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Patent Searching and Data


Title:
RIVETING DEVICE AND METHOD FOR RIVETING
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2002/000368
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a riveting device (1) comprising a pressure pad (3) and a riveting die (4). Said pressure pad (3) and riveting die (4) can be hydraulically driven by means of a pressure pad piston (12) and a die piston (13). The aim of the invention is to further develop such a riveting device (1) in an advantageous manner. To this end, the pressure pad piston (12) and the die piston (13) are driven by the same hydraulic pressure, the effective piston area (36) of the pressure pad piston (12) being embodied in a smaller manner than the effective piston area (14) of the die piston (13).

Inventors:
Frenken, Egbert (Mozartstrasse 17 Wermelskirchen, 42929, DE)
Application Number:
PCT/EP2001/007483
Publication Date:
January 03, 2002
Filing Date:
June 29, 2001
Export Citation:
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Assignee:
GUSTAV KLAUKE GMBH (Auf dem Knapp 46 Remscheid, 42855, DE)
Frenken, Egbert (Mozartstrasse 17 Wermelskirchen, 42929, DE)
International Classes:
B21D39/03; B21J15/02; B21J15/20; B21J15/32; (IPC1-7): B21J15/20; B21D39/03; B21J15/02
Foreign References:
DE730549C1943-01-14
DE750525C1945-01-16
DE4109407A11992-09-24
Attorney, Agent or Firm:
Müller, Enno (Corneliusstrasse 45 Wuppertal, 42329, DE)
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Claims:
Ans-prUche
1. Nietgerät (1) mit einen Niederhalter (3) und einem Nietstempel (4), wobei der Niederhalter (3) und der Nietstempel (4) hydraulisch mittels eines Niederhalter kolbens (12) und eines Stempelkolbens (13) antreibbar sind, dadurch gekennzeichnet, dass der Niederhalterkol ben (12) und der Stempelkolben (13) durch denselben Hydraulikdruck beaufschlagt sind, wobei die wirksame Kolbenfläche (36) des Niederhalterkolbens (12) kleiner ausgebildet ist als die wirksame Kolbenfläche (14) des Stempelkolbens (13).
2. Nietgerät nach Anspruch (1) oder insbesondere da nach, dadurch gekennzeichnet, dass der Niederhalterkol ben (12) innerhalb des als Kreisringkolben ausgebilde ten Stempelkolbens (13) angeordnet ist und der Nieder halterkolben (12) mittels radialem Durchgriff durch den Stempelkolben (13) mit dem Niederhalterkolben (3) gekop pelt ist.
3. Nietgerät nach einem oder mehreren der vorhergehen den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn zeichnet, dass der Niederhalterkolben (12) und der Stempelkolben (13) jeweils mittels einer Feder (19,28) in ihrer Ausgangsstellung vorgespannt sind, wobei die Feder (19) des Stempelkolbens (13) stärker eingestellt ist als die Feder (28) des Niederhalterkolbens (12).
4. Nietgerät nach einem oder mehreren der vorhergehen den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn zeichnet, dass die Federn (19,28) konzentrisch zueinan der angeordnet sind.
5. Nietgerät nach einem oder mehreren der vorhergehen den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn zeichnet, dass der Stempelkolben (13) einen zentralen Zylinder (23) ausbildet, in welchem der Niederhalterkol ben (12) angeordnet ist.
6. Nietgerät nach einem oder mehreren der vorhergehen den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn zeichnet, dass die Rückstellfeder (28) des Niederhalter kolbens (12) sich gegen eine im Eingangsbereich des Zylinders (23) angeordnete, einen Durchlass (31) belas sende Druckscheibe (32) abstützt.
7. Nietgerät nach einem oder mehreren der vorhergehen den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn zeichnet, dass der Niederhalter (3) und der Nietstempel (4) über einen Teilbereich ihrer Länge als konzentrisch zueinander angeordnete und axial gegeneinander ver schiebbare Hülsenkörper (33,21) ausgebildet sind.
8. Nietgerät nach einem oder mehreren der vorhergehen den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn zeichnet, dass der Zylinder (21), in welchem der Nieder halterkolben (12) geführt ist, ein nach außen, mittels Ventilen (56,57) abgesperrtes Hydraulikvolumen (58) aufweist.
9. Nietgerät nach einem oder mehreren der vorhergehen den Ansprüche oder insbesondere danach, dadurch gekenn zeichnet, dass mittels der Ventile (56,57) eine bis zur Durchführung der Vernietung gleichmäßige Niederhal terkraft (H) eingestellt ist.
10. Nietgerät (1) mit einem Niederhalter (3) und einen Nietstempel (4), wobei eine Zuführung von, in einem Nietgurt (39) zusammengefassten Nieten (38) durchge führt wird, gekennzeichnet durch eine Vorschubklinke (46), welche bei einer Rücklaufbewegung einen Niet (38) überläuft und bei einer Vorschubbewegung den Niet (38) vorbewegt, wobei weiter die Rücklaufbewegung aus der Bewegung des Nietstempels (4) abgeleitet ist.
11. Nietgerät nach Anspruch 10 oder insbesondere da nach, dadurch gekennzeichnet, dass der für einen Niet vorgang zurückverlagerte Nietstempel (4) nicht vollstän dig aus der Bewegungsbahn der, den Niet (38) vorschie benden Spitze (47) der Vorschubklinke (46) herausbewegt ist.
12. Nietgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 11 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich net, dass die Vorschubbewegung der Vorschubklinke (46) durch Anschlag an dem Nietstempel (4) anschlagbegrenzt ist.
13. Nietgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 12 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich net, dass die Vorschubklinke (46) in Vorschubrichtung federvorgespannt ist.
14. Nietgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 13 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich net, dass die Vorschubklinke (46) jeweils mit dem als nächstes zu verarbeitenden Niet (38) beim Vorschub zusammenwirkt.
15. Nietgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 14 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich net, dass die Vorschubklinke (46) an einem Vorschub schlitten (48) befestigt ist und dass der Vorschub schlitten (48) im Wesentlichen rechtwinklig zu dem Nietstempel (4) bewegbar ist.
16. Nietgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 15 oder insbesondere danach, dass der Vorschub schlitten (48) eine Steuerfläche (50) aufweist, gegen welche ein Ausrückelement (51) zum Ausrücken des Vor schubschlittens (48) angreift.
17. Nietgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 16 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich net, dass die Steuerfläche (50) in der Winkelhalbieren den zwischen der Bewegungsrichtung (r) des Nietstempels (4) und der Bewegungsrichtung (t) des Vorschubschlit tens (48) verläuft.
18. Nietgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 10 bis 17 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich net, dass der Vorschubschlitten (48) eine Handhabe (54) aufweist zur Handausrückung des Vorschubschlittens (48).
19. Nietgerät (1) mit einem Niederhalter (3), einem Nietstempel (4) und einem Nietamboss (10), dadurch gekennzeichnet, dass der Nietamboss (10) zwei gegensin nig zueinander bewegbare Fügeflügel (62) aufweist, welche unter Belassung eines dem Durchmesser des Niet stempels (4) entsprechenden Abstandes (a) den Niet amboss (10) übergreifen.
20. Nietgerät nach Anspruch 19 oder insbesondere da nach, dadurch gekennzeichnet, dass die Fügeflügel (62) um Achsen (63) quer zur Bewegungsrichtung (r) des Niet stempels (4) an dem Nietamboss (10) gelagert sind.
21. Nietgerät nach einem oder mehreren der Anspruche 19 bis 20 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich net, dass die Fügeflügel (62) im Zuge des Niedergehens des Nietstempels (4) mittels des durch den Nietstempel (4) seitlich verdrängten Materials der miteinander zu verbindenden Elemente (55) unter Vergrößerung ihres gegenseitigen Abstandes (a) verlagert werden.
22. Nietgerät nach einem oder mehreren der Ansprüche 19 bis 21 oder insbesondere danach, dadurch gekennzeich net, dass sich die Fügeflügel (62) im Zuge der Verlage rung teilweise entgegen der Bewegung des Nietstempels (4) in das Materialder zu verbindenden Elemente (55) eingraben.
23. Verfahren zum Vernieten von zwei flächigen Elemen ten (55) mittels einer Nietvorrichtung, insbesondere mittels eines Nietgeräts (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 22, die einen Niederhalter (3) und einen Nietstempel (4) aufweist, wobei zunächst der Niederhalter (3) in Anlage an die Elemente (55) bewegt wird und sodann der Nietstempel (4) einen Niet in die Elmente (55), diese verbindend eindrückt oder die Ele mente unmittelbar miteinander verfügt, dadurch gekenn zeichnet, dass die Niederhalterkraft (H) in Abhängig keit von der Stempelkraft (N), jedoch in einem geringe ren Ausmaß gesteigert wird.
24. Verfahren nach Anspruch 23 oder insbesondere da nach, dadurch gekennzeichnet, dass die Niederhalter kraft (H) ausgehend von einem, die Nietstempelkraft (N) zunächst übersteigenden Niveau gesteigert wird.
25. Verfahren zum Verfügen von zwei flächigen Elementen (55) mittels einer Nietvorrichtung, insbesondere mit tels eines Nietgerätes (1) nach einem oder mehreren der Ansprüche 19 bis 22, wobei ohne Verwendung eines Niets nur durch Verformung mittels des Nietstempels (4) eine Verfügung der Elemente (55) durchgeführt wird, wobei weiter ein als Gegenhalter wirkender Nietamboss (10) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Niet amboss (10) zumindest teilweise im Zuge des Niederdruk kens des Nietstempels (4) in Gegenrichtung bewegt wird.
26. Verfahren nach Anspruch 25 oder insbesondere da nach, dadurch gekennzeichnet, dass die Elemente (55) im Verfügungsbereich in eine radial offenbare Nietamboss Öffnung (64) eingepresst werden.
Description:
Nietqerät sowie Verfahren zum Vernieten Die Erfindung betrifft zunächst ein Nietgerät mit einem Niederhalter und einem Nietstempel, wobei der Niederhal- ter und der Nietstempel hydraulisch mittels eines Nie- derhalterkolbens und eines Stempelkolbens antreibbar sind.

Nietgeräte der in Rede stehenden Art sind bekannt und dienen zur Verbindung zweier in der Regel flächiger Elemente beispielsweise Bleche mittels eines Niets. Die zu verbindenden Element werden mittels eines Niederhal- ters fixiert, wonach eine Vernietung der Elemente mit- tels des Nietstempels erfolgt.

Im Hinblick auf den zuvor beschriebenen Stand der Tech- nik wird eine technische Problematik der Erfindung darin gesehen, ein Nietgerät der in Rede stehenden Art in vorteilhafter Weise weiterzubilden.

Diese Problematik ist zunächst und im Wesentlichen beim Gegenstand des Anspruches 1 gelöst, wobei darauf abge- stellt ist, dass der Niederhalterkolben und der Stempel- kolben durch denselben Hydraulikdruck beaufschlagt sind, wobei die wirksame Kolbenfläche des Niederhalter- kolbens kleiner ausgebildet ist als die wirksame Kolben- fläche des Stempelkolbens. Zufolge dieser Ausgestaltung ist das erfindungsgemäße Nietgerät in vorteilhafter Weise mit nur einem Hydraulikkolben zur Verlagerung sowohl des Niederhalterkolbens als auch des Stempelkol- bens betreibbar. So kann beispielsweise ein elektromoto- risch betriebenes, hydraulisches Gerät zur Hydraulikbe- aufschlagung der Niederhalter-und Stempelkolben einge- setzt werden. Ein derartiges Gerät ist beispielsweise DE-Pat.-Anm 198 25 160 bekannt. Der Inhalt dieser Pa-

tentanmeldung wird hiermit vollinhaltlich in die Offen- barung vorliegender Erfindung mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Patentanmeldung in Patentan- sprüche vorliegender Erfindung mit einzubeziehen. In vorteilhafter Weise können die, die Nietfunktion betref- fenden Bauteile, wie beispielsweise der Niederhalterkol- ben und der Stempelkolben in einem Halterungskopf zum Ansetzen an ein, wie vorbeschrieben ausgestaltetes Gerät angeordnet sein. durch die unterschiedlich gro- ßen, wirksamen Kolbenflächen von Niederhalterkolben und Stempelkolben ist eine getrennte Verlagerung von Nieder- halterkolben und Stempelkolben durch denselben Hydrau- likdruck erreichbar. Durch Erhöhung des Druckes vor dem Kolben, d. h. bei Inbetriebnahme des Nietgerätes, wird zunächst der Niederhalterkolben-ggf. unter gleichzei- tiger Mitnahme des Stempelkolbens-vorbewegt, bis der Niederhalter eine, die zu verbindenden Elemente einklem- mende Position erreicht. Die hiernach weiter gegen die Kolben wirkende Druckbeaufschlagung bewirkt eine Vorver- lagerung des Stempelkolbens relativ zu dem Niederhalter- kolben, zur Durchführung des Nietvorganges. In einer vorteilhaften Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, dass der Niederhalterkolben innerhalb des als Kreisringkolben ausgebildeten Stempelkolbens angeordnet ist und der Niederhalterkolben mittels radia- lem Durchgriff durch den Stempelkolben mit dem Nieder- halter gekoppelt ist. Zufolge dieser Ausgestaltung sind der Niederhalterkolben und der Stempelkolben konzen- trisch zueinander angeordnet, wobei durch die gewählte Anordnung die wirksame Kolbenfläche des Niederhalterkol- bens etwa dem Kreisringkolben-Innendurchmesser entspre- chend kleiner ausgebildet ist als die wirksame Kolben- fläche des Stempelkolbens. Der Nietbereich, d. h. der von dem Nietstempel zu durchsetzende Bereich ist zen- tral angeordnet, wobei der Niederhalter konzentrisch

diesen Bereich umgibt. Es ist somit bezüglich des Nie- derhalters ein Wechsel von innen liegendem Niederhalter- kolben zu dem außen liegendem Niederhalter und ein Wechsel von dem außen liegendem Stempelkolben zu dem innen liegendem Nietstempel realisiert. Dies ist durch den angegebenen, radialen Durchgriff des Niederhalter- kolbens durch den Stempelkolben nach außen zur Ankopp- lung an den Niederhalter geschaffen. So kann beispiels- weise der Niederhalterkolben mit einem quer zur Bewe- gungsrichtung desselben sich erstreckenden Mitnahme- stift versehen sein, welcher, beispielsweise Langlöcher des Stempelkolbens durchsetzendend, in entsprechende Bohrungen des Niederhalters beidseitig endseitig ein- greift. Diese Kopplung erfolgt bevorzugt in einem nicht von einem Hydrauliköl oder einem ähnlichen Medium durch- setztem Bereich, so dass sich hier entsprechend keine Dichtprobleme einstellen. Des Weiteren ist vorgesehen, dass der Niederhalterkolben und der Stempelkolben je- weils mittels einer Feder in ihre Ausgangsstellung vorgespannt sind, wobei die Feder des Stempelkolbens stärker eingestellt ist, als die Feder des Niederhalter- kolbens. Bevorzugt erfolgt eine Rückverlagerung von Nie- derhalter und Nietstempel in umgekehrter Reihenfolge.

Diese Rückverlagerung erfolgt beispielsweise bei einer Anordnung an einem elektromotorisch betriebenem, hydrau- lischem Gerät der erwähnten Art sobald ein Rücklaufven- til in dem Gerät aufgrund des Überschreitens eines vorbestimmten Maximaldruckes öffnet und hiernach die Rückstellkräfte der Federn von Niederhalterkolben und Stempelkolben größer sind als der die entsprechenden Kolbenflächen beaufschlagende Hydraulikdruck. Diesbezüg- lich wird weiter vorgeschlagen, dass die Federn konzen- trisch zueinander angeordnet sind. Des Weiteren ist vorgesehen, dass der Stempelkolben einen zentralen Zylinder ausbildet, in welchen der Niederhalterkolben

angeordnet ist, wobei weiter die Rückstellfeder des Niederhalterkolbens sich gegen eine im Eingangsbereich des Zylinder angeordnete, einen Durchlass belassende Druckscheibe abstützt. Bevorzugt liegt der Niederhalter- kolben in der federunterstützten Ausgangsstellung an- schlagbegrenzt in dem Stempelkolben ein, was die Mitnah- me des Stempelkolbens im Zuge der Vorverlagerung des Niederhalterkolbens in Richtung auf die Einspannstel- lung der zu verbindenden Element unterstützt. Auch wird vorgeschlagen, dass der Niederhalter und der Nietstem- pel über einen Teilbereich ihrer Länge als konzentrisch zueinander angeordnete und axial gegeneinander ver- schiebbare Hülsenkörper ausgebildet sind. Wie erwähnt, wird der Eingangsbereich des Zylinders mit einer, einen Durchlass belassenden Druckscheibe versehen sein. Alter- nativ kann vorgesehen sein, dass der Zylinder, in wel- chem der Niederhalterkolben geführt ist, ein nach au- ßen, mittels, bevorzugt druckabhängig schaltender Venti- le abgesperrtes Hydraulikvolumen aufweist. Bei Über- schreiten eines vorbestimmten Maximaldruckes auf den Niederhalterkolben öffnet ein entsprechend ausgelegtes Ventil, durch welches das zuvor abgesperrte Hydraulikvo- lumen zur Relativverlagerung des, den Zylinder aufwei- senden Stempelkolbens gegenüber dem Niederhalterkolben austreten lässt. Bevorzugt ist hierbei, dass in der Stellung, in welcher der Nietvorgang gänzlich abge- schlossen ist, das Hydraulikvolumen in dem Zylinder nahezu vollständig über das Ventil abgelassen ist. Bei einer hiernach erfolgenden Rückverlagerung des Systems aufgrund des absinkenden Hydraulikdruckes vor dem Kol- ben wird durch federunterstützte Relativverlagerung des Stempelkolbens gegenüber dem Niederhalterkolben üer ein zweites Ventil das zuvor abgelassene Hydraulikvolu- men wieder in den Zylinder vor dem Niederhalterkolben eingesogen. Diese Ausgestaltung ermöglicht, dass mit-

tels der Ventile eine bis zur Durchführung der Vernie- ung gleichmäßige Niederhalterkraft eingestellt ist. Die zu verpressenden Niete können sowohl einzeln als auch aus einem Magazin oder Nietgurt heraus zugeführt wer- den. Soweit das Nietgerät beispielsweise an einem Robo- ter zur Anwendung kommt, kann hinsichtlich der Nietzu- führung auch auf bekannte Schlauch-Blaszuführungen zurückgegriffen werden.

Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Nietgerät mit einem Niederhalter und einem Nietstempel, wobei eine Zuführung von, in einem Nietgurt zusammengefassten Nieten durchgeführt wird. Um ein Nietgerät der in Rede stehenden Art in vorteilhafter Weise weiterzubilden ist eine Vorschubklinke vorgesehen, welche bei einer Rück- laufbewegung einen Niet überläuft und bei einer Vor- schubbewegung den Niet vorbewegt, wobei weiter die Rücklaufbewegung aus der Bewegung des Nietstempels abgeleitet ist. Zufolge dieser Ausgestaltung ist ein in Abhängigkeit vom Nietvorgang automatisierter Niettrans- port gegeben. Die Vorverlagerung des Nietstempels zur Durchführung des Nietvorganges bewirkt erfindungsgemäß eine Rücklaufbewegung der Vorschubklinke in eine Warte- stellung hinter einem weiteren Niet, wonach die Rück- laufbewegung des Nietstempels entsprechend eine Vorlauf- bewegung der Vorschubklinke unter Mitnahme des hinter- griffende Niets auslöst, bis in eine Stellung, in welcher ein weiterer Niet in der Bearbeitungsstellung, d. h. in axialer Verlängerung des Nietstempels, liegt.

Entsprechend der Nietgroße ist auch der Nietstempel in seinem Durchmesser änderbar, so beispielsweise durch Auswechseln desselben. Um unabhängig von der gewählten Nietgröße die stete Zufuhr des nächsten Niets aus den Nietgurt zu gewährleisten, ist vorgesehen, dass der für einen Nietvorgang rückverlagerte Nietstempel nicht 00176 vollständig aus der Bewegungsbahn, der den Niet vor- 00177 schiebenden Spitze der Vorschubklinke herausbewegt ist 00178 und weiter die Vorschubbewegung der Vorschubklinke 00179 durch Anschlag an den Nietstempel angschlagbegrenzt 00180 ist. Zufolge dessen ist der Vorschubweg der Vorschub- 00181 klinke stets so bemessen, dass der in Arbeitsposition 00182 gebrachte Niet in seiner korrekten, in axialer Verlänge- 00183 rung zum Nietstempel ausgerichteten Stellung gebracht 00184 wird. In vorteilhafter Weise ist hierbei die Vorschub- 00185 klinke in Vorschubrichtung federvorgespannt. Diese 00186 Federvorspannung wird bei der Rückverlagerung der Vor- 00187 schubklinke über die abgeleitete Vorbewegung des Niet- 00188 stempels überwunden. Als besonders vorteilhaft erweist 00189 es sich, dass die Vorschubklinke jeweils mit dem als 00190 nächstes zu verarbeitenden Niet beim Vorschub zusammen- 00191 wirkt. Zufolge dieser Ausgestaltung ist kein Vorlauf 00192 nötig, so dass auch ein letzter Niet in einem Nietgurt 00193 verarbeitet werden kann. In einer Weiterbildung des 00194 Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, dass die Vor- 00195 schubklinke an einem Vorschubschlitten befestigt ist 00196 und dass der Vorschubschlitten im Wesentlichen recht- 00197 winklig zu dem Nietstempel bewegbar ist, aus dessen 00198 Bewegung die Rücklaufbewegung der Vorschubklinke abge- 00199 leitet wird. Diesbezüglich erweist es sich als vorteil- 00200 haft, dass der Vorschubschlitten eine Steuerfläche 00201 aufweist, gegen welche ein Ausrückelement zum Ausrücken 00202 des Vorschubschlittens angreift. Zufolge dieser Ausge- 00203 staltung bewirkt eine Vorverlagerung des Nietstempels 00204 durch Beaufschlagung des mit diesem gekoppelten Ausrück- 00205 elementes entlang der Steuerfläche eine bevorzugt recht- 00206 winklig zur Stempelbewegungsrichtung erfolgende Verlage- 00207 rung des Vorschubschlittens und somit der Vorschubklin- 00208 ke bei gleichzeitigem Überlaufen eines nächsten Niets 00209 in dem Nietgurt. Bevorzugt wird hierbei, dass die Steu- 00210 erfläche etwa in der Winkelhalbierenden zwischen der

Bewegungsrichtung des Nietstempels und des Vorschub- schlittens verläuft, was bei einer bevorzugten Bewegung des Vorschubschlittens rechtwinkelig zur Nietstempelbe- wegung eine etwa um 45°. zur Nietstempelbewegungsrich- tung geneigte Steuerungsfläche zur Folge hat. Weiter vorteilhaft ist auch, dass der Vorschubschlitten eine Handhabe aufweist zur handausrückung des Vorschubschlit- tens, so dass durch manuelle Betätigung ein nächster Niet in die Arbeitsposition verbringbar ist oder der Nietgurt aus der die Vorschubklinke drehbar lagernden Gurtaufnahme entfernbar ist.

Des Weiteren betrifft die Erfindung ein Nietgerät mit einem Niederhalter, einem Nietstempel und einem Niet- amboss. Um ein derartiges Nietgerät in vorteilhafter Weise weiterzubilden, wird vorgeschlagen, dass der Nietamboss zwei gegensinnig zueinander bewegbare Fügeflügel aufweist, welche unter Belassung eines dem Durchmesser des Nietstempels entsprechenden Abstandes den Nietamboss übergreifen. Zufolge dieser Ausgestal- tung ist ein Nietgerät der in Rede stehenden Art angege- ben, bei welchem ein Durchsetzfüge-System zur nietfrei- en Verbindung zweier Elemente verwirklicht ist. Bevor- zugt wird hierbei eine Ausgestaltung, bei welcher die Fügeflügel um Achsen quer zur Bewegungsrichtung des Nietstempels an dem Nietamboss bewegbar gelagert sind.

Der Nietamboss bildet hierbei eine Matrize zur Durch- führung der Materialverfügung. Vorgeschlagen wird auch, dass die Fügeflügel im Zuge des Niedergehens des Niet- stempels mittels des durch den nietstempelseitig ver- drängten Materials der miteinander zu verbindenden Elemente unter Vergrößerung ihres gegenseitigen Abstan- des verlagert werden. Hierbei erfolgt bevorzugt eine Schwenkverlagerung der Fügeflügel derart, dass deren, den Nietamboss in einer Grundstellung zumindest teilwei-

se übergreifenden Abschnitte in gegensinniger Richtung zueinander auswärts bewegt werden, dies unter Vergröße- rung des Abstandes zwischen diesen Fügeflügelabschnit- te. Diese Fügeflügel sind in ihrer Schwenkbeweglichkeit begrenzt, d. h. anschlagbegrenzt und dienen zur seitli- chen Begrenzung des verdrängten Materials der miteinan- der zu verbindenden Elemente. Durch die gewählte Ausge- staltung ist im Querschnitt eine Art Schwalbenschwanzfü- gung realisiert. Die Fugeflügel sind im Übrigen bevor- zugt in ihre Grundstellung, d. h. in die den geringsten Abstand zwischen diesen aufweisende Stellung federvorge- spannt. In weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgegen- standes ist vorgesehen, dass sich die Fiigefliigel im Zuge der Verlagerung teilweise entgegen der Bewegung des Nietstempels in das Material der zu verbindenden Elemente eingraben.

Zudem betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Vernie- ten von zwei flächigen Elementen mittels einer Nietvor- richtung, insbesondere eines Nietgeräts nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 22, die einen Niederhalter und einen Nietstempel aufweist, wobei zunächst der Niederhalter in Anlage an die Elemente bewegt wird und sodann der Nietstempel einen Niet in die Elemente, diese verbindend eindrückt oder die Elemente unmittel- bar miteinander verfügt. Um ein Verfahren der in Rede stehenden Art in vorteilhafter Weise zu verbessern, wird vorgeschlagen, dass die Niederhalterkraft in Abhän- gigkeit von der Nietstempelkraft, jedoch in einem gerin- geren Ausmaß gesteigert wird. Diesbezüglich erweist es sich weiter als vorteilhaft, dass die Niederhalterkraft ausgehend von einem, die Nietstempelkraft zunächst übersteigenden Niveau gesteigert wird. Zufolge dieser Ausgestaltung ist im Zuge eines Nietvorganges zunächst die Niederhalterkraft so groß gewählt, dass eine exakte

Positionierung der zu verbindenden Elemente gewahrlei- stet ist und hiernach eine Steigerung der Nietstempel- kraft zur Durchführung des Nietvorganges über das Ni- veau der Niederhalterkraft hinaus erfolgt.

Schließlich betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Verfügen von zwei flächigen Elementen mittels einer Nietvorrichtung, insbesondere eines Nietgeräts nach einem oder mehreren der Ansprüche 19 bis 22, wobei ohne Verwendung eines Niets nur durch Verformung des Niet- stempels eine Verfügung der Element durchgeführt wird, wobei weiter ein als Gegenhalter wirkender Nietamboss vorgesehen ist. Um bezüglich eines solchen Verfahrens eine vorteilhafte Weiterbildung anzugeben, wird vorge- schlagen, dass der Nietamboss zumindest teilweise im Zuge des Niederdrückens des Nietstempels in Gegenrich- tung bewegt wird, wobei zwei gegensinnig zueinander bewegbare Fügeflügel des Nietambosses, welche unter Belassung eines dem Durchmesser des Nietstempels ent- sprechenden Abstandes den Nietamboss in der Grundstel- lung übergreifen, im Zuge des Nietvorganges mittels des durch den nietstempelseitig verdrängten Materials der miteinander zu verbindenden Elemente unter Vergrößerung ihres gegenseitigen Abstandes verlagert werden. Als besonders vorteilhaft erweist sich hierbei, dass die Elemente im Verfügungsbereich in eine radial offenbare Nietambossöffnung eingepresst werden.

Die Erfindung ist nachstehend anhand der beigefügten Zeichnung, welche lediglich mehrere Ausführungsbeispie- le darstellt, näher erläutert. Es zeigt. : Fig. 1 eine perspektivische Darstellung eines erfin- dungsgemäßen Nietgeräts in einer ersten Ausfuh- rungsform ;

Fig. 2 eine perspektivische Teildarstellung des Niet- gerätes, den Bereich eines Niethalterungskop- fes betreffend ; Fig. 3 eine partiell geschnittene Ansicht des Nietge- rätes ; Fig. 4 den partiell geschnittenen Niethalterungskopf mit strichpunktierter Linienart wiedergegebe- ner Aufnahme des Nietgerätes ; Fig. 5 die partiell geschnittene Draufsicht zu Fig.

4, das Nietgerät in der unbelasteten Grundstel- lung betreffend ; Fig. 6 eine der Fig. 5 entsprechende Darstellung, jedoch die vorverlagerte Stellung eines Nieder- halters vor Festlegung zweier zu verbindender Elemente darstellend ; Fig. 7 eine Folgedarstellung der Fig. 6 im Zuge der Vorwärtsverlagerung eines Nietstempels ; Fig. 8 die Herausvergroßerung des Bereiches XIII-XIII in Fig. 7 ; Fig. 9 eine Folgedarstellung der Fig. 7, bei Anlage des durch den Nietstempel mitgeschleppten Niets an den zu verbindenden Elementen ; Fig. 10 die Herausvergrößerung des Bereiches X-X in Fig. 9 ;

Fig. 11 eine weitere Folgedarstellung, den Nietvorgang bei vollständig vorverlagertem Nietstempel betreffend ; Fig. 12 die Herausvergrößerung des Bereichs XII-XII in Fig. 11 ; Fig. 13 eine perspektivische Einzeldarstellung eines, den Niederhalter und den Nietstempel aufweisen- den Elementes ; Fig. 14 eine der Fig. 4 entsprechende Darstellung jedoch die Grundstellung eines erfindungsgemä- Sen Nietgerätes in einer zweiten Ausführungs- form betreffend ; Fig. 15 die Herausvergrößerung des Bereiches XIV-XIV in Fig. 14 ; Fig. 16 eine der Fig. 7 entsprechende Darstellung, jedoch die Ausführungsform gemäß Fig. 14 be- treffend ; Fig. 17 eine der Fig. 9 entsprechende Darstellung ebenfalls die zweite Ausführungsform betref- fend ; Fig. 18 die Nietstellung gemäß Fig. 11 in der zweiten Ausführungsform ; Fig. 19 ein Diagramm zur Darstellung der Abhangigkeit von Niederhalterkraft und Nietstempelkraft in Abhängigkeit vom Verlagerungsweg des Niederhal- ters bzw. Nietstempels ;

Fig. 20 die Ansicht gegen ein Nietgerät in einer drit- ten Ausführungsform, partiell geschnitten ; Fig. 21 eine weitere der Fig. 4 entsprechende Darstel- lung, jedoch die Ausführungsform gemäß Fig. 20 betreffend ; Fig. 22 eine Folgedarstellung der Fig. 21, die Niet- stellung betreffend, Fig. 23 eine der Fig. 20 entsprechende Darstellung, jedoch eine vierte Ausführungsform betreffend ; Fig. 24 eine der Fig. 21 entsprechende Darstellung, jedoch die Ausführungsform gemäß Fig. 23 be- treffend ; Fig. 25 die Niet-bzw. Fügestellung in einer Darstel- lung gemäß Fig. 24 ; Fig. 26 den vergrößerten Bereich XXVI-XXVI in Fig. 25.

Dargestellt und beschrieben ist zunächst mit Bezug zu Fig. 1 ein Nietgerät 1, bestehend im Wesentlichen aus einem elektromotorisch angetriebenen, hydraulischen Arbeitsgerät 2 und einem, im Wesentlichen einen Nieder- halter 3 und einen Nietstempel 4 aufweisenden Halterun- gskopf 5.

In dem Arbeitsgerät 2 ist ein Elektromotor angeordnet.

Der Antrieb diese Elektromotors erfolgt über einen, in einem Handgriff 6 integrierten Akumulator 7. Bei Betäti- gung eines fingerbetätigbaren Schalters wird aus einem Vorratsraum Öl in einen Druckraum gepumpt, wodurch ein nicht näher dargestellter Hydraulikzylinder entgegen

der Wirkung einer Rückstellfeder in Richtung seiner Arbeits-Endstellung bewegt wird.

Die Zurückbewegung des Hydraulikzylinders erfolgt über eine Rückstellfeder, sobald ein Rücklauf ventil aufgrund des Überschreitens eines vorbestimmten Maximaldruckes öffnet.

Alternativ zu dem in Fig. 1 dargestellten Arbeitsgerät kann auch ein handbetätigbares Arbeitsgerät Anwendung finden, wobei zum Aufbau des benötigenden Druckes die Verlagerung des Hydraulikzylinders nicht elektromoto- risch, sondern handbetätigt über einem Pumphebel aufge- baut wird.

Unabhängig von der Ausbildung des Arbeitsgerätes 2 weist dieses einen, den Hydraulikzylinder umschließen- den Hals 8 auf, auf welchen der Halterungskopf 5 an- ordbar ist. Die Anordnung des Halterungskopfes 5 ist bevorzugt so gewählt, dass eine Verdrehung desselben auf dem Hals 8 gewährleistet ist.

Der Halterungskopf 5 ist im Wesentlichen C-förmig ausge- bildet, wobei die C-Öffnung den Nietarbeitsbereich bildet. Ein C-Schenkel ist zur Anordnung des Halterun- gskopfes 5 an dem Hals 8 topfartig mit kreisrundem Querschnitt ausgeformt und bildet somit eine Aufnahme 9 aus, deren Innendurchmesser dem Außendurchmesser des Halses 8 angepasst ist.

Der der Aufnahme 9 gegenüberliegende C-Schenkel des Halterungskopfes 5 trägt einen, bevorzugt auswechselba- ren, eine Matritze bildenden Nietamboss 10, dessen Körperachse in Verlängerung der Achse der Aufnahme 9 verläuft.

Weiter sind entlang der Aufnahmeachse X-X der Niederhal- ter 3 und der Nietstempel 4 in der Aufnahme 9 verschieb- bar gehaltert, wozu die Aufnahme 9 eine axiale Durchbre- chung 11 aufweist.

Der Niederhalter 3 und der Nietstempel 4 werden durch denselben, mittels des in dem Arbeitsgerät angetriebe- nen Hydraulikzylinders aufgebauten Drucks beaufschlagt, wozu der Niederhalter 3 einen Niederhalterkolben 12 und der Nietstempel 4 einen Stempelkolben 13 aufweist.

Der Stempelkolben 13 besitzt hierbei einen, dem Halsin- nendurchmesser angepassten Außendurchmesser, wobei eine Kolbenringdichtung 14 den dichtenden Abschluss des vor dem Stempelkolben 13 gebildeten, durch den Hydraulikzy- linder des Arbeitsgerätes 2 zu beaufschlagenden Druck- raumes 15 in dem Hals 8 gewährleistet.

Auf der der Kolbenfläche 16 abgewandten Seite setzt sich der Stempelkolben 13 in einem durchmesserverringer- ten Kolbenabschnitt 17 fort, an welchem sich ein weite- rer querschnittsverringerter Abschnitt 18, welcher die Aufnahme 9 im Bereich deren Druchbrechung 11 durch- setzt, anschließt.

In axialer Verlängerung des zweiten Abschnittes 18 ist an diesem der, in Richtung auf den Nietamboss 10 weisen- de Nietstempel 4 befestigt, beispielsweise schraubange- bunden.

Der Nietstempel 4 und der Stempelkolben 13 sind mittels einer den ersten Abschnitt 17 und den zweiten Abschnitt 18 umfassenden Druckfeder 19 in die Ausgangsstellung gemäß den Fig. 4 und 5 vorgespannt, welche Feder 19 sich einerends rückseitig des Stempelkolbens 13 und 00489 anderends bodenseitig einer innenliegenden Ringstufe 20 00490 nahe der Durchbrechung 11 der Aufnahme 9 abstützt.

00491 00492 Der Stempelkolben 13 bzw. dessen Abschnitte 17 und 18 00493 sind als ein Hülsenkörper 21 ausgeformt, wodurch ein 00494 zentraler, mit einer Ringstufe 22 versehener Zylinder 00495 23 gebildet ist. In diesem Zylinder 23 ist der Nieder- 00496 halterkolben 12 in Axialrichtung verschiebbar gelagert, 00497 dies bei konzentrischer Anordnung von Niederhalterkol- 00498 ben 12 und Stempelkolben 13. Der mit einer Kolbenring- 00499 dichtung 24 versehene Niederhalterkolben 12 liegt in 00500 einem, den Bereich des Stempelkolbens 13 und den Be- 00501 reich des ersten Abschnitte des Stempelkolbens 13 durch- 00502 setzenden, querschnittsgrößterem Abschnitt 25 ein und 00503 stützt sich in der Ausgangsstellung gemäß den Fig. 4 00504 und 5 an der zwischen diesem Zylinderabschnitt 25 und <BR> <BR> 00505 dem anschließenden, querschnittsverringerten Abschnitt 00506 26 gebildeten Ringstufe 22 ab. In diesen querschnitts- 00507 verringerten Zylinderabschnitt 26 im Bereich des zwei- 00508 ten Stempelkolbenabschnittes 18 ragt der Kolbenschaft 00509 27 des Niederhalterkolbens 12 ein, wobei dessen Lange 00510 etwa der halben Axiallänge des Zylinderabschnittes 26 00511 entspricht.

00512 00513 In der Ausgangsstellung gemäß den Fig. 4 und 5 ist der 00514 Niederhalterkolben 12 mittels einer Druckfeder 28 gegen 00515 die Ringstufe 22 vorgespannt, welche Druckfeder 28 sich 00516 einerends bodenseitig einer zentralen Niederhalterkol- 00517 ben-Bohrung 29 und anderends an einer, den im Bereich 00518 des Zylinderabschnittes 25 vor dem Niederhalterkolben 00519 12 gebildeten Druckraum 30 abdeckenden,. jedoch einen 00520 zentralen Durchlass 31 belassenden Druckscheibe 32 00521 abstützt.

00522

Der Niederhalter 3 ist als ein, den zweiten Abschnitt 18 des Stempelkolbens 13 umfassende Hülsenkörper 33 gebildet, mit einem Außendurchmesser, welcher dem Durch- messer der Durchbrechung 11 der Aufnahme 9 angepasst ist. Hierdurch ist eine sichere Axialführung des Hülsen- körpers 33 bzw. des Niederhalters 3 in der Aufnahme 9 und darüber hinaus eine sichere Axialführung des quer- schnittsangepassten zweiten Abschnittes 18 des Stempel- kolbens 13 in dem Hülsenkörper 33 bzw. dem Niederhalter 3 gewährleistet.

Der Niederhalter 3 bzw. der diesen bildende Hülsenkör- per 33 ist über einen quer, zur Gesamtachse x-x ausge- richteten Mitnahmebolzen 34 mit dem Niederhalterkolben 12 mitnahmeverbunden, welcher Mitnahmebolzen 34 den Kolbenschaft 27 des Niederhalterkolbens 12 durchsetzend mit seinen freien Enden in entsprechend ausgebildeten Mitnahmebohrungen des Hülsenkörpers 33 eingreift. Der Hülsenkörper 21 des Stempelkolbens 13 wird durch den Mitnahmebolzen 34 im Bereich zweier entsprechend ange- ordneter Langlochbohrungen 35 durchsetzt.

Zufolge dieser Ausgestaltung ist der zentral den Nieder- halter 3 durchsetzende und somit innenliegende Nietstem- pel 4 mit einem außenliegenden Stempelkolben 13 und der außenliegende Niederhalter 3 mit einem innen liegenden Niederhalterstempel 12 gekoppelt. Hieraus ergibt sich, dass die wirksame Kolbenfläche 16 des Stempelkolbens 13 größer ausgebildet ist als die wirksame Kolbenfläche 36 des Niederhalterkolbens 12.

Des Weiteren ist die Feder 19 des Stempelkolbens 13 stärker eingestellt als die Feder 28 des Niederhalter- kolbens 12, dies bei konzentrischer Anordnung der bei- den Feder 19 und 28 zueinander.

Durch die gewählte Anordnung sind der Niederhalter 3 und der Nietstempel 4 bzw. deren Hülsenkörper 21 und 33 über ein Teilbereich ihrer Lange konzentrisch zueinan- der angeordnet und axial gegeneinander verschiebbar.

An dem Niederhalter 3 ist im Bereich seines freien, dem Nietamboss 10 zugewandten Ende eine Vorrichtung 37 befe- stigt, welche Vorrichtung 37 der Zufuhr von zu verarbei- tenden Nieten 38 dient. Letztere sind in einem Nietgurt 39 aus einem Kunststoffmaterial gehaltert. Der Nietgurt 39 durchsetzt die Vorrichtung 37 quer zur Bewegungsrich- tung r des Niederhalters 3 bzw. des Nietstempels 4 einen im Bereich eines, zwischen einer topfartigen, das freie Ende des Niederhalters 3 übergreifenden Aufnahme 40 und einem, dem Nietamboss 10 zugewandten Niederhal- terkopfes 41 ausgebildeten Schlitz 42.

Die Vorrichtung 37 ist mittels einer Schraube 43, wel- che die Aufnahme 40 durchsetzt an den Niederhalter 3 bzw. an dem Hülsenkörper 33 festgelegt. Der Niederhal- terkopf 41 ist mit einer zentralen Nietdurchführöffnung 44 versehen.

In der Ausgangsstellung gemäß den Fig. 4 und 5 ragt der Nietstempel 4 in den Bereich der Vorrichtungsaufnahme 40 ein, unter Belassung eines Abstandes zwischen der Nietstempelstirnfläche und dem in einer Bereitschafts- stellung liegenden, zu verarbeitenden Niet 38.

Zur Zuführung der Niete 38, d. h. zur Verlagerung eines zu verarbeitenden Niets 38 in die Axialposition zu dem Nietstempel 4 ist in der Vorrichtung 37 eine, um eine Achse 45 schwenkbare Vorschubklinke 46 vorgeshen, wel- che an ihrem freien Ende, dem Nietgurt 39 zugewandt eine Vorschubspitze 47 aufweist.

Die Vorschubklinke 46 ist an einem in der Vorrichtung 37 schiebeverlagerbaren Vorschubschlitten 48 drehbar befestigt, welcher Vorschubschlitten-48 mittels einer Druckfeder 49 in ihre Ausgangsstellung gemäß den Fig. 4 und 5 vorgespannt ist. Die Bewegungsrichtung des Vor- schubschlittens 48 bzw. der Vorschubklinke 46 entgegen der Federkraft ist mit dem Pfeil t gekennzeichnet.

Der Vorschubschlitten 48 weist eine Steuerfläche 50 auf, welche etwa in der Winkelhalbierenden zwischen der Bewegungsrichtung r des Nietstempels 4 und der Bewe- gungsrichtung t des Vorschubschlittens 48 verläuft.

Diese Steuerfläche 50 wirkt zusammen mit einen stiftar- tigen Ausrückelement 51 des Nietstempels 4 bzw. dessen Hülsenkörper 21, wozu das radial von dem Nietstempel 4 bzw. dem Hülsenkörper 21 abragende Ausrückelement 51 eine randoffene Schlitzöffnung 52 des Niederhalter-Hül- senkörpers 33 und einen entsprechend angeordneten Schlitz 53 der Vorrichtungsaufnahme 40 durchsetzt.

Gleichfalls durchgreift der Vorschubschlitten 48 zumin- dest teilweise mit seiner Steuerfläche 50 die vorgenann- ten Schlitze 52,53, womit die Steuerfläche 50 in der Bewegungsrichtung r des Ausrückelementes 51 liegt.

Darüber hinaus weist der Vorschubschlitten 48 eine Handhabe 54 zur Handausrückung desselben auf.

Die Funktionsweise des in den Fig. 1 bis 13 dargestell- ten Nietgeräts 1 der ersten Ausführungsform ist wie folgt : Durch Schalterbetätigung an dem Arbeitsgerät 2 wird der Hydraulikzylinder in dem Arbeitsgerät 2 in Richtung auf seine Arbeits-Endstellung bewegt, was einen Druckan- stieg in dem Druckraum 15 zufolge hat. Infolge dessen

wird der die kleinere wirksame Kolbenfläche 36 aufwei- sende Niederhalterkolben 12 in Bewegungsrichtung r bewegt, dies unter Mitnahme des Stempelkolbens 13 über die Ringstufe 22. Entsprechend bewegen sich der Nieder- halter 3 und der Nietstempel 4 sowie die an dem Nieder- halter 3 angeordnete Nietzufuhr-Vorrichtung 37 gleichmä- Sig in Richtung auf den Nietamboss 10, bis in eine Position gemäß Fig. 6, in welcher der Niederhalter 3 bzw. der Niederhalterkopf 41 der Vorrichtung 37 unter Zwischenlage der zu verbindenden Elemente 55, beispiels- weise Bleche, gegen den Nietamboss 10 anschlägt. Diese Vorverlagerung der Niederhalter-/Nietstempel-Einheit E, welche in der Fig. 13 in einer Einzeldarstellung ge- zeigt ist, erfolgt gegen die Kraft der, den Stempelkol- ben 13 beaufschlagenden Feder 19.

Der weiter ansteigende Druck in dem Druckraum 15 be- wirkt aus der, die Elemente 55 festlegenden Stellung gemäß Fig. 6 eine Relativverlagerung des Stempelkolbens 13 zum Niederhalterkolben 12 (vgl. Fig. 7 und 8). Diese Relatiwerlagerung erfolgt entgegen der, den Niederhal- terkolben 12 beaufschlagenden Kraft der Feder 28.

Im Zuge dieser weiteren Vorverlagerung des Nietstempels 4 drückt dieser den zu bearbeitenden Niet 38 aus dem Nietgurt 39 heraus und führt diesen durch die Nietdurch- führöffnung 44 des Niederhalterkopfes 41 der Vorrich- tung 37 in Richtung auf die zu verbindenden Elemente 55, wobei im Zuge dieser Vorwärtsverlagerung weiter das Ausrückelement 51 entlang der Steuerfläche 50 des Vor- schubschlittens 48 läuft.

Die Fig. 9 und 10 zeigen eine Zwischenstellung, in welcher der Niet 38 unmittelbar vor den zu verbindenden Elementen 55 liegt und der Vorschubschlitten 48 mittels

des Ausrückelement 51 entgegen der Kraft der Feder 49 teilweise rückverlagert ist. Dies unter Mitschleppen der Vorschubklinke 46.

Eine weitere Vorverlagerung des Nietstempels 4 bewirkt das Durchstoßen der Elemente 55 mittels des zu verarbei- tenden Niets 38, welcher hierbei rückwärtig durch den, eine Matrize bildenden Nietamboss 10 zur Bildung der Nietverbindung gekröpft wird. Gleichzeitig ist eine weitere Rückverlagerung des Vorschubschlittens 48 und somit der Vorschubklinke 46 erfolgt, bis in eine Positi- on, in welcher die Vorschubspitze 47 der Vorschubwinkel 46 hinter einem, als nächstes zu verarbeitenden Niet 38 liegt.

Nach erfolgter Vernietung übersteigt der Druck in dem Druckraum 15 einen vorbestimmten Wert, was das Öffnen eines Rücklaufventils in dem Arbeitsgerät 2 zufolge hat. Hierdurch bedingt bewegt sich der Hydraulikzylin- der des Arbeitsgerätes 2 zurück, was aufgrund der Feder- vorspannung eine gleichzeitige Rückverlagerung von Niederhalter 3 und Nietstempel 4 bzw. Niederhalterkol- ben 12 und Stempelkolben 13 zur Folge hat. Im Zuge dieser Rückverlagerung bewegt sich auch der Vorschub- schlitten 48 aufgrund der fehlenden Abstützung durch das Ausrückelement 41 wieder in Richtung auf seine Ausgangsstellung zurück, dies unter Vorverlagerung des als nächstes zu verarbeitenden Niets 38 in dem Nietgurt 39 über die diesen weiterruckende Vorschubklinke 46 in die axiale Arbeitsposition gemäß Fig. 5. In dieser Position schlägt die Vorschubklinke 46 an dem Nietstem- pel 4 anschlagbegrenzt an. Da der Nietstempelquer- schnitt dem des Nietkopfes stets angepasst ist, können durch dieselbe Vorschubvorrichtung 37 Nietgurte 39 mit unterschiedlich großen Nieten 38 verarbeitet werden.

Die Fig. 14 bis 18 zeigen eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Nietgeräts, bei welchem der Zylin- der 23, in welchem der Niederhalterkolben 12 geführt ist, ein nach außen, d. h. in Richtung auf den Druck- raum 15, mittels druckabhängig schaltenden Ventilen 56, 57 abgesperrtes Hydraulikvolumen 58 aufweist. Diese Ventile 56,57 sind im Wesentlichen gebildet aus je- weils einer Ventilkugel 59, welche eine Durchtrittsöf- fnung 60 verschließen, dies unter Vorspannung der Ku- geln 59 in die Verschluss-Stellung mittels rückseitig diese beaufschlagenden Druckfedern 61.

Ein Nietvorgang wird bei dieser Ausführungsform dadurch ausgelöst, dass durch den auf die wirksame Kolbenfläche 16 des Stempelkolbens 13 einwirkende Kraft die Niet- stempel-/Niederhalter-Einheit E gleichmäßig, d. h. ohne Relativverlagerung von Niethalter 3 und Nietstempel 4 zueinander in Richtung auf den Nietamboss 10 vorverla- gert wird, bis in eine Stellung, in welcher die zu verbindenden Elemente 55 zwischen dem Niederhalterkopf 41 der Vorrichtung 37 und dem Nietamboss 10 eingespannt sind. Die hiernach weiter ansteigende Druckbeaufschla- gung der Stempelkolbenfläche 16 bewirkt über den sich nunmehr abstützenden Niederhalter 3 eine Drucksteige- rung des zwischen den Ventilen 56,57 und dem Niederhal- terkolben 12 zunächst abgesperrten Hydraulikvolumens 58. Übersteigt dieser Druck ein voreingestelltes Maß, so öffnet das ein Überdruckventil bildende Auslassven- til 57 durch Verlagerung dessen Kugel 59 engegen der Kraft der Druckfeder 61, wonach die Hydraulikflüssig- keit in Richtung auf den Druckraum 15 austreten kann.

Demzufolge ist eine Relativverlagerung des Stempelkol- bens 13 gegenüber dem Niederhalterkolben 12 gewährlei- stet, zur Durchführung der Vernietung.

Im Zuge der Vorverlagerung des Nietstempels 4 bzw. im Zuge der Vernietung wird auch bei diesem Ausführungsbei- spiel über die Vorrichtung 37 mittels der Vorschubklin- ke 46 ein nächster Niet 38 in eine Bereitschaftspositi- on verbracht.

Im Zuge der Rücklaufbewegung, welche durch den Druckab- fall im Druckraum 15 bewirkt wird, wird über die mit- tels der Feder 28 unterstützte Rückverlagerung des Niederhalterkolbens 12 im Bereich zwischen diesen und den Ventilen 56,57 ein Unterdruck erzeugt, welcher ein Öffnen des ein Rückschlagventil bildenden Einlassven- tils 56 zum Wiedereintritt der Hydraulikflüssigkeit bewirkt.

In vorteilhafter Weise werden bei dieser Ausführungs- form höhere Niederhalterkräfte erreicht. Wie aus dem Kraftdiagramm in Fig. 19 zu erkennen, wird im Zuge des Nietvorganges die Niederhalterkraft H in Abhängigkeit von der Nietstempelkraft N, jedoch in einem geringeren Ausmaß gesteigert, wobei weiter die Niederhalterkraft H ausgehend von einem, die Nietstempelkraft N zunächst übersteigenden Niveau gesteigert wird. Es ist zu erken- nen, dass die Niederhalterkraft H über eine Strecke S1 bis zum Erreichen der Anlagestellung gemäß Fig. 16 stetig zunimmt, wobei die Niederhalterkraft N über den gleichen Weg nahe Null verbleibt. Auf der hiernach zurückzulegenden Strecke bis S2, in welcher der Niet- stempel 4 mit dem mitgeschleppten Niet 38 auf die Ele- mente 55 aufsetzt, bleibt die Niederhalterkraft H im Wesentlichen gleich groß, auch hier bei einer Niederhal- terkraft nahe Null. Erst bei durchdrücken eines Niets 38 durch die Elemente 55 (Strecke S2-S3) steigt die Nietstempelkraft N nahezu schlagartig an, dies bei gemäßigtem Anstieg der Niederhalterkraft H.

Die Fig. 20 bis 22 zeigen eine dritte Ausführungsform, bei welcher zwei Elemente 55 bereits mit einem durchge- streckten Niet 38 versehen mittels Vernietung miteinan- der befestigt werden. Hierzu weist der Nietamboss 10 eine entsprechende Form zur Aufnahme des Nietkopfes auf. Entsprechend besitzt auch der Nietstempel 4 eine stirnseitige Negativform, zur Umformung des freien Nietschaftendes. In vorteilhafter Weise kann hierzu ein Nietgerät 1 gemäß der ersten oder zweiten Ausführungs- form genutzt werden, bei welchen die Vorrichtung zur Nietzufuhr entfernt wurde, wonach das freie Ende des Niederhalters 3 auch sogleich den Niederhalterkopf 41 bildet. Des Weiteren ist der Nietstempel 4, welcher in den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen stirnsei- tig glattflächig ausgebildet ist gegen einen die Niet- hohlform aufweisenden Nietstempel 4 gewechselt.

Schließlich ist in den Fig. 23 bis 26 eine weitere Ausführungsform dargestellt, bei welcher ohne Verwen- dung eines Niets nur durch Verformung mittels des Niet- stempels 4 eine Verfügung der Elemente 55 durchgeführt wird. Gemäß dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel bildet hierbei auch das freie Ende des Niederhalters 3 den Niederhalterkopf 41 auf, wobei in der Ausgangsstel- lung gemäß den Fig. 23 und 24 die glattflächige Stirn- fläche des Nietstempels 4 mit der Stirnfläche des Nie- derhalterkopfes 41 fluchtet.

Der Nietamboss 10 weist zwei gegensinnig zueinander bewegbare Fügeflügel 62 auf, welche unter Belassung eines dem Durchmesser des Nietstempels 4 entsprechenden Abstandes a den Nietamboss 10 teilweise übergreifen.

Die zwischen den Fügeflügeln 62 belassene Nietambosso- ffnung ist mit der Bezugsziffer 64 versehen.

Die Fügeflügel 62 sind um Achsen 63 quer zur Bewegung- richtung r des Nietstempels 4 an dem Nietamboss 10 bewegbar gelagert, wobei die Achsen 63 in dem darge- stellten Ausführungsbeispiel durch einen, die Fügeflü- gel 62 in die Ausgangsstellung gemäß Fig. 24 beaufschla- genden Federring gebildet sind.

Nach Anlage des Niederhalters 3 an den Elementen 55 geht der Nietstempel nieder, wobei die Fügeflügel 62 mittels des, durch den Nietstempel 4 seitlich verdrång- ten Materials der miteinander zu verbindenden Elemente 55 unter Vergrößerung ihres gegenseitigen Abstandes a verlagert werden. Hierbei graben sich die Fügeflügel 62 im Zuge der Verlagerung teilweise entgegen der Bewegung des Nietstempels 4 in das Material der zu verbindenden Elemente 55 ein, wonach eine Verfügung, insbesondere Durchsetzfügung zwischen den Elementen 55 erreicht ist.

Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswe- sentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) voll- inhaltlich mit einbezogen, auch zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.