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Title:
RING SAW
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/001195
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a ring saw (2) comprising a tool holder (5) for guiding a ring saw blade (1) in a cutting pane, a motor, a drive wheel (6), at least one guide roller (41) and at least one guide drum (43). The drive wheel is arranged in the cutting plane for driving the ring saw blade and is coupled to the motor. The at least one guide roller is arranged on one side of the cutting plane, the at least one guide drum being arranged on the opposite side of the guide plane. The ring saw has a bearing block (66) in which the drive wheel is rotatably mounted about a drive axis (60) perpendicular to the cutting plane. The bearing block can be moved parallel to the cutting plane (E).

Inventors:
KOSLOWSKI, Oliver (DE)
BREHM, Bernhard (DE)
TAACK-TRAKRANEN, John Van (DE)
GOLUBOVIC, Goran (DE)
SCHITTL, Josef (AT)
Application Number:
EP2020/067345
Publication Date:
January 07, 2021
Filing Date:
June 22, 2020
Export Citation:
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Assignee:
HILTI AKTIENGESELLSCHAFT (LI)
International Classes:
B23D47/12; B27B5/14
Attorney, Agent or Firm:
HILTI AKTIENGESELLSCHAFT (LI)
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Claims:
PATENTANSPRÜCHE

1. Ringsäge (2) mit:

einer Werkzeughalterung (5) zum Führen eines Ringsägeblatts (1 ) in einer

Schneidebene (E),

einem Motor (30),

einem Antriebsrad (6), das zum Antreiben des Ringsägeblatts (1 ) in der Schneidebene (E) angeordnet ist und das mit dem Motor (30) gekoppelt ist,

einem Lagerbock (66), in welchem das Antriebsrad (6) um eine zu Schneidebene (E) senkrechte Antriebsachse (60) drehbar gelagert ist,

wenigstens einer Führungsrolle (41 ), die auf einer Seite der Schneidebene (E) zum Führen des Ringsägeblatts (1 ) von dieser einen Seite angeordnet ist,

wenigstens einer Führungswalze (43), die auf einer gegenüberliegenden Seite der Schneidebene (E) zum Führen des Ringsägeblatts (1 ) von dieser gegenüberliegenden Seite angeordnet ist,

dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerbock (66) parallel zu der Schneidebene (E) verschiebbar ist.

2. Ringsäge (2) nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Lagerbock (66) auf einem Schlitten (67) montiert ist.

3. Ringsäge (2) nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein Winkelgetriebe (40), das das Antriebsrad (6) mit dem Motor (30) koppelt, wobei das Winkelgetriebe (40) ein mit dem Antriebsrad (6) verbundenes Kronenrad (62) aufweist und wobei das Kronenrad (62) in dem Lagerbock (66) gelagert ist.

4. Ringsäge (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch ein

Maschinengehäuse (31 ) und eine schwenkbare Haube (34), in welcher die

Führungswalze (43) gelagert ist.

5. Ringsäge (2) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, gekennzeichnet durch einen durch einen Anwender betätigbaren Betätigungshebel (35) und eine Mechanik (71 ), welche ansprechend auf eine Bewegung des Betätigungshebels (35) von einer öffnenden Stellung zu einer schließenden Stellung zuerst das Antriebsrad (6) verschiebt und danach die Haube (34) öffnet.

Description:
Ringsäge

GEBIET DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Ringsäge.

Ringsäge treiben ein Ringsägeblatt exzentrisch durch ein Antriebsrad an. Der exzentrische Antrieb benötigt eine Führung des Ringsägeblatt, welche durch Walzen und Rädern realisiert wird. Hierbei können hohe Reibungsverluste zwischen den Walzen und dem Ringsägeblatt entstehen. Ferner ist der Wechsel des Ringsägeblatts aufwändig, insbesondere das Antriebsrad und Walzen für eine gute Führung neu justiert werden müssen.

OFFENBARUNG DER ERFINDUNG

Gemäß einem Aspekt der Erfindung hat eine Ringsäge eine Werkzeughalterung zum Führen eines Ringsägeblatts in einer Schneidebene, einen Motor, ein Antriebsrad, wenigstens eine Führungsrolle und wenigstens eine Führungswalze. Das Antriebsrad ist zum Antreiben des Ringsägeblatts in der Schneidebene angeordnet und mit dem Motor gekoppelt. Die wenigstens eine Führungsrolle ist auf einer Seite der Schneidebene angeordnet ist, die wenigstens eine Führungswalze ist auf der gegenüberliegenden Seite der Schneidebene angeordnet. Die Ringsäge hat einen Lagerbock, in welchem das Antriebsrad um eine zu Schneidebene senkrechte Antriebsachse drehbar gelagert ist. Der Lagerbock ist parallel zu der Schneidebene verschiebbar. Der Aufbau mit dem verschiebbaren Antriebsrad ermöglicht ein werkzeugloses Entnehmen und Einsetzen des Ringsägeblatts.

Eine bevorzugte Ausführungsform weist ein Winkelgetriebe auf, das das Antriebsrad mit dem Motor koppelt. Das Winkelgetriebe hat ein mit dem Antriebsrad verbundenes Kronenrad. Das Kronenrad ist in dem Lagerbock gelagert. Das Antriebsrad und das Kronenrad bildet eine zusammen verschiebbare Einheit. Das Winkelgetriebe mit dem Kronenrad ist sehr unempfindlich gegenüber einer ungenauen Positionierung des Kronenrads. Hierdurch ergibt sich eine gute Toleranz beim Einsetzen leicht unterschiedlich breitere Ringsägeblätter.

Das erfindungsgemäße Ringsägeblatt hat einen flachen, ringförmigen Träger, der eine Seitenfläche und einen äußeren Umfang aufweist. Ein oder mehrere Schneidelemente sind entlang des äußeren Umfangs des Trägers angeordnet. In die Seitenfläche ist wenigstens eine ringförmige Nut eingesenkt. Die Nut hat eine radial innenliegende Flanke und eine radial außenliegende Flanke. Die radial innenliegende Flanke ist kegelförmig ausgebildet und ein die kegelförmige Flanke beschreibender Kegel hat einen halben Öffnungswinkel von zwischen 10 Grad und 30 Grad. Das Ringsägeblatt ermöglicht eine reibungsarme Führung über die geneigten Flanken. Eine Führungsrolle kann sich näherungsweise parallel zu einer Rotationsachse des Ringsägeblatt drehen und dabei an der Nut anliegen. Zudem kann die Führungsrolle einen größeren Durchmesser als die Breite der Nut aufweisen. Die Orientierung der Führungsrolle und deren möglicher Durchmesser tragen maßgeblich zu einem geringen Reibungsverlust bei.

Vorzugsweise verläuft die radial außenliegende Flanke durchgehend unterhalb, d.h. auf einer dem Träger zugewandten Seite, eines beschreibenden Kegelmantels verläuft, welcher senkrecht auf der innenliegenden Flanke steht und welcher durch einen von der Seitenfläche am weitest entfernten Punkt der innenliegenden Flanke, also deren tiefsten Punkt, verläuft. Eine zylindrische Führungsrolle kann an der geneigten innenliegenden Flanke anliegen.

Ein Profil des Ringsägeblatts kann asymmetrisch sein. Vorzugsweise ist die außenliegende Flanke kegelförmig. Ein die kegelförmige Flanke beschreibender Kegel hat einen halben Öffnungswinkel zwischen 50 Grad und 80 Grad. Die asymmetrische Form bietet eine geringe Schwächung des Trägers durch einen minimalen Querschnitt der Nut.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung hat eine Ringsäge eine Werkzeughalterung zum Führen eines Ringsägeblatts in einer Schneidebene E, einen Motor, ein Antriebsrad, wenigstens eine Führungsrolle und wenigstens eine Führungswalze. Das Antriebsrad ist zum Antreiben des Ringsägeblatts in der Schneidebene angeordnet und mit dem Motor gekoppelt. Die wenigstens eine Führungsrolle ist auf einer Seite der Schneidebene angeordnet. Die wenigstens eine Führungswalze ist an der gegenüberliegenden Seite der Schneidebene angeordnet. Die Führungsrolle ist um eine Drehachse frei drehbar gelagert. Die Drehachse ist gegenüber der Schneidebene um 50 Grad bis 80 Grad geneigt. Die Neigung der Führungsrolle ist näherungsweise parallel zu einer Rotationsachse des Ringsägeblatt und kann dennoch in einer Führungsnut des Ringsägeblatts anliegen. Zudem kann die Führungsrolle einen größeren Durchmesser als die Breite der Führungsnut aufweisen. Die Orientierung der Führungsrolle und deren möglicher Durchmesser tragen maßgeblich zu einem geringen Reibungsverlust bei. Gemäß einer Ausgestaltung kann die Führungsrolle wenigstens einen Wälzkörper mit einer rotationssymmetrischen Mantelfläche aufweisen. In einer bevorzugten Ausgestaltung weist die Führungsrolle zwei oder mehr konzentrische Wälzkörper (46,) auf. Ein erster der Wälzkörper kann einen kleineren Radius wie ein zweiter der Wälzkörper aufweisen. Der erste der Wälzkörper ist gegenüber dem zweiten der Wälzkörper längs der Drehachse näher an der Schneidebene angeordnet. Das der Schneidebene E näheste Segment des ersten Wälzkörpers und das der Schneidebene E näheste Segment des zweiten Wälzkörpers liegen vorzugsweise in einer Ebene. Die beiden nähesten Segmente greifen vorzugsweise in die Führungsnuten des Ringsägeblatts ein.

In einer Ausgestaltung ist der erste der Wälzkörper auf dem zweiten der Wälzkörper gelagert. Das benötigte Lager wird nur mit der relativen Drehzahl des kleineren Wälzkörpers gegenüber dem größeren Wälzkörper belastet und nicht mit der viel höheren absoluten Drehzahl gegenüber dem Maschinengehäuse.

Der kleinere Wälzkörper dreht gegenüber einem Maschinengehäuse mit einer hohen absoluten Drehzahl woraus eine hohe Belastung der Lager resultiert. Die Lagerung auf dem größeren, sich drehenden Wälzkörper verringert die relative Drehzahl, welche auf die Lager des kleineren Wälzkörpers wirken.

Eine Ausgestaltung sieht vor, dass eine Drehachse der Führungswalze und die Drehachse der Führungsrolle in einer zu der Schneidebene senkrechten Ebene liegen.

In einer bevorzugten Ausgestaltung ist die Drehachse der Führungswalze gegenüber der Schneidebene geneigt. Die Führungswalze kann konisch sein. Die Umfangsgeschwindigkeit der abrollenden Mantelfläche der Führungswalze nimmt von dem der Rotationsachse zugewandten Ende zu dem der Rotationsachse abgewandten Ende zu. Die Zunahme entspricht vorzugsweise etwa der größeren Umlaufgeschwindigkeit von weiter außenliegenden Bereichen des Ringsägeblatts gegenüber der Rotationsachse näheren Bereichen. Reibung der Führungswalze an dem Ringsägeblatt kann somit verringert werden.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung hat eine Ringsäge eine Werkzeughalterung zum Führen eines Ringsägeblatts in einer Schneidebene, einen Motor, und ein Antriebsrad, das zum Antreiben des Ringsägeblatts in der Schneidebene angeordnet ist und das mit dem Motor gekoppelt ist. Das Antriebsrad ist in einem Lagerbock um eine zu der Schneidebene E senkrechte Antriebsachse drehbar gelagert. Eine Führungsroll ist auf einer Seite der Schneidebene zum Führen des Ringsägeblatts von dieser einen Seite angeordnet. Eine Führungswalze ist auf einer gegenüberliegenden Seite der Schneidebene zum Führen des Ringsägeblatts von dieser gegenüberliegenden Seite angeordnet. Die Führungswalze ist in einem gegenüber der Schneidebene schwenkbaren Flaube angeordnet ist. Mit dem Öffnen der Flaube erhält der Anwender Zugang zu der Werkzeughalterung. Zugleich werden die Führungswalzen von dem Ringsägeblatt abgehoben und die Verriegelung des Ringsägeblatt aufgehoben. Der Anwender kann das Ringsägeblatt werkzeuglos austauschen.

In einer Ausgestaltung kann die Werkzeughalterung einen Aufnahmeraum zum Aufnehmen des Ringsägeblatts aufweisen, wobei die Flaube den Aufnahmeraum abdeckt. Das Antriebsrad, die Führungsrolle und die Führungswalze können in dem Aufnahmeraum angeordnet sein.

In einer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass ein der Schneidebene zugewandter Abschnitt der Mantelfläche der Führungswalze parallel zu der Schneidebene verläuft.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Flaube an einem Maschinengehäuse verriegelbar. Die Flaube kann über einen Betätigungshebel öffenbar und schließbar sein.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Antriebsrad in der Schneidebene verschiebbar und eine Bewegung der Flaube und des Antriebsrads sind über eine Mechanik synchronisiert. Ein Betätigungshebel kann eine öffnende Stellung und eine schließende Stellung aufweisen. Die Flaube und das Antriebsrad sind mit dem Betätigungshebel derart gekoppelt, dass in der geschlossenen Stellung die Flaube geschlossen und das Antriebsrad an das Ringsägeblatt angedrückt und in der öffnenden Stellung die Flaube geöffnet und das Antriebsrad von dem Ringsägeblatt entfernt ist. Der Anwender benötigt keine aufwändige Justage oder Ausrichtung, um eine Ringsägeblatt zu wechseln.

Eine Ausführungsform sieht vor, dass der Betätigungshebel ausgehend von der schließenden Stellung in die öffnende Stellung zunächst das Antriebsrad verschiebt und danach die Flaube öffnet.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung hat eine Ringsäge eine Werkzeughalterung zum Führen eines Ringsägeblatts. Die Werkzeughalterung ist in einem Aufnahmeraum angeordnet. Ein Antriebsrad dient zum Antreiben des Ringsägeblatts und ist in der Schneidebene angeordnet und mit dem Motor gekoppelt. Eine Führungsrolle ist auf einer Seite der Schneidebene zum Führen des Ringsägeblatts von der einen Seite angeordnet. Eine hat einen Auslass, welcher auf die Führungsrolle gerichtet ist. Die Führungsrolle wird durch das Wasser gereinigt, welches danach das Ringsägeblatt kühlt.

Eine bevorzugte Ausführungsform sieht vor, dass die Führungsrolle in Strömungsrichtung der Wasserspülung vor dem Aufnahmeraum angeordnet ist. Die Führungsrolle kann einen zylindrischen Wälzkörper zum Eingreifen in Führungsnuten des Ringsägeblatts aufweisen. Der Auslass ist auf eine Mantelfläche des Wälzkörpers oder auf eine von Schneidebene abgewandte Fläche gerichtet. Das Wasser kommt zuerst mit der Mantelfläche in Kontakt, bevor das Wasser auf das staubige oder schlammige Ringsägeblatt gelangt.

Eine Ausgestaltung sieht vor, dass die Wälzkörper in einem Topf angeordnet sind, welcher gegenüber einem Maschinengehäuse abgedichtet ist und eine zu dem Aufnahmeraum hinweisende Öffnung aufweist. Ein Segment der Wälzkörper kann innerhalb des Aufnahmeraums und ein Segment der Wälzkörper kann innerhalb des Topfs angeordnet sein. Die Öffnung ist vorzugsweise kleiner als ein Querschnitt des Wälzkörpers.

In einer Ausgestaltung ist der Auslass innerhalb des Topfs angeordnet. Ein Kanal, welcher mit dem Auslass verbunden ist, kann einen helixförmigen, um eine Drehachse der Führungsrolle verlaufenden Abschnitt aufweisen. Das Wasser kann in der Drehrichtung der Führungsrolle auf diese gelenkt werden.

KURZE BESCHREIBUNG DER FIGUREN

Die nachfolgende Beschreibung erläutert die Erfindung anhand von exemplarischen Ausführungsformen und Figuren. In den Figuren zeigen:

Fig. 1 Ringsäge und Ringsägeblatt

Fig. 2 Schnitt in der Ebene ll-ll

Fig. 3 Nutprofil eines Ringsägeblatts, Schnitt lll-lll

Fig. 4 Alternative Nutprofile des Ringsägeblatts

Fig. 5 Schnitt in der Ebene V-V durch Führungsrolle und Führungswalze

Fig. 6 Schnitt in der Ebene V-V bei geöffneter Haube

Fig. 7 Antrieb

Fig. 8 Mechanismus zum Entnehmen und Verriegeln eines Ringsägeblatts in geschlossener Stellung

Fig. 9 Mechanismus zum Entnehmen und Verriegeln eines Ringsägeblatts, in einer Zwischenstellung Fig. 10 Mechanismus zum Entnehmen und Verriegeln eines Ringsägeblatts, in geöffneter Stellung

Fig. 1 1 Wasserführung, Schnitt in der Ebene V-V

Gleiche oder funktionsgleiche Elemente werden durch gleiche Bezugszeichen in den Figuren indiziert, soweit nicht anders angegeben.

AUSFÜHRUNGSFORMEN DER ERFINDUNG

Eine schematische Darstellung eines Ringsägeblatts 1 und einer Ringsäge 2 sind in einer Draufsicht in Fig. 1 und in einem vertikalen Schnitt in der Ebene ll-ll dargestellt. Das Ringsägeblatt 1 hat die Gestalt einer flachen, ringförmigen Scheibe mit radial außenliegenden Schneidelementen 3. Die Gestalt gibt eine Rotationsachse 4 vor, um welche das Ringsägeblatt 1 verwendungsgemäß gedreht wird. Die Ringsäge 2 hat eine Werkzeughalterung 5, in welcher das Ringsägeblatt 1 um jene Rotationsachse 4 drehbar gelagert ist. Ein Antrieb erfolgt exzentrisch zu der Rotationsachse 4 mittels eines Antriebsrads 6, welches an einem kreisförmigen, innenliegenden Umfang des hohlen Ringsägeblatts 1 anliegt.

Die Beschreibung des Ringsägeblatts 1 führt in Anlehnung an die bestimmungsgemäße Verwendung und an die zylindrische Symmetrie des Ringsägeblatts 1 die Rotationsachse 4 und eine zu der Rotationsachse 4 senkrecht orientierte Schneidebene E ein. Der Kreuzungspunkt von Rotationsachse 4 und Schneidebene E fällt mit der geometrischen Mitte oder dem Schwerpunkt des Ringsägeblatts 1 zusammen. Die Schneidebene E entspricht der Ebene, in welcher das Ringsägeblatt 1 ein Werkstück, Untergrund, etc. schneidet. In der nachfolgenden Beschreibung beziehen sich die Richtungsangaben axial und radial auf die Rotationsachse 4, soweit nicht explizit anders angegeben. Ein radial innenliegendes Element ist näher der Rotationsachse 4 angeordnet, wie ein radial außenliegendes Element, welches umgekehrt näher an dem äußeren Umfang des Ringsägeblatts 1 angeordnet ist.

Das Ringsägeblatt 1 hat einen hohlkreis-förmigen, flachen Träger 7. Der hohlkreis-förmige Träger 7 ist in radialer Richtung durch einen äußeren Umfang 8 und einen inneren Umfang 9 begrenzt. Der äußere Umfang 8 und der innere Umfang 9 sind konzentrisch und symmetrisch zu der Rotationsachse 4. Der innere Umfang 9 ist kreisförmig, der äußere Umfang 8 ist vorzugsweise kreisförmig oder näherungsweise kreisförmig. Der äußere Umfang 8 verläuft im Abstand eines äußeren Radius 10 zu der Rotationsachse 4. Der innere Umfang 9 ist analog durch einen inneren Radius 11 in Bezug zu der Rotationsachse 4 beschrieben. Eine Breite des Trägers 7 bezeichnet die Differenz des äußeren Radius 10 zu dem inneren Radius 11. Ein Verhältnis des inneren Radius 11 zu dem äußeren Radius 10 ist vorzugsweise größer als 50 %, z.B. größer als 66 %. Eine hohlkreis-förmige Frontalseite 14 und eine hohlkreis-förmige Rückseite 15 schließen den Träger 7 längs der Rotationsachse 4 ab. Die Rückseite 15 ist vorzugsweise eben und unstrukturiert. Die Rückseite 15 kann parallel zu der Schneidebene E sein. Die Frontalseite 14 ist vorzugsweise im Wesentlichen eben und vorzugsweise parallel zu der Schneidebene E. Eine Flöhe 16 des flachen Trägers 7, d.h. dessen Abmessung längs der Rotationsachse 4, ist deutlich geringer als die Radii.

Die Frontalseite 14 des Trägers 7 hat eine im Wesentlichen ebene, typischerweise parallel zu der Schneidebene E verlaufende, Flauptfläche 17 und wenigstens eine ringförmige (Führungs-) Nut 18. Die Führungsnut 18 ist konzentrisch zu dem inneren Umfang 9 des Trägers 7, d.h. verläuft in einem konstanten Abstand um die Rotationsachse 4. Führungsnut 18 ist weitgehend rotationssymmetrisch ausgebildet. Ein Profil der Führungsnut 18 ist gleichbleibend entlang der Umlaufs um die Rotationsachse. Das Profil bezeichnet den Querschnitt in einer die Rotationsachse 4 enthaltenen Ebene, z.B. Ebene lll-lll wie in Fig. 3. Das Profil der dargestellten Führungsnut 18 hat eine radial innenliegende Führungsflanke 19, eine radial außenliegende Flanke 20 und einen zwischen Führungsflanke 19 und außenliegender Flanke 20 angeordneten Nutboden 21. Der Nutboden 21 bildet den tiefsten Bereich der Führungsnut 18, d.h. der Nutboden 21 ist der der Rückseite 15 nächste Bereich der Nut 18. Die Tiefe 22 der Führungsnut 23 bezeichnet den Abstand des Nutbodens 21 zu der Flauptfläche 17 der Frontalseite 1. Der beispielhafte Nutboden 21 ist eben und parallel zu der Schneidebene E. In anderen Ausführungsformen kann der Nutboden 21 eine kreisförmige Linie ohne Ausdehnung sein, in welcher die Führungsflanke 19 und die außenliegende Flanke 20 einander berühren. Die Führungsflanke 19 und die außenliegende Flanke 20 verlaufen jeweils von der Flauptfläche 17 zu dem Nutboden 21.

Die Führungsflanke 19 steigt längs einer radialer Richtung hin zu der Rotationsachse 4 in axialer Richtung von dem Nutboden 21 zu der Flauptfläche 17 an. Die Führungsflanke 19 ist kegelförmig. Der beschreibende Kegel 24 ist symmetrisch zu der Rotationsachse 4, eine Spitze des Kegels liegt bezogen auf die Schneidebene E auf der gleichen Seite wie die Frontalseite 14 und die Führungsnut 18. Ein halber Öffnungswinkel 25 des Kegels 24 ist geringer als 30 Grad, vorzugsweise geringer als 25 Grad, und größer als 10 Grad, vorzugsweise größer als 15 Grad. Die Führungsflanke 19 ist steil gegenüber der Schneidebene E, jedoch ohne senkrecht zu sein. Die außenliegende Flanke 20 fällt längs einer radialer Richtung hin zu der Rotationsachse 4 in axialer Richtung von der Hauptfläche 17 des Frontalseite 14 zu dem Nutboden 21 ab. Die Flanke 20 verläuft durchgehend unterhalb oder auf einem Kegel 26, der durch die Führungsflanke 19 und Tiefe 22 der Führungsnut 18 vorgegeben ist. Dieser begrenzende Kegel 26 steht senkrecht auf der kegelförmigen Führungsflanke 19 und verläuft durch den tiefsten Punkt der Führungsflanke 19. Unterhalb bezeichnet hierbei, dass die Flanke 20 seitig der Rückseite 15 von dem Kegel 26 ist. Der Kegel 26 verläuft somit durch den Hohlraum der Führungsnut 18 und in Richtung zu der Rotationsachse 4 erst bei der Führungsflanke 19 in den Träger 7 ein. Die Führungsflanke 19 ist durchgehend oberhalb des Kegelmantels. Die abgewandte Flanke 20 kann in unterschiedlichen Ausführungen ausgebildet sein. Die Flanke 20 fällt vorzugsweise monoton ab. In einer bevorzugten Ausführungsform hat die abgewandte Flanke 20 eine kegelförmige Gestalt. Der beschreibende Kegel ist symmetrisch zu der Rotationsachse 4; eine Spitze des Kegels liegt auf der Frontalseite 14 abgewandten Seite des Trägers 7. Ein halber Öffnungswinkel 27 des Kegels ist größer als 50 Grad, vorzugsweise größer als 60 Grad, und vorzugsweise kleiner als 75 Grad, z.B. kleiner als 70 Grad. Die außenliegende Flanke 20 ist somit deutlich länger als die Führungsflanke 19.

Die Führungsnut 18, 23 hat ein stark asymmetrisches Profil. Eine Summe der halben Öffnungswinkel 25, 27 der die Führungsflanke 19 und die abgewandte Flanke 20 beschreibenden Kegel ist vorzugsweise größer als 90 Grad, vorzugsweise geringer als 120 Grad. Die Führungsflanke 19 trägt nur geringfügig, z.B. weniger als 20 %, zu der Breite 28 der Führungsnut 18, d.h. deren radialen Abmessung, bei. Den Hauptteil der Breite 28 nehmen die andere Flanke 19 und der Nutboden 21 ein. Die Breite 28 ist wenigstens dreifach, z.B. wenigstens vierfach, so groß wie eine Tiefe 22 der Führungsnut 18, d.h. deren Abmessung längs der Rotationsachse 4. Die Ausführungsform mit einer langgezogenen abgewandten Flanke 20 ist bevorzugt, da dieses Hohlprofil eine vergleichsweise geringe Querschnittsfläche hat. Der Träger 7 ist somit stabiler. Dies gilt insbesondere, wenn zwei oder mehr Führungsnuten vorgesehen sind. In einer anderen Ausführungsform nimmt der Nutboden wenigstens drei Viertel der Breite der Nut ein. Die andere Flanke kann durch einen Kegel mit ähnlichem Öffnungswinkel wie die Führungsflanke beschrieben sein, vgl. Fig. 4. Die Frontalseite 14 kann zwei Führungsnuten 18, 23 aufweisen. Die beiden Führungsnuten 18, 23 sind zueinander konzentrisch. In der dargestellten Ausführungsform weisen beide Führungsnuten 18, 23 das gleiche Profil auf. Die Führungsnuten 18, 23 unterscheiden sich nur in ihrem Radius.

Der innere Umfang 9 des Trägers 7 dient als Lauffläche 29. Die Lauffläche 29 kann stumpf oder gerundet sein oder wie bevorzugt einen trapezförmigen Querschnitt aufweisen. Die Lauffläche 29 hat die Form eines Rotationskörpers, dessen Symmetrieachse mit der Rotationsachse 4 zusammenfällt.

Beim Schneiden eines Untergrunds mit dem Ringsägeblatt 1 taucht das Ringsägeblatt 1 in der Schneidebene E in den Untergrund ein. Entlang des äußeren Umfangs 8 des Trägers 7 sind die Schneidelemente 3 in der Schneidebene E angeordnet. Die Schneidelemente 3 stehen in radialer Richtung von dem Träger 7 ab. Ferner stehen die Schneidelemente 3 auch beiden axialen Richtungen gegenüber dem Träger 7 vor. Die Schneidelemente 3 sind somit dicker als der Träger 7, d.h. haben eine größere Abmessung längs der Rotationsachse 4. Der von den Schneidelementen 3 geschnittene Schlitz ist ausreichend breit, so dass der Träger 7 in den Schlitz eingeführt werden kann. Die Schneidelemente 3 können abrasiv oder spanend sein. Beispielsweise enthalten die Schneidkörper Diamantpartikel oder ähnlich harte Körner, welche in einer Matrix eingebettet sind. Der Träger 7 ist vorzugsweise aus einem Stahl gefertigt.

Die Ringsäge 2 ist vorzugsweise eine handgehaltene Werkzeugmaschine oder Flandwerkzeugmaschine. Die Ringsäge 2 hat eine Werkzeughalterung 5 zum Führen eines Ringsägeblatts 1. Ein Motor 30 dient zum Antreiben des in der Werkzeughalterung 5 geführten Ringsägeblatt 1. Der Motor 30 ist in einem Maschinengehäuse 31 angeordnet. Ein Handgriff 32 zum Flalten und Führen der Ringsäge 2 während des Sägens ist an dem Maschinengehäuse 31 angeordnet. Die Ringsäge 2 hat vorzugsweise zwei Handgriffe oder einen Handgriff, der mit zwei Fländen gegriffen werden kann. Ein beispielhafter Handgriff ist als Bügel ausgebildet. Der Handgriff 32 ist an einem Maschinengehäuse 31 der Ringsäge 2 angeordnet.

Die Werkzeughalterung 5 kann durch den Anwender ohne Werkzeug verriegelt und entriegelt werden, um das Ringsägeblatt 1 einzulegen bzw. zu entnehmen. Die Werkzeughalterung 5 basiert auf mehreren Rollen, welche an den gegenüberliegenden Seitenflächen 14, 15 des Ringsägeblatts 1 anliegen. Die Werkzeughalterung 5 hat einen Aufnahmeraum 33 für das Ringsägeblatt 1 , welcher vorzugsweise durch eine Flaube 34 abgedeckt ist. Der Anwender kann die Flaube 34 von dem Maschinengehäuse 31 abnehmen oder gegenüber dem Maschinengehäuse 31 aufklappen, verschwenken, etc.. Das Öffnen und Schließen der Flaube 34 sowie das Entriegeln und Verriegeln der Werkzeughalterung 5 kann beispielsweise durch einen Betätigungshebel 35 erfolgen.

Die nachfolgende Beschreibung der Werkzeughalterung 5 bezieht sich auf deren verriegelte Stellung, wie sie im Betreib der Ringsäge 2 sinngemäß im Betrieb verwendet wird (Fig. 5). Die Werkzeughalterung 5 hat einen Aufnahmeraum 33 für das Ringsägeblatt 1. Der Aufnahmeraum 33 ist vorzugsweise längs der Rotationsachse 4 durch einen Boden 36 und ein Dach 37 und in radialer Richtung durch eine Seitenwand 38 umschlossen. Der Boden 36 ist auf einer Seite, das Dach 37 auf der gegenüberliegenden Seite des Schneidebene E angeordnet. Boden 36 und Dach 37 verlaufen im Wesentlichen längs der Schneidebene E. Die Seitenwand 38 verläuft in Umfangsrichtung um die Rotationsachse 4 und kann zylindrisch ausgebildet sein. Der Aufnahmeraum 33 hat eine Eintrittsöffnung 39 und eine Austrittsöffnung durch welche das Ringsägeblatt 1 in den Aufnahmeraum 33 eintreten bzw. austreten kann. Der Boden 36 kann durch eine Außenfläche des Maschinengehäuses 31 gebildet sein. Das Dach 37 kann durch eine Innenfläche der Haube 34 gebildet sein. Der Aufnahmeraum 33 ist vorzugsweise gegenüber dem Maschinengehäuse 31 staub- und wasserdicht ausgebildet, um Elektromotor 30, Getriebe 40, etc. der Ringsäge 2 gegenüber von dem Ringsägeblatt 1 eingebrachten Sägestaub oder Wasser zu schützen.

Die Werkzeughalterung 5 der Ringsäge 2 ist innerhalb des Aufnahmeraums 33 angeordnet. Die Werkzeughalterung 5 basiert auf Führungsrollen 41 , 42 und Führungswalzen 43, 44. Die Führungsrollen 41 , 42 sind auf einer Seite der Schneidebene E, die Führungswalzen 43, 44 auf der gegenüberliegenden Seite der Schneidebene E angeordnet. Die beispielhaften Führungsrollen 41 , 42 ragen gegenüber dem Boden 36 in den Aufnahmeraum 33 vor. Die beispielhaften Führungswalzen 43, 44 ragen ausgehend von dem Dach 37 in den Aufnahmeraum 33 vor. Die Führungsrollen 41 , 42 greifen in die Führungsnuten 18, 23 des Ringsägeblatts 1 ein. Die Führungswalzen 43, 44 liegen an der vorzugweise glatten Rückseite 15 des Ringsägeblatts 1 an. Die beispielhafte Ringsäge 2 hat zwei Führungsrollen 41 , 42, welche längs einer Umlaufrichtung 45 um die Rotationsachse 4 versetzt angeordnet sind. Andere Ausführungsformen haben nur eine Führungsrolle oder bis zu vier Führungsrollen. Die Führungswalzen 43, 44 sind den Führungsrollen 41 , 42 vorzugsweise gegenüberliegend angeordnet, d.h. in gleicher Winkelposition um die Rotationsachse 4. Das Paar aus einer Führungsrolle 41 und einer gegenüberliegender Führungswalze 43 klemmt das Ringsägeblatt 1 zwischen sich ein. Ein axialer Abstand zwischen Führungsrolle 41 und Führungswalze 43 entspricht der Dicke 16 des vorgesehenen oder eingelegten Ringsägeblatts 1.

Die Führungsrolle 41 hat wenigstens einen Wälzkörper 46, 47, welcher um eine Drehachse 48 drehbar gelagert ist. Die Drehachse 48 und der Wälzkörper 46 sind gegenüber der Schneidebene E derart geneigt, dass ein der Rotationsachse 4 zugewandter Abschnitt des Wälzkörpers 46 in die Führungsnut 18 eingreift. Ein von der Rotationsachse 4 abgewandter Abschnitt des Wälzkörpers 46 ist entsprechend von dem Ringsägeblatt 1 längs der axialen Richtung beabstandet. Der Wälzkörper 46 hat eine rotationssymmetrische Mantelfläche 49. Die beispielhafte Mantelfläche 49 ist zylindrisch ausgeformt. Die Mantelfläche 49 liegt an der Führungsnut 18 des Ringsägeblatts 1 an. Das sich angetriebene Ringsägeblatt 1 bewegt den Wälzkörper 46, dito die Führungsrolle 41. Die geneigte Ausrichtung der Führungsrolle 41 ermöglicht ein reibungsfreies oder reibungsarmes Mitnehmen der Führungsrolle 41 durch das Ringsägeblatt 1. Die geringe Reibung erhöht die Effizienz der Ringsäge 2 und Lebensdauer der Führungsrollen 41.

Die Führungsrolle 41 bzw. die Wälzkörper 46, 47 der Führungsrolle 41 sind kraftfrei und reibungsarm um die Drehachse 48 drehbar gelagert. Die Führungsrolle 41 ist zwar nicht unmittelbar durch den Motor 30 angetrieben. Jedoch wird die Führungsrolle 41 durch die Mitnahme über das Ringsägeblatt 1 bewegt. Das große Verhältnis des Durchmessers des Ringsägeblatts 1 zu dem Durchmesser des Wälzkörpers 46 bedingt hohe Drehzahlen des Wälzkörpers 46. Der Wälzkörper 46 ist daher vorzugsweise in einem reibungsarmen Lager 50, z.B. einem Kugellager, gelagert, um Reibungsverluste aufgrund der schnell drehenden Führungsrolle 41 zu vermeiden. Beispielsweise ist der Wälzkörper 46 in einem Kugellager gelagert.

Die Drehachse 48 ist, wie erwähnt, gegenüber der Schneidebene E geneigt. Die Drehachse 48 kann mit der Rotationsachse 4 in einer Ebene liegen. In der dargestellten Ausführungsform sind Rotationsachse 4 und Drehachse 48 windschief angeordnet. Rotationsachse 4 und Drehachse 48 sind kreuzen sich nicht und sind nicht parallel. Der der Rotationsachse 4 nächste Punkt der Drehachse 48 liegt auf der gleichen Seite der Schneidebene E wie die Führungsrolle 41. Ausgehend von der Führungsrolle 41 verläuft die Drehachse 48 in radialer Richtung auf die Rotationsachse 4 zu und entfernt sich dabei von der Schneidebene E und der Frontalseite 14 des Ringsägeblatts 1. Die Neigung der Drehachse 48 gegenüber der Schneidebene E überträgt sich auf eine Neigung des Wälzkörpers 46, der mit zunehmenden Abstand von der Rotationsachse 4 einen größeren Abstand zu der Schneidebene E aufweist. Der Neigungswinkel 51 der Drehachse 48 gegenüber einem Lot auf die Schneidebene E ist geringer als 30 Grad, vorzugsweise geringer als 25 Grad, und größer als 10 Grad, vorzugsweise größer als 15 Grad. Bei dem beispielhaften zylindrischen Wälzkörper 46 ist der Neigungswinkel 51 gleich der Neigung der Führungsflanke 19, der für die Ringsäge 2 vorgesehenen Ringsägeblätter 1.

Die Anzahl der Wälzkörper 46, 47 ist an die Anzahl der Führungsnuten 18, 23 der vorgesehenen Ringsägeblätter 1 angepasst. Die dargestellte und bevorzugte Ausführungsform hat zwei Wälzkörper 46, 47. Andere Ausführungsformen haben einen Wälzkörper 46 oder bis zu vier Wälzkörper. Die Wälzkörper 46, 47 sind koaxial angeordnet und um die gleiche Drehachse 48 drehbar gelagert. Die Radii der Wälzkörper 46, 47 bzw. deren Mantelflächen 49 sind unterschiedlich. Die innere Führungsnut 18 ist weiter von der Drehachse 48 beabstandet wie die äußere Führungsnut 23 des eingelegten Ringsägeblatts 1. Entsprechend hat der Wälzkörper 46 zugehörig zu der inneren Führungsnut 18 einen größeren Radius wie der Wälzkörper 47 zugehörig zu der äußeren Führungsnut 23. Der kleinere Wälzkörper 47, zumindest dessen Mantelfläche, zugehörig zu der inneren Führungsnut 18 ist längs der Drehachse 48 gegenüber der dem größeren Wälzkörper 46 zugehörig zu der äußeren Führungsnut 18 in Richtung zu der Schneidebene E hin versetzt angeordnet. Der Versatz zwischen dem kleineren Wälzkörper 47 und dem größeren Wälzkörper 46 ist derart, dass deren der Rotationsachse 4 zugewandte Abschnitte in gleichem Abstand zu der Schneidebene E sind. Der Versatz ist trigonometrisch durch den Unterschied der Radii und den Neigungswinkel 51 vorgegeben. Die beiden Wälzkörper 46, 47 greifen vorzugsweise gleich tief oder etwa gleich tief in die Führungsnuten 18, 23 ein.

Der kleinere Wälzkörper 47 rotiert aufgrund seines kleineren Radius und zusätzlich dem größeren Umfang der äußeren Führungsnut 23 deutlich schneller als der größere Wälzkörper 46. Der kleinere Wälzkörper 47 ist daher vorzugsweise nicht unmittelbar in dem Maschinengehäuse 31 gelagert. In einer bevorzugten Ausführungsform ist der kleinere Wälzkörper 47 auf dem größeren Wälzkörper 46 gelagert. Das Lager, z.B. ein Kugellager, wird nur in Hinblick auf eine Differenzgeschwindigkeit der beiden Wälzkörper beansprucht. Der größere Wälzkörper 46 ist in einem in dem Maschinengehäuse 31 befestigten Lager 50 gelagert. Das Ringsägeblatt 1 stützt sich beim Sägen über seine Führungsnuten 18 in radialer Richtung 68, d.h. in der Schneidebene E, an den Führungsrollen 41 ab. Die Führungsrollen 41 übertragen die Kräfte unmittelbar auf das Maschinengehäuse 31.

Die beispielhaften Führungsrollen 41 sind in dem Maschinengehäuse 31 gelagert. Die Wälzkörper 46, 47 ragen in den Aufnahmeraum 33 hinein. Die Wälzkörper 46, 47 sind Staub und Wasser ausgesetzt. Damit Staub und Wasser nicht in das Maschinengehäuse 31 eindringt, sind zumindest die Wälzkörper 46, 47 der Führungsrolle 41 gegenüber dem Maschinengehäuse 31 gekapselt. Die Wälzkörper 46 sind in einem Topf 53 angeordnet, welcher gegenüber dem Maschinengehäuse 31 abgedichtet und zu dem Aufnahmeraum 33 hin offen ist. Der Topf 53 oder der Innenraum des Topfs 53 ist beispielsweise zylindrisch und koaxial zu der Drehachse 48 der Wälzkörper 46 ausgebildet. Der Topf 53 hat eine dem Aufnahmeraum 33 zugewandte Öffnung 54, durch welche die Wälzkörper 46, 47 in den Aufnahmeraum 33 eintreten. Die Öffnung 54 liegt in einer Ebene mit dem Boden 36. Die vorzugsweise gegenüber der Schneidebene E und dem Boden 36 geneigten Wälzkörper 46, 47, können vollständig oder teilweise innerhalb dem Aufnahmeraum 33 angeordnet sein. Beispielsweise ragt nur ein dem Schneidebene E näheres Segment der Wälzkörper 46 durch die Öffnung 54 in den Aufnahmeraum 33. Dieses Segment kontaktiert das Ringsägeblatt 1. Das verbleibende Segment kann durch den Boden 36 gegenüber der Aufnahmeraum 33 verdeckt sein. Die zugehörige Öffnung 54 des Topfs 53 ist beispielsweise schlitzförmig oder kreissegmentförmig, entsprechend der Schnittfigur des geneigten Wälzkörpers 46 mit der Ebene des Bodens 36. Das Volumen des Topfs 53 ist möglichst gering ausgebildet, damit sich in diesem kein Staub, dreckiges Wasser, etc. ablagern kann. Das Volumen des Topfs 53 ist beispielsweise maximal dreifach, z.B. maximal zweifach, z.B. maximal anderthalbfach, so groß wie das Volumen der Wälzkörpers 46, 47 der Führungsrolle 41. Ein Durchmesser des Topfs ist etwa gleich dem Durchmesser der größeren Wälzkörpers 46, z.B. maximal 30 % größer.

Die Führungswalze 43 hat einen Wälzkörper 55, der um eine Drehachse 56 drehbar gelagert ist (Fig. 5). Der Wälzkörper 55 hat eine zylindrische oder vorzugsweise eine konusförmigen Mantelfläche 57. Die Mantelfläche 57 ist parallel zu der Schneidebene E ausgerichtet, zumindest im Betrieb bzw. bei verriegelter Werkzeughalterung 5. Das Ringsägeblatt 1 liegt auf der Mantelfläche 57 parallel zu der Schneidebene E auf bzw. wird durch die Mantelfläche 49 abgestützt. Die Drehachse 57 ist weitgehend radial zu der Rotationsachse 4 orientiert angeordnet. Der Wälzkörper 55 kann dadurch reibungsarm an dem sich drehenden Ringsägeblatt 1 abrollen. Analog den Führungsrollen ist die Führungswalze 43 reibungsarm und kraftfrei gelagert. Der bevorzugte Wälzkörper 55 hat eine konusförmige Mantelfläche 55. Der Radius des Wälzkörpers 55 nimmt mit abnehmendem Abstand zu der Rotationsachse 4 ab. Vorzugsweise ist das Verhältnis von Radius des Wälzkörpers 55 zu dem Abstand zu der Rotationsachse 4 längs der Drehachse 56 konstant oder näherungsweise konstant. Eine Abweichung von einem Mittelwert des Verhältnisses ist geringer als 2 %. Die Mantelfläche 57 wird beispielsweise durch einen Kegel beschrieben, dessen halber Öffnungswinkel 2 Grad bis 5 Grad beträgt. Der Neigungswinkel 58 der Drehachse 57 gegenüber der Schneidebene E ist gleich dem halben Öffnungswinkel. Die Drehachse 57 der Führungswalze 43 liegt vorzugsweise in einer Ebene mit der Drehachse 48 der gegenüberliegenden Führungsrolle 41. Die Ebene ist zudem senkrecht zu der Schneidebene E oder parallel zu der Rotationsachse 4. Auch wenn die Mantelflächen von Führungsrolle 41 und Führungswalze 43 zueinander geneigt sind, ergeben sich wegen der gleich orientierten Drehachsen keine oder nur geringe Scherkräfte zwischen Führungsflanke 19 und Rückseite Bei der dargestellten und bevorzugten Ausführungsform hat die Werkzeughalterung 5 zwei Paare aus Führungsrolle 41 und Führungswalze 43. Die Drehachse 48 der Führungsrolle 41 und die Drehachse 57 der Führungswalze 43 jeweils eines Paars liegen in einer Ebene. Die beiden Ebenen schneiden sich in einer Linie K, welche parallel zu der Rotationsachse 4 ist. Die Linie K kann auf der Rotationsachse 4 liegen oder zu der Rotationsachse 4 versetzt sein. Dies reflektiert die Möglichkeit dieser Ringsäge 2 Ringsägeblätter 1 mit unterschiedlichem Durchmesser aufnehmen zu können. Da die Position der Rotationsachse 4 durch die Führungsnuten 18 des Ringsägeblatts 1 definiert ist, ist die Position der Rotationsachse 4 relativ zu der Ringsäge 2 nur in dem Rahmen der vorgesehenen Ringsägeblätter 1 vorgegeben. Unbenommen dessen ist die Rotationsachse 4 für Richtungsangaben eine ausreichend definierte Referenz.

Die Werkzeughalterung 5 kann ohne Werkzeug entriegelt werden, um das Ringsägeblatt 1 zu entnehmen. Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Führungswalzen 43 von der Schneidebene E und ggf. dem eingelegten Ringsägeblatt 1 entfernt werden können, um die Fixierung längs der Rotationsachse 4 aufzuheben. Die Führungswalzen 43 sind beispielsweise an einer Innenseite der Haube 34 aufgehängt, wie schematisch in Fig. 6 dargestellt. An der Haube 34 können Drehlager 59 befestigt sein, in welchen die Führungswalzen 44 um die Drehachse 56 drehbar gelagert sind. Bei geschlossener Haube 34 liegen die Führungswalzen 43 an dem Ringsägeblatt 1 an, die Werkzeughalterung 5 ist wie oben beschrieben verriegelt. Mit dem Öffnen der Haube 34 werden die Führungswalzen 43 von der Schneidebene E und ggf. von dem eingelegten Ringsägeblatt 1 entfernt. Bei der beispielhaften Ausführungsform werden die Führungswalzen 44 zusammen mit der Haube 34 gegenüber der Schneidebene E verschwenkt. Die Werkzeughalterung 5 ist entriegelt und das Ringsägeblatt 1 kann entnommen werden. Vorzugsweise ist eine lösbare Sperre vorgesehen, welche ein versehentliches Öffnen der Haube 34 und ein damit einhergehendes Entriegeln der Werkzeugaufnahme verhindert.

Der Antrieb der Ringsäge 2 beinhaltet das Antriebsrad 6, den beispielhaften Elektromotor 30 und ein Getriebe 40, das den Elektromotor 30 mit dem Antriebsrad 6 koppelt (Fig. 7). Anstelle des Elektromotors 30 können andere Motoren, z.B. Verbrennungsmotoren, eingesetzt werden. Das Antriebsrad 6 ist in der Schneidebene E und exzentrisch zu der Rotationsachse 4 angeordnet. Eine Antriebsachse 60 des Antriebsrads 6 ist zu der Rotationsachse 4 versetzt. Vorzugsweise sind die Antriebsachse 60 und die Rotationsachse 4 parallel. Das Antriebsrad 6 rollt an der Lauffläche 29 des Ringsägeblatts 1 ab, d.h. an dem inneren Umfang 9 des Trägers 7. Ein Durchmesser des Antriebsrads 6 ist entsprechend kleiner als der innere Radius 11 der für die Ringsäge 2 vorgesehenen Ringsägeblätter 1. Das Getriebe 40 kann verschiedene Komponenten zum Anpassen von Drehzahl oder Drehmoment, Sicherheitskupplungen, etc. beinhalten.

Das Antriebsrad 6 lässt sich vorzugsweise in der Schneidebene E verschieben, um das Entnehmen des Ringsägeblatts 1 aus der Werkzeughalterung 5 zu erleichtern. Das Verschieben wird beispielsweise durch ein Winkelgetriebe 40 mit einem antriebsseitigen Ritzel 61 und einem abtriebsseitigen Kronenrad 62 ermöglicht (Fig. 7). Das Kronenrad 62 zeichnet sich durch Zähne 63 aus, die längs der Antriebsachse 60 von einer Grundplatte 64 vorstehen. Die Zähne 63 sind um einen zu der Antriebsachse 60 rotationssymmetrischen, z.B. zylindrischen, Hohlraum angeordnet. Die Zähne 63 können zylindrisch, prismatisch oder von anderer Gestalt sein. In einer bevorzugten Ausführungsform haben die Zähne 63 eine prismatische Gestalt, deren dreiecksförmige, prismatische Grundfläche tangential zum Umfang des Kronenrads 62 oder einem anderen Kreis um die Antriebsachse 60 orientiert ist. Das Antriebsrad 6 und das Kronenrad 62 sind in einem Lager 65 um die Antriebsachse 60 drehbar gelagert. Der Lagerbock 66 ist auf einem Schlitten 67 montiert, welcher längs einer radialen Richtung 68, parallel zu der Schneidebene E verschiebbar ist. Der Schlitten 67 ist parallel zu einer Achse 69 des antriebsseitigen Ritzels 61 beweglich. Der Schlitten 67 kann beispielsweise über ein Gestänge 70 an einen Betätigungshebel 35 gekoppelt, über welchen der Anwender kann den Schlitten 67 verschieben kann. Vorzugsweise ist eine lösbare Sperre vorgesehen, welche den Schlitten 67 in der verriegelten Stellung der Werkzeughalterung 5 fixiert.

Der Anwender kann die Werkzeughalterung 5 vorzugsweise durch einen Betätigungshebel 35 verriegeln (Fig. 8) bzw. entriegeln (Fig. 10). Der Betätigungshebel 35 hat eine schließende Stellung (Fig. 8), in welcher die Werkzeughalterung 5 verriegelt ist, und eine öffnende Stellung (Fig. 10), in welcher die Werkzeughalterung 5 entriegelt ist. In der öffnenden Stellung des Betätigungshebels 35 ist der Kontakt der Führungswalzen 43 mit dem Ringsägeblatt 1 aufgehoben. Vorzugweise ist zudem der Kontakt des Antriebsrads 6 zu dem Ringsägeblatt 1 aufgehoben. Das Ringsägeblatt 1 liegt lose auf den Führungsrollen 41 auf, von denen es der Anwender abheben und entfernen kann. Beim Einlegen eines neuen Ringsägeblatts 1 legt der Anwender diese mit den Führungsnuten 18 auf die Führungsrollen 41 auf. Die Führungsnuten 18 sorgen bereits für eine korrekte Ausrichtung des Ringsägeblatts 1 in der Schneidebene E. Die Führungswalzen 43 werden ansprechend auf die schließende Stellung des Betätigungshebels 35 in Kontakt mit dem Ringsägeblatt 1 gebracht und somit die Werkzeughalterung 5 verriegelt. Vorzugsweise ist in der geschlossenen Stellung das Antriebsrad 6 in Kontakt mit dem Ringsägeblatt 1. Die Haube 34 verdeckt vorzugsweise die Werkzeughalterung 5 und das Antriebsrad 6. Die Führungsrollen 41 , die Führungswalzen 43 und das Antriebsrad 6 sind bei geöffneter Haube 34 dem Anwender zugänglich, so dass der Anwender das Ringsägeblatt 1 entnehmen bzw. einlegen kann. Die Haube 34 wird vorzugsweise entsprechend der öffnenden Stellung und schließenden Stellung durch den Betätigungshebel 35 geöffnet und geschlossen. Der Betätigungshebel 35 kann zugleich die Haube 34 und die Werkzeughalterung 5 manipulieren.

Ein beispielhafter Betätigungshebel 35 und eine Mechanik 71 zur Manipulation von Werkzeughalterung 5 und Haube 34 ist in Zusammenhang mit Fig. 8 bis Fig. 10 dargestellt. Der Betätigungshebel 35 rastet in der schließenden Stellung ein. Eine von Werkzeughalterung 5 oder Haube 34 ausgehende Kraft drückt den Betätigungshebel 35 vorzugsweise in die schließende Stellung. In anderen Ausführungen kann der Betätigungshebel 35 durch einen Zapfen oder ähnliches in der schließenden Stellung durch den Anwender fixiert werden.

Die Haube 34 ist in der schließenden Stellung des Betätigungshebels 35 geschlossen. Die Haube 34 ist um ein Schwenkgelenk 72 gegenüber dem Maschinengehäuse 31 schwenkbar aufgehängt. Das Schwenkgelenk 72 ist ortsfest in dem Maschinengehäuse 31 angeordnet. Die Haube 34 hat vorzugsweise einen Verschluss, welcher ein versehentliches Aufklappen der Haube 34 verhindert. Der Verschluss muss durch den Betätigungshebel 35 gelöst werden. In der geschlossenen Stellung ist der Verschluss durch den Betätigungshebel 35 gesperrt. Ein beispielhafter Verschluss basiert auf einem Riegel 73, der in eine Tasche 74 an dem Maschinengehäuse 31 eingreift. Der Riegel 73 ist beispielsweise als in radialer Richtung 68 vorspringende Nase an der Haube 34 ausgebildet. Die zugehörige Tasche 74 an dem Maschinengehäuse 31 hat eine in der radialen Richtung 68 zurückgezogene Vertiefung, welche vorzugsweise formschlüssig zu der Nase ausgebildet ist. Der Riegel 73 liegt an der Tasche 74 in einer Umfangsrichtung um das Schwenkgelenk 72 an. Hierdurch ist die Schwenkbewegung um dieses Schwenkgelenk 72 gehemmt. Der Riegel 73 kann längs der radialen Richtung 68 von der Tasche 74 entfernt werden. Riegel 73 und Tasche 74 überlappen nicht mehr längs der Umfangsrichtung um das Schwenkgelenk 72 und die Hemmung der Schwenkbewegung ist aufgehoben. Beispielsweise ist hierfür die Haube 34 längs der radialen Richtung 68 in dem Maschinengehäuse 31 verschiebbar. Die Haube 34 ist über ein Langloch 75 an dem Schwenkgelenk 72 angelegt. Das Langloch 75 verläuft vorzugsweise geneigt gegenüber der radialen Richtung 68. Die Haube 34 kann somit um das Schwenkgelenk 72 geschwenkt und eine kurze Distanz längs der radialen Richtung 68 verschoben werden. Der Verschluss ist geschlossen, wenn das Schwenkgelenk 72 an dem Verschluss-nahen Ende des Langlochs 75 anliegt, und der Verschluss ist geöffnet, wenn das Schwenkgelenk 72 an dem Verschluss-fernen Ende des Langlochs 75 anliegt. Der Betätigungshebel 35 verschiebt die Haube 34 gegenüber dem Schwenkgelenk 72, derart, dass in der geschlossenen Stellung der Haube 34 der Verschluss geschlossen ist. Ausgehend von der schließenden Stellung zu einer Zwischenstellung (Fig. 9) zieht der Betätigungshebel 35 die Haube 34 entgegen der radialen Richtung 68 und zieht den Riegel 73 aus der Tasche 74. Ausgehend von der Zwischenstellung zu der öffnenden Stellung wird die Haube 34 um das Schwenkgelenk 72 verschwenkt. Zusammen mit der Haube 34 werden die Führungswalzen 43 gegenüber der Schneidebene E und ggf. dem Ringsägeblatt 1 verschwenkt.

Der Betätigungshebel 35 ist mit dem Gestänge 70 zum Verschieben des Antriebsrads 6 gekoppelt. Das bewegliche Antriebsrad 6 kann durch eine Feder 76 in die entriegelnde Stellung vorgespannt sein. Beispielsweise drückt die Feder 76 auf das Gestänge 70 in die radiale Richtung 68 hin zu der Rotationsachse 4. Der Betätigungshebel 35 gibt in seiner offenen Stellung das Gestänge 70 frei, welches sich getrieben durch die Feder 76 in die entriegelnde Stellung bewegt (Fig. 9). Beim Verriegeln durch den Betätigungshebel 35 schiebt ein Hilfsarm 77 des Betätigungshebels 35 das Gestänge 70 entgegen der radialen Richtung 68. Der Hilfsarm 77 ist vorzugsweise von dem Gestänge 70 solange entkoppelt, wie die Führungswalzen 43 das Ringsägeblatt 1 nicht berühren. Die Führungsnuten 18 können somit ungestört durch eine radial wirkende Kraft auf den Führungsrollen 41 aufliegen und das Ringsägeblatt 1 ausrichten. Erst sobald die Führungswalzen 43 die Führungsnuten 18 an die Führungswalzen 43 anpressen und fixieren, werden die radialen Kräfte durch das Antriebsrad 6 eingeleitet. Der Hilfsarm 77 kann beispielsweise über ein Schwenkgelenk 78 an dem Maschinengehäuse 31 angelegt sein. Der Betätigungshebel 35 verschwenkt ansprechend auf seine Stellung den Hilfsarm 77 in unterschiedliche Stellungen.

Die beispielhafte Mechanik 71 beinhaltet ein Viergelenk, das den Betätigungshebel 35 an die Haube 34 und das Maschinengehäuse 31 angekoppelt sein. Die Haube 34 und der Hilfsarm 77 sind beispielsweise an ortsfesten Gelenken 72, 78 angelegt. Der Betätigungshebel 35 ist an einem von der Haube 34 mitbewegten Gelenk 79 und einem von dem Hilfsarm 77 mitbewegten Gelenk 80 angekoppelt.

Das Ringsägeblatt 1 wird im Betrieb durch eine Wasserspülung 81 mit Wasser gespült. Das Wasser kühlt die Schneidelemente 3. Das Kühlen ist insbesondere bei den wärmeempfindlichen diamanthaltigen Schneidelementen 3 notwendig. Nachteilig an der Verwendung von Wasser zum Kühlen ist, dass sich das Wasser mit dem beim Sägen entstehenden Staub zu einem Schlamm vermischt. Der Schlamm wird von dem Ringsägeblatt 1 teilweise aufgenommen und in die Ringsäge 2 transportiert. Der abrasiv wirkende Schlamm trägt zum Verschleiß insbesondere der bewegten Elemente bei.

Eine Ausführungsform der Ringsäge 2 mindert den Verschleiß mittels des Wassers. Das Wasser wird innerhalb des Aufnahmeraums 33 der Werkzeughalterung 5 angrenzend an der Führungsrolle 41 zugeführt. Das noch saubere Wasser umspült die Wälzkörper 46, 47 der Führungsrolle 41. Die mechanisch stark belasteten Kontaktbereiche können schlammfrei gehalten werden oder zumindest ist der Schlammeintrag an den Kontaktbereichen vermindert. In einer bevorzugten Ausführungsform liegen die Wälzkörper 46, 47 in der Strömungsrichtung des Wassers vor dem Aufnahmeraum 33. Das Wasser umfließt zumindest einen Abschnitt der Wälzkörper 46, bevor das Wasser in Kontakt mit Staub, Schlamm, etc. in dem Aufnahmeraum 33 gelangt.

Das Wasser wird von einer externen Wasserversorgung 82 bereitgestellt. Die Wasserversorgung 82 kann unter anderem einen befüllten Tank oder fließendes Wasser aus einem öffentlichen oder privates Wasserversorgungsnetz beinhalten. Die Wasserversorgung 82 kann das verwendete Wasser auffangen, filtern und erneut zuführen. Das Wasser steht vorzugsweise unter Druck, z.B. aufgrund einer erhöhten Lage des Tanks oder einer druckerhöhenden Pumpe. Die Ringsäge 2 hat einen Wasseranschluss 83 zum Anschließen an die Wasserversorgung 82. Kanäle 84 in der Ringsäge 2 leiten das Wasser von dem Wasseranschluss 83 in den Aufnahmeraum 33 der Werkzeughalterung 5. Das Wasser tritt vorzugweise an oder nahe der Führungsrollen 41 in den Aufnahmeraum 33 ein. Beispielsweise wird das Wasser über den Topf 53 zugeführt, in welchem die Wälzkörper 46, 47 angeordnet sind. Das Wasser strömt über die Wälzkörper 46, 47 in den Aufnahmeraum 33. Der Wälzkörper 46 liegt somit in Strömungsrichtung des einfließenden Wassers vor dem Aufnahmeraum 33. Insbesondere fließt das Wasser über die hochbelasteten Mantelflächen 49 in den Aufnahmeraum 33. Ein Auslass 85 des Kanals 84 ist beispielsweise auf die Mantelfläche 49 oder auf eine vom Aufnahmeraum 33 abgewandte Fläche 86 des Wälzkörpers 46 gerichtet. Der Kanal 84 kann einen helixförmigen Abschnitt 87 aufweisen. Der helixförmige Abschnitt 87 ist um die Drehachse 48 der Führungsrolle 41 angeordnet. Der Abschnitt 87 kann beispielsweise zwischen einem Lagerbock 88 für den äußeren Wälzkörper 46 und der Wand des Topfs 53 angeordnet sein.




 
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