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Title:
RELUCTANCE ROTOR WITH MECHANICAL STABILIZING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2015/150055
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a reluctance rotor (10) for an electric machine (E), comprising rotor lamination layers (16) made of a ferromagnetic material, wherein each rotor lamination layer (16) has a flux barrier (22) formed by a recess in the rotor lamination layer (16). The problem addressed by the invention is to toughen the reluctance rotor (10) for a high torque and a high rotational speed. For this purpose, the reluctance rotor (10) has an intermediate part (32) with recesses (36) arranged between a first and a second rotor lamination layer (16), and separators (38) delimiting the recesses (36) from one another. The recesses (36) of the intermediate part (32) and the separators (38) are arranged axially between the flux barriers (22), wherein the recesses (36) of the intermediate part (32) and the flux barriers (22) together delimit a space. This space is cast with a non-ferromagnetic casting compound.

Inventors:
BALLWEG, Marion (Neuses 12, Bundorf, 97494, DE)
BÜTTNER, Klaus (Rhönblick 11, Hollstadt, 97618, DE)
KIRCHNER, Klaus (Ostlandstraße 4, Ostheim, 97645, DE)
Application Number:
EP2015/055339
Publication Date:
October 08, 2015
Filing Date:
March 13, 2015
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2, München, 80333, DE)
International Classes:
H02K1/24; H02K7/04; H02K15/12
Foreign References:
JP2001238418A2001-08-31
GB2310544A1997-08-27
US20120222289A12012-09-06
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Claims:
Patentansprüche

1. Reluktanzrotor (10) für eine elektrische Maschine (E) , welcher ein Blechpaket (18) mit Rotorblechschichten (16) aus einem ferromagnetischen Material aufweist, wobei jede Rotorblechschicht (16) eine durch eine Aussparung in dem ferromag- netischen Material gebildete Flusssperre (22) aufweist, wobei der Reluktanzrotor (10) ein zwischen einer ersten und einer zweiten der Rotorblechschichten (16) angeordnetes Zwischen- teil (32) mit Aussparungen (36) und die Aussparungen (36) voneinander abgrenzenden Stegen (38) aufweist, wobei die Aussparungen (36) des Zwischenteils (32) und die Stege (38) axi¬ al zwischen den Flusssperren (22) angeordnet sind und hierdurch die Aussparungen (36) des Zwischenteils (32) und die Flusssperren (22) gemeinsam einen Raum abgrenzen und der Raum mit einer nicht-ferromagnetischen Vergussmasse ausgegossen ist,

dadurch gekennzeichnet, dass

an einem axialen Ende oder an beiden axialen Enden des

Reluktanzrotors (10) aus der Vergussmasse jeweils voneinander getrennte Spannelemente (42, 44, 46) angeformt sind, welche in einem Überlappungsbereich (B) auf dem Bleckpaket (18) an dem axialen Ende aufliegen und welche in Zusammenwirken mit der Vergussmasse in dem ausgefüllten Raum die Rotorblech- schichten (16) zusammenhalten.

2. Reluktanzrotor (10) nach Anspruch 1, wobei die Stege (38) dazu ausgebildet sind, eine bei einer bestimmungsgemäßen Ro¬ tation des Reluktanzrotors (10) wirkenden Fliehkraft in dem Zwischenteil (32) radial nach innen hin abzuleiten.

3. Reluktanzrotor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich jeder Steg (38) in seiner Längserstreckung zu einem Außenumfang (40) des Reluktanzrotors (10) hin er- streckt.

4. Reluktanzrotor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich jeder Steg (38) in seiner Längserstreckung jeweils in einem spitzen Winkel oder parallel zu einer jewei¬ ligen q-Achse (30) des Reluktanzrotors (10) erstreckt.

5. Reluktanzrotor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprü- che, wobei ein Material des Zwischenteils (32) zumindest in radialer Richtung eine größere Zugfestigkeit als das ferro- magnetische Material der Rotorblechschichten (16) aufweist.

6. Reluktanzrotor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprü- che, wobei das Zwischenteil (32) aus einem nicht- ferromagnetischen Material gebildet ist.

7. Reluktanzrotor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vergussmasse elektrisch leitfähig ist und aus einem Kunststoff mit einem elektrisch leitfähigen Füllstoff gebildet ist.

8. Reluktanzrotor (10) nach Anspruch 7, wobei der Kunststoff als Füllstoff elektrisch leitfähige Fasern oder ein elekt- risch leitfähiges Granulat aufweist.

9. Reluktanzrotor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Vergussmasse Aluminium, eine Aluminiumlegie¬ rung, einen fasergefüllten Kunststoff oder Harz umfasst.

10. Reluktanzrotor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei bei zumindest einem der Spannelemente (44) zum Auswuchten des Reluktanzrotors (10) eine Bohrung (48) oder ein Gewicht (50) vorgesehen ist.

11. Reluktanzrotor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei eine Gesamtfläche der Aussparungen (36) des Zwi¬ schenteils (32) und der Stege (38) zusammengenommen eine Kontur aufweist, die der jeweiligen Kontur der Flusssperre (22) der ersten und/oder der zweiten Rotorblechschicht (16) ent¬ spricht .

12. Reluktanzrotor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Rotorblechschichten (16) jeweils weitere

Flusssperren (22) aufweisen und jeweils paarweise zwischen einer der Flusssperren (22) der ersten Rotorblechschicht (16) und einer der Flusssperren (22) der zweiten Rotorblechschicht (16) weitere Aussparungen (36) und Stege (38) des Zwischen¬ teils (32) angeordnet und die hierdurch abgegrenzten weiteren Räume mit der Vergussmasse ausgegossen sind. 13. Reluktanzrotor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Reluktanzrotor (10) zumindest ein weiteres, jeweils zwischen zwei der Rotorblechschichten (16) angeordnetes Zwischenteil (32) der genannten Art aufweist. 14. Reluktanzmotor (E) mit einem Reluktanzrotor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der Reluktanzmotor (E) einen Stator (S) mit Spulen (W) zum Rotieren des

Reluktanzrotors (10) mit einer Drehzahl durch ein abwechselndes Bestromen der Spulen (W) aufweist.

15. Kraftfahrzeug (52) mit einem Reluktanzmotor (E) nach Anspruch 14 als Antriebsmotor für eine Fahrt des Kraftfahrzeugs (52) .

Description:
Beschreibung

Reluktanzrotor mit mechanischer Stabilisierung Die Erfindung betrifft einen Rotor für einen Reluktanzrotor, einen Reluktanzmotor mit einem solchen Rotor und ein Kraftfahrzeug. Der Rotor weist mehrere elektrisch voneinander isolierte Einzelbleche auf, die zu einem Blechpaket gestapelt sind .

Ein Rotor für einen Reluktanzmotor ist aus der US 5,818,140 A bekannt. Der darin beschriebene Rotor hat ein Blechpaket aus geschichteten Rotorblechen, die Aussparungen, z.B. Ausstanzungen, aufweisen. Dieser Rotor ist hier auch als Vagati- Rotor bezeichnet. Durch die Ausstanzungen ergeben sich geschwungene, streifenförmige Blechabschnitte, die als Fluss- leitabschnitte dienen und den magnetischen Fluss in der für die Bereitstellung der Reluktanz des Rotors nötigen Weise führen. Zwischen den einzelnen Flussleitabschnitten befindet sich wegen der Ausstanzungen Luft, d. h. ein unmagnetischer Bereich, der als magnetische Flusssperre wirkt. Die Reaktanz des Blechpakets ist in Richtung der q-Achse, d. h. der magne ¬ tischen Sperrrichtung aufgrund der unmagnetischen Bereiche verhältnismäßig klein. Die streifenförmigen Flussleitab- schnitte verlaufen quer zu der q-Achse und verbinden in Um- fangsrichtung benachbarte Pole des Rotors, also die d-Achsen.

Die Aussparungen zum Bilden der Flusssperren führen zu einer Schwächung der mechanischen Stabilität des Blechpakets, so dass der beschriebene Reluktanzrotor nicht für große Drehzah ¬ len, insbesondere nicht für Drehzahlen größer als 3.000 Umdrehungen/Minute geeignet ist. Aus diesem Grund sind heutige Reluktanzrotoren der beschriebenen Art nicht für die Drehzahlanforderung im Bereich von Kraftfahrzeugen mit elektri- sehen Antrieben geeignet.

Durch die streifenförmigen Flussleitabschnitte ergibt sich aber eine hohe Drehmomentausbeute. In dem Dokument JP 2001 238418 A ist ein Reluktanzrotor mit einem Rotorblechpaket beschrieben, das ein Zwischenteil aus einem nicht-ferromagnetischen Material aufweisen kann und das Flusssperren aufweist, die mit Aluminium oder Kunstharz ausgegossen sind. Aus dem Aluminium können an axialen Enden des Rotors auch Kurzschlussringe angegossen sein.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen

Reluktanzrotor der eingangs bezeichneten Art anzugeben, der sowohl ein hohes Drehmoment als auch eine hohe Drehzahl er ¬ möglicht, so dass er insbesondere als Bestandteil eines elektrischen Antriebs für ein Elektrofahrzeug geeignet ist. Die Aufgabe wird durch die Gegenstände der unabhängigen Pa ¬ tentansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfin ¬ dung ergeben sind durch die Merkmale der Unteransprüche.

Der erfindungsgemäße Rotor ist ebenfalls als Reluktanzrotor nach dem Prinzip von Vagati ausgebildet, das heißt er weist

Rotorblechschichten aus einem ferromagnetischen Material auf, wobei jede Rotorblechschicht aus einem oder mehreren Rotor ¬ blechen gebildet ist und zumindest eine durch eine Aussparung in der Rotorblechschicht gebildete Flusssperre aufweist. Na- türlich kann jede Rotorblechschicht auch mehrere Flusssperren aufweisen. Im Folgenden ist der Übersichtlichkeit halber nur von einer einzelnen Flusssperre jeder Rotorblechschicht die Rede. Die Ausführungen treffen aber auch auf Rotorblechschichten mit mehreren Flusssperren zu.

In dem Reluktanzrotor ist zwischen einer ersten und einer zweiten Rotorblechschicht ein Zwischenteil angeordnet. Dieses Zwischenteil kann beispielsweise zylinderförmig oder schei ¬ benförmig sein, das heißt die Grundform einer der Rotorblech- schichten aufweisen. Das Zwischenteil weist Aussparungen sowie die Aussparungen voneinander abgrenzende Stege auf. Durch die Stege ist das Zwischenteil mechanisch stabiler als die beiden angrenzenden Rotorblechschichten, die weniger oder schmalere oder gar keine Stege aufweisen können. Die Ausspa ¬ rungen des Zwischenteils und dessen Stege sind derart zwi ¬ schen den beiden Blechschichten angeordnet, dass sie sich zwischen den Flusssperren der beiden angrenzenden Rotorblechschichten befinden. Hierdurch bilden die Aussparungen des Zwischenteils sowie die Flusssperren, die ja ebenfalls Aus ¬ sparungen in den Rotorblechschichten darstellen, gemeinsam einen Raum. Dieser durch die Aussparungen abgegrenzte Raum ist mit einer nicht-ferromagnetischen Vergussmasse ausgegos ¬ sen. Mit nicht-ferromagnetisch ist hierbei gemeint, dass die Vergussmasse beispielsweise nur paramagnetische und/oder dia ¬ magnetische oder vollständig amagnetische Eigenschaften auf ¬ weisen kann. Insbesondere ist die Vergussmasse nicht weich- magnetisch.

Die Vergussmasse kann beispielsweise durch Spritzgießen oder Ausgießen des Raumes in den Reluktanzrotor eingebracht werden. Da hierbei die Flusssperren und die Aussparungen des Zwischenteils kommunizierte Hohlräume darstellen, kann die Vergussmasse an einem Ende des Reluktanzrotors eingebracht werden und sich von dort aus im Raum ausbreiten. Damit ist die Herstellung besonders einfach. Bevorzugt entspricht eine Kontur der Gesamtfläche der Aussparungen des Zwischenteils und der Stege zusammen der Kontur der angrenzenden Flusssperren. Hierdurch ergibt sich der Vorteil, dass beim Ausgießen oder Ausspritzen des Raumes mit Vergussmasse keine Luftein ¬ schlüsse an den Rändern der Aussparungen bleiben. Die Stege bilden eine mechanische Verstärkung des

Reluktanzrotors. Die ausgehärtete Vergussmasse überträgt hierbei bei einer bestimmungsgemäßen Rotation des

Reluktanzrotors wirkende Fliehkräfte von den Rotorblech ¬ schichten auf das Zwischenteil, so dass auch die Rotorblech- schichten mechanisch stabilisiert sind.

Die Stege sind bevorzugt dazu ausgelegt, die Fliehkraft in dem Zwischenteil radial nach innen hin abzuleiten. Eine be- sonders effektive Kraftführung ergibt sich hierbei, wenn sich jeder Steg in seiner Längserstreckung zu einem Außenumfang des Reluktanzrotors hin erstreckt. Dann werden die Fliehkräf ¬ te als Zugkräfte entlang der Längserstreckung der Stege zum Inneren des Reluktanzrotors zur Welle hin übertragen.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn sich jeder Steg in seiner Längserstreckung jeweils in einem spitzen Winkel oder parallel zu einer q-Achse des Reluktanzrotors erstreckt. Entlang der q-Achsen sind die Rotorblechschichten aufgrund des beschriebenen Verlaufs der Flusssperren besonders labil, so dass durch das Ausrichten der Stege entlang der q-Achsen der Stabilisierungseffekt besonders groß ist. Eine weitere Verbesserung der mechanischen Stabilisierung ergibt sich, wenn ein Material des Zwischenteils zumindest in radialer Richtung des Reluktanzrotors eine größere Zugfestig ¬ keit als das ferromagnetische Material der Rotorblechschich ¬ ten aufweist.

Das Zwischenteil kann selbst als magnetisch aktives Bauteil wirken, das heißt es kann aus ferromagnetischem Material gebildet sein. Gemäß einer Ausführungsform ist das Zwischenteil aber aus einem nicht-ferromagnetischen Material gebildet, so dass die Stege nicht die Reluktanz des Rotors beeinträchti ¬ gen .

Durch die Vergussmasse sind die Rotorblechschichten und das Zwischenteil über einen Formschluss in radialer Richtung mit- einander verbunden.

Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung ist die Vergussmasse auch elektrisch leitfähig. Unter elektrisch leitfähig ist hier insbesondere zu verstehen, dass ein Leitwert größer als 10 S/m, insbesondere größer als 1000 S/m ist. Eine elektrisch leitfähige Vergussmasse kann in vorteilhafter Weise zum Be ¬ reitstellen eines Anlaufkäfigs für einen asynchronen Anlauf des Reluktanzrotors genutzt werden. Hierbei ergibt sich ein weiterer Vorteil, wenn an einem axia ¬ len Ende oder an beiden axialen Enden des Reluktanzrotors aus der Vergussmasse jeweils auch ein Kurzschlussring angeformt ist. Dann lässt sich der Kurzschlusskäfig vollständig mittels der Vergussmasse modellieren.

Die Vergussmasse ist für den Fall, dass sie elektrisch leit ¬ fähig ist, bevorzugt aus Aluminium oder einer Aluminiumlegie- rung oder aus einem Kunststoff mit elektrisch leitfähigem

Füllstoff, beispielsweise elektrisch leitfähigen Fasern, wie beispielsweise Carbon-Nanotubes , oder einem elektrisch leit ¬ fähigen Granulat gebildet. Eine elektrisch isolierende und dennoch mechanisch stabile

Vergussmasse kann mittels eines fasergefüllten Kunststoffes, beispielsweise glasfasergefüllten Kunststoffes, oder eines fasergefüllten Harzes bereitgestellt werden. Der bereits beschriebene Kurzschlussring weist neben der elektrischen Leitfähigkeit noch den Vorteil auf, dass er als Spannelement wirkt, welches im Zusammenwirken mit der in dem Blechpaket befindlichen Vergussmasse die Rotorblechschichten zusammenhält. In diesem Zusammenhang sieht dagegen die Erfin- dung vor, dass nicht ein Ring an einem axialen Ende oder an beiden axialen Enden des Reluk-tanzrotors bereitgestellt wird, sondern jeweils lediglich ein Spannelement aus der Vergussmasse angeformt ist. Dieses kann dann unabhängig von einer Ringform die Haltekraft für die Rotorblechschichten er- zeugen. Beispielsweise kann an einem axialen Ende für die einzelnen Flusssperren voneinander getrennte Zapfen als

Spannelement angeformt sein. Der Durchmesser jedes Spannele ¬ ments ist bevorzugt in radialer Richtung größer als die radi ¬ ale Abmessung der Flusssperre, so dass das Spannelement an einem Rand der Flusssperre in einem Auflagebereich oder Überlappungsbereich anliegt. Wie bereits ausgeführt, kann der Reluktanzmotor in den Rotorblechschichten weitere Flusssperren aufweisen, wobei dann in dem Zwischenteil bevorzugt jeweils paarweise zwischen einer der Flusssperren einer angrenzenden Rotorblechschicht und ei- ner der Flusssperren der anderen angrenzenden Rotorblechschicht weitere Aussparungen und Stege des Zwischenteils an ¬ geordnet und hierdurch die abgegrenzten weiteren Räume mit der Vergussmasse ausgegossen sind. Genauso kann vorgesehen sein, dass der Reluktanzmotor zumindest ein weiteres, jeweils zwischen zwei der Rotorblechschichten angeordnetes Zwischenteil der genannten Art auf ¬ weist. Durch die Anzahl der verwendeten Zwischenteile kann die mechanische Stabilität des Reluktanzrotors gezielt einge- stellt werden, um diesen für eine vorgesehene Drehzahl in einem Reluktanzmotor zu ertüchtigen.

Entsprechend gehört zu der Erfindung auch ein Reluktanzmotor, das heißt eine elektrische Maschine, mit einer Ausführungs- form des erfindungsgemäßen Reluktanzrotors, wobei der

Reluktanzmotor einen Stator mit Spulen zum Rotieren des

Reluktanzrotors mit einer Drehzahl durch ein abwechselndes Bestromen der Spulen aufweist. Entsprechend gehört zu der Erfindung auch ein Reluktanzmotor, das heißt eine elektrische Maschine, mit einer Ausführungs ¬ form des erfindungsgemäßen Reluktanzrotors und mit einer Drehstromquelle zum abwechselnden Bestromen von Spulen eines Stators des Reluktanzmotors, wobei die Drehstromquelle dazu ausgelegt ist, durch das abwechselnde Bestromen den

Reluktanzrotor mit einer Drehzahl zu rotieren, welche größer als 5.000 U/min ist. Der erfindungsgemäße Reluktanzmotor eig ¬ net sich durch seine hohe Drehzahl als Antriebsmotor für ein elektrisch angetriebenes Kraftfahrzeug.

Entsprechend gehört zu der Erfindung auch ein Kraftfahrzeug mit einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reluktanzmotors, welcher als Antrieb für eine Fahrt des Kraftfahrzeugs ausgestaltet ist. Das erfindungsgemäße Kraftfahrzeug ist ins ¬ besondere als Kraftwagen, wie beispielsweise als Personen ¬ kraftwagen, ausgestaltet. Im Folgenden sind Ausführungsbeispiele der Erfindung be ¬ schrieben. Hierzu zeigt:

FIG 1 eine schematische Darstellung eines Querschnitts einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen

Reluktanzmotors,

FIG 2 eine schematische Darstellung einer perspektivischen Ansicht einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reluktanzrotors des Reluktanzmotors von FIG 1,

FIG 3 eine schematische Darstellung eines Längsschnitts des Reluktanzrotors von FIG 2,

FIG 4 eine schematische Darstellung einer Rotorblechschicht eines Blechpakets des Reluktanzrotors von FIG 2,

FIG 5 eine schematische Darstellung eines Zwischenteils des Reluktanzrotors von FIG 2,

FIG 6 eine schematische Darstellung einer Frontansichten eines axialen Endes einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reluktanzrotors,

FIG 7 eine schematische Darstellung einer Seitenansicht des Reluktanzrotors von FIG 6,

FIG 8 eine schematische Darstellung einer Frontansichten eines axialen Endes einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reluktanzrotors,

FIG 9 eine schematische Darstellung einer Seitenansicht des Reluktanzrotors von FIG 8,

FIG 10 eine schematische Darstellung einer Frontansichten eines axialen Endes einer weiteren Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reluktanzrotors und FIG 11 eine schematische Darstellung einer Seitenansicht des Reluktanzrotors von FIG 10,

FIG 12 eine schematische Darstellung einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kraftfahrzeugs. Bei den im Folgenden erläuterten Ausführungsbeispielen handelt es sich um bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung. Bei den Ausführungsbeispielen stellen aber die beschriebenen Komponenten der Ausführungsformen jeweils einzelne, unabhängig voneinander zu betrachtende Merkmale der Erfindung dar, welche die Erfindung jeweils auch unabhängig voneinander weiterbilden und damit auch einzeln oder in einer anderen als der gezeigten Kombination als Bestandteil der Erfindung anzu- sehen sind. Des Weiteren sind die beschriebenen Ausführungs ¬ formen auch durch weitere der bereits beschriebenen Merkmale der Erfindung ergänzbar.

In FIG 1 ist eine elektrische Maschine E gezeigt, bei der es sich um einen Reluktanzmotor handelt. In FIG 1 stellt eine Rotationsachse A auch eine Symmetrieachse der Darstellung dar. Die elektrische Maschine E umfasst einen Stator S, in welchem Wicklungen W elektrischer Spulen angeordnet sind, wobei in FIG 1 nur eine der Wicklungen W dargestellt ist. Die Wicklungen W werden durch ein Drehstromquelle C abwechselnd bestromt, wodurch im Inneren des Stators S ein magnetisches Drehfeld in einem Luftspalt L der elektrischen Maschine E entsteht. Die Drehstromquelle C kann beispielsweise ein Wech ¬ selrichter sein oder ein festfrequentes elektrisches Versor- gungsnetz .

Im Inneren des Stators S befindet sich ein Rotor 10, der drehfest mit einer Welle D verbunden ist. Die Welle D ist um die Rotationsachse A drehbar in dem Stator S gelagert. Der Rotor 10 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen

Reluktanzrotors .

In FIG 2 und FIG 3 ist jeweils der Rotor 10 allein darge ¬ stellt .

Durch eine Durchgangsöffnung 12 des Rotors 10 ist die (in FIG 2 nicht mehr dargestellte) Welle D gesteckt. Ein Durchmesser des Rotors 10 in bezüglich der Rotationsachse A radialer Richtung kann mehr als 20 cm betragen. Eine Länge des Rotors 10 in axialer Richtung kann mehr als 30 cm betragen.

Der Rotor 10 weist als magnetisch aktiven Teil ein Blechpaket 14 auf, das aus mehreren Rotorblechschichten oder kurz

Schichten 16 gebildet ist, die jeweils ferromagnetisches , insbesondere weichmagnetisches, Material aufweisen. Von den magnetischen Schichten 16 sind in der FIG 2 der Übersichtlichkeit halber nur einige mit einem Bezugszeichen versehen. Zwischen den Schichten kann sich jeweils in an sich bekannter Weise eine elektrisch isolierende Schicht befinden, um Wir ¬ belströme in dem Blechpaket 14 zu blockieren. Jede Schicht 16 ist in dem in FIG 2 gezeigten Beispiel jeweils durch ein Rotorblech 18 gebildet. In der FIG 2 ist nur das Rotorblech 18, welches sich an einer Stirnseite 20 in axialer Richtung entlang der Achse A an einem vorderen axialen Ende des Blechpakets 14 befindet, mit einem Bezugszeichen versehen. Das Rotorblech 18 (und entsprechend auch die übrigen Rotorbleche der übrigen Schichten 16) weist Aussparungen 22 auf, die Sperren für einen magnetischen Fluss bilden, also Flusssperr- bereiche oder Flusssperren. Die Aussparungen 22 können beispielsweise durch Ausstanzen der entsprechenden Formen aus Rotorblech 18 gebildet sein. Von dem Rotorblech 18 sind somit nur Flussleitabschnitte 24 und Stege 26 zum mechanischen Verbinden der Flussleitabschnitte 24 sowie ein Außenring 28 zum mechanischen Verbinden der Flussleitabschnitte 24 aus dem ferromagnetischen Material. Die Rotorbleche der Schichten 16 können alle die gleiche Form aufweisen.

Mittels der Flussleitabschnitte 24 wird in dem Rotor 10 ein magnetischer Fluss, der durch elektrische Spulen des Stators S erzeugt wird, quer zu q-Achsen 30 des Rotors 10 entlang ei- ner magnetischen Vorzugsrichtung geleitet. Zwischen den q- Achsen verlaufen in bekannter Weise d-Achsen 30' des

Reluktanzrotors . Die Rotorbleche 18 können in der Weise fluchtend in dem

Blechpaket 14 axial hintereinander angeordnet sein, dass die Aussparungen 22 und entsprechend auch die Flussleitabschnitte 24 axial fluchten oder zumindest nur so wenig gegeneinander verdreht sind, dass sie zusammen einen Hohlraum bilden. Die Aussparungen 22 aller hintereinander angeordneten Rotorbleche 18 bilden dann insgesamt durchgehende Schächte oder Räume in dem Blechpaket 14, in denen sich eine Vergussmasse aus einem nicht-ferromagnetischen Material befinden kann.

In den Rotor 10 kann ein Läuferkäfig integriert sein, der es ermöglicht, den Rotor 10 auch asynchron zum magnetischen Drehfeld des Stators S, d.h. mit einem Schlupf, anzutreiben. Die Käfigstäbe des Läuferkäfigs können hierbei in den Schäch- ten ausgebildet sein, indem als Vergussmasse ein elektrisch leitendes Material, z.B. Aluminium oder eine Aluminiumlegie ¬ rung, bereitgestellt ist.

In dem Blechpaket 14 kann ein Zwischenteil 32 zwischen zwei der Schichten 16 angeordnet sein. Das Zwischenteil 32 kann als zylindrische Scheibe ausgestaltet sein und beispielsweise aus demselben Material wie die Rotorbleche oder aus einem nicht-ferromagnetischen Material, wie z.B. Aluminium oder einer Aluminiumlegierung oder aus einem Kunststoff gefertigt sein. Zusätzlich zu dem gezeigten Zwischenteil 32 können ein oder mehrere weitere Zwischenteile zwischen jeweils zwei der Schichten 16 angeordnet sein. Durch die Zwischenteile 32 ist eine mechanische Stabilisierung des Blechpakets 14 bewirkt. Zwei Endscheiben 34 können an den beiden Stirnseiten, d.h. der Stirnseite 20 und dem axial gegenüberliegenden Ende des Blechpakets 14, vorgesehen sein. In FIG 2 ist die vordere Scheibe 34, die sich an der Stirnseite 20 befindet, nicht dargestellt, um die Struktur des Rotorblechs 18 darstellen zu können. Es kann vorgesehen sein, dass nur die axial außen an den Blechpaketenden liegenden Endscheiben 34 elektrischen leitend sind und eine oder mehrere Zwischenscheiben 32 im Blechpaket aus einem elektrisch isolierenden Material sind. Die Endscheiben 34 können aus der Vergussmasse gebildet sein, die sich auch in den beschriebenen Schächten befindet. Dadurch ist eine Herstellung in einem Arbeitsgang möglich. Die Vergussmasse kann beispielsweise mittels eines Spritzguss ¬ oder Druckgussverfahrens nach dem Auffädeln, d.h. den Aneinanderreihen der Rotorbleche 18, in die Aussparungen 22 und in den Bereich der Endscheiben 34 eingebracht worden sein. In FIG 4 ist ein einzelnes Rotorblech 18 gezeigt. In FIG 5 ist zum Vergleich eine Frontalansicht des Zwischenteils 32 gezeigt .

Bei dem Zwischenteil 32 sind im Bereich der Aussparungen 22 des Rotorblechs 18 ebenfalls Aussparungen 36 vorgesehen. Im Unterschied zu dem Rotorblech 18 ist bei dem Zwischenteil 32 allerdings vorgesehen, dass dieses mehr und/oder breitere Stege 38 aufweist, als das Rotorblech 18 Stege 26 aufweist. Auch in FIG 5 sind der Übersichtlichkeit halber nur einige der Aussparungen 36 und der Stege 38 mit Bezugszeichen versehen .

Durch seine Stege 38 ist das Zwischenteil 32 mechanisch stabiler gegenüber Fliehkräften, die auf das Blechpaket 14 wirken, wenn der Rotors 10 um die Rotationsachse A rotiert. Die Stege 38 schließen mit der jeweiligen d-Achse zumindest einen spitzen Winkel ein oder verlaufen parallel dazu, wobei jeweils diejenige d-Achse 30 als Bezugsachse gilt, die in demselben Segment wie der Steg 38 verläuft. Die Stege 38 sind mit ihrer Längserstreckung radial zu einem jeweiligen Abschnitt des Außenumfangs 40 des Blechpakets 14 hin ausgerich ¬ tet .

Die Aussparungen 36 und die Aussparungen 22 sind axial fluch- tend angeordnet, das heißt sie bilden zusammen einen Raum, der mit der Vergussmasse ausgegossen ist. Hierdurch wirkt die starre Vergussmasse als formschließendes Element, über wel- ches Fliehkräfte von den Schichten 16 auf das Zwischenteil 32 übertragen werden können.

In FIG 6 bis FIG 11 ist jeweils gezeigt, wie mittels der Vergussmasse an den axialen Enden des Blechpakets 14 Spann ¬ elemente 42, 44, 46 angeformt werden können, mittels welchen die Schichten 16 und das Zwischenteil 32 in axialer Richtung fixiert werden. In FIG 6 und FIG 7 ist gezeigt, wie mittels elektrisch leit ¬ fähiger Vergussmasse als Spannelement 42 ein Kurzschlussring als Endscheibe 34 angegossen sein kann. Da die Vergussmasse in den Schächten im Inneren des Blechpakets 14 ebenfalls elektrisch leitfähig ist, ist durch die Stoffschlüssige Ver- bindung der gesamten Vergussmasse insgesamt ein Läuferkäfig für einen asynchronen Anlauf des Rotors 10 bereitgestellt.

In FIG 8 und FIG 9 sind voneinander getrennte ausgebildete Spannelemente 44 gezeigt, von denen jedes aus Vergussmasse gebildet ist, die aus einem der Schächte ragt. Die Spannele ¬ mente 44 liegen in einem Überlappungsbereich B auf dem Blechpaket 18 am axialen Ende auf. Mit anderen Worten weisen die Spannelemente 44 insbesondere in radialer Richtung einen grö ¬ ßeren Durchmesser als die Schächte der Aussparungen 22 auf. Hierdurch kann eine Druckkraft von den Spannelementen 44 auf das Rotorblech 18 übertragen werden. Durch Vorsehen von Sacklöchern 48 in einem Spannelement 44 kann Gewicht abgetragen und hierdurch der Rotor 10 ausgewuchtet werden. Bei der in FIG 10 und FIG 11 gezeigten Ausführungsform sind zur Gewichtseinsparung als Spannelemente 46 aus der

Vergussmasse einzelne Köpfe oder Zapfen geformt. Diese weisen ebenfalls einen Durchmesser auf, der größer ist als die einzelnen Aussparungen 22, an denen sie anliegen. Hierdurch ergibt sich wieder ein Überlappungsbereich B, in welchem die Spannelement 46 eine Druckspannung auf die Schichten 16 aus ¬ üben und hierdurch das Blechpaket 14 fixieren. Auf die Spannelemente 46 können Gewichte 50 aufgesteckt werden, um den Ro- tor 10 auszuwuchten. Die Spannelemente 46 können hierzu keilförmig oder sich in Längserstreckung verjüngend ausgestaltet sein. Die Ausführungsbeispiele zeigen das erfindungsgemäße Prinzip, dass zum Stabilisieren des Rotors 10 auf seiner gesamten Rotorpaketlänge in bestimmten Abständen bevorzugt amagnetische Zwischenteile 32 eingelegt sind. Mit amagnetisch ist hier insbesondere nicht-ferromagnetisch, und ganz besonders nicht- weichmagnetisch zu verstehen. Vorzugsweise amagnetische Ble ¬ che mit möglichst großer Zugfestigkeit, die auch einen Druck ¬ gieß- oder Spritzgießprozess zum Einbringen der Vergussmasse thermisch überstehen und der Schließkraft der Spritzguss ¬ oder Druckgussmaschine standhalten.

Die Zwischenteile 32 enthalten Aussparungen 36, welche bevorzugt großflächig, das heißt mit mehr als 50 Prozent, insbe ¬ sondere mehr als 70 Prozent, mit den Aussparungen 22 der Flusssperren überlappen, so dass sich beim Vergießen Verknüp- fungsflächen aus den beiden ausgegossenen Flächen ergeben.

Dadurch ergibt sich ein stabilisierender Käfig in den Schächten des Blechpakets 14. Die Aussparungen 36 im Zwischenteil 32 sind in der Geometrie dahingehend abgestimmt, dass mög ¬ lichst große Verknüpfungsflächen zum benachbarten Rotorblech 18 gegeben sind und gleichzeitig das Befüllen beziehungsweise Ausgießen mit Vergussmasse leicht möglich ist. Hier bietet sich vorzugsweise an, die Flächen der Flusssperren und die Flächen im Zwischenteil 32 in der Kontur gleich auszugestalten .

Da jedes Rotorblech 18 in Richtung der q-Achse 30 sehr labil ist, wird über die Verknüpfungsflächen zum Zwischenteil 32 mittels der Vergussmasse stabilisiert. Somit werden die Ro ¬ torbleche 18 gegen Aufweitung bei Fliehkraft gestützt.

Im Zwischenteil 32 werden zwischen den Aussparungen 36 zusätzliche Stege 38 derart angeordnet, dass die bei der Flieh ¬ kraft entstehenden Kräfte aufgenommen werden können. Die Fliehkraft jedes Rotorblechs 18 wird auch auf die erstarrte Vergussmasse in den ausgegossenen Flächen des Rotorblechs 18 übertragen. Durch die Verknüpfungsflächen wird diese Kraft auf die Flächen der Aussparungen 36 im Zwischenteil 32 über- tragen. Schließlich wird diese Kraft durch die Lochleibung des Zwischenteils 32 aufgenommen. Das Zwischenteil 32 selbst ist geometrisch in der Lage, die wirkenden Kräfte aufzunehmen . Als Vergussmasse kann vorzugsweise Aluminium oder eine Alumi ¬ niumlegierung dienen, die durch Druckgießverfahren eingebracht wird. Ebenso kann als Vergussmasse fasergefüllter Kunststoff oder Harz verwendet werden, die durch Spritzgießen oder Ausgießen eingebracht werden.

Die Anzahl der Zwischenteile 32 ist abhängig von der Paket ¬ länge des Blechpakets 14 und der geforderten Drehzahl. Je mehr Zwischenteile 32, desto mehr Abstützung gegen Fliehkraft wird erzielt und desto größer ist die Gesamtstabilität des Blechpakets 14.

Wird ein elektrisch leitender Werkstoff als Vergussmasse ein ¬ gesetzt, besteht die Möglichkeit, an den Rotorenden Kurz ¬ schlussringe 42 auszugießen, wodurch zusätzlich ein Anlaufkä- fig ausgebildet wird. Dabei wird an den beiden Paketenden ei ¬ ne geschlossene Kontur, die die einzelnen Flächen der Fluss ¬ sperren verbindet, angebracht.

Es besteht auch die Möglichkeit, elektrisch leitende

Vergussmasse, vorzugsweise eine Aluminiumlegierung, ohne Aus ¬ bildung von Kurzschlussringen einzusetzen. Hier dient die Vergussmasse rein der Stützfunktion. Es gibt keinen Anlaufkä ¬ fig. Dabei werden an den beiden Paketenden einzelne Konturen 44, 46 ausgebildet, die die Flächen der Flusssperren nicht miteinander verbinden. Diese Konturen sind im Vergleich zu

Flusssperrflächen etwas größer ausgebildet, so dass in axia ¬ ler Richtung in einem Überlappungsbereich B ein Verspannen des Rotorblechpakets 14 erreicht wird. Diese angegossenen Körper 44, 46 können zum Wuchten verwendet werden. Entweder können hierbei durch Aufsetzen von Domen, das heißt durch Festlegen der Zapfenlänge der Stützelemente 44, 46, auf die Rotorbleche 18 oder durch Verstemmen von Gewichten 50 (posi- tives Wuchten) oder durch Bohrungen 48 (negatives Wuchten) Unwuchten ausgeglichen werden.

Setzt man als Vergussmasse ein nicht leitendes Material ein, so dient diese jedenfalls als reines Stützelement.

Durch das Vorsehen der Zwischenteile 32 und der Vergussmasse können die relativ instabilen oder labilen Rotorbleche 18 mit ihren Flusssperren 22 bezüglich der Drehzahleignung stabilisiert werden. Der Aufweitung eines Rotorblechs 18 wirken die ausgegossenen Bereiche entgegen.

In FIG 12 ist in schematischer Darstellung ein Kraftfahrzeug 52 gezeigt, das beispielsweise ein Personenkraftwagen sein kann. Das Kraftfahrzeug 52 weist einen elektrischen Antriebs- motor 54 auf, in dessen Gehäuse 56 sich beispielsweise die elektrische Maschine E oder eine andere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Reluktanzmotors befinden kann. Die Welle D der elektrischen Maschine E kann z.B. mit einem Antriebsstrang 58 des Kraftfahrzeugs 52 gekoppelt sein. Der Antriebs- sträng 58 kann beispielsweise ein Hinterrad 60 des Kraftwa ¬ gens 52 antreiben.

Insgesamt ergeben sich somit als Vorteile, dass die Drehzahl ¬ tauglichkeit des erfindungsgemäßen Reluktanzrotors erhöht wird. Die Stegbreite in den Rotorblechen 18 am Außendurchmes ¬ ser, das heißt die Ringbreite des Ringes 28, sollte möglichst klein gewählt werden, um hierdurch einen möglichst hohen Wirkungsgrad zu erzielen, da der magnetische Fluss im Blechpaket optimiert wird. Der Außenring 28 und die Stege 26 können so- gar ganz entfallen, das heißt es ist ein Verzicht auf Stege im Rotorblech zwischen den Flussleitabschnitten möglich, da die Vergussmasse die hierdurch entstehenden einzelnen Rotorbleche fixiert. Dadurch wird ebenfalls ein verbesserter Wir- kungsgrad erzielt. Durch die Vergussmasse wird das Blechpaket 14 in sich versteift, was eine Vereinfachung einer spanenden Bearbeitung des Außenumfangs 40 des Blechpakets 14 ermög ¬ licht. Durch die fixierende Wirkung der Vergussmasse ist auch keine weitere Bandage entlang des Außenumfangs 40 nötig, so dass sich die Breite des Luftspalts L zwischen Rotor und Stator optimieren lässt. Der Rotor 10 weist auch eine verbesserte Biegeeigenfrequenz durch die Versteifung des Gesamtverbundes auf, der aus Welle D und Blechpaket 14 gebildet ist. Durch die Anzahl der Zwischenteile 32 lässt sich modular die Drehzahleignung einstellen. Durch das Vergießen ergibt sich ein einstückiges Blechpaket 14, dass als einzelnes Bauteil gehandhabt werden kann, was die Bearbeitung und Montage ver ¬ einfacht .

Insgesamt ist durch die Ausführungsbeispiele gezeigt, wie mittels der Erfindung ein Reluktanzrotor mit Zwischenteil für eine hohe Drehzahl bei hohen Wirkungsraden für ein elektrisch angetriebenes Kraftfahrzeug (eCar) bereitgestellt werden kann .