SPEICH, Francisco (Bleumattstrasse 10, Gipf-Oberfrick, CH-5073, CH)
Patentansprüche
1. RFID-Etikette mit einer textilen Designetikette, auf deren Rückseite ein Transponder angeordnet ist, der einen mit einer Antenne (12, 12a, 12b) verse- henen Chip (14) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die RFID-Etikette eine
Textilschicht (4) aufweist, die längs einer Faltlinie (6) in zwei Abschnitte (8,10) unterteilt ist, wobei der erste Abschnitt (8) als Designetikette ausgebildet ist, über den der zweite Abschnitt (10) gefaltet ist, der als Transponderetikette ausgebildet ist und der eine Antenne (12, 12a, 12b) eingearbeitet oder aufgebracht enthält, die mit dem Chip (14) verbunden ist.
2. RFID-Etikette nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenne (12, 12a, 12b) mäander- oder zickzackförmig oder spulenartig angeordnet ist.
3. RFID-Etikette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenne (12b) am zweiten Abschnitt (10) jeweils bis an die Abschnittkante geführt ist.
4. RFID-Etikette nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die An- tenne (12a) längs der Designetikette (8) bis an die Kante (16) verläuft, welche der Faltlinie (6) abgewandt ist.
5. RFID-Etikette nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Transponder einen HF- oder UHF-Chip (14) aufweist.
6. RFID-Etikette nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Textilschicht (4) gewirkt oder gewoben ist, wobei die Antenne (12) eingewirkt oder eingewoben ist.
7. RFID-Etikette nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Textilschicht (4) als Nonwoven ausgebildet ist, in oder auf dem eine Antenne (12) angeordnet ist.
8. RFID-Etikette nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie plastifiziert ist.
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9. RFID-Etikette nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Textilschicht (4) einen Schmelzklebefaden enthält, mittels dessen die Abschnitte miteinander verbunden sind.
10 10. RFID-Etikette nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenne (12) mit dem Chip (14) verlötet ist.
11. RFID-Etikette nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Antenne (12) mittels eines elektrisch leitenden Klebers (20,22) mit dem
15 Chip (14) verbunden ist..
12. RFID-Etikette nach einem der Ansprüche 1 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass der Chip (14) zusätzlich mit der Textilschicht (4) durch Kleben (28) verbunden ist.
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13. RFID-Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der zweite Abschnitt (10) höchstens so gross ist wie der erste Abschnitt (8)
25 14. RFID-Etikette nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Textilschicht (4) gewoben ist und die Faltlinie (6) in Schussrichtung verläuft.
15. RFID-Etikette nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, 30 dass die Textilschicht (4) mit der eingearbeiteten Antenne (12) auf einer Nadelwebmaschine hergestellt ist.
16. RFID-Etikett nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Textilschicht (4) mit der eingearbeiteten Antenne (12) auf einer Breitwebmaschine hergestellt und ausgeschnitten ist |
RFID-Etikette
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft eine RFID-Etikette gemäss Anspruch 1.
Stand der Technik
Aus der WO02093524 A ist eine RFID-Etikette bekannt, bei der ein vollständiger Transponder bestehend aus einer auf einem Träger angeordneten Antenne mit angeschlossenem Chip zunächst auf eine Trägerschicht übertragen wird, die dann mit einer Designetikette verbunden wird, wobei letztere die Trägerschicht saumartig ü- bergreift. Da der Transponder als Einheit vorliegt, bildet er eine eigene Schicht und führt somit zu einer dreischichtigen und damit relativ dicken und starren RFID- Etikette. Solche RFID-Etiketten sind relativ aufwändig und wenig flexibel und bilden bei einer Verwendung in Kleidungsstücken unerwünschte Unstetigkeitsstellen, die den Tragkomfort beeinträchtigen.
Aus der WO9429503 ist eine weitere RFID-Etikette bekannt, bei der die Designetikette aus zwei Schichten besteht, die Taschen bilden, in die Transponder eingelegt sind. Auch diese mehrschichtige RFID-Etikette ist nicht nur schwierig herzustellen sondern auch relativ dick und starr und weist somit die gleichen unerwünschten Eigenschaften auf, wie die oben beschriebene RFID-Etikette.
Darstellung der Erfindung
Aufgabe der Erfindung ist es, eine RFID-Etikette der eingangs genannten Art zu verbessern.
Die Aufgabe wird gelöst durch die RFID-Etikette gemäss Anspruch 1.
Dadurch, dass RFID-Etikette eine Textilschicht aufweist, die längs einer Faltlinie in zwei Abschnitte unterteilt ist, wobei der erste Abschnitt als Designetikette ausgebildet ist, über den der zweite Abschnitt gefaltet ist, der als Transponderetikette ausgebildet ist und der eine Antenne eingearbeitet oder aufgebracht enthält, die mit dem Chip
verbunden ist, ergibt sich zunächst eine sehr einfache RFI D-Etikette, da sie einstückig herstellbar ist und somit eine Seite der Designetikette bereits fest mit der Transponderetikette verbunden ist. Der zweite Abschnitt der Textilschicht kann mit einer bedeutend geringeren Schusszahl pro cm hergestellt werden als der erste Ab- schnitt. Der Chip und der Antennenfaden müssen nicht über die durch die flottierenden Figurfäden gegebenen Verdickung eingearbeitet werden. Dadurch, dass die Antenne in die Textilschicht eingearbeitet oder auf dieser angebracht ist, ist auch der Chip direkt an der Textilschicht angeordnet und mit der Antenne verbunden und bildet somit eine Transponderetikette, die direkt mit der Designetikette verbunden ist. Durch diese sandwichartige Ausbildung sind die Antenne und der Chip auch geschützt. Es liegt somit eine nur zweischichtige RFID-Etikette vor, die viel dünner und weniger auftragend ist als die bekannten dreischichtigen RFID-Etiketten. Dies verbessert die Flexibilität der RFID-Etikette und damit deren Handhabung und Tragkomfort.
Bevorzugte Ausführungsformen der RFID-Etikette sind in den Ansprüchen 2 bis 16 definiert.
Bevorzugt ist es, wenn nach Anspruch 2 die Antenne mäander- oder zickzackförmig oder spulenartig in oder an der Textilschicht angeordnet ist. Gemäss Anspruch 3 kann die Antenne am zweiten Abschnitt jeweils bis an die Abschnittkante geführt sein und somit im ersten Abschnitt keine Fortsetzung haben. Es ist aber auch möglich, gemäss Anspruch 4 die Antenne längs der Designetikette bis an die Kante zu führen, welche der Faltlinie abgewandt ist. Dies ist insbesondere für die Herstellung des RFID-Etikette von Vorteil, da solche RFID-Etiketten in der Regel auf eine Webmaschine aufeinanderfolgend hergestellt werden und der Antennenfaden dann ohne Unterbruch durchgehend von einer Etikett zur nächsten geführt werden kann.
Die RFID-Etikette weist nach Anspruch vorzugsweise einen HF- oder UHF-Chip auf.
Die Textilschicht ist nach Anspruch 6 gewirkt oder gewoben, wobei die Antenne eingewirkt oder eingewoben ist. Gemäss Anspruch 7 kann die Textilschicht auch als
Nonwoven ausgebildet sein, in oder auf dem eine Antenne angeordnet ist.
Gemäss Anspruch 8 kann die RFID-Etikette auch plastifiziert sein, wodurch sich die Haltbarkeit verbessern lässt..
Es ist weiter von Vorteil, wenn gemäss Anspruch 9 die Textilschicht einen Schmelzklebefaden enthält, mittels dessen die Abschnitte miteinander verbunden sind.
Gemäss Anspruch 10 kann die Antenne mit dem Chip verlötet sein. Besonders ein- fach ist es, wenn gemäss Anspruch 11 die Antenne mittels eines elektrisch leitenden Klebers mit dem Chip verbunden ist. Eine besonders stabile Ausbildung ergibt sich nach Anspruch 12, wenn der Chip zusätzlich mit der Textilschicht durch Kleben verbunden ist.
Gemäss Anspruch 13 ist der zweite Abschnitt höchstens so gross ist wie der erste Abschnitt, damit der zweite Abschnitt nicht über das Designetikett vorsteht.
Die Ausbildung der. RFID-Etikette nach Anspruch 14 erleichtert ihre Herstellung, wenn die Textilschicht gewoben ist und die Faltlinie in Schussrichtung verläuft, dann kann der Antennenfaden nach Art eines Kettfadens behandelt, das heisst zugeführt und gelegt werden.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Textilschicht mit der eingearbeiteten Antenne nach Anspruch 15 auf einer Nadelwebmaschine hergestellt ist, wodurch gesicherte Kanten gegeben sind. Aber auch eine Herstellung nach Anspruch 16 ist möglich, wobei die Textilschicht mit der eingearbeiteten Antenne auf einer Breitwebmaschine hergestellt und dann in einzelne Bänder zerschnitten wird.
Die vorbenannten sowie die beanspruchten und in den nachfolgenden Ausführungs- beispielen beschriebenen, erfindungsgemäss zu verwendenden Elemente unterliegen in ihrer Grosse, Formgestaltung, Materialverwendung und ihrer technischen Konzeption keinen besonderen Ausnahmebedingungen, so dass die in dem jeweili-
gen Anwendungsgebiet bekannten Auswahlkriterien uneingeschränkt Anwendung finden können.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen Weitere Einzelheiten, Vorteile und Merkmale des Gegenstandes der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der dazu gehörenden Zeichnungen, in den Zeichnungen zeigen:
Figur 1 eine RFID-Etikette mit Designetikette mit darüber gefalteter Transpon- deretikette in schaubildlicher Darstellung;
Figur 2 die RFID-Etikette der Figur 1 in Aufgeklapptem Zustand in Draufsicht;
Figur 3 die RFID-Etikette der Figur 2 in abgewandelter Form;
Figur 4 die RFID-Etikette der Figur 1 in Seitenansicht;
Figur 5 die Chip-Anordnung im Querschnitt.
Wege zur Ausführung der Erfindung
Die Figur 1 zeigt in schaubildlicher Darstellung ein RFID-Etikette 2, welche aus einer Textilschicht 4 gebildet ist, die längs einer Faltlinie 6 in einen ersten Abschnitt 8 und in einen zweiten Abschnitt 10 unterteilt ist. Der erste Abschnitt ist als Designetikette ausgebildet und kann mit entsprechenden Bild- und/oder Wortzeichen versehen sein. Der zweite Abschnitt 10, der als Transponderetikette ausgebildet ist, enthält eine Antenne 12, die im gezeigten Beispiel mäanderförming angeordnet in die Textilschicht 4 eingearbeitet ist. An der Antenne ist ein Chip 14 angeschlossen. Die Länge L des zweiten Abschnittes 10 ist höchstens so gross, bzw. vorzugsweise kleiner als die Länge des ersten Abschnittes 8. Der zweite Abschnitt 10 ist über den ersten Abschnitt 8 gefaltet und liegt an diesem an, wie insbesondere aus Figur 4 zu entnehmen ist. Dabei kann der zweite Abschnitt 10 nicht nur längs der Faltlinie 6 mit dem ersten Abschnitt 8 verbunden sein, sondern noch durch zusätzliche Massnahmen, wie beispielsweise Verklebungen durch nicht näher dargestellte Klebefäden in einem der Abschnitte.
Die Figur 2 zeigt den Grundriss des aufgeklappten RFID-Ettikets 2 aus dem die Anordnung der Antenne ersichtlich ist. Im zweiten Abschnitt 10 verläuft die Antenne 12 mäanderförmig und ist im ersten Abschnitt 8 der Textilschicht 4 geradlinig von der Faltlinie 6 bis zu einer Kante 16 geführt, welche der Faltlinie 6 abgewandt ist. Diese Ausbildung hat den Vorteil, dass die Antenne 12 in einer bandförmig hergestellten Textilschicht 4 fortlaufend eingelegt werden kann und nahtlos von einer RFID- Etikette 2 in eine nachfolgende RFID-Etikette 2a übergeht. Ein solches Etikett wird vorzugsweise mit einer Nadelwebmaschine hergestellt, wobei die Faltlinie in Richtung des Schusses verläuft und die Antenne 12 analog einem Kettfaden zugeführt werden kann.
Die Figur 3 zeigt eine abgewandelte Ausführung des FRID-Etiketts 2b, bei der die Antenne 12a an dem zweiten Abschnitt 10 seitlich nach aussen geführt ist und während der Herstellung des RFID-Etiketts ausserhalb des ersten Abschnittes 8 verläuft. Der ausserhalb des ersten Abschnittes liegende Antennenfaden 12b wird nach der Herstellung eines Bandes aus RFID-Etiktetten abgetrennt.
Wie insbesondere aus Figur 5 zu entnehmen ist, weist der Chip 14 einen Träger 18 auf, der die nicht näher dargestellten Anschlüsse des Chips enthält, die jeweils über einen leitenden Kleber 20, 22 mit Antennenabschnitten 24, 26 der Antenne 12 leitend verbunden sind. Ausserdem ist der Chip 14 über einen weiteren Kleber 28 mit der Textilschicht 4 verbunden. Im Bereich des Chips 14 weist die Antenne 12 eine Kurzschlussbrücke 30 auf, die durch mit eine Unterbrechung 32 ausgeschaltet werden kann. Die Anordnung ist so getroffen, dass beidseits des Chips 14 Antennenab- schnitte etwa gleicher Länge zur Verfügung stehen.
Bezuqszeichenliste
L Länge des zweiten Abschnittes
5 2 RFID-Etikette
2a RFID-Etikette
2b RFID-Etikette
4 Textilschicht
6 Faltlinie
10 8 erster Abschnitt
10 zweiter Abschnitt
12 Antenne
12a Antenne
12b Antenne
15 14 Chip
16 Kante
18 Träger
20 Kleber
22 Kleber
20 24 Antennenabschnitt
26 Antennenabschnitt
28 Kleber
30 Kurzschlussbrücke
32 Unterbrechung
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