Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
REVOLVING FLAT CARD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/066664
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a revolving flat card (13) with a carding bar (20) and a clothing strip (24) which is fastened to the carding bar (20) and has a central region (B) and an edge region (C). The clothing strip (24) is provided as a flexible clothing which is formed from a woven fabric foundation (25) and U-shaped double hooks (26) which are held in the woven fabric foundation (25). The U-shaped double hooks (26) are attached to a rear-side height (H) which faces the carding bar (20) in the central region (B) of the clothing strip (24). The edge region (C) of the clothing strip (24) is provided with a clip (30) for fastening the clothing strip (24) to the carding bar (20). A spacer element (40, 41, 42) is provided at least partially between the clothing strip (24) and the carding bar (20) in the edge region (C) of the clothing strip (24).

Inventors:
WEISIGK, Lars (Neumühlestrasse 65, Winterthur, CH-8406, CH)
SAUTER, Christian (Lahmerstrasse 10, Flurlingen, CH-8247, CH)
Application Number:
CH2010/000298
Publication Date:
June 09, 2011
Filing Date:
November 24, 2010
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
MASCHINENFABRIK RIETER AG (Klosterstrasse 20, Winterthur, CH-8406, CH)
WEISIGK, Lars (Neumühlestrasse 65, Winterthur, CH-8406, CH)
SAUTER, Christian (Lahmerstrasse 10, Flurlingen, CH-8247, CH)
International Classes:
D01G15/24; D01G15/92
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Wanderdeckel (13) mit einem Deckelstab (20) und einem am Deckelstab (20) befestigten Garniturstreifen (24) mit einem zentralen Bereich (B) und einem Randbe- reich (C), wobei der Garniturstreifen (24) als eine flexible Garnitur vorgesehen ist, welche aus einer Gewebe-Fundation (25) und in der Gewebe-Fundation (25) gehaltenen U-förmigen Doppelhäkchen (26) gebildet ist, und im zentralen Bereich (B) des Garniturstreifens (24) die U-förmigen Doppelhäkchen (26) mit einer dem Deckelstab (20) zugewandten rückseitigen Höhe (H) angebracht sind und der Randbereich (C) zur Befestigung des Garniturstreifens (24) am Deckelstab (20) mit einem Clip (30) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Garniturstreifen (24) und dem Deckelstab (20) im Randbereich (C) des Garniturstreifens (24) zumindest teilweise ein Abstandshalter (40, 41 , 42) vorgesehen ist. 2. Wanderdeckel (13) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der gesamte Randbereich (C) durch den Abstandshalter (40, 41 , 42) abgedeckt ist.

3. Wanderdeckel (13) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine lose Positionierung des Abstandshalters (40) zwischen Deckelstab (20) und Garni- turstreifen (24) vorgesehen und der Abstandshalter (40) durch die Befestigung des Garniturstreifens (24) am Deckelstab (20) in seiner Position gehalten ist.

4. Wanderdeckel (13) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter (40) am Deckelstab (20) oder an der Gewebe-Fundation (25) befes- tigt ist.

5. Wanderdeckel (13) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter (41) am Deckelstab (20) angeformt ist. 6. Wanderdeckel (13) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter (42) an der Gewebe-Fundation (25) angeformt ist.

7. Wanderdeckel (13) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandshalter (40, 41 , 42) in den Garniturstreifen (24) eingearbeitet ist.

8. Wanderdeckel (13) nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Ab- standshalter (40, 41 , 42) aus einem Draht geformt ist.

9. Wanderdeckel (13) nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch den Abstandshalter (40, 41 , 42) geschaffener Abstand zwischen dem Deckelstab (20) und dem Garniturstreifen (24) der rückseitigen Höhe (H) der Doppelhäkchen (26) entspricht.

10. Wanderdeckel (13) nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein durch den Abstandshalter (40, 41 , 42) geschaffener Abstand zwischen dem Deckelstab (20) und dem Garniturstreifen (24) derart gewählt ist, dass durch die Befestigung des Garniturstreifens (24) am Deckelstab (20) über eine Breite des Deckelstabes (20) eine konkave Kontur des Garniturstreifens (24) formbar ist.

11. Wanderdeckelkarde (1) mit einer Trommel (5), die mit einer Trommelgarnitur versehen ist, und mit einer Wanderdeckelanordnung (6), das aus einer Vielzahl von mit- einander verbundenen Wanderdeckeln (13) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanderdeckel (13) nach einem der Ansprüche 1 bis 10 ausgebildet sind.

Description:
Wanderdeckel

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Wanderdeckel für eine Karde. In einer Karde bildet der Deckelbereich zusammen mit der Trommel die Hauptkardier- zone und hat als Funktion die Auflösung der Flocken zu Einzelfasern, Ausscheidung von Verunreinigungen und Staub, Eliminierung von sehr kurzen Fasern, die Auflösung von Nissen und die Parallelisierung der Fasern. Je nach Anwendung einer Karde werden dabei Festdeckel, Wanderdeckel oder eine Mischung aus Fest- und Wanderdeckel eingesetzt. Bei einem Einsatz von Wanderdeckeln oder einer Mischung von Festdeckeln und Wanderdeckeln spricht man von einer Wanderdeckelkarde. Zwischen den Garnituren der Deckel und der Garnitur der Trommel formt sich ein enger Spalt, der Kardierspalt genannt wird. Er ergibt sich beim Einsatz von Wanderdeckeln indem die Wanderdeckel, geführt durch bogenförmige Leisten - sogenannte Flexibelbogen, Regu- lierbogen, Flexbogen oder Gleitbogen -, in einem durch diese Leisten bestimmten Abstand, in Umfangsrichtung der Trommel entlang geführt werden. Die Grösse des Kar- dierspaltes liegt bei einer Wanderdeckelkarde zwischen 0.10 bis 0.30 mm für Baumwolle oder bis 0.40 mm für Chemiefasern. Bei einer bekannten Vorrichtung besteht ein WanderdeckeJ aus einem Deckelstab und einem Garniturstreifen. Der Deckelstab weist dabei ein Rückenteil und ein Fussteil mit einer Fussfläche auf. An der Fussfläche ist in deren Längsrichtung sich erstreckend ein Garniturstreifen befestigt. Als flexible Garnitur ausgebildet besteht ein derartiger Garniturstreifen aus einer Gewebe-Fundation und einer darin gehaltenen Vielzahl von Draht- häkchen. Eine derartige flexible Garnitur offenbart die EP 1 020 548. Die Drahthäkchen werden dabei als U-förmige Doppelhäkchen von einer Rückseite durch die Gewebe- Fundation hindurch gestochen und bilden auf der Vorderseite die eigentliche Garnitur (Garniturspitzen). Der Garniturstreifen wird mit seiner Rückseite an der Fussfläche des Deckelstabes befestigt. Die Befestigung erfolgt mittels Klammern (Clips) an den Längs- seiten des Deckelstabes. Die Klammern umfassen mit ihrem einen Ende die längsgerichteten Randbereiche des Garniturstreifens und greifen mit ihrem anderen Ende in Ausnehmungen des Deckelstabes. Zu diesem Zweck werden die Drahthäkchen nur in einem zentralen Bereich des Garniturstreifens angebracht. Die Klammern (Clips) bestehen aus einem Blechstreifen, dessen eine Längsseite in die Gewebefundation eingestochen ist und dessen andere Längsseite in die Ausnehmung des Deckelstabes ein- gepresst wird. Die Gewebe-Fundation wird bei der Montage unter erheblicher Span- nung an der Fussfläche des Deckelstabes formschlüssig befestigt. Die Clips führen dabei Zugkräfte derart aus, dass die Gewebe-Fundation von der Fussfläche weg ballig verformt wird, so dass auch die Garniturspitzen in unerwünschter weise nach aussen auf einer konvex geformten Hüllkurve angeordnet sind. Die Bildung der konvexen Form wird unterstützt durch die zentrale Anordnung der Drahthäkchen. Durch das Einstechen der U-förmigen Doppelhäkchen verbleibt der mittlere Abschnitt der Doppelhäkchen auf der Rückseite der Gewebe-Fundation und führt dazu, dass der Garniturstreifen in seinem zentralen Bereich eine erhöhte Stärke aufweist.

Ein derart hergestellter Wanderdeckel hat eine Genauigkeit von 0,05 mm in Höhe und Ebenheit in Bezug auf die Garniturfläche, was sich auf die Ausbildung des Kardierspal- tes und damit auf die Leistung einer Karde auswirkt. Die Garniturfläche wird durch die Summe der Garniturspitzen gebildet. Auch durch ein Nachschleifen der Garniturspitzen kann diese Unebenheit aufgrund der Flexibilität der Garniturstreifen nicht zur Zufriedenheit ausgeglichen werden. In der EP 0 887 445 wurde vorgeschlagen, den Garniturstreifen mit seiner Rückseite an einer Stahlbandsohle zu befestigen, beispielsweise durch Kleben. Die Stahlbandsohle wird anschliessend in Führungsnuten eingeführt, welche in der Fusspartie des Deckelstabes angebracht sind. Dadurch wird eine zugkraftfreie Befestigung der Garniturstreifen am Deckelstab ermöglicht.

In der DE 102 14 391 wurde vorgeschlagen, den Garniturstreifen an einem Träger mittels Kleber zu befestigen welcher die Verbindung zum Deckelstab herstellt. Der Träger ersetzt dabei die Clips derart, dass der Druck respektive die Zugkraft auf die Gewebe- Fundation des Garniturstreifens entfällt.

Die vorgeschlagenen Ausführungen haben den Nachteil, dass der Garniturstreifen nicht direkt an der Fussfläche des Deckelstabes befestigt ist und durch das Einbringen eines weiteren Elementes zwischen der Fussfläche und dem Garniturstreifen die Flexibilität der Garnitur leidet. Ebenfalls besteht die Gefahr, dass bei hoher Beanspruchung der Garnitur im Kardierprozess der Garniturstreifen sich vom Träger lösen kann. Zudem ist für die Fertigung ein zusätzlicher Montageschritt notwendig, bei dem der Garniturstrei- fen am Träger respektive Stahlband befestigt werden muss.

Der Erfindung der vorliegenden Anmeldung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wanderdeckel zu schaffen, welcher die genannten Nachteile vermeidet und bei einer Anwendung der herkömmlichen Befestigung mittels Clips eine Befestigung der Garniturstreifen am Deckelstab ermöglicht, welche nicht zu einer unkontrollierten, von der Fussfläche des Deckelstabes weg weisenden, konvexen Verformung des Garniturstreifens führt.

Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale im kennzeichnenden Teil der unabhängigen Ansprüche. Zur Lösung der Aufgabe wird vorgeschlagen einen Wanderdeckel mit einem Deckelstab und einem am Deckelstab befestigten Garniturstreifen mit einem zentralen Bereich und einem Randbereich vorzusehen. Der Garniturstreifen ist als eine flexible Garnitur vorzusehen, welche aus einer Gewebe-Fundation und in der Gewebe- Fundation gehaltenen U-förmigen Doppelhäkchen gebildet ist. Im zentralen Bereich des Garniturstreifens sind die U-förmigen Doppelhäkchen mit einer dem Deckelstab zuge- wandten rückseitigen Höhe angebracht und der häkchenfreie Randbereich ist zur Befestigung des Garniturstreifens am Deckelstab mit einem Clip vorgesehen. Zwischen dem Garniturstreifen und dem Deckelstab ist im Randbereich des Garniturstreifens zumindest teilweise ein Abstandshalter vorgesehen ist. Bei der Fertigung der Garniturstreifen wird in einer ersten Stufe ein Endlosdraht zugeschnitten und zu U-förmigen Doppelhäkchen vorgeformt. Die Doppelhäkchen werden von der Unterseite der Gewebe-Fundation her durch die Gewebe-Fundation durchgestochen. Die auf der Vorderseite der Gewebe-Fundation hervor stehenden Schenkel der Doppelhäkchen bilden die eigentliche Garnitur (Garniturspitzen). Die Summe der Garniturspitzen bildet die Garniturfläche eines Wanderdeckels. Auf der Rückseite der Gewebe-Fundation verbleibt der mittlere Abschnitt der U-förmigen Doppelhäkchen. Dieser wird durch das Einstechen und die dabei aufgewendete Kraft teilweise in das elasti- sehe Gewebe der Gewebe-Fundation hineingedrückt. Abhängig von der Beschaffenheit der Gewebe-Fundation, der aufgewendeten Kraft und dem Drahtdurchmesser wird der mittlere Abschnitt der Doppelhäkchen mehr oder weniger in die Gewebe-Fundation versenkt. Dadurch wird die Stärke (Dicke) des Garniturstreifens an der Stelle, wo die Dop- pelhäkchen eingestochen werden durch die auf der Rückseite der Garnitur hervorstehenden mittleren Abschnitte der Doppelhäkchen erhöht. Aus fertigungstechnischen und befestigungstechnischen Gründen werden die Doppelhäkchen nur in einem zentralen Bereich des Garniturstreifens angebracht. Ein Randbereich des Garniturstreifens bleibt häkchenfrei und dient zur Befestigung des Garniturstreifens am Deckelstab.

Die Garniturstreifen werden beidseitig mit Klammern (Clips) an der Längsseite des Deckelstabes befestigt. Durch diese an sich bekannte Befestigungsart werden Zugkräfte auf die Gewebe-Fundation des Garniturstreifens ausgeübt. Gleichzeitig wird der Garniturstreifen in seinem längsseitigen Randbereich durch die Clips auf die Fussfläche des Deckelstabes gepresst. Dies führt dazu, dass aufgrund einer Hebelwirkung durch die äussersten rückseitig aus der Gewebe-Fundation hervorstehenden mittleren Abschnitte der Doppelhäkchen der Garniturstreifen gegenüber der Fussfläche des Deckelstabes aufgewölbt wird. Um dieser Hebelwirkung vorzubeugen wird der Dickenunterschied des Garniturstreifens zwischen dem Randbereich und dem zentralen Bereich des Garnitur- Streifens durch Abstandshalter ausgeglichen. Zwischen dem Garniturstreifen und dem Deckelstab ist im Randbereich des Garniturstreifens zumindest teilweise ein Abstandshalter vorgesehen.

Vorteilhafterweise ist der gesamte Randbereich durch den Abstandshalter abgedeckt. Dabei kann der Abstandshalter einstückig oder mehrteilig ausgebildet werden. Eine einstückige Ausführung hat den Vorteil einer einfacheren Montage, da ein Verrutschen des Abstandshalters während der Befestigung des Garniturstreifens am Deckelstab durch eine passgenaue Form verhinderbar ist. In einer ersten Ausführung ist eine lose Positionierung des Abstandshalters oder der verschiedenen Teile eines Abstandshalters zwischen Deckelstab und Garniturstreifen vorgesehen. Der Abstandshalter ist durch die Befestigung des Garniturstreifens am De- ckelstab in seiner Position gehalten. Durch die Elastizität der Gewebe-Fundation in Kombination mit den Anpresskräften der Clips wird der Abstandshalter unverrückbar zwischen der Gewebe-Fundation und der Fussfläche des Deckelstabes gehalten. In einer weiteren Ausführungsform ist der Abstandshalter an der Fussfläche des Deckelstabes oder an der Rückseite der Gewebe-Fundation befestigt. Dadurch wird eine einfachere Montage erreicht, da der Abstandshalter bereits vor dem Zusammenfügen von Garniturstreifen und Deckelstab in seiner Position fixiert ist. Die Ausführung des Abstandshalters selbst ist den fertigungstechnisch vorhandenen Möglichkeiten sowie der Ausbildung von Deckelstab und Gamiturstreifen entsprechend vorzusehen. In einer ersten Ausbildung ist der Abstandshalter als eigenständiges Bauteil beispielsweise als Draht mit einem rechteckigen oder runden Querschnitt ausgebildet. Es ist auch denkbar den Abstandshalter aus Blechstreifen zu bilden, wobei die Blechstreifen auch zu einem Rahmen entsprechend den Abmessungen der Randzone des Garniturstreifens ausgeformt sein können.

In einer weiteren Ausführung des Abstandshalters ist dieser am Deckelstab angeformt. Dadurch ist die Fussfläche des Deckelstabes entsprechend ausgebildet, sodass die Fussfläche zumindest in Teilbereichen der Randzone des Garniturstreifens Erhöhungen gegenüber dem zentralen Bereich des Garniturstreifens aufweisen.

In einer weiteren Ausführung des Abstandshalters ist dieser an der Gewebe-Fundation angeformt oder in den Garniturstreifen eingearbeitet. Eine Anformung kann durch eine Einlage oder Auflage eines vorgeformten Bauteiles bei der Herstellung der Gewebe- Fundation erreicht werden. Eine Einarbeitung des Abstandshalters kann beispielsweise durch ein Einstechen von Doppelhäkchen im Randbereich des Garniturstreifens erfolgen, wobei diese Doppelhäkchen die Vorderseite des Garniturstreifens nicht durchstos- sen. Bei allen Ausführungsformen des Abstandshalters kann dieser aus einem Draht geformt sein. Der Draht wird entsprechend der Ausführungsform als eigenständiges Bauteil eingesetzt oder mit dem Deckelstab respektive der Gewebe-Fundation verbunden werden. Der durch den Abstandshalter geschaffene Abstand zwischen dem Deckelstab und dem Garniturstreifen entspricht der rückseitigen Höhe der Doppelhäkchen. In dieser Ausführung wird eine Übereinstimmung der rückseitigen Höhe der Doppelhäkchen mit dem durch den Abstandshalter geschaffenen Abstand nach der Montage der Garniturstreifen am Deckelstab angestrebt. Die rückseitige Höhe der Doppelhäkchen bezeichnet dabei die Höhe der über die Gewebe-Fundation hinausragenden mittleren Abschnitte der Doppelhäkchen. Die rückseitige Höhe der Doppelhäkchen muss dabei nicht zwingend der für die Herstellung der Doppelhäkchen verwendeten Drahtstärke entsprechen. Bedingt durch die elastischen Eigenschaften der Gewebe-Fundation und der angewandten Fertigungstechnik kann sich die rückseitige Höhe der Doppelhäkchen von der Draht- stärke der Doppelhäkchen unterscheiden.

Die Wahl der Höhe des Abstandshalters kann jedoch auch dazu genutzt werden, dass ein durch den Abstandshalter geschaffener Abstand zwischen dem Deckelstab und dem Garniturstreifen derart gewählt ist, dass durch die Befestigung des Garniturstrei- fens am Deckelstab über eine Breite des Deckelstabes eine konkave Kontur des Garniturstreifens formbar ist.

In einer Weiterentwicklung der Erfindung kann der Abstandshalter asymmetrisch ausgebildet werden. Dabei wird der Abstandshalter auf der ersten Längsseite des Deckel- Stabes mit einer geringeren Höhe als auf der zweiten Längsseite des Deckelstabes ausgeführt. Dadurch kann eine asymmetrisch konkave Form des Garniturstreifens und damit der durch die Garniturspitzen gebildeten Ebene erreicht werden. Durch eine derartige Anordnung kann eine Anpassung der durch die Garniturspitzen gebildeten Ebene an eine vorgesehene Schrägstellung der Wanderdeckel erfolgen.

Die Ausrüstung einer Wanderdeckelkarde der beschrieben Art mit einer Trommel, die mit einer Trommelgarnitur versehen ist, und mit einem Wanderdeckelaggregat, das aus einer Vielzahl von miteinander verbundenen, mit einer der Trommelgarnitur zugewandten Deckelgarnitur versehenen Wanderdeckeln gebildet ist, mit Wanderdeckeln in einer der beschriebenen erfindungsgemässen Ausführung hat den Vorteil, dass eine genauere Einstellung des Kardierspaltes möglich ist.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand von einer beispielhaften Ausführungsform erklärt und durch Zeichnungen näher erläutert.

Figur 1 Schematische Darstellung einer Seitenansicht einer Wanderdeckelkarde nach dem Stand der Technik

Figur 2 Schematische Darstellung eines Wanderdeckels nach dem Stand der Technik Figur 3 Vergrösserte Darstellung aus Figur 2 des Fussteils des Deckelstabes und des Garniturstreifens

Figur 4 Schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform der Erfindung im

Querschnitt

Figur 5 Schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform der Erfindung im

Querschnitt

Figur 6 Schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform der Erfindung im

Querschnitt

Figur 7 Schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform der Erfindung im

Schnitt A-A der Figur 4

In der Figur 1 ist eine bekannte Wanderdeckelkarde 1 dargestellt, wobei Flocken von einem Füllschacht 2 einer Faserspeisevorrichtung 3 und einer nachfolgenden Trommel 4 zugeführt werden. Die Wanderdeckelkarde 1 umfasst eine einzige Trommel 4 (Haupt- zylinder oder sogenannter Tambour), die drehbar in einem Gestell 5 getragen wird. Die Trommel 4 arbeitet in bekannter Weise mit einer Wanderdeckelanordnung 6, einer Faserspeisevorrichtung 3, sowie einem Faserabnehmersystem 8 zusammen, wobei letzteres insbesondere einen sogenannten Abnehmer 9 aufweist. Zwischen der Wanderdeckelanordnung 6, der Faserspeisevorrichtung 3 und dem Faserabnehmersystem 8 können Kardierelemente und Faserleitelemente angeordnet sein, die hier nicht näher gezeigt sind. Das Faserabnehmersystem 8 fördert das Faserband 10 zu einer schematisch angedeuteten Faserbandablage 11. An der genannten Wanderdeckelanordnung 6 ist eine Vielzahl von Wanderdeckeln 13 vorgesehen, wobei in der Figur 1 nur einzelne Wanderdeckel 13 schematisch abgebildet sind. Heute gebräuchliche Wanderdeckelanordnungen 6 umfassen eng beabstandet mehrere Wanderdeckel 13, die umlaufen. Hierzu werden die Wanderdeckel 13 in der Nähe ihrer jeweiligen Stirnseiten von Endlosbändern 12 getragen und gegen oder mit der Drehrichtung der Trommel 4 bewegt und auf Flexibelbogen 7 auf der Unterseite der Wanderdeckelanordnung 6 an der Trommel 4 entlang vorbeigeführt. Figur 2 zeigt in schematischer Darstellung einen Wanderdeckel 13 nach dem Stand der Technik. Der Wanderdeckel 3 ist als Deckelstab 20 in Form eines Hohlprofils mit einem Rückenteil 21 und einem Fussteil 22 dargestellt. Die Ausbildung des Deckelstabes 20 als ein Hohlprofil ist beispielhaft, aus dem Stand der Technik sind auch andere Ausbildungsformen von Deckelstäben 20 bekannt, beispielsweise als Vollprofil. An der Fussfläche 23 des Fussteils 22 ist ein Gamiturstreifen 24 angelegt. Der Garniturstreifen

24 umfasst eine Gewebe-Fundation 25 in welche Doppelhäkchen 26 eingestochen sind. Die Doppelhäkchen 26 sind U-förmig ausgebildet und werden mit den beiden Schenkeln durch die Gewebe-Fundation hindurch gestochen. Dabei verbleibt ein mittlerer Abschnitt der Doppelhäkchen 26 auf der, der Fussfläche 23 zugewandten Seite der Ge- webe-Fundation 25. Die Schenkel der Doppelhäkchen 26 bilden die Garniturspitzen auf der, der Fussfläche 23 des Deckelstabes 20 abgewandten Seite der Gewebe- Fundation. Die gezeigte Anordnung der Doppelhäkchen 26 in der Gewebe-Fundation

25 ist schematisch. Die Anordnung der Doppelhäkchen 26 wie auch die Anzahl der Doppelhäkchen 26 welche in einer Gewebe-Fundation angeordnet werden ist abhängig vom Einsatzgebiet des Wanderdeckels 13. Der Garniturstreifen 24 wird am Fussteil 22 des Deckelstabes 20 mit Klammern 30, sogenannten Clips befestigt. Die Clips 30 werden entlang der beiden Längsseiten des Deckelstabes 20 angeordnet (in Figur 2 nur einseitig dargestellt). Die Clips 30 umfassen dabei einen Vorsprung am Fussteil 22 des Deckelstabes 20 mit einem ersten Abschnitt und die Gewebe-Fundation 25 des Garni- turstreifens 24 mit einem zweiten Abschnitt. Um den Clip an der Gewebe-Fundation 25 des Garniturstreifens 24 anbringen zu können, werden die Doppelhäkchen 26 nur in einem zentralen Bereich B des Garniturstreifens 24 angebracht. Die Randzonen C des Garniturstreifens 24 werden zumindest über die gesamte Längsseite des Deckelstabes 20 respektive des Garniturstreifens 24 nicht mit Doppelhäkchen 26 bestückt. Aus Fabrikationstechnischen Gründen kann auch an den Schmalseiten des Garniturstreifens 24 eine derartige häkchenfreie Randzone vorgesehen werden.

Figur 3 zeigt schematische eine vergrösserte Darstellung aus Figur 2 des Fussteils 22 des Deckelstabes 20 und des Garniturstreifens 24. Der Garniturstreifen 24 umfasst die Gewebe-Fundation 25 und die Doppelhäkchen 26. Die Doppelhäkchen 26 sind U-förmig und sind mit den beiden Schenkeln durch die Gewebe-Fundation 25 hindurch geführt. Auf der, der Fussfläche 23 abgewandten Seite des Garniturstreifens 24 werden durch die aus der Gewebe-Fundation 25 hervorstehenden Schenkel der Doppelhäkchen 26 die Garniturspitzen 28 gebildet. Die Summe der Garniturspitzen 28 bildet die Garniturfläche. Auf der, der Fussfläche 23 zugewandten Seite des Garniturstreifens 24 verbleiben die mittleren Abschnitte 27 der Doppelhäkchen. Diese mittleren Abschnitte 27 wer- den beim Fertigungsvorgang des Garniturstreifens 24 nicht komplett in die Gewebe- Fundation 25 eingearbeitet. Aufgrund der Elastizität der Gewebe-Fundation kann ein teilweises Versenken der Abschnitte 27 erreicht werden. Es verbleibt jedoch eine rückseitige Höhe H der Doppelhäkchen 26 bestehen, welche über die Gewebe-Fundation 25 hinausragt. Wird nun der Garniturstreifen 24 an die Fussfläche 23 des Fussteils 22 des Deckelstabes angebracht, befinden sich die mittleren Abschnitte 27 der Doppelhäkchen 26 zwischen der Gewebe-Fundation 25 und der Fussfläche 22. Dadurch wird die Dicke des Garniturstreifens 24 an Stellen wo Doppelhäkchen 26 eingesetzt sind um die rückseitige Höhe H der Doppelhäkchen 26 erhöht. Die rückseitige Höhe H der Doppelhäkchen 26 entspricht der Abmessung in welcher die Abschnitte 27 über die Gewebe- Fundation 25 hinausragen.

Figur 4 zeigt eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform der Erfindung im Querschnitt. Der Deckelstab 20 besteht aus dem Rückenteil 21 und dem Fussteil 22. Am Fussteil 22 ist der Garniturstreifen, bestehend aus der Gewebe-Fundation 25 und den Doppelhäkchen 26, angebracht. Zwischen der Gewebefundation und dem Fussteil 22 ist in den Randzonen ein Abstandshalter 40 eingelegt um die rückseitige Höhe H (siehe Figur 3) der Doppelhäkchen 26 auszugleichen. Dadurch ergibt sich nach der Befestigung des Garniturstreifens mit den Clips (nicht dargestellt) am Fussteil 22 eine ebene Garniturfläche. Durch Variation der Abstandhalter 40 kann eine konkave Form der Garniturfläche erreicht werden. Figur 5 zeigt eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform der Erfindung im Querschnitt. Der Deckelstab 20 besteht aus dem Rückenteil 21 und dem Fussteil 22. Am Fussteil 22 ist der Garniturstreifen, bestehend aus der Gewebe-Fundation 25 und den Doppelhäkchen 26, angebracht. Am Fussteil 22 ist in den Randzonen ein Abstandshalter 41 angeformt. Dadurch ergibt sich zwischen den Abstandshaltern 41 eine Vertiefung im Fussteil 22. In dieser Vertiefung können die über die Gewebefunda- tion 25 hinausragenden mittleren Abschnitte der Doppelhäkchen 26 aufgenommen werden. Die Anformung es Abstandshalters 41 ist dabei in der Höhe derart abgestimmt, dass sich nach der Befestigung des Garniturstreifens am Fussteil 22 eine ebene Garniturfläche ergibt. Werden die auf beiden Längsseiten des Deckelstabes 20 angeformten Abstandshalter 41 in ihrer Höhe unterschiedlich ausgeführt, ist es möglich die Form der Garniturfläche entsprechend zu beeinflussen.

Figur 6 zeigt eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform der Erfindung im Querschnitt. Der Deckelstab 20 besteht aus dem Rückenteil 21 und dem Fuss- teil 22. Am Fussteil 22 ist der Garniturstreifen, bestehend aus der Gewebe-Fundation 25 und den Doppelhäkchen 26, angebracht. An der Gewebe-Fundation 25 ist in den Randzonen ein Abstandshalter 42 angeformt. Die Gewebe-Fundation 25 ist in den Bereichen wo keine Doppelhäkchen 26 vorhanden sind mit einer grösseren Stärke ausgeführt um eine fehlende rückseitige Höhe von Doppelhäkchen 26 auszugleichen. Die grössere Stärke der Gewebe-Fundation 25 kann auch durch eine Einlage innerhalb der Gewebe-Fundation 25 erreicht werden.

Figur 7 zeigt eine schematische Darstellung der ersten Ausführungsform der Erfindung im Schnitt A-A der Figur 4. In der Gewebe-Fundation 25 ist eine Vielzahl von Doppel- häkchen angebracht. In der Schnittdarstellung sind die jeweiligen mittleren Abschnitte 27 der einzelnen Doppelhäkchen gezeigt. Die Doppelhäkchen sind in einem zentralen Bereich B der Gewebe-Fundation 25 angebracht. Die Randzonen C sind frei von über die Gewebe-Fundation 25 hinaus ragenden mittleren Abschnitten 27. In den Randzonen C ist der Abstandsalter 40 eingelegt. In der gezeigten Darstellung bildet der Abstandshalter 40 einen um die Gewebe-Fundation 25 umlaufenden Rahmen.

Legende

1 Wanderdeckelkarde

2 Füllschacht

3 Faserspeisevorrichtung

4 Trommel

5 Gestell

6 Wanderdeckelanordnung

7 Flexibelbogen

8 Faserabnehmersystem

9 Abnehmer

10 Faserband

11 Faserbandablage

12 Endlosband

13 Wanderdeckel

20 Deckelstab

21 Rückenteil

22 Fussteil

23 Fussfläche

24 Garniturstreifen

25 Gewebe-Fundation

26 Doppelhäkchen

27 Mittlerer Abschnitt des Doppelhäkchens

28 Garniturspitze

30 Clips

40 Abstandshalter

41 Abstandshalter als Anformung an Deckelstab

42 Abstandshalter al Anformung an Gewebe-Fundation

B Zentraler Bereich des Garniturstreifens

C Randzone des Garniturstreifens

H Rückseitige Höhe des Doppelhäkchens