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Patent Searching and Data


Title:
RETAINING DEVICE FOR AN ANEMOMETER AND RADIAL FAN
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/211027
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a retaining device (1) for an anemometer (30), designed for use on a fan housing (40) of a fan (50), wherein the retaining device (1) is designed as a flow rectifier having a plurality of axial flow channels (2) divided by a web arrangement into a honeycomb structure, and wherein the retaining device (1) has retaining means, by means of which the anemometer (30) can be fastened to the retaining device (1), axially adjoining the flow channels (2).

Inventors:
GEBERT, Daniel (Am Rain 2, Öhringen, 74613, DE)
HELI, Thomas (Michelbacher Str. 46, Langenburg, 74595, DE)
RIEGLER, Peter (An der Dell, Boxberg, 97944, DE)
SCHAAF, Valerius (Kupferzeller Str. 15, Kupferzell, 74635, DE)
Application Number:
EP2019/055615
Publication Date:
November 07, 2019
Filing Date:
March 06, 2019
Export Citation:
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Assignee:
EBM-PAPST MULFINGEN GMBH & CO. KG (Bachmühle 2, Mulfingen, 74673, DE)
International Classes:
F04D27/00; F04D29/42; G01F1/115
Foreign References:
DE102016115615A12018-03-01
US4715234A1987-12-29
US4089215A1978-05-16
US20090320608A12009-12-31
US3244002A1966-04-05
DE102016115615A12018-03-01
Attorney, Agent or Firm:
PETER, Julian (Staeger & Sperling Partnerschaftsgesellschaft mbB, Sonnenstr. 19, München, 80331, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Haltevorrichtung (1) für ein Anemometer (30), ausgebildet zum Einsatz an einem Gebläsegehäuse (40) eines Gebläses (50), wobei die Halte vorrichtung (1) als Strömungsgleichrichter mit mehreren durch eine Steganordnung in eine Wabenstruktur aufgeteilten axialen Strö- mungskanälen (2) ausgebildet ist, und wobei die Haltevorrichtung (1) Haltemittel aufweist, über die das Anemometer (30) axial an die Strö- mungskanäle (2) angrenzend an die Haltevorrichtung (1) befestigbar ist. 2. Haltevorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass sie

Befestigungsmittel zur Befestigung in einem Ausblasabschnitt des Gebläsegehäuses (40) des Gebläses (50) aufweist.

3. Haltevorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Steganordnung durch Radialstreben (3) und Umfangsstreben (4) gebildet ist.

4. Haltevorrichtung nach dem vorigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sich eine erste Anzahl der Radialstreben (3) von einer Mittelachse (M) der Haltevorrichtung (1) über mehrere Umfangsstreben (4) hinweg und eine weitere Anzahl ausschließlich zwischen radial be- nachbarten Umfangsstreben (4) erstrecken.

5. Haltevorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Radialstreben (3) in Umfangsrichtung bo genförmig gekrümmt verlaufen.

6. Haltevorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anzahl n der Umfangsstreben (4) bestimmt wird durch n=Da/X, wobei X in einem Werteberiech von 20<X<80, insbesondere 35<X<60 liegt, Da dem Wert in Millimetern eines Durch- Strömungsdurchmessers (DS) der Haltevorrichtung (1) entspricht, und wobei n auf eine ganze Zahl gerundet wird.

7. Haltevorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine axiale Längenerstreckung (t) der Haltevorrichtung (t) im Bereich der Strömungskanäle (2) über die Radiaierstreckung der

Haltevorrichtung (1) konstant ist.

8. Haltevorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass die an eine Mittelachse (M) der Haltevorrichtung (1) angrenzenden zentralen Strömungskanäle (2) eine größere maximale Durchströmungsquerschnittsfläche aufweisen als die radial weiter au- ßen liegenden Strömungskanäle (2).

9. Haltevorrichtung nach einem der vorigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsstreben (4) ringförmig geschlossen sind und die Haltevorrichtung (1) in mehrere radial aneinander angrenzen- de Ringsegmente (55, 56, 57, 58, 59) unterteilen.

10. Haltevorrichtung nach Anspruch 7 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere axiale Längenerstreckung (t) der Haltevorrichtung (1) im Bereich der Strömungskanäle (2) größer ist als eine mittlere Umfangslänge (L) der Strömungskanäle (2) im radial äußersten Ring- segment (59).

11.Haltevorrichtung nach dem vorigen Anspruch, dadurch gekennzeich net, dass eine Anzahl der Radialstreben (3) in den radial äußeren Ringsegmenten (56, 57, 58, 59) um ein ganzzahliges Vielfaches höher ist als in dem radial innersten Ringsegment (55), das an die Mittelach- se (M) der Haltevorrichtung (1) angrenzt.

12. Haltevorrichtung nach dem vorigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass einem der vorigen Ansprüche 9 oder 10, dadurch gekenn- zeichnet, dass eine Ringsegment-Querschnittsfläche (Am) eines inne- ren Ringsegments zu der Ringsegment-Querschnittsfläche (Am-1) des jeweils radial außen angrenzenden Ringsegments zunimmt, wobei Arn=Y-Am-i mit 1 ,1<Y<2,5, insbesondere 1 ,2<Y<2,0. 13. Baueinheit (90) aus einer Haltevorrichtung (1) nach einem der vorigen

Ansprüche mit einem daran befestigen Flügelrad-Anemometer (30) zum Einsatz in dem Gebläse (50).

14. Radialgebläse (100) mit einem Gebläsegehäuse (50), das einen Ausblasabschnitt (60) aufweist, wobei die Haltevorrichtung (1) nach einem der vorigen Ansprüche 1 bis 12 an dem Ausblasabschnitt (60) des

Gebläsegehäuses (50) fixiert ist und an der Haltevorrichtung (1) in axialer Strömungsrichtung unmittelbar angrenzend das Anemometer (30) angeordnet und über die Haltemittel an der Haltevorrichtung (1) befestigt ist. 15. Radialgebläse nach dem vorigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in axialer Strömungsrichtung gesehen die als Strömungsgleich richter ausgebildete Haltevorrichtung (1) dem Anemometer (30) vor geschaltet angeordnet ist.

16. Radialgebläse nach einem der vorigen Ansprüche 14 oder 15, da- durch gekennzeichnet, dass das Anemometer (30) als Flügelrad-

Anemometer mit mehreren in Umfangsrichtung beabstandet angeord neten Flügelradschaufeln (31) ausgebildet ist, wobei die Flügelradschaufeln (31) in einer entgegengesetzter Umfangsrichtung zu den Radialstegen (3) bogenförmig gekrümmt sind.

Description:
Haltevorrichtung für ein Anemometer sowie Radialgebläse

Beschreibung:

Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung für ein Anemometer zum Einsatz insbesondere in einem Radialgebläse sowie das Radialgebläse mit einer entsprechenden Haltevorrichtung mit Anemometer.

Die Verwendung eines Anemometers bei Gebläsen ist grundsätzlich be~ kannt, beispielsweise wird in der DE 10 2016 115 615 A1 ein Radialgebläse mit Flügelradanemometer am Ausblasabschnitt offenbart, wobei die Drehzahl des Flügelradanemometers erfasst und als Signal durch eine Steuerung verarbeitet wird, um auf den geförderten Luftvolumenstrom zu schließen. Die Anwendung bei der vorliegenden Erfindung ist vorzugsweise identisch. Die Messung und der erfasste Messwert des geförderten Luftvolumentstromes sind für die Regelung des Gebläses relevant. Deshalb sollte die Messge nauigkeit so hoch wie möglich sein. Gleichzeitig sollte der Aufwand bezüglich Teilezahl und Messwerterfassung aus ökonomischen Gründen begrenzt blei- ben.

Das Anemometer wird im Stand der Technik über einen Ring an dem Geblä segehäuse befestigt, wobei jedoch Teile des Rings in der Strömung liegen und diese vor der Beaufschlagung des Anemometers beeinträchtigen.

Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Haltevorrichtung für ein Anemometer zum Einsatz in einem Gebläse bereitzustellen, welche die Messgenauigkeit des durch das Anemometer gemessenen, von dem Gebläse erzeugten Luftvolumenstromes erhöht, ohne die Strömung negativ zu be einflussen.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmaiskombination gemäß Patentanspruch 1 gelöst.

Erfindungsgemäß wird eine Haltevorrichtung für ein Anemometer zum Einsatz an einem Gebläsegehäuse eines Gebläses vorgeschlagen. Die Haltevorrichtung ist als Strömungsgleichrichter mit mehreren durch eine Stegan ordnung in eine Wabenstruktur aufgeteilten axialen Strömungskanälen aus- gebildet und weist Haltemittel auf, über die das Anemometer axial an die Strömungskanäle angrenzend an die Haltevorrichtung befestigbar ist.

Durch die als Strömungsgleichrichter ausgebildete Haltevorrichtung für das Anemometer kann insbesondere eine drallbehaftete von dem Gebläse er zeugte Strömung ausgerichtet und damit die Messgenauigkeit des Luftvolu- menstromes durch das Anemometer verbessert werden. Auch wird die Ge räuschentwicklung reduziert. Zudem dient die Haltevorrichtung gleichzeitig als Halterung für das Anemometer, so dass die Haltevorrichtung und das Anemometer zusammen als Baueinheit in dem Gebläse verbaut werden können. Gesonderte Trägerelemente, die zur Fixierung des Anemometers an dem Gebläse herangezogen werden, können entfallen.

Als Haltemittel zur befestigenden Anordnung des Anemometers weist die Haltevorrichtung eine zentrale Nabe auf, an der das Anemometer gelagert aufgenommen wird. Das Anemometer ist vorzugsweise als Flügelrad- Anemometer ausgebildet und rotiert bei einer Anströmung durch den Luftvo lumenstrom des Gebläses gegenüber der Haltevorrichtung. Aus der Rotati onsgeschwindigkeit ist der tatsächliche Luftvolumenstrom ableitbar. Die Haltevorrichtung bestimmt einen kreisförmigen Scheibenkörper, der vorzugswei se in der Projektion das gesamte Flügelrad-Anemometer überdeckt.

Zur Befestigung der Haltevorrichtung an dem Gebläsegehäuse des Gebläses, insbesondere im Ausblasabschnitt, weist dieses zudem vorzugsweise Befestigungsmittel beispielsweise in Form von Vorsprüngen auf, die in ent- sprechende Nuten im Gebläsegehäuse eingreifen.

Die als Strömungsgleichrichter ausgebildete Haltevorrichtung erzeugt ihre die Strömung ausrichtende Wirkung über die durch die Steganordnung in eine Wabenstruktur aufgeteilten axialen Strömungskanäle. Dabei wird in einer Ausführung vorgesehen, dass die Steganordnung durch Radialstreben und Umfangsstreben gebildet ist. Die Radialstreben erstrecken sich vorzugsweise von dem axialen Zentrum, d.h. der Mittelachse der Haltevorrichtung nach radial außen, die Umfangsstreben verlaufen vorzugsweise kreisförmig in Um fangsrichtung. Durch die Schnittpunkte der Radialstreben und der Umfangs streben werden die einzelnen, voneinander getrennten und in Radial- und in Umfangsrichtung aneinander angrenzenden Strömungskanäle erzeugt, die zusammen in einer axialen Draufsicht gesehen die Wabenstruktur bilden.

Dabei ist eine Ausführung günstig, bei der sich eine erste Anzahl der Radialstreben von einer Mittelachse der Haltevorrichtung über mehrere Umfangs- streben hinweg und eine weitere Anzahl der Radialstreben nur zwischen radial benachbarten Umfangsstreben erstrecken. Vorzugsweise verlaufen eini- ge Radialstreben über die gesamte Radialerstreckung der Haltevorrichtung, d.h. von ihrer zentralen Mittelachse durchgängig bis zu ihrem Außendurch- messer. Zusätzliche Radialstreben werden zwischen jeweils zwei in radialer Richtung aneinander angrenzenden Umfangsstreben vorgesehen, welche die Haltevorrichtung stärker segmentieren.

Bei einer strömungstechnisch vorteilhaften Ausführungsvariante der Haltevorrichtung verlaufen die Radialstreben in eine Umfangsrichtung bogenför- mig gekrümmt. Vorzugsweise ist dabei die Krümmung aller Radialstreben identisch oder im Wesentlichen identisch.

Bei der Haltevorrichtung wird vorteilhafter die Anzahl n der Umfangsstreben in Abhängigkeit von ihrer Außenabmessung bestimmt durch die Formel n=Da/X, wobei X in einem Wertebereich von 20 bis 80, insbesondere 35 bis 60 liegt und Da dem Wert in Millimetern des Durchströmungsdurchmessers der Haltevorrichtung entspricht. Die Anzahl n wird dabei auf eine ganze Zahl gerundet. Der Durchströmungsdurchmesser wird bestimmt durch den durchströmbaren Abschnitt der Haltevorrichtung.

Bei der Haltevorrichtung wird in einer strömungstechnisch günstigen Ausfüh- rung vorgesehen, dass ihre axiale Längenerstreckung im Bereich der Strömungskanäle konstant ist.

Die Strömungskanäle im radial äußeren Bereich beeinflussen die Strömung stärker als im Zentrumsbereich um die Mittelachse der Haltevorrichtung. In einer Weiterbildung ist deshalb vorgesehen, dass die an die Mittelachse der Haltevorrichtung angrenzenden zentralen Strömungskanäle eine größere maximale Durchströmungsquerschnittsfläche aufweisen als die radial weiter außen liegenden Strömungskanäle. Ferner ist eine Ausgestaltung der Haltevorrichtung dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsstreben ringförmig geschlossen sind und die Haltevorrichtung in mehrere radial aneinander angrenzende Ringsegmente unterteilen. Die Anzahl der Ringsegmente ergibt sich über die Anzahl der Umfangsstre- ben, welche wiederum durch die vorstehende Formel n= Da/X festlegbar ist. Soweit die Haltevorrichtung rund ausgebildet ist, ist sie vorzugsweise von einem den Außenradius der Haltevorrichtung bildenden Tragring umschlos sen. Über den Tragring ist die Haltevorrichtung auch innerhalb des Ausblas abschnitts des Gebläses festlegbar. Im durchströmbaren Bereich der Strömungskanäle ist in einer weiteren Aus führung vorgesehen, dass die mittlere axiale Längenerstreckung der Halte vorrichtung größer ist als eine mittlere Umfangslänge der Strömungskanäle im radial äußersten Ringsegment.

Die mittlere axiale Länge t1 des radial äußersten Ringsegments wird vor- zugsweise in Abhängigkeit der durchströmbaren Querschnittsfläche A1 der Strömungskanäle im radial äußersten Ringsegment mit der Formel definiert t1 =A1 1/2 Z, wobei Z in einem Wertebereich von 0,8 bis 2, insbesondere 1 ,1 bis 1 ,4 liegt.

Ferner wird bei der Haltevorrichtung vorteilhafterweise vorgesehen, dass die Anzahl der Radialstreben in den radial äußeren Ringsegmenten um ein ganzzahliges Vielfaches höher ist als in dem radial innersten Ringsegment, das an die Mittelachse der Haltevorrichtung angrenzt. Beispielsweise können in dem ersten achszentral liegenden Ringsegment 7, in dem zweiten radial außen angrenzenden Ringsegment 14, in dem dritten radial außen angren- zenden Ringsegment 28 Radialstreben in Umfangsrichtung verteilt verlaufen und mit den Umfangsstreben die einzelnen Strömungskanäle bilden.

Die Haltevorrichtung ist in einer Ausgestaltung dadurch gekennzeichnet, dass eine Ringsegment-Querschnittsfläche (Am) des inneren achszentralen Ringsegments zu der Ringsegment-Querschnittsfläche (Am-1) des jeweils radial außen angrenzenden Ringsegments zunimmt, wobei Am=Y-A m-i mit 1 ,1 <Y<2,5, insbesondere 1 ,2<Y<2,0. Die Ringsegment-Querschnittsfläche wird dabei durch die gesamte Fläche zwischen jeweils zwei angrenzenden Umfangsstreben bzw. durch die Querschnittsfläche innerhalb der achszentra- len ersten Umfangsstrebe bestimmt, ohne dass die Radialstreben berück sichtigt sind. Die Radialstreben unterteilten die Ringsegmente, wobei die durchströmbare Querschnittsfläche jedes einzelnen Strömungskanals vorzugsweise mit jedem Ringsegment nach radial außen abnimmt, da die An- zahl der Radialstreben ansteigt. Das bedeutet, dass trotz der Vergrößerung der Ringsegment-Querschnittsfläche nach radial außen die Querschnittsfläche jedes einzelnen Strömungskanals durch die erhöhte Anzahl an Radialstreben gegenüber den Strömungskanälen in radial weiter innen liegenden Ringsegmenten verkleinert wird. Die Erfindung umfasst auch eine Ausbildung der vorstehend beschriebenen Haltevorrichtung mit einem daran befestigen Flügelrad-Anemometer als Baueinheit zum Einsatz in einem Gebläse, insbesondere einem Radialgeblä se. Das Flügelrad-Anemometer wird hierzu an der Haltevorrichtung befestigt, so dass beide Teile als Baueinheit montierbar, lieferbar oder nachrüstbar sind.

Zudem umfasst die Erfindung ein Radialgebläse mit einem einen Ausblasabschnitt aufweisenden Gebläsegehäuse, an dem die vorstehend beschriebene Haltevorrichtung fixiert ist. An der Haltevorrichtung ist dabei in axialer Strömungsrichtung unmittelbar angrenzend das Anemometer angeordnet und über die Haltemittel an der Haltevorrichtung befestigt. Das Radialgebläse weist im Übrigen die in der Technik bekannte Konstruktion mit einem Gebläserad, einer axialer Ansaugöffnung und einer in Umfangsrichtung ausgerichteten Ausblasöffnung auf. Das Gebläsegehäuse ist vorzugsweise spiralförmig. Das Radialgebläse erzeugt über das Gebläserad den Luftvolumenstrom, der durch die als Strömungsgleichrichter ausgebildete und am Ausblasabschnitt angeordnete Haltevorrichtung gefördert wird.

Bei dem Radialgebläse wird in axialer Strömungsrichtung gesehen die als Strömungsgleichrichter ausgebildete Haltevorrichtung dem Anemometer vor- geschaltet angeordnet, so dass der Luftvolumenstrom zunächst durch den Strömungsgleichrichter und anschließend auf das Anemometer trifft.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung sieht bei dem Radialgebläse vor, dass das Anemometer als Flügelrad-Anemometer mit mehreren in Umfangsrichtung beabstandet angeordneten Flügelradschaufeln ausgebildet ist und die Flügel- radschaufeln in einer entgegengesetzter Umfangsrichtung zu den Radial streben der Haltevorrichtung bogenförmig gekrümmt sind.

Andere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet bzw. werden nachstehend zusammen mit der Beschreibung der bevorzugten Ausführung der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht auf eine Haltevorrichtung mit rückseitig angeschlossenem Anemometer;

Fig. 2 eine axiale Draufsicht auf die Haltevorrichtung aus Fig. 1 ;

Fig. 3 eine perspektivische Rückansicht auf die Ausströmseite der

Haltevorrichtung aus Fig. 1 mit nachgeschaltetem Anemometer als Baueinheit,

Fig. 4 die Haltevorrichtung und das Anemometer aus Fig. 3 teilweise aufgeschnitten;

Fig. 5 eine seitliche Schnittansicht auf die Haltevorrichtung aus Fig. 1 ; Fig. 6 eine alternative Ausführung der Haltevorrichtung aus Figur 1 angeschlossen an einem Radialgebläse.

Gleiche Bezugszeichen benennen gleiche Teile in allen Ansichten.

In den Figuren 1 bis 5 ist eine erste Ausführung einer als Strömungsgleich- richter ausgebildeten Haltevorrichtung 1 gezeigt, die teils zusammen mit ei- nem daran befestigen Flügelrad-Anemometer 30 als Baueinheit 90 dargestellt ist, siehe Figuren 1 bis 4. Die Haltevorrichtung 1 bzw. die Baueinheit 90 aus Haltevorrichtung 1 und Flügelrad-Anemometer 30 wird an einen Ausblasabschnitt 60 eines Radialgebläses 100 angeordnet, wie es beispielswei- se in Figur 6 gezeigt ist. Alternativ wird die Haltevorrichtung 1 bzw. die Bau- einheit 90 aus Haltevorrichtung 1 und Flügelrad-Anemometer 30 innerhalb des Ausblasabschnitts 60 eingesetzt und an der Innenwand des Gebläsegehäuses 50 befestigt.

In den Figuren 1 und 2 ist die Haltevorrichtung 1 in einer runden Ausführung von ihrer Einströmseite dargestellt. Zwischen dem umlaufenden Tragring 7 und der die Mittelachse M umfassenden achszentralen Aufnahme 9 ist über vier ringförmig geschlossene Umfangsstreben 4 und sieben durchgängige sowie einer Vielzahl von sich über einen radialen Teilabschnitt erstreckenden Radialstreben 3 die Steganordnung gebildet, über welche die Haltevorrich- tung 1 in radialer und in Umfangsrichtung wabenstrukturartig benachbarte Strömungskanäle 2 bildet. Die Umfangsstreben 4 unterteilen die Haltevorrichtung 1 in mehrere radial aneinander angrenzende Ringsegmente 55, 56, 57, 58, 59, deren jeweilige Ringsegment-Querschnittsfläche nach radial au ßen hin zunimmt. Gleichzeitig erhöht sich die Anzahl der Radialstreben 3 von Ringsegment zu Ringsegment nach radial außen um ein ganzes Vielfaches, d.h. im ersten Ringsegment sind sieben Radialstreben 3, im zweiten Ringsegment vierzehn Radialstreben 3, im dritten Ringsegment 59 sind ei- nundzwanzig Radialstreben 3, bis hin zum fünften Ringsegment 59, in dem zweiundvierzig Radialstreben 3 angeordnet sind. Die Erhöhung der Anzahl der Radialstreben 3 reduziert die Durchströmungsfläche der Strömungskanä- le 2, so dass die jeweilige Durchströmungsfläche der Strömungskanäle 2 von Ringsegment zu Ringsegment nach radial außen hin abnimmt. Die radial nicht durchgängigen Radialstreben 3 verlaufen in der gezeigten Ausführung stets ausschließlich zwischen zwei benachbarten Umgangsstreben 4. Alle Radialstreben 3 sind bogenförmig gekrümmt, von der Ausströmseite gemäß Fig. 1 gesehen entgegen dem Uhrzeigersinn.

Am Außenumfangsrand des Tragrings 7 sind mehrere Vorsprünge 8 ausge- bildet, über die der Tragring 7 und mithin die Haltevorrichtung 1 an der In nenwand des Gebläsegehäuses 50, beispielsweise auch desjenigen aus Fi- gur 6 befestigbar ist.

Bezugnehmend auf Figur 5 ist die Haltevorrichtung 1 in einer seitlichen Schnittansicht dargestellt, um zu zeigen, dass gemäß dieser Ausführung die mittlere axiale Längenerstreckung t der Haltevorrichtung t im Bereich der Strömungskanäle 2 über die Radialerstreckung der Haltevorrichtung 1 kon stant ist. Sowohl die Radialstreben 3 als auch die Umfangsstreben 4 erstre cken sich jeweils stegartig über die gesamte axiale Längenerstreckung t. Zudem ist der Durchströmungsdurchmesser DS der Haltevorrichtung 1 gekenn- zeichnet. Unter Bezugnahme auf Figur 2 ist zu erkennen, dass die mittlere axiale Längenerstreckung t der Haltevorrichtung 1 im Bereich der Strömungskanäle 2 größer ist als die mittlere Umfangslänge L der Strömungskanäle 2 im radial äußersten Ringsegment 59, so dass gilt t>L.

Da an der Haltevorrichtung 1 gemäß der Figuren 1 - 4 stets das Flügelrad- Anemometer 30 befestigt ist, können die Haltevorrichtung 1 und das das Flü- gelrad-Anemometer 30 als Baueinheit 90 gesehen werden, die beispielsweise in dem Radialgebläse gemäß Figur 6 einsetzbar ist. Das Flügelrad- Anemometer 30 weist mehrere in Umfangsrichtung beabstandete Flügelrad- schaufeln 31 auf, die in Umfangsrichtung bogenförmig gekrümmt sind, wobei die Krümmungsrichtung derjenigen der Radialstreben 3 entgegengesetzt verläuft, wie es z.B. in Figur 2 und 3 gut zu erkennen ist. Ferner umfasst das Flügelrad-Anemometer 30 einen Umfangsring 16, der bezüglich seines Au- ßenradius im Wesentlichen dem Tragring 7 entspricht und auf diesen aufgesetzt bzw. radial innenseitig oder außenseitig an diesen befestigend ange setzt wird. Die Flügelradschaufeln 31 treffen im Zentrum an einer Nabe 19 zusammen und sind über eine Achse 18 gelagert an der Aufnahme 9 der Flaltevorrichtung 1 befestigend angeordnet, so dass die Flügelradschaufeln 31 relativ zur Haltevorrichtung 1 und zum Umfangsring 16 rotieren können.

Figur 6 zeigt ein Radialgebläse 100 mit spiralförmigen Gebläsegehäuse 50, das den Ausblasabschnitt 60 umfasst. Außenseitig an dem Ausblasabschnitt 60 ist eine alternative quadratische Ausführung der Haltevorrichtung T mit daran befestigtem Flügelrad-Anemometer 30 fixiert, die zusammen wieder als Baueinheit 90 montierbar sind. Alle vorstehend diskutierten Merkmale gelten auch für die Ausführung der Haltevorrichtung T, die lediglich über den Umfangsring 16 des Flügelrad-Anemometer 30 hinaus vorsteht und in den die quadratische Form bestimmenden Außenrandabschnitten vier Fixierpunk te 66 bestimmt, über die das Radialgebläse 100 an seinem einsatzort befestigbar ist. In den Außenrandabschnitten verlaufen mehrere parallele Streben 67 geradlinig nach radial außen.