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Title:
REINFORCING ELEMENT FOR A GLOVE, AND GLOVE, IN PARTICULAR A GOALKEEPER'S GLOVE HAVING SUCH A REINFORCING ELEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/076353
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a reinforcing element (1) for a glove, in particular for a goalkeeper's glove, which is designed to permit bending in a first bending direction and to prevent bending in a second bending direction opposite to the first bending direction. In order to reliably prevent the knuckles from being subjected to severe stress when punching a ball, according to the invention the reinforcing element (1) comprises two bending elements (2, 3) extending in the longitudinal direction (L) of the fingers. The bending elements have a number of blocking elements (4) to prevent bending in the second bending direction. When used properly, the two bending elements (2, 3) extend laterally next to the finger to be protected (23), wherein the two bending elements (2, 3) are connected to each other by means of at least two connecting bridges (5, 6, 7, 8). Furthermore, the invention relates to a glove, in particular a goalkeeper's glove, having such a reinforcing element.

Inventors:
NIX, Christof (Bismarckstrasse 54, Nürnberg, 90491, DE)
SCHWARZ, Thomas (Danziger Strasse 7, Winkelhaid, 90610, DE)
Application Number:
EP2010/007588
Publication Date:
June 30, 2011
Filing Date:
December 14, 2010
Export Citation:
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Assignee:
PUMA AKTIENGESELLSCHAFT RUDOLF DASSLER SPORT (Würzburger Strasse 13, Herzogenaurach, 91074, DE)
NIX, Christof (Bismarckstrasse 54, Nürnberg, 90491, DE)
SCHWARZ, Thomas (Danziger Strasse 7, Winkelhaid, 90610, DE)
International Classes:
A63B71/14; A41D19/015
Attorney, Agent or Firm:
GOSDIN, Michael (Adam-Stegerwald-Strasse 6, Schweinfurt, 97422, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Verstärkungselement (1) für einen Handschuh, insbesondere für einen Torwarthandschuh, das ausgebildet ist, eine Biegung in eine erste Biegerichtung zuzulassen und eine Biegung in eine der ersten Biegerichtung entgegengesetzte zweite Biegerichtung zu verhindern, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement (1) zwei sich in Fingerlängsrichtung (L) erstreckende Biegeelemente (2, 3) umfasst, die zur Verhinderung der Biegung in die zweite Biegerichtung eine Anzahl Sperrelemente (4) aufweisen, wobei die beiden Biegeelemente (2, 3) bei bestimmungsgemäßem Gebrauch seitlich neben dem zu schützenden Finger (23) verlaufen, wobei die beiden Biegeelemente (2, 3) durch mindestens zwei Verbindungsbrücken (5, 6, 7, 8) miteinander verbunden sind.

2. Verstärkungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrelemente (4) und das diese tragende Biegeelement (2, 3) als einstückiges Kunststoff-Formteil ausgebildet sind.

3. Verstärkungselement nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Sperrelemente (4) als separate Teile gefertigt und in das Biegeelement (2, 3) eingesetzt sind.

4. Verstärkungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Verbindungsbrücken (5, 6, 7, 8) so angeordnet sind, dass bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Verbindungsbrücken (5, 6, 7, 8) den Bereich eines Fingergliedes (9, 10, 1 1) überbrücken und den Bereich des Gelenks (12, 13, 14) zwischen zwei Fingergliedern bzw. zwischen einem Fingerglied und der Hand des Benutzers unüberdeckt lassen.

5. Verstärkungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass vier Verbindungsbrücken (5, 6, 7, 8) angeordnet sind.

6. Verstärkungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Teil der Verbindungsbrücken (5, 6, 7, 8) an ihrer dem Finger (23) zugewandten Seite eine konkave Ausgestaltung aufweist.

7. Verstärkungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Biegeelemente (2, 3) samt den Verbindungsbrücken (5, 6, 7, 8) ein einteiliges Formteil bilden.

8. Verstärkungselement nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (4) mit dem Biegeelement (2, 3) mittels einer formschlüssigen Verbindung verbunden ist.

9. Verstärkungselement nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die formschlüssige Verbindung als Schnappverbindung ausgebildet ist.

10. Verstärkungselement nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (4) zwei hakenförmige Vorsprünge (15, 16) aufweist, die einen Stegabschnitt (17) des Biegeelements (2, 3) hintergreifen können.

1 1. Verstärkungselement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich die beiden hakenförmigen Vorsprünge (15, 16) zugewandt gegenüberliegen.

12. Verstärkungselement nach einem der Ansprüche 3 bis 1 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperrelement (4) mindestens zwei Anlageflächen (18, 19) aufweist, die im montierten Zustand an korrespondierenden Anlageflächen (20, 21) am Biegeelement (2, 3) anliegen.

13. Verstärkungselement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Anlageflächen (18, 19) rechtwinklig zueinander angeordnet sind.

Verstärkungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das Biegeelement (2, 3) samt Verbindungsbrücken (5, 6, 7, 8) und die Sperrelemente (4) aus Kunststoff bestehen.

15. Handschuh, insbesondere Torwarthandschuh, mit mindestens einem Verstärkungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 14.

Description:
Verstärkungselement für einen Handschuh und Handschuh, insbesondere Torwarthandschuh, mit einem solchen Verstärkungselement

Die Erfindung betrifft ein Verstärkungselement für einen Handschuh, insbesondere für einen Torwarthandschuh, das ausgebildet ist, eine Biegung in eine erste Biegerichtung zuzulassen und eine Biegung in eine der ersten Biegerichtung entgegengesetzte zweite Biegerichtung zu verhindern. Des weiteren betrifft die Erfindung einen Handschuh, insbesondere einen Torwarthandschuh, mit einem solchen Verstärkungselement.

Ein Verstärkungselement für einen Torwarthandschuh dieser Art ist aus der EP 1 527 802 Bl bekannt. Mit diesem ist es möglich, eine Sicherung dahingehend herzustellen, dass die Finger des Torwarts bei der Benutzung des Torwarthandschuhs im Falle des Auffangens eines Balls nicht nach hinten umgebogen und so überstreckt werden. Indes ist eine Krümmung der Finger bei der Faustbildung möglich, d. h. das Verstärkungselement lässt diese Bewegung des Fingers zu. Hierfür ist bei der vorbekannten Lösung vorgesehen, dass sich ein Abschnitt des Verstärkungselements in Fingerlängsrichtung erstreckt, der zunächst in beide Biegerichtungen biegbar ist. Zur Verhinderung des Biegens der Finger„nach hinten" sind in dem Abschnitt Sperrelemente angeordnet, die bei der Biegung des Fingers entgegen der anatomischen Richtung blockartig aneinanderstoßen und so die Biegung verhindern. Die Sperrelemente überdecken dabei den gesamten Fingerrücken.

Nachteilig ist es bei einer derartigen Lösung, dass die Fingerknöchel an den Sperrelementen anstoßen, wenn eine Kraft auf die Fingeraußenseite beim Fausten eines Balls ausgeübt wird. Demgemäß werden die Fingerknöchel in diesem Falle einer Belastung unterzogen, die als unangenehm bzw. sogar als schmerzhaft empfunden wird.

Der Erfindung liegt daher die A u f g a b e zugrunde, ein Verstärkungselement der eingangs genannten Art so fortzubilden und einen entsprechenden Torwarthandschuh vorzuschlagen, mit dem dieser Nachteil verhindert wird. Demgemäß soll auch beim Fausten eines Balls zuverlässig verhindert werden, dass die Fingerknöchel einer starken Belastung unterzogen werden.

Die L ö s u n g dieser Aufgabe durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungselement zwei sich in Fingerlängsrichtung erstreckende Biegeelemente umfasst, die zur Verhinderung der Biegung in die zweite Biegerichtung eine Anzahl Sperrelemente aufweisen, wobei die beiden Biegeelemente bei bestimmungsgemäßem Gebrauch seitlich neben dem zu schützenden Finger verlaufen, wobei die beiden Biegeelemente durch mindestens zwei Verbindungsbrücken miteinander verbunden sind.

Dabei kann vorgesehen sein, dass die Sperrelemente und das diese tragende Biegeelement als einstückiges Kunststoff-Formteil ausgebildet sind. Alternativ kann auch vorgesehen werden, dass die Sperrelemente als separate Teile gefertigt und in das Biegeelement eingesetzt sind. Die mindestens zwei Verbindungsbrücken sind dabei bevorzugt so angeordnet, dass bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Verbindungsbrücken den Bereich eines Fingergliedes überbrücken und den Bereich des Gelenks zwischen zwei Fingergliedern bzw. zwischen einem Fingerglied und der Hand des Benutzers unüberdeckt lassen.

Bevorzugt sind vier Verbindungsbrücken vorgesehen. Zumindest ein Teil der Verbindungsbrücken weist bevorzugt an ihrer dem Finger zugewandten Seite eine konkave Ausgestaltung auf, um sich optimal an den Fingerrücken anschmiegen zu können.

Die beiden Biegeelemente bilden samt den Verbindungsbrücken bevorzugt ein einteiliges Formteil, das zumeist im Spritzgießverfahren hergestellt ist.

Das Sperrelement kann mit dem Biegeelement mittels einer formschlüssigen Verbindung verbunden sein. Die formschlüssige Verbindung ist dabei bevorzugt als Schnappverbindung ausgebildet. Eine bevorzugte Ausfuhrungsform der Erfindung sieht diesbezüglich vor, dass das Sperrelement zwei hakenförmige Vorsprünge aufweist, die einen Stegabschnitt des Biegeelements hintergreifen können. Die beiden hakenförmigen Vorsprünge können sich zugewandt gegenüberliegen. Das Sperrelement kann mindestens zwei Anlageflächen aufweisen, die im montierten Zustand an korrespondierenden Anlageflächen am Biegeelement anliegen. Die beiden Anlageflächen sind dabei bevorzugt rechtwinklig zueinander angeordnet, um in zwei Achsrichtungen eine definierte Lage für das Sperrelement zu definieren. Das Verstärkungselement kann ferner in einem axialen Endbereich ein im wesentlichen flächig ausgebildetes Druckverteilungselement aufweisen. Das Druckverteilungselement kann dabei mit den beiden Biegeelementen und den Verbindungsbrücken einstückig ausgebildet sein.

Das Biegeelement samt Verbindungsbrücken und die Sperrelemente bestehen bevorzugt aus Kunststoff. Die Erfindung betrifft ferner einen Handschuh, insbesondere einen Torwarthandschuh, der mit mindestens einem Verstärkungselement der oben erläuterten Art versehen ist, bevorzugt mit mehreren Verstärkungselementen für die einzelnen Finger. In vorteilhafter Weise wird so erreicht, dass der Finger des Torwarts in verbesserter Weise gegen Überdehnung geschützt wird. Die Knöchel des Fingers können nicht mehr am Verstärkungselement anschlagen bzw. an dieses angedrückt werden, so dass ein verbesserter Schutz gegeben ist. In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 in perspektivischer Darstellung ein Verstärkungselement gemäß einer ersten Ausfuhrungsform der Erfindung, das in einen nicht dargestellten Torwarthandschuh integriert werden kann, wobei der zu schützende Finger unterhalb des Verstärkungselements dargestellt ist, Fig. 2 das Grundteil des Verstärkungselements ohne eingesetzte Sperrelemente,

Fig. 3 das Grundteil des Verstärkungselements ohne eingesetzte

Sperrelemente, wobei die einzusetzenden Sperrelemente in Explosionsdarstellung skizziert sind,

Fig. 4 einen Ausschnitt des Verstärkungselements in vergrößerter

Explosionsdarstellung, die Seitenansicht des Verstärkungselements in Sperrstellung,

Fig. 5b die Seitenansicht des Verstärkungselements in der Stellung, in der sich die (nicht dargestellten) Finger zur Faust krümmen und das Verstärkungselement der Bewegung der Finger folgt,

Fig. 6 in perspektivischer Darstellung ein Verstärkungselement gemäß einer zweiten Ausfuhrungsform der Erfindung, Fig. 7 die Draufsicht auf das Verstärkungselement gemäß Fig. 6,

Fig. 8 die Seitenansicht des Verstärkungselements gemäß Fig. 6 im gestreckten Zustand des Verstärkungselements, Fig. 9 die Seitenansicht des Verstärkungselements gemäß Fig. 6 im

Zustand, in dem die Hand zur Faust geformt ist, Fig. 10 eine perspektivische Darstellung des Verstärkungselements gemäß Fig. 6 auf der Hand eines Torwarts, wobei die Finger gestreckt sind, und Fig. 1 1 eine perspektivische Darstellung des Verstärkungselements gemäß

Fig. 6 auf der Hand eines Torwarts, wobei die Finger nach innen gerundet sind.

Die Figuren 1 bis 3 zeigen alle eine erfindungsgemäße Ausgestaltung eines Verstärkungselements 1 für einen nicht dargestellten Torwarthandschuh oder Teile desselben. Das Verstärkungselement 1 hat im wesentlichen zwei Biegeelemente 2 und 3, die bei bestimmungsgemäßem Gebrauch des Verstärkungselements 1 seitlich neben einem zu schützenden Finger 23 angeordnet sind, der in Fig. 1 unterhalb des Verstärkungselements 1 skizziert ist; bei Benutzung des Verstärkungselements bzw. des Torwarthandschuhs liegt das Verstärkungselement 1 funktionell auf dem Rücken des Fingers 23 auf, wozu es zumeist in eine entsprechende Aufhahmetasche im Torwarthandschuh eingebracht ist. Die beiden Biegeelemente 2, 3 erstrecken sich im wesentlichen in Fingerlängsrichtung L. Dabei wechseln sich stärker ausgebildete und weniger stark ausgebildete Abschnitte in der genannten Richtung ab. Relativ dünn ausgebildet sind Stegabschnitte 17 (s. insbesondere Fig. 2), die gegenüber den Abmessungen der Biegeelemente 2, 3 im sonstigen Bereich kleiner ausgeführt sind.

Im Bereich der Stegabschnitte 17 und in Anbindung an die weitere Erstreckung des Biegeelements 2, 3 sind scharnierartige Abschnitte 24 vorgesehen, die es ermöglichen, dass das Biegeelement 2, 3 an dieser Stelle ohne Aufbringung eines nennenswerten Biegemoments gebogen werden können. Demgemäß kann der Verstärkungsstreifen bei der Faustbildung der Fingerbiegung folgen. Damit dies nicht in die entgegengesetzte Richtung erfolgt, d. h. um den Finger vor einer Überdehnung nach hinten zu schützen, sind Sperrelemente 4 vorgesehen, die im Bereich der Stegabschnitte 17 auf die Biegeelemente 2, 3 aufgesetzt bzw. eingesetzt werden können. Wie sich sofort ergibt - s. hierzu insbesondere Fig. 1 -, hat dies zur Folge, dass die Endflächen der Sperrelemente in diesem Falle an korrespondierenden Anlageflächen am Biegeelement 2, 3 anstoßen, so dass der Biegung „nach hinten" ein Widerstand entgegengesetzt wird.

Insofern stellt das Verstärkungselement eine an sich bekannte Funktion her. D. h. das Verstärkungselement 1 ist ausgebildet, eine Biegung in eine erste Biegerichtung (nämlich in die anatomisch vorgesehene Krümmungsrichtung des Fingers) zuzulassen und eine Biegung in eine der ersten Biegerichtung entgegengesetzte zweite Biegerichtung zu verhindern und so den Finger zu schützen.

Wesentlich ist indes, dass das Verstärkungselement 1 die beiden sich in Fingerlängsrichtung L erstreckende Biegeelemente 2, 3 aufweist, wobei zur Verhinderung der Biegung in die zweite Biegerichtung eine Anzahl Sperrelemente 4 eingesetzt sind. Die beiden Biegeelemente 2, 3 verlaufen dabei bei bestimmungsgemäßem Gebrauch seitlich neben dem zu schützenden Finger 23. Die beiden Biegeelemente 2, 3 sind durch mindestens zwei Verbindungsbrücken 5, 6, 7, 8 miteinander verbunden, vorliegend durch vier solche Verbindungsbrücken, die bevorzugt bogenartig ausgebildet sind. Weiterhin ist es sehr vorteilhaft, dass die Verbindungsbrücken 5, 6, 7 und 8 so angeordnet sind, dass bei bestimmungsgemäßem Gebrauch die Verbindungsbrücken den Bereich eines Fingergliedes 9, 10 bzw. 1 1 - s. hierzu Fig. 1 - überbrücken. Indes wird der Bereich eines Gelenks 12, 13 bzw. 14 zwischen zwei Fingergliedern 9 und 10 bzw. 10 und 1 1 bzw. zwischen einem Fingerglied 1 1 und der Hand des Benutzers unüberdeckt gelassen. Das hat zur Folge, dass die Gelenke 12, 13, 14 keiner Gefahr ausgesetzt sind, dass sie beim Fausten eines Balls an dem Verstärkungselement 1 an- bzw. aufschlagen.

Die Sperrelemente 4 sind mittels einer formschlüssigen Verbindung auf die Stegabschnitte 17 aufgesetzt und hier mit den Biegeelementen 2, 3 verbunden. Details hierzu gehen am besten aus Fig. 4 hervor. Das Sperrelement 4 hat in seinem unteren Bereich zwei hakenförmige Vorsprünge 15 und 16. Diese sind ausgebildet, die untere Seite des Stegabschnitts 17 zu umgreifen, wenn das Sperrelement 4 in Pfeilrichtung in Fig. 4 auf das Biegeelement 2, 3 in die hierfür vorgesehene Ausnehmung eingesetzt wird.

Demgemäß wird das Sperrelement 4 mit den eine Schnapp Verbindung bildenden hakenförmigen Vorsprüngen 15, 16 am Biegeelement 2, 3 festgelegt.

Eine definierte Anlage des Sperrelements 4 am Biegeelement 2, 3 ergibt sich durch Anlageflächen 18 und 19, die an der Unterseite des Sperrelements 4 angeordnet sind. Diese Anlageflächen 18, 19 haben korrespondierende

Anlageflächen 20 und 21 am Stegabschnitt 17 des Biegeelements 2, 3. j

Demgemäß legt sich die Anlagefläche 18 des Sperrelements 4 an der Anlagefläche 20 des Stegabschnitts an; entsprechend legt sich die Anlagefläche 19 des Sperrelements 4 an der Anlagefläche 21 des Stegabschnitts 17 an.

Da die beiden Anlageflächen 18 und 19 bzw. 20 und 21 rechtwinklig zueinander angeordnet sind, ergibt sich so eine definierte Anlage des Sperrelements 4 am Biegeelement 2, 3 in zwei Achsrichtungen.

Das Verstärkungselement 1 weist in seinem einen axialen Endbereich ein Druckverteilungselement 22 auf, das streifenförmig und weitgehend eben ausgebildet ist. Es ist geeignet, um im Torwarthandschuh verankert zu werden und den Biegedruck auf den Handrücken zu verteilen.

Die Funktionsweise des Verstärkungselements 1 geht noch einmal aus den Figuren 5a und 5b hervor.

In Fig. 5a befindet sich das Verstärkungselement 1 in der gestreckten Stellung, in der die Sperrelemente 4 verhindern, dass es zu einem Biegen der Finger„nach hinten" kommt, d. h. zu einer Überstreckung der Finger. Indes folgt das Verstärkungselement 1 gemäß Fig. 5b der Fingerbewegung, wenn diese sich in anatomisch richtiger Weise zur Faust krümmen.

In den Figuren 6 bis 1 1 ist ein Verstärkungselement 1 in einer alternativen Ausführungsform der Erfindung dargestellt.

Die Zusammenschau der Figuren 6, 7 und 8 zeigen den grundsätzlichen Aufbau des Verstärkungselements 1. Der Unterschied zu der vorstehend diskutierten Lösung besteht hier im wesentlichen darin, dass keine separaten Sperrelemente 4 zum Einsatz kommen, die als einzelne Formteile gefertigt und dann auf die Biegeelemente 2, 3 aufgesetzt sind. Vielmehr wirken hier Materialabschnitte der Biegeelemente 2, 3 funktional als Sperrelemente 4. Das als einteiliges Formteil durch Spritzgießen hergestellte Verstärkungselement 1 weist nämlich im Bereich der Biegeelemente 2, 3 Einschnitte 25 auf, so dass der verbleibende Materialbereich, in den sich der Schlitz 25 nicht erstreckt, einen scharnierartigen Abschnitt 24 bildet.

Demgemäß kann hier das Verstärkungselement 1 abgebogen werden, um beim Fausten der Hand der Fingerform zu folgen.

Dieses Nachfolgen der Fingerkrümmung ist in Fig. 9 illustriert, wo zu sehen ist, wie sich das Verstärkungselement 1 bei der Fingerbiegung im Vergleich mit Fig. 8 verformt. Wie dies im konkreten Einsatz in einem Torwarthandschuh aussieht, ergibt sich aus der Zusammenschau der Figuren 10 und 1 1 , in denen eine Hand eines Torwarts skizziert ist, wobei für einen Finger der Verstärkungsstreifen dargestellt ist, der in einer entsprechenden Aufhahmetasche eines nicht skizzierten Torwarthandschuhs platziert ist.

Zu sehen ist in Fig. 10, wie der Verstärkungsstreifen 1 auf einem gestreckten Finger aufliegt. Die Sperrelemente 4 liegen hier aneinander, so dass ein Biegen des Fingers entgegen der anatomischen Richtung verhindert wird. Indes ergibt sich aus Fig. 11 , wie beim Fausten der Hand das Verstärkungselement 1 der Fingerkrümmung folgt. Wesentlich ist, dass die Fingergelenke 12, 13, 14 (Knöchel) frei bleiben und so nicht vom Verstärkungselement 1 beaufschlagt werden können. Bezugszeichenliste:

1 Verstärkungselement

2 Biegeelement

3 Biegeelement

4 Sperrelement

5 Verbindungsbrücke

6 Verbindungsbrücke

7 Verbindungsbrücke

8 Verbindungsbrücke

9 Fingerglied

10 Fingerglied

1 1 Fingerglied

12 Gelenk

13 Gelenk

14 Gelenk

15 hakenförmiger Vorsprung

16 hakenförmiger Vorsprung

17 Stegabschnitt

18 Anlagefläche

19 Anlagefläche

20 Anlagefläche

21 Anlagefläche

22 Druckverteilungselement

23 Finger

24 scharnierartiger Abschnitt

25 Einschnitt

L Fingerlängsrichtung