PANHANS, Jürgen (Heubaumweg 37, Erlangen, 91056, DE)
SCHMITZER, Siegfried (Am Fuchs 29a, Kürnach, 97273, DE)
PANHANS, Jürgen (Heubaumweg 37, Erlangen, 91056, DE)
| Patentansprüche: 1. Eine zumindest einseitig mit einer Releaseschicht (c) ausgerüstete Trennfolie umfassend (a) wenigstens eine innenliegende Schicht (a) basierend auf wenigstens einem thermoplastischen Polymeren ausgerüstet mit wenigstens einer dauerhaft antistatisch wirkenden, zumindest oligomeren Verbindung als Anistatikum und (b) wenigstens eine Schicht (b) basierend auf wenigstens einem thermoplastischen Polymeren. dadurch gekennzeichnet, dass die Releaseschicht (c) auf wenigstens einem ausgehärteten Polysiloxan basiert. 2. Eine Trennfolie nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die dauerhafte antistatische Wirkung unabhängig von der relativen Luftfeuchtigkeit ist. 3. Eine Trennfolie nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Antistatikum wenigstens ein dauerhaft antistatisch wirkendes Polymer vorliegt. 4. Eine Trennfolie nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Antistatikum wenigstens ein intrinsisch leitendes Polymer vorliegt, wobei das Polymer jeweils dotiert ist, oder wenigstens ein Polyetherpolyamid-Blockcopolymer als Antistatikum vorliegt. 5. Eine Trennfolie nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Antistatikum wenigstens ein intrinsisch leitendes Polymer ausgewählt aus der Gruppe umfassend Polyacetylene (PAC), Polyaniline (PANI), Polypyrrole (PPy), Poly-para-Phenylene (PPP), Poly-para- Phenylensulfide (PPS), Polyphenylenvinylene (PPV), Polyfluorene (PFO), Polythiophene (PT), vorzugsweise Poly(3-alkyl)thiophene, Polytetratthiafulvalene, Polynaphthylene, Polyisothianaphthylen (PITN), Polyphthalocyanin (PPc) und Poly-3,4-diethylendioxythiophene (PEDOT oder PEDT) vorliegt, wobei das Polymer jeweils dotiert ist. 6. Eine Trennfolie nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Antistatikum wenigstens ein intrinsisch leitendes Polymer vorliegt, welches mit einem Dotierungsmittel ausgewählt aus der Gruppe umfassend Halogene, Perchlorate, Peroxide, Persulfate, Alkalimetalle, Erdalkalimetalle, organische Säuren und Säureanhydride, anorganische Säuren, vorzugsweise anorganische Lewis-Säuren, und polymergebunde Dotierungsmittel, dotiert ist. 7. Eine Trennfolie nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die innenliegende Schicht (a) 10 - 20 Gew.-%, bevorzugt 11 - 16 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Schicht (a), des Antistatikums aufweist. 8. Eine Trennfolie nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trennfolie wenigstens zwei innenliegende Schichten (a) (Schichten (a-ι) und (a2)) jeweils ausgerüstet mit dem Antistatikum umfasst. 9. Eine Trennfolie nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (a) auf wenigstens einem thermoplastischen Polymer ausgewählt aus der Gruppe umfassend Polyolefine, Polystyrole, Polyamide, Polyester und Copolymere aus wenigstens zwei Monomeren der genannten Polymere, vorzugsweise auf wenigstens einem Olefin- Homo- oder Copolymeren, basiert. 10. Eine Trennfolie nach einem vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schicht (a) unmittelbar mit der Releaseschicht (c) als Oberflächenschicht ausgerüstet ist. 11.Eine Trennfolie nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Schicht (b) unmittelbar mit der Releaseschicht (c) als Oberflächenschicht ausgerüstet ist. 12. Eine Trennfolie nach Anspruch 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (b) mit ihrer anderen Grenzfläche an eine innenliegende Schicht (a) angrenzt. 13. Eine Trennfolie nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Gesamtschichtdicke der Trennfolie zur Gesamtschichtdicke der Schicht(en) (a) im Bereich von wenigstens 2:1 , vorzugsweise wenigstens 3:1 , besonders bevorzugt wenigstens 4:1 , ganz besonders bevorzugt wenigstens 7:1 liegt. 14. Eine Trennfolie nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schicht (b) auf wenigstens einem Olefin Homo-oder Copolymeren, vorzugsweise auf wenigstens einem Polyethylen und/oder Polypropylen basiert. 15. Ein Verfahren zur Herstellung einer Trennfolie nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schichtverbund aus wenigstens einer Schicht (a) ausgerüstet mit wenigstens einer dauerhaft antistatisch wirkenden, zumindest oligomeren Verbindung als Anistatikum und wenigstens einer Schicht (b) durch (Co)-Extrusion oder durch Laminierung hergestellt und der Schichtverbund zumindest auf einer seiner Oberflächen mit einer Releaseschicht (c) ausgerüstet wird. 16. Eine Verwendung einer Trennfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 14 als ablösbare Schutz- oder Abdeckfolie, vorzugsweise für klebefähige Selbstklebeetiketten, Klebebänder und/oder Aufkleber. 17. Eine Verwendung einer Trennfolie nach einem der Ansprüche 1 bis 14 als Rondell-Folie. |
Die vorliegende Erfindung betrifft eine zumindest einseitig mit einer Releaseschicht (c) ausgerüstete Trennfolie umfassend wenigstens eine innenliegende Schicht (a) basierend auf wenigstens einem thermoplastischen Polymeren ausgerüstet mit wenigstens einer dauerhaft antistatisch wirkenden, zumindest oligomeren
Verbindung als Antistatikum und wenigstens eine Schicht (b) basierend auf wenigstens einem thermoplastischen Polymeren, wobei deren Releaseschicht (c) auf einem ausgehärtetem Polysiloxan basiert, ein Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung als ablösbare Schutz- oder Abdeckfolie.
Mehrschichtfolien aus thermoplastischen Kunststoffen, die eine Releaseschicht z.B. auf Basis eines Silikon-Polymers aufweisen, werden vielfach als Trennfolien für Klebebänder oder Selbstklebeetiketten eingesetzt, um ein Verkleben dieser einseitig oder beidseitig klebenden Produkte bei der Lagerung zu verhindern. Solche
Trennfolien besitzen jedoch den Nachteil, dass sie sich bei der Herstellung,
Lagerung und Verarbeitung statisch aufladen und dadurch verblocken, wodurch ihre Verarbeitung erschwert wird. Da eine solche ungewollte statische Aufladung vor allem über die Releaseschicht, insbesondere auf Basis einer Silikonschicht, erfolgt, kann es bei einer Entladung zu einer zumindest teilweisen Zerstörung der
Releaseschicht und zu einem Verblocken der Klebstoffschicht mit der beschädigten Silikonschicht kommen.
Üblicherweise werden deshalb antistatisch ausgerüstete Trennfolien eingesetzt, um statische Aufladungen bei der Herstellung, Verarbeitung bzw. Lagerung zu
vermeiden.
Antistatika sind Substanzen, die u.a. in eine Kunststoffmasse eingearbeitet oder auf die Oberfläche eines Kunststoffartikels aufgetragen werden, um eine elektrostatische Aufladung zu vermindern, wodurch sowohl die Staubanziehung als auch die
Funkenentladung reduziert werden kann. Die elektrostatische Aufladung eines
BESTÄTIGUNGSKOPIE Kunststoffs lässt sich durch Erhöhen der Oberflächenleitfähigkeit bzw. der Volumenleitfähigkeit verringern.
Aus dem Stand der Technik sind bereits Trennfolien bekannt, die antistatisch ausgerüstet sind.
So wird in EP 0 445 744 A2 eine antistatisch wirkende mehrschichtige Polyesterfolie beschrieben, die neben der Releaseschicht eine weitere Schicht aufweist, die eine kationische quartäre Stickstoffverbindung als Antistatikum enthält.
In US 2006/0222867 A1 wird eine Mehrschichtfolie beschrieben, welche neben der Releaseschicht eine weitere Schicht aufweist, die ein alkoxyliertes Amin als
Antistatikum enthält.
Nachteilig bei so ausgerüsteten Trennfolien ist, dass deren antistatische Wirkung nicht dauerhaft, sondern lediglich temporär ist. Zudem können die eingesetzen Antistatika durch ihre Tendenz zur Migration in weitere Schichten der Trennfolie negative Auswirkungen auf die Release-Eigenschaften und/oder auf die
Reißfestigkeit und/oder auf die Verbundhaftung des Schichtverbundes der Trennfolie haben. Dies kann insbesondere bei mehrschichtigen Trennfolien auftreten, bei denen die Antistatika in eine innenliegende Schicht eingearbeitet sind und daher durch mehrere Schichten nach außen migrieren können. Diese negativen Auswirkungen nehmen meist proportional mit der Menge der zum Einsatz kommenden Antistatika zu, so dass deren Anteil, bezogen auf die gesamte Trennfolie, auch deswegen möglichst gering gehalten werden soll.
Es besteht daher ein Bedarf an Trennfolien, die die vorstehend genannten Nachteile nicht aufweisen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es daher, eine Trennfolie zur Verfügung zu stellen, die trotz einer ausreichenden dauerhaft antistatischen Wirkung höchstens einen vernachlässigbaren Einfluss auf die Release- und die mechanischen
Eigenschaften durch das Antistatikum aufweisen. Diese Aufgabe wird durch die Bereitstellung einer erfindungsgemäßen zumindest einseitig mit einer Releaseschicht (c), basierend auf einem ausgehärteten
Polysiloxan, ausgerüsteten Trennfolie umfassend
(a) wenigstens eine innenliegende Schicht (a) basierend auf wenigstens einem thermoplastischen Polymeren ausgerüstet mit wenigstens einer dauerhaft antistatisch wirkenden, zumindest oligomeren Verbindung als Antistatikum und
(b) wenigstens eine Schicht (b) basierend auf wenigstens einem thermoplastischen Polymeren, gelöst.
Es wurde überraschenderweise gefunden, dass mit der erfindungsgemäßen
Trennfolie eine dauerhaft antistatische Wirkung erzielt werden kann, obwohl die mit der dauerhaft antistatisch wirkenden, zumindest oligomeren Verbindung als
Antistatikum ausgerüstete Schicht (a) eine innenliegende Schicht ist und sich zwischen der Oberfläche der Trennfolie und dieser so ausgerüsteten Schicht (a) immer wenigstens eine unpolarere Schicht in Form der Schicht (b) und/oder einer Releaseschicht (c) basierend auf einem ausgehärteten Polysiloxan befindet, von der eine Blockierung der antistatischen Wirkung zu erwarten war. Überraschenderweise wird trotzdem eine dauerhaft antistatische Wirkung erreicht, obwohl die
Releaseschicht (c) auf wenigstens einem ausgehärteten Polysiloxan basiert.
Insbesondere zeichnet sich die erfindungsgemäße Trennfolie bei statischer
Aufladung durch einen sehr guten Abkling-Effekt aus.
Unter dem Begriff "Abkling-Effekt" wird im Sinne dieser Erfindung eine Entladung z.B. der erfindungsgemäßen Trennfolie innerhalb von 30 Sekunden nach einer statischen Aufladung um wenigstens 60%, vorzugsweise um wenigstens 70%, besonders bevorzugt um wenigstens 80%, ganz besonders bevorzugt um wenigstens 90%, insbesondere vollständig um 100%, verstanden. Es wurde ferner überraschend gefunden, dass durch die Ausrüstung der Schicht (a) mit der dauerhaft antistatisch wirkenden, zumindest oligomeren Verbindung als Antistatikum auf das Release-Verhalten und auf die mechanischen Eigenschaften wie Reißfestigkeit und/oder Verbundhaftung der Trennfolie praktisch kein Einfluss feststellbar ist.
Unter dem Begriff "dauerhaft antistatisch wirkend" bzw. "dauerhafte antistatische Wirkung" wird im Sinne dieser Erfindung eine gleichbleibend starke antistatische Wirkung der erfindungsgemäßen Trennfolie über einen Zeitraum von wenigstens 3, vorzugsweise wenigstens 5, besonders bevorzugt wenigstens 10, ganz besonders bevorzugt wenigstens 12 Monaten verstanden, wobei die dauerhafte antistatische Wirkung durch die relative Luftfeuchtigekeit der Umgebung, die sich ggf. ändert, nicht beeinflusst wird.
Zur Herstellung der Schicht (a) der erfindungsgemäßen Trennfolie eignet sich wenigstens ein thermoplastisches Polymer.
Zur Herstellung der Schicht (a) der erfindungsgemäßen Trennfolie eignet sich vorzugsweise wenigstens ein thermoplastisches Polymer ausgewählt aus der Gruppe umfassend Polyolefine, Polystyrole, Polyamide, Polyester und Copolymere aus wenigstens zwei Monomeren der genannten Polymere, vorzugsweise auf wenigstens einem Olefin- Homo- oder Copolymeren.
Vorzugsweise können zur Herstellung der Schicht (a) thermoplastische Polyolefine thermoplastische Olefin-Homo-oder Copolymere von α,β-ungesättigten Olefinen mit 2-10 Kohlenstoffatomen wie z.B. Polyethylene (PE, insbesondere LDPE oder HDPE), Polypropylene (PP), Polybutylene (PB), Polyisobutylene (PI) oder Mischungen aus wenigstens zwei der genannten Polymere eingesetzt werden. Mit "LDPE" wird
Polyethylen niedriger Dichte bezeichnet, welches eine Dichte im Bereich von 0,86- 0,93 g/cm 3 aufweist und sich durch einen hohen Verzweigungsgrad der Moleküle auszeichnet. Mit "HDPE" wird Polyethylen hoher Dichte bezeichnet, welches nur eine geringe Verzweigung der Molekülkette aufweist, wobei die Dichte im Bereich zwischen 0,94 und 0,97 g/cm 3 liegen kann. Bevorzugte Polyolefine zur Herstellung der Schicht (a) sind Ethylen-Homo- oder Copolymere und Propylen-Homo- oder Copolymere.
Geeignet zur Herstellung der Schicht (a) sind auch thermoplastische Homo-oder Copolymere von Styrol wie z.B. Polystyrol.
Soweit zur Herstellung der Schicht (a) Polyamide verwendet werden, sind thermoplastische aliphatische, teilaromatische oder aromatische Polyamid Homo-oder Copolymere geeignet. Solche Polyamide sind Polyamide aus Diaminen wie aliphatischen Diaminen mit 2-10 Kohlenstoffatomen, insbesondere Hexamethylendiamin, oder aromatischen Diaminen mit 6-10 Kohlenstoffatomen, insbesondere p-Phenylen- diamin und Dicarbonsäuren wie aliphatischen oder aromatischen Dicarbonsäuren mit 6- 4 Kohlenstoffatomen wie z.B. Adipinsäure, Terephthalsäure oder Isoterephthal- säure. Weiterhin können die Polyamide aus Lactamen mit 4-10 Kohlenstoffatomen wie z.B. ε-Caprolactam hergestellt worden sein. Besonders geeigente Polyamide zur Herstellung der Schicht (a) sind z.B. PA 6, PA 12, PA 66, PA 61, PA 6T und/oder Mischungen aus wenigstens zwei der genannten Polyamide.
Als Polyester zur Herstellung der Schicht (a) können thermoplastische, aliphatische, teilaromatische oder aromatische Polyester Homo-oder Copolymere eingesetzt werden. Solche Polyester leiten sich von Polyolen wie z.B. Ethylenglycol oder 1 ,4- Butandiol und Dicarbonsäuren oder Dicarbonsäure-Derivaten wie Adipinsäure, und/oder Terephthalsäure ab. Erfindungsgemäß» können zur Herstellung der Schicht (a) als Polyester auch Polycarbonate (PC) verwendet werden. Bevorzugt eignen sich Polybutylenadipat (PBA), Polyethylenterephthalat (PET), Polybutylenterephthalat (PBT) oder die entsprechenden Co-Polymere.
Die als Antistatikum erfindungsgemäß eingesetzte, dauerhaft antistatisch wirkende, zumindest oligomere Verbindung ist vorzugsweise ein nicht-migrierendes
Antistatikum, d.h. ein Antistatikum, welches keine Migrationstendenzen in weitere Schichten der erfindungsgemäßen Trennfolie aufweist und daher in der mit dem Antistatikum ausgerüsteten innenliegenden Schicht (a) verbleibt. Weiterhin zeichnen sich die zum Einsatz kommenden Antistatika durch eine dauerhafte, durch die relative Luftfeuchtigkeit der Umgebung nicht beeinflusste, antistatische Wirkung aus.
In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Trennfolie weist die Schicht (a) als Antistatikum wenigstens eine dauerhaft antistatisch wirkende, polymere Verbindung auf.
Vorzugsweise werden erfindungsgemäß als Antistatika keine lonomere, d.h. keine Olefin-(Meth)acrylsäure-Copolymere bzw. deren Salze eingesetzt.
Vorzugsweise wird als Antistatikum wenigstens ein intrinsisch leitendes Polymer, wobei das intrinsisch leitende Polymer jeweils dotiert ist, oder wenigstens ein Polyetherpolyamid-Blockcopolymer, eingesetzt.
In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Trennfolie sind die erfindungsgemäß eingesetzten Antistatika Polyetherpolyamid-Blockcopolymere, d.h. Blockcopolymere aus wenigstens einem Polyamidblock und wenigstens einem Polyetherblock.
Für die Herstellung dieser Blockcopolymere können aliphatische, teilaromatische oder aromatische Polyamide eingesetzt werden. Diese Polyamide leiten sich von aliphatischen Diaminen mit 2-10 Kohlenstoffatomen wie z.B. Hexamethylendiamin, oder aromatischen Diaminen mit 6-10 Kohlenstoffatomen wie z. B. p-Phenylendiamin und aliphatischen oder aromatischen Dicarbonsäuren mit 6-14 Kohlenstoffatomen wie z.B. Adipinsäure, Terephthalsäure oder Isoterephthalsäure ab. Weiterhin können sich die Polyamide von Lactamen mit 4-10 Kohlenstoffatomen wie z.B. ε-Capro- lactam ableiten. Vorzugsweise werden als Polyamidblöcke PA 6, PA 12, PA 66, PA 61, PA 6T mit einem Molekulargewicht von 300 bis 100.000 g/mol, vorzugsweise von 500 bis 80.000 g/mol, vorzugsweise von 1000 bis 50.000 g/mol eingesetzt. Für die Herstellung der Blockcopolymere können (cyclo)aliphatische, teilaromatische oder aromatische Polyether eingesetzt werden, die eine wiederkehrende Struktureinheit -[-O-X-]- aufweisen, wobei X ein aliphatischer, cycloaliphatischer, aromatischer oder aromatisch-aliphatischer Rest ist. Bevorzugte Polyether sind Polyethylenoxide, Polypropylenoxide, Poly(trimethylen)oxide, Polybutylenoxide, Polystyroloxide, Ethylenoxid/Propylenoxid-Copolyether, Poly(tetrahydrofurane), Copolymere von Struktur-Einheiten der genannten Polyether oder Mischungen von wenigstens zwei der genannten Polyether. Bevorzugt weisen die Polyether ein Molekulargewicht von 100 bis 50.000 g/mol, besonders bevorzugt von 150 bis 30.000 g/mol, ganz besonders bevorzugt von 200 bis 10.000 g/mol auf.
Unter dem Begriff "intrinsisch leitende Polymere" werden im Sinne dieser Erfindung Polymere verstanden, die im nicht leitenden Zustand ein konjugiertes ττ- Elektronensystem aufweisen und durch Dotierung, d.h. durch eine zumindest partielle Oxidation, Reduktion, Protonierung und/oder Deprotonierung in eine leitende Form überführt worden sind. Die Volumenleitfähigkeit der erfindungsgemäß zum Einsatz kommenden intrinsisch leitenden Polymere beträgt vorzugsweise wenigstens 10 ~14 S/cm und höchstenslO 8 S/cm und kann gemäß der IEC 61620 Norm bestimmt werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Trennfolie sind die erfindungsgemäß eingesetzten Antistatika intrinsisch leitende Polymere, die vorzugsweise durch Dotierung von wenigstens einem Polymer ausgewählt aus der Gruppe umfassend Polyacetylene (PAC), Polyaniline (PANI), besonders bevorzugt Emeraldin und Leucoemeraldin, Polypyrrole (PPy), Poly-para-Phenylene (PPP), Poly-para-Phenylensulfide (PPS), Polyphenylenvinylene (PPV), Polyfluorene (PFO), Polythiophene (PT), besonders bevorzugt Poly(3-alkyl)thiophene,
Polytetratthiafulvalene, Polynaphthylene, Polyisothianaphthylene (PITN),
Polyphthalocyanine (PPc) und Poly-3,4-diethylendioxythiophene (PEDOT oder PEDT) erhalten werden.
Diese intrinsisch leitenden Polymere können chemisch einheitlich aufgebaut oder aus unterschiedlichen Monomeren zusammengesetzt sein. Die vorstehend genannten dotierten intrinsisch leitenden Polymere werden üblicherweise vor ihrer Dotierung durch dem Fachmann bekannte Methoden der Polymerisation wie z.B.
Polykondensation, Ringöffnungs-Polymerisation, thermische Polymerisation oder durch chemische oxidative oder reduktive Polymerisation oder durch
elektrochemische oxidative oder reduktive Polymerisation (anodische oder
kathodische Polymerisation) der entsprechenden Monomere, vorzugsweise in wässrigen oder organischen Reaktionsmedien, gegebenenfalls unter Einsatz wenigstens einer Säure oder wenigstens einer Base, hergestellt. Geeignete chemische Oxidationsmittel sind beispielsweise Halogene, vorzugsweise Brom, Chlor oder lod, Peroxide, Persäuren, Perchlorate und Persulfate, vorzugsweise
Ammoniumpersulfat. Geeignete chemische Reduktionsmittel sind beispielsweise Alkalimetalle oder Erdalkalimetalle.
Die erfindungsgemäß als Antistatika eingesetzten intrinsisch leitenden Polymere sind jeweils dotiert. Die Dotierung der vorstehend genannten Polymere erfolgt dabei mit wenigstens einem geeigneten Dotierungsmittel, was zu einer zumindest partiellen Oxidation, Reduktion, Protonierung und/oder Deprotonierung des dotierten
Polymeren führt. Die Dotierung kann bereits bei der Polymerisation oder im
Anschluss daran vorgenommen werden.
Vorzugsweise ist das Dotierungsmittel ausgewäht aus der Gruppe umfassend
Halogene, vorzugsweise Brom, Chlor oder lod, Perchlorate, Peroxide, Persulfate, Alkalimetalle, Erdalkalimetalle, organische Säuren und Säureanhydride,
vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe umfassend Trifluoressigsäuren,
Propionsäuren, Sulfonsäuren, vorzugsweise Toluolsulfonsäuren oder
Methansulfonsäuren, anorganische Säuren, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe umfassend anorganische Lewis-Säuren, besonders bevorzugt Halogenide von Elementen aus der dritten oder fünften Hauptgruppe des Periodensystems, ganz besonders bevorzugt Halogenide von Bor, Indium, Aluminium, Gallium, Phosphor oder Antimon, insbesondere Bortrifluorid, Indiumtrifluorid und Protonsäuren wie z.B. Salzsäure oder Schwefelsäure, und polymergebunde Dotierungsmittel, vorzugsweise Polystyrolsulfonsäuren (PSSH), Poly(vinylsulfonsäuren) und
Polypropansulfonsäuren.
Detaillierte Angaben zur Herstellung von intrinsischen Polymeren sind bspw. G.
Inzelt, Conducting polymers, 2008, Springer Verlag, oder T.A. Skotheim, J. Reynolds, Conjugated Polymers: Theory, Synthesis, Properties, and Characterization (Handbook of Conducting Polymers, Third Edition), 2006, CRC press, zu entnehmen. Die entsprechende Offenbarung wird hiermit als Offenbarung der vorliegenden Anmeldung eingeführt. Intrinsische Polymere sind marktgeführte Produkte
In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Trennfolie weist die Schicht (a) 10 - 20 Gew.-%, vorzugsweise 11 - 16 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der Schicht (a), wenigstens eines Antistatikums auf.
In einer bevorzugten weist die erfindungsgemäße Trennfolie 0,5 - 3,0 Gew.-%, vorzugsweise 1 ,0 - 2,5 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht der
Trennfolie, wenigstens eines Antistatikums auf.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Antistatikum in multipartikulärer Form, besonders bevorzugt fein verteilt in Pulverform bei der Herstellung der
Trennfolie zugegeben.
Vorzugsweise neigt das Antistatikum zur Unverträglichkeit mit dem zur Herstellung der Schicht (a) eingesetzen thermoplastischen Polymeren, d.h. mit dem Matrix- Polymeren der Schicht (a). Aufgrund der Unverträglichkeit kommt es bei der
Herstellung der Schicht (a) insbesondere beim Abkühlen zu einer Art Netzbildung des Antistatikums in der Schicht (a).
Vorzugsweise sollte der Schmelzpunkt des Antistatikums um wenigstens 10°C, besonders bevorzugt um wenigstens 20°C, ganz besonders bevorzugt um
wenigstens 30°C höher als der Schmelzpunkt des thermoplastischen Polymeren, auf dem die Schicht (a) basiert, sein.
Vorzugsweise weist die erfindungsgemäße Trennfolie wenigstens zwei innenliegende Schichten (a), besonders bevorzugt zwei Schichten (a) (die Schichten (a-ι) und (a 2 )) auf, die jeweils mit einem Antistatikum ausgerüstet sind. Vorzugsweise entspricht dabei die Gesamtmenge, bezogen auf die Schichten (ai) und (a 2 ), des dotierten Antistatikums der vorstehend angegebenen Gesamtmenge für das Antistatikum.
Dabei kann die Ausrüstung der beiden Schichten (ai) und (a 2 ) mit einem identischen oder einem unterschiedlichen Antistatikum erfolgen. Dabei können die beiden Schichten (a-i ) und (a 2 ) mit einer identischen oder einer unterschiedlichen Menge des Antistatikums ausgerüstet sein.
In einer bevorzugten Ausführungsform weist die erfindungsgemäße Trennfolie eine Schicht (a) auf, die unmittelbar mit der Releaseschicht (c) als Oberflächenschicht ausgerüstet ist.
Die Schicht (a) der erfindungsgemäßen Trennfolie weist vorzugsweise eine
Schichtdicke von 5 μηη bis 100 pm, bevorzugt von 10 pm bis 90 μιτι, besonders bevorzugt von 20 pm bis 80 pm, auf.
Vorzugsweise liegt das Verhältnis der Gesamtschichtdicke der erfindungsgemäßen Trennfolie zur Gesamtschichtdicke der Schicht(en) (a) im Bereich von wenigstens 2:1 , vorzugsweise wenigstens 3:1 , besonders bevorzugt wenigstens 4:1 , ganz besonders bevorzugt wenigstens 7:1.
Zur Herstellung der Schicht (b) der erfindungsgemäßen Trennfolie eignen sich dieselben thermoplastischen Polymere, welche auch zur Herstellung der Schicht (a) eingesetzt werden können, wobei die jeweilige Schicht auf denselben oder einer unterschiedlichen Art von Polymeren basieren kann.
Vorzugsweise eignet sich zur Herstellung der Schicht (b) der erfindungsgemäßen Trennfolie dabei wenigstens ein thermoplastisches Olefin Homo-oder Copolymer, besonders bevorzugt wenigstens ein thermoplastisches Olefin Homo-oder
Copolymer ausgewählt aus der Gruppe umfassend Ethylen-Homo- oder Copolymere und Propylen-Homo- oder Copolymere, ganz besonders bevorzugt wenigstens ein Polyethylen oder Polypropylen.
Die Schicht (b) der erfindungsgemäßen Trennfolie weist vorzugsweise eine
Schichtdicke von 5 pm bis 100 pm, besonders bevorzugt von 10 pm bis 90 pm, ganz besonders bevorzugt von 20 pm bis 80 pm, auf. In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Trennfolie grenzt an die Schicht (b) an eine innenliegende Schicht (a) an und weist vorzugsweise auf ihrer anderen Oberfläche, bzw. Grenzfläche, eine Releaseschicht (c) auf.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Trennfolie weist die Trennfolie in Bezug auf eine zentrale Schicht (b) einen symmetrischen Aufbau auf.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Trennfolie weist die Trennfolie in Bezug auf eine zentrale Schicht (b) einen asymmetrischen Aufbau auf.
Die Releaseschicht (c) der erfindungsgemäßen Trennfolie basiert vorzugsweise auf wenigstens einem aushärtbaren Polysiloxan.
Unter dem Begriff "Polysiloxan" werden im Sinne der vorliegenden Erfindung
Verbindungen verstanden, deren Polymerketten abwechselnd aus Silicium- und Sauerstoffatomen aufgebaut sind. Ein Polysiloxan basiert auf n wiederkehrenden Siloxan-Einheiten (-[Si(R 2 )-O]-) n , welche jeweils unabhängig voneinander mit zwei organischen Resten R disubstituiert sind, wobei R vorzugsweise jeweils für R 1 oder OR 1 steht und R 1 jeweils für einen Alkyl-Rest oder einen Aryl-Rest steht.
Vorzugsweise basiert das erfindungsgemäße ausgehärtete Polysiloxan auf einer wiederkehrenden Dialkylsiloxan-Einheit oder auf einer wiederkehrenden Alkylaryl- Siloxan-Einheit. Je nachdem, wie viele Si-O-Bindungen eine einzelne Siloxan- Einheit, jeweils bezogen auf ein vierwertiges Siliciumatom, aufweist, lassen sich diese Einheiten in endständige monofunktionelle Siloxane (M) mit einer Si-O- Bindung, difunktionelle Siloxane (D) mit zwei Si-O-Bindungen, trifunktionelle Siloxane (T) mit drei Si-O-Bindungen und tetrafunktionelle Siloxane (Q) mit vier Si-O- Bindungen unterscheiden. Vorzugsweise weist das erfindungsgemäß eingesetzte Polysiloxan eine vernetzte ring- oder kettenförmige, besonders bevorzugt eine vernetzte kettenförmige Struktur auf, welche durch (D)-, (T)-, und/oder (Q)-Einheiten zu einem zwei-oder dreidimensionalen Netzwerk verknüpft ist. Die Anzahl n der wiederkehrenden Siloxan-Einheiten [Si(R 2 )-O]-) n in der Polysiloxankette wird als Polymerisationsgrad des Polysiloxans bezeichnet. Die Releaseschicht (c) basiert vorzugsweise auf wenigstens einem ausgehärteten, d.h. vernetzten Polysiloxan ausgewählt aus der Gruppe umfassend
additionsvernetzte, vorzugsweise metallkatalysiert additionsvernetzte,
kondensationsvernetzte, radikalisch vernetzte, kationisch vernetzte und/oder durch Feuchtigkeitseinwirkung vernetzte Polysiloxane.
Vorzugsweise basiert die Releaseschicht (c) auf wenigstens einem ausgehärteten Polysiloxan, das durch thermische Aushärtung, durch Aushärtung mit
elektromagnetischer Strahlung, vorzugsweise durch UV-Strahlung, oder durch Feuchtigkeitseinwirkung ausgehärtet wurde. Bevorzugt basiert die Releaseschicht (c) der erfindungsgemäßen Trennfolie auf wenigstens einem ausgehärteten Polysiloxan ausgewählt aus der Gruppe umfassend Polydialkylsiloxane, vorzugsweise
Polydimethylsiloxane, und Polyalkylarylsiloxane, vorzugsweise
Polymethylphenylsiloxane, die jeweils ausgehärtet sind.
Thermisch ausgehärtete Polysiloxane werden durch thermische Hydrosilylierung von Silan-Funktionen aufweisenden Polysiloxanen mit einer zumindest eine Kohlenstoff- Doppelbindung aufweisenden Verbindung erhalten. Bei den durch elektromagnetische Strahlung ausgehärteten Polysiloxanen ist die Vernetzung der
Polysiloxane durch elektromagnetische Strahlung, vorzugsweise durch UV- Strahlung, erfolgt. Die durch Einwirkung von Feuchtigkeit, vorzugsweise von Wasser, vernetzten Polysiloxanen werden durch eine Polykondensationsreaktion erhalten, bei der wenigstens eine Silan-Funktion und wenigstens eine Alkoxy-Gruppe oder wenigstens eine Alkoxysilan-Gruppe unter Abspaltung wenigstens eines Moleküls Alkohol eine Si-O-Bindung ausbilden. Die auszuhärtenden Polysiloxane weisen daher jeweils die für die Vernetzung benötigten miteinander reagierenden
funktionellen Gruppen auf.
Die Releaseschicht (c) der erfindungsgemäßen Trennfolie weist vorzugsweise eine Schichtdicke von 0,1 pm bis ^ 3 pm, vorzugsweise von 0,2 pm bis 1 ,5 pm auf.
Die erfindungsgemäße Trennfolie ist zumindest einseitig auf einer ihrer Oberflächen mit einer Releaseschicht (c) ausgerüstet. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die erfindungsgemäße
Trennfolie auch beidseitig auf beiden Oberflächen mit einer Releaseschicht (c) ausgerüstet sein.
In einer ganz bevorzugten Ausführungsform weist die erfindungsgemäße Trennfolie eine zentrale Schicht (b) auf, welche auf jeder ihrer Oberflächen mit jeweils einer Schicht (a) verbunden ist, wobei beide freien Oberflächen der Schicht (a) mit einer Releaseschicht (c) ausgerüstet sind.
In einer anderen ganz bevorzugten Ausführungsform weist die erfindungsgemäße Trennfolie eine zentrale Schicht (a) auf, welche auf jeder ihrer Oberflächen mit jeweils einer Schicht (b) verbunden ist, wobei zumindest eine der beiden freien Oberflächen der Schichten (b) mit einer Releaseschicht (c) ausgerüstet ist.
In einer weiteren ganz bevorzugten Ausführungsform weist die erfindungsgemäße Trennfolie eine zentrale Schicht (b) auf, welche auf einer ihrer Oberflächen bzw. Grenzflächen mit einer Schicht (a) und auf ihrer anderen Oberfläche bzw.
Grenzfläche mit einer zweiten Schicht (b) verbunden ist, wobei die freie Oberfläche der Schicht (a) mit einer Releaseschicht (c) ausgerüstet ist und die freie Oberfläche der zweiten Schicht (b) ggf. mit einer Releaseschicht (c) ausgerüstet ist.
In einer weiteren ganz bevorzugten Ausführungsform weist die erfindungsgemäße Trennfolie eine zentrale Schicht (b) auf, welche auf jeder ihrer Oberflächen mit einer Schicht (a) (Schichten (ai) und (a 2 )) verbunden ist, wobei die freien Oberflächen bzw. Grenzflächen dieser Schichten (a) (Schichten (a^ und (a 2 )) jeweils mit einer weiteren Schicht (b) verbunden sind, wobei zumindest eine der beiden freien Oberflächen dieser Schichten (b) mit einer Releaseschicht (c) ausgerüstet ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Trennfolie kann die mit der Releaseschicht (c) ausgerüstete Oberfläche der Trennfolie eine
asymmetrische Struktur entsprechend der Geometrie des in der Schicht (a) verteilten Teilchenförmigen Antistatikums aufweisen. Vorzugsweise weist die gesamte mit einer Releaseschicht (c) ausgerüstete Oberfläche der Trennfolie eine solche asymmetrische Struktur auf, wobei vorzugsweise unter einer asymmetrische Struktur wiederkehrende Erhebungen und Vertiefungen auf der Oberfläche zu verstehen. Die als abzulösende Kontaktstellen zu einem Substrat vorgesehenen Erhebungen der asymmetrischen Struktur der erfindungsgemäßen Trennfolie weisen dabei
vorzugsweise eine Höhe von > 2 pm, vorzugsweise von ^ 4 μηη, besonders bevorzugt von > 6 pm durch das zugegebene Antistatikum auf.
Die Releaseschicht (c) sowie die Schichten (a) und (b), können, wenn notwendig, jeweils unabhängig voneinander, mit Zusatzstoffen ausgewählt aus der Gruppe umfassend Antioxidantien, Antiblockmittel, Antifogmittel, antimikrobielle Wirkstoffe, Lichtschutzmittel, UV-Absorber, UV-Filter, Farbstoffe, Farbpigmente,
Stabilisierungsmittel, vorzugsweise Hitze-Stabilisatoren, Prozess-Stabilisatoren und UV- und/oder Licht-Stabilisatoren, vorzugsweise basierend auf wenigstens einem sterisch gehinderten Amin (HALS), Prozesshilfsmittel, Flammschutzmittel,
Nukleierungsmittel, Kristallisationsmittel, vorzugsweise Kristallkeimbildner,
Gleitmittel, optische Aufheller, Flexibilisierungsmittel, Siegelmittel, Weichmacher, Silane, Abstandshalter, Füllstoffe, Peel-Additive, Wachse, Benetzungsmittel, oberflächenaktive Verbindungen, vorzugsweise Tenside, und Dispergiermittel, dotiert sein. Dabei darf die Trennwirkung der Releaseschicht (c) nicht beeinflusst werden und muss erhalten bleiben. Ferner darf dabei die dauerhaft antistatische Wirkung des Antistatikums in der Schicht (a) nicht beeinflusst werden und muss erhalten bleiben.
Die Releaseschicht (c) sowie die Schichten (a) und (b), können, wenn notwendig, jeweils unabhängig voneinander wenigstens 0,01-30 Gew.-%, vorzugsweise wenigstens 0,1-20 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gesamtgewicht einer einzelnen Schicht, wenigstens einen der vorstehend genannten Zusatzstoffe enthalten.
Vorzugsweise weist wenigstens eine Oberfläche der Trennfolie, besonders bevorzugt die mit der Releaseschicht (c) ausgerüstete Oberfläche der Trennfolie einen
Oberflächenwiderstand von 1 -10 9 bis 9 0 13 Ω, besonders bevorzugt von 1 -10 9 bis 9·10 11 Ω auf. Der Oberflächenwiderstand wird nach DIN IEC 93 VDE 0303 oder nach der nachstehend angegebenen Methode 2 bestimmt und in [Ω] angegeben. Die erfindungsgemäße Trennfolie weist vorzugsweise eine Gesamtschichtdicke von 15 pm bis 300 μηι, besonders bevorzugt von 30 μι η bis 250 μητι, ganz besonders bevorzugt von 40 μιτι bis 200 μητι, auf.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur
Herstellung der erfindungsgemäßen Trennfolie.
Die Herstellung der erfindungsgemäßen Trennfolie kann nach bekannten
Herstellungsverfahren wie z.B. Laminierung oder (Co)-Extrusion, vorzugsweise durch Co-Extrusion erfolgen. Dabei ist zu beachten, dass die Dotierung der Schicht (a) mit dem erfindungsgemäß zum Einsatz kommenden Antistatikum durch Abmischen des Antistatikums oder durch Abmischen eines Masterbatches aus Antistatikum und einem zur Herstellung der Schicht (a) geeigneten thermoplastischen Polymeren mit einem zur Herstellung der Schicht (a) eingesetzten thermoplastischen Polymeren erfolgt. Dieses Abmischen kann in Granulat/Pulver- oder Granulat/Granulat-Form trocken erfolgen. Es ist aber auch möglich, das Antistatikum der Schmelze des zur Herstellung der Schicht (a) thermoplastischen Polymeren zuzugeben, vorzugsweise durch Zudosierung in einem für die Extrusion der Schicht (a) verwendeten Extruder.
Dabei können sowohl einzelne als auch sämtliche Schichten (a) und (b) der erfindungsgemäßen Trennfolie durch Extrusion, vorzugsweise durch Flachfolien- Extrusion (Cast-Extrusion) oder Blasfolien-Extrusion, insbesondere durch
Flachfolien-Co-Extrusion (Cast-Co-Extrusion) oder Blasfolien-Co-Extrusion gebildet werden.
In einer bevorzugten Ausführungsform können die Schichten (a) und (b) der erfindungsgemäßen Trennfolie als gesamter mehrschichtiger Folienverbund in Form einer Schlauchfolie produziert und verarbeitet werden.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform können die Schichten (a) und (b) der erfindungsgemäßen Trennfolie insgesamt als Cast-Folienverbund produziert und verarbeitet werden. Dementsprechend kann die Herstellung der einzelnen Schichten (a) und (b) der erfindungsgemäßen Trennfolie vorzugsweise durch (Co)-Extrusion erfolgen.
Die Schicht (a), ausgerüstet mit wenigstens einer dauerhaft antistatisch wirkenden, zumindest oligomeren Verbindung als Antistatikum oder die Schicht (b) oder ein Schichtverbund umfassend wenigstens eine solche mit wenigstens einem
erfindungsgemäß eingesetztem Antistatikum ausgerüstete Schicht (a) und
wenigstens eine Schicht (b) wird vorzugsweise auf einer oder auf beiden
Oberflächen, d.h. einseitig oder beidseitig, vorzugsweise nur einseitig, mit der Releaseschicht (c) basierend auf wenigstens einem noch nicht ausgehärteten
Polysiloxan sowie ggf. wenigstens einem vorstehend genannten Zusatzstoff ausgerüstet, vorzugsweise beschichtet, und mit wenigstens einer der vorstehend genanten Schichten oder Schichtverbunde verbunden. Die Aushärtung des noch nicht ausgehärteten Polysiloxans oder der Mischung des noch nicht ausgehärteten Polysiloxans und wenigstens eines vorstehend genannten Zusatzstoffes zur
Releaseschicht (c) erfolgt vorzugsweise durch Einwirkung von Wärme oder von elektromagnetischer Strahlung, ggf. durch Zusatz wenigstens eines UV-Initiators und/oder eines Radikalstarters in das nicht ausgehärtete Polysiloxans oder in die Mischung. Ggf. kann die Trennfolie nach der Beschichtung bzw. Aushärtung geprägt werden.
Die jeweiligen Herstellungsverfahren und entsprechende Produktionsparameter sind dem Fachmann allgemein bekannt.
In einer bevorzugten Ausführungsform wird ein mehrschichtiger Verbund aus wenigstens einer Schicht (a) ausgerüstet mit wenigstens einem Antistatikum und
wenigstens einer Schicht (b) durch (Co)-Extrusion unter Aufschmelzen der jeweiligen Komponente oder durch Laminierung hergestellt und der Verbund anschließend zumindest auf einer Oberfläche mit einer Releaseschicht (c) beschichtet, wobei durch Einwirkung von Wärme oder elektromagnetischer Strahlung, ggf. durch Zusatz wenigstens eines UV-Initiators und/oder eines Radikalstarters, die Releaseschicht (c) auf Basis von Polysiloxan mit dem übrigen Verbund verbunden und ausgehärtet wird. Jede der Schichten (a) und (b) der erfindungsgemäßen Trennfolie kann ggf. einer Oberflächen-Behandlung wie z.B. einer Corona-Behandlung, einer Plasma- Behandlung und/oder einer Flamm-Behandlung unterworfen werden, vorzugsweise vor dem Aufbringen wenigstens einer Releaseschicht (c), wobei besonders bevorzugt eine Corona-Behandlung durchgeführt wird.
Die erfindungsgemäße Trennfolie kann vorzugsweise bedruckt und/oder farbig und/oder geprägt sein.
Die erfindungsgemäße Trennfolie wird vorzugsweise als entfernbare Schutzfolie oder entfernbare Abdeckfolie eingesetzt.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher die Verwendung der erfindungsgemäßen Trennfolie als entfernbare Schutz- oder Abdeckfolie,
vorzugsweise für klebefähige Schichten von Selbstklebeetiketten, Klebebändern, und/oder Aufklebern.
Die erfindungsgemäße Trennfolie kann auch als Zwischenlagenfolie, vorzugsweise als Rondell-Folie, eingesetzt werden.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher die Verwendung der erfindungsgemäßen Trennfolie als Zwischenlagenfolie, vorzugsweise als Rondell- Folie.
Bestimmung des Oberflächenwiderstands Methode 1:
Der Oberflächenwiderstand kann nach DIN IEC 93 VDE 0303 bestimmt und in [Ω] angegeben werden.
Methode 2:
Der Oberflächenwiderstand der erfindungsgemäßen Trennfolie kann alternativ wie nachfolgend beschrieben bestimmt und in [Ω] angegeben werden:
Eine Probe einer erfindungsgemäßen Trennfolie oder einer Vergleichsfolie (300 mm x 100 mm) wird mit der Oberfläche, von der der Oberflächenwiderstand bestimmt werden soll, in ein geeignetes Messgerät zur Bestimmung der elektostatischen Eigenschaften von Kunsstofffolien wie z.B. in dem Messgerät QUMAT®-428 der Firma Quma (Wuppertal, Deutschland) mit Hilfe von Magnetspannem eingesetzt. Zuerst wird die auf der zu untersuchenden Oberfläche der jeweiligen Probe vorhandene Feldstärke in kV/m gemessen, dann die Oberfläche der Probe entladen, und anschließend auf eine bestimmte definierte Feldstärke aufgeladen. Im Anschluss daran wird die Abnahme der Feldstärke in einem bestimmten Zeitintervall wie z.B. innerhalb von 30 Sekunden gemessen. Der Oberflächenwiderstand der untersuchten Oberfläche der jeweiligen Probe kann aus den ermittelten Messwerten berechnet werden.
Die nachfolgenden Beispiele und Vergleichsbeispiele dienen der Erläuterung der Erfindung, sind jedoch nicht einschränkend auszulegen.
I. Chemische Charakterisierung der eingesetzten Rohstoffe:
Antistatikum A: Cesa-Stat® OCA 0025612 der Firma Clariant
(Polyetherpolyamid-Blockcopolymer)
II. Herstellung der Trennfolien
Die einzelnen Schichten der Trennfolien gemäß den Beispielen 1-8 (B1-B8) grenzen jeweils in der dort angegebenen Reihenfolge unmittelbar aneinander. Der
Schichtverbund aus den Schichten (a) und (b) der Trennfolie gemäß den Beispielen B1-B8 wurden durch Blasfolien-Co-Extrusion hergestellt und in einem nachfolgenden Arbeitsgang einseitig oder beidseitig mit einer Releaseschicht (c) beschichtet.
III. Beispiele
Alle nachfolgenden %-Angaben sind jeweils Gew.-%.
111.1 Beispiel 1 (B1)
III.2 Beispiel 2 (B2)
III.3 Beispiel 3 (B3)
III.4 Beispiel 4 (B4)
111.5 Beispiel 5 (B5)
III.6 Beispiel 6 (B6)
111.7 Beispiel 7 (B7)
III.8 Beispiel 8 (B8)
IV. Dauerhaft antistatische Wirkung
Zur Bestimmung der Dauerhaftigkeit der antistatischen Wirkung der Trennfolien der Beispiele 1-8 (B1-B8) wurde der Oberflächenwiderstand auf jeder der beiden
Oberflächen der Trennfolien gemäß vorstehend beschriebener Methode 2 bestimmt, wobei zu dieser Bestimmung das Gerät QUMAT®-428 der Firma Quma eingesetzt und die Abnahme der Feldstärke in einem Zeitintervall von 30 Sekunden gemessen wurde. Dabei ergab sich für jede Oberfläche jeweils ein Oberflächenwiderstand im Bereich von 1 -10 9 bis 9-10 11 Ω bei Messung unmittelbar nach Herstellung der
Trennfolien.
Jede der Trennfolien gemäß den Beispielen 1-8 (B1-B8) wurde nach der Anfangsmessung 12 Monate gelagert und der Oberflächenwiderstand jeweils auf jeder Oberfläche der einzelnen Trennfolien gemäß den Beispielen 1-8 (B1-B8) mittels der Methode 2 bestimmt. Für alle Trennfolien ergab sich für jede Oberfläche jeweils wieder ein Oberflächenwiderstand im Bereich von 1 Ί0 9 bis 9-10 11 . Die Lagerung erfolgte unter normalen Umgebungsbedingungen, d.h. bei einer Raumtemperatur von ca. 23°C. Die ermittelten Oberflächenwiderstandswerte waren unabhängig von der relativen Luftfeuchtigkeit der Umgebung. Die dauerhafte antistatische Wirkung ist somit durch Änderung der relativen Luftfeuchtigkeit nicht beeinflusst.
Next Patent: METHOD AND APPARATUS FOR DETECTING A VEHICLE MOVEMENT
