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Patent Searching and Data


Title:
RING SPINNING MACHINE HAVING A FALSE TWIST DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/072773
Kind Code:
A1
Abstract:
In a ring spinning machine having at least one spinning station (1) that contains a drafting system (3) and a ring spindle (5), a false twist device (4) is arranged between the drafting system (3) and the ring spindle (5). A fibre strand (8) to be rotated can be placed laterally against the false twist device (4). The false twist device (4) comprises at least one rotatable disc (14, 24, 25, 26, 28, 29) having a friction surface (15) for a fibre strand (8). The fibre strand (8) can be guided by two adjacent discs (14a, 14b, 25, 26, 28, 29), which are arranged with a centre distance that is less than the disc diameter.

Inventors:
STAHLECKER, Gerd (Auf der Ebene 30, Eislingen/Fils, 73054, DE)
Application Number:
EP2010/006566
Publication Date:
June 23, 2011
Filing Date:
October 27, 2010
Export Citation:
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Assignee:
MASCHINENFABRIK RIETER AG (Klosterstrasse 20, Winterthur, CH-8406, CH)
STAHLECKER, Gerd (Auf der Ebene 30, Eislingen/Fils, 73054, DE)
International Classes:
D01H1/02; D01H1/11; D01H4/12; D01H5/28; D01H7/92
Attorney, Agent or Firm:
RUFF, WILHELM, BEIER, DAUSTER & PARTNER (Postfach 10 40 36, Stuttgart, 70035, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Ringspinnvorrichtung mit wenigstens einer Spinnstelle, die ein Streckwerk und eine Ringspindel enthält, wobei eine Falschdralleinrichtung für einen zu verdrehenden Faserverband zwischen Streckwerk und Ringspindel angeordnet ist, an die der Faserverband seitlich anlegbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die

Falschdralleinrichtung (4) wenigstens eine rotierbare Scheibe (14; 24, 25, 26; 28, 29) mit einer Reibfläche (15) für den Faserverband (8) aufweist.

2. Ringspinnvorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Reibfläche (15) am Außenumfang der Scheibe (14; 24, 25, 26; 28, 29) angeordnet ist.

3. Ringspinnvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Faserverband (8) durch zwei benachbarte Scheiben (14a, 14b; 24, 25; 28, 29) geführt wird, die mit einem Achsabstand angeordnet sind, der kleiner als der Scheibendurchmesser ist.

4. Ringspinnvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Falschdralleinrichtung (4) so zwischen einer Ausgangsklemmlinie (9) des Streckwerks (3) und einem der Ringspindel (5) vorgeordneten Fadenführer (13) angeordnet ist, dass der Faserverband (8) durch die Falschdralleinrichtung (4) aus der kürzesten Verbindungslinie zwischen Ausgangsklemmlinie (9) und Fadenführer (13) ausgelenkt wird.

5. Ringspinnvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die eine Spinnstelle (1) zugeordnete Falschdralleinrichtung (4) zwei rotierbare Scheiben (14a, 14b) aufweist.

6. Ringspinnvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rotationsachse (16; 31) der Scheibe (14; 29) einen Winkel zu dem

Faserverband (8) aufweist, so dass die Falschdralleinrichtung (4) eine Förderwirkung auf den Faserverband (8) ausübt, die in Transportrichtung (A) des Faseryerbandes (8) oder entgegengesetzt dazu gerichtet ist.

7. Ringspinnvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dass die Rotationsachsen (30, 31) von zwei einem Faserverband (8) zugeordneten Scheiben (28, 29) einen kleinen Winkel zueinander aufweisen.

Description:
Ringspinnvorrichtung mit Falschdralleinrichtung

Die Erfindung betrifft eine Ringspinnvorrichtung mit wenigstens einer Spinnstelle, die ein

Streckwerk und eine Ringspindel enthält, wobei eine Falschdralleinrichtung für einen zu verdrehenden Faserverband zwischen Streckwerk und Ringspindel angeordnet ist, an die der Faserverband seitlich anlegbar ist.

Eine derartige Ringspinnvorrichtung ist aus der JP62-231039 A bekannt. Die

Falschdralleinrichtung enthält eine Siebtrommel, an die der vom Streckwerk kommende und zu verdrehende Faserverband angelegt wird. Der Faserverband läuft über die Umfangsfläche der Siebtrommel. Die Rotationsachse der Siebtrommel ist parallel zum Faserverband angeordnet. Im Innern der Siebtrommel ist ein Saugeinsatz angeordnet, über den der Faserverband ah die Oberfläche der Siebtrommel angesaugt wird. Durch die Rotation der Siebtrommel wird dem an die Umfangsfläche angesaugten Faserverband ein Falschdrall erteilt.

Die meisten Fadenbrüche entstehen beim Ringspinnen im Bereich unmittelbar im Anschluss an das Ausgangswalzenpaar des Streckwerks, wenn der zu verdrehende Faserverband die

Ausgangsklemmlinie verlässt. Dort kann ein so genanntes Spinndreieck vorhanden sein, das eine Schwachstelle des Faserverbandes auf seinem Weg zur Ringspindel darstellt. Die

Drehungsfortpflanzung in dem Faserverband wird, ausgehend von der Ringspindel, oftmals auch dadurch behindert, dass zwischen Ausgangswalze des Streckwerks und Ringspindel ein

Fadenführer angeordnet ist. Dieser Fadenführer wird auch als„Sauschwänzchen" bezeichnet.

Durch eine Falschdralleinrichtung zwischen Streckwerk und Ringspindel kann die Drehung des Faserverbandes unmittelbar im Anschluss an die Ausgangsklemmlinie, also insbesondere im Bereich eines Spinndreiecks, erhöht werden, so dass sich die Zahl der Fadenbrüche verringern lässt. Die aus JP62-231039 A bekannte Falschdralleinrichtung benötigt eine Unterdruckversorgung und weist somit einen relativ hohen Energieverbrauch auf.

Es sind auch Falschdralleinrichtungen verschiedener Art bekannt, die ohne Unterdruckversorgung arbeiten. Diese Falschdralleinrichtungen weisen rotierende Elemente auf, die eine Öffnung für den Faserverband enthalten. Bei der Behebung eines Fadenbruchs muss der Faden durch die Öffnung der Falschdrallelemente hindurchgefädelt werden. Der Aufwand für die Behebung eines

Fadenbruchs ist dadurch wesentlich erhöht. Insgesamt kann der Bedien- und Wartungsaufwand der Ringspinnmaschine durch derartige Falschdralleinrichtungen nicht verringert werden, selbst wenn sich die Anzahl der Fadenbrüche reduziert.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Falschdralleinrichtung für eine Ringspinnvorrichtung zu schaffen.

Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Falschdralleinrichtung wenigstens eine rotierbare Scheibe mit einer Reibfläche für den Faserverband aufweist.

Der zu verdrehende Faserband liegt auf der Reibfläche der rotierenden Scheibe auf und wird durch die Reibfläche um sich selbst verdreht und erhält dadurch einen Falschdrall. Im Vergleich zu einer pneumatischen Falschdralleinrichtung ist für die erfindungsgemäße Falschdralleinrichtung wesentlich weniger Energieeinsatz erforderlich. Bei einer Behebung eines Fadenbruchs, also beim Anspinnen der Spinnstelle, ist kein erhöhter Arbeitsaufwand erforderlich. Der zu verdrehende Faserverband legt sich von selbst an die Reibfläche der rotierbaren Scheibe an. Es ist kein Einfädeln erforderlich. Die Reibfläche ist bevorzugt am Außenumfang der Scheibe angeordnet.

Es ist vorteilhaft, dass die Rotationsrichtung der Scheibe so gerichtet ist, dass der Faserverband durch die Falschdralleinrichtung in der gleichen Drehrichtung gedreht wird, wie durch die

Ringspindel. Die Drehung des Faserverbandes lässt sich temporär erhöhen, so dass die Gefahr eines Fadenbruchs sich verringert. Insbesondere lässt sich die Drehung des Faserverbandes in dem Bereich zwischen der Ausgangsklemmlinie des Streckwerks und der Falschdralleinrichtung erhöhen. Die Festigkeit des Faserverbandes in seinem schwächsten Bereich unmittelbar im Anschluss an die Ausgangsklemmlinie, wo sich auch das Spinndreieck befindet, wird dadurch erhöht. Es ist vorteilhaft, dass der Faserverband durch zwei benachbarte Scheiben geführt wird, die mit einem Achsabstand angeordnet sind, der kleiner als der Scheibendurchmesser ist. Zwei benachbarte Scheiben überlappen sich, und es entsteht ein Keilspalt. Der Faserverband legt sich in den Keilspalt der beiden benachbarten Scheiben und wird dort sicher positioniert. Durch die Reibflächen der beiden Scheiben wird dem Faserverband eine Drehung erteilt. Die benachbarten Scheiben rotieren gleichsinnig.

Um eine gute Auflage des Faserverbandes auf der Reibfläche und somit ' eine sichere

Drehungserteilung zu gewährleisten, ist es vorteilhaft, dass die Falschdralleinrichtung so zwischen einer Ausgangsklemmlinie des Streckwerks und einem der Ringspindel vorgeordneten

Fadenführer angeordnet ist, dass der Faserverband durch die Falschdralleinrichtung aus der kürzesten Verbindungslinie zwischen Ausgangsklemmlinie und Fadenführer ausgelenkt wird. Diese Anordnung ist insbesondere vorteilhaft, wenn der Faserverband in einem Keilspalt von zwei benachbarten Scheiben geführt wird.

In Ausgestaltung der Erfindung kann es vorteilhaft sein, dass die Rotationsachse der Scheibe einen Winkel zu dem Faserverband aufweist, so dass die Falschdralleinrichtung eine

Förderwirkung auf den Faserverband ausübt, die in Transportrichtung des Faserverbandes oder entgegengesetzt dazu gerichtet ist. Besonders vorteilhaft ist eine Förderwirkung, die

entgegengesetzt zur Transportrichtung des Faserverbandes ist, da so die Fadenspannung zwischen Ausgangsklemmlinie des Streckwerks und Falschdralleinrichtung reduziert werden kann. In dem schwächsten Bereich des Faserverbandes unmittelbar im Anschluss an die

Ausgangsklemmlinie wird der Faserverband keiner so großen Zugspannung mehr ausgesetzt und die Gefahr eines Fadenbruchs verringert sich stark.

Es kann vorteilhaft sein, jeder Spinnstelle eine Falschdralleinrichtung zuzuordnen, die zwei rotierbare Scheiben aufweist. Um bei dieser Falschdralleinrichtung eine Förderwirkung auf den Faserverband auszuüben, kann es vorteilhaft sein, dass die Rotationsachsen der beiden dem Faserverband zugeordneten Scheiben einen kleinen Winkel zueinander aufweisen. Die beiden Rotationsachsen sind dadurch zueinander verschränkt.

In Ausgestaltung der Erfindung kann es vorteilhaft sein, dass der Scheibendurchmesser der rotierbaren Scheibe größer ist als die Teilung der Ringspinnvorrichtung. Die Anzahl der Scheiben in der Ringspinnvorrichtung ist dann um eine Scheibe höher als die Anzahl der nebeneinander angeordneten Spinnstellen. Diese Ausgestaltung ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Teilung der Ringspinnvorrichtung, also der Abstand von Spinnstelle zu Spinnstelle, sehr klein ist, wie es häufig bei der Verarbeitung von Kurzstapelfasern üblich ist.

Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung einiger Ausführungsbeispiele.

Es zeigen:

Figur 1 eine schematisch dargestellte Seitenansicht einer Ringspinnvorriehtung mit einer

Falschdralleinrichtung,

Figur 2 eine sehr schematische Ansicht in Richtung des Pfeiles II der Figur 1 auf zwei benachbarte Falschdralleinrichtungen,

Figur 3 eine Ansicht ähnlich Figur 2 auf eine anders ausgestaltete Falschdralleinrichtung,

Figur 4 eine sehr schematische Ansicht auf eine Falschdralleinrichtung in Richtung des Pfeiles IV der Figur 1.

In Figur 1 ist sehr schematisch eine Spinnstelle 1 einer Ringspinnvorrichtung 2 dargestellt. Die Spinnstelle enthält ein Streckwerk 3, eine Falschdralleinrichtung 4 und eine Ringspindel 5. Von dem Streckwerk 3 ist lediglich das aus einer Unterwalze 6 und einer daran angedrückten

Oberwalze 7 bestehende Ausgangswalzenpaar 6,7 dargestellt. Das Streckwerk 3 kann in an sich bekannter Weise weitere nicht dargestellte Walzenpaare enthalten, um einen Faserverband 8 aus Stapelfasern auf die gewünschte Feinheit zu verziehen. An der Klemmliriie 9 des

Ausgangswalzenpaares 6,7 ist der Faserverband 8 fertig verzogen und wird in Transportrichtung A an die Ringspindel 5 geliefert.

Die Ringspindel 5 enthält einen Kops 10 zum Aufwinden des zu einem Garn verdrehten

Faserverbandes 8. Der Kops 10 wird in Rotation versetzt. Der Ringspindel 5 ist ein Spinnring 11 und ein Ringläufer 12 zugeordnet. Der Ringspindel 5 ist ein Fadenführer 13 vorgeordnet, der auch als„Sauschwänzchen" bezeichnet wird. Der vom Streckwerk 3 gelieferte Faserverband 8 durchläuft den Fadenführer 13 und den Läufer 12 und wird auf den Kops aufgewunden. Dabei wird dem Faserverband 8 in an sich bekannter Weise seine Spindrehung erteilt. Die Spinndrehung läuft entgegen der Transportrichtung A bis zum Ausgangswalzenpaar 6,7 des Streckwerks 3 zurück. In dem Bereich unmittelbar im Anschluss an die Ausgangsklemmlinie 9 kann ein Spinndreieck vorhanden sein, das die schwächste Stelle des Faserverbandes zwischen Ausgangsklemmlinie 9 und Ringspindel 5 darstellt. Durch die Reibung des Faserverbandes 8 an dem Fadenführer 13 wird das Zurücklaufen der Spinndrehung zum Streckwerk 3 behindert.

Die Falschdrallrichtung 4 ist zwischen dem Ausgangswalzenpaar 6, 7 und dem Fadenführer 13 angeordnet. Die Falschdralleinrichtung 4 enthält eine rotierbare Scheibe 14, die an ihrem

Außenumfang eine Reibfläche 15 für den Faserverband 8 aufweist. Die Rotationsachse der Scheibe 14 ist durch die strichpunktierte Linie 16 angedeutet. Die Scheiben 14 ist über eine Lagerung 17 und einen Halter 18 ortsfest in der Ringspinnvorrichtung 2 angebracht. Die Scheibe 14 ist mit einem Wirtel 19 verbunden, der von einem Riemen 20 angetrieben wird. In alternativer, nicht dargestellter Ausgestaltung, kann der Scheibe 14 ein eigener Antriebsmotor zugeordnet sein.

Die Falschdralleinrichtung 4 ist so zwischen der Ausgangsklemmlinie 9 und dem Fadenführer 13 angeordnet, dass der Faserverband 8 durch die Falschdralleinrichtung 4 aus der kürzesten Verbindungslinie zwischen Ausgangsklemmlinie 9 und Fadenführer 13 ausgelenkt wird. Der Faserverband 8, der in dem Bereich zwischen Streckwerk und Ringspindel einer gewissen

Zugspannung unterliegt, wird dadurch an die Reibfläche 15 der Scheibe 14 angelegt und kann durch die rotierende Scheibe 14 verdreht werden. Der Faserverband 8 wird an der Reibfläche 15 der Falschdralleinrichtung 4 umgelenkt.

Um eine sichere Führung und Drallerteilung des Faserverbandes 8 an der Falschdralleinrichtung 4 zu gewährleisten, ist vorgesehen, dass der Faserverband 8 durch zwei benachbarte Scheiben 14 geführt wird, die mit einem Achsabstand angeordnet sind, der kleiner als der Scheibendurchmesser ist. Die beiden benachbarten Scheiben 14a und 14b sind dabei in axialer Richtung der Rotationsachse 16 versetzt zueinander angeordnet. Die Anordnung zweier benachbarter Scheiben 14a und 14b der Falschdralleinrichtung 4 ist in Figur 2 dargestellt. Die beiden benachbarten Scheiben 14a, 14b überlappen sich und bilden dadurch einen Keilspalt 21 , in dem der

Faserverband 8 der Spinnstelle 1 geführt wird. Die beiden Scheiben 14a, 14b rotieren gleichsinnig in Rotationsrichtung B. Beide Scheiben 14a, 14b werden über ihre Wirtel 19a, 19b von einem gemeinsamen Tangentialriemen 20 angetrieben. Eine zu der Spinnstelle 1 benachbarte

Spinnstelle 1 ' zur Verarbeitung eines Faserverbandes 8' enthält eine eigene Falschdralleinrichtung 4', die ebenfalls zwei Scheiben 14a', 14b' enthält. Die Falschdralleinrichtung 4' der benachbarten Spinnstelle 1 ' wird von demselben Riemen 20 angetrieben, der bevorzugt durch die gesamte Ringspinnvorrichtung 2 durchläuft. Zwischen den beiden Falschdralleinrichtungen 4 und 4' kann eine Umlenkrolle 22 für den Riemen 20 vorgesehen sein. Der Abstand der benachbarten Faserverbände 8 und 8' in der Ringspinnvorrichtung 2 wird auch als„Teilung" bezeichnet. Der Außendurchmesser der Scheiben 14 ist kleiner als die Teilung der Ringspinnvorrichtung 2.

In Figur 3 ist eine Variante einer Falschdralleinrichtung 4 dargestellt. Es sind ähnlich wie in Figur 2 zwei benachbarte Spinnstellen 1 und 1' dargestellt. Der Faserverband 8 wird im Keilspalt 23 von zwei benachbarten Scheiben 24 und 25 geführt. Der Faserverband 8' der benachbarten

Spinnstelle 1 ' wird durch einen Keilspalt 23' geführt, der durch die Scheibe 25 und eine weitere Scheibe 26 gebildet wird. Der Außendurchmesser der Scheiben 24, 25, 26 ist größer als die Teilung der Ringspinnvorrichtung 2. Der Achsabstand der Scheiben 24, 25, 26 ist kleiner als der Scheibendurchmesser. Es sind bei dieser Variante insgesamt weniger Scheiben notwendig. Die Anzahl der Scheiben entspricht der Anzahl der nebeneinander angeordneten Spinnstellen plus einer weiteren Scheibe am Anfang.

In Figur 1 verläuft die Rotationsachse 16 der Scheibe 14 im Wesentlichen parallel zum

Faserverband 8 zwischen Streckwerk 3 und Falschdralleinrichtung 4. In nicht dargestellter Ausgestaltung kann es vorteilhaft sein, dass die Rotationsachse 16 einen Winkel zu dem

Faserverband 8 aufweist. So dass die Falschdralleinrichtung eine Förderwirkung auf den

Faserverband 8 ausübt. Die Förderwirkung ist bevorzugt entgegengesetzt der Transportrichtung A gerichtet, so dass die Zugspannung des Faserverbandes 8 im Bereich zwischen

Ausgangsklemmlinie 9 und Falschdralleinrichtung 4 reduziert wird.

Eine bevorzugte Ausgestaltung einer Falschdralleinrichtung 4 mit einer Förderwirkung auf den Faserverband 8 ist in Figur 4 erkennbar. Der Faserverband 8 wird im Keilspalt 27 von zwei gleichsinnig rotierenden Scheiben 28 und 29 geführt und mit einer Drehung versehen. Die

Rotationsachse 30 der Scheibe 28 verläuft im Wesentlichen parallel zum Faserverband 8. Die Rotationsachse 31 der Scheibe 29 weist einen Winkel zu dem Fasen/erband 8 auf und übt eine Förderwirkung auf den Faserverband 8 aus. Bei der Darstellung in Figur 4 sollen der Faserverband 8 und die Rotationsachse 30 in der Zeichenebene verlaufen, während die Rotationsachse 31 einen kleinen Winkel zur Zeichenebene aufweist. Die Rotationsachsen 30 und 31 weisen also ebenfalls einen kleinen Winkel zueinander auf. Die Rotationsachse 31 ist somit leicht verschränkt zu der Rotationsachse 30 angeordnet.