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Title:
ROLLER PRESS COMPRISING A DEVICE FOR PRECOMPRESSING MATERIAL TO BE GROUND
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/045099
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a roller press (10) for high-pressure comminution of material to be ground in a nip, comprising two counter-rotating rolls (14, 14') forming a nip, through which the material to be comminuted passes under high pressure during comminution and forms a break in the structure of the material to be ground in the nip. The roller press further comprises a feed device (11, 12), which evenly feeds the material to be ground to the nip, wherein the volume of the fed material to be ground forms a compaction zone (15), which extends from approximately the center of the nip to slightly beyond the center of the nip. According to the invention, a vibration device (17), which protrudes into the compaction zone (15), is employed to compress the material to be ground immediately prior to the same being drawn into the nip. In this way, the draw-in behavior of the high-pressure roller press is improved, and thus the effectiveness thereof, and the roller press performs at a uniform pace.

Inventors:
JESCHINOWSKI, Hans-Peter (Gerhart-Hauptmann-Weg 20, Siegburg, 53721, DE)
Application Number:
EP2010/061750
Publication Date:
April 21, 2011
Filing Date:
August 12, 2010
Export Citation:
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Assignee:
KHD HUMBOLDT WEDAG GMBH (Colonia-Allee 3, Köln, 51067, DE)
JESCHINOWSKI, Hans-Peter (Gerhart-Hauptmann-Weg 20, Siegburg, 53721, DE)
International Classes:
B02C4/42
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Claims:
Rollenpresse mit Vorrichtung zum Vorverdichten des Mahlgutes

PA TENTANSPRÜCHE

1 . Rollenpresse (10) zur Hochdruckzerkleinerung von Mahlgut in einem Walzenspalt, aufweisend

- zwei gegenläufige Walzen (14, 14'), die einen Walzenspalt ausbilden, welchen das zu zerkleinernde Mahlgut bei der Zerkleinerung unter Hochdruck passiert und dabei im Walzenspalt einen Bruch im Gefüge des Mahlguts ausbildet, und

- eine Aufgabevorrichtung (1 1 , 12), die das Mahlgut gleichmäßig auf den Walzenspalt aufgibt, wobei das Volumen des aufgegebenen Mahlguts eine Kompaktionszone (15) ausbildet, die von etwa der Mitte des Walzenspaltes bis kurz über die Mitte des Walzenspaltes reicht, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung zum Vorverdichten des Mahlguts in Form einer Vibrationsvorrichtung (17) oberhalb der Kompaktionszone (15) angeordnet ist und in die Kompaktionszone (15) hineinragt.

2. Rollenpresse nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass die Vibrationsvorrichtung in Form von mindestens einem Vibrationsstab (17), bevorzugt von mindestens drei, bevorzugt zueinander parallel verlaufenden, Vibrierstäben (17) in etwa vertikaler Richtung in die

Kompaktionszone (15) hineinreichen.

3. Rollenpresse nach Anspruch 1 ,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Vibrationsvorrichtung in Form mindestens eines Vibrierstabes (17) in horizontaler Richtung parallel zur Mittellinie des Walzenspaltes in die Kompaktionszone (15) hininreicht.

4. Rollenpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 3,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Vibrationsvorrichtung (17) eine Regelvorrichtung aufweist, welche die Vibrationsintensität nach deren aufgenommener Energie zum Betrieb regelt, wobei eine erhöhte Energieaufnahme in einer Verringerung der Vibrationsintensität und eine verringerte Energieaufnahme in einer Erhöhung der Vibrationsintensität resultiert.

5. Rollenpresse nach Anspruch 4,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Regelvorrichtung zusätzlich nach der Energieaufnahme des Walzenantriebs regelt, wobei eine erhöhte Energieaufnahme des Walzenantriebs in einer Verringerung der Vibrationsintensität und eine verringerte Energieaufnahme in einer Erhöhung der Vibrationsintensität resultiert.

Rollenpresse nach einem der Ansprüche 4 oder 5,

dadurch gekennzeichnet, dass

die Vibrationsvorrichtung (17) zusätzlich nach der Rotationsgeschwindigkeit der Rollenpressenwalzen (14, 14') geregelt wird, wobei eine erhöhte Walzengeschwindigkeit in einer Erhöhung der Vibrationsintensität und eine verringerte Walzengeschwindigkeit in einer Verringerung der Vibrationsintensität resultiert.

Rollenpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 6

dadurch gekennzeichnet, dass

eine manuelle Auslösevorrichtung für die Vibrationsvorrichtung (17) vorgesehen ist.

Description:
Rollenpresse mit Vorrichtung zum Vorverdichten des Mahlgutes

Die Erfindung betrifft Rollenpresse zur Hochdruckzerkleinerung von Mahlgut in einem Walzenspalt, aufweisend zwei gegenläufige Walzen, die einen Walzenspalt ausbilden, welchen das zu zerkleinernde Mahlgut bei der Zerkleinerung unter Hochdruck passiert und dabei im Walzenspalt einen Bruch im Gefüge des Mahlguts ausbildet, und eine Aufgabevorrichtung, die das Mahlgut gleichmäßig auf den Walzenspalt aufgibt, wobei das Volumen des aufgegebenen Mahlguts eine Kompaktionszone ausbildet, die von etwa der Mitte des Walzenspaltes bis kurz über die Mitte des Walzenspaltes reicht.

Nach Schönert, DE 27 08 053 C3, ist es bekannt, zur Zerkleinerung von sprödem Material, dieses durch Hochdruckbeanspruchung im Walzenspalt einer Hochdruckrollenpresse zu sogenannten Schülpen zu pressen, wobei das gesamte Materialgefüge bricht und dadurch in viele kleine Bruchstücke zerteilt wird. Diese Hochdruckzerkleinerung im Walzenspalt unterscheidet sich von der Zerkleinerung durch Scheren oder Reiben, wie es in einer herkömmlichen Mühle passiert, weil es primär auf die Druckbeanspruchung ankommt. Damit die korrespondierende Hochdruckwalzenpresse bestimmungsgemäß arbeiten kann, ist es wichtig, dass der Walzenspalt gleichmäßig mit Mahlgut beaufschlagt wird, denn bei einer ungleichmäßigen Beaufschlagung wechselt die Hochdruckrollenpresse in den Betriebszustand eines herkömmlichen Brechers, dessen Zerkleinerungswirkung anders ist als die einer gleichmäßig mit Mahlgut beaufschlagten Hochdruckwalzenpresse. Sofern das Mahlgut inhomogen mit Luft durchsetzt ist, bietet sich dem Mahlgut bei der Passage durch den Walzenspalt die Möglichkeit, in den Luftraum auszuweichen und so dem hohen Druck im Walzenspalt auszuweichen, wodurch die Zerkleinerungsleistung der Hochdruckwalzenpresse er- heblich verringert wird. Des Weiteren kann dadurch die Hochdruckwalzenpresse veranlasst werden, ungleichmäßig zu laufen, in dem die Walzen eine Rotationsschwingung ausführen, weil der Antrieb der Rollenpressenwalzen wiederholend gebremst wird und wieder frei läuft.

Um den Walzenspalt gleichmäßig mit Mahlgut zu beaufschlagen, sind Aufgabevorrichtungen für Mahlgut in einer Hochdruckrollenpresse bekannt, die den Zu- fluss des Mahlguts geregelt variieren, so dass sich ein konstanter Schüttkegel im Raum zwischen den beiden gegenläufigen Rollenpressenwalzen ausbildet. Je nach Art und Konsistenz des Mahlgutes reicht diese Art der Beaufschlagung des Walzenspaltes aber nicht aus, um einen vibrationsfreien Lauf der Rollenpressenwalzen zu gewährleisten und um eine kontinuierliche Arbeitsweise de gesamten Zerkleinerungsmaschine als Hochdruckwalzenpresse aufzuzeigen. Ungleichmäßige Kornverteilung im Mahlgut und Lufteinschlüsse in der Schüttung sind durch eine alleinige Regelung des Schüttkegels im Raum zwischen den gegenläufigen Walzen nicht immer in genügendem Maße zu vergleichmäßigen.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, das Einzugsverhalten einer Hochdruckrollenpresse zu verbessern.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird dadurch gelöst, dass eine Vorrichtung zum Vorverdichten in Form einer Vibrationsvorrichtung oberhalb der

Kompaktionszone angeordnet ist und in die Kompaktionszone hineinragt.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Erfindungswesentlich ist, dass das auf die Rollenpresse beaufschlagte Mahlgut kurz vor und während des Eintritts in die Kompaktionszone, die keine sehr scharfe Begrenzungslinie hat, verdichtet wird, in dem eingeschlossene Luft aus dem Mahlgut ausgetrieben wird. Die Kompaktionszone reicht von der Walzenspaltmit- te in einen Bereich über den Walzenspalt wo der Einzug des Mahlguts durch nach unten verschwindendes Mahlugt zu einer Fließbewegung führt, wobei sich das freie Volumen des Mahlgutes verringert und dadurch sich die Dichte des Mahlguts erhöht. Um diesen Effekt zu unterstützen, ist es vorgesehen, dass genau dort eine Vorrichtung zum Vorverdichten angeordnet ist.

In bevorzugter Form ist die Vorrichtung zum Verdichten ein Vibrationsstab, der das lockere Mahlgut in Schwingung versetzt, wobei die einzelnen Mahlgutpartikel durch die Schwingung nach unten in Richtung des Walzenspaltes fallen und im Mahlgut dispergierte Luft aus dem Mahlgut nach oben in die freie Atmosphäre entweicht. Neben der Vorverdichtung hat die Vibrationsvorrichtung auch die Wirkung, dass das Mahlgut besser fließt, weil durch die Vibration die Mahlgutpartikel in einer fließbettähnlichen Bewegung gehalten werden.

Die Vibrationsvorrichtung kann aus in etwa vertikaler Richtung in die

Kompaktionszone hineinragenden Vibrationsstäben bestehen, wobei je nach Breite der Mahlwalze, ein, zwei, drei oder mehr Vibrationsstäbe etwa parallel zueinander angeordnet sind. Alternativ dazu ist es auch möglich, einen Vibrationsstab parallel zur Mittellinie des Walzenstabes auszurichten, der über seine Länge den Walzenspalt gleichmäßig vibrierend den Walzenspalt überdeckt.

Um die Wirkung der Vibrationsvorrichtung zu optimieren, ist es möglich, die Vibrationsintensität durch einen Regelkreis zu regeln, wobei als Eingangsparameter die Energieaufnahme der Vibrationsvorrichtung gewählt ist. Sofern die Energieaufnahme hoch oder höher als ein zuvor bestimmter Sollwert ist, bewirkt die Regelungsvorrichtung eine Verringerung der Vibrationsintensität, denn im verdichteten Material arbeitet der Vibrationsstab ohne weitere Verdichtungswirkung, so dass die Energieaufnahme erhöht ist. Die Verringerung der Vibrationsintensität hat zur Folge, dass im laufenden Betrieb der Rollenpresse neues, unverdichtetes Material nachfließt und somit sich die Energieaufnahme wieder verringert, was eine geringere Dichte des Mahlguts über und am Anfang der Kompaktionszone anzeigt. Die Regelungsvorrichtung regelt in diesem Fall die Vibrationsvorrichtung wieder in einen Betriebszustand mit erhöhter Intensität, bis sich ein stationäres Gleichgewicht zwischen Vibrationsintensität der Vibrationsvorrichtung und deren Energieaufnahme, aus dem die Mahlgutdichte ableitbar ist, einstellt.

Neben der Energieaufnahme der Vorrichtung zur Verdichtung selbst, ist es auch zielführend, die Energieaufnahme des Walzenantriebes zu nutzen, denn eine erhöhte Energieaufnahme zeigt eine hohe Dichte des Mahlguts an und eine geringere, notwendige Antriebsleistung zeigt eine geringere Dichte des Mahlguts an. Bei diesem Regelprinzip ist darauf zu achten, dass Durchgänge von größeren Mahlgutpartikeln oder nicht durch Hochdruck zerkleinerbare Materialien, wie Metallstücke, die eine kurzzeitige erhöhte Energieaufnahme des Mahlwalzenantriebs erzeugen, in die Regelschleife eingehen, um dadurch ein Ausbreiten der Störung durch die Passage des nicht zerkleinerbaren Mahlgutpartikels in der Rollenpresse zu verhindern.

Noch eine weitere Regeleingangsgröße ist die Mahlwalzengeschwindigkeit. Je schneller die Rollenpressenwalze rotiert, desto intensiver muss die Vorrichtung zur Verdichtung arbeiten, hier der Vibrationsstab vibrieren, um das nun schneller in den Walzenspalt fließende Mahlgut in kürzerer Zeit zu verdichten.

In besonderer Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, dass die Vibrationsvorrichtung manuell ausgelöst werden kann, um bei möglichen Störungen der Rollenpressenwalze oder bei blockiertem Fluss des Mahlguts die Vibrationsvor- richtung auszulösen, wodurch seinerseits der Materialfluss des Mahlguts wieder ausgelöst wird.

Die Erfindung wird anhand der folgenden Figuren näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 eine skizzierte Seitenansicht auf die eine Hochdruckrollenpresse, Figur 2 die Hochdruckrollenpresse aus Figur 1 in einer Ansicht von unten.

In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Hochdruckrollenpresse 1 .

In Figur 1 ist eine erfindungsgemäße Hochdruckrollenpresse 10 abgebildet, in welcher durch Schraffur/Punktierung angedeutetes Mahlgut aus einem kontinuierlich befüllten Vorbunker 1 1 über mindestens einen Materialaufgabeschacht 12, 12' in den Raum zweier gegenläufiger, in einem Maschinenrahmen 13 gelagerter Rollenpressenwalzen 14, 14' geleitet wird. Aus diesem Raum zwischen den Rollenpressenwalzen 14, und 14' wird sodann das Mahlgut in die

Kompaktionszone 15 gezogen, wo es zunächst verdichtet und anschließend zwischen den Rollenpressenwalzen 14, 14' durch Hochdruckbeanspruchung zerkleinert wird, wobei sich zunächst aus zerkleinertem Material aggregierte

Schülpen 16 ausbilden, die in stückiger, aber leicht zerfallender Form anfallen. Um bei der Passage des Mahlgutes vom Materialaufgabeschacht 12, 12' bis in die Kompaktionszone 15 das Mahlgut für einen gleichmäßigen lauf der Hochdruckrollenpresse 10 weiter zu verdichten, ist erfindungsgemäß vorgesehen, eine Vorrrichtung zur Verdichtung des Mahlguts in Form mindestens eines Vibrationsstabes 17 in die Kompaktionszone hineinreichen zu lassen, wodurch das Mahlgut vor Passage des Walzenspaltes verdichtet wird. Der mindestens eine Vibrationstab 17 kann allein, zu zweit, zu dritt oder auch in Form einer ganzen Batterie von vertikal in die Kompaktionszone 15 hineinreichende Vibrationsstäbe ausgeführt wein oder alternativ als ein Vibrationsstab, der parallel zur Mittelinie des Walzenspaltes ausgerichtet ist und einen gleichmäßigen vibrierenden Bereich über dem Walzenspalt erzeugt, wodurch das in den Walzenspalt hineinfließende Mahlgut durch eine fließbettähnliche Bewegung der Mahlgutpartikel verdichtet wird, in dem die dispergiert eingeschlossene Luft aus dem Mahlgut entweicht.

In Figur 2 ist eine Ansicht auf die erfindungsgemäße Hochdruckrollenpresse 10 in einer Ansicht von unten dargestellt, wobei zwischen den beiden in Maschinenrahmen 13 gelagerten Rollenpressenwalzen 14, 14' die vertikal in die

Kompaktionszone hineinreichenden Umfangsprofile der Vibrationsstäbe 17 als Kreise zu erkennen sind. Die Vibrationsstäbe 17 reichen dabei nicht in den Walzenspalt hinein, sondern reichen nur bis in die Kompaktionszone, wo das Mahlgut aufgrund des Einzuges in den sich zwischen den Rollenpressenwalzen 14, 14' verjüngenden Bereich beginnt, sich zu verdichten. Genau an dieser Stelle ist die verdichtende Wirkung der Vibrationsstäbe als Vorrichtung zur Vorverdichtung am größten.

BEZUGSZEICHENLISTE

Hochdruckrollenpresse Rollenpressenwalze Vorbunker Kompaktionszone

Materialaufgabeschacht Schülpe

Maschinenrahmen Vibrationsvorrichtung