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Title:
RELUCTANCE MOTOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2006/106087
Kind Code:
A1
Abstract:
A reluctance motor comprises a stator (2) and a rotor (4). The stator (4) consists of a ferromagnetic but not permanent-magnetic material and has stator teeth (6) that are radially directed towards the rotor (4). Two tangentially adjacent stator teeth (6) each define between them one respective stator slot (7) in which a part of a stator winding (8) is arranged. Permanent magnets (10) are arranged on the stator (2) and emit permanent magnetic fields. The permanent magnets (10) are arranged tangentially in the area of the stator slots (7) and their magnetic fields are radially oriented in the same direction. The permanent magnets are associated with flux guiding elements (12) which deflect the permanent magnetic fields emitted by the permanent magnets (10) in such a manner to the stator teeth (6) that the permanent magnetic fields, based on the tangential position, are oriented in the opposite direction relative to each other in the area of the stator teeth (6) and in the area of the stator slots (7).

Inventors:
Schunk, Holger (Synagogenweg 3, Lendershausen, 97461, DE)
Braun, Matthias (Massbacher Höhe 8, Weichtungen, 97711, DE)
Bott, Erich (Mönchbergstr.4, Hollstadt, 97618, DE)
Vollmer, Rolf (Espenlaubstr. 13, Gersfeld, 36129, DE)
Application Number:
PCT/EP2006/061248
Publication Date:
October 12, 2006
Filing Date:
March 31, 2006
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
Schunk, Holger (Synagogenweg 3, Lendershausen, 97461, DE)
Braun, Matthias (Massbacher Höhe 8, Weichtungen, 97711, DE)
Bott, Erich (Mönchbergstr.4, Hollstadt, 97618, DE)
Vollmer, Rolf (Espenlaubstr. 13, Gersfeld, 36129, DE)
International Classes:
H02K21/44; H02K21/00
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Reluktanzmotor mit einem Ständer (2) und einem Läufer (4), wobei der Ständer (2) aus einem ferromagnetischen, aber nicht permanentmagnetischen Material besteht und radial auf den Läufer (4) gerichtete Ständerzähne (6) aufweist, wobei je zwei tangential benachbarte Ständerzähne (6) zwi¬ schen sich je eine Ständernut (7) bilden, in der jeweils ein Teil einer Ständerwicklung (8) angeordnet ist, und wobei am Ständer (2) Permanentmagnete (10) angeordnet sind, von denen Permanentmagnetfelder ausgehen, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass die Permanentmagnete (10) tangential im Bereich der Ständernuten (7) angeordnet sind, dass die Permanentmagnete (10) in Radialrichtung gleichsin¬ nig magnetisiert sind und dass den Permanentmagneten (10) Flussführungselemente (12) zugeordnet sind, mittels derer die von den Permanentmagne¬ ten (10) ausgehenden Permanentmagnetfelder derart in die Ständerzähne (6) umgelenkt werden, dass die Permanentmag¬ netfelder, bezogen auf die Tangentialposition, im Bereich der Ständerzähne (6) einerseits und im Bereich der Ständer¬ nuten (7) andererseits gegensinnig zueinander gerichtet sind.
2. Reluktanzmotor nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass in Radialrichtung die Ständerzähne (6) vom Läufer (4) einen Zahnabstand (a) aufweisen, dass die Permanentmagnete (10) in Radialrichtung vom Läufer (4) einen Magnetabstand (c) aufweisen und dass der Magnetab¬ stand (c) mindestens so groß wie der Zahnabstand (a) ist.
Description:
Reluktanzmotor

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Reluktanzmotor mit einem Ständer und einem Läufer,

- wobei der Ständer aus einem ferromagnetischen, aber nicht permanentmagnetischen Material besteht und radial auf den Läufer gerichtete Ständerzähne aufweist,

- wobei je zwei tangential benachbarte Ständerzähne zwischen sich je eine Ständernut bilden, in der jeweils ein Teil ei ¬ ner Ständerwicklung angeordnet ist, und

- wobei am Ständer Permanentmagnete angeordnet sind, von de ¬ nen Permanentmagnetfelder ausgehen.

Konventionelle Drehstrom-Synchronservomotoren arbeiten nach dem Prinzip, die Wicklung in den Ständer einzubringen, die Erregermagnete oder Erreger-Wicklungen in den Läufer. Die vom Ständer und Läufer erzeugten Magnetfelder wechselwirken miteinander und erzeugen so ein Drehmoment.

Eine weitere Möglichkeit, einen Drehstrommotor zu bauen, be ¬ steht darin, eine konventionelle Drehstromwicklung im Ständer zu verwenden, zusätzlich in den Luftspalt zwischen Ständer und Läufer Permanentmagnete einzubringen und den Läufer als Reluktanzprofil auszubilden. Ein derartiger Motor ist beispielsweise in der DE 197 43 380 Cl beschrieben.

Der aus dem Stand der Technik bekannte Motor bietet gegenüber dem konventionellen Motor auch bei geringen Drehzahlen ein hohes Drehmoment und auch einen guten k τ -Wert .

Das Einbringen der Permanentmagnete in den Luftspalt hat aber bauartbedingte Nachteile. Zum Einen ist der wirksame magneti ¬ sche Luftspalt - im Gegensatz zum mechanisch vorhandenen Luftspalt - auf Grund der eingebrachten Permanentmagnete re ¬ lativ groß. Dies bewirkt ein schwächeres auf den Läufer wir ¬ kendes Ständerfeld und somit eine schwächere Kopplung zwi-

sehen antreibender Komponente (Ständer) und angetriebener Komponente (Läufer) . Es ergibt sich also eine schlechtere Drehmomentausbeute im Vergleich zu einer ansonsten unverändert gebliebenen Maschine mit einem kleineren magnetischen Luftspalt.

Ein weiterer Nachteil ist die große erforderliche Menge an Permanentmagnetmaterial, da Permanentmagnetmaterial relativ kostenintensiv ist.

Die Magnete müssen auch relativ dick sein, um ein starkes kraftvermittelndes oder kraftübersetzendes Permanentmagnet ¬ feld zu generieren. Die Erfordernis der großen Dicke läuft aber dem Bestreben entgegen, den wirksamen magnetischen Luft- spalt zwischen Ständer und Läufer so klein wie möglich zu wählen .

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, den bekannten Reluktanzmotor derart zu modifizieren, dass trotz Beibehaltung der Permanentmagnete ein kleiner wirksamer magnetischer Luftspalt realisierbar ist.

Die Aufgabe wird bei einem Reluktanzmotor der eingangs ge ¬ nannten Art dadurch gelöst, - dass die Permanentmagnete tangential im Bereich der Stän ¬ dernuten angeordnet sind,

- dass die Permanentmagnete in Radialrichtung gleichsinnig magnetisiert sind und

- dass den Permanentmagneten Flussführungselemente zugeordnet sind, mittels derer die von den Permanentmagneten ausgehenden Permanentmagnetfelder derart in die Ständerzähne umge ¬ lenkt werden, dass die Permanentmagnetfelder, bezogen auf die Tangentialposition, im Bereich der Ständerzähne einerseits und im Bereich der Ständernuten andererseits gegen- sinnig zueinander gerichtet sind.

Die Ständerzähne weisen vom Läufer in Radialrichtung einen Zahnabstand auf, die Permanentmagnete einen Magnetabstand.

Dadurch, dass der Magnetabstand mindestens so groß wie der Zahnabstand ist, kann der wirksame magnetische Luftspalt mi ¬ nimiert werden.

Weitere Vorteile und Einzelheiten ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den Zeichnungen. Dabei zeigen in Prinzipdarstellung:

FIG 1 einen Schnitt durch einen Reluktanzmotor und FIG 2 ein erfindungsgemäßes Detail von FIG 1.

Gemäß FIG 1 weist ein Reluktanzmotor ein Gehäuse 1 auf, in dem ein Stator 2 angeordnet ist. Das Gehäuse 1 besteht bei ¬ spielsweise aus Stahl. Der Ständer 2 besteht aus einem ferro- magnetischen, aber nicht permanentmagnetischen Material. Beispielsweise kann er aus Eisenblechen aufgebaut sein. Weiterhin weist der Reluktanzmotor einen Rotor 3 auf, an dem ein Läufer 4 angeordnet ist. Der Rotor 3 ist im Gehäuse 1 derart gelagert, dass der Rotor 3 und mit ihm der Läufer 4 um eine Drehachse 5 drehbar ist.

Gemäß FIG 2 weist der Ständer 2 Ständerzähne 6 auf, die radi ¬ al, also in Richtung auf die Drehachse 5 zu bzw. von der Drehachse 5 weg, auf den Läufer 4 gerichtet sind. Je zwei tangential benachbarte Ständerzähne 6 bilden zwischen sich je eine Ständernut 7. In den Ständernuten 7 ist jeweils ein Teil einer Ständerwicklung 8 angeordnet.

Die Ständerzähne 6 weisen in Radialrichtung vom Läufer 4 ei- nen Zahnabstand a auf. Dieser Zahnabstand a entspricht dem mechanisch vorhandenen und - im Gegensatz zu dem bekannten Reluktanzmotor - zugleich auch dem wirksamen magnetischen Luftspalt 9 des Reluktanzmotors.

Gemäß FIG 2 weist die Ständerwicklung 8 in Radialrichtung vom Läufer 4 einen Wicklungsabstand b auf, der größer als der Zahnabstand a ist. Die Ständerwicklung 8 füllt somit die Ständernuten 7 nicht aus. Daher ist es möglich in die Stän-

dernuten 7 Permanentmagnete 10 einzusetzen, von denen - trivialerweise - Permanentmagnetfelder ausgehen. Auf Grund des Einsetzens der Permanentmagnete 10 in die Ständernuten 7 sind somit die Permanentmagnete 10 am Ständer 2 angeordnet. Auf Grund dieses Umstands sind sie ferner tangential, also in Um- fangsrichtung um die Drehachse 5 herum gesehen, im Bereich der Ständernuten 7 angeordnet.

Die Permanentmagnete 10 sind in Radialrichtung gleichsinnig magnetisiert . Dies ist in FIG 2 durch Pfeile 11 angedeutet, die in Radialrichtung gesehen alle gleich gerichtet sind, z.B. alle nach radial außen.

Um dennoch Permanentmagnetfelder zu erzeugen, die in Tangen- tialrichtung gesehen vom Ort abhängig sind, sind den Permanentmagneten 10 Flussführungselemente 12 zugeordnet. Mittels der Flussführungselemente 12 werden die Permanentmagnetfelder in die Ständerzähne 6 umgelenkt. Die Umlenkung ist dabei der ¬ art, dass die Permanentmagnetfelder im Bereich der Ständer- zahne 6 gegensinnig zu den Permanentfeldern im Bereich der Ständernuten 7 gerichtet sind. Dies ist in FIG 2 für einen der Permanentmagnete 10 durch Einzeichnen entsprechender magnetischer Feldlinien 13 dargestellt.

Die Flussführungselemente 12 bestehen aus einem ferromagneti- schen, nicht permanentmagnetischen Material. Das Material kann das gleiche sein, aus dem auch der Ständer 2 besteht.

Die Permanentmagnete 10 weisen in Radialrichtung vom Läufer 4 einen Magnetabstand c auf. Der Magnetabstand c ist vorzugs ¬ weise mindestens so groß wie der Zahnabstand a.

Mittels des erfindungsgemäßen Reluktanzmotors ist es somit möglich, dass der wirksame magnetische Luftspalt ebenso klein wie der mechanisch tatsächlich vorhandene Luftspalt 9 ist. Diese Abstandsverringerung kompensiert bzw. überkompensiert die Verringerung des magnetischen Flusses, die dadurch herrührt, dass die Permanentmagnete 10 in Tangentialrichtung ge-

sehen voneinander beabstandet sind. Weiterhin wird gegenüber dem Reluktanzmotor des Standes der Technik nur die Hälfte an Magnetmaterial benötigt. Darüber hinaus ist die Montage der Permanentmagnete 10 am Ständer 2 und auch die gesamte Ferti ¬ gung des Ständers 2 vereinfacht. Insbesondere kann der Luft ¬ spalt 9 dadurch, dass der Magnetabstand c mindestens so groß wie der Zahnabstand a ist, exakter gefertigt werden.