel gelagert sein. Die Klappen können dabei eine den Schaufeln entsprechend bogenförmig gekrümmt Kontur aufweisen. In einer Ausführung kann die Klappe eine Form aufweisen, die der Kontur der Schaufel des Lüfterrads entspricht, so dass die Klappe in ihrer den Radialströmungskanal freigebenden geöffneten Position flächig an einer dem Radialströmungskanal zugewandten Seite der Schaufel anliegt. Die Seitenwände der Schaufeln bilden insoweit Anschläge, an denen die Klappen in ihren geöffneten Positionen anliegen. Die Schaufeln sind in dieser Ausführung starr an dem Lüfterrad ausgebildet und erstrecken sich nach außen bis zum Umfangsrand des Lüfterrades bzw. zumindest bis nahe an den Umfangsrand des Lüfterrades heran.
In allen erfindungsgemäßen Ausführungen kann die wenigstens eine Klappe durch einen schwenkbaren Teil einer Schaufel des Lüfterrads gebildet werden. Die Klappen werden in dieser Ausführung insoweit von beweglichen Teilen der Schaufeln selbst gebildet. Jede Schaufel kann dabei einen feststehenden Schaufelabschnitt und einen schwenkbaren Schaufelabschnitt aufweisen. Die feststehenden Schaufelabschnitte können insbesondere von den radial innen liegenden Teilen der Schaufeln gebildet werden. Die schwenkbaren Schaufelabschnitte können insbesondere von den radial außen liegenden Teilen der Schaufeln gebildet werden. Das Lüfterrad kann dabei wenigstens einen Anschlag, insbesondere mehrere, jeweils jedem Radialströmungskanal zugeordnete Anschläge aufweisen, an denen die Klappen in ihren die Radialströmungskanäle freigebenden geöffneten Positionen jeweils anliegen. Insbesondere in der Ausführung, bei der die Klappen von beweglichen Teilen der Schaufeln selbst gebildet werden, können Anschläge an einer stirnseitigen Kreisscheibe des Lüfterrades ausgebildet sein. Die Anschläge können von innenseitigen Vorsprüngen an der stirnseitigen Kreisscheibe des Lüfterrades gebildet werden. Die innenseitigen Vorsprüngen können im inneren Bereich des Umfangsrandes des Lüfterrades gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordnet sein und insbesondere der Anzahl der Schaufeln bzw. der Klappen entsprechen. In allen erfindungsgemäßen Ausführungen kann die Klappe mittels einer Feder in eine den Strömungskanal verschließende Position vorgespannt gehalten sein. Die Feder kann durch ein die Klappe an dem Lüfterrad bzw. der zugeordneten Schaufel schwenkbar lagerndes Firmscharnier gebildet werden. Die Federkraft wird in dieser Ausführung aus der Federsteifigkeit des Materials des Filmscharniers bzw. des Materials des der Klappe ge- wonnen. Es kann jedoch alternativ eine separate Feder, beispielsweise ein Federstahl- plättchen vorgesehen sein, die mit der zugehörigen Klappe und dem Lüfterrad bzw. der zugehörigen Schaufel verbunden ist.
In allen erfindungsgemäßen Ausführungen kann die Schließeinrichtung an dem Lüfterrad derart gelagert sein, dass die Schließeinrichtung durch Fliehkrafteinfluss des sich drehen- den Lüfterrades in eine den Strömungskanal und/oder den Radialströmungskanal freigebende geöffnete Position bewegt wird.
In allen erfindungsgemäßen Ausführungen kann die wenigsten eine Klappe an der zugeordneten Schaufel derart gelagert sein, dass die wenigsten eine Klappe durch Fliehkrafteinfluss des sich drehenden Lüfterrades in eine den Strömungskanal und/oder den Radi- alströmungskanal freigebende geöffnete Position bewegt wird.
In allen erfindungsgemäßen Ausführungen kann die Schließeinrichtung längen- und/oder krümmungsveränderliche Wandabschnitte von Schaufeln des Lüfterrades aufweisen. Diese längen- und/oder krümmungsveränderlichen Wandabschnitte können beispielsweise elektrostatisch oder elektromagnetisch betätigt werden. Insbesondere können die längen- und/oder krümmungsveränderliche Wandabschnitte, die mit dem Lüfterrad mitrotieren, durch eine stationäre d.h. nicht mit rotierende Stelleinrichtung, insbesondere berührungslos betätigt werden.
In alternativen Ausführungen kann die Schließeinrichtung längen- und/oder krümmungsveränderliche Aktoren aufweisen, die zum Bewegen beweglich gelagerter Klappen oder Wandabschnitte von Schaufeln ausgebildet sind. Beispielsweise können die längen- und/oder krümmungsveränderliche Aktoren von Folien gebildet werden, die beispielsweise elektrostatisch oder elektromagnetisch betätigt werden. Es können jedoch auch andere elektrostatisch oder elektromagnetisch zu betätigende Aktoren vorgesehen werden. Die Aktoren können mit dem Lüfterrad mitrotieren. Insbesondere können auch die Aktoren durch eine stationäre d.h. nicht mit rotierende Stelleinrichtung, insbesondere berührungslos angesteuert werden.
Zusammenfassend und mit anderen Worten dargestellt ergibt sich somit durch die Erfindung unter Anderem ein Gebläse, welches im abgeschalteten Zustand automatisch die Luftkanäle verschließen kann. So können beispielsweise ungewünschte Luftströmungen verhindert werden. Die Vermeidung unerwünschter Luftströmungen ist insbesondere für so genannte No-Frost-Kältegeräte von Bedeutung, da besonders bei solchen Kühlgeräten unkontrollierte Luftbewegungen zu Eis- oder Reifbildung an unerwünschter Stelle führen kann.
Bei passiven Systemen d.h. Schließeinrichtungen, die durch den Luftdruck der Luftströ- mungen geöffnet werden, wird der gewünschte Kühlluftstrom mitunter behindert. Dies kann auch zur Geräuschentstehung beitragen. Des Weiteren ist bei passiven Systemen eine Mindestgeschwindigkeit bzw. ein Mindestdruck der Luft erforderlich, um die Schließeinrichtung bzw. die Klappen überhaupt öffnen zu können. Diese Mindestgeschwindigkeit ist insbesondere bei Kältegeräten nicht immer gegeben, so dass die Schließeinrichtung bzw. die Klappen bei rein passiven Systemen, die durch den Luftdruck der Luftströmungen geöffnet werden, es zu Fehlfunktionen kommen kann. Rein aktiv betätigte Klappen verursachen hingegen bei der Herstellung Mehrkosten gegenüber den passiven Systemen, da zusätzliche aktive Stelleinrichtungen vorgesehen werden müssen. Bei der Erfindung kann der Verschluss der Luftkanäle durch das Lüfterrad selbst bewirkt werden. Das Lüfterrad kann ein Laufrad eines Radialgebläses sein. Beispielsweise können die äußeren Schaufelabschnitte beweglich am Lüfterrad gelagert sein.
Das Öffnen der Luftdurchtritte im Lüfterrad bzw. der Radialströmungskanäle benötigt keine gesonderte Hilfsenergie und keinen Zusatzantrieb. Wenn das Lüfterrad rotiert, drückt beispielsweise die Fliehkraft die gelagerten Teile der Schaufeln bzw. die Klappen in die geöffnete Position, so dass die Luft hindurch strömen kann. Die Klappen können beispielsweise scharnierartig mechanisch gelagert oder elastisch befestigt sein. Eine maximale geöffnete Position der Klappen kann durch entsprechende Anschläge erreicht werden. Durch die erfindungsgemäßen Ausbildungen entstehen im Betrieb weniger bzw. keine Strömungshindernisse und weniger bzw. keine zusätzlichen Strömungsgeräusche. Auch erlaubt das erfindungsgemäße Prinzip, die Schließeinrichtung mit dem Lüfterrad mitrotierend zu verbinden bzw. durch die Fliehkraft des sich drehenden Lüfterrades die Klappen sich öffnen zu lassen, auch bei langsamen Luftgeschwindigkeiten eine sichere Funktion, da die Fliehkraft höhere Stellkräfte bewirken kann, als der Strömungsdruck alleine.
Die Klappen können mittels Scharniere, insbesondere Folienscharniere schwenkbar an dem Lüfterrad bzw. an den Schaufeln des Lüfterrades gelagert sein. Die Folienscharniere können mit einer inneren Federspannkraft ausgebildet sein, welche die Klappen in die Schließpositionen vorspannt. Alternativ zu Folienscharnieren mit immanenter Federkraft können die Klappen auch mittels separater Federn in die Schließpositionen vorgespannt werden. Dies ist besonders dann sinnvoll, wenn die Rückstellkraft des Folienscharniers nicht ausreicht die Klappen vollständig zu schießen. Falls die Klappen bzw. die beweglichen Teile der Schaufeln sich durch die Fliehkräfte zu stark verwinden, können zusätzliche feststehende Schaufeln als Anschlag dienen. Dabei können sich die Klappen in ihren geöffneten Positionen and die feststehenden Schaufeln anlegen.
Statt eines mechanischen Scharniers oder eines Folienscharniers können auch längen- und/oder krümmungsveränderliche Klappen oder Folien vorgesehen werden. Die längen- und/oder krümmungsveränderlichen Klappen oder Folien bilden dabei bewegliche Schaufelabschnitte Diese Klappen oder Folien können aus veränderlichen Werkstoffen gebildet werden und zum Beispiel durch elektrostatische oder elektromagnetische Felder ihre Länge bzw. Krümmung ändern und so gezielt als Aktoren gesteuert werden.
Generell können und/oder sollten die Klappen bzw. Folien so lang sein, dass sie im Ru- hezustand einen gegenüberliegenden Abschnitt einer wand des Strömungskanals berühren und somit den Strömungskanal schließen. Dadurch kann beispielsweise eine natürliche Konvektion wirksam unterbunden werden.
Mit der erfindungsgemäßen, mit dem Lüfterrad mitrotierend verbundenen Schließeinrichtung kann somit eine unerwünschte Kühlluftströmung bei abgeschaltetem Gebläse ver- hindert bzw. zumindest deutlich reduziert werden. In Folge kann insbesondere bei No- Frost- Kältegeräten Eis- bzw. Reifbildung an unerwünschten Stellen verhindert bzw. zumindest deutlich reduziert werden. Die erfindungsgemäßen Ausgestaltungen können auf einfache Weise und kostengünstig d.h. ohne Mehrkosten für Antriebe oder zusätzliche aktive Bauteile hergestellt werden. Es tritt insbesondere keine Strömungsbehinderung ein, wodurch kein zusätzliches unerwünschtes Geräusch entsteht und keine zusätzliche, unnötige Energie verbraucht wird.
Weitere Merkmale und Vorteile der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren. Konkrete Merkmale einzelner Ausführungsbeispiele können allgemeine Merkmale der Erfindung darstellen.
Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Kältegerätes mit einer Kälteerzeugungsvorrichtung und einem Innenraum;
Fig. 2 eine perspektivische Ansicht einer beispielhaften Ausführung eines Lüfterrades zum Fördern von Kühlluft durch einen Strömungskanal von einer Kälteerzeugungsvorrichtung zum Innenraum mit einer erfindungsgemäßen Schließeinrichtung in einer geschlossenen Position; Fig. 3 eine perspektivische Ansicht des erfindungsgemäßen Lüfterrades gemäß Fig. 2 mit der erfindungsgemäßen Schließeinrichtung in einer geöffneten Position bei rotierendem Lüfterrad; Fig. 4 eine perspektivische Ansicht einer alternativen Ausführung eines Lüfterrades mit einer erfindungsgemäßen Schließeinrichtung, die mittels Federn vorgespannt ist;
Fig. 5 eine perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführung eines Lüfterrades mit einer erfindungsgemäßen Schließeinrichtung, die längen- und/oder krümmungsveränderlich ausgebildet ist.
Die Fig. 1 zeigt ein Haushaltskältegerät 1 mit einem Korpus 2 und wenigstens einem Innenraum 3, in dem Kühlgut gelagert werden kann. Das Haushaltskältegerät 1 weist im dargestellten Ausführungsbeispiel einen Gefrierraum 4 zur Lagerung von Lebensmitteln unterhalb des Gefrierpunktes von Wasser, insbesondere zur Lagerung von Lebensmitteln bei ca. minus 18 Grad Celsius auf. Des Weiteren weist das Haushaltskältegerät 1 einen Kühlraum 5 zur Lagerung von Lebensmitteln über dem Gefrierpunkt von Wasser, insbesondere zur Lagerung von Lebensmitteln zwischen 0 Grad und 8 Grad Celsius auf. Dem Gefrierraum 4 ist ein erster Verdampfer 6 zugeordnet. Dem Kühlraum 5 ist ein zweiter Verdampfer 7 zugeordnet, die Verdampfer 6 und 7 sind an einen Kältekreislauf einer Kälteerzeugungsvorrichtung 8 angeschlossen. Durch die Kälteerzeugungsvorrichtung 8 und den Verdampfern 6 und 7 wird über einen Strömungskanal 9, der an einem Ausblasgitter 9a endet, gekühlte Luft beispielsweise in den Kühlraum 5 eingeblasen. Die Kühlluft wird mittels eines der in den Figuren 2 bis 5 dargestellten Ausführungsformen von erfindungsgemäßen Lüfterrädern 10 in den Kühlraum 5 bzw. den Gefrierraum 4 eingeblasen.
Das in Fig. 2 dargestellte Lüfterrad 10 weist eine Schließeinrichtung 1 1 zum Schließen des Strömungskanals 9 auf. Die Schließeinrichtung 11 ist mit dem Lüfterrad 10 mitrotierend verbunden. Im gezeigten Ausführungsbeispiel weist die Schließeinrichtung 11 meh- rere am Lüfterrad 10 beweglich gelagerte Klappen 1 1a auf. Das Lüfterrad 10 weist mehrere, insbesondere gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel elf Schaufeln 12 auf, von denen jeweils zwei benachbarte Schaufeln 12 einen Radialströmungskanal 13 begrenzen und jedem Radialströmungskanal 13 eine eigene Klappe 11a zugeordnet ist. An jeder Schaufel 12 ist jeweils eine einzelne Klappe 11 a beweglich d.h. schwenkbar gelagert. Jede Klappe 1 1a weist eine Krümmung auf, die der Schaufel 12 entspricht. Jede Klappe 11 a wird durch einen schwenkbaren Teil einer der Schaufeln
12 des Lüfterrades 10 gebildet. Die Klappen 11 a werden in dieser Ausführung von beweglichen Teilen der Schaufeln 12 selbst gebildet. Jede Schaufel 12 kann dabei einen feststehenden Schaufelabschnitt 12a und einen schwenkbaren Schaufelabschnitt 12b aufweisen. Die feststehenden Schaufelabschnitte 12a werden von den radial innen liegenden Teilen der Schaufeln 12 gebildet. Die schwenkbaren Schaufelabschnitte 12b, die die
Klappen 1 1a bilden, werden von den radial außen liegenden Teilen der Schaufeln 12 gebildet.
Wie in Fig. 3 dargestellt, begrenzen die Klappen 11 a in ihrer den Radialströmungskanal
13 freigebenden geöffneten Position zumindest wenigstens entlang eines Abschnitts den Radialströmungskanal 13. Jede Klappe 11 a ist an einer zugeordneten Schaufel 12 des
Lüfterrads 10 schwenkbar gelagert. Die Klappe 1 1a sind in einem radial mittleren Bereich der Schaufeln 12 des Lüfterrads 10 gelagert und erstrecken sich wie dargestellt im Wesentlichen radial nach außen.
Die Fig. 4 zeigt eine andere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Lüfterrades. In dieser Ausführungsform weisen die Klappen 11 a jeweils eine Form auf, die der Kontur der Schaufel 12 des Lüfterrads 10 entsprechen. Dadurch liegen die Klappen 11 a in ihren den Radialströmungskanälen 13 freigebenden geöffneten Positionen flächig an jeweils einer dem jeweiligen Radialströmungskanal 13 zugewandten Seite der Schaufeln 12 an.
Im Gegensatz dazu werden die Klappen 1 1a in der Ausführung gemäß Fig. 2 und Fig. 3 durch einen schwenkbaren Teil der Schaufeln 12 des Lüfterrads 10 gebildet.
In der ersten Ausführung gemäß Fig. 2 und Fig. 3 weist das Lüfterrad 10 mehrere, jeweils jedem Radialströmungskanal 13 zugeordnete Anschläge 14 auf, an denen die Klappen 11a in ihren die Radialströmungskanäle 13 freigebenden geöffneten Positionen, wie in Fig. 3 gezeigt, jeweils anliegen. In der Fig. 4 ist eine weitere Ausführungsform dargestellt, bei der die Klappen 11 a mittels jeweils einer Feder 15 in eine den jeweiligen Radialströmungskanal 13 verschließende Position vorgespannt gehalten ist.
Die Feder 15 kann jedoch auch, wie gemäß den Fig. 2 und Fig. 3 ausgebildet, durch ein die Klappe 11 a an dem Lüfterrad 10 bzw. der zugeordneten Schaufel 12 schwenkbar la- gerndes Firmscharnier 16 gebildet werden.
In den Ausführungsformen gemäß Fig. 2 bis Fig. 5 sind die Schließeinrichtungen 11 an dem Lüfterrad 10 bzw. sind die Klappen 11 a an den zugeordneten Schaufeln 12 derart gelagert, dass die Schließeinrichtung 11 bzw. die Klappen durch Fliehkrafteinfluss des sich drehenden Lüfterrades 10 in eine den Strömungskanal 9 bzw. den Radialströmungs- kanal 13 freigebende geöffnete Position bewegt ist.
In einer Ausführung gemäß Fig. 5 weist die Schließeinrichtung 11 längen- und/oder krümmungsveränderliche Aktoren 17 auf, die zum Bewegen der beweglich gelagerten Klappen 1 1a bzw. von Wandabschnitten der Schaufeln 12 ausgebildet sind. Beispielsweise können die längen- und/oder krümmungsveränderliche Aktoren 17 von Folien gebildet werden, die beispielsweise elektrostatisch oder elektromagnetisch betätigt werden. Die Aktoren 17 rotieren dabei mit dem Lüfterrad 10 mit. Die Aktoren 17 können in der Ausführung gemäß Fig. 5 durch eine stationäre d.h. nicht mit rotierende Stelleinrichtung, insbesondere berührungslos angesteuert werden.
