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Patent Searching and Data


Title:
ROLLER ARRANGEMENT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/003678
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a roller arrangement (1,101, 201), in particular, such as a roller arrangement of working rollers (2, 3,102,103,202,203) on a roller stand, which may be moved axially by shifting means (4,104, 204), wherein the shifting means (4,104, 204) comprise at least one hydraulic cylinder (5, 6,105,106, 205), controlling the axial shifting of the rollers, characterised in that the hydraulic cylinder is arranged in a frame which may be fixed or shifting.

Inventors:
FILK, Edgar (Torstrasse 14, Netphen, 57250, DE)
Application Number:
EP2009/004997
Publication Date:
January 14, 2010
Filing Date:
July 09, 2009
Export Citation:
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Assignee:
SMS SIEMAG AG (Eduard-Schloemann-Strasse 4, Düsseldorf, 40237, DE)
FILK, Edgar (Torstrasse 14, Netphen, 57250, DE)
Attorney, Agent or Firm:
KLÜPPEL, Walter (Hemmerich & Kollegen, Hammerstrasse 2, Siegen, 57072, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Walzenanordnung (1 ,101 ,201), wie insbesondere eine Walzenanordnung von Arbeitswalzen (2,3,102,103,202,203) eines Walzengerüsts, welche mittels Verlagerungsmitteln (4,104,204) axial verschieblich sind, wobei die Verlagerungsmittel (4,104,204) zumindest einen Hydraulikzylinder (5,6,105,106,205) aufweisen, welcher die axiale Verschieblichkeit der WaI- zen (2,3,102,103,202,203) steuert, dadurch gekennzeichnet, dass der Hydraulikzylinder (5,6,105,106,205) in einem Rahmen (8,108,208) angeordnet ist, welcher raumfest oder verlagerbar ist.

2. Walzenanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der raumfest angeordnete Rahmen (8) mit dem Walzengerüst verbunden ist.

3. Walzenanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (8) aus miteinander verschweißten Rahmenelementen besteht.

4. Walzenanordnung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der verlagerbare Rahmen (108,208) mit Lageraufnehmern (115,118,215,218) von Mitteln zur Verlagerung der Walzen verbunden ist.

5. Walzenanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitteln (11 ,12,13,14,111 ,112,113,114,211 ,212,213,214) zur Verlagerung der Walzen (2,3,102,103,202,203) der Horizontal-Stabilisierungs- Verstellung (HS-Verstellung) dienen.

Description:
Walzenanordnung

Beschreibung

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft eine Walzenanordnung, wie insbesondere eine Walzen- anordnung von Arbeitswalzen eines Walzengerüsts.

Stand der Technik

Zur Bearbeitung von Walzgut, wie insbesondere zur Bearbeitung von flachen Metall- oder Stahlbändern sind Walzgerüste mit Arbeitswalzenanordnungen bekannt. Für solche Walzenanordungen sind auch Vorrichtungen zum Verschieben der Walzen bekannt, um eine Verbesserung der Bandqualität zu erreichen. Beispielsweise sei auf die Druckschriften EP 0154 896 B1 , EP 0 118 812 B1 , DE 25 22 213 A1 verwiesen, welche Walzenanordnungen mit Walzenführungsmitteln offenbaren, so dass eine Verlagerbarkeit der Walzen in einer Ebene senkrecht zur Walzenachse ermöglicht wird.

Weiterhin offenbart die DE 35 21 180 A1 eine Walzenanordnung mit einer Vorrichtung zum axialen Verlagern der Walzen, wobei die Walzen in gleitend gelagerten Einbaustücken lagern und mit Hydraulikzylindern, die gegenüber dem Walzenständer und dem Träger des Lagers abgestützt sind, verlagerbar sind. Solche axial verlagerbaren Walzenanordnungen werden eingesetzt, um über den Schliff der Arbeits- und Zwischenwalzen die Walzspaltkontur beeinflussen zu können.

Solche Walzenanordnungen mit Axialverschiebungsvorrichtungen nach dem Stand der Technik sind relativ kompliziert aufgebaut.

Darstellung der Erfindung, Aufgabe, Lösung, Vorteile

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Walzenanordnung, wie insbesondere eine Walzenanordnung von Arbeitswalzen eines Walzengerüstes, zu schaffen, mittels welcher eine einfache axiale Verlagerbarkeit erreicht wird und die Nachteile im Stand der Technik vermieden werden.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gelöst mit einer Walzenanordnung, wie insbesondere eine Walzenanordnung von Arbeitswalzen eines Walzengerüsts, welche mittels Verlagerungsmitteln axial verschieblich sind, wobei die Verlagerungsmittel zumindest einen Hydraulikzylinder aufweisen, welcher die axiale Verschieblichkeit der Walzen steuert, dadurch gekennzeichnet, dass der Hyd- raulikzylinder in einem Rahmen angeordnet sind, welcher raumfest oder verlagerbar ist. Dabei dient der Hydraulikzylinder der axialen Verschiebung der Walze. Die dabei auftretenden Kräfte müssen dabei aufgenommen werden, was vorteilhaft durch eine Rahmenkonstruktion realisiert wird, in welcher die Verlagerungsmittel, wie beispielsweise eine Verschiebeeinheit, aufgenommen sind. Die Betätigung erfolgt vorteilhaft über die Lageraufnehmer, sowie über in dem Steg, welcher die beiden Rahmenschenkel verbindet, aufgenommene Zylinder.

Dabei ist es zweckmäßig, wenn der raumfest angeordnete Rahmen mit dem

Walzengerüst verbunden ist. Der mit dem Walzgerüst verbundene Rahmen stellt eine kompakte und kostengünstige Lösung dar, da die im Walzprozess und während der Axialverschiebung der Walzen auftretenden Kräfte wieder im Walzgerüst aufgenommen werden.

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn der Rahmen aus miteinander verschweißten Rahmenelementen besteht. Bei einem verschweißten Rahmen besteht der Rahmen vorteilhaft aus drei wesentlichen Teilen, die miteinander verschweißt werden, wobei sich zwei Schenkel parallel gegenüber liegen und über einen Steg verbunden werden.

Gemäß eines weiteren Ausführungsbeispiels der Erfindung ist es vorteilhaft, wenn der verlagerbare Rahmen mit Lageraufnehmern von Mitteln zur Verlagerung oder Verstellung der Walzen verbunden ist. Dazu können insbesondere zur HS-Verstellung die Lageraufnehmer in oder entgegen der Walzrichtung verschoben werden. Der verlagerbare Teil des Rahmens führt diese Bewegung ebenfalls aus, damit die Axialkraft aus dem Walzprozess und/oder die erforder- liehe Verschiebekraft vorzugsweise mittig zur Walze und vorzugsweise senkecht zur Walzrichtung ausgerichtet ist. Vorteilhaft werden bei einer HS- Verstellung die Lageraufnehmer in oder entgegen der Walzrichtung verschoben. Der verlagerbare Teil des Rahmens führt diese Bewegung ebenfalls aus, damit die Axialkraft aus dem Walzprozess oder die erforderliche Verschiebe- kraft immer im Wesentlichen mittig zur Walze und senkrecht zur Walzrichtung steht.

Dabei ist es weiterhin vorteilhaft, wenn die Mittel zur Verlagerung oder Verstellung der Walzen der Horizontal-Stabilisierungs-Verstellung (HS-Verstellung) dienen. Durch die HS-Verstellung, also Verschiebung, in oder entgegen der Walzrichtung ist es vorteilhaft, wenn eine Verlagerung der Verschiebe- oder Verlagerungseinheit erfolgt.

Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen beschrieben. Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Nachstehend wird die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert.

Es zeigen:

Fig. 1 eine Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel;

Fig. 2 eine Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel; und

Fig. 3 eine Darstellung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel.

Bevorzugte Ausführungen der Erfindung

In allen Figuren sind gleiche technische Elemente mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.

Die Figur 1 zeigt in einer Draufsicht ein erstes Ausführungsbeispiel einer Walzenanordnung 1 mit zwei axial verlagerbaren Walzen 2,3, die mittels Verschiebeeinheit oder Verlagerungsmitteln 4 auf der Antriebsseite des Walzgerüstes in axialer Richtung verschoben werden können. Dabei müssen die auftretenden Kräfte aufgenommen werden. Dies geschieht durch einen Rahmen 8 bzw. durch eine Rahmenkonstruktion, in welcher die Verschiebeeinheit bzw. die Verlagerungsmittel 4 aufgenommen sind. Dazu weist das Verlagerungsmittel 4 zwei Hydraulikzylinder 5,6 auf, die in einem Block 7 aufgenommen sind, welcher wiederum in einem Rahmen 8 gehalten ist. Der Rahmen besteht vorzugs- weise aus einem geschweißten Rahmen, der aus Rahmenelementen zusammengesetzt und verschweißt ist und die Verlagerungsmittel 4 aufnimmt. Diese werden vorzugsweise in und/oder entgegen der Walzrichtung bewegt durch die Lageraufnehmer 15,15a, 18,18a, sowie die im festen Rahmenteil sitzenden Zylinder 19,20. Die Hydraulikzylinder 5,6 wirken auf einen Block 9, welcher die Arbeitswalzenverriegelung aufnimmt.

Auf der Bedienseite und Antriebsseite 10 sind die Walzen 2,3 gleitend gelagert aufgenommen, so dass sie auch bei einer Verschiebung die Hydraulikzylinder 5,6 noch gehalten werden.

Weiterhin sind Mittel 11 ,12,13 und 14 vorgesehen, mittels welchen die La- geraufnehmer 15,16,17,18 der Walzen auch senkrecht zur Achsrichtung A und in Achsrichtung durch eine Schwenkbewegung verlagerbar sind.

Vorteilhaft ist diese Ausgestaltung mit einem mit dem Walzgerüst verbundenen raumfesten Rahmen, weil der Rahmen 8 kompakt und auch kostengünstig her- stellbar ist im Vergleich zu einem Rahmen, der auf einem umgebenden Fundament angeordnet werden muss, da die im Walzprozess und während der Axialverschiebung der Walzen auftretenden Kräfte wieder im Walzgerüst aufgenommen werden.

Der Rahmen 8 ist, wie oben ausgeführt als Schweißkonstruktion aufgebaut. Dies hat den Vorteil, dass er modular aus Rahmenelementen aufgebaut werden kann. Er kann vorteilhaft aus drei Rahmenelementen bestehen, wobei in Figur 1 die beiden Schenkel des Rahmens 8 gezeigt sind, mit einem Verbindungssteg 8a, welcher vorteilhaft die Schenkel verbindet.

Die Figur 2 zeigt ein zweites vorteilhaftes Ausführungsbeispiel einer Walzenanordnung 101 mit zwei axial verlagerbaren Walzen 102,103, die mittels Verlagerungsmitteln 104 auf der Antriebsseite in axialer Richtung verschoben werden können. Dazu weist das Verlagerungsmittel 104 zwei Hydraulikzylinder 105,106 auf, die in einem Block 107 aufgenommen sind, welcher wiederum in einem Rahmen 108 gehalten ist. Der Rahmen 108 ist vorteilhaft einteilig mit den Lageraufnehmern 118,115 ausgebildet. Auch hier dienen die Mittel 111 ,114 zum Verschwenken der Lageraufnehmer. Der Rahmen 108 nimmt die Verlagerungsmittel 104 auf. Die Hydraulikzylinder 105,106 wirken auf einen Block 109, welcher die Arbeitswalzenverrie- gelung aufnimmt. Die Mittel 111 und 114 dienen auch der HS-Verstellung.

Auf der Bedienseite 110 des Walzgerüstes der beiden Walzen 102,103 sind die Walzen gleitend gelagert aufgenommen, so dass durch die Verschiebung aufgrund der Steuerung der Hydraulikzylinder 105,106 die Walzen 102,103 verla- gerbar gehalten sind.

Weiterhin sind noch Mittel 111 ,112,113 und 114 vorgesehen, mittels welchen die Lageraufnehmer 115,116,117,118 der Walzen 102,103 auch senkrecht zur Achsrichtung und in Achsrichtung durch eine Schwenkbewegung verlagerbar sind.

Für die Verriegelung der Walzenposition werden Blockzylinder 120,121 verwendet, die einschiebbar sind.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß Figur 2 benötigt zwar längere Zylinderblöcke der Verschiebeblöcke der Mittel 111 ,112,113 und 114, sie ist dennoch in Richtung senkrecht zu den Walzenachsen sehr kompakt ausgebildet.

Die Figur 3 zeigt ein drittes vorteilhaftes Ausführungsbeispiel einer Walzenan- Ordnung 201 mit zwei axial verlagerbaren Walzen 202,203, die mittels Verlagerungsmitteln 204 auf der Antriebsseite des Walzgerüstes in axialer Richtung verschoben werden können. Dazu weist das Verlagerungsmittel 204 einen Hydraulikzylinder 205 auf, der über eine mittels Schwenkantrieb drehbare Kolbenstange verfügt, um einen Vortrieb der Walzen zu erreichen. Die Verriegelung der Walzenposition erfolgt vorteilhaft über die Drehbewegung. Diese Anordnung ist wiederum in einem Rahmen 208 gehalten ist. Der Rahmen 208 ist vorteilhaft einteilig mit den Lageraufnehmern 218,215 ausgebildet. Die Mittel 211 ,214 dienen zum Verlagern der Walzen 202,203. Der Rahmen 208 nimmt die Verlagerungsmittel 204 vorteilhaft auf.

Auf der Bedienseite und Antriebsseite 210 der beiden Walzen 202,203 sind die Walzen gleitend gelagert aufgenommen, so dass durch die Verschiebung aufgrund der Steuerung des Hydraulikzylinders 205 die Walzen 202,203 verlagerbar gehalten sind.

Weiterhin sind noch Mittel 211 ,212,213 und 214 vorgesehen, mittels welchen die Lageraufnehmer 215,216,217,218 der Walzen 202,203 auch senkrecht zur Achsrichtung und in Achsrichtung durch eine Schwenkbewegung verlagerbar sind.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung der Figur 3 ist auch sehr kompakt ausgebildet.

Wie in den oben beschriebenen Ausführungsbeispielen eine Walze als verlagerbar dargestellt ist, so werden pro Walze Hydraulikzylinder 5,6,105,106,205 vorgesehen, damit die beiden Walzen 2,3,102,103,202,203 unabhängig von einander verschiebbar sind.

Bezugszeichenliste

I Walzenanordnung 2 Walze

3 Walze

4 Verlagerungsmittel

5 Hydraulikzylinder

6 Hydraulikzylinder 7 Block

8 Rahmen

9 Block

10 gegenüberliegende Seite

I 1 Mittel 12 Mittel

13 Mittel

14 Mittel

15 Lageraufnehmer 15a Lageraufnehmer 16 Lageraufnehmer

17 Lageraufnehmer

18 Lageraufnehmer 18a Lageraufnehmer

19 Zylinder 20 Zylinder

101 Walzenanordnung

102 Walze

103 Walze

104 Verlagerungsmittel 105 Hydraulikzylinder

106 Hydraulikzylinder 107 Block

108 Rahmen

109 Block

110 gegenüberliegende Seite

111 Mittel

112 Mittel

1 13 Mittel

114 Mittel

115 Lageraufnehmer

116 Lageraufnehmer

117 Lageraufnehmer

118 Lageraufnehmer

201 Walzenanordnung

202 Walze

203 Walze

204 Verlagerungsmittel

205 Hydraulikzylinder

206 Drehantrieb

207 Block

208 Rahmen

209 Block

210 gegenüberliegende Seite

211 Mittel

212 Mittel

213 Mittel

214 Mittel

215 Lageraufnehmer

216 Lageraufnehmer

217 Lageraufnehmer

218 Lageraufnehmer