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Title:
ROLLER BEARING FOR TWO COMPONENTS THAT CAN BE AT LEAST AXIALLY MOVED TOWARD ONE ANOTHER, PARTICULARLY FOR TRANSMISSION SHIFTING ELEMENTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2010/069705
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a roller bearing (1) for two components (2, 3) that can be at least axially moved toward one another, wherein the roller bearing (1) has roller elements (5) that are arranged in at least two rows which are aligned in the axial movement direction, and first tracks (6) for the roller elements (5) that are arranged on the first component (2) and second tracks (8) for the roller elements (5) that are arranged on the second component (3), wherein the roller bearing (1) has sensor equipment with a signal encoder (22) and a sensor (21) comprising two sensor elements (13, 14), the first sensor element (13) is arranged in an immobile fashion relative to the first component (2) and the second sensor element (14) is arranged in an immobile fashion relative to the second component (3).

Inventors:
NEHMEYER, Thomas (Willibaldstraße 6, Nürnberg, 90491, DE)
Application Number:
EP2009/065499
Publication Date:
June 24, 2010
Filing Date:
November 19, 2009
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER TECHNOLOGIES GMBH & CO. KG (Industriestraße 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
NEHMEYER, Thomas (Willibaldstraße 6, Nürnberg, 90491, DE)
International Classes:
F16C29/04; F16H59/70; F16H63/30
Foreign References:
DE19922363A12000-11-23
US5779367A1998-07-14
DE3402523A11985-08-01
EP1548333A12005-06-29
DE102006036696A12008-02-07
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Claims:
Patentansprüche

1. Wälzlagerung (1 ) zweier zumindest axial zueinander verschiebbarer Bauteile (2, 3), wobei die Wälzlagerung (1 ) aufweist:

- Wälzkörper (5), die wenigstens zwei, in axialer Verschieberichtung fluchtenden Reihen angeordnet sind,

- erste Laufbahnen (6) für die Wälzkörper (5), die an oder auf dem ers- ten Bauteil (2) angeordnet sind,

- zweite Laufbahnen (8) für die Wälzkörper (5), die an oder auf dem zweiten Bauteil (3) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass

- die Wälzlagerung (1 ) eine Sensorik mit einem Signalgeber (22) und einem Sensor (21 ) als zwei Sensorikelementen (13, 14) aufweist, - dass das erste Sensorikelement (13) bewegungsfest zum ersten

Bauteil (2) angeordnet ist,

- dass das zweite Sensorikelement (14) bewegungsfest zum zweiten Bauteil (3) angeordnet ist.

2. Wälzlagerung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (5) jeweils Kugeln sind, die jeweils in den Laufbahnen (6, 8) geführt sind, die im Querschnitt Kreisringsegmente aufweisen, die mit den Durchmessern der Wälzkörper (5) korrespondieren.

3. Wälzlagerung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das erste Bauteil (2) eine Schaltschiene (15) oder eine Schaltstange (16) eines Kraftfahrzeuggetriebes ist.

4. Wälzlagerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Laufbahnen (5) durch die Außenoberfläche der Schaltschiene (2) gebildet sind.

5. Wälzlagerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltschiene (15) von einer Innenhülse (4) umschlossen ist, die außenseitig die ersten Laufbahnen (6) aufweist.

6. Wälzlagerung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Wälzkörper (5) durch einen Käfig (9), insbesondere durch einen ringförmigen Blechkäfig, gehalten und in ihrer Lage zueinander fixiert sind.

7. Wälzlagerung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Bauteil (3) ein Gehäuse (17) mit einer darin angeordneten Außenhülse (7) zur äußeren Führung der Wälzkörper (5) ist.

8. Wälzlagerung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenhülse (7) in einer Adapterhülse (10) mit zylindrischer Außenman- telfläche fixiert ist.

9. Wälzlagerung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterhülse (10) in einer hohlzylindrischen Bohrung des Gehäuses (17) spielfrei fixiert ist.

10. Wälzlagerung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Signalgeber (11 ) an der Schaltschiene (15) bzw. an der Schaltstange (16) oder an einer dieses Bauteil (15, 16) umschließenden und außenseitig die ersten Laufbahnen (6) aufweisenden Innenhülse (4) angeord- net ist.

11. Wälzlagerung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (21 ) an oder in dem Gehäuse (17) angeordnet ist und dass die Adapterhülse (10) eine Ausnehmung (18) für den Sensor (21 ) aufweist.

12. Wälzlagerung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (21 ) an der Adapterhülse (10) angeordnet ist.

13. Wälzlagerung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensor (21 ) von den zweiten Laufbahnen (8) beabstandet angeordnet ist.

14. Wälzlagerung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (17) einen mit dem Sensor (21 ) verbundenen Steckkontakt (19) zum Anschließen eines externen Steckers aufweist.

15. Wälzlagerung nach einem der Ansprüche 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Adapterhülse (10) aus einem elastischen Werkstoff, insbesondere einem Kunststoff, gefertigt ist.

Description:
Bezeichnung der Erfindung

Wälzlagerung zweier zumindest axial zueinander verschiebbarer Bauteile, ins- besondere für Gethebe-Schaltelemente

Beschreibung

Gebiet der Erfindung

Zunehmend besteht der Bedarf, zwischen axial beweglichen Bauteilen und insbesondere in Getrieben mögliche Positionen sensorisch zu erfassen, wie in DE 10 2006 028785 B3 vorgestellt. In einem manuellen Schaltgetriebe wird dazu auf oder an dem Schaltelement, in der Regel ist dies eine in einem Schaltdom angeordnete Zentralschaltwelle mit einem oder mehreren Schaltfingern, ein Magnet befestigt. Der Magnet wirkt mittels eines im Schaltdomgehäuse angeordneten Hallsensors zusammen und detektiert die einzelnen Gangstellungen. Nachteilig an einer derartigen Ausführung ist, dass der Magnet auf im Getriebeöl vorhandenen, eisenhaltigen Abrieb anziehend wirken kann. Durch ein Einfangen dieses Schmutzes verändert sich seine Feldcharakteristik im Laufe der Betriebsdauer. Die Genauigkeit der Detektion nimmt daher über die Laufzeit ab.

Um diese Nachteile zu umgehen, ist es insbesondere bei ist bei automatisierten Schaltgetrieben üblich, die Gangstellung direkt an in der Regel linear bewegten Schaltgabeln zu detektieren. Nachteilig an dieser Lösung ist jedoch, dass für jede Schaltgabel und damit für jede Gasse ein eigener Sensor erforderlich ist. Diese Lösung erfordert daher mehrere Sensorikeinheiten und ist daher kostenaufwändig.

Als eine Weiterentwicklung ist beispielsweise in DE 10 2007 016751 A1 eine Sensorarretierung vorgeschlagen worden, die die Sensorik in eine Schaltarre- tierung integriert. Die Schaltarretierung weist einen Schaltbolzen mit einem an dessen Stirnseite geführten Rastelement auf. Dieses ist vorzugsweise kugelförmig ausgebildet und greift in eine als Rastkontur ausgebildete Ablaufbahn des Schaltelements ein, gegen die es vorgespannt ist. Die Sensorarretierung weist einen Signalgeber und einen Sensor als zwei Sensorikelemente auf, die durch das Rastelement relativ zueinander beweglich sind. Nachteilig an einer derartigen Sensorarretierung ist, dass sie relativ hoch baut und teilweise an einer für die Sensorik ungeeigneten Position angeordnet ist, so dass auch hier metallischer Abrieb die Funktion eines Magneten als Signalgeber beeinträchti- gen kann. Ferner übersetzt eine derartige Sensorarretierung das durch den gewünschten Schaltkraftverlauf vorgegebene mehrdimensionale Höhenprofil der Rastkontur in einen eindimensionalen Hub der Arretierung. Unter Umständen haben somit verschiedene Gangstellungen die gleiche Position des Signalgebers und des Sensors zur Folge, so dass bei einer Schalteinheit mit ei- nem Schaltelement und einer Sensorarretierung die verschiedenen Schaltstellungen des Schaltelements ohne weitere Hilfsmittel nicht auseinander gehalten werden können.

Aufgabe der Erfindung

Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine Sensoranordnung zu schaffen, die die vorstehend angeführten Nachteile vermeidet und die einfach herzustellen ist.

Erfindungsgemäß wird die Aufgabe gemäß Anspruch 1 dadurch gelöst, dass eine Sensorik mit zumindest einem Signalgeber und zumindest einem Sensor in eine Wälzlagerung von axial zueinander zu bewegenden Bauteilen integriert ist. Dabei wird unter Integration verstanden, dass beide Bauteile zusammen mit der Sensorik und dem Wälzlager eine Einheit bilden, die verbaubar ist. Für die Anordnung des Sensors und des Signalgebers bedeutet dies, dass in jeder möglichen Position der beiden Bauteile zueinander zumindest ein Sensorike- lement im gleichen Axialabschnitt des Bauteils angeordnet ist wie das Wälzlager. In der Regel ist der Sensor das ortsfeste Sensorikelement und ist radial versetzt zu den Wälzkörpern angeordnet. Durch die Integration in die Wälzlagerung ist die Sensorik durch die Integration in das Wälzlager vor äußeren Einflüssen geschützt. Dadurch dass gehäusefeste Halterungen für die Sensorik entfallen können, ist eine sehr einfach zu mon- tierende Sensoranordnung für diskrete oder kontinuierliche Stellpositionen geschaffen.

Die vorliegende Erfindung betrifft insbesondere eine Wälzlagerung für Schaltschienen. Hierunter werden Schaltstangen und Schaltwellen eines Kraftfahr- zeuggetriebes verstanden, die linear bzw. in Umfangsrichtung beweglich sind. Der Querschnitt der Schaltschienen kann kreisförmig, rechteckig oder von anderer Form sein. Die Integration der Sensorik in die in der Regel in einem Schaltdom oder in einem Gehäuse angeordnete Wälzlagerung gelingt leichter als in eine Schaltarretierung. Auf eine ausladend bauende Schaltarretierung mit einer Sensorik kann daher verzichtet werden.

Bei Schaltschienen werden üblicherweise die Neutralposition, die Gangstellungen und ggf. auch Mittelstellungen erkannt. Die Schaltschienen übertragen bei Schaltwechselgetrieben von Kraftfahrzeugen die Bewegungen von Schalt- und/oder Wählhebeln auf die jeweiligen Schiebemuffen des Getriebes. Die Schaltschienen übertragen axiale Betätigungskräfte auf die an diesen Elementen fixierten Schaltgabeln und übertragen die aus dem Schaltvorgang resultierenden Reaktionskräfte auf das Getriebegehäuse. Für den Schaltvorgang sind diese Elemente axial beweglich gelagert.

Die Integration der Sensorik in das Wälzlager ermöglicht eine konstruktive Positionierung des Sensors zum Signalgeber, ohne dass weitere Hilfsmittel verbaut werden müssen. Bestehende Lagerkonzepte können auf einfache Weise mit einer Sensorik versehen werden. Besonders einfach ist es, an die Schalt- schiene einen Permanentmagneten anzuordnen, der mit einem im Gehäuse angeordneten Hall-Sensor zusammenwirkt. Für die Lagerung der Schaltschienen eignen sich Wälzlager, bei denen üblicherweise drei oder mehr definierte, in Längsbewegungsrichtung orientierte Nuten vorgesehen sind, in denen die Wälzkörper - meist sind dies Kugeln - geführt sind. Die Wälzkörper laufen bei im Querschnitt rechteckigen Schalt- schienen innen meist auf einem Blechelement, das die Schaltschiene umgreift und so ausgeformt ist, dass sich zur Kugel hin Laufbahnen ergeben. Alternativ können die Kugellaufbahnen auch direkt in die Oberfläche einer Schaltstange eingebracht sein. Außen rollen die Wälzkörper hierbei in einer kreisrunden Zylinderhülse ab, die in das Getriebegehäuse eingepresst ist. Derartige Wälz- lagerungen ermöglichen gute Wirkungsgrade aufgrund einer geringen Lagerreibung und erhöhen damit den Schaltkomfort, da sie für eine sehr leichtgängige Längsführung der Schaltschiene sorgen können. Die Leichtgängigkeit ist insbesondere für eine genaue Erfassung der Schaltstellung vorteilhaft.

In einer Weiterbildung der Erfindung ist zwischen den Wälzkörpern und der Schaltschiene bzw. dem Gehäuse jeweils eine nicht zylindrische, sondern die Konturen der Wälzkörper zumindest teilweise umschließende Lagerschale angeordnet. Die erfindungsgemäße Wälzlagerung weist wenigstens zwei Reihen von jeweils fluchtend in Verschiebungsrichtung der Bauteile angeordneten Wälzkörpern auf, die jeweils in Laufbahnen wälzen bzw. geführt sind, welche die Außenkontur der Wälzkörper teilweise umschließen. Durch die um die Wälzkörper herum geformten Laufbahnen werden die Berührflächen zwischen den Laufbahnen und den Wälzkörpern erhöht, wodurch die Flächenpressung zwischen den Bauteilen reduziert ist; es können somit größere Kräfte sowie bei Bedarf auch Drehmomente übertragen werden. Da die Laufbahnen keine zylindrische Kontur aufweisen, ist eine Verdrehung der beiden gegeneinander verschiebbaren Bauteile verhindert, was die Übertragung von Drehmomenten ermöglicht.

Als Wälzkörper kommen insbesondere Kugeln zum Einsatz, die jeweils in Laufbahnen geführt sind, die im Querschnitt Kreisringsegmente aufweisen, die mit den Durchmessern der Wälzkörper korrespondieren. Dadurch, dass die Laufbahnen im Querschnitt jeweils den Konturen der Kugeln angepasst sind, werden die Flächenpressungen durch die größeren sich berührenden Flächen reduziert, wodurch sich auch die Bauteilbelastung verringert.

Das erste Bauteil weist in einer Ausgestaltung eine Innenhülse zur Führung der Wälzkörper auf. Die Innenhülse ist vorzugsweise aus Stahlblech ausgebildet und stützt sich an der Schaltschiene an mehreren Stützstellen ab. Das zweite Bauteil kann ein Gehäuse mit einer darin angeordneten Außenhülse zur äußeren Führung der Wälzkörper sein. Aufgrund der auftretenden Belastungen durch die Wälzkörper ist es nicht ratsam, den Signalgeber oder den Sensor im Bereich der Laufbahnen anzuordnen. Zwischen den Laufbahnen hingegen ist eine Anordnung möglich, wird aber aus Bauraumgründen meist nicht erfolgen. Sind die Signalgeber ausreichend flach wie Flachmagnete oder optische Markierungen, können diese in die jeweiligen Hülsen integriert werden. Ebenfalls ist dies mit flach bauenden Sensoren möglich.

Für viele Anwendungen ist es aber vorteilhaft, dass die Innenhülse die Schaltschiene nicht vollständig umgreift, sondern einen Teilbereich der Schaltschiene nicht überdeckt. Dazu kann sie bspw. geschlitzt sein oder geeignete Ausnehmungen aufweisen. Dort wird vorzugsweise der Signalgeber, ggf. in der Schalt- schiene, angeordnet. Ist der Signalgeber ein Magnet, wird dessen Feld durch die metallische Hülse so auch nicht in radialer Richtung abgeschirmt.

Ebenso kann die Außenhülse eine Öffnung für den Sensor aufweisen, damit dieser möglichst gut und nah an den Signalgeber heranreichen kann.

Anstelle von nur zwei Reihen von Wälzkörpern können die Bauteile insbesondere drei radial gleichmäßig angeordnete Laufbahnen für jeweils fluchtend in Verschiebungsrichtung der Bauteile angeordnete Wälzkörper aufweisen. Hierdurch lässt sich die Schaltschiene besonders exakt führen. Zudem sind auch die übertragbaren Kräfte höher, da die Schaltschiene nach drei Seiten abgestützt wird. Selbstverständlich können ggf. auch mehr als drei regelmäßig angeordnete Laufbahnen für entsprechend mehr Reihen von Wälzkörpern vorgesehen sein. Damit lassen sich wahlweise die zulässigen Belastungen für die Schaltschiene erhöhen oder die Durchmesser der Wälzkörper reduzieren, da die Last auf eine höhere Zahl von Wälzkörpern verteilt werden kann.

Die Außenhülse mit drei Laufbahnen für zwei, drei oder mehr Reihen von Wälzkörpern weist zweckmäßigerweise einen triovalen Querschnitt mit abschnittsweise kreissegmentförmigen Führungen bzw. Laufbahnen für die Wälzkörper auf, wodurch die exakte und symmetrische Führung der Kugeln gewährleistet ist. Entsprechend kann die Innenhülse drei im Querschnitt abschnittsweise kreissegmentförmige Führungen bzw. Laufbahnen für die Wälzkörper aufweisen, wodurch auch die Innenhülse bzw. das Innenblech zur Abstützung der Schaltschiene so gestaltet ist, dass möglichst geringe Flächenpressungen entstehen.

Der nicht-zylindrische Querschnitt der Außenhülse hat zur Folge, dass für die Wälzkörper nur bestimmte, definierte Laufbahnen existieren und somit es durch die Kugeln nicht-belastete Bereiche der Außenhülse gibt. In diesen Bereichen sind vorzugsweise die Sensoren angeordnet, da diese in der Regel nicht so robust sind, dass sie mit Lagerkraft überfahren werden können. Durch den nicht-zylindrischen Querschnitt wird die Schaltschiene auch verschwenk- bar, wobei sie die Außenhülse mitnimmt.

Zwischen der Außenhülse und dem zu lagernden Bauteil kann ein Dämpfungselement aus einem elastischen Werkstoff angeordnet sein, welches die Geräuschübertragung zwischen innerem Bauteil und äußerem Bauteil dämpft. Bei dieser Ausführungsform der erfindungsgemäßen Wälzlagerung ist die Außenhülse in einer Adapterhülse mit zylindrischer Außenmantelfläche fixiert. Die Adapterhülse ist in einer hohlzylindrischen Bohrung des ersten Bauteils bzw. Gehäuses spielfrei fixiert. Weiterhin weist die Adapterhülse eine Innenhülse auf, die der Außenkontur der Außenhülse zur Führung der Wälzkörper ent- spricht. Die Außenhülse zur äußeren Lagerung und Führung der Wälzkörper ist spielfrei in der Adapterhülse fixiert. Eine besonders gute Dämpfungswirkung lässt sich erzielen, wenn die Adapterhülse aus einem elastischen Werkstoff gefertigt ist. Als solcher Werkstoff kommt bspw. ein thermoplastischer Kunst- stoff mit ausreichender Elastizität bzw. mit ausreichenden Dämpfungseigenschaften in Frage. Durch eine elastische Außenhülse können ebenfalls Fluchtungsfehler ausgeglichen werden.

Die Innenhülse zur Führung der Wälzkörper kann weiterhin durch einen Lagerring gebildet sein, der am Außenumfang des zweiten Bauteils bzw. der Stange oder Schaltschiene fixiert ist. Alternativ hierzu kann die Innenhülse zur Führung der Wälzkörper durch Längsnuten gebildet sein, die in den Außenumfang des zweiten Bauteils bzw. der Stange oder Schaltschiene eingebracht sind. Hierzu können entsprechende Längsnuten in axialer Richtung in die Außenkontur der Stange oder Schaltschiene eingebracht sein, die dann als axiale Laufbahnen für die Wälzkörper bzw. Kugeln der Wälzlagerung dienen.

Weiterhin ist es von Vorteil, wenn die Wälzkörper durch einen Käfig gehalten und in ihrer Lage zueinander fixiert sind. Dieser Käfig ist jedoch verzichtbar, obgleich er die Montage der Wälzkörper erheblich gegenüber einer Einzelbestückung mit Kugeln erleichtert. Der Käfig kann bspw. aus Blech bestehen. Ein geeigneter Werkstoff für den Käfig kann bspw. auch Polyamid (z.B. PA66) sein.

Weitere Merkmale, Ziele und Vorteile der vorliegenden Erfindung gehen aus der detaillierten Beschreibung einer Ausführungsform der Erfindung hervor.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Fig. 1 zeigt einen schematischen Querschnitt einer ersten Variante einer Wälzlagerung zur axialen Führung einer Schaltschiene mit rechteckförmigem Querschnitt in einem Gehäuse.

Fig. 2 zeigt einen perspektivischen Teillängsschnitt der Wälzlagerung gemäß Fig. 1.

Fig. 3 zeigt einen schematischen Längsschnitt der Wälzlagerung zur

Verdeutlichung weiterer Details. Fig. 4 zeigt einen schematischen Querschnitt einer zweiten Variante der

Wälzlagerung mit einer Schaltstange ohne Innenhülse.

Fig. 5 zeigt eine perspektivische Darstellung der Wälzlagerung gemäß

Fig. 4.

Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen

Die schematische Darstellung der Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch eine Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Wälzlagerung 1 , umfassend ein erstes Bauteil 2 als Schaltschiene 15 mit rechteckförmigem Querschnitt, die axial verschiebbar (d.h., senkrecht zur Zeichnungsebene) in einem zweiten Bauteil 3 als Gehäuse 17 eines Getriebes gelagert ist. Am Außenumfang der Schaltschiene 15 ist eine Innenhülse 4 als ein Blechformteil angeordnet, das als innere Führung für die zeichnerisch nur angedeuteten Wälzkörper 5 dient, die im vorliegenden Ausführungsbeispiel jeweils durch Kugeln gebildet sind. Die Innenhülse 4 weist drei am Umfang verteilte Führungsabschnitte 6 auf, die axial verlaufen und im Querschnitt einen Kreissegmentabschnitt aufweisen. Der Radius des Kreissegmentabschnitts entspricht dem Radius der Wälzkörper 5, so dass diese über einen definierten Bereich umfasst und geführt sind. Dadurch ist die wirksame Flächenpressung zwischen den Wälzkörpern 5 und der Innenhülse 4 bzw. deren Führungsabschnitten 6 gegenüber einer herkömmlichen Axiallagerung deutlich reduziert.

In gleicher Weise sind die Kugeln bzw. die Wälzkörper 5 außen in einer Außenhülse 7 geführt, die eine triovale Querschnittskontur aufweist. Wichtig ist auch hier, dass deren äußeren Führungsabschnitte 8 axial gleichmäßig verlaufen und im Querschnitt einen Kreissegmentabschnitt aufweisen, dessen Radius dem Radius der Wälzkörper 5 entspricht, so dass diese über einen definierten Bereich umfasst und geführt sind, wodurch die wirksame Flächenpressung zwischen Wälzkörpern 5 und Außenhülse 7 bzw. dessen Führungsabschnitten 8 gegenüber einer herkömmlichen, hohlzylindrisch geformten Axiallagerung deut- lieh reduziert ist. Zwischen jeweils zwei über die Wälzkörper 5 belasteten Führungsabschnitten 8 sind Verbindungsabschnitte 20 angeordnet, die nicht bzw. nur gering belastet sind. Ein Verbindungsabschnitt 20 weist eine Ausnehmung 18 für ein zweites Sensorikelement 14 auf. Das zweite Sensorikelement 14 ist ein Sensor 21 und im Wesentlichen außerhalb der Außenhülse 7 in einer Adapterhülse 10 oder in einem Gehäuse 17 angeordnet, ragt aber hier bis in den Bereich der Außenhülse 7, so dass er mit dieser eine Fläche ohne Versatz bildet. Dadurch kann ist der Minimalabstand zu einem an der Schaltschiene 15 angeordneten ersten Sensorikelement 13, dem Signalgeber 22, weitestgehend reduziert. Der oder die Signalgeber 22 sind entweder in die Schaltschiene 15 integriert oder wie in diesem Ausführungsbeispiel in einer Käfigtasche 23 des Käfigs 9 angeordnet. Sie können dort wie die Wälzkörper 5 beweglich gelagert sein, oder sie sind fest mit der Innenhülse 4 bzw. der Schaltschiene 15 verbunden. Um eine möglichst genaue Erkennung zu gewährleisten, sollte der den Signalgeber 22 und den Sensor 21 trennende Spalt 24 so klein wie möglich gehalten werden.

Ein Käfig 9 dient zur exakten Führung der Wälzkörper 5 zwischen der Innenhülse 4 und der Außenhülse 7 sowie zur Sicherstellung eines gleichmäßigen Abstandes zwischen den Wälzkörpern 5.

Anhand der Darstellung der Fig. 1 wird unmittelbar deutlich, dass zur spielfreien Fixierung der trioval geformten Außenhülse 7 in der hohlzylindrisch geformten Innenmantelfläche des Gehäuses 17 ein erhöhter Fertigungsaufwand not- wendig wäre, wenn bspw. die Außenkontur der Außenhülse 7 in die Innenkontur des Gehäuses 17 eingearbeitet werden sollte, was in der Regel nur durch stoßende Verfahren erfolgen kann. Dieser erhöhte Bearbeitungsaufwand wird in der vorliegenden Ausführungsvariante dadurch vermieden, dass zwischen Außenkontur der nicht zylindrisch geformten Außenhülse 7 zur Führung der Wälzkörper 5 und der Innenkontur der zylindrisch geformten Bohrung des Gehäuses 17 die Adapterhülse 10 angeordnet ist, die einerseits dem Ausgleich der unterschiedlichen Konturen dient, und die andererseits eine durchaus erwünschte Dämpfungswirkung liefern kann, um die Übertragung von Geräu- sehen und Vibrationen zwischen dem Getriebegehäuse 16 und der Schaltschiene 15 zu reduzieren.

Mit Hilfe dieser zusätzlichen Adapterhülse 10 wird eine Wälzlagerung 1 gelie- fert, die hinsichtlich der Geräuschübertragung zwischen den gegeneinander beweglichen Teilen optimiert ist. Die Adapterhülse 10 wirkt somit als Dämpfungselement und ist vorzugsweise aus einem elastischen Werkstoff gefertigt.

Die Fig. 2 verdeutlicht nochmals die bereits zur Fig. 1 erwähnten Bauteile der Wälzlagerung in perspektivischem Teillängsschnitt. Die schematische Längsschnittdarstellung der Fig. 3 verdeutlicht , dass die Innenhülse 4 in eine entsprechende Hülsenaufnahme 11 an der Außenmantelfläche der Schaltschiene 15 eingebracht ist. Die Hülsenaufnahme 11 weist eine Tiefe auf, die ungefähr der Stärke der Innenhülse 4 entspricht. Aus dem Längsschnitt geht weiter her- vor, dass axial aufeinanderfolgend mehrere Sensoren 21 angeordnet sind, um verschiedene Stellungen der Schaltschiene 15 sicher detektieren zu können. Die Sensoren 21 sind über eine leitende Verbindung an einen Steckkontakt 19 angeschlossen, der mit einem externen Stecker einer Auswerteeinheit verbindbar ist. Die Dicke der Schaltschiene 15 ist teilweise reduziert, um die Signalge- ber 22 aufzunehmen.

Die schematische Längsschnittdarstellung der Fig. 4 und die Querschnittsdarstellung der Fig. 5 verdeutlichen eine alternative Variante der Wälzlagerung 1 , bei der auf eine Innenhülse verzichtet ist und anstelle der inneren Lagerschale entsprechende rinnenförmige Führungsausnehmung 12 an der Außenmantelfläche eines als Schaltstange 16 ausgebildeten ersten Bauelements 2 eingebracht sind. Die Führungsausnehmungen 12 können jeweils eine Tiefe aufweisen, die ungefähr der Stärke der Innenhülse 4 entsprechend der ersten Variante entspricht. Der Signalgeber 22 ist außenseitig auf der Schaltstange 16 in einem Bereich angeordnet, der nicht von den Wälzkörpern belastet ist. Die übrigen Teile entsprechen den bereits zuvor erläuterten Bauteilen entsprechend der Figuren 1 bis 3. Fig. 5 verdeutlicht diese alternative Variante nochmals in perspektivischer Darstellung. Bezugszeichenliste

1 Walzlagerung

2 erstes Bauteil

3 zweites Bauteil

4 Innenhülse

5 Wälzkörper

6 innerer Führungsabschnitt

7 Außenhülse

8 äußerer Führungsabschnitt

9 Käfig

10 Adapterhülse

11 Hülsenaufnahme

12 Führungsausnehmung

13 erstes Sensorikelement

14 zweites Sensorikelement

15 Schaltschiene

16 Schaltstange

17 Gehäuse

18 Ausnehmung

19 Steckkontakt

20 Verbindungsabschnitt

21 Sensor

22 Signalgeber

23 Käfigtasche

24 Spalt