| WO/2011/083892 | CYLINDER PUMP |
| WO/2009/158654 | DISPOSABLE INFUSION DEVICE WITH CANNULA PORT COVER |
| WO/1992/000717 | DISPOSITIF DESTINE A ADMINISTRER UN LIQUIDE PAR VOIE ORALE |
Kritten, Johannes (Rederscheider Strasse 55, Windhagen, 53578, DE)
| 1. | Einstelleinrichtung zum Einstellen einer tragbaren InfusionsDosiereinrichtung, wobei die tragbare Infusions Dosiereinrichtung eine Eingabeschnittstelle zum Empfangen von Signalen, die Einstellparameter der InfusionsDosierein richtung darstellen, aufweist, wobei die Einstelleinrichtung transportabel, von der In fusionsDosiereinrichtung baulich getrennt und an deren Ein gabeschnittstelle sowie an eine Eingabe/AusgabeSchnitt stelle eines HostComputersystems anköppelbar ist, wobei die Einstelleinrichtung aufweist : eine erste Schnittstelleneinrichtung zum Ankoppeln an die Eingabe/AusgabeSchnittstelle des HostComputersystems, um aus dem HostComputersystem Therapievorgabedaten empfan gen zu können, einen Speicher zum Speichern empfangener Therapievorga bedaten, eine Bedienereingabeeinrichtung zum Erfassen von Bedie nereingaben, die zumindest gewünschte Einstellungen von Do siswerten des Infusionsmedikaments kennzeichnen, eine mit der ersten Schnittstelleneinrichtung, dem Spei cher und der Bedienereingabeeinrichtung gekoppelte Verarbei tungseinrichtung, die in Abhängigkeit von den gespeicherten Therapievorgabedaten aus den Bedienereingaben Ausgabedaten, die wenigstens einen DosisEinstellwert eines Infusionsmedi kaments kennzeichnen, erzeugt, und eine mit der Verarbeitungseinrichtung gekoppelte zweite Schnittstelleneinrichtung zum Ankoppeln an die InfusionsDo siereinrichtung, die den Ausgabedaten entsprechende Signale, die Einstellparameter der InfusionsDosiereinrichtung dar stellen, erzeugt und an die InfusionsDosiereinrichtung aus gibt, wobei die Einstellparameter zumindest den wenigstens einen DosisEinstellwert des Infusionsmedikaments für ein vorgegebenes Zeitintervall bestimmen. |
| 2. | Einstelleinrichtung zum Einstellen einer tragbaren InfusionsDosiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, daß die zweite Schnittstelleneinrichtung eine Sen deeinrichtung zur drahtlosen Übertragung der Signale an die InfusionsDosiereinrichtung umfaßt. |
| 3. | Einstelleinrichtung zum Einstellen einer tragbaren InfusionsDosiereinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekenn zeichnet, daß die Sendeeinrichtung eine Infrarotoder HF Sendeeinrichtung umfaßt. |
| 4. | Einstelleinrichtung zum Einstellen einer tragbaren InfusionsDosiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, daß die erste Schnittstelleneinrichtung eine Aus gabeeinrichtung zum Übertragen von Daten an das HostCompu tersystem aufweist, wobei die an das HostComputersystem übertragenen Daten die den wenigstens einen DosisEinstell wert kennzeichnenden Ausgabedaten umfassen. |
| 5. | Einstelleinrichtung zum Einstellen einer tragbaren InfusionsDosiereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekenn zeichnet, daß die zweite Schnittstelleneinrichtung eine Sen deeinrichtung zur drahtlosen Übertragung der Signale an die InfusionsDosiereinrichtung umfaßt und daß die Ausgabeein richtung der ersten Schnittstelleneinrichtung die Sendeein richtung der zweiten Schnittstelle umfaßt. |
| 6. | Einstelleinrichtung zum Einstellen einer tragbaren InfusionsDosiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, daß eine dritte Schnittstelleneinrichtung mit der Verarbeitungseinrichtung gekoppelt ist, wobei die dritte Schnittstelleneinrichtung mit wenigstens einem Vitalparame ter erfassenden Sensor zum Empfang von Vitalparametersigna len gekoppelt werden kann. |
| 7. | Einstelleinrichtung zum Einstellen einer tragbaren InfusionsDosiereinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn zeichnet, daß eine vierte Schnittstelleneinrichtung mit der Verarbeitungseinrichtung gekoppelt ist, wobei mit der vier ten Schnittstelleneinrichtung eine Ausgabeund/oder Fern ausgabeeinrichtung koppelbar ist. |
| 8. | Einstelleinrichtung zum Einstellen einer tragbaren InfusionsDosiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, daß die zweite Schnittstelleneinrichtung zusätzlich eine Empfangseinrichtung zum Empfangen von Signalen aus der Infu sionsDosiereinrichtung aufweist, wobei die empfangenen Si gnale wenigstens einen in der InfusionsDosiereinrichtung eingestellten Dosiswert darstellen, daß die zweite Schnittstelleneinrichtung aus den empfan genen Signalen den eingestellten Dosiswert darstellende Da ten erzeugt und an die Verarbeitungseinrichtung ausgibt, und daß die Verarbeitungseinrichtung die den eingestellten Dosiswert darstellenden Daten mit den Ausgabedaten, die we nigstens einen DosisEinstellwert kennzeichnen, vergleicht, um die Einstellung zu überprüfen. |
| 9. | Einstelleinrichtung zum Einstellen einer tragbaren InfusionsDosiereinrichtung nach Anspruch 1, die alternativ mit mehreren, verschiedenen Patienten zugeordneten Infusi onsDosiereinrichtungen koppelbar ist, dadurch gekennzeich net, daß die Therapievorgabedaten patientenbezogene Thera pievorgabedaten in Zuordnung zu Patientenund/oder Dosie reinrichtungsIdentifizierungsinformationen umfassen. |
| 10. | Einstelleinrichtung zum Einstellen einer tragbaren InfusionsDosiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, daß die Therapievorgabedaten Grenzwerte definie rende Daten umfassen, wobei die Grenzwerte obere und/oder untere Grenzwerte von einzustellenden Förderraten und/oder Zeiten, in denen bestimmte Förderraten eingestellt werden sollen, darstellen. |
| 11. | Einstelleinrichtung zum Einstellen einer tragbaren InfusionsDosiereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, daß die Bedienereingaben zusätzlich Angaben zu ak tuellen Therapiewirkungen umfassen. |
| 12. | Einstelleinrichtung zum Einstellen einer tragbaren InfusionsDosiereinrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die Therapievorgabedaten Therapieziele definierende Daten umfassen. |
| 13. | InfusionsDosiersystem mit einem HostComputersystem mit einer Eingabe/Ausgabe Schnittstelle, einer tragbaren InfusionsDosiereinrichtung mit einer Eingabeschnittstelle zum Empfangen von Signalen, die Ein stellparameter der InfusionsDosiereinrichtung darstellen, wobei die Einstellparameter zumindest wenigstens einen Do sisEinstellwert eines Infusionsmedikaments für ein vorgege benes Zeitintervall bestimmen, und einer Einstelleinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12. |
| 14. | InfusionsDosiersystem nach Anspruch 13, dadurch ge kennzeichnet, daß die tragbare InfusionsDosiereinrichtung einen Speicher zum Speichern von eingestellten Dosiswerten und eine Ausgabeschnittstelle zum Ausgeben von Signalen, die die eingestellten Dosiswerte darstellen, an die Einstellein richtung aufweist. |
| 15. | Verfahren zum Einstellen einer tragbaren Infusions Dosiereinrichtung mit einer Eingabeschnittstelle zum Empfan gen von Signalen, die Einstellparameter der InfusionsDo siereinrichtung darstellen, wobei die Parameter zumindest eine Dosis für ein vorgegebenes Zeitintervall bestimmen, wo bei : eine tragbare Einstelleinrichtung mit einem HostCompu tersystem gekoppelt wird, um aus dem HostComputersystem Therapievorgabedaten aufzunehmen und die empfangenen Thera pievorgabedaten in einem Speicher zu speichern, eine Bedienereingabeeinrichtung der Einstelleinrichtung überwacht wird, um Bedienereingaben, die zumindest ge wünschte Einstellungen von Dosiswerten des Infusionsmedika ments kennzeichnen, zu erfassen, von einer Verarbeitungseinrichtung der Einstelleinrich tung in Abhängigkeit von den gespeicherten Therapievorgabe daten aus den Bedienereingaben Ausgabedaten, die wenigstens einen DosisEinstellwert eines Infusionsmedikaments kenn zeichnen, erzeugt werden, die tragbare Einstelleinrichtung mit einer InfusionsDo siereinrichtung gekoppelt wird, von einer mit der Verarbeitungseinrichtung verbundenen Schnittstelleneinrichtung den Ausgabedaten entsprechende Si gnale, die Einstellparameter der InfusionsDosiereinrichtung darstellen, erzeugt und an die InfusionsDosiereinrichtung ausgegeben werden, wobei die Einstellparameter zumindest den wenigstens einen DosisEinstellwert des Infusionsmedikaments für ein vorgegebenes Zeitintervall bestimmen, und den die Einstellparameter darstellenden Signalen ent sprechende Förderraten und/oder Zeiten, in denen bestimmte Förderraten eingestellt werden sollen, von der InfusionsDo siereinrichtung eingestellt werden. |
| 16. | Verfahren zum Einstellen einer tragbaren Infusions Dosiereinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die die Einstellparameter darstellenden Signale draht los, beispielsweise über modulierte Infrarotstrahlung, über tragen werden. |
| 17. | Verfahren zum Einstellen einer tragbaren Infusions Dosiereinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die von der Verarbeitungseinrichtung erzeugten Ausgabe daten vor dem Koppeln der tragbaren Einstelleinrichtung mit der InfusionsDosiereinrichtung in dem Speicher der Ein stelleinrichtung zwischengespeichert werden. |
| 18. | Verfahren zum Einstellen einer tragbaren Infusions Dosiereinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß bei einem erneuten Koppeln der tragbaren Einstellein richtung mit dem HostComputersystem Daten an das HostCom putersystem übertragen werden, die den wenigstens einen Do sisEinstellwert kennzeichnende Ausgabedaten umfassen. |
| 19. | Verfahren zum Einstellen einer tragbaren Infusions Dosiereinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Einstellen der Förderraten und/oder Zeiten, in denen bestimmte Förderraten eingestellt werden sollen, durch die InfusionsDosiereinrichtung Signale aus der Infusions Dosiereinrichtung an die Einstelleinrichtung übertragen wer den, die wenigstens einen in der InfusionsDosiereinrichtung eingestellten Dosiswert darstellen, von der Schnittstelleneinrichtung aus den empfangenen Signalen den eingestellten Dosiswert darstellende Daten er zeugt und an die Verarbeitungseinrichtung ausgegeben werden, und von der Verarbeitungseinrichtung die den eingestellten Dosiswert darstellenden Daten mit den Ausgabedaten, die we nigstens einen DosisEinstellwert kennzeichnen, verglichen werden, um die Einstellung zu überprüfen. |
| 20. | Verfahren zum Einstellen einer tragbaren Infusions Dosiereinrichtung nach Anspruch 15 unter Verwendung einer Einstelleinrichtung, die alternativ mit mehreren, verschie denen Patienten zugeordneten InfusionsDosiereinrichtungen koppelbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Therapievor gabedaten patientenbezogene Therapievorgabedaten in Zuord nung zu Patientenund/oder DosiereinrichtungsIdentifizie rungsinformationen umfassen. |
| 21. | Verfahren zum Einstellen einer tragbaren Infusions Dosiereinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Therapievorgabedaten Grenzwerte definierende Daten umfassen, wobei die Grenzwerte obere und/oder untere Grenz werte der einzustellenden Förderraten und/oder der Zeiten, in denen bestimmte Förderraten eingestellt werden sollen, darstellen. |
| 22. | Verfahren zum Einstellen einer tragbaren Infusions Dosiereinrichtung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die Bedienereingaben zusätzlich Angaben zu aktuellen Therapiewirkungen umfassen. |
| 23. | Verfahren zum Einstellen einer tragbaren Infusions Dosiereinrichtung nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, daß die Therapievorgabedaten Therapieziele definierende Da ten umfassen. |
Die Erfindung betrifft eine Einstelleinrichtung und ein Verfahren zum Einstellen einer tragbaren Infusions-Dosier- einrichtung sowie ein Infusions-Dosiersystem mit einem Host- Computersystem mit einer Eingabe/Ausgabe-Schnittstelle, ei- ner tragbaren Infusions-Dosiereinrichtung mit einer Eingabe- schnittstelle zum Empfangen von Signalen, die Einstellpara- meter der Infusions-Dosiereinrichtung darstellen, und einer an diese Schnittstellen ankoppelbaren tragbaren Einstellein- richtung zum Einstellen der tragbaren Infusions-Dosierein- richtung.
Tragbare Infusions-Dosiereinrichtung werden beispiels- weise bei Schmerztherapien, Chemotherapien, Antibiotikathe- rapien, Hormontherapien und Desferaltherapien verwendet, um ein in einem Vorratsbehälter der Infusions-Dosiereinrichtung zuvor eingefülltes Medikament über Infusionssets einem Pati- enten, der die Infusions-Dosiereinrichtung mit sich führt, zuzuführen. Zur Zufuhr des Medikaments wird eine Infusions- pumpe verwendet (häufig wird auch die gesamte Infusions-Do- siereinrichtung als Infusionspumpe bezeichnet). Das Medika- ment kann kontinuierlich oder diskontinuierlich in Abhängig- keit von der Zeit und von in der Infusions-Dosiereinrichtung gespeicherten Parametern, die eine Förderrate und vorgege- bene Zeitintervalle spezifizieren, über die Pumpe dem Pati- enten zugeführt werden. Eine bekannte Infusions-Dosierein- richtung ("Infusionspumpe") weist eine Anzeigeeinrichtung (Display) und verschiedene Eingabetasten auf, die zusammen eine Benutzerschnittstelle bilden. Über diese Schnittstelle kann ein Benutzer die Infusionspumpe in Betrieb setzen oder ausschalten, verschiedene Parameter einstellen, wie bei- spielsweise die Dosis oder Zeitabstände bei intermittieren- der Dosierung. Darüber hinaus kann ein Benutzer einmalige Gaben des Medikaments (Bolus) über die Bedienerschnittstelle
initiieren. Nach entsprechenden Bedienereingaben. können dar- über hinaus über das Display eingestellte Parameter (Thera- piedaten), eine Historie und Betriebswerte (beispielsweise Füllstand des Reservoirs) abgefragt werden.
Es wäre denkbar, die Infusionspumpe mit einer Ein- gabe/Ausgabe-Schnittstelle zu einem Computer auszurüsten.
Über diese Schnittstelle könnten mit Hilfe eines auf dem Computer ablaufenden geeigneten Programms die Parameter der Infusionspumpe eingestellt, die Historie der Medikamenten- gabe abgefragt und weitere Daten ausgetauscht werden. Diese Kopplung mit einem Computer könnte eine komfortablere Ein- stellung der Parameter der Infusionspumpe ermöglichen, da die Benutzerschnittstelle des Computers komfortabler gestal- tet werden kann. Dazu wäre es aber erforderlich, entweder die Infusionspumpe vom Patienten zu trennen oder den Patien- ten mitsamt der tragbaren Infusionspumpe in die Nähe einer geeigneten Schnittstelle des Computers zu bringen. Eine wei- tere, kostenaufwendige Möglichkeit wäre es beispielsweise in einem Krankenhaus, in die Nähe jedes möglichen Aufenthalts- orts eines Patienten (beispielsweise in die Nähe jedes Bet- tes) eine Schnittstelle anzuordnen, die mit dem Computer über ein Datenkommunikationsnetzwerk verbunden ist.
Da die bekannte Infusionspumpe aus den genannten Gründen nicht mit einem Computer gekoppelt wird, enthält sie selbst ein hohes Maß an Verarbeitungsintelligenz. Um die Bediener- führung bei den gegebenen Einstellmöglichkeiten zuverlässig zu gestalten, ist ein hoher Aufwand an Verarbeitungsintelli- genz zur Ansteuerung der (im Vergleich zu einem Computerdis- play relativ einfachen) Anzeigeeinrichtung und der Eingabe- tasten der Infusionspumpe erforderlich. Dies führt zu kom- plexen und komplizierten Bedienungsschritten in den auf der Anzeigeeinrichtung dargestellten Menüs der Infusionspumpe und somit zu einer erheblichen Fehlbedienungsgefahr und/oder hohem Schulungsaufwand beim Bediener.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, die Flexibilität beim Einsatz der Infusionspumpen zu erhöhen und gleichzeitig die Kosten der Infusionspumpe zu minimieren.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Ein- stelleinrichtung zum Einstellen einer tragbaren Infusions- Dosiereinrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1, durch ein Infusions-Dosiersystem mit den Merkmalen des Pa- tentanspruchs 11 bzw. durch ein Verfahren zum Einstellen ei- ner tragbaren Infusions-Dosiereinrichtung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 13 gelöst.
Die erfindungsgemäße Einstelleinrichtung dient zum Ein- stellen einer tragbaren Infusions-Dosiereinrichtung mit ei- ner Eingabeschnittstelle zum Empfangen von Signalen, die Einstellparameter der Infusions-Dosiereinrichtung darstellen ("darstellen"beschränkt sich hierbei nicht auf"codieren").
Die erfindungsgemäße Einstelleinrichtung ist transportabel (hat vorzugsweise Taschengröße), ist von der Infusions-Do- siereinrichtung baulich getrennt und an deren Eingabe- schnittstelle sowie an eine Eingabe/Ausgabe-Schnittstelle eines Host-Computersystems (vorzugsweise drahtlos) ankoppel- bar. Die Einstelleinrichtung, die vorzugsweise ein entspre- chend konfigurierter PDA (z. B. Palm) ist, weist (a) eine er- ste Schnittstelleneinrichtung zum Ankoppeln an die Ein- gabe/Ausgabe-Schnittstelle des Host-Computersystems, um aus dem Host-Computersystem Therapievorgabedaten empfangen zu können, (b) einen (vorzugsweise nicht-flüchtigen) Speicher zum Speichern empfangener Therapievorgabedaten, (c) eine Be- dienereingabeeinrichtung zum Erfassen von Bedienereingaben, die zumindest gewünschte Einstellungen von Dosiswerten des Infusionsmedikaments kennzeichnen, (d) eine mit der ersten Schnittstelleneinrichtung, dem Speicher und der Bedienerein- gabeeinrichtung gekoppelte Verarbeitungseinrichtung, die in Abhängigkeit von den gespeicherten Therapievorgabedaten aus den Bedienereingaben Ausgabedaten, die wenigstens einen Do- sis-Einstellwert eines Infusionsmedikaments kennzeichnen,
erzeugt (und vorzugsweise zwischenspeichert), und (e) eine mit der Verarbeitungseinrichtung gekoppelte zweite Schnitt- stelleneinrichtung zum Ankoppeln an die Infusions-Dosierein- richtung, die den Ausgabedaten entsprechende Signale, die Einstellparameter der Infusions-Dosiereinrichtung darstel- len, erzeugt und an die Infusions-Dosiereinrichtung ausgibt, wobei die Einstellparameter zumindest den wenigstens einen Dosis-Einstellwert des Infusionsmedikaments für ein vorgege- benes Zeitintervall bestimmen, auf. Die erste und die zweite Schnittstelleneinrichtung können zum Teil eine gemeinsame Hardware und Software umfassen. Die Bedienereingaben, die gewünschte Einstellungen von Dosiswerten kennzeichnen, kön- nen diese Dosiswerte sowohl als Absolutwerte (Eingabe oder Auswahl von Dosiswerten) als auch als Relativeinstellungen (Eingabe oder Auswahl einer-z. B. prozentualen-Erhöhung oder Verringerung) kennzeichnen. Die von den Ausgabesignalen dargestellten Einstellparameter der Infusions-Dosiereinrich- tung bestimmen den Dosis-Einstellwert des Infusionsmedika- ments für ein vorgegebenes Zeitintervall ("Bestimmen"be- schränkt sich hier nicht auf"angeben"oder"codieren", son- dern bedeutet allgemein, daß die Parameter zusammen mit an- deren (fixen) Einflußgrößen den einzustellenden Dosisverlauf definieren).
Es ist ein Grundgedanke der Erfindung, die Verarbei- tungsintelligenz aus der Infusions-Dosiereinrichtung in die transportable Einstelleinrichtung zu verlagern. Dies führt zu geringeren Kosten, da die Infusions-Dosiereinrichtung preiswerter herzustellen ist und die transportable Ein- stelleinrichtung für eine Vielzahl von Infusions-Dosierein- richtungen genutzt werden kann. Ein weiterer Grundgedanke besteht darin, daß die transportable Einstelleinrichtung op- timal an die Aufgabe des Datenaustauschs mit der Infusions- Dosiereinrichtung einerseits und dem Host-Computersystem an- dererseits sowie an die Bedienerführung angepaßt werden kann. An der transportablen Einstelleinrichtung können bei-
spielsweise ein verbessertes (vergrößertes, höher auflösen- des) Display, verbesserte Eingabemöglichkeiten für den Be- diener, eine komfortablere Verarbeitungssoftware sowie eine Vorverarbeitung der zwischen der Infusions-Dosiereinrichtung und dem Host-Computersystem zu übertragenden Daten vorgese- hen werden. Die Verarbeitungsintelligenz und die Bediener- schnittstelle der Infusions-Dosiereinrichtung können soweit reduziert werden, daß einem Bediener (Patienten) nur noch eingeschränkte Einstellmöglichkeiten zur Verfügung stehen.
Lediglich dem autorisierten Bediener einer erfindungsgemäßen Einstelleinrichtung stehen auf komfortable Weise weitere oder sämtliche Einstelloptionen zur Verfügung. Es ist dar- über hinaus bei einem bevorzugten System möglich, mehrere Einstelleinrichtungen für unterschiedlich autorisierte Be- diener mit unterschiedlich freigegebenen Einstellmöglichkei- ten zur Verfügung zu stellen. Die erfindungsgemäße Ein- stelleinrichtung gestattet somit einen verringerten Zeitauf- wand für das Bedienpersonal und gleichzeitig eine Erhöhung der Therapiesicherheit. Darüber hinaus schafft die transpor- table Einstelleinrichtung, die in der Nähe der Patienten be- nutzt werden kann, Möglichkeiten zur ergänzenden Erfassung von Daten zu Therapieergebnissen und deren Verlauf (z. B. die Datenerfassung im Rahmen einer Visite). Dies verbessert die Dokumentation und Qualitätskontrolle. Da eine Einstellein- richtung für mehrere Patienten verwendet werden kann, stehen vor Ort zusätzliche statistische Daten zur Verfügung.
Bei einer bevorzugten Einstelleinrichtung umfaßt die zweite Schnittstelleneinrichtung eine Sendeeinrichtung zur drahtlosen Übertragung der Signale an die Infusions-Dosier- einrichtung. Vorzugsweise umfaßt die Sendeeinrichtung eine Infrarotsendeeinrichtung. Dies erleichtert die Handhabung.
Bei der bevorzugten Ausführungsform weist die erste Schnittstelleneinrichtung der Einstelleinrichtung eine Aus- gabeeinrichtung zum Übertragen von Daten an das Host-Compu- tersystem auf, wobei die an das Host-Computersystem übertra-
genen Daten die den wenigstens einen Dosis-Einstellwert kennzeichnenden Ausgabedaten umfassen. Dies gestattet einen bidirektionalen Datenaustausch über eine Schnittstelle und erleichtert die Dokumentation und statistische Auswertung am Host-Computersystem. Bei dieser Ausführungsform umfaßt vor- zugsweise auch die zweite Schnittstelleneinrichtung eine Sendeeinrichtung zur drahtlosen Übertragung der Signale an die Infusions-Dosiereinrichtung, wobei die Ausgabeeinrich- tung der ersten Schnittstelleneinrichtung die Sendeeinrich- tung der zweiten Schnittstelle umfaßt. Bei dieser Ausfüh- rungsform wird eine gemeinsame Sendeeinrichtung für die er- ste und die zweite Schnittstelle benutzt, wobei der Umstand ausgenutzt wird, daß die Einstelleinrichtung nie gleichzei- tig sowohl mit dem Host-Computersystem als auch mit der Do- siereinrichtung gekoppelt wird. Dies erlaubt eine preiswer- tere Ausgestaltung der Einstelleinrichtung.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung der erfindungsgemä- ßen Einstelleinrichtung zum Einstellen der tragbaren Infusi- ons-Dosiereinrichtung ist eine dritte Schnittstelleneinrich- tung vorgesehen, die mit der Verarbeitungseinrichtung gekop- pelt ist, wobei die dritte Schnittstelleneinrichtung mit we- nigstens einem Vitalparameter erfassenden Sensor zum Empfan- gen von Vitalparametersignalen gekoppelt werden kann. Vital- parameter erfassende Sensoren sind beispielsweise Sensoren, die den Blutdruck, die 02-Sättigung, die Atemfrequenz oder Parameter des EKG erfassen. Es braucht nicht die gesamte Hard-und Software der dritten Schnittstelleneinrichtung ge- trennt von der der ersten und zweiten Schnittstelleneinrich- tung zu sein ; die dritte Schnittstelleneinrichtung kann ei- nen Teil der Hard-und Software der ersten und/oder zweiten Schnittstelleneinrichtung mitbenutzen. Bei dem Anwendungs- fall, bei dem die Einstelleinrichtung für eine vorgegebene Zeit des Einsatzes mit einer Infusions-Dosiereinrichtung am Patienten gekoppelt bleibt, gestattet die dritte Schnitt- stelleneinrichtung eine Regelung der Pumpe in Abhängigkeit
der erfaßten Vitalparameter und somit eine Rückkopplung und schnelle Reaktion bei unerwarteten, plötzlichen Änderungen dieser Patientenparameter. Eine vorteilhafte Weiterbildung dieser Einstelleinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, daß eine vierte Schnittstelleneinrichtung mit der Verarbeitungs- einrichtung gekoppelt ist, wobei mit der vierten Schnitt- stelleneinrichtung eine Ausgabe-und/oder Fernausgabeein- richtung koppelbar ist. Als Ausgabeeinrichtung dient bei- spielsweise ein Drucker. Eine Fernausgabeeinrichtung ist beispielsweise eine Telekommunikationseinrichtung (bei- spielsweise ein Mobiltelefon). Diese vierte Schnittstellen- einrichtung gestattet beispielsweise eine Dokumentation vor Ort. Bei Kopplung der vierten Schnittstelleneinrichtung mit einem Mobiltelefon ist es bei einer ambulanten Therapie zu Hause beim Auftreten gravierender Störungen möglich, automa- tisch den betreuenden Arzt/Pflegedienst zu alarmieren. Die Alarmierung erfolgt beispielsweise in Abhängigkeit von der Erfassung vorgegebener Extremwerte bei den Vitalparametern oder in Abhängigkeit von Ausgaben der Infusions-Dosierein- richtung (die z. B. eine Fehlfunktion anzeigen).
Vorzugsweise weist die zweite Schnittstelleneinrichtung der Einstelleinrichtung zum Einstellen der tragbaren Infusi- ons-Dosiereinrichtung zusätzlich eine Empfangseinrichtung zum Empfangen von Signalen aus der Infusions-Dosiereinrich- tung auf, wobei die empfangenen Signale wenigstens einen in der Infusions-Dosiereinrichtung eingestellten Dosiswert dar- stellen. Die zweite Schnittstelleneinrichtung erzeugt aus den empfangenen Signalen den eingestellten Dosiswert dar- stellende Daten und gibt diese an die Verarbeitungseinrich- tung aus. Die Verarbeitungseinrichtung vergleicht die den eingestellten Dosiswert darstellenden Daten mit den Ausgabe- daten, die wenigstens einen Dosis-Einstellwert kennzeichnen, um die Einstellung zu überprüfen. Dies erhöht die Zuverläs- sigkeit der Einstellung.
Die erfindungsgemäße Einstelleinrichtung zum Einstellen einer tragbaren Infusions-Dosiereinrichtung kann vorzugs- weise alternativ mit mehreren, verschiedenen Patienten zuge- ordneten Infusions-Dosiereinrichtungen gekoppelt werden. In diesem Fall umfassen die Therapievorgabedaten patientenbezo- gene Therapievorgabedaten in Zuordnung zu Patienten- und/oder Dosiereinrichtungs-Identifizierungsinformationen.
Dies gestattet eine einfache Auswahl der richtigen Therapie- vorgabedaten durch eine automatisch beim Ankoppeln durchge- führte Erfassung der Identifizierungsinformationen.
Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zum Einstellen einer tragbaren Infusions-Dosiereinrichtung mit einer Eingabe- schnittstelle zum Empfangen von Signalen, die Einstellpara- meter der Infusions-Dosiereinrichtung darstellen, wobei die Parameter zumindest eine Dosis für ein vorgegebenes Zeitin- tervall bestimmen, wird eine tragbare Einstelleinrichtung mit einem Host-Computersystem gekoppelt, um aus dem Host- Computersystem Therapievorgabedaten aufzunehmen und die emp- fangenen Therapievorgabedaten in einem Speicher zu spei- chern. Ferner wird eine Bedienereingabeeinrichtung der Ein- stelleinrichtung überwacht, um Bedienereingaben, die zumin- dest gewünschte Einstellungen von Dosiswerten des Infusions- medikaments kennzeichnen, zu erfassen. Dann werden von einer Verarbeitungseinrichtung der Einstelleinrichtung in Abhän- gigkeit von den gespeicherten Therapievorgabedaten aus den Bedienereingaben Ausgabedaten, die wenigstens einen Dosis- Einstellwert eines Infusionsmedikaments kennzeichnen, er- zeugt. Die tragbare Einstelleinrichtung wird mit einer In- fusions-Dosiereinrichtung gekoppelt. Von einer mit der Ver- arbeitungseinrichtung verbundenen Schnittstelleneinrichtung werden den Ausgabedaten entsprechende Signale, die Einstell- parameter der Infusions-Dosiereinrichtung darstellen, er- zeugt und an die Infusions-Dosiereinrichtung ausgegeben, wo- bei die Einstellparameter zumindest den wenigstens einen Do- sis-Einstellwert des Infusionsmedikaments für ein vorgegebe-
nes Zeitintervall bestimmen. Schließlich werden den die Ein- stellparameter darstellenden Signalen entsprechende Förder- raten und/oder Zeiten, in denen bestimmte Förderraten einge- stellt werden sollen, von der Infusions-Dosiereinrichtung eingestellt. Vorzugsweise werden die die Einstellparameter darstellenden Signale drahtlos, beispielsweise über modu- lierte Infrarotstrahlung, übertragen.
Bei einer bevorzugten Weiterbildung des erfindungsgemä- ßen Verfahrens werden bei einem erneuten Koppeln der tragba- ren Einstelleinrichtung mit dem Host-Computersystem Daten an das Host-Computersystem übertragen, die den wenigstens einen Dosis-Einstellwert kennzeichnende Ausgabedaten umfassen.
Bei einer weiteren bevorzugten Weiterbildung des erfin- dungsgemäßen Verfahrens werden nach dem Einstellen der För- derraten und/oder Zeiten, in denen bestimmte Förderraten eingestellt werden sollen, durch die Infusions-Dosierein- richtung Signale aus der Infusions-Dosiereinrichtung an die Einstelleinrichtung übertragen, die wenigstens einen in der Infusions-Dosiereinrichtung eingestellten Dosiswert darstel- len. Dann werden von der Schnittstelleneinrichtung aus den empfangenen Signalen den eingestellten Dosiswert darstel- lende Daten erzeugt und an die Verarbeitungseinrichtung aus- gegeben. Schließlich werden von der Verarbeitungseinrichtung die den eingestellten Dosiswert darstellenden Daten mit den Ausgabedaten, die wenigstens einen Dosis-Einstellwert kenn- zeichnen, verglichen, um die Einstellung zu überprüfen.
Bevorzugte und vorteilhafte Weiterbildungen der Erfin- dung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in den Zeichnungen dargestellten gegenwärtig bevorzugten Ausfüh- rungsbeispiels näher beschrieben. In den Zeichnungen zeigen : Figur 1 eine Blockdarstellung eines Ausführungsbeispiel einer mit einer Infusions-Dosiereinrichtung gekoppelten er- findungsgemäßen Einstelleinrichtung ; und
Figur 2 eine schematische Darstellung, die die Anwendung des erfindungsgemäßen Infusions-Dosiersystems veranschau- licht.
Figur 1 zeigt die Ankopplung einer erfindungsgemäßen Einstelleinrichtung an eine Infusions-Dosiereinrichtung in schematischer Form. Figur 1 zeigt zwei Hauptblöcke, die In- fusions-Dosiereinrichtung 1 (im folgenden als Infusionspumpe bezeichnet) und eine mit ihr gekoppelte Einstelleinrichtung 2.
Die Infusionspumpe 1 ist eine tragbare Infusionspumpe, die beispielsweise ein flaches rechteckiges Gehäuse von etwa 8x6 cm Größe und etwa 3cm Dicke aufweist und ein Gewicht un- ter 200g hat. Die Infusionspumpe arbeitet batteriegestützt und enthält beispielsweise folgende in Figur 1 skizzierte Bestandteile. Ein in Figur 1 mit Reservoir bezeichneter Be- hälter 10 enthält ein Infusionsmedikament und ist über eine Leitung 11 mit einer Pumpeinrichtung 12 verbunden. Die Pump- einrichtung 12 umfaßt neben dem auf das Fluid des Infusions- medikaments einwirkenden Pumpkopf einen diesen antreibenden Motor (beispielsweise einen Schrittmotor). Das von der Pump- einrichtung 12 geförderte Infusionsmedikament wird über die Leitung 13 aus der Infusionspumpe 1 zum Patienten transpor- tiert. Der Motor der Pumpeinrichtung 12 wird über eine Trei- berschaltung 14 angesteuert. Die Treiberschaltung 14 arbei- tet in Abhängigkeit von Steuersignalen, die sie aus einer Steuereinrichtung 15 empfängt. Die Steuereinrichtung 15 ist vorzugsweise eine digitale, programmgesteuerte Steuerein- richtung, die einen oder mehrere Prozessoren, zugehörige Speicher zum Speichern von Programmen und Daten, zugehörige Taktgeber und Eingabe/Ausgabe-Schnittstellenbauelemente um- faßt. Damit die Steuereinrichtung 15 erfassen kann, daß das Medikament in der gewünschten Weise transportiert wird, ist beispielsweise ein Tachogenerator 16 mit der Pumpeinrichtung 12 gekoppelt. Zusätzlich kann noch eine Druck-und/oder Kraftsensor an einer geeigneten Stelle der Pumpeinrichtung
oder der Leitung 13 angekoppelt sein. In der Steuereinrich- tung 15, insbesondere in den dort gespeicherten Betriebspro- grammen, ist die für das Betreiben der Infusionspumpe 1 er- forderlich Intelligenz enthalten. Die Pumpeinrichtung 12 wird unter Steuerung der Steuereinrichtung 15 in Abhängig- keit von Therapiedaten gesteuert, die in einem Therapiespei- cher 17 gespeichert sind. Außerdem ist die Steuereinrichtung 15 mit einer Reihe von Eingabeeinrichtungen 18, beispiels- weise Tasten am Gehäuse der Infusionspumpe 1, sowie mit ei- ner Anzeigeeinrichtung 19, vorzugsweise einem LCD-Display am Gehäuse der Infusionspumpe, gekoppelt. Über die aus Eingabe- einrichtungen 18 und Anzeigeeinrichtung 19 sowie den zugehö- rigen Schnittstellen und Programmen der Steuereinrichtung 15 gebildete Bedienerschnittstelle kann ein Bediener (Patient und/oder Arzt) die Infusionspumpe 1 in Betrieb nehmen und in der gewünschten Weise konfigurieren sowie den Status und mögliche Fehler des Betriebs der Infusionspumpe 1 abfragen.
Bei einer Ausführungsform enthält die Steuereinrichtung 15 zwei durch Programme gesteuerte und miteinander kooperie- rende Prozessoren, wobei ein erster Prozessor Eingaben ver- arbeitet, den Therapiespeicher verwaltet, die Anzeige an- steuert und somit die Therapie kontrolliert. Ein unter der Regie dieses Prozessors arbeitender zweiter Prozessor über- nimmt die Steuerung des Motortreibers für die Pumpeinrich- tung.
Die in Figur 1 gezeigte Infusionspumpe weist eine Ein- gabe/Ausgabe-Schnittstelleneinrichtung auf, wobei der Block 20 die Schnittstellenhardware kennzeichnet, die mit der Steuereinrichtung 15 gekoppelt ist. Die Schnittstellen sel- ber umfassen neben der Hardware 20 die zugehörige Treiber- Software und weitere Software, die sich im Programmspeicher der Steuereinrichtung 15 aufhält. Von der Hardware 20 und der zugehörigen Software wird einerseits eine Eingabe- schnittstelle und andererseits eine Ausgabeschnittstelle ge- bildet. Vorzugsweise erlauben beide Schnittstellen die An-
kopplung über ein drahtloses Medium, beispielsweise über In- frarotstrahlung oder Hochfrequenz. Die Schnittstellenein- richtung kann beispielsweise dem Bluetooth-Standard entspre- chen.
Figur 1 zeigt außerdem eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen Einstelleinrichtung 2. Die Einstellein- richtung 2 kann über eine Datenkommunikationsverbindung 3 mit der Schnittstelleneinrichtung 20 der Infusionspumpe 1 gekoppelt werden. Die Einstelleinrichtung 2 weist beispiels- weise die folgenden in Figur 1 dargestellten Komponenten auf. Eine Verarbeitungseinrichtung 21, welche programmge- steuert Daten verarbeiten kann, ist mit einer Datenausgabe- einrichtung in Form einer Anzeige 22 und mit einer Datenein- gabeeinrichtung 23 gekoppelt. Ferner ist die Verarbeitungs- einrichtung 21 mit einem Speicher 24 gekoppelt. Der Speicher 24 umfaßt beispielsweise einen Nur-Lese-Speicher, einen nicht-flüchtigen Speicher sowie einen Speicher mit wahl- freiem Zugriff. Der Speicher 24 speichert sowohl die für den Betrieb der Einstelleinrichtung 2 erforderlichen Betriebs- programme als auch die eingegebenen, auszugebenden und wei- teren, bei der Datenverarbeitung gebildeten Daten. Die Ver- arbeitungseinrichtung 21 ist mit einer ersten Schnittstel- leneinrichtung 25, einer zweiten Schnittstelleneinrichtung 26 und einer dritten Schnittstelleneinrichtung 27 gekoppelt.
Die erste Schnittstelleneinrichtung ist so ausgebildet, daß über diese Schnittstelle die Einstelleinrichtung 2 an ein Host-Computersystem ankoppelbar ist. Über diese Schnittstel- leneinrichtung 25 empfängt die Einstelleinrichtung 2 soge- nannte Therapievorgabedaten aus dem Host-Computersystem. Die Therapievorgabedaten und/oder daraus gebildete Daten werden dann in dem Speicher 24 gespeichert.
Auf der Einstelleinrichtung 2 wird von der Verarbei- tungseinrichtung 21 ein Betriebsprogramm abgearbeitet, das einen Bediener der Einstelleinrichtung 2 über die Anzeige- einrichtung 22 zu entsprechenden Eingaben über die Eingabe-
einrichtung 23 auffordert. Die angeforderten Bedienereinga- ben kennzeichnen unter anderem gewünschte Einstellungen der Infusionspumpe 1. Aus den Bedienereingaben erzeugt die Ver- arbeitungseinrichtung 21 unter Berücksichtigung der aus dem Host-Computersystem empfangenen und gespeicherten Therapie- vorgabedaten Ausgabedaten zur Ausgabe an die Infusionspumpe 1, auf deren Grundlage diese Infusionspumpe 1 in der ge- wünschten Weise eingestellt werden soll. Die zweite Schnitt- stelleneinrichtung 26 ist dabei so ausgebildet, daß sie den Ausgabedaten entsprechende Signale, die Einstellparameter der Infusionspumpe darstellen, erzeugt und an die Infusions- pumpe 1 ausgibt. Die Übertragung der die Infusionspumpe 1 einstellenden Daten erfolgt dabei vorzugsweise über eine drahtlose Verbindung nach einem für das verwendete Übertra- gungsmedium geeigneten Standardprotokoll, beispielsweise nach dem Bluetooth-Protokoll für eine Hochfrequenzübertra- gung im Nahbereich (bis etwa 10m Entfernung).
Die Einstelleinrichtung 2 erzeugt somit die Therapieda- ten, die, wenn sie an die Infusionspumpe 1 übertragen worden sind, die Infusionspumpe 1 in entsprechender Weise steuern.
Die Therapiedaten werden aus den über die Eingabeeinrichtung 23 eingegebenen Therapiedaten gebildet, wobei in Abhängig- keit von den Therapievorgabedaten aus dem Speicher 24 Über- prüfungen und gegebenenfalls Modifikationen der eingegebenen Therapiedaten durchgeführt werden, bevor die so geprüf- ten/modifzierten Therapiedaten an die Infusionspumpe 1 übermittelt werden. Im einfachsten Fall könnte es sich bei den Therapievorgabedaten um Grenzwerte handeln, die von den Therapiedaten nicht überschritten werden dürfen.
Die dritte Schnittstelleneinrichtung 27 der Einstellein- richtung 2 dient einerseits zur Ausgabe von Daten, bei- spielsweise zur Druckausgabe von Dokumentationsdaten oder zur Fernausgabe (über Mobiltelefon) von Meldungen (bei- spielsweise eines Alarms). Darüber hinaus dient die dritte Schnittstelleneinrichtung 27 zur Ankoppelung von Sensoren,
die Vitalparameter (beispielsweise 02-Sättigung, Atemfre- quenz, Blutdruck, EKG, etc. ) erfassen können.
Die Einstelleinrichtung 2 ist vorzugsweise ein transpor- tables Computersystem, das mit den oben genannten Schnitt- stellen und entsprechender Software konfiguriert ist. Vor- zugsweise ist die Einstelleinrichtung 2 ein persönlicher di- gitaler Assistent (PDA) geringer Baugröße. Vorzugsweise wird dieselbe Schnittstellen-Hardware innerhalb des PDA sowohl zur Ankopplung an die Infusionspumpe 1 als auch zur Ankopp- lung an das Host-Computersystem und zur Ankopplung der Sen- soren und/oder der Ausgabeeinrichtungen verwendet. Vorzugs- weise wird eine Standard-Schnittstellen-Hardware verwendet, die eine gezielte und definierte Ankopplung an die unter- schiedlichen Geräte ermöglicht und dabei vorzugsweise Stan- dardprotokolle der Datenkommunikation, wie beispielsweise ein Bluetooth-Protokoll, verwendet.
Für das Zusammenwirken der Einstelleinrichtung 2 mit ei- ner oder mit mehreren Infusionspumpen 1 sind verschiedene Konfigurationen denkbar. Bei einer bevorzugten Konfiguration wird eine Einstelleinrichtung 2 zum Einstellen einer Mehr- zahl von Infusionspumpen 1 verwendet. Dabei wird die Ein- stelleinrichtung 2 über ihre zweite Schnittstelleneinrich- tung 26 zeitlich nacheinander mit jeweils einer Infusions- pumpe 1 für eine vorgegebene Zeit des Datenaustauschs gekop- pelt. Dabei werden Einstellparametersignale an die Infusi- onspumpe 1 übertragen und Datensignale aus der Infusions- pumpe 1 empfangen, die die Funktionsfähigkeit beschreiben, den bisherigen Therpie-und Betriebsverlauf für einen vorge- gebenen Zeitabschnitt dokumentieren und den Erfolg der aktu- ell bei dieser Ankopplung vorgenommenen Einstellungen anzei- gen. Nach dem Abkoppeln der Einstelleinrichtung 2 von je- weils einer Infusionspumpe 1 können die aus der Infusions- pumpe 1 empfangenen Daten in der Einstelleinrichtung 2 wei- terverarbeitet und ausgewertet werden. Der beschriebene Da- tenaustausch wird nacheinander an mehreren Infusionspumpen 1
vorgenommen, die an verschiedenen Orten Patienten zugeordnet sind. Nach dem erfolgreichen Datenaustausch mit einer Reihe von Pumpen können die empfangenen Daten in der Einstellein- richtung 2 auch statistisch ausgewertet werden, wobei meh- rere Patienten, die eine gleichartige Infusionsversorgung erhalten, einbezogen werden können. Bei dieser Konfiguration befindet sich die Einstelleinrichtung 2 vorzugsweise im Be- sitz eines behandelnden Arztes. Der behandelnde Arzt nimmt an seiner Einstelleinrichtung 2 die erforderlichen Auswer- tungen vor und nutzt die dritte Schnittstelleneinrichtung 27 beispielsweise, um Therapiedokumentationen des verschiedenen Patienten und statistische Auswertungen über einen Drucker auszugeben. Außerdem verwendet der behandelnde Arzt die Ein- stelleinrichtung 2, um die Daten, die die Therapie der ein- zelnen Patienten dokumentieren, auf ein Host-Computersystem (beispielsweise das Computersystem eines Krankenhauses) zu übertragen. Dazu koppelt der behandelnde Arzt die Ein- stelleinrichtung 2 über die erste Schnittstelleneinrichtung 25 an das Host-Computersystem an und initiiert über eine auf der Einstelleinrichtung 2 aufgerufene Software eine entspre- chende Datenübertragung.
Bei einer anderen Konfiguration wird eine Einstellein- richtung 2 über einen längeren Einsatzzeitraum fest einer in der Nähe angeordneten Infusionspumpe 1 zugeordnet. Bei die- ser Konfiguration erfolgt der Datenaustausch zwischen Ein- stelleinrichtung 2 und Infusionspumpe 1 kontinuierlich, pe- riodisch zu vorgegebenen Zeitpunkten und/oder in Abhängig- keit von vorgegebenen Ereignissen, wobei die Datenkommunika- tion sowohl von der Einstelleinrichtung als auch von der In- fusionspumpe initiiert werden kann. Bei dieser Konfiguration ist es bei einer bevorzugten Anwendung vorgesehen, daß über die dritte Schnittstelleneinrichtung 27 Sensoren zum Erfas- sen von Vitalparametern (beispielsweise Blutdruck, Sauer- <BR> <BR> stoffsättigung, Herzfrequenz, etc. ), die am Patienten posi- tioniert sind, angekoppelt werden. Dies erlaubt eine intel-
ligente Pumpensteuerung in Abhängigkeit von den erfaßten Vi- talparametern (beispielsweise die automatische Anpassung der Flußrate bei Symptomen einer Überdosierung), d. h. eine Rege- lung einer geschlossenen Schleife innerhalb vorgegebener Grenzparameter. Diese Konfiguration ist insbesondere für eine ambulante Therapie im Heimbereich des Patienten von Vorteil. Bei dieser Konfiguration ist es außerdem von Vor- teil, über die dritte Schnittstelleneinrichtung 27 eine Ein- richtung zur Datenfernübertragung (beispielsweise ein Mobil- telefon) anzusteuern, um bei gravierenden Störungen oder an- deren vorgegebenen Ereignissen eine automatische Benachrich- tung eines betreuenden Arztes oder eines ambulanten Pflege- dienstes zu ermöglichen.
Figur 2 ist eine schematische Darstellung, die die An- wendung des erfindungsgemäßen Infusions-Dosiersystem veran- schaulicht. Auf der rechten Seite der Figur 2 sind unter an- derem die drei Hauptkomponenten des Infusions-Dosiersystems dargestellt : die Infusionspumpe 1, die Einstelleinrichtung 2 und ein Host-Computer 4. Auf der linken Seite der Figur 2 sind in Zuordnung zu den drei Hauptkomponenten diejenigen Personen dargestellt, die zum überwiegenden Teil mit der zu- gehörigen Komponente in Wechselwirkung treten.
Die Infusionspumpe 1 ist einem Patienten 5 zugeordnet.
Dem Patienten 5 werden über die in Figur 1 beschriebene Lei- tung 13 Medikamentdosen zugeführt. Die von der Infusions- pumpe 1 zum Patienten 5 transportierte Medikamentenmenge <BR> <BR> bzw. -dosis entspricht den in Infusionspumpe 1 eingestellten Therapieparametern oder Therapiedaten. Darüber hinaus lie- fert die Infusionspumpe 1 über ihre Anzeigeeinrichtung 19 Informationen über ihren Betrieb und die Therapie an den Patienten 5. Der Patient 5 kann außerdem über vorgegebene Eingaben über die Eingabeeinrichtungen 18 die Einsichtnahme weiterer Therapiedaten anfordern, die ihm dann über die An- zeigeeinrichtung 19 (Display) angezeigt werden. Darüber hin- aus kann der Patient 5 über entsprechende Eingaben im Rahmen
vorgegebener Grenzen die Medikamentendosierung beeinflussen.
Beispielsweise kann er bei Bedarf einen Bolus anfordern. Die Infusionspumpe 1 fördert das Medikament in Abhängigkeit von den gespeicherten Therapiedaten und den Eingaben des Patien- ten 5. Darüber hinaus speichert die Infusionspumpe zu Doku- mentationszwecken den gesamten Betriebs-und Therapiever- lauf, d. h. den Verlauf der Medikamentendosierung sowie Da- ten, die die Funktionsfähgikeit der Infusionspumpe 1 betref- fen (beispielsweise Störmeldungen und ähnliche Ereignisse).
Die Infusionspumpe 1 ist über die oben beschriebenen Schnittstellen 20 und 26, die die Datenkommunikationsverbin- dung 3 herstellen, mit der Einstelleinrichtung 2 in Form ei- nes PDA oder eines transportablen Computers gekoppelt. Wie bereits erwähnt wurde, kann diese Kopplung für einen vorge- gebenen Einsatzzeitraum dauerhaft, periodisch und/oder er- eignisabhängig sein oder die Kopplung kann zu vorgegebenen Zeitpunkten der Überprüfung der Therapie vorgenommen werden.
Während der Ankopplung können sowohl Einstellparametersi- gnale, d. h. geprüfte Therapiedaten, von der Einstelleinrich- tung 2 an die Infusionspumpe 1 übertragen als auch die in der Infusionspumpe gespeicherten Daten über die Therapievor- geschichte und die Vorgeschichte des Pumpenbetriebs ausgele- sen werden. Sofern neue Einstellparametersignale an die In- fusionspumpe 1 übertragen werden, wird die erfolgreiche Ein- stellung der Parameter durch Auslesen zugehöriger Prüfpara- meter, die in der Infusionspumpe 1 mit Hilfe von Sensoren erzeugt werden, überprüft.
In der Einstelleinrichtung 2 sind die für die Therapie relevanten Patientendaten und Therapievorgabedaten (welche aus dem Host-Computer 4 gewonnen wurden) gespeichert. Aus diesen Patienten-und Therapievorgabedaten, den aus der In- fusionspumpe 1 gelesenen Daten des bisherigen Therapiever- laufs und den Eingaben eines behandelnden Arztes 6 bestimmt die Einstelleinrichtung 2 unter Steuerung entsprechender Programme die für die weitere Therapie einzustellenden Para-
meter und überträgt diese an die Infusionspumpe 1. Eine wei- tere Einflußgröße für die in der Einstelleinrichtung 2 be- rechneten und an die Infusionspumpe 1 übertragenen Einstell- parameter können die Ausgangssignale von Vitalparametern er- fassenden Sensoren 7 sein, die über die Schnittstellenein- richtung 27 empfangen werden. Die über die Eingabeeinrich- tung 23 der Einstelleinrichtung 2 von dem behandelnden Arzt 6 eingegebenen Daten bestimmen die weitere Therapie im Rah- men von Vorgaben, die sich aus Therapievorgabedaten ergeben.
Die Therapievorgabedaten sind in einem Speicher der Ein- stelleinrichtung 2 gespeichert. Damit er die erforderlichen Eingaben vornehmen kann, benötigt der behandelnde Arzt eine Reihe von Informationen. Diese Informationen gewinnt er ei- nerseits aus den Ausgaben der Einstelleinrichtung 2 über de- ren Anzeigeeinrichtung 22. Weitere Informationen gewinnt der behandelnde Arzt während der Diagnose am Patienten und aus der Kommunikation mit dem Patienten (in Figur 2 durch den Pfeil 8 dargestellt). Darüber hinaus erhält der behandelnde Arzt 6 Vorgaben vom verantwortlichen (Chef-) Arzt, die soge- nannten Therapiestandards (in Figur 2 durch einen Pfeil vom Arzt 9 zum Arzt 6 dargestellt). Die Einstelleinrichtung 2 enthält eine komfortable Bildschirmausgabeeinrichtung 22, über die nicht nur die aktuell eingestellten Parameter der Infusionspumpe 1, sondern darüber hinaus die Therapievorge- schichte und weitere Informationen zum Patienten angezeigt werden können. Darüber hinaus kann die Einstelleinrichtung 2 eine Software enthalten, mit der aufgrund der vorhandenen Daten eine Simulation des zukünftigen Verlaufs in Abhängig- keit von fiktiven Vorgaben einstellbarer Therapiedaten er- zeugt und auf dem Bildschirm 22 dargestellt werden kann. An die Schnittstelleneinrichtung 27 kann ferner (wie oben be- schrieben wurde) eine Ausgabeeinrichtung, gegebenenfalls eine Fernausgabeeinrichtung angekoppelt werden. Über diese Ausgabeeinrichtung können der Therapieverlauf, die einge-
stellten Parameter, Simulationsergebnisse und weitere Aus- wertungen ausgegeben, beispielsweise ausgedruckt werden.
Wie bereits anhand von Figur 1 beschrieben wurde, kann die Einstelleinrichtung 2 über die Schnittstelleneinrichtung 25 mit einem Host-Computer 4 gekoppelt werden. Der Host-Com- puter 4, in der Regel ein stationäres Computersystem, ent- hält die Software, mit der Therapiestandards oder Leitlinien des verantwortlichen Chefarzts 9 erfaßt und verwaltet werden können. Der Host-Computer dient darüber hinaus der Admini- stration und Verwaltung der zugelassenen Benutzer des Sy- stems. Mit Hilfe der auf dem Host-Computer abgearbeiteten Software werden Therapieziele und Dokumentationsparameter definiert und patientenbezogene Therapiedaten dokumentiert und ausgewertet. Wie in Figur 2 angedeutet, greift der Host- Computer 4 auf elektronische Patientenakten zu. Die Patien- tenakten werden dann, wenn die Behandlung abgeschlossen ist, in ein (ebenfalls in Figur 2 gezeigtes) elektronisches Ar- chiv abgelegt. Durch die Eingaben in den Host-Computer be- stimmt der verantwortliche Arzt 9, welchen Umfang die auf die Patienten bezogene Dokumentation haben soll, die Zugriffsberechtigungen und die Daten der Therapiestandards.
Durch die Übertragung der Daten des Therapieverlaufs aus der Infusionspumpe in die Einstelleinrichtung 2 und die Übernahme dieser Daten oder der daraus durch Verarbeitung gebildeten Daten in den Host-Computer 4 wird die Dokumenta- tion verbessert. Durch Wegfall der manuellen Datenübertra- gung in die Patientenakten wird darüber hinaus eine Fehler- quelle beseitigt. Dies und die zentrale Vorgabe von Thera- piestandards führt zu einem System mit hoher Therapiesicher- heit. Die Zwischenschaltung der Einstelleinrichtung 2 zwi- schen die Infusionspumpe 1 und den Host-Computer 4 am Ort des Patienten und die Verbindung der automatischen Erfassung des bisherigen Therapieverlaufs aus der Infusionspumpe 1 mit der zeitnahen Erfassung patientenbezogener Daten durch den behandelnden Arzt und deren Eingabe in die Einstelleinrich-
tung 2 gestattet eine verbesserte Dokumentation der Thera- pieergebnisse. Mit Hilfe des Systems können die zuvor defi- nierten Therapieziele, der dokumentierte Betriebs-und The- rapieverlauf, die Therapieergebnisse sowie Nebenwirkungen und Befindlichkeiten des Patienten lückenlos und nahezu ma- nipulationssicher zur Qualitätssicherung herangezogen wer- den.
