KAILER, Oliver (Ulmenstrasse 14, Niedernhausen, 65527, DE)
| PATENTANSPRÜCHE Rollenbahn zum Transport von Gegenständen 1. Rollenbahn zum Transport von Gegenständen, insbesondere von Gepäckstücken, mit einer Reihe von achsparallel mit Abstand voneinander angeordneten Transportrollen, die jeweils an ihren beiden Enden an seitlichen, sich in Transportrichtung erstreckenden Längsträgern eines Rahmens gelagert sind, dadurch gekennzeichnet, dass unmittelbar unterhalb der Transportrollen eine sich parallel zu der Transportfläche erstreckende Textilbahn angeordnet ist, die an ihren beiden Längsseiten am Rahmen befestigt ist. 2. Rollenbahn nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass zumindest einige Transportrollen freilaufend gelagert sind. 3. Rollenbahn nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass an einem zumindest seitlichen Längsträger des Rahmens eine Kederschiene befestigt ist, und die Textilbahn zumindest einen seitlichen Keder aufweist, der in einer Kederschiene eingeführt ist. 4. Rollenbahn nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Längsträgern jeweils eine Kederschiene befestigt ist und die Textilbahn an beiden Längsseiten Keder aufweist. 5. Rollenbahn nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Textilbahn elastisch flexibel ist. 6. Rollenbahn nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Textilbahn netzförmig gestaltet ist. 7. Kontrollstation zur Überprüfung von Gegenständen, insbesondere von Gepäckstücken, mit einem Prüfgerät und zumindest einer Rollenbahn, von der die Gegenstände dem Prüfgerät zugeführt oder von diesem weggeführt werden, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenbahn gemäß einem der Patentansprüche 1 bis 6 gestaltet ist. |
Rollenbahn zum Transport von Gegenständen
Die Erfindung betrifft eine Rollenbahn zum Transport von Gegenständen, insbesondere von Gepäckstücken, die eine Reihe von achsparallel mit Abstand voneinander angeordnete Transportrollen aufweist. Die Transportrollen sind jeweils an ihren beiden Enden an seitlichen, sich in Transportrichtung erstreckenden Längsträgern eines Rahmens gelagert.
Derartige Rollenbahnen werden bekannterweise vielfach an Kontrollstationen, beispielsweise Passagierkontrollstationen in Flughäfen, zur Beförderung von Gegenständen wie Gepäckstücke durch Prüfgeräte eingesetzt.
Die üblicherweise eingesetzten Rollenbahnen haben die Nachteile, dass kleine Gegenstände zwischen den Transportrollen durchfallen können und dass die unterhalb der Rollenbahn angeordnete Mechanik zwischen den Transportrollen sichtbar ist. Letzteres ist insbesondere an Stellen mit Publikumsverkehr nicht erwünscht.
Um diese Nachteile zu vermeiden, ist es bekannt, die Rollenbahnen an ihrer Unterseite mit festen Verkleidungen zu versehen, die beispielsweise
MQSSCOP- aus Metall oder Kunststoff sind. Dies führt jedoch zu folgenden Nachteilen:
Die dazu erforderlichen festen Platten aus Metall oder Kunststoff sind mechanisch schwierig einzubauen und zu befestigen, - durch die großen Verkleidungsflächen können Schwingungen und Resonanzen entstehen, von denen die mechanischen Laufgeräusche verstärkt werden, fällt ein Gegenstand zwischen den Rollen hindurch und eine Person versucht danach zu greifen, so besteht Verletzungsgefahr, falls die Hand zwischen eine Transportrolle und die Verkleidung bewegt wird. Diese Gefahr ist besonders groß, falls die Transportrolle angetrieben ist.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Rollenbahn der gattungsgemäßen Art zu schaffen, die die vorstehend genannten Nachteile nicht aufweist.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, dass unmittelbar unterhalb der Transportrollen eine sich parallel zu der Transportfläche erstreckende Textilbahn angeordnet ist, die an beiden Längsseiten am Rahmen befestigt ist.
Bevorzugt erfolgt die Befestigung der Textilbahn durch eine Kombination aus Keder und Kederschiene. Dazu ist zumindest an einem seitlichen Längsträger, bevorzugt an beiden Längsträgern, des Rahmens eine Kederschiene befestigt. Die Textilbahn weist entsprechende seitliche Keder auf, die jeweils in einer Kederschiene geführt sind. Bevorzugt ist die Textilbahn elastisch flexibel. Dadurch kann sie auch an schwer zugänglichen Stellen mit geringem Aufwand eingebaut werden und bildet eine zusätzliche Geräuschdämmung und Schwingungsdämpfung. Falls die Textilbahn netzförmig gestaltet ist, so erhält sie eine größere mechanische Flexibilität. Eine geschlossene Textilbahn oder eine netzförmige Textilbahn mit geringer Maschengröße verhindert den Einblick in die darunterliegende Mechanik. Außerdem kann eine derartige Textilbahn bedruckt und so für Informations- und Werbezwecke genutzt werden. Durch seine elastische Flexibilität kann das Textilmaterial nachgeben, falls eine Person zwischen den Transportrollen durchgreift und mit der Hand zwischen die Textilbahn und die Transportrollen gerät. Somit ist eine Verletzungsgefahr ausgeschlossen.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines vereinfacht dargestellten Ausführungsbeispiels beschrieben. Dabei zeigt
Figur 1 eine perspektivische Ansicht von oben, und Figur 2 zeigt eine perspektivische Ansicht von unten auf eine
Rollenbahn.
Die Rollenbahn 1 ist Bestandteil einer Kontrollstation zur Überprüfung von Gegenständen, insbesondere von Gepäckstücken die als Prüfgerät, ein Röntgenprüfgerät enthält. Derartige Kontrollstationen werden in Flughäfen eingesetzt, um das Gepäck der Passagiere auf unerlaubte Objekte zu überprüfen. Die Gegenstände, im Beispiel die Gepäckstücke, werden von der Rollenbahn 1 dem Prüfgerät zugeführt und/oder von diesem nach der Prüfung weggeführt.
Die Rollenbahn 1 besteht aus einer Reihe von achsparallel mit geringem Abstand voneinander angeordneten Transportrollen 2, die jeweils an ihren beiden Enden an seitlichen, sich in Transportrichtung erstreckenden Längsträgern 3 eines Rahmens gelagert sind. Zumindest einige, bei einfachen Anwendungen alle Transportrollen 2 sind freilaufend gelagert. Für einen automatischen Transport der Gepäckstücke können einzelne oder mehrere Transportrollen 2 auch mit einem Drehantrieb verbunden sein.
Unmittelbar unterhalb der Transportrollen 2 ist eine sich parallel zu der Transportfläche erstreckende Textilbahn 4 angeordnet, die an beiden Längsseiten an dem Rahmen befestigt ist. Wie in Figur 2 dargestellt, ist die Textilbahn an beiden Seiten an den Längsträgern 3 des Rahmens befestigt.
Bevorzugt erfolgt die Befestigung der Textilbahn 4 an dem Rahmen durch eine Kombination aus Keder und Kederschiene. Dazu ist an zumindest einem seitlichen Längsträger 3, bevorzugt an beiden Längsträgern 3, des Rahmens jeweils eine Kederschiene befestigt, und die Textilbahn 4 weist zumindest an einer Längsseite, bevorzugt an beiden Längsseiten, einen Keder auf, der in die zugehörige Kederschiene eingeführt ist. Über die Kederschiene-Keder-Verbindung lässt sich die Textilbahn 4 einfach an dem Rahmen befestigen und auch wieder von diesem lösen.
Bevorzugt ist die Textilbahn 4 aus einem elastisch flexiblen Material gefertigt, das nachgibt, falls eine Person zwischen den Transportrollen 2 hindurchgreift. Falls eine größere mechanische Flexibilität erforderlich ist, ist die Textilbahn 4 aus einem netzförmigen Material gefertigt. Ist die Textilbahn 4 geschlossen oder netzförmig mit geringer Maschengröße gefertigt, so kann sie vorteilhaft bedruckt und so für Informations- und Werbezwecke genutzt werden. Die Flexibilität des Textilmaterials ermöglicht es, die Textilbahn 4 als Verkleidung auch an schwer zugänglichen Stellen mit geringem Aufwand einzubauen. Zusätzlich wirkt sie geräuschdämmend und schwingungsdämpfend.
