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Patent Searching and Data


Title:
REVOLVER-TYPE SMALL ARM
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2001/033156
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a revolver-type small arm comprising a cylinder (3), which executes a rotation about its longitudinal axis (cylinder axis 2), from shot to shot and a recoil plate (4), which supports the cartridges in the cylinder (3) from behind and which rotates with the cylinder about their axis. The recoil plate (4) remains essentially immobile in the weapon during ejection of the cartridge shells, whereby the cylinder (3) lifts away from the recoil plate (4) for ejecting cartridge shells and can, preferably, be tipped in relation to the recoil plate (4).

Inventors:
BRANDL RUDOLF (DE)
Application Number:
PCT/EP2000/010514
Publication Date:
May 10, 2001
Filing Date:
October 25, 2000
Export Citation:
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Assignee:
HECKLER & KOCH GMBH (DE)
BRANDL RUDOLF (DE)
International Classes:
F41A9/27; F41C3/16; F41C7/11; (IPC1-7): F41A9/28; F41C3/14
Foreign References:
DE213107C
US2101148A1937-12-07
US2150914A1939-03-21
EP0833121A21998-04-01
Other References:
None
Attorney, Agent or Firm:
Turi, Michael R. A. (Samson & Partner, Widenmayerstrasse 5, München, 80538, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. RevolverHandfeuerwaffe mit einer Trommel (3), die von Schuß zu Schuß eine Drehung um ihre Längsachse (Trommelachse 2) ausführt, und einem Stoßboden (4), der die in der Trommel (3) befindlichen Patronen nach hinten abstützt, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoßboden (4) zusammen mit der Trommel (3) um deren Achse drehbar ist.
2. Waffe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoßboden (4) beim Auswerfen von Patronenhülsen im wesentlichen ortsfest in der Waffe verbleibt, und daß die Trommel (3) zum Auswerfen der Patronenhülsen vom Stoßboden (4) abhebt, bevorzugt gegenüber dem Stoßboden (4) abkippbar ist.
3. Waffe nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch ge kennzeichnet, daß der Stoßboden (4) ein drehbar an gebrachtes Blech bzw. eine drehbare Platte ist.
4. Waffe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Blech (4) radiale Ausstülpungen aufweist, die hinter jeweils einem Patronenlager der Trommel (3) liegen.
5. Waffe nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge kennzeichnet, daß sie als KipplaufJagdgewehr ausge bildet ist, deren Trommel (3) in Gebrauchslage völ lig abgedeckt ist.
Description:
Revolver-Handfeuerwaffe Die Erfindung betrifft eine Revolver-Handfeuerwaffe mit einer Trommel, die von Schuß zu Schuß eine Drehung um ih- re Längsachse ausführt, und einem Stoßboden, der die in der Trommel befindlichen Patronen von hinten her ab- stützt, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Bei dieser Drehung gleiten die Patronenböden der Patro- nenhülsen über den Stoßboden, der deshalb eben, sauber und hindernisfrei sein muß. Ein reißendes Zündkapsel, dessen Material in die Bohrung des Schlagbolzens ein- greift, macht die Waffe unbrauchbar. Allerdings ist ein solcher Fall äußerst selten. Häufiger ist das Eindringen von Sand in die Waffe ; gerät ein feines Sandkorn beim Schuß zwischen Stoßboden und Patronenboden, dann preßt es sich in die Materialien ein und hemmt die Drehung der Trommel. Die Hand des Schützen muß dann die Trommel er- greifen und deren Drehung unterstützen.

Wenn es sich bei der Waffe um eine Großwildbüchse han- delt, ist die Zuverlässigkeit, mit der ein zweiter Schuß abgegeben werden kann, bisweilen lebenswichtig. Gleiches gilt für eine Verteidigungswaffe.

Bei modernen Trommelrevolvern ist die Trommel meist seit- lich ausschwenkbar. Dies hat den Nachteil, daß die leeren Patronenhülsen beim Ausschwenken der Trommel des Stoßbo- den entlanggleiten müssen, was bei beschädigtem Stoßbo- den, Sand in der Waffe oder Störungen, wie einem Kapsel- reißer der voranstehend beschriebenen Art, Schwierigkei- ten verursacht.

Will man solche Schwierigkeiten vermeiden, dann kann man vorsehen, daß die Trommel beim Öffnen der Waffe in ihrer ersten Bewegung vom Stoßboden abhebt, wie es etwa bei ei- nem Kipplaufrevolver der Fall ist, oder in historischen Revolvern, bei denen die Trommel axial vom Stoßboden weg- bewegt wird.

Bei den relativ leistungsschwachen Revolverpatronen tre- ten Störungen der obengenannten Art selten auf ; deshalb baut man aus Kosten-und Gewichtsgründen heutzutage meist Revolver mit starrem Rahmen, in dem die Trommel verbleibt (die Patronenhülsen werden einzeln und Kammer für Kammer ausgeworfen) oder in dem die Trommel seitlich ausschwenk- bar ist.

Die Patronenhülse einer leistungsstarken Patrone erfährt dagegen im Patronenlager beim Abschuß eine erhebliche plastische Verformung, die die Patronenhülse so verformt, daß sie eng an die Wände des Patronenlagers angedrückt ist. Die abgeschossene Patronenhülse sitzt dann mit be- trächtlicher Vorspannung auf dem Stoßboden auf. Geschieht dies bei einer Revolverwaffe, dann können die verlänger- ten Patronenhülsen die Drehung der Trommel erheblich er- schweren. Die eingangs beschriebenen Störungen werden in- tensiviert.

Es ist ein Revolver bekannt, bei dem die beschriebenen Störungen nicht auftreten oder stark abgemildert sind (russischer Militärrevolver Typ Nagant), denn zum Zwecke der Gasabdichtung schiebt sich unmittelbar vor jedem Schuß ein den Stoßboden bildender Block gegen die Trommel und drückt sie nach vorne. Bevor sich die Trommel nach dem Schuß weiterdrehen kann, wird zunächst der Block ent- fernt, so daß die Drehung der Trommel unbehindert er- folgt, da sie nur durch die Kraft einer Feder gegen ein rückwärtiges Abdeckblech gedrückt wird. Diese Bauweise

ist jedoch kompliziert und für hohe Patronenleistungen weniger geeignet.

Ansonsten wird der Stoßboden, den die abgeschossenen Pa- tronenhülsen entlangscheuern, lediglich fein geschlichtet oder geschliffen. Für Faustfeuerwaffenpatronen ist dies im allgemeinen auch ausreichend, solange nicht etwa Sand zwischen Stoßboden und Patronenboden gerät. Bei einem Re- volvergewehr, das eine moderne Hochleistungs-Jagdpatrone verschießt, genügt es jedoch schon, daß gröberer Staub zwischen Patronenboden und Stoßboden gerät, um die Dre- hung der Trommel störend zu behindern oder gar unmöglich zu machen.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine solche Störung zu vermeiden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß sich der Stoßboden zusammen mit der Trommel um die selbe Achse mitdreht.

Der Stoßboden kann sich mit dem Patronenhülsenboden ver- klemmen, so stark er will, das ändert nichts an der Leichtgängigkeit, mit der der nächste Schuß erfolgen kann, weil bei der erfindungsgemäßen Waffe während des Schießens keine Relativbewegung zwischen Patronenhülsen- boden und Stoßboden erfolgt.

Um auch beim Entladen keine Störungen auftreten zu las- sen, erfolgt gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung kei- ne parallele Relativbewegung zwischen den Patronenhülsen- böden und dem Stoßboden, sondern eine mindestens nahezu senkrechte Bewegung, bei der ein Scheuern oder Klemmen praktisch ausgeschlossen ist.

Dabei ist das altbekannte Kipplaufsystem bevorzugt, bei dem die Trommel zusammen mit dem Lauf gegenüber dem Stoß-

boden abgekippt wird, wobei der Stoßboden die Kippbewe- gung von Lauf und Trommel über einen kurzen Winkelbereich begleiten kann, so daß eine Trennung von Stoßboden und Trommel erst dann erfolgt, wenn die Trennfuge zwischen diesen Bauteilen nach einer anfänglichen, gemeinsamen Kippbewegung freiliegt und gegebenenfalls ein Werkzeuge- ingriff möglich ist, um im Fall von Kapselreißern das Ab- trennen des Stoßbodens zu erleichtern.

Der Patronenboden ist bevorzugt nur als Blech ausgebil- det, mit Bohrungen, die in der Feuerstellung der Trommel bzw. des Stoßbodens ein Schlagstück zum Zünden der Patro- ne durch jeweils eine Bohrung im Stoßboden hindurchdrin- gen läßt.

Der Stoßboden kann als runde, ebene Scheibe ausgebildet sein, ist jedoch bevorzugt als eine im wesentlichen ebene Scheibe mit radialen Ausstülpungen vor jedes der Patro- nenlager ausgebildet, um Gewicht zu sparen.

Die Erfindung ist bei jedem überschweren Revolver oder modernen Revolvergewehr sinnvoll, das für eine starke Jagdpatrone eingerichtet ist. Vorzugsweise ist sie jedoch bei einem Kipplauf-Revolvergewehr zweckmäßig, dessen Trommel zumindest beim Schuß innerhalb einer Abdeckung sitzt und deshalb nicht zum Unterstützen des Ladevorgan- ges von Hand ergriffen und gedreht werden kann, wenn sich die Betätigung über einen Gaskolben oder von Hand als schwergängig erweisen sollte.

Der Gegenstand der Erfindung wird anhand der beigefügten, schematische Zeichnung beispielsweise näher erläutert. In deren einziger Figur ist ein Ausschnitt aus einem Kipplauf-Revolvergewehr aufgeschnitten gezeigt, mit einem Gewehrlauf 1, einer zu diesem parellelen. unter diesem liegenden Trommelachse 2 und einer auf dieser drehbar ge- lagerten Trommel 3, die mehrere Patronenlager aufweist,

von denen das hinter dem Lauf 1 liegene aufgeschnitten gezeigt ist.

Hinter der Trommel 3 und auf der Trommelachse 2 drehbar gelagert ist ein Stoßbodenblech 4 angeordnet, das drei radiale Ausstülpungen aufweist, von denen jede ein Patro- nenlager von hinten überdeckt. Eine Bohrung zum Durch- schlagen des Schlagbolzens ist in jeder Ausstülpung aus- gebildet.

Das Stoßbodenblech 4 stützt sich nach hinten auf einem Verschluß-Hinterteil 5 ab.

Beim Öffnen des Gewehres werden Lauf 1 und Trommel 3 ge- genüber dem Stoßbodenblech 4 und dem Hinterteil 5 abge- kippt, wobei die leeren Hülsen, die sich in den Patronen- lagern befinden, ausgezogen werden. Nach Entnahme der Hülsen können neue Patronen eingeführt werden ; nach Hoch- kippen von Lauf 1 und Trommel 3 und Einrasten in das Hin- terteil 5 ist das Gewehr wieder schußbereit.