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Patent Searching and Data


Title:
ROLLER ARRANGEMENT WITH A MOVEABLE INLET SHIELD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2014/184086
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a device for forming a flat, rolled, continuously conveyed dough strip (1). Said device comprises a first roller (2) which is rotationally driven about a first rotational axis (3), a second roller (4) which is rotationally driven about a second rotational axis (5), the rotational direction (6) of the first roller (2) is counter to the rotational direction (7) of the second roller (4) and a roll gap (8) for guiding and for rolling the strip of dough (1) is provided between the first roller (2) and the second roller (4). Said device also comprises a terminating ring (9) which is concentrically arranged on the first roller (2) and which projects from the first roller (2) in the radial direction in order to laterally seal the roll gap (8). Said device also comprises a conveyor device (10) for guiding the strip of dough (1) into the inlet area (11) of the roll gap (8). A moveable inlet shield (12) which is connected to the machine frame (24) by means of a movement device (13) is provided. Said inlet shield (12) can be moved by means of the movement device (13) from an operating position in which the inlet shield laterally seals the inlet area (11) of the roll gap (8), into a maintenance position in which the inlet shield (12) is arranged at a distance from the roll gap (8). A clamping device (14), which moves the inlet shield (12) into the operating position on the second roller (4), is provided.

Inventors:
HAAS, Johannes (Taubstummengasse 15/5, Wien, A-1040, AT)
HAAS, Josef (Berggasse 6, Leobendorf, A-2100, AT)
JIRASCHEK, Stefan (Tradenbergstr. 25, Königsbrunn, A-2202, AT)
LAMBAUER, Peter (Rohrbach 235, Hitzendorf, A-8151, AT)
Application Number:
EP2014/059445
Publication Date:
November 20, 2014
Filing Date:
May 08, 2014
Export Citation:
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Assignee:
HAAS FOOD EQUIPMENT GMBH (Gerstlgasse 25, Wien, A-1210, AT)
International Classes:
A21C3/02
Foreign References:
US2783719A1957-03-05
US5558885A1996-09-24
DE2456251B11976-05-20
Attorney, Agent or Firm:
PUCHBERGER, BERGER & PARTNER (Reichsratsstraße 13, Wien, A-1010, AT)
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Claims:
Patentansprüche

1 . Vorrichtung zur Bildung eines flach ausgewalzten, kontinuierlich geförderten

Teigbandes (1 ), umfassend:

- eine erste Walze (2), die um eine erste Rotationsachse (3) rotatorisch angetrieben ist,

- eine zweite Walze (4), die um eine zweite Rotationsachse (5) rotatorisch angetrieben ist, wobei die Drehrichtung (6) der ersten Walze (2) der Drehrichtung

(7) der zweiten Walze (4) entgegengesetzt ist und wobei zwischen der ersten Walze (2) und der zweiten Walze (4) ein Walzenspalt (8) zur Durchführung und Auswalzung des Teigbandes (1 ) vorgesehen ist,

- einen Abschlussring (9), der konzentrisch mit der ersten Walze (2) angeordnet ist und die erste Walze (2) zur seitlichen Abdichtung des Walzenspaltes (8) in radialer Richtung überragt,

- und eine Fördervorrichtung (10) zur Zuführung des Teigbandes (1 ) in den Einlaufbereich (11 ) des Walzenspaltes (8),

dadurch gekennzeichnet, dass ein bewegliches Einlaufschild (12) vorgesehen ist, das über eine Bewegungsvorrichtung (13) mit dem Maschinengestell (24) verbunden ist,

wobei das Einlaufschild (12) über die Bewegungsvorrichtung (13)

von einer Betriebsstellung, in der das Einlaufschild (12) den Einlaufbereich (1 1 ) des Walzenspaltes (8) seitlich abdichtet,

in eine Wartungsstellung, in der das Einlaufschild (12) entfernt vom Walzenspalt

(8) angeordnet ist, bewegbar ist,

und dass eine Spannvorrichtung (14) vorgesehen ist, über die das Einlaufschild (12) in der Betriebsstellung an die zweite Walze (4) gerückt ist.

2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die

Spannvorrichtung (14) ein Druckelement (15) umfasst, über welches das

Einlaufschild (12) zur Abdichtung des Einlaufbereichs (11) des Walzenspaltes (8) an die seitliche Stirnseite (16) der zweiten Walze (4) gedrückt ist.

3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung (14) ein bewegliches Spannelement (17) umfasst, an welchem das Druckelement (15) vorgesehen ist über welches durch Bewegung des Spannelements (17) das Einlaufschild (8) an die zweite Walze (4) drückbar ist.

4. Vorrichtung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, dass das bewegliche Spannelement (17) ein am Maschinengestell schwenkbar gelagerter Hebel (18) ist, von dem das Druckelement (15) seitlich absteht.

5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,

dass der Abschlussring (9) eine Mantelfläche (19) aufweist,

dass das Einlaufschild (12) einen kreisabschnittförmigen Ausschnitt (20) aufweist, dessen Krümmungsradius im Wesentlichem dem Krümmungsradius der Mantelfläche ( 9) des Abschlussrings (9) entspricht,

und dass in Betriebsstellung der Ausschnitt (20) des Einlaufschilds (12) an die Mantelfläche (19) des Abschlussrings (9) gedrückt ist.

6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,

dass die Fördervorrichtung (10) als Bandförder ausgeführt ist,

dass der Bandförderer einen Umlenkkörper (21) umfasst, um den das

Transportband (22) im Einlaufbereich ( ) des Walzenspaltes (8) umgelenkt ist um eine Zuführung des Teigbandes (1 ) in den Einlaufbereich (1 1 ) und den Walzenspalt (8) zu ermöglichen.

7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Einlaufschild (12) einen Bandausschnitt (23) aufweist, dessen Form im Wesentlichen der Kontur des Transportbandes (22) im Einlaufbereich (1 1 ) entspricht

und dass in Betriebsstellung des Einlaufschildes (12) im Einlaufbereich (1 1) zwischen dem Bandausschnitt (23) des Einlaufschildes (12) und dem

Transportband (22) ein Spalt freigehalten ist

oder dass der Bandausschnitt (23) des Einlaufschildes (12) an dem

Transportband (22) anliegt.

8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Druckelement (15) eine Abschrägung (25) aufweist, über die bei Drehung des Spannelements (17) um die Hebelachse (26) das Einlaufschild (12) Richtung Stirnseite (16) der zweiten Walze (4) gedrückt wird.

9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Einlaufschilde (12) zur seitlichen Abdichtung des Walzenspaltes (8) und/oder des Einlaufbereichs (1 1 ) des Walzenspaltes (8) vorgesehen sind, wobei die beiden Einlaufschilde (12) beidseitig im Bereich der Stirnseiten der Walzen angeordnet sind.

10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Walze (4) relativ zur ersten Walze (2) bewegbar, bevorzugt parallel bewegbar oder neigbar, mit dem Maschinengestell verbunden ist, sodass die Breite oder die Form des Walzenspaltes (8) bei angedrücktem Einlaufschild (12) veränderbar ist.

Description:
Walzenanordnung mit einem bewegbaren Einlaufschild

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bildung eines flach ausgewalzten,

kontinuierlich geförderten Teigbandes, umfassend eine erste Walze, die um eine erste Rotationsachse rotatorisch angetrieben ist, eine zweite Walze, die um eine zweite Rotationsachse rotatorisch angetrieben ist, wobei die Drehrichtung der ersten Walze der Drehrichtung der zweiten Walze entgegengesetzt ist und wobei zwischen der ersten Walze und der zweiten Walze ein Walzenspalt zur Durchführung und Auswalzung eines Teigbandes vorgesehen ist, einen Abschlussring, der konzentrisch mit der ersten Walze angeordnet ist und die erste Walze zur seitlichen Abdichtung des Walzenspaltes in radialer Richtung überragt, und eine Fördervorrichtung zur Zuführung des Teigbandes zum Einlaufbereich des Walzenspaltes. Ferner betrifft die Erfindung ein Einlaufschild für die erfindungsgemäße Walzenanordnung, das bevorzugt über eine

Bewegungsvorrichtung bewegbar ist.

Vorrichtungen zur Bildung eines flach ausgewalzten, kontinuierlich geförderten

Teigbandes sind bekannt und in unterschiedlichen Ausführungen publiziert.

Beispielsweise sind Auswalzvorrichtungen bekannt, die in der Fachsprache als Duomat bezeichnet werden. Dabei sind eine Ober- und eine Unterwalze jeweils seitlich rotatorisch und angetrieben an einem Maschinengestell gelagert. Zwischen den beiden Walzen ist ein Walzenspalt zur Durchführung des Teigbandes freigehalten. Das zugeführte Teigband weist eine größere Dicke auf, als die Höhe des Walzenspaltes. Dadurch wird das Teigband ausgewalzt. Beim Auswalzen kommt es zu einer

Verdünnung des Teigbandes. Diese resultiert in einer Geschwindigkeitssteigerung des Teigbandes nach dem Walzenpaar und gegebenenfalls in einer Verbreiterung, d.h. in einer seitlichen Verbreiterung des Bandes. Um die Walzenbreite optimal zu nützen, wird das einlaufende Teigband bis nahe an die seitlichen Ränder der Walzen geführt. Platz für eine seitliche Ausdehnung des Teigbandes ist somit nicht vorhanden.

Aus diesem Grund sind Walzenanordnungen bekannt, bei denen der Walzenspalt seitlich abgedichtet ist, um die seitliche Ausdehnung des Teigbandes beim Auswalzen zu verhindern. Dadurch ist ein seitlich geschlossener Walzenspalt gebildet. In diesem Walzenspalt treten hohe Drücke von mehreren Bar auf. Somit müssen sowohl die Walzen als auch die den Walzenspalt seitlich abdichtenden Einlaufschilder ausreichend dimensioniert und stabil sein.

Bei herkömmlichen Walzenanordnungen ist das Einlaufschild starr mit dem

Maschinenrahmen verbunden und an diesem abgestützt, um die Druckkräfte abfangen zu können. Nachteilig an dieser Konstruktion ist, dass bei der Wartung oder beim Anfahren der Zugang zu maßgeblichen Teilen durch das Einlaufschild verhindert ist. Soll beispielsweise das Transportband der Transportvorrichtung getauscht werden, über welches das Teigband zugeführt wird, so muss das Einlaufschild und

gegebenenfalls die gesamte Walzenanordnung demontiert werden. Jedoch ist insbesondere ein schneller Wechsel der Zuführbänder zur Steigerung der Effizienz der Gesamtanlage unbedingt notwendig.

Femer sind Walzenanordnungen bekannt, bei denen die Breite und/oder die Form des Walzenspaltes über Relativbewegung der Walzen zueinander angepasst werden kann. Die Abdichtung des Walzenspaltes und des Einlaufbereichs ist bei diesen

Vorrichtungen durch herkömmliche Einlaufschilde unzureichend gegeben.

Aufgabe der Erfindung ist es nun, eine Vorrichtung zur Bildung eines flach

ausgewalzten, kontinuierlich geförderten Teigbandes zu schaffen, die eine qualitativ hochwertige Auswalzung des Teigbandes erlaubt und insbesondere einen seitlich abgedichteten Einlaufbereich des Walzenspalts aufweist, bei der aber darüber hinaus die Wartung und Reinigung der maßgeblichen Teile, die sich im Einlaufbereich befinden, vereinfacht ist. Dies ist insbesondere wichtig, um die Reinigung und die Zugänglichkeit schwer zugänglicher Bereiche der Vorrichtung zu vereinfachen.

Ferner ist durch die vorteilhafte Ausgestaltung der Vorrichtung gegebenenfalls auch die Abdichtung des Einlaufbereichs des Walzenspaltes bei Walzenanordnungen möglich, bei denen die Walzen zur Veränderung des Walzenspaltes relativ zueinander bewegbar sind.

Die erfindungsgemäßen Aufgaben werden durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.

Insbesondere dadurch, dass ein bewegliches Einlaufschild vorgesehen ist, das über eine Bewegungsvorrichtung mit dem Maschinengestell verbunden ist,

wobei das Einlaufschild über die Bewegungsvorrichtung

von einer Betriebsstellung, in der das Einlaufschild den Einlaufbereich des

Walzenspaltes seitlich abdichtet, in eine Wartungsstellung, in der das Einlaufschild entfernt vom Walzenspalt angeordnet ist, bewegbar ist, und dass eine

Spannvorrichtung vorgesehen ist, über die das Einlaufschild in der Betriebsstellung an die zweite Walze gerückt ist.

Weitere vorteilhafte Merkmale sind, dass die Spannvorrichtung ein Druckelement umfasst, über welches das Einlaufschild, zur Abdichtung des Einlaufbereichs des Walzenspaltes, an die seitliche Stirnseite der zweiten Walze gedrückt ist, dass die Spannvorrichtung ein bewegliches Spannelement umfasst, an welchem das

Druckelement vorgesehen ist über welches durch Bewegung des Spannelements das Einlaufschild an die zweite Walze drückbar ist, dass das bewegliche Spannelement ein am Maschinengestell schwenkbar gelagerter Hebel ist, von dem das Druckelement seitlich absteht, dass der Abschlussring eine Mantelfläche aufweist,

dass das Einlaufschild einen kreisabschnittförmigen Ausschnitt aufweist, dessen

Krümmungsradius im Wesentlichem dem Krümmungsradius der Mantelfläche des Abschlussrings entspricht und/oder dass in Betriebsstellung der Ausschnitt des

Einlaufschilds an die Mantelfläche des Abschlussrings gedrückt ist.

Ferner kann vorgesehen sein, dass die Fördervorrichtung als Bandförder ausgeführt ist, dass der Bandförderer einen Umlenkkörper umfasst, um den das Transportband im Einlaufbereich des Walzenspaltes umgelenkt ist, um eine Zuführung des Teigbandes in den Einlaufbereich und den Walzenspalt zu ermöglichen, dass

das Einlaufschild einen Bandausschnitt aufweist, dessen Form im Wesentlichen der Kontur des Transportbandes im Einlaufbereich entspricht, dass in Betriebsstellung des Einlaufschildes im Einlaufbereich zwischen dem Bandausschnitt des Einlaufschildes und dem Transportband ein schmaler Spalt freigehalten ist, dass der Bandausschnitt des Einlaufschildes an dem Transportband anliegt, dass das Druckelement eine

Abschrägung aufweist, über die bei Drehung des Spannelements um die Hebelachse das Einlaufschild Richtung Stirnseite der zweiten Walze gedrückt wird und/oder dass zwei Einlaufschilde zur seitlichen Abdichtung des Walzenspaltes und/oder des

Einlaufbereichs des Walzenspaltes vorgesehen sind, wobei die beiden Einlaufschilde beidseitig im Bereich der Stirnseiten der Walzen angeordnet sind, wobei gegebenfalls die zweite Walze bewegbar mit dem Maschinengestell verbunden ist und relativ zur ersten Walze bewegbar ist.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst ein Einlaufschild, das bewegbar ausgeführt ist. Die Bewegbarkeit ist insbesondere durch die Kinematik der Bewegungsvorrichtung bestimmt. Die Bewegungsvorrichtung erlaubt eine Bewegung des Einlaufschildes von einer Betriebsstellung in eine Wartungsstellung. In Betriebsstellung ist das Einlaufschild derart angeordnet, dass es den Einlaufbereich des Walzenspalts und gegebenenfalls den Walzenspalt selbst seitlich abdichtet.

Dazu ist es an beispielsweise zwei Komponenten der Vorrichtung dichtend angelegt. Eine der Komponenten ist die zweite Walze oder eine Komponente, die dichtend mit der zweiten Walze verbunden ist. Die zweite Komponente ist die erste Walze oder eine Komponente, die dichtend mit der ersten Walze verbunden ist.

Als Gegenhalter gegen den Druck des auszuwalzenden Teigbandes ist eine

Spannvorrichtung vorgesehen. Diese Spannvorrichtung spannt das Einlaufschild zur Abdichtung des Walzenspaltes gegen die obengenannten Komponenten. Bevorzugt ist das Einlaufschild flexibel oder zumindest bewegbar ausgeführt, sodass es in geringem Maße von einer ersten Stellung, in der es bewegt und insbesondere weggeklappt werden kann, in eine dichtende Stellung bewegt werden kann. Dazu ist bevorzugt eine Bewegung oder Verbiegung des Einlaufschildes in Achsrichtung der Walzen ermöglicht.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung umfasst bevorzugt eine bewegbare Walze. Durch die Bewegbarkeit zumindest einer Walze kann die Breite und/oder die Form des

Walzenspalts verändert werden. Bevorzugt ist die zweite Walze bewegbar ausgeführt. Dazu ist es von Vorteil, wenn der Einlaufbereich und gegebenenfalls der Walzenspalt im Bereich der Stirnseite der zweiten Walze abgedichtet ist. Dadurch ist es möglich, dass das an die Stirnseite gedrückte Einlaufschild bei im Wesentlichen radialer

Bewegung der zweiten Walze die Dichtung aufrecht erhält und auch eine dichtende Anlage stets gegeben ist. In vorteilhafter Weise kann dadurch der Walzenspalt und insbesondere die Breite des Walzenspaltes auch bei laufender Vorrichtung, d.h. bei durchgeführtem Teigband verändert werden. Auch bei bewegten Walzen bleibt die Dichtung des Einlaufbereichs und gegebenenfalls des Walzenspaltes durch das

Einlaufschild stets aufrecht.

Dazu folgt die Stirnseite der Walze in bevorzugter Weise einer Normalebene der Drehachse dieser Walze. Auch das Einlaufschild weist eine Fläche auf, die im

Wesentlichen parallel zu dieser oder in dieser Ebene liegt.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dazu geeignet und/oder eingerichtet,„in-line" in einer industriellen Fertigungsanlage für Lebensmittelprodukte verwendet zu werden. In weiterer Folge wird die Erfindung anhand der Figuren weiter beschrieben.

Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei das vordere Seitenschild des Maschinengestells ausgeblendet ist.

Fig. 2 zeigt das Detail des Einlaufschildes gemäß der Schnittlinie A-A aus Fig. 1.

Fig. 3 zeigt eine Schrägansicht der Vorrichtung bei weggeklappter Spannvorrichtung.

Fig. 4 zeigt dieselbe Darstellung wie Fig. 3 jedoch bei abgedichtetem Walzenspalt.

Fig. 5 zeigt eine schematische Schrägansicht der Vorrichtung bei weggeklapptem

Einlaufschild. Fig. 1 zeigt eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen Vorrichtung, bei der ein Teigband 1 durch eine erste Walze 2 und eine zweite Walze 4 hindurch geführt wird. Zur Zuführung des Teigbandes 1 ist eine Fördervorrichtung 10 vorgesehen, die in der vorliegenden Darstellung schematisch und nicht in ihrer vollen Größe dargestellt ist. Die Fördervorrichtung 10 umfasst ein Transportband 22, das um einen Umlenkkörper 21 umgelenkt ist. Das Transportband 22 ist bevorzugt über einen Antrieb angetrieben. Beim Umlenkkörper 21 verlässt das Teigband 1 das Transportband 22 und wird durch den Einlaufbereich 11 in den Walzenspalt 8 gefördert. Der Walzenspalt 8 ist im

Wesentlichen durch jene Öffnung definiert, die zwischen den beiden Walzen 2, 4, den seitlichen Einlaufschilden 12 und den Abschlussringen 9 gebildet ist. Die erste Walze 2 weist eine erste Rotationsachse 3 auf, die in der vorliegenden Darstellung projizierend verläuft.

Die zweite Walze 4 weist eine zweite Rotationsachse 5 auf, die ebenfalls projizierend verläuft. Jedoch können die beiden Rotationsachsen 3 und 5 gegebenenfalls leicht verschränkt sein.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die zweite Walze gegenüber der ersten Walze bewegbar ausgeführt. Insbesondere betrifft dies die Raumlage der beiden Drehachsen dieser Walzen zueinander. So kann der Walzenspalt in seiner Größe und gegebenenfalls in seiner Form verändert werden. Um die Abdichtung auch bei einer Lageänderung der Walzen zueinander zu ermöglichen, ist das erfindungsgemäße Einlaufschild 12 vorgesehen.

Die erste Walze 2 weist eine Drehrichtung 6 auf, die der Drehrichtung 7 der zweiten Walze 5 entgegengesetzt ist. Dadurch wird das Teigband 1 durch den Walzenspalt 1 hindurchgefördert. Die erste Walze weist seitlich einen Abschlussring 9 auf. Dieser Ring überragt die erste Walze 2 in radialer Richtung. In der vorliegenden Ausführungsform überragt der Abschlussring 9 im Bereich des Walzenspalts 8 auch Teile der zweiten Walze 4. Dadurch ist der Walzenspalt seitlich zumindest teilweise abgedichtet. Jedoch kann der Abschlussring 9 nicht beliebig groß ausgestaltet werden, um auch den Einlaufbereich 1 1 des Walzenspalts 8 seitlich abzudichten, da dieser sonst baulich in Konflikt mit dem Transportband 22 der Fördervorrichtung 10 stehen würde. Aus diesem Grund ist das erfindungsgemäße Einlaufschild 1 1 bewegbar angeordnet.

Das Einlaufschild 1 1 befindet sich in der vorliegenden Darstellung in der

Betriebsposition. Dies bedeutet, dass in der dargestellten Lage der Walzenspalt und der Einlaufbereich 1 1 des Walzenspalts 8 abgedichtet sind. Das Einlaufschild 12 ist über eine Bewegungsvorrichtung 13 mit dem Maschinengestell 24 verbunden. Insbesondere ist das Einlaufschild über die Bewegungsvorrichtung 13 wegklappbar ausgeführt. Das Einlaufschild 12 weist einen Ausschnitt 20 auf. Dieser ist im Wesentlichen rund ausgeschnitten, wobei die Krümmung des Ausschnitts 20 im Wesentlichen dem

Krümmungsradius der Mantelfläche 19 des Abschlussrings 9 entspricht. Durch eine linienförmige oder flächige Anlage des Ausschnitts 20 an der Mantelfläche 19 des Abschlussrings 9 ist eine dichtende Verbindung gegeben. Bei Drehung der ersten Walze 2 und stillstehendem Einlaufschild 12 kommt es zu Relativbewegung und gegebenenfalls zu Gleitreibung zwischen den beiden genannten Elementen.

Ferner weist das Einlaufschild 12 einen Bandausschnitt 23 auf. Der Bandausschnitt 23 hat eine Form, die im Wesentlichen der Kontur des Transportbandes 22 im

Einlaufbereich 1 1 entspricht. In der dargestellten Betriebsposition kann zwischen dem Bandausschnitt 23 des Einlaufschilds 12 und dem Transportband 22 ein schmaler Spalt vorgesehen sein. Gemäß einer weiteren Ausführung kann der Bandausschnitt 23 des Einlaufschilds 12 das Transportband 22 berühren.

Zur Abdichtung gegenüber der zweiten Walze 4 ist das Einlaufschild 12 über eine Spannvorrichtung 14 gegen die Stirnseite 16 der zweiten Walze 4 gedrückt. Die

Spannvorrichtung 14 umfasst ein Spannelement 17 und einen Hebel 18. Der Hebel 18 weist eine Drehachse auf, um welchen er drehbar angeordnet ist. Über das

Spannelement 17 kann das Einlaufschild 12 gegen die Stirnseite 16 der zweiten Walze 4 gedrückt werden.

Fig. 2 zeigt die Spannvorrichtung als Detailausschnitt des Schnittverlaufs A-A. Die zweite Walze 4 ist geschnitten dargestellt und in unmittelbarer Nähe der ersten Walze 2 angeordnet. Das Einlaufschild 12 ist an die Stirnseite 16 der zweiten Walze 4 gedrückt, um eine Abdichtung zu bewirken. Der Druck wird durch das Spannelement 17 auf das Einlaufschild und weiter auf die Stirnseite 16 der zweiten Walze 4 übertragen. Das Spannelement 17 ragt in der vorliegenden Ausführungsform von dem Hebel 18 der Spannvorrichtung 14 ab. Das Spannelement 17 weist in der vorliegenden

Ausführungsform eine Abschrägung 25 auf. Wird der Hebel um die Hebelachse 26 gedreht, so entfernt sich das Spannelement 17 von dem Einlaufschild 12 und das Einlaufschild verliert die Anlage an der zweiten Walze. Dies geschieht einerseits über eine leichte elastische Vorspannung des Einlaufschildes, aber gegebenenfalls auch durch die Bewegung der Walzen. Soll nun das Einlaufschild 12 zur Abdichtung gespannt werden, so wird der Hebel 18 der Spannvorrichtung 17 umgelegt, sodass das Spannelement 17 in den Bereich des Einlaufschildes 12 gebracht wird. Um ein

Verhaken oder eine Blockierung des Spannelements 17 und des Einlaufschildes 12 zu verhindern, weist das Spannelement 17 eine Abschrägung 25 auf. Bei beginnender Anlage des Spannelements 17 an dem Einlaufschild 12 gleitet die Kante des

Einlaufschilds 12 entlang der Abschrägung 25, wodurch das Einlaufschild 12 gegen die zweite Walze 4 gedrückt wird. Gegebenenfalls kann auch - oder nur - das Einlaufschild 12 eine Schräge aufweisen, um eine durch Relativbewegung bewirkte Druckkraft aufzubauen.

Fig. 3 zeigt eine schematische Schrägansicht eines Details der erfindungsgemäßen Vorrichtung. Die erste Walze 2 und die zweite Walze 4 sind gemäß der

vorangegangenen Beschreibung rotatorisch gelagert und angetrieben sowie

voneinander beabstandet positioniert. Zwischen den beiden Walzen 2, 4 ist der Walzenspalt 8 vorgesehen. Die erste Walze 2 seitlich begrenzend ist zumindest einseitig, bevorzugt beidseitig jeweils ein Abschlussring 9 vorgesehen. Dieser

Abschlussring 9 überragt die erste Walze 2 kreisförmig in radialer Richtung. Ferner überragt der Abschlussring 9 in bevorzugter Weise auch zumindest einen Teil der zweiten Walze 4. Dadurch ist der Walzenspalt zumindest teilweise seitlich abgedichtet. Die Fördervorrichtung 10 umfasst ein Transportband 22, das um einen Umlenkkörper 21 umgelenkt ist. Zur Abdichtung des Einlaufbereichs 1 1 des Walzenspalts 8 ist zumindest ein Einlaufschild 12 vorgesehen. Bevorzugt sind zwei Einlaufschilde 12 vorgesehen, die den Einlaufbereich 1 1 sowie den Walzenspalt 8 beidseitig seitlich abdichten. Das Einlaufschild 12 ist über eine Bewegungsvorrichtung 13 mit dem

Maschinengestell 24 verbunden. Dadurch ist ein Wegklappen des Einlaufschilds 12 ermöglicht. Ferner ist eine Spannvorrichtung 14 vorgesehen. Diese ist ebenfalls am Maschinengestell 24 angeordnet oder abgestützt. Jedoch ist der Teil, an dem die Spannvorrichtung 14 vorgesehen ist, in der vorliegenden Darstellung ausgeblendet. Die Verbindung zwischen dem Maschinengestell 24 und dem Hebel 18 der

Spannvorrichtung 14 geschieht über die Hebelachse 26. Dadurch ist der Hebel 18 drehbar angeordnet. Abstehend von dem Hebel 18 ist das Spannelement 17

vorgesehen. Dieses ragt in Richtung Einlaufschild 12. Die Fig. 3 zeigt die

Spannvorrichtung 14 in weggeklappter Position. Dabei findet keine Anlage des

Spannelements 17 und des Einlaufschildes 12 statt. Vielmehr weist das Spannelement 17 in einen freien Bereich, entfernt vom Einlaufschild 12.

In Fig. 4 ist dieselbe Anordnung, jedoch in einer anderen Position gezeigt. Dabei ist die Spannvorrichtung 14 und insbesondere der Hebel 18 um die Hebelachse 26 derart gedreht, dass das Spannelement 17 mit dem Einlaufschild 12 in Kontakt ist und dieses an die Stirnseite 16 der zweiten Walze 4 drückt. Die restliche Abdichtung des Spaltes erfolgt über den Abschlussring 9 der ersten Walze 2.

Fig. 5 zeigt dieselbe Anordnung wie die Fig. 3 und 4, jedoch mit weggeklapptem

Einlaufschild 12. Dieses befindet sich in der Wartungsposition, in der einerseits das Transportband 22 der Fördervorrichtung 10 gewechselt werden kann und andererseits der Walzenspalt 8 zwischen der ersten Walze 2 und der zweiten Walze 4 gewartet werden kann.

Das Einlaufschild 12 ist derart weggeklappt, dass es nicht mehr an die zweite Walze 4 gedrückt ist. Auch die Anlage zur ersten Walze 2 bzw. zum Abschlussring 9 der zweiten Walze besteht in weggeklappter Stellung nicht. Zur Befestigung des Einlaufschildes 12 kann gegebenenfalls eine Verbindungsvorrichtung 27 vorgesehen sein. In der

Darstellung der Fig. 4 und der Fig. 5 ist diese Verbindungsvorrichtung als einfache Schraubverbindung ausgeführt. Dazu ist starr mit dem Maschinengestell eine Halterung mit einem Durchgangsloch vorgesehen. Durch dieses Durchgangsloch kann eine Schraube eingeführt werden, die in einer Öffnung des Einlaufschildes 12 verschraubt werden kann. Die Spannung und Abdichtung des Walzenspalts, insbesondere gegenüber der zweiten Walze 4, geschieht gemäß vorangegangener Beschreibung über die Spannvorrichtung 14. Gemäß einer weiteren, nicht dargestellten Ausführungsform kann das Einlaufschild 12 über eine beliebige kinematische Anordnung von beispielsweise einem Schwenkhebel weggeschwenkt werden. Gegebenenfalls kann das Einlaufschild auch komplett entfernt werden.

In allen Ausführungsformen ist ein Einlaufschild vorgesehen, das bevorzugt aus

Kunststoff oder beispielsweise aus Bronze gefertigt ist. Grundsätzlich ist jedes Material geeignet, das als Gleitwerkstoff im technischen Sinn bezeichnet werden kann und ausreichende Steifigkeit gegen den Druck des auszuwalzenden Teigbaden aufweist. Insbesondere ist es wichtig, dass an den Berührstellen mit den bewegten Teilen, also z.B. mit der zweiten Walze oder dem Ring der ersten Walze die Reibung durch eine geeignete Materialpaarung gering gehalten ist. Beispielsweise ist dies durch eine Paarung Kunststoff / Stahl, Bronze/Stahl oder ähnliche Gleitpaarungen gegeben.

Bezugszeichenliste:

1 Teigband

2 Erste Walze

3 Erste Rotationsachse

4 Zweite Walze

5 Zweite Rotationsachse

6 Drehrichtung der ersten Walze

7 Drehrichtung der zweiten Walze

8 Walzenspalt

9 Abschlussring

10 Fördervorrichtung

1 1 Einlaufbereich

12 Einlaufschild

13 Bewegungsvorrichtung

14 Spannvorrichtung

15 Druckelement

16 Stirnseite der zweiten Walze

17 Spannelement

18 Hebel

19 Mantelfläche

20 Ausschnitt

21 Umlenkkörper

22 Transportband

23 Bandausschnitt

24 Maschinengestell

25 Abschrägung

26 Hebelachse

27 Verbindungsvorrichtung