WOLK, Dieter (Zu den Obstgärten 16, Backnang, 71522, DE)
WOCHNER, Ulrich (Ölberg 3, Backnang, 71522, DE)
WOLK, Dieter (Zu den Obstgärten 16, Backnang, 71522, DE)
Tesat-Spacecom GmbH & Co. KG; 71522 Backnang
RF-Bauteil und deren Verfahren zur Oberflächenbearbeitung
Ansprüche
1. Bauteil, insbesondere RF-Bauteil (1,3) zum Einsatz im Weltall, mit einer Oberfläche (2,4), dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche (2,4) aufgeraut ist um die Sekundärelektronenemission zu reduzieren.
2. Bauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (1,3) mindestens ein Teil umfasst, das aus einer Aluminiumlegierung besteht.
3. Bauteil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Teil eine aufgeraute Silberoberfläche (2) besitzt.
4. Bauteil nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Oberfläche (4) des mindestens einen Teils eloxiert ist.
5. Bauteil nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine eloxierte Oberfläche (4) mit einer leitenden Schicht (5), insbesondere eine Goldschicht, besitzt.
6. Verfahren zur Reduzierung der Sekundärelektronenemission bei Bauteilen (1,3), insbesondere bei RF-Bauteilen für das Weltall, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Oberfläche (2,4) mindestens eines Teils des Bauteils aufgeraut wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Oberfläche (2) durch ätzen aufgeraut wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zum Aufrauen eine ätzlösung, insbesondere HF+HNO3, in Wasser verwendet wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine aufgeraute Oberfläche (2,4) mit Metall (5), insbesondere Gold, bedampft wird. |
Tesat-Spacecom GmbH & Co. KG; 71522 Backnang
RF-Bauteil und deren Verfahren zur Oberflächenbearbeitung
Beschreibung
Die Erfindung betrifft RF(Radio-Frequenz) -Bauteile mit reduziertem Multipaktor-Effekt und Verfahren um den Multipaktor-Effekt zu reduzieren.
Der Multipaktor-Effekt ist ein Phänomen, dass bei RF-Bauteilen im Vakuum auftritt, indem Sekundärelektronen durch RF-Felder angeregt werden und emittieren. Dieses Phänomen kann expotentiell ansteigen und zu Schäden am RF-Bauteil führen bis hin zur Zerstörung desselben.
Das erfindungsgemäße Bauteil mit den kennzeichnenden Merkmalen nach Anspruch 1 und das erfindungsgemäße Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen nach Anspruch 6 haben den Vorteil, dass durch die aufgeraute Oberfläche die Sekundärelektronenemission reduziert und damit der Multipaktor- Effekt verringert wird.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung besteht die Oberfäche aus Silber.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die Oberfläche eloxiert.
Nach einer zusätzlichen Ausgestaltung der Erfindung wird die aufgeraute Oberfläche mit einem Metall, insbesondere Gold, bedampft um die Oxidation zu verringern.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der nachfolgenden Beispielbeschreibung, den Zeichnungen und den Ansprüchen entnehmbar.
Zeichnungen
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. l: einen Schnitt durch ein erstes Bauteil mit einer
Silberoberfläche und
Fig.2: einen Schnitt durch ein zweites Bauteil mit einer
Goldschicht.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
In Fig. 1 ist ein erstes Bauteil 1 aus einer Alumiumlegierung im Schnitt dargestellt, dessen Oberfläche aus Silber 2 besteht, die mit einer wässrigen ätzlösung aufgeraut wird.
In Fig. 2 ist ein zweites Bauteil 3 aus einer Alumiumlegierung im Schnitt dargestellt, dessen Oberfläche 4 durch Eloxierung
aufgeraut wird und mit einer Goldschicht 5 bedampft wird, um die Oxidation zu veringern.
Die Aufrauung der Oberfläche bewirkt, dass der Multipaktor-Effekt reduziert wird.
Alle in der Beschreibung, in den nachfolgenden Ansprüchen und in den Zeichnungen dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination erfindungswesentlich sein.
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