KERN, Henning (Petrinistraße 9, Würzburg, 97080, DE)
| P a t e n t a n s p r ü c h e Rolle, insbesondere Standrolle für eine Postverteileranlage 1. Rolle, insbesondere Standrolle für eine Postverteileranlage, aufweisend einen Standfuß (3), einen Rollenmantel (23) und wenigstens ein den Rollenmantel (23) bezüglich des Standfußes (3) drehbar lagerndes Wälzlager (33), gekennzeichnet durch einen Achskörper (9), an dem der Rollenmantel (23) mittels des wenigstens einen Wälzlagers (33) drehbar gelagert ist und der mittels eines feststellbaren Gelenklagers (11) an dem Standfuß (3) befestigt ist. 2. Rolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gelenklager (11) als ein Kugelgelenk (12) ausgebildet ist, dessen erstes Gelenklagerteil (1 Ia), insbesondere ein Kugelkopf (12a), mit dem Achskörper (9) verbunden ist und dessen zweites Gelenklagerteil (1 Ib), insbesondere eine Kugelpfanne (12b), mit dem Standfuß (3) verbunden ist. 3. Rolle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Achskörper (9) ein erstes Gelenklagerteil (1 Ia) des Gelenklagers (11) umfasst und mit ei- ner Hülse (9a) ausgebildet ist, die eine Hülsenbohrung (14) aufweist, in der eine Spanneinrichtung (22) zum Feststellen des ersten Gelenklagerteils (1 Ia) bezüglich eines zweiten Gelenklagerteils (1 Ib) des Standfußes (3) angeordnet ist. 4. Rolle nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinrichtung (22) eine Schraube (17) aufweist, die einen bezüglich der Hülse (9a) gelager- ten Schraubenkopf (17a) und einen in den Standfuß (3) eingeschraubten Gewindeabschnitt (17c) aufweist. 5. Rolle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spanneinrichtung (22) eine zwischen Schraube (17) und Hülse (9a) eingesetzte Feder (21), insbesondere eine Druckfederwendel (21a) aufweist, die zum Feststellen des Gelenklagers (11) das erste Gelenklagerteil (1 Ia) gegen das zweite Gelenklagerteil (1 Ib) reibschlüssig verspannt. 6. Rolle nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraube (17) einen Schaft (17b) aufweist, der durch das erste Gelenklagerteil (1 Ia) des Achskörpers (9), insbesondere durch den Kugelkopf (12a) der Hülse (9a) hindurchgeführt ist und der Gewindeabschnitt (17c) der Schraube (17) im Bereich des zweiten Gelenklagerteils (1 Ib), insbesondere der Kugelpfanne (12b), in den Standfuß (3) eingeschraubt ist. 7. Rolle nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schraubenkopf (17a) in einem Exzenterbauteil (19) gehalten ist, das einen exzentrischen Vorsprung (25) aufweist, der sich drehbar bezüglich einer Innenwand (15) der Hülse (9a) abstützt. 8. Rolle nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schraubenkopf (17a) in einem Exzenterbauteil (19) gehalten ist, das einen exzentrischen Vorsprung (25) aufweist, der sich drehbar bezüglich einer im Durchmesser nach unten sich verjüngenden Innenwand (15) der Hülse (9a) abstützt. 9. Rolle nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Exzenterbauteil (19) zwischen dem Schraubenkopf (17a) und einer Kugelscheibe (20) drehbar gelagert ist, die mittels der Feder (21), insbesondere der Druckfeder- wendel (21a) gegen das Exzenterbauteil (19) gedrückt ist. 10. Rolle nach einem der Ansprüche 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schraube (17) einen Schraubenkopf (17a) mit einem Schraubenprofil, insbesondere einem Innensechskantprofil (47) oder Innenvielkantprofil aufweist, das von einer dem Standfuß (3) gegenüberliegenden Stirnseite (27) des RoI- lenmantels (23) zugänglich ist. 11. Rolle nach einem der Ansprüche 4 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Exzenterbauteil (19) ein Schraubenprofil, insbesondere ein Innensechskantprofil (45) oder Innenvielkantprofil aufweist, das von einer dem Standfuß (3) ge- genüberliegenden Stirnseite (27) des Rollenmantels (23) zugänglich ist. |
Rolle, insbesondere Standrolle für eine Postverteileranlage Die Erfindung betrifft eine Rolle, insbesondere Standrolle für eine Postverteileranlage, aufweisend einen Standfuß, einen Rollenmantel und wenigstens ein den Rollenmantel bezüglich des Standfußes drehbar lagerndes Wälzlager.
Die DE 10 2007 049 442 Al beschreibt eine Standrolle für Postsortieranlagen, die einen Rollenaußenmantel mit einer Höhlung aufweist, der über zwei in der Höhlung aufgenommene koaxial angeordnete Wälzlager auf einer Achse bzw. einem Standfuß drehbar gelagert werden kann. Um die Rolle besonders montage freundlich und kostengünstig auszugestalten, wird darin vorgeschlagen, die relative Lage der Wälzlager in einer einfachen Weise durch eine Elastomerkörperanordnung festzulegen.
Beispielsweise bei einer Briefverteiler-Maschine werden zur Führung von Transportriemen Standrollen eingesetzt. Der Aufbau der Briefverteiler-Maschine sieht im Allgemeinen zwei parallele Reihen von Standrollen vor, zwischen denen die Transportriemen, welche beispielsweise Briefe transportieren, entlang laufen. Dabei werden unter anderem große Strecken und Höhendifferenzen überwunden und auch Richtungsänderungen vorgenommen. Bislang werden am Aufstellungsort der Briefverteiler-Maschine an dafür notwendigen Stellen die werksseitig vormontierten starren Standrollen gegebenenfalls durch spezielle, einstellbare Standrollen ausgetauscht. Zur Überprüfung der korrekten Einstellung muss bisher die Briefverteiler- Anlage zunächst in Betrieb genommen werden und zur Justierung mitunter mehrfach wieder angehalten werden. Dies ist sehr zeit- und kostenintensiv. Aufgabe der Erfindung ist es, eine Rolle, wie beispielsweise eine Standrolle für eine Postverteileranlage zu verbessern, vorzugsweise einen Riemenlauf über die Rolle störungsfrei zu ermöglichen. Insbesondere sollen Störungen im Riemenlauf, die beispielsweise durch Fertigungsungenauigkeiten oder Unebenheiten im Untergrund entstehen können, vorzugsweise während einer Inbetriebnahme auf einfache Weise, schnell und damit kostengünstig reduziert bzw. eliminiert werden können.
Die Aufgabe der Erfindung wird gelöst durch eine Rolle, insbesondere Standrolle für eine Postverteileranlage, aufweisend einen Standfuß, einen Rollenmantel und wenigstens ein den Rollenmantel bezüglich des Standfußes drehbar lagerndes Wälzlager, und des Weiteren aufweisend einen Achskörper, an dem der Rollenmantel mittels des wenigstens einen Wälzlagers drehbar gelagert ist und der mittels eines feststellbaren Gelenklagers an dem Standfuß befestigt ist.
Indem der Achskörper mittels eines Gelenklagers an dem Standfuß befestigt ist, kann der an dem Achskörper drehbar gelagerte Rollenmantel in seiner Drehachswinkellage gegenüber der Längserstreckung des Standfußes verstellt werden. Der Achskörper ist dabei bezüglich des Standfußes zumindest insoweit festgelegt, als der Achskörper sich bei den auftretenden Betriebskräften nicht durch die Betriebskräfte selbst verstellen kann. Der Achskörper kann insoweit bezüglich des Standfußes nur durch eine kraft- oder reibschlüssige Verbindung gehalten sein, ohne dass eine starre, beispielsweise formschlüssige Arretierung des Achskörpers bezüglich des Standfußes erfolgen muss. Der Rollenmantel kann mittels eines, zweier oder mehrerer Wälzlager an dem Achskörper drehbar gelagert sein.
Durch ein erfindungsgemäßes feststellbares Gelenklager kann der Rollenmantel, beispielsweise bezüglich eines am Rollenmantel geführten Riemens, auf einfache Weise in seiner Orientierung eingestellt bzw. verstellt werden. Eine solche Verstel- lung kann dabei gegebenenfalls auch während des Betriebs vorgenommen werden. Der Rollenmantel wird dadurch nachstellbar, insbesondere ohne dass die vorherige Position der Rolle bzw. des Standfußes verändert werden muss. Durch die speziellen Weiterbildungen der Erfindung wird auch eine Ein-Hand- Verstellung des Rollenmantels, insbesondere mit jeweils lediglich einem Werkzeug möglich. Die Rolle kann selbsthemmend und/oder federvorgespannt ausgebildet sein.
Das Gelenklager kann als ein Kugelgelenk ausgebildet sein, dessen erstes Gelenklagerteil, insbesondere ein Kugelkopf, mit dem Achskörper verbunden ist und dessen zweites Gelenklagerteil, insbesondere eine Kugelpfanne, mit dem Standfuß verbun- den ist. Der Kugelkopf muss dabei nicht größer als eine Kugelhälfte ausgebildet sein, sondern kann vielmehr lediglich durch einen kreisscheibenförmigen Ausschnitt aus einer konvexen Seite einer Kugelmantelfläche gebildet werden. Die Kugelpfanne muss nicht ausgebildet sein, einen Kugelkopf bis über seinen Äquator hinaus umgreifen zu können, sondern die Kugelpfanne kann vielmehr lediglich durch einen kreisscheibenförmigen Ausschnitt aus einer konkaven Seite einer Kugelmantelfläche gebildet werden. Ein Zusammenhalt von Kugelkopf und Kugelpfanne kann durch gesonderte Spannmittel, insbesondere durch eine erfindungsgemäße Spanneinrichtung, gewährleistet werden. Der Achskörper kann ein erstes Gelenklagerteil des Gelenklagers umfassen und mit einer Hülse ausgebildet sein, die eine Hülsenbohrung aufweist, in der eine Spanneinrichtung zum Feststellen des ersten Gelenklagerteils bezüglich eines zweiten Gelenklagerteils des Standfußes angeordnet ist. Die Spanneinrichtung kann ausgebildet sein, nicht nur die beiden Gelenklagerteile bzw. den Kugelkopf und die Ku- gelpfanne zusammen zu halten, sondern auch dazu ausgebildet sein, die Schwenk- und Drehbeweglichkeit des Gelenklagers festzustellen d.h. festzusetzen oder zu arretieren.
Die Spanneinrichtung kann eine Schraube aufweisen, die einen bezüglich der Hülse gelagerten Schraubenkopf und einen in den Standfuß eingeschraubten Gewindeabschnitt aufweist. Mittels der Schraube kann das Gelenklager festgestellt d.h. festge- setzt oder arretiert werden. Dazu kann der Schraube eine Feder, insbesondere eine Druckfederwendel zugeordnet sein, welche die beiden Gelenklagerteile bzw. den Kugelkopf und die Kugelpfanne zusammen hält. Die Spanneinrichtung kann eine zwischen Schraube und Hülse eingesetzte Feder, insbesondere eine Druckfederwendel aufweisen, die zum Feststellen des Gelenklagers das erste Gelenklagerteil gegen das zweite Gelenklagerteil reibschlüssig verspannt. Mittels der Feder, insbesondere der Druckfederwendel, können also nicht nur die beiden Gelenklagerteile bzw. der Kugelkopf und die Kugelpfanne zusam- men gehalten werden, sondern die Feder kann auch eine Kraft auf die Verbindung von Gelenklagerteile bzw. auf den Kugelkopf und die Kugelpfanne ausüben, welche diese beiden Teile reibschlüssig gegen einander drückt, so dass aufgrund der Reibkraft das Gelenk festgestellt d.h. festgesetzt oder arretiert ist. In allen erfindungsgemäßen Ausführungsformen kann die Schraube einen Schaft aufweisen, der durch das erste Gelenklagerteil des Achskörpers, insbesondere durch den Kugelkopf der Hülse hindurchgeführt ist und der Gewindeabschnitt der Schraube im Bereich des zweiten Gelenklagerteils, insbesondere der Kugelpfanne, in den Standfuß eingeschraubt ist.
Der Schraubenkopf kann in einem Exzenterbauteil gehalten sein, das einen exzentrischen Vorsprung aufweist, der sich drehbar an einer Innenwand der Hülse abstützt. Durch Drehen des Schraubenkopfs bewegt sich das Exzenterbauteil und damit der Vorsprung, je nach Drehrichtung, nach oben oder nach unten und gleitet dabei an einer sich nach unten verjüngenden Innenwand der Hülse entlang. Dabei wird die Hülse in einem kleinen oder größeren Winkel gegenüber der senkrechten Richtung bzw. der Längserstreckung des Standfußes gekippt bzw. verschwenkt.
Alternativ oder ergänzend kann der Schraubenkopf also in einem Exzenterbauteil gehalten sein, das einen exzentrischen Vorsprung aufweist, der sich an einer im Durchmesser nach unten sich verjüngenden Innenwand der Hülse abstützt. Das Exzenterbauteil kann in allen Ausführungen zwischen dem Schraubenkopf und einer Kugelscheibe drehbar gelagert sein, die mittels der Feder, insbesondere der Druckfederwendel gegen das Exzenterbauteil gedrückt ist.
Die Schraube kann einen Schraubenkopf mit einem Schraubenprofil, insbesondere einem Innensechskantprofil oder Innenvielkantprofil aufweisen, das von einer dem Standfuß gegenüberliegenden Stirnseite des Rollenmantels zugänglich ist. In gleicher Weise kann das Exzenterbauteil ein Schraubenprofil, insbesondere ein Innen- sechskantprofil oder Innenvielkantprofil aufweisen, das von einer dem Standfuß gegenüberliegenden Stirnseite des Rollenmantels zugänglich ist.
Zusammenfassend stellt die Erfindung mit anderen Worten eine Rolle bereit, die im Wesentlichen einen Standfuß und einen daran gelenkig gelagerten drehbaren RoI- lenmantel aufweist. Die Standrolle besteht insoweit aus zwei Elementen, nämlich dem Standfuß und einem Rollenkörper, umfassend einen Rollenmantel, eine Hülse mit Lager und einer Verstellmechanik. Der Standfuß kann die Form eines Sechskantstabes aufweisen oder aber auch zylindrisch sein. Der Standfuß kann an seiner Unterseite eine Gewindebohrung zur Montage an einer Maschine aufweisen und an der Oberseite eine sphärische Ausdrehung umfassen.
Der Rollenkörper kann aus einer ausgedrehten Hülse, auf deren Außenseite sich die Lagersitze befinden, bestehen. Der Rollenmantel kann mittels Sicherungsringen über die Lager fixiert werden. An der Unterseite kann die Hülse ein sphärisches d.h. kugeliges Ende aufweisen. Das sphärische bzw. kugelige Ende kann den gleichen Durchmesser wie die sphärische Ausdrehung im Standfuß besitzen. Durch die kugelige Ausformung kann die Hülse und damit die Rolle in jede Richtung geneigt werden. Diese Verstellmechanik arbeiten nach dem Prinzip von Kugelkopf und - pfanne. In der Hülse kann sich eine kegelige Ausdrehung befinden. Die kegelige Ausdrehung kann einen definierten Winkel aufweisen. Die kegelige Ausdrehung wirkt gegen das Exzenterstück. Durch das Einschrauben der Schraube wird das Exzenterstück, das sich gegen den Schraubenkopf abstützt und zentriert, gegenüber dem Kegel verschoben, dabei richtet sich der Rollenkörper entsprechend winklig aus. Je weiter die Schraube eingeschraubt wird, desto größer ist der Winkel. Die zentrisch in den Standfuß eingeschraubte Schraube ermöglicht es, über das Exzen- terstück auf die Kugelscheibe und über die Druckfeder auf den Boden der Hülse eine Kraft aufzubringen, die ausreichend hoch ist um den Rollenkörper in der gewünschten Position zu fixieren. Die Kraft kann über die Federsteifigkeit bestimmt werden. Durch Verdrehen des Exzenterstücks kann die Position des Winkels bzw. der Auslenkung der Rolle feinjustiert werden. Dies kann geschehen, ohne den zuvor eingestellten Winkel verändern zu müssen. Dies kann durch die Trennung der Verstellung in axiale Komponenten von Schraube und Kegel, und durch die radiale Komponente des Exzenters erreicht werden. Das Exzenterstück kann durch einen in den oberen Bereich integrierten Innensechskant feinjustiert werden.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist exemplarisch in den beigefügten schematischen Zeichnungen dargestellt. Es zeigen: Fig. 1 eine perspektivische Explosionsdarstellung einer Ausführung einer erfindungsgemäßen Rolle,
Fig. 2 eine Querschnittsansicht der Rolle gemäß Fig. 1 , Fig. 3 eine Draufsicht der Rolle gemäß Fig. 1 , und
Fig. 4 eine perspektivische, teilweise geschnittene Ansicht der Rolle gemäß
Fig. 1. In der Fig. 1 sind die Bauteile einer erfindungsgemäßen Rolle 1 im Einzelnen dargestellt. Die Rolle 1 weist eine Standfuß 3 auf. Der Standfuß 3 kann stab- bzw. bolzenförmig gestaltet sein. Eine Mantelwand 5 des Standfußes 3 kann beispielsweise eine zylindrische Form aufweisen, oder wie dargestellt einen eckigen Quer- schnitt aufweisen und insbesondere einen vier-, sechs- oder vieleckigen Querschnitt aufweisen. An einer unteren Stirnseite 7 kann der Standfuß 3 ein nicht dargestelltes Gewinde aufweisen, durch welches der Standfuß 3 an einem Fundament oder einem Tragbauteil befestigt werden kann. Zum einfachen Anschrauben, kann der Standfuß 3 an seinem vier-, sechs- oder vieleckigen Querschnitt durch ein Werkzeug, wie beispielsweise ein Maul- oder Gabelschlüssel, gedreht werden.
Auf dem Standfuß 3 sitzt im zusammengebauten Zustand ein Achskörper 9 auf. Der Achskörper 9 kann, wie dargestellt, als eine Hülse 9a ausgebildet sein. Der Achs- körper 9 bzw. die Hülse 9a weist an einem unten dargestellten Ende ein erstes Gelenklagerteil I Ia eines Gelenklagers 11 auf. Das erste Gelenklagerteil I Ia bildet einen Kugelkopf 12a eines Kugelgelenks 12. Dem ersten Gelenklagerteil I Ia bzw. dem Kugelkopf 12a ist ein zweites Gelenklagerteil 1 Ib bzw. eine Kugelpfanne 12b zugeordnet. Das zweite Gelenklagerteil 1 Ib bzw. die Kugelpfanne 12b ist am Standfuß 3 an einer der unteren Stirnseite 7 gegenüber liegenden oberen Stirnseite 13 angeordnet.
Die Hülse 9a weist eine Hülsenbohrung 14 auf. Die Hülsenbohrung 14 muss nicht notwendiger Weise durch Bohren hergestellt werden, sie kann auch durch andere Bearbeitung, wie beispielsweise Ausdrehen, Schleifen oder durch Formen, insbesondere Umformen in die Hülse 9a eingebracht werden. Die Hülsenbohrung 14 kann, wie dargestellt, eine sich verjüngende Innenwand 15 aufweisen. An einem Boden 16 der Hülse 9a, der insbesondere gleichzeitig den Kugelkopf 12a darstellt, ist eine Bohrung 16 vorgesehen. Die Bohrung 16 ist dazu vorgesehen eine Schraube 17 durch die Hülse 9a bzw. den Kugelkopf 12a zu führen und in einem Gewindegang 18 des Standfußes 3 einzuschrauben. Die Schraube 17 weist dazu neben einem Schraubenkopf 17a, einen Schaft 17b und einen Gewindeabschnitt 17c auf, der in den Gewindegang 18 des Standfußes 3 eingeschraubt wird. Die Schraube 17 bildet zusammen mit einem Exzenterbauteil 19, einer Kugelscheibe 20 und einer Feder 21 eine Spanneinrichtung 22. Die Spanneinrichtung 22 bildet außerdem auch eine Feineinstellvorrichtung, um die Winkellage eines Rollenmantels 23 bezüglich dem Achskörper 9 bzw. der Hülse 9a einstellen zu können. Dazu weist das Exzenterbauteil 19 einen exzentrischen Vorsprung 25 auf, der sich an einer im Durchmesser nach unten sich verjüngenden Innenwand 15 der Hülse 9a abstützt. Die Schraube 17 weist einen Schraubenkopf 17a mit einem Schraubenprofil, insbesondere einem Innensechskantprofil oder Innenvielkantprofil auf, das von einer dem Standfuß 3 gegenüberliegenden Stirnseite 27 des Rollenmantels 23 zugänglich ist. Gleichermaßen weist das Exzenterbauteil 19 ein Schraubenprofil, insbesondere ein Innensechskantprofil oder Innenvielkantprofil auf, das auch von der dem Standfuß 3 gegenüberliegenden Stirnseite 27 des Rollenmantels 23 zugänglich ist. An der Stirnseite 27 des Rollenmantels 23 ist im Ausführungsbeispiel ein Deckel 29 vorgesehen. Der Deckel 29 kann, wie dargestellt, eine Öffnung 31 aufweisen, um ein Werkzeug, wie beispielsweise einen Schraubendreher durch den Deckel 29 hindurch zu führen, um das Exzenterbauteil 19 und den Schraubenkopf 17a erreichen zu können.
In der Fig. 2 ist die erfindungsgemäße Rolle 1 in einem Zusammenbau im Querschnitt dargestellt. Der Rollenmantel 23 ist im Ausführungsbeispiel mittels zweier Wälzlager 33 an dem Achskörper 9 bzw. der Hülse 9a drehbar gelagert. An der unteren Stirnseite 7 des Standfußes 3 ist ein Gewinde 35 eingebracht, durch welches der Standfuß 3 an einem Fundament oder einem Tragbauteil befestigt werden kann. An einem gegenüberliegenden Ende weist der Standfuß 3 den Gewindegang 18 auf. Die Schraube 17 ist mittels ihres Gewindeabschnitts 17c in den Gewindegang 18 eingeschraubt. Eine Unterseite 37 des Schraubenkopfes 17a liegt auf einem Ringsitz 39 des Exzenterbauteils 19 auf. Ein Boden 41 des Exzenterbauteils 19 liegt seinerseits auf einer Oberseite 43 der Kugelscheibe 20 auf und drückt diese gegen die Druckfederwendel 21a, welche ihrerseits die Hülse 9a mit ihrem ersten Gelenklagerteil I Ia d.h. mit dem Kugelkopf 12a gegen das zweite Gelenklagerteil 1 Ib d.h. gegen die Kugelpfanne 12b des Standfußes 3 presst. Die Federkraft bzw. die Feder- kennlinie der Druckfederwendel 21a kann derart bestimmt werden, dass die Hülse 9a während des Betriebs der Rolle 1 derart stark gegen den Standfuß 3 gedrückt wird, dass das Gelenklager 11, welches von dem ersten Gelenklagerteil 1 Ia d.h. dem Kugelkopf 12a und dem zweite Gelenklagerteil 1 Ib d.h. der Kugelpfanne 12b gebildet wird, sich nicht verstellt, sondern trotz auftretender Betriebskräfte festgestellt bleibt. Zum Ändern der Winkellage der Hülse 9a bzw. des Rollenmantels 23 bezüglich des Standfußes 3 kann die Schraube 17 hineingeschraubt und herausgeschraubt werden. Aufgrund der sich nach unten hin verjüngenden Innenwand 15 wird die Hülse 9a in Zusammenwirken des Vorsprungs 25 des Exzenterbauteils 19 mit der verjüngenden Innenwand 15 in Abhängigkeit der axialen Höhenlage des Vorsprungs 25 in unterschiedliche Winkellagen gezwungen. Die axiale Höhenlage des Vorsprungs 25 wird dabei durch Hineinschrauben und Herausschrauben der Schraube 17 eingestellt. Zusätzlich kann durch Drehen des Exzenterbauteils 19 diejenige radiale Richtung bestimmt werden, in welche sich die Hülse 9a ein einer der Höhenlage des Vorsprungs 25 entsprechenden Winkellage von der axialen Erstreckung des Standfußes 3 abweichend wegneigen soll.
Die Fig. 3 zeigt die Rolle 1 in einer Draufsicht. Durch die Öffnung 31 des Deckels 29 ist der Vorsprung 25 des Exzenterbauteils 19 zu sehen. Der Vorsprung 25 wirkt in Art einer Nocke, die an der sich verjüngenden Innenwand 15 als Nockenfolger abwälzt. In der in Fig. 3 dargestellten Position weist der Vorsprung 25 nach links d.h. der Vorsprung 25 befindet sich in einer Neun-Uhr- Stellung. Dabei ist der Rollenmantel 23 nach links geneigt aus der vertikalen Richtung d.h. aus der Tiefenrichtung der Fig. 3 weggeneigt. Zu erkennen ist auch ein erstes Innensechskantprofil 45 des Exzenterbauteils 19 und ein koaxial dazu angeordnetes zweites Innensechskantprofil 47 der Schraube 17.
Die Fig. 4 zeigt nochmals den Aufbau gemäß Fig. 2, jedoch statt einer Querschnittsansicht der Rolle in einer perspektivischen, teilweise geschnittenen Ansicht. Bezugszeichenliste
1 Rolle
3 Standfuß
5 Mantelwand
7 untere Stirnseite
9 Achskörper
9a Hülse
11 Gelenklager
I Ia erstes Gelenklagerteil
I Ib zweites Gelenklagerteil
12 Kugelgelenk
12a Kugelkopf
12b Kugelpfanne
14 Hülsenbohrung
15 verjüngende Innenwand
16 Bohrung
17 Schraube
17a Schraubenkopf
17b Schaft
17c Gewindeabschnitt
18 Gewindegang
19 Exzenterbauteil
20 Kugelscheibe
21 Feder
21a Druckfederwendel
22 Spanneinrichtung
23 Rollenmantel
25 exzentrischer Vorsprung Stirnseite
Deckel
Öffnung
Wälzlager
Gewinde
Unterseite
Ringsitz
Boden
Oberseite
erstes Innensechskantprofil zweites Innensechskantprofil
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