Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
REFUSE DUMP FOR TEMPORARY OR PERMANENT DISPOSAL OF HAZARDOUS WASTE AND PROCESS FOR INSTALLING REFUSE DUMPS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1989/007493
Kind Code:
A1
Abstract:
The refuse dump disclosed, comprising a basin (22) partly sunk in the ground (13), several insulating layers and degasing pipes (16), is characterized in that the following layers are superimposed in ascending order: a watertight layer (1), a film (2) for collecting water samples, a basic protective layer (4) consisting wholly or partly of waste to be disposed of, a hydraulically bonded layer (5) consisting partly of waste to be disposed of, a protective film (6), a hydraulically bonded layer (7) consisting partly of waste to be disposed of, which cover the floor and side walls of the refuse dump. Drainage pipes (3) connected to an observation post (14) are provided in the basic protective layer (4). The hazardous waste (8) in the dump is covered, in ascending order, with a protective layer (9), a layer of clay (10) and a layer of humus (11). The refuse dump is bordered by a frame (12) partially sunk in the ground (13). The invention also concerns a process for installing refuse dumps.

Inventors:
Raabe Jr., Imre Kuslits Tibor Tuboly Jßnos Rapatyi J¾zsef Imre Gyula Varga Lßszl¾ Scholz Tamßs Kovacs Lßszl¾ Scholz Tamßs
Bulik, Lßszl¾
Application Number:
PCT/HU1989/000007
Publication Date:
August 24, 1989
Filing Date:
February 14, 1989
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
"NATURA", Környezetvédelmi Tervezo"
Fejleszto", És Szolgaltato Kisszövetkezet Dunaferr
Dunai
Vasmu"
International Classes:
B09B1/00; E02D31/00; (IPC1-7): B09B1/00
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche
1. Deponie zur zwischenzeitlichen oder endgülti¬ gen Lagerung gefährlicher Abfälle mit teilweise in das Erdreich (13) versenktem Becken, mehreren Isolierschich¬ ten und Eπtgasungsrohr (16), dadurch g e k e n n ¬ z e i c h n e t , dass folgeπdε Schichtεπ von unten nach oben aufeinanderfolgend: wasserdichte Schicht (1), Wasserproben sammelnde Folie (2) basische Schutzschicht (4), ganz oder zum Teil aus einzulagernden Abfällen bestehend, hydraulisch gebundene Schicht (5), zum Teil aus einzulagεrndεπ Abfällen bestehend, Schutzfolie (6) hydraulisch gebundene Schicht (7), zum Teil aus. einzulagernden Abfällen bestehend den Boden und die Seitenwändε dεr Deponie bedecken, in der basischen Schutzschicht (4) mit einem BΞobachtungs stand (14) verbundene Draiπagerohrε (3) vorgεseheπ sind, diε gεfährlichen Abfälle (8) in der Deponie von oben mit einer Schutzfolie (9), einer Lehmschicht (10) und eier Humusschicht (11) abgedeckt sind und die Deponie von einem teilwεise in das Erdreich (13) eingesenkten Rahmen (12) εingefasst ist.
2. Deponie nach Anspruch 1, dadurch g e k ε n π z ε i c h π ε t , dass die basische Schutzschicht (4) ganz oder zum Tεil aus Kalkpulver, kalkhaltiger Hütteπ schlacke oder soπstigεn kalkhaltigen Abfällen besteht.
3. Deponie nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n ¬ z e i c h n e t , dass die hydraulisch gebundene(n) Schicht(eπ) (5 und/oder 7) in hydraulische oder quasi hydraulische Biπdemittεl wiε Zεmεnt, Flugasche usw. εingεbεttεt einzulagernde gefährliche Abfälle, wie Phenol/For aldεhyd, Harnstoff/Formaldεhyd, Furanharz επthaltεπdεπ Giesserεiformsaπd επthält (εnthaltεπ).
4. Dεponiε nach Aspruch 1, dadurch g ε k ε π π z ε i c h n ε t , dass das (dis) Entgasungsrohr(ε) (16) eine zur Absorption der aus der Deponiε εntweichendεn Gasε geeignete Füllung (17) auf einer perforiertεn Untεrlagε (13) enthält (enthaltεπ).
5. Dεpoπie nach Anspruch 1, dadurch g e k e n n z ε i c h n ε t , dass der Beobachtuπgsstand (14) mit εiπεr Signaleinheit (15) ausgerüstet ist.
6. Verfahren zum Anlegεπ und Auffüllen von Abfall¬ deponien, dadurch g e k e n n z e i c h n e t , dass man bei der Ausführung der Erdarbeitεn zwischen je zwei grabenförmigen Deponiebecken eine deren Sohlenhöhε übεr steigendε Trassε stehεπ lässt, nach Vεrlεgεπ dεr Wäπdε und Boden isolierenden Folien und Schichten auf der Trasse eine aus wiedεrholt vεrwεndbarεn Elε εntεn be¬ stehende provisorische Strasse anlegt, aus dεn diese Strasse bεfahrεnden Transportfahrzeugεπ zuεrst die grabenförmigεn Dεponiεbεckεn rechts und links der Strasse auffüllt, dann die zwischen dεn aufgεfülltεn Abschnitten der Deponiεbεckεπ bεfindlichen, wiederholt verwεndbarεπ Elemente aufsammelt und den Zwischenraum zwischen den aufgefüllten Deponiεbεckεn εbenfalls auffüllt.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch g ε k ε n π z ε i c h n ε t, dass man als wiederholt verweπdbarε Elεmεntε aus Beton und in diesen eingεbεttεten Abfällen bestεhεndε Blöckε vεrwεndεt.
8. Vεrfahrεn nach Anspruch 6 oder 7, dadurch g ε k ε n n 'z ε i c h n ε t , dass man die eben in der Auffüllung bεfindlichεπ Abschnitts dεr Dεpoπiεbεckεn und die provisorische Strasse mit einεm mobilεπ Foliεn zεlt übεrdacht.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 68, da¬ durch g e k ε π π z ε i c h n ε t , dass man durch Einziehen von senkrecht zur Längsache der grabenför migeπ Depoπiebecken verlaufenden, sich über den gesam¬ ten Querschnitt erstreckεndεn Zwischεnwändεn oder Folien die Dεpoπiεbecken in mehrere Abteilungen teilt.
Description:
Deponie zur zwischenzeitlichen oder endgültigen Lagerung gefährlicher Abfälle und Verfahren zur Anlage von Abfall¬ deponien

Die Erfindung betrifft eine Deponie zur zwischen- zeitlichen oder endgültigen Lagerung gefährlicher Abfäl¬ le. Die Erfindung betrifft ferner ein Vecfahren zur An¬ lage von Abfalldeponien.

Parallel mit der Entwicklung der Industrie, mit dem extensiven Wachstum der Wirtschaft entsteht immer mehr gefährlicher Abfall, für dessen zwischenzeitliche bzw. endgültige Lagerung Vorschriften bestehen. Die entsprechen¬ de Lagerung ist sehr wichtig, weil aus unsachge äss iso¬ lierten zwischenzeitlichen oder endgültigen Deponien die schädlichen, giftigen Stoffe vom Grundwasser und vom Re- genwasser ausgewaschen werden können und dann in einem weiten Bereich die Umwelt verseuchen. Der Erdboden wird ungeeignet für die landwirtschaftliche Nutzung, das Gift dringt in die Brunnen ein und gefährdet die Trinkwasser¬ versorgung der Bevölkerung. Zur vorübergehenden Lagerung gefährlicher Abfälle werden im Boden Gruben entsprechender Grosse gegraben. Boden und Wände der Grube werden mit einer 30-50 cm . dicken Lehmschicht versehen, damit Niederschlag und Grundwasser die Giftstoffe nicht auswaschen können. Nach Einlagern der Abfälle wird die Grube mit einer Lehmschicht abgedeckt. Wenn aber die vorübergehende Lagerung beendet ist, uss nicht nur der ursprünglich gelagerte Abfall, sondern auch der mit diesem in Kontakt gekommene, dadurch verseuchte Lehm einer Endlageruπg zugeführt werden. Die endgültig zu lagernde Menge wird grösser, wodurch die In¬ vestitionskosten für die endgültige Deponie ansteigen.

Eine andere Methode besteht darin, grosse Becken in die Erde zu graben und diese mit Beton auszukleiden; zur Erzielung der vorgeschriebenen Wasserdichtigkeit werden noch Iπneπauskleidungen angebracht. Zur vorübergehenden Lagerung ist diese Art der Deponie nicht besonders geeig¬ net, weil zum Auslagern der eingelagerten Substanzen

schwere Maschinen verwendet werden, die die Iππenaus- keliduπg leicht beschädigen. Wegen der Grosse dieser Becken sind sie meist nicht abdeckbar, die Abfälle kön¬ nen in Staubform vom Wind fortgetragen werden beziehungs-

" -*' weise sind gegen Niederschlagswasser nicht geschützt. Bei den bisher bekannt gewordenen Deponien werden eventuelle Beschädigungen dadurch festgestellt, dass vom Oberflächeπwasser, Grundwasser und vom Boden von Zeit zu Zeit Proben genommen und analysiert werden. Es

10 ist auch bekannt, in der Nähe der Deponie Beobachtuπgs- brunnen zu graben und das sich in ihnen ansammelnde Grundwasser zu untersuchen. Auf diese Weise kann jedoch nur die Tatsache der Verschmutzung festgestellt werden, es ist nicht möglich, die Beschädigung zu lokalisiere.

15 Zur endgültigen Lagerung gefährlicher Abfälle sind auch sog. Einbettungstechnologieπ bekannt geworden. Ge¬ mäss GB 2 037 734 werden flüchtige Schwermetallpartikel nach ihrer Abscheidung im Zyklon in flüssege Hütten¬ schlacke eingeschmolzen. Die abgekühlte, gemahlene

20 Schlacke kann als Strassenbaumaterial verwendet werden. Gemäss der ungarischen Patentschrift Nr. 130 471 wird Schlamm, der Schwermetallhydroxyde enthält, in Beton eingebettet und der Beton für Bauzwecke genutzt, da sich zeigen liess, dass die eingebetteten Metalle wederdurch Wasser noch

25 durch verdünnte Salzsäure herausgelöst wurden. Der Beton kann jedoch nur 2-5 H Schlamm enthalten; d.h. für die Ent¬ sorgung grösserer Mengen ist das Verfahren nicht geeig-. net. In der US-PS 4 432 666 ist ein Eiπbettuπgsver- fahreπ beschrieben, gemäss dem höhere Anteile schädli-

-50 chen Abfalls zusammen mit einem wassermischbaren Binde¬ mittel zu Blöcken ausgehärtet werden. Diese Blöcke werden jedoch nichts genutzt, sondern einer Endlagerung zuge ührt.

In dem vorübergehend oder endgültig gelagerten

Abfall können sich durch chemische oder biologische Prozesse Gase bilden, für deren Abführung gesorgt wer¬ den muss. Gemäss dem gegenwärtigen Stand der Technik werden daher in der Gasentwicklung entsprechender Dichte Entgasungsrohre in den Abfall gesteckt; diese Rohre sind ganz oder zum Teil perforiert, und das Gas kann durch sie in die Atmosphäre entweichen. Das kann zu Geruchsbelästigungen der Umgebung und Vergiftung der Atmosphäre führen. Gemäss der herkömmlichen Bauweise von Abfall¬ deponien wird eine grosse Grube gegraben, an deren Rand feste, für beträchtliche Belastungen dimensionier¬ te Strasseπ gebaut werden müssen, auf denen die die Erde abtransportierenden und den Abfall antraπsportiereπ- den Fahrzeuge fahren können. Beim Auffüllen der Deponie wird dann der Abfall von oben in die Grube geschüttet, die sich dadurch von unten nach oben füllt. Wenn ver¬ schiedenartige Abfälle eingelagert werden, ist es un¬ vermeidlich, dass sie bei der geschilderten Arbeits- weise vermischt werden. Der Sinn der vorübergehenden Lagerung besteht nun gerade darin, Stoffe zwischenzu- lagern, die sich später als sekundäre Rohstoffe erneut verarbeiten lassen (z.B. Magererz und Abraum, die ge¬ lagert werden, bis ein geeignetes Aufbereitungsver- fahren entwickelt ist; kohlehaltiges Gestein, das dann genutzt werden kann, wenn die für die Aufarbeitung vor¬ gesehene Investition fertiggestellt ist; metallhaltige Abfälle, die gefährlich sind und heute noch als umwelt¬ schädlicher Abfall gelten, aber vielleicht schon in wenige π Jahren wertvolle Ausgaπgsstoffe für die Ge¬ winnung dieser Metalle sind). Miteinander vermischt sind diese Abfälle jedoch zu überhaupt nichts mehr nutze.

Aufgabe der Erfindung war die Bereitstellung einer Deponie, die sowohl für die Zwischen- wie auch für die

Eπdlagerung geeignet ist, mehr Sicherheit bietet und wesentlich mehr Abfall aufnehmen kann als eine her¬ kömmliche Deponie der gleichen Grosse. Etwaige Schad- stelleπ sollen leicht lokalisierbar sein, und falls Abfälle gelagert werden, die .möglicherweise Gase ent¬ wickeln, soll für deren Beseitigung gesorgt werden.

Aufgabe der Erfindung war es ferner, zur Anlage von Deponien ein Verfahren zu entwickeln, mit dem Deponien so angelegt werden können, dass dazu kein Strassenbau erforderlich ist, ferner die getrennte La¬ gerung unterschiedlicher Abfälle ermöglicht wird und vor allem die einzulagernde Menge bei gleicher Grund¬ fläche auf wenigstens das Doppelte erhöht werden kann. Die Erfindung beruht auf der Erkenntnis, dass die Menge des einlagerbaren Abfalls einerseits dadurch er¬ höht werden kann, dass man zum 3au der Deponie selbst - neben ' " andere Werkstoffen - einzulagernden Abfall in eingebetteter Form verwendet. Weiterhin wurde erfindungs- gsmäss erkannt, dass es einfacher uπτj billiger ist und zu einer Vergrösserung der einlagεrbareπ Abfallmenge führt, wenn man, statt die Deponie von festen Strassen aus von oben aufzufüllen, innerhalb der Deponie aus wiederverwendbaren Elementen einen provisorischen Weg anlegt und die Deponie zuerst rechts und links des Weges und nach Fortnahme des Weges auch dessen Gebiet auffüllt.

Gegenstand der Erfindung ist demnach eine Deponie zur zwischenzeitlichen oder endgültigen Lagerung ge¬ fährlicher Abfälle mit teilweise ins Erdreich ver- senktem Becken, mehreren Isolierschichten und Ent- gasuπgsrohreπ. Für die erfindungsge ässe Deponie ist kennzeichnend, dass folgende Schichten: wasserdichte Schicht, Wasserproben sammelnde Folie,

basische Schutzschicht, zum Teil oder ganz aus einzulagernden Abfällen bestehend, hydraulisch gebundene Schicht, zum Teil aus einzulagernden Abfällen bestehend, - Schutzfolie, hydraulisch gebundene Schicht, zum Teil aus einzulagerde ' π Abfällen bestehend, den Boden und die Seitenwände der Deponie bedecken, in der basischen Schutzschicht mit einem Beobachtungs- stand verbundene Drainagerohre vorgesehen sind, die gefährlichen Abfälle in der Deponie von oben mit einer Schutzfolie, einer Lehmschicht und einer Humusschicht abgedeckt sind und die Deponie von einem teilweise in das Erdreich eingesenkten Rahmen eiπgefasst ist.

Gemäss einer Ausgestaltung der Erfindung besteht die basische Schutzschicht ganz oder teilweise aus Kalkpulver, kalkhaltiger Hüttenschlacke oder sonstigen kalkhaltigen Abfällen.

Gemäss einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung enthalten die hydraulisch gebundenen Schichten in hydraulische oder quasihydraulische Bindemittel wie Zement oder Flugasche eingebettet einzulagernde ge- fährliche Abfälle.

Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht in den Entgasuπgsrohreπ eine zur Absorption der aus der Deponie entweichenden Gase geeignete Füllung auf einer perforierten Unterlage vor. Schliεsslich enthält gemäss einer weiteren Ausge¬ staltung der Erfindung der Beobachtungsstand eine Signalεinhei .

Gegenstand der Erfindung ist ferner ein Verfahren zum Anlegen von Abfalldepoπieπ. Für das Verfahren ist

kennzeichnend, dass man bei der Ausführung der Erd¬ arbeiten zwischen je zwei grabenförmigen Dεpoπiebεcken eine deren Sohleπhöhέ übεrstsigεnde Trasse stehen lässt, nach Verlegεn dεr Wäπdε und Boden isolierenden Folien und Schichten auf der Trasse eine aus wiedεrholt ver¬ wendbaren Elemeπtεπ bεstεheπde provisorfschs Strasse anlegt, aus dεn diεse Strasse bεfahrendeπ Transpαrt- fahrzεugen zuerst die grabenförmigεπ Deponiebeckεπ rεchts und links der Strasse auffüllt, dann die zwischen dεπ aufgefüllten Abschnitten dεr Deponiebeckεn bεfind- lichεn, wiεdεrholt verwendbaren Elemente aufsammelt und den Zwischenraum zwischen den aufgefüllten Deponie¬ beckεπ εbεnfalls auffüllt.

Einε bevorzugte Ausführuπgsfor des Verfahrεns bε- steht darin, dass man als wiεdεrholt verwendbare Elemen¬ te aus Beton und in diesen eingebetteten Abfällen be¬ stehende Blöcke verwendet.

Bevorzugt ist es ferner, die εbεn in der Auffüllung befindlichen Abschnitte der Dεpoπiεbecken und die provisorische Strasse mit einem mobilen Folienzelt ab- zudecken.

Schliesslich ist es bεvorzugt, um diε Möglichkeit der getrenntεn Lagεrung vεrschiedeπer Abfälle zu schaf- fεn, durch Eiπziεhεn von senkrecht zur Längsachse der grabenförmigen Depoπiebεckεn verlaufenden, sich über dεπ gεsamten Querschnitt erstreckεndεn Zwischenwänden oder Folien die Deponiebεckeπ in ehrεrε Abtεilungen zu teilen.

Die Erfindung wird an Hand der beigeschlossεneπ Zeichnungen näher erläutert.

Fig. 1 stellt die erfiπdungsgemässe Dεponiε im

Querschnitt dar, in Fig. 2 Ist ein ähnlichεr Querschnitt mit einεm Entgasuπgsrohr dargestellt,

Fig. 3 veranschaulicht den üblichen Querschnitt einer bekannten Deponie, und in Fig. 4 ist im Querschnitt eine Deponie gezeigt, die mit dem erfindungsgemässeπ Verfahren 5 angelegt wurde,

Wie aus Fig. 1 εntπommen werden kann, ist die unterste Schicht der erfindungsgemässen Dεpoπiε εiπe das im Boden 13 ausgebildete Profil bedeckende wasser¬ dichte Schicht 1 , ' deren abdichtende Fähigkeit wenigstens 0 10 " cm/h betragen sollte. Diesε Schicht wird zweck- mässig nach Fεststampfeπ des Bodens aus aufgeschlämm¬ tem Lehm aufgetragen. Es ist jedoch auch möglich, den Boden mit in der Fachliteratur beschriebenen Verfahren wasserabdichtend zu machen. Im Fallε der vorübergehen- 15 den Lagεrung kann diε wassεrdichte Schicht 1 auch ent¬ fallen, ihre Funktion wird von der Wasserproben sammeln¬ den Folie 2 übernommen. Die Wasserprobeπ sammelnde Folie 2 hat die Aufgabe, das im Falle einer Beschädigung der Deponie austretεndε verseuchte Wasser nicht in den 20 Boden sickern zu lassen. Die Folie 2 rnuss kräftig genug sein, den beim Verlegen auftretende mechanischen Be¬ lastung standhalten zu können. Besonders geeignet sind starke Kunststoffolien.

Die Folie kann nach der Formung des Erdprofils 2 verlegt werden, jedoch ist es praktischer, gleich¬ zeitig mit dem Voraπschreiten der Erdarbeiten auch die Folie immer ein Stück weiter auszurollen.

Als eine weitεre, bei herkömmlichen Deponien nicht bekannte Sicherung weist die erfindungsgemässe Deponie - 5 *- 1 über der Wasserprobeπ sammelnden Folie 2 einε basische Schutzschicht 4 auf, die ganz oder zum Teil aus Stoffen besteht, die ebenfalls irgendwo deponiert werden müssen, weil sie als gefährlichε Industrieabfälle geltεπ. Diese Schicht dient als Schutzwall, wenn darüberliegende

weitere Schichten der Deponie schadhaft werden sollten. Das Sickerwasser ist fast immer sauer, es wird in der basischen Schicht 4 demnach neutralisiert. Die basische Schutzschicht 4 kann zum Beispiel aus in der Industrie als Abfall betrachteter kalkhaltiger Hüttenschlackε, aus Kalkpulver oder sonstigem Kalkabfall angelegt werden. DIesε Stoffe müssteπ ohnehin irgendwo deponiεrt werden, und wenn man sie zum Bau der vorzugsweise 5-30 cm dicken basischen Schutzschicht 4 verwεndεt, braucht für diε Dεponiε dεr Kalkabfälle nicht noch anderweitig ge¬ sorgt zu werdεn.

In dεr basischεn Schutzschicht, dicht übεr dεr Wasserproben sammelnden Folie 2 vεrläuft εiπ Draiπa- gεrohr 3, das mit εiπem Beobachtungsstand 14 verbuπdsπ ist. Das Drainagerohr 3 ist perforiεrt und vermag in- folgεdεssεn das aus dεr uπtεrεn Schicht dεr basischεπ Schutzschicht 4 in das Drainagεrohr 3 εinsickεrndε Wasser aufzunehmen und zu dem Beobachtungsstaπd weiter¬ zuleiten. Das Drainagerohr 3 ist in Abschnitte unter- teilt, von jedεm Abschnitt führt εine getreππtε Lεitung zum Bεobachtungsstand 14. Wenn die Depoπiε irgεnndwo schadhaft wird, erscheint die Veruπrεiniguπg nur an der abführεndεn Lεitung desjenigen Rohrabschnitts, der untεr der schadhaften Stelle verläuft. Auf diesε Weise kann am Beobachtungsstand 14 eine etwaige Schadstellε schnell lokalisiert wεrden.

An die basische Schutzschicht 4 schliεsst sich εinε hydraulisch gebundene Schicht 5 an. Dadurch, dass diese hydraulisch gebundenε Schicht 5 zum Tεil ebenfalls aus Abfällen angεlεgt wird, können weiterε bεträchtli- chε Mengen Abfall in die Wandung der Dεpoπiε eingebaut werdεπ. Zu diesem Zweck werden die Abfälle in hydrauli¬ sche oder quasihydraulische Bindemittεl (Zεmεπt, Flug¬ asche) oder in wasserglashaltigε Massεn εingebettet.

Die Technologie der Einbettung ist an sich bekannt Die schädlichen freien Ionen werden in das Molekular¬ gitter des Betons eingεbunden und können nicht heraus- gεwaschεn werden. In der Eisenindustrie fallen in grossen Mengen Formsandabfälle an, die von den Giessereiformuπg her Phenol/Formaldehyd-, Harnsto f/Formaldehyd- oder Furan- harz enthalten. Dieser harzhaltige Sand kann zusammen mit hydraulischen oder quasihydraulischen Bindemitteln und Füllstoffen zu Platten verarbeitet und dann zum

Bau der hydraulisch gebundenen Schicht 5 verwendet wer¬ den. Es ist auch möglich, aus dem angerührten Beton die Schicht als zusammenhäπgendε Schicht zu giεssen.

Auf die hydraulisch gebundene Schicht 5 folgt eine Schutzfoliε 6, für dεrεn Material und Verlegung das in Zusammenhang mit dεr Wasserproben sammelnden Folie 2 Gesagte gilt. '

Darüber hinaus muss die Schutzfolie 6 gegen Säuren beständig sein, denn evεπtuεll diε obεre Schicht durch- dringendes Sickerwasser ist fast immer sauer. Zwεck- mässig besteht die Schutzfolie 6 aus Gummi oder Kunst¬ stoff.

Über der Schutzfolie 6 ist eine weitere hydraulisch gebundene Schicht 7 vorgesehen, deren Aufbau der gleiche i s t wie der der hydraulisch gebundenεn Schicht 5. Die beiden hydraulisch gebundenen Schichten 5 und 7 er¬ möglichen die Einlagerung bεträchtlichεr Mengen Abfalls, ohne dass dadurch die tatsächliche Lagεrkapazität in Anspruch genom em wird.

Auf die hydraulisch gebundεnε Schicht 7 wird dεr gefährliche Abfall 8 aufgeschüttet. Der Abfall kann vor seiner Einlagerung in bekannter Weise verdichtet und/oder εntwässεrt werden, wodurch sein Raumbedarf gerin¬ ger wird. Wenn es die mechanischen Eigenschaften, die

Konsistεnz dεs Abfallεs 3 εrmöglichεn, kann diε Dεponiε auch übεr die Höhe ihrer Seitεn hinaus aufgefüllt wer¬ den, wodurch ein Hügel mit abfalleπdεr Böschung επtstεht. Diεs führt zu εinεr wεitereπ Erhöhung dεr Lagεrkapazität. Dεr Abfall 8 ist durch sine Schutzfoliε 9 abgεdeckt, diε zwεckmässig aus Kunststoff oder Gummi besteht. Um diesε vor mεchanischeπ Einwirkungen und dεr Soππεnbe- strahluπg zu schützen, ist über ihr einε zwεckmässig 10-50 cm dickε Lεh schicht 10 und obεrhalb diεsεr eine zweckmässig 5-30 cm dicke Humusschicht 11 vorgesehen.

Die Humusschicht 11 wird zwεckmässig mit Gras bepflanzt, weil dieses das Niederschlagswassεr auffängt und diε Humusschicht 11 vor Erosion schützt. Im Falle endgülti- gεr Lagerung kommen auch dauerhaftεrε Bεpflanzungεn in Frage, die Deponie fügt sich als begrüπtεr Hügel ästhe¬ tisch in die Landschft ein.

Die Deponie ist von einem fεstεπ Rahmεn 12 εingε- fasst. Dieser ist so ausgeführt, dass an seinεm übεr das Bodenniveau hinausragenden Rand die Sεitεn dεr Schutzfoliεn 6 und 9 wassεrdicht bεfestigt werdεn kön- nεn. Die Schutzfolie 6 steht zweckmässig übεr dεn obεrεπ Tεil dεs Rahmens 12 hinaus und kann nach der Aussenseite umgeschlagen werden. Die Schutzfolie 9 wird ähnlich gεführt; siε wird obεrhalb dεr hydraulisch gεbundεnεn Schicht 7 übεr den Rand des Rahmens 12 geschlagen. Auf diesε Weise kann am Rand der Depoπiε kein Regenwasser eindringen. Der Rahmεn 12 kann auch aus Bεtonεlεmεntεn angεfεrtigt werden, in die gefährlicher Abfall einge¬ bettet wurde. in Fig. 2 ist der Querschnitt durch eine εrfindungs- gεmässε Dεponie gezεigt, diε Entgasuπgsrohre 16 auf¬ weist. Wiε bεreits erwähnt, diεnεn diese Entgasungs¬ rohre dazu, in der Deponiε gεbildεte Gase in die freiε Atmosphärε abzulεitεn. Erfindungsgε äss εnthält das

Entgasungsrohr 16 in einzelnen Abschnitten oder über seine gesamt Länge hinweg eine ' Füllung 17, die auf einer perforierten Platte 18, zweckmässig einer Sieb¬ einlage, angeordnet ist. Diese Füllung ist zur Ab- sorption der gebildεteπ Gase geeignet; je nach Art des Abfalls ist demnach die entsprechende Füllung zu wählen. Unter Berücksichtigung dessen, dass die entwεichεnden Gase zum Beispiel Schwefelwasserstoff und Cyanwasser- stoff sein können (letzteres z.B. bei der Entsorgung von aus der Härtεrεi stammenden Salzbädern), ist diese erfiπduπgsgεmässs Massπahmε von grossεr Bedeutung. Die Gasableitungsrohre 16 können zum Schutz der Füllung 17 mit einer Haube 19 versehen sein. Die Perforation der Entgasungsrohre besteht aus zweckmässig 2-3 cm grossen Öffnungen, die mit einem Siebgewεbe bεdεckt wεrdεπ kön¬ nen, das die Gase zwar durchlässt, jedoch εin Verstopfen der Öffnungen unmöglich macht. Die Füllung kann zum Beispiel aus Limonit oder Kalk bestehen, jedoch hängt die Wahl dεr Füllung immer von der Art des jeweiligen Abfalls ab.

Aus Fig. 2 ist fernεr εrsichtlich, dass dεr Beobachtungsstaπd 14 mit einer Signaleinheit 15 aus- gεrüstεt sεin kann. Die Signaleinheit enthält für jeden der getrennt herausgεführtεn Abschnitte des Draiπa- gerohres 3 ein Messgerät. Zur Messung ist jeder Para¬ meter geeignet, der sich im Falle von Sicksrwasser signifikant ändert. Zum Beispiel ist es möglich, die Leitfähigkεit des Wassers zu messen. In dissem Fall ist es zweckmässig, einen vom Salzgehalt des Grundwassers abhängenden Grenzwert einzustellen. Wenn die Deponie - schadhaft ist und lösliche Ionen im Sickerwasser er- schsiπεn, steigt die Leitf higkeit des aus dem betref¬ fenden Abschnitt des Draiπagerohres 3 stammenden Wassers plötzlich an. Bei Überschreiten des eingestellten

Grenzwertes wird ein " optisches und/oder akustisches Signal ausgelöst.

Die Fig. 3 und 4 dienεn dεr Erläutεrung dεs εr- findungsgεmässεn Vεrfahreπs. In Fig. 3 ist der Quεr- schnitt eines üblichen Depoπiebeckens skizziert Nεbεn dem Beckεn vεrlaufen die Traπsportwegε 24 aus Bεton, auf dεnεπ dεr εiπzulagεrπde Abfall aπgefahrεn wird. Fig. 4 zeigt die Anlage einer Depoπiε nach dem erfindungs- gemässeπ Verfahren. Bei der Ausführung dεr Erdarbeitεn wird zwischen je zwei grabenförmigεn Deponiεbεckεn 22 εinε Trasse 23 stehengεlassεn. Mit dem Fortschrεitεn dεr Erdarbεitεn werden auf der Trasse wiederholt ver¬ wendbare Elemente 20 verlεgt, diε εine auf der Trasse verlaufeπdε provisorische Strasse 21 bildεn. Auf diεsεr Strassε bεwεgεn sich später die das einzulagernde

Material anfahrεnden Fahrzeugε. Dεr Abfall 8 wird zu beiden Seiten der provisorischen Strasse.21 abgeladen und aufgehäuft. Wenn die in Fig. 4 mit I bezeichneten Räume aufgefüllt sind, werden die wiederholt verwεnd- barεn Elemeπtε eines nach dem anderen aufgesammelt (man stelle sich vor, das Fahrzeug kommt im Rückwärtsgang aus dεr Bildebene heraus auf den Betrachter zu), und nachdem ein Abschnitt der provisorischen Strasss 21 ab¬ gebaut worden ist, kann mit dεr Auffüllung dεs Raumss II bεgonnen werdεn. Es ist schon allεin aus Fig 4 ohnε weiterεs ersichtlich, dass auf diesε Wεise die Mεngε des eiπzulagεrndεn Abfalls wεnigstεnt vεrdoppεlt wεrden kann.

Es ist bεvorzugt, diε wiederholt verwεπdbarεn Elεmεntε 20 aus Bεton und in dεn Beton eingεbettetem gefährlichem Abfall herzustεllεπ. Zwεckmässig sind dis

Elementε so lang wiε die Strasse breit ist (z.B. 2-3 m), 40-50 cm breit und 20-30 cm dick. Elemente dieser Grosse halten das Gewicht der Arbeitsmaschinen aus und können (beim Vεrlegen bεziεhungswεise dem Abbau der provisori- sehen Strasse) mit einem Kranauto leicht bewεgt wεrden.

Es ist ferner bevorzugt, den eben in Auffüllung be¬ griffen Abschnitt der Deponie und die provisorische Strasse 21 mit einεm mobilεn Folienzelt zu überdachen, damit der unbedeckte Abfall nicht vom Wind fortgeführt oder von R ' egeπwasser durchnässt wird.

Da auf die beschriebene Weise die grabenförmigen Deponiebecken 22 nicht von unten nach oben, sondern in Längsrichtung aufgefüllt werden, ist eine natürliche Möglichkeit für die getrennte Lagerung unterschiedlicher Abfälle gegeben. Wenn eine bestimmte' Sorte einzulagεrn- dεs Material nicht mehr oder vorübergehend nicht anfällt, wird eiπε senkrecht zur Längsachse der grabenförmigen Depαniebεckeπ 22 vεrlaufεnde, sich über den gεsamten Querschnitt erstreckende Zwischenwand oder Folie eiπ- gezogen und das Deponiεbecken auf diese Weise in Ab- tεiluπgεn unterteilt. Dies ist bei zwischenzeitlicher Einlagerung wichtig, weil nur durch getrennte Lagerung die Möglichkeit zur Aufarbeitung der eingεlagεrten Stoffe gegeben ist. Q er Abbau der Deponie, die Entnahme des zwischen¬ gelagerten Abfalls erfolgt in umgekεhrtεr Rεiheπfolge. Diε Deckschichten werden abgetragen und dann als erstes der Abfall auf dεr Trasse 23 auf Fahrzeugε gεladeπ. Auf die Schritt für Schritt freiwerdεπdε Trasse werdεπ wiederverwendbare Elemente 20 gelegt, und diε Arbeits¬ maschine fährt ein Stückchen vor.

Die beschriebene Art des Vorgehens hat zahlreiche und schwerwiegendε Vortεile: kein Strasseπbau εrfordεrlich, die Elernεnte können beliebig oft ..iederverweπdet werden; mehr als doppelte Lagerkapazität; Möglichkeit der Erweiterung durch weitere, parallel verlaufendε Dεponiebecken; es ist nicht erfordεrlich, das ganze System auf einmal zu bauεn, sondεrn die Baugeschwiπdigkeit

(und damit diε erforderlichen Investitioπεπ) hängεπ von dεr Mεπgε des εiπzulagεrndεn Abfalls ab. Mit dεm geschildertεπ Vεrfahren könnεn nicht nur diε εrfiπduπgsgεmässεπ Dεpoπiεn für gεfählichε Abfällε angεlεgt werden, sondern Deponien für beliebige Abfälle bzw. Haldεnmatεrialiεn.