BLACH, Armin (Zur Lichtenhardt 11, Kreuztal, 57223, DE)
BECKER, Eberhard (In der Mahlbach 19a, Hilchenbach, 57271, DE)
FISCHER, Stephan (Werbelsbrunnen 2c, Hilchenbach, 57271, DE)
BLACH, Armin (Zur Lichtenhardt 11, Kreuztal, 57223, DE)
BECKER, Eberhard (In der Mahlbach 19a, Hilchenbach, 57271, DE)
| Patentansprüche 1. Reversiergerüst (20), insbesondere Steckel-Reversiergerüst (20), das mindestens eine obere und eine untere Stützwalze (2, 4) und eine diesen jeweils zugeordnete obere und untere Arbeitswalze (1 , 3) aufweist; und das gerüsteinlaufseitig und gerüstauslaufseitig jeweils eine der oberen Arbeitswalze (1) zugeordnete obere Führung (8) aufweist, die über ein erstes Stellglied (6) mit dem oberen Walzgerüst verbunden ist; und dass in abweichender Position zu der oberen Führung (8) ein der oberen Arbeitswalze (1) zugeordneter, drehbar gelagerter oberer Abstreifer (11) über ein an der oberen Führung (8) angeordnetes zweites Stellglied (12) verstellbar gegen die obere Arbeitswalze (1) angeordnet ist; und die obere Führung (8) in unteren und oberen Vertikalführungen (9, 10) derart verschiebbar gehalten ist, dass sie mit dem ersten Stellglied (6) aus der unteren Vertikalführung (9) herausziehbar und mittels eines dritten angeordneten Stellglieds (7) nach außen in Richtung von der zugeordneten oberen Arbeitswalze (1) verschwenkbar ist; und das Reversiergerüst (20) weiterhin gerüsteinlaufseitig und gerüstauslauf- seitig jeweils einen der unteren Arbeitswalze (3) zugeordneten unteren Abstreifer (13) aufweist, der drehbar mit einem vierten Stellglied (14) gegen die zugeordnete untere Arbeitswalze (3) verstellbar gelagert ist. 2. Reversiergerüst (20) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet; dass die obere Führung (8) mit dem ersten Stellglied (6) über eine Kupplung mit einer oberen Stützwalzenausbalancierung (5) verbunden angeordnet ist und aus der unteren Vertikalführung (9) herausziehbar ist. 3. Reversiergerüst nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet; dass es sich bei der Kupplung um einen Klemmkopf, Kugelkopf, Kreuzgelenk oder eine einfache mechanische Verbindung handelt. 4. Reversiergerüst (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet; dass das dritte Stellglied (7) am Gerüst oder an der Stützwalzenausbalancierung (5) und/oder an der oberen Führung (8) angeordnet ist. 5. Reversiergerüst (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet; dass der obere Abstreifer (11 ) gegenüber der oberen Arbeitswalze (1 ) angeordnet ist, und der Abstreifer (11) über das zweite Stellglied (12) gegen die Arbeitswalze (1) anstellbar und anpressbar ist. 6. Reversiergerüst (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet; dass der untere Abstreifer (13) mit dem vierten Stellglied (14) so angeordnet ist, dass das Stellglied (14) den Abstreifer gegen die Arbeitswalze (3) andrückt oder von der Arbeitswalze wegbewegt und aus dem Ein- bzw. Ausbaubereich der Arbeitswalzen (1) wegschwenkt. 7. Reversiergerüst nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet dass das Wegschwenken nach oben oder nach unten bewirkbar ist. 8. Reversiergerüst (20) einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet dass die oberen und unteren Abstreifer (11, 13) kardanisch gelagert sind. 9. Reversiergerüst (20) einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet; dass die oberen und unteren Abstreifer (11, 13) aus dem Bereich der Arbeitswalzeneinbaustücke herausschwenkbar angeordnet sind. 10. Reversiergerüst (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet; dass die Stellglieder (6, 7, 12, 14) als Hubzylinder in Form eines Hydraulikzylinders oder Pneumatikzylinders, oder in Form einer angetriebenen Spindel ausgebildet sind. 11. Reversiergerüst (20) nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet; dass die obere Führung (8) drehbar an Verbindungselementen (19) angeordnet ist, an welchen jeweils ein Ende eines Hubzylinders (6) mit Klemmkopf und ein Ende eines zweiten Hydraulikzylinders (7) angreift. |
Die Erfindung betrifft ein Reversiergerüst, insbesondere Steckel- Reversiergerüst, das mindestens eine obere und eine untere Stützwalze und eine diesen jeweils zugeordnete obere und untere Arbeitswalze mit gerüstein- laufseitig und gerüstauslaufseitig diesen zugeordneten oberen Führungen.
Beim Walzen von Brammen in Vorgerüsten werden im Reversierbetrieb Bram- men einer Dicke von ca. 250 mm zu Vorband mit einer Dicke von ca. 40 mm ausgewalzt. Derartige Reversiergerüste weisen vertikal geführte obere Ein- und Auslaufführungen auf, die im jeweiligen Gerüst angeordnet sind. Während des Walzbetriebes umgreifen diese gerüsteinlaufseitig angeordneten oberen Einlaufführungen und die gerüstauslaufseitig angeordneten oberen Auslaufführun- gen fest zwischen die oberen Arbeitswalzen-Baustücke des Reversiergerüstes eingebaute Walzbalken. Zur Durchführung eines Walzenwechsels werden die oberen Ein- und Auslaufführungen vertikal abgesetzt und geben die oberen Arbeitswalzen-Baustücke frei. Die Walzbalken werden dem aktuellen Arbeitswalzendurchmesser entsprechend mit einem definierten Abstand zur Walzenober- fläche in der Walzenwerkstatt montiert. In den unteren Arbeitswalzen- Einbaustücken sind ebenfalls Walzbalken eingebaut. Allerdings stehen diese nicht in Kontakt zu unteren Führungen, wobei sowohl oben als auch unten in einem solchen Reversiergerüst kein Kontakt zwischen Walzbalken und Arbeitswalzen besteht. Dies ist auch nicht erforderlich, da aufgrund der recht gro- ßen minimalen Vorbanddicke von ca. 40 mm keine Gefahr besteht, dass Walzgut in den Spalt zwischen Arbeitswalzen und Walzbalken gelangt.
In Fertiggerüsten werden die Vorwanddicken dann von ca. 40 mm zu einer Endbanddicke von bis zu ca. 1 mm ausgewalzt. Dies erfolgt entweder in einer mehrgerüstigen Fertigstraße in Tandem-Anordnung oder in einem oder zwei Gerüsten in Steckel-Bauart. In Steckel-Reversiergerüsten wird das Vorband im Reversierbetrieb in mehreren Stichen zu Fertigprodukt mit einer Endbanddicke von bis zu ca. 1 mm ausgewalzt. In derartigen Fertiggerüsten haben die üblicherweise an den oberen Ein- und Auslaufführungen angeordneten oberen Abstreifer sowie den Arbeitswalzen ebenfalls zugeordnete untere Abstreifer, die jeweils ebenfalls sowohl gerüsteinlaufseitig als auch gerüstauslaufseitig vorge- sehen sind, einen ständigen Kontakt zu der jeweils zugeordneten oberen oder unteren Arbeitswalze. Dies ist erforderlich, um die Bandoberfläche gegen Walzenkühlwasser abzuschirmen, aber auch, um an den Arbeitswalzen gegebenenfalls anhaftendes Walzgut von diesen abzustreifen. Diese oberen und unteren Abstreifer müssen bei einem Arbeitswalzenwechsel so weit von der jeweils zugeordneten Arbeitswalze entfernt werden, dass ein Arbeitswalzenwechsel möglich ist.
Aufgrund der vorstehend beschriebenen unterschiedlichen Arbeitsweise und Ausgestaltung von Vorgerüsten und Fertiggerüsten sind je nach Anwendungs- zweck unterschiedliche Gerüsttypen oder aber unterschiedlich ausgestattete Gerüsttypen einzusetzen, was eine entsprechend aufwändige Vorratshaltung für einen Produktionsbetrieb mit sich bringt. Es besteht daher das Bedürfnis, hier eine Vereinfachung zu erzielen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lösung zu schaffen, die es ermöglicht, ein Reversiergerüst sowohl als Vorgerüst als auch als Fertiggerüst einzusetzen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Reversiergerüst mit den Merk- malen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und zweckmäßige Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Unteransprüche.
Durch die Erfindung wird ein Reversiergerät geschaffen, das sowohl die Erfor- dernisse für einen „Vorgerüstbetheb" als auch für einen „Fertiggerüstbetrieb" erfüllt. Bei dem erfindungsgemäßen Reversiergerüst ist es möglich, sowohl die oberen und unteren Abstreifer an die jeweils zugeordnete Arbeitswalze anzudrücken als auch die oberen und unteren Führungen zum Walzenwechsel wegschwenken zu können. Insbesondere sind damit Steckel-Reversiergerüste derart ausrüstbar, dass sie im Vor- und Fertiggerüstbetrieb Brammen mit einer Dicke von ca. 250 mm im Reversierbetrieb zu einem Fertigprodukt mit einer End- banddicke von ca. 1 mm auswalzen können.
Gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel ist die obere Führung mit einem Stellglied über eine Kupplung mit der oberen Stützwalzenausbalancierung verbunden und damit aus der unteren Vertikalführung verschiebbar geführt und herausziehbar. Damit lassen sich über einen einfachen Mechanismus die oberen Führungen aus dem Arbeitsbereich der Arbeitswalzen herausschieben und geben damit die oberen Arbeitswalzeneinbaustücke frei.
Bevorzugt werden als Kupplungen hierbei Klemmköpfe, Kugelköpfe und Kreuz- gelenke oder einfach bewegliche Schraubenverbindungen eingesetzt.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass ein angeordnetes drittes Stellglied zum Verstellen der oberen Führung diese mit dem Gerüst verbindet oder an der Stützwalzenausbalancierung befestigt ist. Damit wird je nach verfügbarem Bauraum eine optimale Befestigung der oberen Führungen gewählt, welche besonders im Zuge von möglichen Wartungs- oder Reparaturarbeiten leicht zugänglich und einfach zu montieren bzw. demontieren ist.
Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass ein oberer Abstreifer gegenüber der oberen Arbeitswalze angeordnet ist, und dieser Abstreifer über ein zweites Stellglied gegen die Arbeitswalze anstellbar oder anpressbar ist. Über das angeordnete zweite Stellglied wird sichergestellt, dass der Abstreifer immer auf der gesamten Länge gleichmäßigen Kontakt zu der oberen Arbeitswalze hat. Der Verschleiß an den Abstreiferspitzen wird dann vorzugsweise durch das kontinuierliche Andrücken des Abstreifers an die Arbeitswalze des zweiten Stellgliedes ausgeglichen. Eine weitere Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass ein unterer Abstreifer mit einem vierten Stellglied so angeordnet ist, dass der Abstreifer durch das Stellglied gegen die Arbeitswalze angedrückt oder von der Arbeitswalze wegbewegt wird und somit aus dem Ein- bzw. Ausbaubereich der Arbeitswalzen weggeschwenkt werden kann. Damit ist der Bauraum für die Arbeitswalzen frei zugänglich, ohne dass größere Montagearbeiten an den angeordneten Abstreifern notwendig sind. Beide Abstreifer liegen jetzt außerhalb der Außenkonturen der Arbeitswalzeneinbaustücke und geben diese zum Arbeitswalzenwechsel frei.
Die Anordnung der Abstreifer kann in einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung so vorgesehen sein, dass das Wegschwenken der Abstreifer nach oben oder/und nach unten bewirkbar ist. Damit ist eine flexible Anpassung an die vorhandenen Platzverhältnisse möglich.
Weiterhin begünstigt wird die zuvor beschriebene Ausgestaltung der Erfindung dadurch, dass der obere und untere Abstreifer kardanisch gelagert ist. Mit dieser Art der Lagerung wird ein Wegschwenken in beliebiger Richtung ermöglicht.
So zeigt sich in einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung, dass der obere und untere Abstreifer aus den Arbeitsbereich der Arbeitswalzeneinbaustücke heraus-schwenkbar sind.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Stell- glieder als Hubzylinder in Form eines Hydraulikzylinders oder Pneumatikzylinders, oder in Form einer angetriebenen Spindel ausgebildet sind. Damit ist die Möglichkeit gegeben, entsprechend der bauseitig vorhandenen Anschlüsse, wie zum Beispiel Hydraulikanschlüsse, Pneumatikanschlüsse oder Elektroan- schlüsse, oder einer Kombination aus allen drei entsprechend den baulichen Gegebenheiten, ein optimales Stellglied zu wählen, welches den Bauraum der Arbeitswalzen möglichst wenig beeinträchtigt und einen optimalen Verstellmechanismus gewährleistet.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die obere Führung an dem Reversiergerüst drehbar an Verbindungselementen angeord- net ist, an welchen jeweils ein Ende eines Hubzylinders mit Klemmkopf und ein Ende eines zweiten Pneumatikzylinders angreift. Je nach Konstruktion der Anschlüsse des Verbindungselementes, zum Beispiel die Anordnung verschiedener Bohrungen, ist eine entsprechende Winkelanstellung der Hubzylinder zueinander möglich und somit an die Platzverhältnisse anpassbar.
Die Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung beispielhaft näher erläutert. Diese zeigt in
Fig. 1 in schematischer Schnittdarstellung einen Schnitt durch einen Teilbereich eines Steckel-Reversiergerüstes, wobei die linke Teildarstellung den Walzbetrieb und die rechte Teildarstellung eine Arbeitswalzenwechselposition darstellt,
Fig. 2 in schematischer Darstellung eine Teilansicht eines Steckel- Reversiergerüstes in Walzrichtung und in
Fig. 3 in schematischer Darstellung Aufsichten im linken Teilbild auf eine obere Führung und im rechten Teilbild auf eine untere Führung jeweils in ihrer Walzbetriebsstellung.
Wie im linken Teilbild der Fig. 1 dargestellt, haben im Walzbetrieb sowohl die obere Arbeitswalze 1 und die obere Stützwalze 2 als auch die untere Arbeitswalze 3 und die untere Stützwalze 4 Kontakt miteinander. In dieser im linken Teilbild dargestellten Walzstellung liegen die oberen Abstreifer 11 an der zugeordneten oberen Arbeitswalze 1 und die unteren Abstreifer 13 an der zugeord- neten unteren Arbeitswalze 3 an. Gehalten sind die oberen Abstreifer 11 jeweils in einer oberen Führung 8, die über ein erstes Stellglied 6, zum Beispiel einen Hubzylinder mit Klemmkopf mit einer oberen Stützwalzenausbalancierung 5 verbunden ist. Die obere Führung 8 ist in unteren Vertikalführungen 9 und oberen Vertikalführungen 10 im insgesamt mit 20 bezeichneten Steckel- Reversiergerüst geführt. Die oberen Abstreifer 11 sind drehbar, insbesondere mittels kardanischer Aufhängung in die obere Führung 8 integriert und relativ zu dieser verschwenkbar an dieser angelenkt. Mittels eines zweiten Stellgliedes 12, zum Beispiel einem Pneumatikzylinders, der an der oberen Führung 8 angeordnet ist, ist der jeweilige obere Abstreifer 11 an die obere Arbeitswalze 1 anpressbar. Die Drehachse 16, um welche der obere Abstreifer 11 verschwenkbar ist, ist derart angeordnet und positioniert, dass die Spitze des oberen Abstreifers 11 über die gesamte Länge des Abstreifers 11 in Kontakt zur oberen Arbeitswalze 1 bringbar ist. Der sich an dieser Längskante des oberen Abstreifers 11 einstellende Verschleiß wird durch die kontinuierlich wirkende Anpassung mittels des zweiten Stellgliedes 12 ausgeglichen. Das verschwenkbar an der oberen Stützwalzenausbalancierung 5 angeordnete erste Stellglied 6 mit Klemmkopf ist am oberen Ende der oberen Führung 8 mit dieser gekoppelt und wird in der im linken Teilbild der Fig. 1 dargestellten Walzbetriebsposition derart verriegelt, dass er eine starre Verbindung zwischen der oberen Stützwal- zenausbalancierung 5 und der oberen Führung 8 ausbildet. Alle notwendigen oder sich ergebenden Veränderungen der Höhe des Walzspaltes 15 werden im Walzbetrieb mittels der verriegelten oberen Führungen 8 über die obere Stützwalzenausbalancierung 5 gefahren. Die Hübe der ersten Stellglieder 6 werden entsprechend der aktuellen Arbeitswalzen- und Stützwalzen-Durchmesser posi- tionsgeregelt eingestellt und mittels des integriert mit dem Hubzylinder 6 ausgebildeten Klemmkopfes verriegelt.
Die unteren Abstreifer 13 sind ebenfalls um Achsen oder Drehpunkte 17 verschwenkbar, vorzugsweise kardanisch, im Bereich der zugeordneten unte- ren Arbeitswalze 3 am Reversiergerüst 20 angeordnet. Mit Hilfe eines nicht näher dargestellten vierten Stellgliedes 14 wird der vorzugsweise einem Walzbai- ken vorgelagerte untere Abstreifer 13 zur Anpassung der obere Abstreifer 11 in analoger Weise an die untere Arbeitswalze 3 angepresst.
Wie insbesondere aus den Figuren 2 und 3 ersichtlich ist, sind einem jeden unteren Abstreifer 13 zwei vierte Stellglieder 14 zugeordnet, die symmetrisch zum unteren Abstreifer 13 angeordnet sind und einerseits sich am unteren Abstreifer 13 und andererseits am Reversiergerüst 20 oder daran angeordneten Elementen abstützen. Ebenso sind einer jeden oberen Führung 8 zwei symmetrisch angeordnete Hubzylinder 6 zugeordnet und ist beidseits einer jeden oberen Führung 8 dieser jeweils eine untere Vertikalführung 9 und eine obere Vertikal- führung 10 zugeordnet, die mit entsprechenden Gegenelementen, die am Reversiergerüst 20 angeordnet sind, zusammenwirken.
An einem Verbindungselement 19, das an dem Hubzylinder 6 befestigt ist, steht die jeweilige obere Führung 8 um eine Achse 21 verschwenkbar mit einem, ebenfalls am Verbindungselement 19 um eine Achse 22 verschwenkbar befestigten dritten Stellglied 7 in Verbindung, wobei das andere Ende des Stellgliedes 7 um eine Achse 23 verschwenkbar an einem vom Verbindungsteil 19 beabstandeten Teilbereich der jeweiligen oberen Führung 8 befestigt ist. Jeder oberen Führung 8 ist somit analog zur Anzahl der ersten Stellglieder 6 eine An- zahl an dritten Stellgliedern 7 zugeordnet. Im Ausführungsbeispiel sind dies zwei Hydraulikzylinder.
Um die unteren Abstreifer 13 und die oberen Abstreifer 11 nun in die in Fig. 1 im rechten Teilbild dargestellte Arbeitswalzenwechselstellung oder -position zu bewegen, die einen Wechsel der oberen und unteren Arbeitswalzen 1 , 3 ermöglicht, werden die gerüsteinlaufseitig und gerüstauslaufseitig angeordneten oberen Führungen 8 mittels der jeweiligen oberen Stützwalzenausbalancierung 5 zusammen mit der oberen Stützwalze 2 so weit hochgezogen, dass die obere Arbeitswalze 1 und die obere Stützwalze 2 den Kontakt zueinander verlieren, wie dies im rechten Teilbild der Fig. 1 dargestellt ist. Anschließend werden die Klemmköpfe der Hubzylinder 6 gelöst und die oberen Führungen 8 mittels der ersten Stellglieder 6 so weit angehoben, dass die oberen Führungen 8 die unteren Vertikalführungen 9 verlassen, so dass sie um die weiterhin in der oberen Vertikalführung 10 geführten Achsen 24 verschwenkt werden können. Diese Schwenkbewegung wird nun mittels der dritten Stellglieder 7 bewirkt, die dazu ihre Kolbenstange in den Kolben einfahren und ihre Länge verkürzen, so dass die oberen Führungen 8 wie im rechten Teilbild der Fig. 1 dargestellt, nach außen verschwenken und somit den Bereich der oberen Arbeitswalze 1 für eine Auswechslung der oberen Arbeitswalze 1 freigeben. Anschließend werden mittels der vierten Stellglieder 14 die unteren Abstreifer 13 in die im rechten Teilbild der Fig. 1 dargestellte Öffnungsposition aufgeschwenkt. Sowohl die oberen Abstreifer 11 als auch die unteren Abstreifer 13 schwenken nach außen in Richtung von den Arbeitswalzen 1 und 2 fort auf. Nachdem die unteren Abstreifer 13 ihre Arbeitswalzenwechselstellungsposition erreicht haben, wird anschließend die untere Stützwalze 4 so weit abgesenkt, bis die untere Arbeitswalze 3 auf den Arbeitswalzenausfahrschienen 18 im Reversiergerüst 20 aufliegt. Bei weite- rer Absenkung der unteren Stützwalze 4 verlieren dann auch die untere Arbeitswalze 3 und die untere Stützwalze 4 den Kontakt zueinander, so dass nun auch die untere Arbeitswalze 3 ausgewechselt werden kann.
In ihrer im rechten Teilbild der Fig. 1 dargestellten Arbeitswalzenwechselstel- lungsposition liegen sowohl die oberen Abstreifer 11 als auch die unteren Abstreifer 13 so weit außerhalb der Außenkonturen der Arbeitswalzenbaustücke oder Arbeitswalzen-Einbaustücke, dass diese nun für den Arbeitswalzenwechsel freigegeben sind und freiliegen.
