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Title:
REGULATOR FOR THE COOLING AIR INFLOW OF A COOLING GRATE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/045446
Kind Code:
A1
Abstract:
The aim of the invention is to provide, in particular, an autonomous cooling air regulator for a cooling grate that cools hot bulk material, such as e.g. cement klinker, said regulator having a simple construction and being used for rigid cooling grate sections and moving cooling grate systems. To achieve this, in the regulator housing, which is located below the cooling grate, moves with the latter and comprises a cladding (11) consisting of a solid material, a sleeve (12), which is for example cylindrical and consists of elastic material, is fixed coaxially in the housing and acts as an actuating organ. The pressure differential inside and outside the sleeve (12) and the deformation resistance of said sleeve are set in such a way that the sleeve (12) can be deformed, in particular autonomously, from its maximum flow cross-section to its minimal flow cross-section, thus regulating the volumetric flow of the cooling air stream (10) from below into the cooling grate.

Inventors:
SCHINKE KARL (DE)
SPLINTER CHRISTIAN (DE)
Application Number:
PCT/EP2005/011055
Publication Date:
May 04, 2006
Filing Date:
October 14, 2005
Export Citation:
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Assignee:
KHD HUMBOLDT WEDAG GMBH (DE)
SCHINKE KARL (DE)
SPLINTER CHRISTIAN (DE)
International Classes:
F27D15/02; F16K7/07; F27D19/00; F28F27/02
Domestic Patent References:
WO2002006748A12002-01-24
Foreign References:
US4108418A1978-08-22
DE7208359U
DE20020636U12001-02-15
Other References:
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1996, no. 01 31 January 1996 (1996-01-31)
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Claims:
1. Regelungsvorrichtung für die Kühlluftzuströmungen eines Schüttgutrostkühlers A N S P R Ü C H E Vorrichtung zur Regelung des Strömungsquerschnittes in den Kühlluftzuströmungen eines Schüttgutrostkühlers zur Kühlung eines heißen Schüttgutes wie z. B.
2. Zementklinker, mit einem in die Kühlluft zuströmung (10) unterhalb des Kühlrostes integrierten Reglergehäuse (11 ), in welchem sich ein Stellorgan (12) derart bewegt, dass eine Er¬ höhung der Strömungsgeschwindigkeit im Bereich des Stellorgans und damit verbunden ein beginnender Anstieg der Kühlluftdurch flussmenge eine Verkleinerung des freien Strömungsquerschnittes bewirkt und umgekehrt, gekennzeichnet durch folgende Merkmale: a) das Reglergehäuse besteht aus einem Mantel (11) festen Werkstoffs, b) als Stellorgan ist im Mantel an beiden Enden koaxial eine Schlauchmanschette (12) aus elastischem Material einge¬ spannt, c) der Druckunterschied innerhalb und außerhalb der Schlauchmanschette (12) sowie der Verformungswiderstand der Manschette sind so eingestellt, dass die Schlauchman¬ schette von ihrem maximalen Strömungsquerschnitt zu ihrem minimalen Strömungsquerschnitt verformbar ist.
3. Regelvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlluft (10) das Innere der Schlauchmanschette (12) durchströmt und der ringförmige Zwischen¬ raum zwischen der Außenseite der Schlauchmanschette (12) und der Innenseite des festen Mantels (11 ) über wenigstens eine Anschluss¬ öffnung (14) mit einem gasförmigen Druckmedium beaufschlagbar ist (Figuren 1 und 2).
4. Regelvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass umgekehrt die Kühlluft (10) den Ring¬ raum zwischen der Außenseite der Schlauchmanschette (12) und der Innenseite des festen Mantels (11 ) durchströmt und der Innenraum der Schlauchmanschette mit einem gasförmigen Druckmedium beaufschlagbar ist (Figuren 3 und 4).
5. Regelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass durch Änderung des Drucks des gas¬ förmigen Druckmediums im beaufschlagbaren Druckraum die Regel¬ kennlinie der Regelvorrichtung veränderbar ist.
6. Regelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein vollständiger Verschluss des Strömungsquerschnitts für die Kühlluftströmung (10) nur durch Erhö¬ hung des Drucks des gasförmigen Druckmediums ermöglicht ist.
7. Regelvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die elastische Schlauchmanschette (12) aus einem hohlzylindrischen temperaturbeständigen Gummi und /oder MetalldrahtgeflechtKörper besteht, der an seinen beiden Enden mittels Klemmringen (13) mit dem Mantel (11) festen Werkstoffs druckdicht verbunden ist.
Description:
Regelungsvorrichtung für die Kühlluftzuströmungen eines

Schüttgutrostkühlers

B E S C H R E I B U N G

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Regelung des Strömungs¬ querschnittes in den Kühlluftzuströmungen eines Schüttgutrostkühlers zur Kühlung eines heißen Schüttgutes wie z. B. Zementklinker, mit einem in die Kühlluftzuströmung unterhalb des Kühlrostes integrierten Reglergehäuse, in welchem sich ein Stellorgan derart bewegt, dass eine Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit im Bereich des Stellor¬ gans und damit verbunden ein beginnender Anstieg der Kühlluft- durchflussmenge eine Verkleinerung des freien Strömungs¬ querschnittes bewirkt und umgekehrt.

Bei einer Zementklinkerproduktionslinie wird der in einem Drehrohr¬ ofen aus calciniertem Zementrohmehl erbrannte heiße Zementklinker aus dem Ofenaustragsende auf einen Kühler, in der Regel auf den Kühlrost eines Rostkühlers abgeworfen, auf diesem verteilt und durch geeignete Fördermittel in Längsrichtung zum Kühleraustragsende bewegt, wobei der Kühlrost und die heiße Schüttgutschicht im we¬ sentlichen von unten nach oben von Kühlluftströmungen durchsetzt werden. Nachfolgend werden die bekannten Rostkühlertypen kurz er¬ läutert.

Bei einem Schubrostkühler wechseln sich in Förderrichtung gesehen ortsfeste Rostplattenreihen mit hin- und herbeweglichen Rostplatten¬ reihen ab, alle Rostplatten sind mit Kühlluftöffnungen versehen und sie werden im wesentlichen von unten nach oben von Kühlluft durch-

strömt, und durch die gemeinsam oszillierende Bewegung aller be¬ weglichen Rostplattenreihen wird das zu kühlende heiße Gut schub¬ weise transportiert und dabei gekühlt. Als eine Alternative zu einem solchen Schubrostkühler ist z. B. aus der EP-B-1 021 692 ein Rost- kühlertyp bekannt, bei dem der von Kühlluft durchströmte Kühlrost nicht bewegt wird, sondern feststeht, wobei oberhalb der feststehen¬ den Rostfläche mehrere Reihen benachbarter hin- und herbewegli¬ cher balkenförmiger Schubelemente angeordnet sind, die zwischen einer Vorhubposition in Kühlguttransportrichtung und einer Rückhub- position bewegt werden, so dass durch die Hin- und Herbewegung dieser Schubelemente im abzukühlenden Gutbett das Gutmaterial ebenfalls vom Kühleranfang zum Kühlerende sukzessive bewegt und dabei gekühlt wird.

Bei derartigen Rostkühlem lassen sich Ungleichverteilungen im hei¬ ßen Schüttgutbett hinsichtlich Schüttgutbetthöhe, Klinkerkorngröße, Temperaturprofil etc. nicht immer vermeiden, was eine ungleichmäßi¬ ge Kühlung zur Folge hat. Denn in Kühlrostbereichen mit größerer Schüttgutbetthöhe steigt der Strömungswiderstand für die Kühlluft, es sinkt die Strömungsgeschwindigkeit und es wird weniger Kühlluft durch das Schüttgutbett geleitet, und umgekehrt fällt in Kühlrostberei¬ chen mit niedriger Schüttgutbetthöhe der Strömungswiderstand für die Kühlluft, deren Strömungsgeschwindigkeit und die Gefahr eines Luftdurchbruchs nehmen zu, und es wird eine zu hohe Kühlluftmenge gerade durch solche Schüttgutbettbereiche geleitet, welche die ge¬ ringste Kühlluftmenge benötigen würden.

Es ist daher bei einem Rostkühler zur Kühlung von heißem Schüttgut wie Zementklinker bekannt (EP-B-O 848 646), in den Kühlluftzuströ- mungen unterhalb des Kühlrostes die jeweilige Kühlluftmenge selbst¬ tätig jeweils so zu regeln, dass bei beginnendem Anstieg der Kühl- luftdurchflussmenge, hervorgerufen durch geringer werdende Kühl-

gutbetthöhe und abnehmendem Strömungswiderstand, die lichte Querschnittsfläche der jeweiligen Kühlluftzuströmungsleitungen redu¬ ziert wird und umgekehrt, um auf diese Weise einen wechselnden Druckabfall über das Kühlgutbett auszugleichen, so dass die jeweilige Kühlluftmenge nicht mehr abhängig ist vom jeweiligen Druckverlust bzw. Strömungswiderstand der Kühlluft in der jeweiligen Kühlgutbett¬ zone. Dabei arbeitet der bekannte mechanische Kühlluft- Durchflussmengenstromregler mit einer gewichtsbelasteten Pendel¬ klappe mit horizontal liegender Schwenkachse, wobei die Pendel- klappe je nach den vorherrschenden Druckbedingungen und Strö¬ mungsverhältnissen die jeweilige Kühlluftzuströmung mehr oder we¬ niger stark selbsttätig drosselt. Würde man die bekannte Kühlluft- Regelungsvorrichtung, die mit einem rein durch Schwerkraft betätig¬ ten Schwenkhebelgewicht mit Anströmkörper selbsttätig arbeitet, un- terhalb des Kühlrostes in den Kühlluftzuströmungen von Kühlrostzo¬ nen anordnen, die nicht feststehen, sondern die wie bei einem Schub¬ rostkühler zwecks Schüttguttransports samt Regelungsvorrichtungen hin- und herbewegt werden, so würde die selbsttätige Regelung der Regelungsvorrichtung durch die hin- und hergehende Schüttelbewe- gung gestört und das Regelungsergebnis dadurch verfälscht werden.

Auch aus der WO- 02/06748 ist bei einem Schüttgutrostkühler eine Kühlluftregelungsvorrichtung bekannt, bei der in der Kühlluftzufüh- rungsleitung unterhalb des Rostes eine runde mit Durchgangsöffnun- gen versehene feststehende Segmentscheibe und oberhalb derselben eine drehbeweglich an einer Achse gehalterte Flügelscheibe ange¬ ordnet sind, welch letztere sich in Abhängigkeit der Strömungsge¬ schwindigkeit der Kühlluft verdreht und dabei den lichten Strömungs¬ querschnitt der Segmentscheibe in der Weise selbsttätig verändert, dass bei einer Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit die Flügel¬ scheibe entgegen einer Federkraft verdreht und der Strömungsquer¬ schnitt verkleinert wird, und umgekehrt. Auch bei dieser selbsttätig

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arbeitenden Kühlluftregelungsvorrichtung ist die Gefahr nicht ausge¬ schlossen, dass die Funktion der Regelungsvorrichtung durch die stoßweise Pendelbewegung der hin- und herbeweglichen Kühlrostzo¬ nen gestört wird.

Außerdem sind in Leitungen zur Förderung verschleißverursachender Medien wie Schlämme und andere feststoffhaltige Suspensionen pneumatisch gesteuerte Schlauchquetschventile als Absperrorgane bekannt. Das Problem der Förderung feststoffhaltiger Suspensionen tritt bei einem Schüttgutrostkühler aber nicht auf.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kühlluftregelungsvor¬ richtung gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1 so auszubilden, dass sie selbsttätig arbeitet und dass sie einfach gebaut und problemlos sowohl für nicht bewegte als auch insbesondere für bewegte Kühl¬ rostbereiche bzw. bewegte Kühlrostsysteme eines Rostkühlers zur Kühlung von heißem Schüttgut wie z. B. Zementklinker eingesetzt werden kann. Als Besonderheit soll die Regelungsvorrichtung ggf. auch prozessgesteuert arbeiten können.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit einer Regelungsvorrich¬ tung mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Weiter¬ bildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Bei der erfindungsgemäßen Kühlluftregelungsvorrichtung besteht das in die jeweilige Kühlluftzuströmung unterhalb des Kühlrostes inte¬ grierte Reglergehäuse aus einem festen Werkstoff, z. B. aus Stahl. In diesem Mantel ist an beiden Enden koaxial eine z. B. zylindrische Schlauchmanschette aus elastischem Material als Stellorgan einge- spannt. Der Druckunterschied innerhalb und außerhalb der z. B. aus Gummi bestehenden Schlauchmanschette sowie der Verformungswi¬ derstand der Manschette sind nun so eingestellt, dass die Schlauch-

manschette sich von ihrem maximalen Strömungsquerschnitt zu ei¬ nem minimalen Strömungsquerschnitt insbesondere selbsttätig ver¬ formen kann, und zwar in Abhängigkeit der Kühlluft-Strömungs¬ geschwindigkeit bzw. dem statischen Druck der Kühlluftströmung bzw. auch abhängig vom Steuerdruck des auf die Schlauchmanschet¬ te einwirkenden gasförmigen Druckmediums.

Der ringförmige Zwischenraum zwischen der Außenseite der Schlauchmanschette und der Innenseite des festen Mantels ist über wenigstens eine Anschlussöffnung mit einem gasförmigen Druckme¬ dium beaufschlagt. Wird nun die elastische Schlauchmanschette der Regelungsvorrichtung von einem Kühlluftstrom durchströmt, sinkt der statische Druck im Querschnitt der Schlauchmanschette in Abhängig¬ keit von der steigenden Strömungsgeschwindigkeit ab und das im Zwischenraum zwischen Schlauchmanschette und festem Mantel be¬ findliche gasförmige Druckmedium entspannt sich. Dabei wird die Schlauchmanschette mit ursprünglich vorzugsweise rundem Quer¬ schnitt zusammengequetscht und etwa flach oval verformt, bis das Kräftegleichgewicht zwischen dem Druckunterschied von innerhalb zu außerhalb der Schlauchmanschette und der Verformungsspannungen des Schlauchs erreicht ist. Die hierdurch bewirkte Veränderung des freien Strömungsquerschnittes der Schlauchmanschette bewirkt die selbsttätige Regelung des Kühlluft-Volumenstroms in der Weise, dass eine Erhöhung der Kühlluft-Strömungsgeschwindigkeit im Bereich der elastischen Schlauchmanschette eine Verkleinerung der Kühlluft- durchflussmenge bewirkt, und umgekehrt.

In kinematischer Umkehrung zum o. g. Ausführungsbeispiel der Er¬ findung kann gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel die Kühlluft den Ringraum zwischen der Außenseite der Schlauchmanschette und der Innenseite des festen Mantels der Regelvorrichtung durchströ-

men. Dann ist der Innenraum der Schlauchmanschette mit dem gas¬ förmigen Druckmedium beaufschlagbar.

Nach einem besonderen Merkmal der Erfindung kann bei der Kühlluft- regelungsvorrichtung die Regelkennlinie durch Änderung des Drucks des gasförmigen Druckmediums im beaufschlagbaren Druckraum veränderbar sein, und dies sogar während des Betriebes des Schütt¬ gutrostkühlers.

Die Regelkennlinie gibt das Ansteigen des Kühlluftbedarfs mit anstei¬ gender Kühlgutbetthöhe bzw. ansteigendem Kühlgutbett-Durchströ¬ mungswiderstand für die Kühlluft wieder. Sie kann zur Regelung ei¬ nes im wesentlichen konstant bleibenden Volumenstroms der Kühlluft unabhängig von Änderungen des Kühlluftströmungswiderstandes he- rangezogen werden. Die Kühlluftregelung kann aber auch prozessge¬ steuert sein, indem die Druckhöhe des gasförmigen Druckmediums zur Betätigung der Verformung der Schlauchmanschette und damit der Kühlluftvolumenstrom in Abhängigkeit von gemessenen Betriebs¬ parametern des Schüttgutrostkühlers gezielt gesteuert wird.

Der gesamte Rostkühler weist in Kühlerlängsrichtung betrachtet meh¬ rere Kühlluftkammern auf, deren Größe zum Kühlerende hin in der Regel zunimmt. Jede Kühlluftkammer kann ihre eigene Regelkennli¬ nie haben, die jeweils im Kühlerbetrieb veränderbar ist.

Die erfindungsgemäße Kühlluftregelungsvorrichtung ist einfach im Aufbau, unanfällig gegen Verschmutzung, weitgehend wartungsfrei und einfach in der Verstellung der Regelkennlinie sogar während des Kühlerbetriebes. Im Betrieb der erfindungsgemäß insbesondere selbsttätig arbeitenden Regelungsvorrichtung spielen Schwerkraft und Massenträgheitsmomente, welche die Funktion der selbsttätigen Regelung beeinträchtigen könnten, keine Rolle. Die erfindungsgemä-

ße Kühlluft-Regelungsvorrichtung ist daher besonders geeignet zum Einsatz bei Schüttgutkühlern mit bewegten Kühlrostbereichen bzw. bewegten Kühlrostsystemen, d. h. also für die eingangs genannten Schubrostkühler sowie auch für Kühlrostsysteme, die nach dem so- genannten Walking Floor-Förderprinzip arbeiten, was weiter unten noch näher erläutert wird.

Die Erfindung und deren weiteren Merkmale und Vorteile werden an¬ hand der in den Figuren schematisch dargestellten Ausführungsbei- spiele näher erläutert.

Es zeigt:

Fig. 1 : den Vertikalschnitt durch eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kühlluft-Regelungsvorrichtung mit e- lastischer Schlauchmanschette,

Fig. 2: die Regelungsvorrichtung der Fig. 1 in Drosselstellung für den Kühlluftvolumenstrom,

Fig. 3: den Vertikalschnitt durch eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Kühlluft-Regelungsvorrichtung mit elastischer Schlauchmanschette,

Fig. 4: die Regelungsvorrichtung der Fig. 3 in Drosselstellung für den Kühlluftvolumenstrom, und

Fig. 5: in perspektivischer Ansicht ein Kühlrost-Modul eines

Schüttgutkühlers mit an der Kühlrostunterseite angebau- ten Kühlluft-Regelungsvorrichtungen der vorgenannten

Figuren, wobei aus einer Vielzahl solcher hintereinander

und nebeneinander angeordneten Module der Kühlrost ei¬ nes Schüttgutkühlers zusammengesetzt ist.

Die von der Kühlluft 10 eines Rostkühlers zum Kühlen von heißem Schüttgut wie z. B. Zementklinker durchströmte Kühlluft-Regelungs¬ vorrichtung der Fig. 1 bzw. Fig. 2, wobei eine Vielzahl solcher Rege¬ lungsvorrichtungen an die Unterseite des in Fig. 5 ausschnittsweise dargestellten Kühlrostes angebaut ist, weist einen äußeren Mantel 11 aus festem Werkstoff wie z. B. Stahl auf, in den an beiden Enden ko- axial eine Schlauchmanschette 12 aus elastischem Material wie z. B. Gummi als Stellorgan eingespannt ist. Der Querschnitt von Mantel 11 und Schlauchmanschette 12 ist rund; er könnte aber auch eine ovale oder vieleckige Konfiguration haben. Die Schlauchmanschette 12 ist an ihren beiden Enden über jeweils einen Klemmring 13 druckdicht mit dem Mantel 1 1 verbunden. Nach Fig. 1 ist der ringförmige Zwi¬ schenraum zwischen der Außenseite der Schlauchmanschette 12 und der Innenseite des festen Mantels 11 über wenigstens eine An¬ schlussöffnung 14, die zu einer nicht dargestellten pneumatischen Anlage führt, mit einem gasförmigen Druckmedium beaufschlagt, wo- bei die Druckhöhe einstellbar ist.

Kommt es nun zu einem Durchströmen der Schlauchmanschette 12 mit einem Kühlluftstrom 10, sinkt der statische Druck im Strömungs¬ querschnitt der Schlauchmanschette 12 in Abhängigkeit von der an- steigenden Strömungsgeschwindigkeit ab. Das im Raum zwischen Mantel 11 und Manschette 12 vorhandene gasförmige Druckmedium entspannt sich dabei. Die Schlauchmanschette 12 quetscht sich etwa oval zusammen, bis das Kräftegleichgewicht zwischen dem Druckun¬ terschied von innerhalb zu außerhalb der Schlauchmanschette 12 und resultierend aus den Verformungsspannungen der Schlauchman¬ schette erreicht ist. Hierdurch wird, wie aus Fig. 2 ersichtlich, eine Verringerung des freien Strömungsquerschnittes der Schlauchman-

schette 12 und damit die gewünschte selbsttätige Verringerung des Kühlluft-Volumenstroms bei beginnender Erhöhung der Strömungs¬ geschwindigkeit erreicht, und umgekehrt.

Der Verformungswiderstand der Schlauchmanschette 12 und damit auch das Ansprechverhalten der erfindungsgemäßen Kühlluft- Regelungsvorrichtung hängen abgesehen vom Schlauchmaterial von der Konfiguration der Schlauchmanschette 12 ab, insbesondere von ihrer Wanddicke, vorhandenen Versteifungsrippen, Schlaucheinlagen etc..

Steigt die Strömungsgeschwindigkeit der Kühlluft 10 innerhalb der durchströmten Schlauchmanschette 12 immer höher an, weil z. B. der von der Kühlluft zu kühlende Kühlrostabschnitt nur durch ein zu ge- ringes oder gar kein Schüttgutbett mehr belegt ist, schließt deswegen die Manschette 12 den Kühlluftströmungsquerschnitt nicht vollständig ab, sondern ein minimaler Strömungsquerschnitt bzw. eine Mindest¬ menge einer Kühlluftströmung 10 bleibt erhalten, durch die der Kühl¬ rost vor Überhitzung geschützt ist. Vielmehr ist erfindungsgemäß ein vollständiger Verschluss des Strömungsquerschnitts für die Strömung der Kühlluft 10 nur durch eine Erhöhung des Drucks des über den Anschluss 14 eingeführten gasförmigen Druckmediums möglich. Von dieser Möglichkeit wird z. B. Gebrauch gemacht, wenn oberhalb des Kühlrostes im heißen Schüttgutbett zu dessen Auflockerung soge- nannte Luftkanonen mit Druckluftstößen eingesetzt werden, bei deren Anwendung die jeweiligen benachbarten erfindungsgemäßen Kühlluft- Regelungsvorrichtungen kurzzeitig vollständig geschlossen werden, um ein Durchschlagen solcher Druckluftstöße in die Luftkammern un¬ terhalb des Kühlrostes zu vermeiden.

Umgekehrt öffnet sich der freie Strömungsquerschnitt mit Steigerung des Kühlluftvolumenstroms auf ihren maximalen Wert, wenn die Kühl-

luftströmung beginnt, durch sehr hohe Schüttgutbeladungen der je¬ weilig zu kühlenden Kühlrostzone zusammenzubrechen.

In kinematischer Umkehrung zum Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 wird bei der erfindungsgemäßen Kühlluft-Regelungsvorrichtung der Fig. 3 bzw. Fig. 4 der Ringraum zwischen dem äußeren Mantel 11 und der inneren elastischen Schlauchmanschette 12 von der Kühlluft 10 durchströmt, die durch Bohrungen 15 im oberen und unteren Klemmring 13 sowie im oberen und unteren Endflansch 16 diesen Ringraum durchströmen kann. Kommt es zu einem Durchströmen dieser Regelungsvorrichtung mit Kühlluft 10, sinkt der statische Druck im Ringquerschnitt des Raumes zwischen der Schlauchmanschette 12 und dem Mantelrohr 11 in Abhängigkeit von der Strömungsge¬ schwindigkeit der Kühlluft ab. Das im Inneren der Schlauchmanschet- te 12 vorhandene gasförmige Druckmedium, das durch den An- schluss 14 einführbar ist, entspannt sich, und wie in Fig. 4 gezeigt bläht sich die elastische Schlauchmanschette 12 auf, bis sich das Kräftegleichgewicht zwischen dem Druckunterschied von innerhalb nach außerhalb der Schlauchmanschette 12 und ihrer Verformungs- Spannungen eingestellt hat. Die hierdurch entstehende Querschnitts¬ änderung bewirkt selbsttätig wiederum die Regelung des Kühlluft- Volumenstroms in der gewünschten Richtung.

Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung kann bei der Rege- lungsvorrichtung sowohl gemäß Ausführungsbeispiel der Figuren 1 und 2 als auch gemäß Ausführungsbeispiel der Figuren 3 und 4 durch Änderung des Drucks des durch den Anschluss 14 einzuführenden gasförmigen Druckmediums im beaufschlagbaren Druckraum die Re¬ gelkennlinie der Regelvorrichtung ganz einfach und gezielt verändert werden.

Aus Fig. 5 ist ersichtlich, dass eine Vielzahl der Kühlluft- Regelungsvorrichtungen der Fig.1 und/oder alternativ Fig. 3 mit ihrer oberen Austrittsöffnung für die Kühlluftströmung 10 an die Kühlluftein- trittsöffnungen an der Unterseite eines insbesondere bewegten Kühl- rostes zu dessen Kühlluftversorgung angeflanscht werden kann. Er¬ läutert am Kühlrostmodul der Fig. 5 ist jedes Modul gemäß Ausfüh¬ rungsbeispiel aus drei sich in Kühlerlängsrichtung erstreckenden ne¬ beneinander angeordneten länglichen etwa trogförmigen Bodenele¬ menten 18, 19, 20 zusammengesetzt, die unabhängig voneinander zwischen einer Vorhubposition 21 in Kühlguttransportrichtung und ei¬ ner Rückhubposition 22 gesteuert bewegbar sind, so dass das auf den Bodenelementen gelagerte dort nicht dargestellte heiße Kühlgut schrittweise z. B. nach dem Walking Floor-Förderprinzip durch den Kühler gefördert wird. Der Antrieb der einzelnen Bodenelemente 18, 19, 20 der Kühlrostmodule erfolgt von unterhalb des Kühlrostes über Schubrahmen, die auf Laufrollen abgestützt sind und an denen Ar¬ beitszylinder angreifen, und zwar gesteuert so, dass die Bodenele¬ mente gemeinsam nach vorn, aber nicht gemeinsam, sondern zeitlich getrennt voneinander zurückbewegt werden.

Die Bodenelemente 18, 19, 20 aller Module sind als Hohlkörper aus¬ gebildet, nämlich sie weisen im Querschnitt gesehen eine das Kühl¬ gut tragende und für die Kühlluft 10 im wesentlichen von unten nach oben durchlässige Oberseite 23 und eine davon beabstandete ge- schlossene den Kühlgutrostdurchfall verhindernde Unterseite 24 auf. Dabei weisen die Unterseiten 24 aller Bodenelemente mehrere über die Länge verteilte Kühlluft-Eintrittsöffnungen auf, an denen von un¬ ten die in Fig. 1 bzw. Fig. 3 dargestellten Kühlluft-Regelungs¬ vorrichtungen angeflanscht sind, von denen in Fig. 5 die drei Regler- gehäuse 11 der drei unabhängig von einander bewegbaren Kühlrost- Bodenelemente 18, 19, 20 zu sehen sind. Die das heiße Kühlgut wie Zementklinker tragenden Kühlrost-Oberseiten 23 können grundsätz-

lich mit irgendwelchen für die Kühlluft 10 durchlässigen Durchgängen versehen sein. Mit besonderem Vorteil können die Kühlrost- Oberseiten 23 jeweils aus sich mit Abstand spiegelbildlich gegen¬ überliegenden, aber versetzt zueinander angeordneten satteldach- förmigen V-Profilen bestehen, deren V-Schenkel mit Zwischenraum ineinander greifen, welch letzterer ein Labyrinth für das Kühlgut sowie für die Kühlluft 10 bildet. Dadurch ist besonders gewährleistet, dass der Schüttgutkühler gegen Rostdurchfall gesichert ist.

In Fig. 5 ist noch zu sehen, dass auf der für die Kühlluft 10 durchläs¬ sigen Oberseite 23 aller Bodenelemente 18 bis 20 quer zur Kühlgut¬ transportrichtung liegende Stege 25a bis 25c zum Festhalten der un¬ tersten Schüttgutschicht und zur Vermeidung einer Relativbewegung dieser untersten Schicht und dem jeweiligen Rostbodenelement an- geordnet sein können, was zum Verschleißschutz dieser Rostboden¬ elemente beiträgt.