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Title:
REUSABLE HOLDING DEVICE, AND HOLDING SYSTEM COMPRISING HOLDING DEVICES FOR RECEIVING AND GUIDING LINES
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/207123
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a holding device (100) for holding and/or guiding at least one line (110), the holding device (100) having a fastening portion (10) and at least one bent holding portion (11) for receiving the at least one line (110), wherein: at least one first aperture (12a) for releasably fastening the holding device (100) in a tool-free manner by means of a fastening means (13) is arranged through the fastening portion (10); the first aperture (12a) is arranged below an upper end-face edge (14); the first aperture (12a) is of elongate design and oriented substantially horizontally in the width direction (15) of the fastening portion (10); and/or a second aperture (12b) is arranged through the fastening portion (10) below the upper end-face edge (14); and the second aperture (12b) is arranged at a distance from the first aperture (12a) in the width direction (15) of the fastening portion (10). In addition, a holding system (200) is disclosed.

Inventors:
BLOEMPOTT, Jörg (Nissenstraße 15, Hamburg, 20251, DE)
Application Number:
EP2019/060775
Publication Date:
October 31, 2019
Filing Date:
April 26, 2019
Export Citation:
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Assignee:
BLOEMPOTT, Jörg (Nissenstraße 15, Hamburg, 20251, DE)
International Classes:
H02G7/06; F16L3/14
Foreign References:
FR2823542A12002-10-18
US20090057498A12009-03-05
EP1069360A22001-01-17
US5507460A1996-04-16
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
RGTH PATENTANWÄLTE PARTGMBB (Neuer Wall 10, Hamburg, 20354, DE)
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Claims:
Ansprüche

1. Haltevorrichtung (100) zum Halten und/oder Führen von mindestens einer Leitung (110), wobei die Haltevorrichtung (100) einen Befestigungsabschnitt (10) und mindestens einen gebogenen Halteabschnitt (11) zur Aufnahme der mindestens einen Leitung (110) aufweist, wobei durch den Befestigungsabschnitt (10) zumindest eine erste Durchbrechung (12a) zur lösbaren und werkzeuglosen Befestigung der Haltevorrichtung (100) mittels eines Befestigungsmittels (13) angeordnet ist, wobei die erste Durchbrechung (12a) unterhalb einer oberen stirnseitigen Kante (14) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Durchbrechung (12a) länglich ausgebildet und im Wesentlichen waagerecht in Breitenrichtung (15) des Befestigungsabschnitts (10) ausgerichtet ist, und/oder dass durch den Befestigungsabschnitt (10) eine zweite Durchbrechung (12b) unterhalb der oberen stirnseitigen Kante (14) angeordnet ist, wobei die zweite Durchbrechung (12b) in Breitenrichtung (15) des Befestigungsabschnitts (10) beabstandet zur ersten Durchbrechung (12a) angeordnet ist.

2. Haltevorrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt (11) als Verlängerung des Befestigungsabschnitts (10) ausgebildet ist.

3. Haltevorrichtung (100) gemäß Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Halteabschnitt (11) und der Befestigungsabschnitt (10) eine im Wesentlichen identische Dicke aufweisen.

4. Haltevorrichtung (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch den Befestigungsabschnitt (10) weitere Durchbrechungen (12c, 12d) angeordnet sind, welche in der Breitenrichtung (15) zueinander beabstandet angeordnet sind.

5. Haltevorrichtung (100) gemäß Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Durchbrechungen (12c, 12d) quer zur Breitenrichtung (15) von der ersten Durchbrechung (12a) beabstandet sind.

6. Haltevorrichtung (100) gemäß Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Durchbrechungen (12c, 12d) länglich ausgebildet und im

Wesentlichen vertikal entlang des Befestigungsabschnitts (11) ausgebildet sind.

7. Haltevorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Durchbrechungen (12c, 12d) im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet sind.

8. Haltevorrichtung (100) gemäß einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die weiteren Durchbrechungen (12c, 12d) im Wesentlichen senkrecht zur ersten Durchbrechung (12a) ausgerichtet sind.

9. Haltevorrichtung (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die stirnseitige Kante (14) abgerundet ist.

10. Haltevorrichtung (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Bereich der stirnseitigen Kante (14) eine Bohrung (16) in Breitenrichtung (15) durch den Befestigungsabschnitt (11) hindurch angeordnet ist.

11. Haltevorrichtung (100) gemäß Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Bohrung (16) im Wesentlichen parallel zur ersten Durchbrechung (12a) angeordnet ist.

12. Haltevorrichtung (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungsmittel (13) kabelförmig, schnurförmig oder bandförmig ausgebildet ist.

13. Haltevorrichtung (100) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (100) einen ersten Endbereich (20) an einem ersten Ende (17) aufweist, wobei die Haltevorrichtung eine Durchbrechung (21) im ersten Endbereich (20) aufweist, wobei die Durchbrechung (21) quer zur Breitenrichtung (15) ausgebildet ist.

14. Haltesystem (200) aufweisend mindestens ein längliches Anbringungsmittel (210) mit mindestens einem oder mehreren daran befestigten und zueinander beabstandeten Haltevorrichtungen (100) zum Halten und/oder Führen von mindestens einer Leitung (110) entlang des mindestens einen Anbringungsmittels (210), dadurch gekennzeichnet, dass die Haltevorrichtung (100) nach einem der vorhergehenden Ansprüche ausgebildet ist.

15. Haltesystem (200) gemäß Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Anbringungsmittel (210) als Seil oder Tau, insbesondere als Festmacherleine für ein Boot und/oder Schiff, oder als Rohr und/oder Stange ausgebildet ist.

Description:
Beschreibung

Wiederverwendbare Haltevorrichtung sowie Haltesystem mit Haltevorrichtungen zum Aufnehmen und Führen von Leitungen

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Haltevorrichtung zum Halten und/oder Führen von mindestens einer Leitung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Haltesystem mit mindestens einem länglichen Anbringungsmittel, an welchem mehrere Haltevorrichtungen in einem Abstand zueinander befestigbar oder befestigt sind.

Es kommt täglich zu Situationen, in welchen Arbeiter temporär Leitungen verlegen müssen. Derartige Situationen können beispielsweise auf Messen, Baustellen und dergleichen auftreten. Dabei kann auch ein öffentliches Publikum zu bestimmten Betriebszeiten anwesend sein. Zum Ausführen der Arbeiten und zum Betrieb der technischen Ausrüstungen ist das Verlegen von technischen Leitungen in den Anlagen erforderlich. In der Regel verlegen die zuständigen Firmen die Leitungen, die sie für ihre Zwecke benötigen eigenständig und jede Firma verlegt ihre eigenen Leitungen. Folglich werden mehrere Leitungen auf dem Boden verlegt, wodurch Häufungen von Leitungen entstehen können. Hierbei können regelmäßig Situationen auftreten, in denen die am Boden liegenden Leitungen und Leitungsbündel eine erhöhte Gefahr für Personen- und Sachschäden bergen. Personen können beispielsweise über die Leitungen stolpern und sich verletzen oder die Leitungen behindern die durchzuführenden Arbeiten. Hierbei werden die temporär verlegten Leitungen oft unsachgemäß aus dem Weg geräumt, um beispielsweise ein Passieren von Flächen mit rollenden Geräten oder Fahrzeugen zu ermöglichen.

Eine weitere Gefahr kann beim Verlegen von elektrischen Leitungen in Außenbereichen entstehen. Hier können Situationen auftreten, in welchen elektrische Leitungen über einen längeren Zeitraum im Wasser liegen oder durch Wasser geführt werden. Für die dauerhafte Verlegung im Wasser sind diese Leitungen jedoch häufig nicht zugelassen, sodass bei einer Beschädigung der Leitung Gefahr eines Stromschlags für anwesende Personen besteht. Zuständige Fachkräfte für Sicherheit- und Gesundheitsschutz können örtliche Zustände in den Anlagen, die eine akute Gefahr für Personenschäden bergen, umgehend beseitigen lassen, sobald sie derartige Situationen feststellen. An anderen Stellen jedoch, wo die Leitungen„nur" ein Risiko für Sachschäden an den Anlagen und deren Einrichtungen darstellen oder zu Behinderungen beim Durchführen von Arbeiten führen, wird häufig erst zum Zeitpunkt des Bedarfs kurzfristig improvisiert. Um diese Situationen schnell zu beheben, werden die Leitungen vom Boden entfernt indem sie mittels Kabelbinder, Isolierband, Leine, Tau oder Draht an vorhandenen Objekten wie Gerüsten oder Geländern befestigt werden. Wenn anschließend eine der befestigten Leitungen entnommen werden soll oder eine weitere hinzukommt, muss die Befestigung entfernt oder geöffnet und wieder neu erstellt werden. Dabei werden Kabelbinder zerschnitten oder Isolierbänder zerrissen und landen im Abfall. Für die erneute Befestigung wird neues Material verbraucht. Eine Standardlösung, die einfach in der Anwendung sowie materialsparend ist und die potentiellen Risiken im Vorfeld reduzieren kann, ist derzeit nicht bekannt.

Stand der Technik

Es sind unterschiedliche Leitungsbefestigungen, beispielsweise für eine dauerhafte Wandmontage von Leitungen, bekannt. Die am Markt verfügbaren Haken bzw. Halter sind auf eine oder eine geringe Anzahl an Leitungen begrenzt und lassen sich nur mit Hilfe von Werkzeugen und Schrauben oder als Variante zum ankleben fest in einer Position fixieren. Des Weiteren sind sogenannten S-Haken bekannt, welche sich nicht sicher in einer Position fixieren lassen. Ihre Position kann sich verschieben und sie können herunterfallen.

Darstellung der Erfindung: Aufgabe, Lösung, Vorteile

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Haltevorrichtung und ein Haltesystem vorzuschlagen, welche Leitungen unterschiedlicher Arten und Größen zumindest temporär aufnehmen und ohne Werkzeugeinsatz positionieren können. Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 und Anspruch 14 angegebenen Merkmale gelöst. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen beschrieben. Nach einem Aspekt der Erfindung wird eine Haltevorrichtung zum Halten und/oder Führen von mindestens einer Leitung bereitgestellt, wobei die Haltevorrichtung einen Befestigungsabschnitt und mindestens einen gebogenen Halteabschnitt zur Aufnahme der mindestens einen Leitung aufweist. Des Weiteren ist durch den Befestigungsabschnitt zumindest eine erste Durchbrechung zur lösbaren und werkzeuglosen Befestigung der Haltevorrichtung mittels eines Befestigungsmittels angeordnet, wobei die erste Durchbrechung unterhalb einer oberen stirnseitigen Kante angeordnet ist. Erfindungsgemäß ist die erste Durchbrechung länglich ausgebildet und ist im Wesentlichen waagerecht in Breitenrichtung des Befestigungsabschnitts ausgerichtet und/oder ist eine zweite Durchbrechung durch den Befestigungsabschnitt unterhalb der oberen stirnseitigen Kante angeordnet, wobei die zweite Durchbrechung in Breitenrichtung des Befestigungsabschnitts beabstandet zur ersten Durchbrechung angeordnet ist. Bevorzugterweise ist der Befestigungsabschnitt im Wesentlichen plattenförmig ausgebildet.

Eine Länge der länglich ausgebildeten, in Breitenrichtung verlaufenden ersten Durchbrechung beträgt vorzugsweise mindestens ein Drittel, am meisten bevorzugt mindestens die Hälfte, einer Breite der Haltevorrichtung. Im Wesentlichen kann die Haltevorrichtung eine konstante Breite aufweisen.

Bei einer Anordnung der ersten und der zweiten Durchbrechung derart, dass diese in Breitenrichtung beabstandet zueinander angeordnet sind, überlappen die beiden Durchbrechungen vorzugsweise in Breitenrichtung. Vorteilhafterweise sind die beiden Durchbrechungen auf einer Linie in Breitenrichtung angeordnet. Sie weisen vor allem den gleichen vertikalen Abstand zum ersten Ende und/oder zur oberen stirnseitigen Kante auf.

Durch die Haltevorrichtung kann eine Lösung für eine gebündelte und ordentliche Verlegung von Leitungen aller Art in Anlagen und Einrichtungen realisiert werden, welche insbesondere vorübergehend errichtet werden oder in denen regelmäßige Änderungen vorgenommen werden. Die Haltevorrichtung ist dabei nicht nur auf temporäre Montagearbeiten beschränkt, sondern kann auch für dauerhafte Positionierung von Leitungen eingesetzt werden. Bevorzugterweise kann die Haltevorrichtung in Anlagen wie Baustellen, Bühnen, Campingplätzen, Hafenanlagen, Schiffswerften, Produktionsstätten, Messeständen, Messe- und Veranstaltungsflächen, Jahrmärkten, Wochenmärkten, Zelten und dergleichen zum sicheren und schnellen Verlegen von Leitungen verwendet werden. Leitungen können insbesondere elektrische Kabel und Leitungen, Druckluftleitungen, Hydraulikleitungen, Wasserschläuche und dergleichen sein und zur Versorgung der technischen Ausrüstung und Betriebsmittel geeignet sein. Diese Leitungen können robuste Materialeigenschaften aufweisen und für einen Einsatz in rauen Umgebungen zugelassen sein.

Die Haltevorrichtung ist wiederverwendbar ausgestaltet und kann verschiedene Befestigungsmöglichkeiten bereitstellen, durch welche die Haltevorrichtung an einer bestehenden Infrastruktur oder einer Inneneinrichtung befestigbar ist. Für die Dauer seiner Befestigung verbleibt die Haltevorrichtung an einem fixierten Ort und kann mehrere Leitungen gleichzeitig aufnehmen. Die Haltevorrichtung kann die aufgenommen Leitungen gemeinsam entlang von tragenden Objekten oder zwischen tragenden Objekten führen. Vorzugsweise ist das Halteelement derart ausgestaltet, dass es an den Objekten bzw. an einem Befestigungsuntergrund keine bleibende plastische Verformung hinterlässt.

Aufgrund der lösbaren und werkzeuglosen Befestigung ist die Haltevorrichtung in einfacherweise wiederverwendbar. Insbesondere können Nägel, Schrauben und dergleichen als Befestigungsmittel entfallen. Des Weiteren kann der Einsatz von Kabelbindern zumindest reduziert werden, da bei einer Entnahme der in die Haltevorrichtung eingesetzten Leitungen keine neuen Kabelbinder nötig sind.

Gemäß einer Ausführungsform der Haltevorrichtung ist der Halteabschnitt als Verlängerung des Befestigungsabschnitts ausgebildet. Hierdurch kann die Haltevorrichtung integral ausgestaltet sein und somit eine hohe mechanische Haltbarkeit aufweisen. Vorzugsweise kann der Halteabschnitt dabei derart weit geöffnet sein, dass unterschiedliche Leitungen unkompliziert in die Haltevorrichtung einsetzbar und aus der Haltevorrichtung entnehmbar sind. Der Halteabschnitt kann in einem Bodenbereich eine Auflagefläche aufweisen, auf welcher eingelegte Leitungen lagern bzw. positioniert werden. Die Auflagefläche kann hierbei punktuelle Belastungen verhindern und somit Schäden oder bleibende Verformungen an den Leitungen vermeiden. Die Auflagefläche kann beispielsweise elastisch verformbar ausgestaltet sein. Die Auflagefläche ist vorzugsweise gebogen ausgebildet. Der Halteabschnitt ist bevorzugterweise U-förmig ausgebildet. Besonders bevorzugterweise weist der Halteabschnitt entlang dessen gesamten Breite einen U- förmigen Querschnitt auf.

Insbesondere umfasst die Haltevorrichtung ein erstes Ende im Befestigungsabschnitt und ein zweites Ende im Halteabschnitt. Ferner kann die Haltevorrichtung einen ersten Endbereich am ersten Ende und einen zweiten Endbereich am zweiten Ende aufweisen.

Insbesondere erstreckt sich der zweite Endbereich am zweiten Ende der Haltevorrichtung geradlinig. Der zweite Endbereich kann im Wesentlichen parallel zum Befestigungsabschnitt, insbesondere ausgenommen des ersten Endbereichs am ersten Ende der Haltevorrichtung, angeordnet sein oder in einem Winkel zu diesem stehen. Im ersten Fall beträgt die Biegung des Halteabschnittes genau 180°, während die Biegung im zweiten Fall weniger als 180° beträgt. Der Winkel beträgt insbesondere zwischen 1° und 89°, ferner bevorzugt zwischen 5° und 85°, weiter bevorzugt zwischen 10° und 45°, am meisten bevorzugt zwischen 15° und 35°.

Ferner kann der zweite Endbereich im Halteabschnitt in einem ersten Abschnitt parallel zum Befestigungsabschnitt verlaufen, während dieser in einem zweiten Abschnitt in einem, insbesondere oben beschriebenen Winkel zu diesem verläuft. Im Wesentlichen kann der zweite Endbereich in beiden Abschnitten jeweils geradlinig verlaufen. Ferner kann der zweite Endbereich schaufelförmig ausgebildet sein.

Vorteilhafterweise ist der zweite Endbereich des Halteabschnittes wie oben beschrieben ausgerichtet im Vergleich zu einem Abschnitt des Befestigungsabschnittes, der diesem in einer Richtung, die senkrecht zur Breitenrichtung steht, insbesondere einer Dickenrichtung, direkt gegenübersteht.

Das erste Ende im Befestigungsabschnitt kann die stirnseitige obere Kante bilden. Dabei kann der Befestigungsabschnitt geradlinig bis zur stirnseitigen Kante verlaufen.

Ferner kann ein erster Endbereich am ersten Ende im Befestigungsabschnitt gebogen ausgebildet sein, wobei die Biegung insbesondere größer als 180° ausgebildet ist. Der erste Endbereich kann derart gebogen sein, dass die Haltvorrichtung insgesamt S- förmig ausgebildet ist. Der erste Endbereich dient dazu eine Stange, ein Rohr oder ein dickes Seil oder Tau zu umschließen. Dabei verläuft das Rohr insbesondere in Breitenrichtung der Haltevorrichtung. Durch die Ausbildung der Biegung über mehr als 180° kann das Rohr, die Stange oder das Tau besonderes sicher umschlossen werden.

Der erste Endbereich kann am ersten Ende eine vertikale Durchbrechung aufweisen, die insbesondere einseitig offen zum ersten Ende ausgebildet ist. Insbesondere dient die Durchbrechung zum Durchführen und Halten eines Befestigungsmittels. Vorzugsweise kann die Durchbrechung in Breitenrichtung der Haltevorrichtung mittig angeordnet sein.

Die Durchbrechung kann vorzugsweise eine Breite aufweise, die insbesondere höchstens einem Viertel, insbesondere höchstens einem Fünftel, am meisten bevorzugt höchstens einem Sechstel, der Breite der Haltevorrichtung entspricht. Die Durchbrechung ist somit insbesondere schlitzförmig ausgebildet.

Ferner kann die Durchbrechung im ersten Endbereich derart ausgebildet sein, dass ein Rohr und/oder eine Stange in der Durchbrechung aufgenommen werden kann. Das Rohr und/oder die Stange verlaufen dabei insbesondere in einer Richtung quer zur Breitenrichtung, d. h. in einer vertikalen Richtung. Dafür weist die Durchbrechung eine Breite auf, die mindestens 30 Prozent, insbesondere mindestens 50 Prozent, am meisten bevorzugt mindestens 60 Prozent, der Breite einer Haltevorrichtung entspricht.

Dabei kann vor allem der in einer Richtung quer zur Breiterichtung oberste Punkt die obere stirnseitige Kante bilden.

Vorzugsweise besteht die Haltevorrichtung aus dem Halteabschnitt und dem Befestigungsabschnitt. Ein Herstellungsprozess der Haltevorrichtung kann vereinfacht werden, indem der Halteabschnitt und der Befestigungsabschnitt eine im Wesentlichen identische Dicke aufweisen. Insbesondere können auch blechförmige Rohlinge durch nachträgliches Umbiegen oder Stanzen zum Ausbilden eines Halteabschnitts und eines Befestigungsabschnitts genutzt werden. Durch weitere Durchbrechungen durch den Befestigungsabschnitt, welche in der Breitenrichtung zueinander beabstandet angeordnet sind, können zusätzliche Befestigungsmöglichkeiten bereitgestellt werden. Insbesondere kann durch die weiteren Durchbrechungen ein Seil derart durch die Durchbrechungen gezogen werden, dass ein Verschieben der Haltevorrichtung entlang des Seils unterbunden wird.

Insbesondere überlappen die weiteren Durchbrechungen in Breitenrichtung. Vorteilhafterweise sind die weiteren Durchbrechungen auf einer Linie in Breitenrichtung angeordnet. Sie weisen vor allem den gleichen vertikalen Abstand zum ersten Ende und/oder zur oberen stirnseitigen Kante auf.

Insbesondere weisen die weiteren Durchbrechungen äußere Kanten auf. Der Abstand der äußeren Kanten der vertikalen Durchbrechungen kann derart ausgebildet sein, dass dieser im Wesentlichen der Länge der länglichen ersten Durchbrechung entspricht.

Nach einer weiteren Ausführungsform der Haltevorrichtung sind die weiteren Durchbrechungen quer zur Breitenrichtung von der ersten Durchbrechung beabstandet. Die durch die zusätzlichen Durchbrechungen geschaffene Befestigungsmöglichkeit der Haltevorrichtung an Objekten oder Hilfsobjekten kann somit als eine Sicherung genutzt werden, welche parallel zu einem Befestigungsmittel einsetzbar ist. Auch können die weiteren Durchbrechungen alternative Befestigungsmöglichkeiten bereitstellen. Somit kann die Haltevorrichtung besonders flexibel eingesetzt werden.

Ein Spannband oder eine Schiene kann zum Anordnen von mindestens einer Haltevorrichtung verwendet werden, wenn die weiteren Durchbrechungen länglich ausgebildet und im Wesentlichen vertikal entlang des Befestigungsabschnitts ausgebildet sind. Es kann somit eine mechanisch robuste Positionierung der Haltevorrichtung realisiert werden. Bevorzugterweise sind die weiteren Durchbrechungen im Wesentlichen parallel zueinander angeordnet. Die Befestigungsmöglichkeiten der Haltevorrichtung können erweitert werden dadurch, dass die weiteren Durchbrechungen im Wesentlichen senkrecht zur ersten Durchbrechung ausgerichtet sind. Dabei können neben einer lösbaren Montage der Haltevorrichtung an der ersten, in Breitenrichtung ausgedehnt geformten, Durchbrechung weitere orthogonal zu der Breitenrichtung länglich geformte Durchbrechungen angeordnet sein. Die weiteren Durchbrechungen können beispielsweise zum Anordnen der Haltevorrichtung in einer um 90° gedrehten Ausrichtung eingesetzt werden. Die in den Halteabschnitt eingesetzten Leitungen können somit auch vertikal verlegt werden. Des Weiteren können die Durchbrechungen zum Koppeln von mehreren Haltevorrichtungen eingesetzt werden.

Durch die abgerundete obere stirnseitige Kante kann die Haltevorrichtung bei Befestigung an einem länglichen Anbringungsmittel, z.B. einer Stange oder einem Seil, sicher ausgerichtet werden. Insbesondere kann hierdurch ein nachträgliches oder unbeabsichtigtes Verdrehen der Haltevorrichtung unterbunden werden. Die stirnseitig abgerundete Kante kann darüber hinaus eine Beschädigung von einem Befestigungsuntergrund verhindern, da die Haltevorrichtung keine scharfen Kanten aufweist.

Gemäß einer weiteren Ausführungsform der Haltevorrichtung ist im Bereich der stirnseitigen Kante, insbesondere im ersten Endbereich, eine Bohrung in Breitenrichtung durch den Befestigungsabschnitt hindurch angeordnet. Die Bohrung kann dabei im Wesentlichen parallel zur ersten Durchbrechung angeordnet sein. Die Bohrung kann als eine weitere Befestigungsmöglichkeit der Haltevorrichtung verwendet werden. Insbesondere kann mit Hilfe der Bohrung die Haltevorrichtung quer zu einem Trägerobjekt befestigt werden. Des Weiteren können mehrere Haltevorrichtungen in Breitenrichtung miteinander gekoppelt werden, wodurch die Auflagefläche für Leitungen vergrößert und eine Gefahr von Beschädigungen der Leitungen reduziert werden kann. Dies kann insbesondere bei schweren Leitungen und/oder einer Vielzahl von Leitungen vorteilhaft sein.

Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Haltevorrichtung ist das Befestigungsmittel kabelförmig, schnurförmig oder bandförmig ausgebildet. Die Haltevorrichtung kann somit durch unterschiedlich ausgestaltete Befestigungsmittel ortsfest positioniert werden. Insbesondere ist der Befestigungsabschnitt derart ausgestaltet, dass die Haltevorrichtung auf variable Art an einem anderen Objekt verbunden werden kann.

Die Befestigungsmittel können beispielsweise Klettverschlüsse, Seile, plastisch und/oder elastisch verformbarer Draht, Spanngurte, doppelseitiges Klettband bzw. Klettbandbinder und dergleichen sein. Als Befestigungsmittel einsetzbare Klettbänder bestehen beispielsweise aus Textilbändern, bei denen die eine Seite als Hakenband und die andere Seite als Flauschband ausgeführt ist. Die Befestigungsmittel können je nach Ausführung des Befestigungsabschnitts durch die Durchbrechungen hindurchgeführt und anschließend um ein anderes Objekt gelegt und dann am Verschluss zum Beispiel durch den Kontakt von Haken- und Flauschfläche verschlossen werden.

Die äußere geometrische Form des Kopfteils bzw. der stirnseitigen Kante kann beispielsweise eine größere Dicke aufweisen als eine Dicke des Befestigungsabschnitts und somit gewährleisten, dass sich die Haltevorrichtung eigenständig in Breitenrichtung ausrichten kann. Insbesondere ist der erste Endbereich am ersten Ende, in der sich auch die obere, stirnseitige Kante befindet, wulstförmig ausgebildet.

Der erste Endbereich weist insbesondere die Form eines Zylinders auf, dessen Höhe sich in Breitenrichtung erstreckt. Vorteilhafterweise entspricht der Durchmesser des Zylinders mindestens der 1,5-fachen, insbesondere der 2,0-fachen, am meisten bevorzugt der 2,5-fachen Dicke des restlichen Befestigungsabschnittes.

Der erste Endbereich kann in Dickenrichtung des Befestigungsabschnittes mittig angeordnet sein. Vorzugsweise steht der erste Endbereich aufgrund seiner größeren Dicke somit in Dickenrichtung beidseitig gleichmäßig über. In anderen Worten ist der restliche Befestigungsabschnitt eine radiale Verlängerung des zylinderförmigen ersten Endbereichs. Alternativ kann der erste Endbereich derart angeordnet sein, dass der restliche Befestigungsabschnitt eine tangentiale Verlängerung des ersten Endbereichs darstellt. Der erste Endbereich steht vorzugsweise aufgrund seiner größeren Dicke in Dickenrichtung nur einseitig über. Somit geht der erste Endbereich insbesondere an einer Seite geradlinig in den restlichen Befestigungsabschnitt über. Dies ist insbesondere die Seite, die dem Halteabschnitt abgewandt ist. Durch die zuvor beschriebene Ausbildung des ersten Endbereichs kann die Haltevorrichtung bei Befestigung an einem länglichen Anbringungsmittel, z. B. einer Stange oder einem Seil, sicher ausgerichtet werden. Insbesondere kann hierdurch ein nachträgliches oder unbeabsichtigtes Verdrehen der Haltevorrichtung unterbunden werden.

Eine weitere Befestigungsvariante kann mithilfe einer wiederverwendbaren Leine bzw. Seils erfolgen. Das Seil kann durch die in Breitenrichtung in die stirnseitige Kante bzw. in den ersten Endbereich eingebrachte Bohrung oder durch mindestens eine Durchbrechung hindurchgeführt werden, um die Haltevorrichtung dann an einem anderen Objekt zu befestigen. Bei dieser Variante besteht die Option, die Montagehöhe des Elements durch die Länge der Leine in einem großen Bereich zu variieren.

Als eine weitere Befestigungsvariante können auch herkömmliche Kabelbinder durch mindestens eine Durchbrechung geführt werden, um die Haltevorrichtung anschließend um ein anderes Objekt zu führen und zu fixieren. Zum Anbringen der Haltevorrichtung an einem vertikal ausgedehnten Objekt, wie beispielsweise einem Pfosten oder einer Stange, können die Befestigungsmittel durch vertikal ausgedehnte weitere Durchbrechungen hindurchgeführt werden. Zum Anbringen der Haltevorrichtung an einem horizontal ausgedehnten Objekt, wie beispielsweise einer Querstange oder einem Seil, kann das Befestigungsmittel durch die erste Durchbrechung und/oder durch die Bohrung durch die stirnseitige Kante bzw. durch den ersten Endbereich hindurchgeführt werden.

Nach einem weiteren Aspekt der Erfindung wird ein Haltesystem bereitgestellt. Das Haltesystem weist mindestens ein längliches Anbringungsmittel, z. B. ein Seil oder eine Stange, mit mindestens einem oder mehreren daran befestigten und zueinander beabstandeten erfindungsgemäßen Haltevorrichtungen zum Halten und/oder Führen von mindestens einer Leitung entlang des Anbringungsmittels auf.

Das Anbringungsmittel kann beispielsweise zwischen mindestens zwei Objekten gespannt werden, wodurch Leitungen auch über größere Distanzen ohne mechanische Überlastung verlegt werden können. Des Weiteren kann das Anbringungsmittel an bestehenden Objekten oder Trägern positioniert werden. Die jeweiligen Halteelemente können dabei gegen die Träger gepresst oder hängend am Anbringungsmittel angeordnet sein. Durch eine hängende Anordnung der Halteelemente kann eine Höhe der Halteelemente einstellbar sein.

Durch das erfindungsgemäße Haltesystem kann eine Standardlösung bereitgestellt werden, die eine gemeinsame Verlegung verschiedener Leitungen in unterschiedlichen Anlagen gewährleistet, anwenderfreundlich ist und ein reduziertes Gefahrenpotential aufweist. Insbesondere können gleichzeitig mehrere Leitungen verschiedenen Typs und mit unterschiedlichem Durchmesser von dem Halteabschnitt aufgenommen werden. Durch verschiedene im Befestigungsabschnitt eingebrachte Durchbrechungen und Öffnungen können die Haltevorrichtungen an vorhandenen Objekten mit unterschiedlichen geometrischen Formen befestigt werden. Des Weiteren können die Leitungen auch aus einer Entfernung in die Halteabschnitte eingelegt oder aus den Halteabschnitten entnommen werden. Aufgrund einer großen Auflagefläche und einer abgerundeten stirnseitigen Kante können die Haltevorrichtungen an empfindlichen Oberflächen befestigt werden ohne diese zu beschädigen. Da die jeweiligen Leitungen unabhängig voneinander in die Haltevorrichtungen eingesetzt und entnommen werden können, können die Montagezeiten für Auf-, Abbau und Änderung in Anlagen verringert werden. Des Weiteren kann der Verbrauch von Material und Rohstoffen durch den Einsatz des erfindungsgemäßen Haltesystems reduziert werden.

Gemäß einer Ausführungsform des Haltesystems ist das Anbringungsmittel als Festmacherleine für ein Boot oder Schiff ausgebildet. Mehrere erfindungsgemäße Haltevorrichtungen sind beabstandet zueinander an der Festmacherleine befestigt. Im Hafen wird das Boot oder Schiff mittels der Festmacherleine befestigt. Die Leitungen zur Versorgung können dann in einfacher und sicherer Weise in die Haltevorrichtungen gelegt werden. Bei größerer Entfernung können die Leitungen zum Beispiel mit einem Bootshaken in die Haltevorrichtung hineingelegt und aus dieser wieder entnommen werden. Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Nachstehend werden verschiedene Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 in einer perspektivischen Darstellung eine Haltevorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 2 in einer perspektivischen Darstellung eine Haltevorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 3a, 3b in perspektivischen Darstellungen eine Haltevorrichtung gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 4a, 4b in perspektivischen Darstellungen eine Haltevorrichtung gemäß einer vierten Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 5 in einer perspektivischen Darstellung eine Haltevorrichtung gemäß einer fünften Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 6 in einer perspektivischen Darstellung ein erfindungsgemäßes

Haltesystem mit einer Haltevorrichtung aus der Fig. 1,

Fig. 7 in einer perspektivischen Darstellung eine Haltevorrichtung einer sechsten Ausführungsform der Erfindung,

Fig. 8 in einer perspektivischen Darstellung eine Haltevorrichtung einer siebten Ausführungsform der Erfindung, und

Fig. 9 in einer perspektivischen Darstellung eine Haltevorrichtung einer achten

Ausführungsform der Erfindung Bevorzugte Ausführungsformen

Die Fig. 1 zeigt in einer perspektivischen Darstellung eine Haltevorrichtung 100 gemäß einer ersten Ausführungsform der Erfindung. Die Haltevorrichtung 100 dient zum Halten und/oder Führen von mindestens einer Leitung 110, welche in der Fig. 6 beziffert ist.

Die Haltevorrichtung 100 weist einen Befestigungsabschnitt 10 auf, welcher sich in vertikaler Richtung bzw. in einer Richtung orthogonal zur Breitenrichtung 15 erstreckt. Der Befestigungsabschnitt 10 geht einseitig in eine stirnseitige Kante 14 über, welche zylinderförmig ausgestaltet ist. Die stirnseitige Kante 14 ist somit abgerundet und steht zumindest einseitig über den Befestigungsabschnitt 10 über.

Unterhalb der stirnseitigen Kante 14 ist eine erste Durchbrechung 12a angeordnet, welche durch den Befestigungsabschnitt 10 hindurchreicht. Die erste Durchbrechung 12a dient zur lösbaren und werkzeuglosen Befestigung der Haltevorrichtung 100 und ist in Breitenrichtung 15 länglich geformt und waagerecht ausgerichtet.

Der Befestigungsabschnitt 10 geht integral in einen Halteabschnitt 11 über. Der Halteabschnitt 11 ist gegenüber dem Befestigungsabschnitt 10 gebogen ausgeführt.

In der Fig. 2 ist eine perspektivische Darstellung eine Haltevorrichtung 100 gemäß einer zweiten Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht. Im Unterschied zum ersten Ausführungsbeispiel, weist die Haltevorrichtung 100 unterhalb der stirnseitigen Kante 14 eine erste Durchbrechung 12a und eine zweite Durchbrechung 12b auf. Die Durchbrechungen 12a, 12b sind als Durchgangsbohrungen ausgestaltet und sind in Breitenrichtung 15 voneinander beabstandet. Die Durchbrechungen 12a, 12b weisen einen gleichen vertikalen Abstand von der stirnseitigen Kante 14 auf. Durch die beiden Durchbrechungen 12a, 12b kann beispielsweise ein Seil hindurchgeführt werden.

Die Fig. 3a und 3b zeigen perspektivische Darstellungen einer Haltevorrichtung 100 gemäß einer dritten Ausführungsform der Erfindung. Die dritte Ausführungsform der Haltevorrichtung 100 basiert dabei auf der ersten Ausführungsform und weist zusätzlich eine Durchgangsbohrung 16 auf, welche sich in Breitenrichtung 15 durch die gesamte stirnseitige Kante 14 bzw. durch einen ersten Endbereich 18 hindurch erstreckt. Die Durchgangsbohrung 16 ist zentriert in die zylinderförmige (Fig. 3a) stirnseitige Kante 14 bzw. den ersten Endbereich 18 eingebracht und verläuft parallel zur ersten Durchbrechung 12a, welche in Breitenrichtung länglich geformt ist.

Unterhalb der ersten Durchbrechung 12a sind zwei weitere länglich geformte Durchbrechungen 12c, 12d in den Befestigungsabschnitt 10 der Haltevorrichtung 100 eingebracht. Die weiteren Durchbrechungen 12c, 12d erstrecken sich in vertikaler Richtung bzw. in einer Richtung orthogonal zur Breitenrichtung 15 und sind voneinander beabstandet. Die weiteren Durchbrechungen 12c, 12d weisen beide einen gleichen vertikalen Abstand von der ersten Durchbrechung 12a auf und können beispielsweise zum Durchführen eines Befestigungsgurtes oder eines Klettbandes eingesetzt werden.

In der in Fig. 3a gezeigten Variante ist die stirnseitige Kante 14 bzw. der erste Endbereich zylinderförmig ausgebildet und steht vorne und hinten über den Befestigungsabschnitt 10 über. In der in Fig. 3b gezeigten Variante ist die stirnseitige Kante 14 bzw. der erste Endbereich 18 im oberen und vorderen Bereich abgerundet und steht einseitig über den Befestigungsabschnitt 10 über.

Die Fig. 4a und 4b veranschaulichen in perspektivischen Darstellungen eine Haltevorrichtung 100 gemäß einer vierten Ausführungsform der Erfindung. Dabei basiert die Haltevorrichtung 100 auf dem dritten Ausführungsbeispiel. Zusätzlich ist unterhalb des Halteabschnitts 11 mindestens ein weiterer Halteabschnitt 11 angeordnet. Die Halteabschnitte 11 sind gebogen ausgeführt, sodass mehrere parallele Reihen an Leitungen bzw. Leitungsbündeln von der Haltevorrichtung 100 gehalten und geführt werden können. Die Halteabschnitte 11 können identische (Fig. 4a) Radien und Größen oder aber auch unterschiedliche (Fig. 4b) Radien und Größen aufweisen. Der Einfachheit halber sind nur zwei Halteabschnitte 11 dargestellt. Die beiden vertikal untereinander angeordneten Halteabschnitte 11 sind integral mit dem Befestigungsabschnitt 10 und der stirnseitigen Kante 14 geformt. Der zweite Halteabschnitt 11 verlängert dabei insbesondere rückseitig den Befestigungsabschnitt 10, wodurch die rückseitige Auflagefläche der Haltevorrichtung 100 vergrößert wird.

In der Fig. 5 ist eine Haltevorrichtung 100 gemäß einer fünften Ausführungsform der Erfindung dargestellt. Dabei weist die Haltevorrichtung 100 vier Halteabschnitte 11 auf. Die Halteabschnitte 11 sind beidseitig des Befestigungsabschnitts 10 angeordnet und bilden zwei Reihen zu je zwei Halteabschnitten 11. Hierbei entspricht die Haltevorrichtung 100 einer entlang des Befestigungsabschnitts 10 gespiegelten Haltevorrichtung 100 gemäß dem vierten Ausführungsbeispiel. Die Haltevorrichtung 100 gemäß dem fünften Ausführungsbeispiel ist dabei nicht auf vier Halteabschnitte 11 beschränkt, sondern kann auch mehr Halteabschnitte 11 aufweisen.

Die Fig. 6 zeigt in einer perspektivischen Darstellung ein erfindungsgemäßes Haltesystem 200 mit einer Haltevorrichtung 100 aus der Fig. 1. Das Haltesystem 200 weist ein Anbringungsmittel 210 auf, welches zwischen zwei nicht dargestellten Objekten gespannt ist. Das Anbringungsmittel 210 ist in Fig. 6 als Seil ausgebildet, könnte aber auch eine Stange sein. An dem Anbringungsmittel 210 ist mindestens eine Haltevorrichtung 100 ortsfest angeordnet. Der Übersicht halber ist nur eine Haltevorrichtung 100 dargestellt.

Die Haltevorrichtung 100 ist mit Hilfe eines Befestigungsmittels 13 mit dem Anbringungsmittel 210 mechanisch verbunden. Die Haltevorrichtung 100 hängt mit der stirnseitigen Kante 14 unterhalb des Anbringungsmittels 210 und gewährleistet durch ihre zylindrische Form, dass sich die Haltevorrichtung 100 in vertikaler Richtung ausrichtet, wenn sich das Anbringungsmittel 210 verdreht. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Befestigungsmittel 13 als ein Klettband ausgestaltet, welches durch die erste Durchbrechung 12a hindurchgeführt ist. In dem Halteabschnitt 11 ist eine Leitung 110 angeordnet. Der Halteabschnitt 11 kann die mindestens eine Leitung 110 zumindest einseitig mechanisch stützen.

Abhängig von örtlichen Bedingungen kann das Haltesystem 200 Leitungen 110 in den jeweiligen Haltevorrichtungen 100 in einer Höhe mit einem variabel einstellbaren Niveau positionieren bzw. halten und bei mehreren voneinander beabstandet angeordneten Haltevorrichtungen 100 die Leitungen 110 führen. Insbesondere können hierdurch Leitungen 110 entlang von tragenden Objekten oder zwischen tragenden Objekten geführt werden. In diesen Bereichen lässt sich das Verlegen von Leitungen 110 auf dem Boden zukünftig vermeiden oder mindestens verringern. Das reduziert mögliche Gefahren für Personen- und Sachschäden, erleichtert zuständigen Firmen das Ausführen von Arbeiten in den Anlagen und beschleunigt den Auf- und Abbau von Anlagen, die insbesondere vorübergehend errichtet werden. In Figur 7 ist in einer perspektivischen Darstellung eine Haltevorrichtung 100 einer sechsten Ausführungsform der Erfindung gezeigt.

Die Haltvorrichtung 100 ist S-förmig ausgebildet. Sie weist ein erstes Ende 17 im Befestigungsabschnitt 10 und ein zweites Ende 19 im Halteabschnitt 11 auf. Ferner weist sie einen ersten Endbereich 18 am ersten Ende 17 und einen zweiten Endbereich 20 am zweiten Ende 19 auf.

Der zweite Endbereich 20 am zweiten Ende 19 erstreckt sich geradlinig. Der zweite Endbereich 20 verläuft in einem Winkel 22 zum Befestigungsabschnitt 10 ausgenommen des ersten Endbereichs 18 am ersten Ende 17.

Der erste Endbereich 18 am ersten Ende 17 ist ebenfalls gebogen ausgebildet, wobei die Biegung größer als 180° ausgebildet ist. Der erste Endbereich 18 dient zur Aufnahme einer Stange, eines Rohrs oder eines dicken Seils oder Taus, die bzw. das in Breitenrichtung 15 verläuft.

Der erste Endbereich 18 weist ausgehend vom ersten Ende 17 eine vertikale Durchbrechung 21 auf, die einseitig offen ausgebildet ist. Die Durchbrechung 21 ist schlitzförmig ausgebildet. Die Durchbrechung 21 dient zum Durchführen von Befestigungsmitteln 13 zum Befestigen der Haltevorrichtung 100 an dem Rohr, der Stange und/oder dem Tau.

Der Befestigungsabschnitt 10 weist eine erste Durchbrechung 12a und weitere Durchbrechungen 12c, 12d auf. Die erste Durchbrechung 12a verläuft waagerecht in Breitenrichtung 15, während die weiteren Durchbrechungen 12c, 12d quer dazu, d. h. vertikal, verlaufen. Durch diese Durchbrechungen und der Durchbrechung 21 im ersten Endbereich 18 können Befestigungsmittel 13 zum Befestigen eines im ersten Endbereich 18 aufgenommenen Rohrs, Stange und/oder Taus geführt werden.

Der in einer Richtung quer zur Breiterichtung oberste Punkt bildet die obere stirnseitige Kante 14. In einer perspektivischen Darstellung ist in Figur 8 eine Haltevorrichtung 100 einer siebten Ausführungsform der Erfindung gezeigt, die analog zur Haltevorrichtung 100 der Figur 7 ausgebildet ist. Sie unterscheidet sich nur in folgendem Merkmal:

Der zweite Endbereich 20 im Halteabschnitt 11 weist einen ersten Abschnitt 20a und einen zweiten Abschnitt 20b auf. In dem ersten Abschnitt 20a verläuft dieser parallel zum Befestigungsabschnitt 10, während dieser in dem zweiten Abschnitt 20b in einem Winkel 22 zu diesem verläuft. Der zweite Endbereich 20 verläuft in beiden Abschnitten jeweils im Wesentlichen geradlinig.

In Figur 9 ist in einer perspektivischen Darstellung eine Haltevorrichtung 100 einer achten Ausführungsform der Erfindung dargestellt, die analog zur Haltevorrichtung 100 der Figur 7 ausgebildet ist. Sie unterscheidet sich nur in folgendem Merkmal:

Die Durchbrechung 21 im ersten Endbereich 18 ist derart ausgebildet, dass ein Rohr und/oder eine Stange in der Durchbrechung 21 aufgenommen werden kann, wobei das Rohr und/oder die Stange quer zur Breitenrichtung 15, d. h. in vertikaler Richtung, verläuft.

Bezugszeichenliste 0 Haltevorrichtung

0 Leitung 0 Haltesystem

0 Anbringungsmittel Befestigungsabschnitt

Halteabschnitt

a Erste Durchbrechung

b Zweite Durchbrechung

c, 12d Weitere Durchbrechungen

Befestigungsmittel

Stirnseitige Kante

Breitenrichtung

Bohrung

Erstes Ende der Haltevorrichtung Erster Endbereich der Haltevorrichtung Zweites Ende der Haltevorrichtung

Zweiter Endbereich der Haltevorrichtunga Erster Abschnitt des zweiten Endbereichsb Zweiter Abschnitt des zweiten Endbereichs

Durchbrechung im ersten Endbereich Winkel