| WO/2010/090554 | SPORTS FIELD |
| JP03208903 | PAVING METHOD |
| WO/2003/033818 | ASSEMBLY FOR FIXING TO THE GROUND |
OTTO, Wolfgang (Ludersheimer Au 27, Altdorf, 90518, DE)
OTTO, Werner (Waldspitze 23, Altdorf, 90518, DE)
OTTO, Wolfgang (Ludersheimer Au 27, Altdorf, 90518, DE)
OTTO, Werner (Waldspitze 23, Altdorf, 90518, DE)
| PATENTANSPRÜCHE Reit- oder Sportplatz, mit einem wasserdichten Becken (10); einer in das Becken (10) eingelegten Vielzahl von nebeneinander angeordneten Hohlraumpaneelen (12) mit einer zumindest teilweise wasserdurchlässigen oberen Wandung (12a), einer unteren Wandung (12b) und wenigstens einem sich im Wesentlichen geradlinig durch das Hohlraumpaneel hindurch verlaufenden Hohlraum (22) zwischen der oberen und der unteren Wandung (12a, 12b), wobei die oberen Wandungen (12a) der nebeneinander angeordneten Hohlraumpaneele (12) eine im Wesentlichen geschlossene Fläche bilden, und wobei eine Querschnittsfläche des Hohlraumpaneels (12), die im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung des Hohlraums (22) und ohne deren untere und obere Wandungen (12a, 12b) definiert ist, einen offenen Hohlraumanteil von wenigstens etwa 50% hat; einer über den Hohlraumpaneelen (12) eingebrachten Tretschicht (18); einer wasserdurchlässigen Rückhalteschicht (16), die zwischen den Hohlraumpaneelen (12) und der Tretschicht (18) angeordnet ist, zum Rückhalten des Materials der Tretschicht; und einer Wasserversorgungseinrichtung zum Einstellen eines gewünschten Wasserpegels in dem Becken (10), die wenigstens einen mit den Hohlräumen (22) der Hohlraumpaneele (12) in Verbindung stehenden Wasserablauf (30), wenigstens einen mit den Hohlräumen (22) der Hohlraumpaneele (12) in Verbindung stehenden Versorgungsschacht (32), wenigstens eine Wasserpegelerfassungseinrichtung (38) zum ^ Erfassen eines Wasserpegels (40) in dem wenigstens einen Versorgungsschacht (32) und/oder dem Becken (10) und wenigstens einen Wasserzulauf (36) in den wenigstens einen Versorgungsschacht (32), der in Abhängigkeit von dem erfassten Wasserpegel (40) offen oder geschlossen ansteuerbar ist, derart aufweist, dass der Wasserpegel in dem Becken (10) im Wesentlichen dem Wasserpegel (40) in dem wenigstens einen Versorgungsschacht (32) entspricht. 2. Reit- oder Sportplatz nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer des wenigstens einen Hohlraums (22) des Hohlraumpaneels (12) durch wenigstens eine Öffnung (23) in der unteren Wandung (12b) und/oder einer Seitenwandung (12c) des Hohlraumpaneels (12) nach unten bzw. seitlich geöffnet ist. 3. Reit- oder Sportplatz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Querschnittsfläche wenigstens eines des wenigstens einen Hohlraums (22) des Hohlraumpaneels (12) wenigstens etwa 10 cm2 beträgt. 4. Reit- oder Sportplatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Niveau des Wasserablaufs (30) variabel einstellbar ist. 5. Reit- oder Sportplatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vielzahl der Hohlraumpaneele (12) in einer Querrichtung und/oder einer Längsrichtung der Hohlraumpaneele über ein Nut/Feder-System (26a, 26b) miteinander verbunden sind. 6. Reit- oder Sportplatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Becken (10) unter den Hohlraumpaneelen (12) eine Elastizitätsschicht (20) aus einem elastischen Material angeordnet ist. 7. Reit- oder Sportplatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Hohlraumpaneelen (12) und der Tretschicht (18) eine Lage von wasserdurchlässigen Reit- oder Sportplatzmatten (14) angeordnet ist. 8. Reit- oder Sportplatz nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Reit- oder Sportplatzmatten (14) integral mit den oberen Wandungen (12a) der Hohlraumpaneele (12) ausgebildet sind. 9. Reit- oder Sportplatz nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Reit- oder Sportplatzmatten (14) separat von den Hohlraumpaneelen (12) ausgebildet sind. 10. Reit- oder Sportplatz nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Hohlraumpaneelen (12) und den Reit- oder Sportplatzmatten (14) eine wasserdurchlässige Elastizitätsschicht (28) aus einem elastischen Material angeordnet ist. 11. Reit- oder Sportplatz nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhalteschicht (16) zwischen den Reit- oder Sportplatzmatten (14) und der Tretschicht (16) angeordnet ist. 12. Reit- oder Sportplatz nach einem der Ansprüche 7 bis 11 , dadurch gekennzeichnet, dass die Reit- oder Sportplatzmatten (14) aus einem Kunststoffmaterial gefertigt sind. 13. Reit- oder Sportplatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückhalteschicht (16) durch eine Schicht aus grobkörnigem Schotter, Split, Kies, Sand oder dergleichen Material gebildet ist. 14. Reit- oder Sportplatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer des wenigstens einen Wasserablaufs (30) an einem Versorgungsschacht (32) vorgesehen ist. 15. Reit- oder Sportplatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass einer des wenigstens einen Wasserablaufs (30) getrennt von einem Versorgungsschacht (32) vorgesehen ist. 16. Reit- oder Sportplatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Wasserversorgungseinrichtung und/oder das Becken mit wenigstens einer Umwälzpumpe ausgestattet ist. 17. Reit- oder Sportplatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Wasserversorgungseinrichtung mit wenigstens einer Filtereinrichtung (35) zum Reinigen des dem Becken (10) zugeführten Wassers ausgestattet ist. 18. Reit- oder Sportplatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Wasserversorgungseinrichtung mit wenigstens einer Filtereinrichtung (35) zum Reinigen des aus dem Becken (10) abgeführten Wassers ausgestattet ist. 19. Reit- oder Sportplatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in zumindest einem Teil der Hohlräume (22) der Hohlraumpaneele (12) Temperiervorrichtungen (44) zum Heizen und/oder Kühlen angeordnet sind. 20. Reit- oder Sportplatz nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperiervorrichtungen (44) Rohr- oder Schlauchleitungen aufweisen, die Bestandteil eines Kreislaufs eines Heiz- und/oder Kühlfluids sind. 21. Reit- oder Sportplatz nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlraumpaneele (12) im Wesentlichen quaderförmige Körper sind. 22. Reit- oder Sportplatz nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlraumpaneele (12) aus zumindest teilweise wasserdurchlässigen Rohren (46) gebildet sind und die oberen Wandungen (12a) durch ein Füllen der Zwischenräume zwischen den Rohren mit einem wasserdurchlässigen Material (48) gebildet sind. 23. Reit- oder Sportplatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hohlraumpaneele (12) aus einem Kunststoffmaterial gefertigt sind. 24. Reit- oder Sportplatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vielzahl von Hohlraumpaneelen (12) in dem Becken (10) an zumindest einer Längsseite oder Querseite der Anordnung von einem Kanal (48) begrenzt ist. 25. Reit- oder Sportplatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vielzahl von Hohlraumpaneelen (12) in dem Becken (10) an zumindest einer Längsseite oder Querseite der Anordnung von einer Reihe von Hohlraumpaneelen (50), die quer zu den Hohlraumpaneelen (12) der Anordnung ausgerichtet sind, begrenzt ist. 26. Reit- oder Sportplatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vielzahl von Hohlraumpaneelen (12) in dem Becken (10) an zumindest einer Längsseite oder Querseite der Anordnung von einer Reihe von Hohl- raumpaneelen (52), die quer zur Anordnungsebene aufgestellt sind, begrenzt ist. 27. Reit- oder Sportplatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vielzahl von Hohlraumpaneelen (12) in dem Becken (10) mehrere Reihen von Hohlraumpaneelen aufweist, wobei die Hohlraumpaneele (12) von benachbarten Reihen zueinander versetzt angeordnet sind. 28. Reit- oder Sportplatz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das wasserdichte Becken (10) durch eine wasserdichte Folie gebildet ist. 29. Reit- oder Sportplatz nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass sich die wasserdichte Folie (10) bis in die Tretschicht (16) hinein nach oben erstreckt. |
Reit- oder Sportplatz mit Drainage und Unterflurbewässerung
Die Erfindung betrifft einen Reit- oder Sportplatz mit integrierter Drainage und Unterflurbewässerung.
Die DE 100 38 534 A1 offenbart einen Reit- oder Sportplatz mit Drainage. Auf dem Untergrund werden zwei wasserdurchlässige Bodenmatten verlegt und formschlüssig miteinander verbunden, die zwischen sich im Wesentlichen geradlinig verlaufende Hohlräume zum Abführen des überschssigen Wassers bilden. Bedingt durch die Konstruktion aus zwei miteinander zu verbindenden Bodenmatten ist die Querschnittsfläche der Hohlräume begrenzt und es ergibt sich allenfalls ein offener Hohlraumanteil von etwa 1/3, sodass ein schnelles Abführen großer Wassermengen nur bedingt möglich ist. Zudem ist bei diesem Reit- oder Sportplatz ausschließlich die Drainage vorgesehen, nicht jedoch eine gleichzeitige Unterflurbewässerung. Aus der DE 20 2005 006 256 U1 ist ein Reitplatz mit einem so genannten Ebbe- Flut-System bekannt. Bei diesem Reitplatz ist in einem wasserdichten Becken eine Tretschicht aus Sand eingebracht, in welcher eine Lage von plattenförmigen Reitplatzmatten eingebaut ist. Im Bodenbereich sind in der Tretschicht ferner Drainage- rohre verlegt, die mit einer Wasserausgleichsvorrichtung in Verbindung stehen, um den Wasserpegel in der Tretschicht auf ein gewünschtes Niveau zu regulieren.
Ein anderer Reitplatz nach dem Ebbe-Flut-Prinzip ist in der EP 0 837 186 A1 beschrieben. Bei diesem herkömmlichen Reitplatz sind die Drainagerohre in Kanälen im Untergrund verlegt und in Grobsand eingebettet. Oberhalb der Anordnung von Drainagerohren ist eine wasserdurchlässige Filterfolie platziert, in welcher die Tretschicht aus Sand aufgebaut ist. Spezielle Bodenbefestigungs- oder Reitplatzmatten sind hier nicht verbaut, ein wasserdichtes Becken ist hier ebenfalls nicht vorgesehen. Bei den oben genannten Reitplatzkonstruktionen bildet der Einsatz großer Sandmengen und unterschiedlicher Sande einen wesentlichen Kostenfaktor. Zudem besteht die Gefahr, dass die im Sand verlegten Drainagerohre im Laufe der Zeit verstopfen und damit das Ebbe-Flut-System unbrauchbar machen. Des Weiteren ist ein rasches Abführen großer Wassermengen durch die Drainagerohre aufgrund der langen Wege des Wassers durch den Sand zu den auseinander liegenden Rohren kaum möglich.
Die DE 20 2008 006 572 U1 schlägt einen Reitplatzaufbau vor, bei dem Boden- matten aus einem elastischen Kunststoffmaterial direkt auf dem Boden eines wasserdichten Beckens verlegt werden, wobei diese Bodenmatten Durchgangslöcher aufweisen und an ihrer Unterseite mit Füßen versehen sind, um sie auf Abstand vom Boden zu halten, um so Hohlräume für das Wasser zu bilden. Zwischen diesen Bodenmatten und der Tretschicht ist ferner ein wasserdurch- lässiges Filtergewebe angeordnet, um zu verhindern, dass der Sand der Tretschicht die Bodenmatten bzw. die durch sie gebildeten Hohlräume verstopft. Ein Wasserreservoir ist über Ablaufschächte von unten mit dem Becken verbunden; bei Bedarf kann mittels einer Pumpe Wasser unter die Bodenmatten gedrückt werden. Die unter den Bodenmatten gebildeten Hohlräume sind relativ flach und verwinkelt, um eine ausreichende Stabilität des Aufbaus zu gewährleisten, sodass auch hier große Wassermengen nicht schnell genug abgeführt werden können. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich die Füße der Bodenmatten beim Aufbau des Reitplatzes oder später bei seiner Benutzung durch die auftretenden Belastungen in die wasserdichte Folie eindrücken und diese beschädigen.
Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen verbesserten Reit- oder Sportplatz mit einer integrierten Drainage und Unterflurbewässerung zu schaffen.
Diese Aufgabe wird durch einen Reit- oder Sportplatz mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Der Reit- oder Sportplatz umfasst ein wasserdichtes Becken, eine in das Becken eingelegte Vielzahl von nebeneinander angeordneten Hohlraumpaneelen, eine über den Hohlraumpaneelen eingebrachte Tretschicht, eine wasserdurchlässige Rückhalteschicht zwischen den Hohlraumpaneelen und der Tretschicht zum Rückhalten des Materials der Tretschicht und eine Wasserversorgungseinrichtung zum Einstellen eines gewünschten Wasserpegels in dem Becken.
Die Hohlraumpaneele weisen jeweils eine zumindest teilweise wasserdurchlässige obere Wandung, eine untere Wandung und wenigstens einen sich (zum Beispiel in einer Längsrichtung des Hohlraumpaneels) im Wesentlichen geradlinig durch das Hohlraumpaneel hindurch verlaufenden Hohlraum zwischen der oberen und der unteren Wandung auf. Dabei bilden die oberen Wandungen der nebeneinander angeordneten Hohlraumpaneele eine im Wesentlichen geschlossene Fläche und hat eine Querschnittsfläche des Hohlraumpaneels, die im Wesentlichen senkrecht zur Längsrichtung des Hohlraums und ohne deren untere und obere Wandungen definiert ist, einen offenen Hohlraumanteil von wenigstens etwa 50%, bevorzugter von wenigstens etwa 65% oder sogar etwa 75%. Die Wasserdurchlässigkeit der oberen Wandung wird zum Beispiel durch Schlitze, Durchbohrungen, Durchbrechungen oder dergleichen erreicht.
Die Anordnung derart gestalteter Hohlraumpaneele in dem wasserdichten Becken bildet einen stabilen Untergrund für die Tretschicht, der aufgrund seines großen Hohlraumanteils und der geradlinig verlaufenden Hohlräume sehr schnell sehr große Wassermengen zuführen oder abführen kann. Im Gegensatz zu den herkömmlicherweise mit Abstand verlegten Drainagerohren bilden die Hohlraumpaneele eine im Wesentlichen geschlossene (aber dennoch wasserdurchlässige) Fläche und damit eng nebeneinander angeordnete Hohlräume, sodass das Wasser zum Beispiel sehr schnell über einen kurzen Weg von der Tretschicht in einen dieser Hohlräume gelangen kann.
Da die Hohlräume in den Hohlraumpaneelen zwischen einer oberen und einer unteren Wandung vorgesehen sind, können die Hohlräume relativ groß ausgebildet werden, ohne dass die Hohlraumpaneele instabil werden. Außerdem bilden die unteren Wandungen der Hohlraumpaneele eine großflächige Auflage, wodurch die Gefahr einer Beschädigung des darunter liegenden wasserdichten Beckens minimiert wird. Die Rückhalteschicht zwischen den Hohlraumpaneelen und der Tretschicht verhindert auf einfache Weise, dass das Material der Tretschicht die wasserdurchlässige obere Wandung der Hohlraumpaneele und ihre Hohlräume verstopft. Auch die relativ großen Hohlräume selbst tragen dazu bei, dass sie nicht verstopfen.
Durch die Verwendung der Hohlraumpaneele als untere Lage in dem Becken werden nur eine Sandart für die Tretschicht und insgesamt eine relativ geringe Menge an Sand oder dergleichen Materialien benötigt. Dies vereinfacht das Anlegen des Reit- oder Sportplatzes und senkt die Herstellungskosten.
Die Wasserversorgungseinrichtung umfasst wenigstens einen mit den Hohlräumen der Hohlraumpaneele in Verbindung stehenden Wasserablauf, wenigstens einen mit den Hohlräumen der Hohlraumpaneele in Verbindung stehenden Versorgungs- schacht, wenigstens eine Wasserpegelerfassungseinrichtung zum Erfassen eines Wasserpegels in dem wenigstens einen Versorgungsschacht und/oder dem Becken und wenigstens einen Wasserzulauf in den wenigstens einen Versorgungsschacht, der in Abhängigkeit von dem erfassten Wasserpegel offen oder geschlossen ansteuerbar ist. Dabei sind diese Komponenten der Wasser- Versorgungseinrichtung derart ausgebildet und angeordnet, dass der Wasserpegel in dem Becken im Wesentlichen dem Wasserpegel in dem wenigstens einen Versorgungsschacht entspricht. Anzahlen und Positionierungen der Versorgungsschächte und der Wasserabläufe können grundsätzlich frei gewählt und an die Randbedingungen angepasst werden.
Diese Wasserversorgungseinrichtung ermöglicht auf einfache Weise eine Drainage und eine Unterflurbewässerung des Reit- oder Sportplatzes. Da der Wasserpegel in dem Versorgungsschacht im Wesentlichen dem Wasserpegel im Becken entspricht, kann der Wasserpegel im Becken sehr einfach reguliert und eingestellt werden. Aufgrund des großen Hohlraumanteils in den Hohlraumpaneelen ist zudem ein sehr schneller Ausgleich zwischen den Wasserpegeln im Becken und im Versorgungsschacht in beiden Strömungsrichtungen möglich, sodass auf Pumpen oder dergleichen elektronische Hilfsmittel verzichtet werden kann. Durch die rasche Einstellung des gewünschten Wasserpegels im Reitplatz kann eine zu starke Verfestigung oder Verschlammung der Tretschicht verhindert werden.
Die„Tretschicht" bildet die Schicht des Reit- oder Sportplatzes, mit welcher der Benutzer direkt in Kontakt kommt. Im Fall eines Reitplatzes wird zum Aufbau der Tretschicht üblicherweise feinkörniger Sand oder dergleichen, ggf. mit Zusatzstoffen wie synthetischen Fasern oder dergleichen, verwendet.
Unter dem Begriff „Hohlraumpaneel" soll im Rahmen dieser Erfindung ganz allgemein ein Körper mit einer oberen Wandung und einer unteren Wandung und wenigstens einem Hohlraum zwischen diesen Wandungen verstanden werden. Das Hohlraumpaneel ist auf keine bestimmten Grundformen (rechteckig, quadratisch, rautenförmig, mehreckig, etc.), keine bestimmten Größen oder Größenverhältnisse, keine bestimmte Anzahl von Hohlräumen (ein, zwei, drei, vier oder mehr), keine bestimmten Formen oder Strukturierungen der Unterseite, keine bestimmten Formen oder Strukturierungen der Oberseite, keine bestimmten Querschnittsformen der Hohlräume (rechteckig, quadratisch, kreisförmig, elliptisch, mehreckig, etc.), keine bestimmten Materialien (Kunststoff, Gummi, Beton, Holz, Kombinationen verschiedener Materialien, etc.) beschränkt. Die geradlinigen Hohl- räume können in der Längsrichtung oder Querrichtung oder auch in einem Winkel durch die Hohlraumpaneele verlaufen.
In einer Ausgestaltung der Erfindung ist wenigstens einer des wenigstens einen Hohlraums des Hohlraumpaneels über wenigstens eine Öffnung in der unteren Wandung und/oder einer Seitenwandung des Hohlraumpaneels nach unten bzw. seitlich geöffnet. Hierdurch entsteht eine Verbindung der Hohlräume benachbarter Hohlraumpaneele in dem Becken in allen Richtungen, sodass sehr schnell eine gleichmäßige Verteilung des Wassers über die gesamte Fläche des Reit- oder Sportplatzes bzw. ein sehr schnelles Abfließen überschüssigen und ggf. ungleich verteilten Wassers auf dem Reit- oder Sportplatz erzielt werden kann.
In einer Ausgestaltung der Erfindung beträgt eine Querschnittsfläche wenigstens eines des wenigstens einen Hohlraums des Hohlraumpaneels wenigstens etwa 10 cm 2 , bevorzugter wenigstens etwa 15 cm 2 . Ein Hohlraumpaneel kann dabei auch unterschiedlich große Hohlräume besitzen, von denen aber zumindest einer eine relativ große Querschnittsfläche haben sollte.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist ein Niveau des Wasserablaufs variabel einstellbar. Auf diese Weise kann der gewünschte Wasserpegel im Becken variabel eingestellt werden.
Um einen stabilen Verbund der Vielzahl der Hohlraumpaneele in dem Becken zu erzielen, besteht die Möglichkeit, diese in einer Querrichtung und/oder einer Längsrichtung der Hohlraumpaneele über ein Nut/Feder-System miteinander zu verbinden.
Ferner besteht die Möglichkeit, in dem Becken unter den Hohlraumpaneelen eine Elastizitätsschicht aus einem elastischen Material (z.B. Schaumstoff, Gummi, Weichkunststoff, etc.) anzuordnen. Dies erhöht die Elastizität des gesamten Bodenaufbaus des Reit- oder Sportplatzes.
In einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist zwischen den Hohlraumpaneelen und der Tretschicht eine Lage von wasserdurchlässigen Reit- oder Sportplatzmatten angeordnet. Diese Reit- oder Sportplatzmatten verleihen dem Reit- oder Sportplatz je nach ihrer Beschaffenheit die nötige Elastizität, Trittsicherheit, Rutschfestigkeit oder Rutscheigenschaft und dergleichen. Als Reit- oder Sportplatzmatten kommen zum Beispiel die Lochmatten, Turniermatten, Western- reitmatten, etc. der Firma Otto Sport- und Reitplatz GmbH, Altdorf, Deutschland, in Frage, ohne dass die Erfindung auf diese Anwendungen beschränkt sein soll. Je nach den geforderten Eigenschaften des Reit- oder Sportplatzes können die Reitoder Sportplatzmatten eine flache Oberseite, eine Vielzahl von Noppen gleicher oder unterschiedlicher Höhen auf ihrer Oberseite, eine Vielzahl von Borstenbüscheln auf ihrer Oberseite und dergleichen aufweisen. Die Wasserdurchlässig- keit der Reit- oder Sportplatzmatten wird beispielsweise durch Durchbrechungen, Durchbohrungen, Schlitze oder dergleichen erreicht.
In einer Variante der Erfindung sind diese Reit- oder Sportplatzmatten integral mit den oberen Wandungen der Hohlraumpaneele ausgebildet. Mit anderen Worten sind zum Beispiel die Noppen oder Borstenbüschel direkt an den oberen Wandungen der Hohlraumpaneele angeformt bzw. in diese eingebracht.
Alternativ können die Reit- oder Sportplatzmatten auch separat von den Hohl- raumpaneelen ausgebildet sein.
Im Fall der separaten Reit- oder Sportplatzmatten kann zwischen den Hohlraumpaneelen und den Reit- oder Sportplatzmatten eine weitere wasserdurchlässige Elastizitätsschicht aus einem elastischen Material (z.B. Schaumstoff, Gummi, Weichkunststoff, etc.) angeordnet werden, um die Elastizität des Reit- oder Sportplatzaufbaus zu erhöhen.
Beim Einsatz derartiger Reit- oder Sportplatzmatten ist es bevorzugt, die Rückhalteschicht zwischen den Reit- oder Sportplatzmatten und der Tretschicht anzu- ordnen. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass die Reit- oder Sportplatzmatten durch den Sand der Tretschicht verstopfen.
Die Reit- oder Sportplatzmatten sind vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial (z.B. PVC, PU, etc.) gefertigt. Besonders bevorzugt kann zur Herstellung der Reit- oder Sportplatzmatten ein Recycling-Material verwendet werden.
Die Rückhalteschicht auf den Hohlraumpaneelen bzw. auf den Reit- oder Sportplatzmatten ist beispielsweise durch eine Schicht aus grobkörnigem Schotter, Split, Kies, Sand oder dergleichen Material gebildet. Die Körnung dieser Rückhalte- schicht liegt bevorzugt im Bereich von etwa 2 bis 5 mm.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung können die Wasserabläufe wahlweise direkt an einem Versorgungsschacht oder getrennt von einem Versorgungsschacht vorgesehen sein. Ein Reit- oder Sportplatz mit mehreren Wasser- Versorgungseinrichtungen kann dabei auch beide Varianten verwirklicht haben.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die wenigstens eine Wasserversorgungseinrichtung und/oder das Becken mit wenigstens einer Umwälzpumpe ausgestattet. Mit Hilfe dieser Umwälzpumpe ist bei Bedarf ein Durchspülen der Wasserversorgungseinrichtungen und der Hohlraumpaneele möglich, um zum Beispiel Fremdstoffe auszuspülen oder längere Zeit stehendes Wasser im Reitoder Sportplatz auszutauschen. Des Weiteren ist es bevorzugt, die wenigstens eine Wasserversorgungseinrichtung mit wenigstens einer Filtereinrichtung zum Reinigen des dem Becken zugeführten Wassers und/oder wenigstens einer Filtereinrichtung zum Reinigen des aus dem Becken abgeführten Wassers auszustatten. In einer noch weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind in zumindest einem Teil der Hohlräume der Hohlraumpaneele Temperiervorrichtungen zum Heizen und/ oder Kühlen insbesondere des Wassers in den Hohlräumen bzw. im Becken angeordnet. Auf diese Weise können zum Beispiel der Boden aufgetaut, ein Gefrieren des Bodens verhindert oder ein Überhitzen des Bodens verhindert werden. Durch einen kühleren Boden können bei hohen Umgebungstemperaturen ein Austrocknen eingedämmt und so der Wasserverbrauch gesenkt werden.
Diese Temperiervorrichtungen weisen zum Beispiel Rohr- oder Schlauchleitungen auf, die Bestandteil eines Kreislaufs eines Heiz- und/oder Kühlfluids sind. Alternativ ist auch die Verwendung von Heizdrähten oder dergleichen denkbar.
In einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Hohlraumpaneele im Wesentlichen quaderförmige bzw. plattenförmige Körper. In einer alternativen Ausgestaltung der Erfindung sind die Hohlraumpaneele aus zumindest teilweise wasserdurchlässigen Rohren (z.B. Drainagerohren) gebildet und die oberen Wandungen durch ein Füllen der Zwischenräume zwischen den Rohren mit einem wasserdurchlässigen Material gebildet.
Auch die Hohlraumpaneele sind vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial (z.B. PVC, PU, etc.), besonders bevorzugt einem Recycling-Material gefertigt. Es können aber auch andere Materialien für die Hohlraumpaneele eingesetzt werden.
In einer noch weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Vielzahl von Hohlraumpaneelen in dem Becken an zumindest einer Längsseite oder Querseite der Anordnung von einem Kanal begrenzt. Dieser Kanal kann als Fluidverbindung zwischen den Hohlräumen benachbarter Hohlraumpaneele, als Fluidverbindung zwischen den Hohlräumen der Hohlraumpaneele und der / den Wasser- versorgungseinrichtung(en), als Zugangsöffnung zu Wartungs- oder Reparatur- zwecken oder dergleichen dienen.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Vielzahl von Hohlraumpaneelen in dem Becken an zumindest einer Längsseite oder Querseite der Anordnung von einer Reihe von Hohlraumpaneelen, die quer zu den Hohlraum- paneelen der Anordnung ausgerichtet sind, begrenzt.
In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist die Vielzahl von Hohlraumpaneelen in dem Becken an zumindest einer Längsseite oder Querseite der Anordnung von einer Reihe von Hohlraumpaneelen, die quer zur Anordnungs- ebene aufgestellt sind, begrenzt. Diese zusätzlichen Hohlraumpaneele dienen als Randsteine zur stabilen Einfassung der Anordnung der Hohlraumpaneele im Becken des Reit- oder Sportplatzes.
Vorzugsweise weist die Vielzahl von Hohlraumpaneelen in dem Becken mehrere Reihen von Hohlraumpaneelen auf, wobei die Hohlraumpaneele von benachbarten Reihen zueinander versetzt angeordnet sind.
Das wasserdichte Becken ist beispielsweise durch eine wasserdichte Folie gebildet. Diese wasserdichte Folie erstreckt sich vorzugsweise bis in die Tret- schicht hinein nach oben.
Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die oben genannten Ausgestaltungen und die nachfolgend erläuterten Ausführungsbeispiele in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden können.
Obige sowie weitere Merkmale, Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung werden aus der nachfolgenden Beschreibung verschiedener beispielhafter, nicht-einschränkender Ausführungsbeispiele anhand der beiliegenden Zeichnungen besser verständlich. Darin zeigen: Fig. 1 eine schematische Draufsicht eines Reitplatzes gemäß einem Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung; Fig. 2 eine schematische Teilschnittansicht eines Aufbaus eines Reitplatzes gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 3 eine schematische Querschnittansicht eines Hohlraumpaneels des
Ausführungsbeispiels von Fig. 2;
Fig. 4 eine schematische Teildraufsicht des Reitplatzes von Fig. 2;
Fig. 5 eine schematische Querschnittansicht eines Reitplatzes gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 6 eine schematische Querschnittansicht eines Hohlraumpaneels gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 7 eine schematische Querschnittansicht eines Hohlraumpaneels gemäß einem noch weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung;
Fig. 8 eine schematische Teilschnittansicht des Aufbaus eines Reitplatzes gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung; und Fig. 9 eine schematische Teilschnittansicht des Aufbaus eines Reitplatzes gemäß einem noch weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung.
Bezug nehmend auf Figuren 1 bis 3 wird zunächst der Grundaufbau eines erfindungsgemäßen Reit- oder Sportplatzes sowie eines speziellen ersten Aus- führungsbeispiels näher beschrieben.
Die eigentliche Nutzfläche wird durch ein wasserdichtes Becken 10 definiert. Das wasserdichte Becken ist dabei zum Beispiel eine Vertiefung im Untergrund, die mit einer wasserdichten Folie ausgekleidet ist und deren Boden möglichst plan ist. In dieses Becken ist eine Anordnung einer Vielzahl von so genannten Hohlraumpaneelen 12 eingebracht, die relativ große, geradlinig verlaufende Hohlräume 22 aufweisen. Zum Schutz der Folie 10 und zum Erzielen einer höheren Elastizität ist zwischen den Hohlraumpaneelen 12 und der Folie 10 eine Elastizitätsschicht 20 zum Beispiel aus Schaumstoff, Gummi oder Weichkunststoff angeordnet. Diese Elastizitätsschicht 20 ist vorzugsweise wasserdurchlässig oder wasserspeichernd ausgebildet und hat zum Beispiel eine Dicke im Bereich von etwa 1 bis 5 cm. Die Hohlraumpaneele 12 sind in diesem Ausführungsbeispiel plattenförmig ausgebildet, d.h. sie haben eine im Wesentlichen rechteckige Grundform. Sie haben jeweils eine obere Wandung 12a, eine untere Wandung 12b im Abstand und im Wesentlichen parallel zur oberen Wandung 12a sowie Seitenwandungen 12c. Die Außenseiten der oberen und unteren Wandungen 12a, 12b sind vorzugsweise jeweils im Wesentlichen plan ausgestaltet. Zwischen der oberen und der unteren Wandung 12a, 12b sind mehrere Hohlräume 22 ausgebildet, die durch Trennwände 12d voneinander getrennt sind, die gleichzeitig als Stützen für die obere Wandung 12a dienen. Die Hohlraumpaneele 12 sind vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial (z.B. PVC, PU, etc.) gefertigt.
Die Hohlraumpaneele 12 sind im Wesentlichen horizontal in dem wasserdichten Becken 10 verlegt, können aber wahlweise auch einen kleinen Neigungswinkel aufweisen. Die Hohlräume 22 erstrecken sich im Wesentlichen geradlinig und im Wesentlichen in der Längsrichtung (Rechts/Links-Richtung in Figur 2) durch das gesamte Hohlraumpaneel 12 hindurch. D.h. die Hohlräume 22 sind an den Stirnseiten des Hohlraumpaneels 12 offen. Wie in Figur 2 angedeutet, sind die Hohlraumpaneele 12 an ihren Stirnseiten außerdem abgeschrägt, sodass die Hohlräume 22 zudem eine Öffnung 23 nach unten und zur Seite hin haben. Auf diese Weise wird in dem Becken 10 eine gemeinsame Wasserfläche innerhalb aller Hohlraumpaneele 12 erzeugt. Ferner sind in der oberen Wandung 12a des Hohlraumpaneels 12 zahlreiche Schlitze 24 oder dergleichen Durchbrechungen ausgebildet, sodass die obere Wandung 12a wasserdurchlässig ist. Wie in Figur 3 dargestellt, sind die Längsseiten des Hohlraumpaneels 12 mit einer Ausnehmung / Nut 26a bzw. einem Vorsprung / Steg 26b ausgebildet, sodass einander benachbarte Hohlraumpaneele 12 in der Art eines Nut/Feder-Systems ineinander greifen können, um einen stabilen Verbund von Hohlraumpaneelen 12 zu bilden. An den Stirnseiten stoßen die Hohlraumpaneele 12 aneinander oder können alternativ auch dort in der Art eines Nut/Feder-Systems verbunden sein.
Insgesamt ergeben die nebeneinander angeordneten Hohlraumpaneele 12 in dem Becken 12 eine geschlossene (aber wasserdurchlässige) Fläche. Im Gegensatz zum Verlegen von Drainagerohren sind die Hohlräume 22 der Hohlraumpaneele 12 dicht nebeneinander positioniert, sodass sich insgesamt ein sehr großer Hohlraum in der Lage der Hohlraumpaneele 12 und kurze Wege für das Wasser ergeben.
Beispielhafte Abmessungen eines solchen Hohlraumpaneels 12 sind: Länge 1200 mm, Breite 280 mm und Höhe 60 mm. Die Wandstärken der oberen und unteren Wandungen 12a, 12b, der Seitenwandungen 12c und der Trennwände 12d liegen beispielhaft in der Größenordnung von etwa 10 mm. Die Querschnittsfläche der beiden mittleren Hohlräume 22 (vgl. Figur 3) beträgt etwa 21 cm 2 , die Querschnittsfläche des kleinsten Hohlraums 22 auf der linken Seite in Figur 3 beträgt etwa 16,5 cm 2 . Der offene Anteil der in Figur 3 veranschaulichten Querschnitts- fläche des Hohlraumpaneels 12 (ohne Berücksichtigung der oberen und unteren Wandungen 12a, 12b) beträgt etwa 75%.
Wahlweise kann auch auf die Elastizitätsschicht 20 zwischen der wasserdichten Folie 10 und den Hohlraumpaneelen 12 verzichtet werden. In diesem Fall bilden die unteren Wandungen 12b der Hohlraumpaneele 12 in vorteilhafter Weise eine großflächige, plane Auflage auf der wasserdichten Folie 10, was die Gefahr einer Beschädigung der Folie sowohl bei der Errichtung des Reitplatzes als auch bei dessen Gebrauch minimiert. Zurück zu Figur 2 ist auf der Anordnung der Hohlraumpaneele 12 eine Lage von wasserdurchlässigen Reitplatzmatten 14 angeordnet. In dem Ausführungsbeispiel von Figur 2 handelt es sich beispielhaft um die so genannten„Lochmatten" der Fa. Otto Sport- und Reitplatz GmbH, Altdorf, Deutschland, wie sie zum Beispiel auch in der EP 0 667 927 B1 oder der DE 200 19 812 U1 beschrieben sind. Es können aber selbstverständlich auch beliebige andere Bodenbefestigungs- bzw. Reitplatzmatten eingesetzt werden. Die Reitplatzmatten 14 sind bevorzugt aus einem Kunst- stoffmaterial (z.B. PVC, PU, Recyclingmaterial) gefertigt und können so ggf. eine gewisse Eigenelastizität besitzen.
Die Reitplatzmatten 14 sind mit einer Rückhalteschicht 16 aus Schotter, Split, Kies, grobem Sand oder dergleichen (Körnung vorzugsweise im Bereich von etwa 2 bis 5 mm) bedeckt. Im Fall von Reitplatzmatten 14 mit Noppen an ihrer Oberseite ist diese Rückhalteschicht 16 bis etwa zur Höhe der Noppen aufgefüllt.
Schließlich ist diese Anordnung in der üblichen Weise mit einer Tretschicht 18 aus Sand, Sand mit Zusatzstoffen oder dergleichen bedeckt. Die Höhe der Tretschicht 18 beträgt zum Beispiel nur etwa 3 bis 15 cm, beispielsweise etwa 10 cm. Wie in Figur 2 angedeutet, ist die wasserdichte Folie 10 am Rand des Beckens bis in die Tretschicht 18 nach oben gezogen. Um eine Behinderung oder gar Verletzung der Benutzer zu vermeiden, endet diese Folie 10 aber noch innerhalb der Tretschicht 18.
Die Rückhalteschicht 16 zwischen den Reitplatzmatten 14 und der Tretschicht 18 verhindert, dass das Material der Tretschicht 18 die Durchbrechungen der Reitplatzmatten 14 und weiter die Durchbrechungen 24 der Hohlraumpaneele 12 verstopft.
Das oben beschriebene Becken 10 bzw. die Hohlraumpaneele 12 darin sind mit einer Wasserversorgungseinrichtung zum Zwecke der Drainage und der Unterflurbewässerung des Reitplatzes gekoppelt. Diese Wasserversorgungseinrichtung dient dem Einstellen des Wasserpegels in dem Becken 10 und damit dem Feuchtigkeitsgehalt der Tretschicht 18. Wie in Figur 1 veranschaulicht, weist die Wasserversorgungseinrichtung wenigstens einen Wasserablauf 30 und wenigstens einen Versorgungsschacht 32 auf. Sind mehrere Versorgungsschächte 32 vorgesehen, so können diese wahlweise mit getrennten oder mit einem gemeinsamen Wasserzulauf 36 versehen sein. Die geeignete Anzahl der Versorgungsschächte 32 hängt insbesondere von der Größe des Reitplatzes bzw. des Beckens 10 ab. Als Richtgröße hat sich zum Beispiel ein Versorgungsschacht 32 je 1.500 m 2 Reitplatz als geeignet erwiesen.
Wie weiter in Figur 1 angedeutet, können die Wasserabläufe 30 und die Versorgungsschächte 32 beispielsweise über einen umlaufenden Kanal 48 mit dem wasserdichten Becken 10 bzw. den Hohlraumpaneelen 12 darin verbunden sein. Anzahlen und Positionierungen der Versorgungsschächte 32 und der Wasserabläufe 30 können grundsätzlich frei gewählt und an die Randbedingungen an- gepasst werden.
Der Anschluss eines Versorgungsschachtes 32 an das wasserdichte Becken 10 ist beispielhaft in Figur 2 dargestellt.
Der Versorgungsschacht 32 ist über eine Rohrverbindung 34 mit den Hohlräumen 22 der Hohlraumpaneele 12 in dem Becken verbunden. Diese Rohrverbindung 34 ist ständig geöffnet und befindet sich im Wesentlichen auf dem Niveau der Hohlraumpaneele 12.
Der Wasserpegel im Becken 10 liegt beispielsweise innerhalb der Höhe der Reitplatzmatten 14, bevorzugt etwa auf halber Höhe der Reitplatzmatten 14. Aufgrund der Kapillarwirkung stellt sich so ein bestimmter Feuchtigkeitsgehalt in der Tretschicht 18 ein. Die Wasserversorgungseinrichtung ist so konzipiert, dass der Wasserpegel 40 im Versorgungsschacht 32 im Wesentlichen dem Wasserpegel im Becken entspricht.
Das Verbindungsrohr 34 ist bevorzugt unterhalb des gewünschten Wasserpegels etwa auf dem Niveau der Hohlraumpaneele 12 vorgesehen. Es dient sowohl als Zulauf des Wassers in das Becken 10 hinein als auch als Ablauf von Wasser aus dem Becken 10 heraus. lm Bereich des Verbindungsrohres 34 ist in dem Versorgungsschacht 32 vorzugsweise zudem eine Filtereinrichtung 35 vorgesehen, die sowohl das in das Becken 10 hinein strömende Wasser als auch das aus dem Becken 10 heraus strömende Wasser filtert bzw. reinigt.
Der Versorgungsschacht 32 der Wasserversorgungseinrichtung ist weiter deutlich tiefer als das Becken 10 ausgebildet, sodass ein Ablagerungsraum 33 für Sand oder andere Fremdstoffe bereitgestellt ist.
Während in der Darstellung von Figur 1 der Wasserablauf 30 getrennt von dem Versorgungsschacht 32 vorgesehen war, ist in dem Ausführungsbeispiel von Figur 2 der Wasserablauf 30 direkt an dem Versorgungsschacht 32 ausgebildet. Um zum Beispiel bei starken Regenfällen auch große Wassermengen rasch abführen zu können, besitzt der Wasserablauf 30 einen verhältnismäßig großen Durchmesser.
Der Wasserablauf 30 erstreckt sich bevorzugt bis oberhalb des gewünschten Wasserpegels 40, beispielsweise bis etwa auf das Niveau der Rückhalteschicht 16 oberhalb der Reitplatzmatten 14. Außerdem ist der Wasserablauf 30 mit einer Schließvorrichtung 42 versehen, die vorzugsweise variabel einstellbar ist, um den maximalen Wasserpegel im Versorgungsschacht 32 und damit im Becken 10 einstellen zu können. Wie in Figur 2 angedeutet, ist der Wasserablauf 30 mittels dieser Schließvorrichtung 42 bis oberhalb des gewünschten Wasserpegels im Becken 10 verschlossen.
In den Versorgungsschacht 32 mündet zudem ein Wasserzulauf 36. Dieser Wasserzulauf 36 ist mit einer Wasserpegelerfassungsvorrichtung 38 gekoppelt. Die Wasserpegelerfassungsvorrichtung 38 umfasst einen Schwimmer, der den Wasserpegel 40 im Versorgungsschacht 32 erfasst, und steuert unmittelbar das öffnen und Schließen des Wasserzulaufs 36 in den Versorgungsschacht, sodass im Versorgungsschacht 32 ein gewünschter Wasserpegel 40 beibehalten und so auch der Wasserpegel im Becken ausgeglichen wird. ln diesem Ausführungsbeispiel erfolgt die Einstellung des gewünschten Wasserpegels im Becken 10 ohne Pumpen oder dergleichen und damit ohne Strombedarf. Der Wasserzulauf 36 wird durch den Schwimmer 38 rein mechanisch angesteuert, das Verbindungsrohr 34 ist ständig geöffnet und die Schließvorrichtung 42 für den Wasserablauf 30 kann manuell betätigt werden bzw. muss nur selten verstellt werden.
Zurück zu Figur 3 besteht ferner die Möglichkeit, zumindest in einem Teil der Hohlräume 22 der Hohlraumpaneele 12 Rohr- bzw. Schlauchleitungen 44 zu verlegen, durch welche ein warmes oder kaltes Fluid (z.B. Wasser) zirkuliert werden kann. Auf diese Weise wird auch das Wasser in den Hohlräumen 22 entsprechend temperiert, sodass zum Beispiel der Reitplatz bei Bedarf aufgetaut oder abgekühlt werden kann. Um eine möglichst gleichmäßige Temperaturverteilung des Wassers im Becken 10 zu erzielen, kann es vorteilhaft sein, zum Beispiel in den Versorgungsschächten 32 der Wasserversorgungseinrichtung eine Umwälzpumpe oder dergleichen anzuordnen. Mit Hilfe einer solchen Umwälzpumpe kann auch ein Spülvorgang durchgeführt werden, um das Wasser in den Hohlräumen bei Bedarf bzw. von Zeit zu Zeit auszutauschen.
Weitere Ausführungsvarianten des Reitplatzes von Figuren 1 bis 3 sind in Figur 4 dargestellt. Als erstes ist zu erkennen, dass die Hohlraumpaneele 12 in mehreren Reihen angeordnet sind, wobei die Hohlraumpaneele 12 in den benachbarten Reihen zueinander versetzt angeordnet und miteinander über das Nut/Feder-System verbunden sind, um einen stabilen Verbund zu schaffen. Ferner kann die Anordnung der Hohlraumpaneele 12 an wenigstens einer Längsseite oder Querseite von einem Kanal 48 begrenzt sein. Dieser Kanal 48 ist vorzugsweise mit einer wasserdurchlässigen Abdeckung (z.B. Lochblech, etc.) abgedeckt, die beispielsweise mit den angrenzenden Hohlraumpaneelen 12 verschraubt ist. Ein solcher Kanal 48 kann zum Beispiel das Durchspülen der Hohl- räume 22 der Hohlraumpaneele 12 erleichtern, das Anschließen der Versorgungsschächte 32 und der Wasserabläufe 30 an die Hohlraumpaneele 12 vereinfachen, das nachträgliche Einbringen der Heiz- oder Kühlschläuche 44 in die Hohlräume 22 der Hohlraumpaneele 12 ermöglichen und dergleichen.
Des Weiteren besteht die Möglichkeit, die Anordnung der Hohlraumpaneele 12 an wenigstens einer Querseite mit einer weiteren Reihe von Hohlraumpaneelen 50 zu begrenzen, welche quer zu den Hohlraumpaneelen 12 in der Anordnung ausgerichtet sind. Die weiteren Hohlraumpaneele 50 sind vorzugsweise identisch zu den Hohlraumpaneelen 12.
Schließlich kann die Anordnung von Hohlraumpaneelen 12 auch von Randsteinen 52 umschlossen sein, die beispielhaft über Riegel 54 oder dergleichen miteinander verbunden und/oder gegen Pfosten 56 abgestützt sind. In einer bevorzugten Ausführungsform können für diese Randsteine 52 ebenfalls die Hohlraumpaneele verwendet werden, die in diesem Fall hochkant, d.h. quer zur Anordnungsebene eingebaut werden.
Die wasserdichte Folie 10 kann beispielsweise an einer Seite dieser Hohlraum- paneele 12 zur Randbegrenzung nach oben gezogen sein.
Während in Figur 4 alle oben beschriebenen Zusatzmerkmale verwirklicht sind, ist es natürlich auch möglich, nur einen Teil dieser Merkmale oder nur eines dieser Merkmale bei dem Reitplatz zu realisieren.
Bezug nehmend auf Figur 5 wird nun eine Alternative für den obigen Reitplatzaufbau beschrieben.
In diesem Ausführungsbeispiel werden keine plattenförmigen Hohlraumpaneele 12 benutzt, sondern eng nebeneinander verlegte Drainagerohre 46, deren Zwischenräume mit einem wasserdichten Material 48 verfüllt sind.
Wie in Figur 5 dargestellt, haben diese Drainagerohre 46 einen halbkreisförmigen Querschnitt, sodass sie auf einer ebenen Bodenfläche im wasserdichten Becken 10 verlegt werden können und auch ein sehr großer Hohlraumanteil geschaffen wird. Die geschlossene Oberfläche dieser„Hohlraumpaneele" wird in diesem Fall durch die Füllmasse 48 erzielt. Die wasserdurchlässigen Drainagerohre 46 können zum Beispiel aus Kunststoff oder Beton sein, für die Füllmasse 48 kann beispielsweise ein wasserdurchlässiger Beton oder Asphaltsplit verwendet werden.
Der offene Hohlraumanteil der Querschnittsfläche dieser„Hohlraumpaneele" von Figur 5 beträgt zum Beispiel etwa 78%.
Die übrigen Merkmale und Ausführungsvarianten entsprechen den oben anhand der Figuren 1 bis 4 beschriebenen Reitplätzen. Während bei den Reitplätzen der Figuren 1 bis 5 jeweils oberhalb der Anordnung der Hohlraumpaneele 12 eine Lage von separaten Reitplatzmatten 14 vorgesehen war, können diese Reitplatzmatten auch integral mit den Hohlraumpaneelen 12, genauer mit ihren oberen Wandungen 12a ausgebildet sein. Wie in Figur 6 veranschaulicht, kann zum Beispiel die obere Wandung 12a mit einer Vielzahl Noppen 58a, 58b unterschiedlicher oder gleicher Höhen (z.B. etwa 20 und 30 mm) ausgebildet sein. Die Zwischenräume zwischen den Noppen sind auch in diesem Fall mit Schotter, Split, Kies oder grobem Sand als Rückhalteschicht 16 gefüllt.
Soll der Reitplatz speziell für das Westernreiten konzipiert sein, so können an den oberen Wandungen 12a der Hohlraumpaneele 12 alternativ auch Borstenbüschel 60 angebracht sein, wie in Figur 7 dargestellt. Das Konzept einer solchen Western- reitmatte ist zum Beispiel aus der nachveröffentlichten DE 20 2009 009 767 U1 bekannt.
Die übrigen Merkmale und Ausführungsvarianten entsprechen den oben anhand der Figuren 1 bis 4 beschriebenen Reitplätzen. Figur 8 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Reitplatzaufbaus.
Bei diesem Ausführungsbeispiel sind die Hohlraumpaneele 12 direkt auf die wasserdichte Folie 10 gelegt. Andererseits ist nun zwischen die Hohlraumpaneele 12 und die Reitplatzmatten 14 eine wasserdurchlässige Elastizitätsschicht 28 zum Beispiel aus Schaumstoff oder Gummi eingebracht.
Die übrigen Merkmale und Ausführungsvarianten entsprechen den oben anhand der Figuren 1 bis 5 beschriebenen Reitplätzen.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel ist in Figur 9 veranschaulicht.
Der Reitplatz dieses Ausführungsbeispiels enthält keine Reitplatzmatten 14. Stattdessen ist auf den Hohlraumpaneelen 12 eine wasserdurchlässige Elastizitäts- schicht 28 zum Beispiel aus Schaumstoff, Gummi oder Weichkunststoff vorgesehen und ist direkt auf dieser die Tretschicht 18 angelegt. In diesem Fall hat die Elastizitätsschicht 28 vorzugsweise eine profilierte bzw. strukturierte Oberseite. Sie dient zugleich als Rückhalteschicht für das Material der Tretschicht 18. Anstelle der Elastizitätsschicht 28 auf den Hohlraumpaneelen 12 kann auf diesen auch eine Rückhalteschicht 16 aus Schotter, Split, Kies, grobem Sand oder dergleichen aufgebracht sein.
Die übrigen Merkmale und Ausführungsvarianten entsprechen den oben anhand der Figuren 1 bis 5 beschriebenen Reitplätzen.
Die Vorteile der oben beschriebenen Reitplätze sind insbesondere
ein sehr rasches Abfließen von überschüssigem Wasser aus dem Reitplatz; kein Verstopfen der Hohlräume, Wasserabläufe, Wasserzuläufe, Drainage- röhre und dergleichen;
geringer Wasserbedarf;
Möglichkeit des Durchspülens des Drainage- und Bewässerungssystems;
geringer Bedarf an Sand, Schotter und dergleichen;
geringe Anzahl unterschiedlicher Materialien; Möglichkeit des Auftauens oder Kühlens des Reitplatzes;
rein mechanische Einstellung des Wasserpegels im Becken möglich;
einfache Veränderung des gewünschten Wasserpegels im Becken;
hohe Elastizität bzw. Federwirkung des Unterbaus der Tretschicht;
keine Gefahr der Beschädigung des wasserdichten Beckens.
Es sei vorsorglich darauf hingewiesen, dass die Figuren zwecks besserer Darstellbarkeit der Merkmale nicht maßstabsgetreu sind und dass die Zahlenangaben lediglich beispielhaft sein sollen.
