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Title:
ROLLER FOR A TRACTION MECHANISM DRIVE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2008/074743
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a roller for a traction mechanism drive, comprising a disk made of plastic configured as an annular body, a ball bearing being accommodated in the disk, wherein the outer ring (8) of the ball bearing (2) has a radially outwardly extending section (12) with a larger diameter.

Inventors:
HORNEBER, Reinhold (Betzendorf 9, Heilsbronn, 91560, DE)
Application Number:
EP2007/063968
Publication Date:
June 26, 2008
Filing Date:
December 14, 2007
Export Citation:
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Assignee:
SCHAEFFLER KG (Industriestrasse 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
HORNEBER, Reinhold (Betzendorf 9, Heilsbronn, 91560, DE)
International Classes:
F16C33/58; F16H55/48
Foreign References:
JP2004028275A2004-01-29
JP2004162830A2004-06-10
DE3634383A11988-04-21
JP2005188565A2005-07-14
Attorney, Agent or Firm:
SCHAEFFLER KG (Industriestrasse 1-3, Herzogenaurach, 91074, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Rolle für einen Zugmitteltrieb, mit einer als Ringkörper ausgebildeten Laufscheibe aus Kunststoff, in der ein Kugellager aufgenommen ist, da- durch gekennzeichnet, dass der Außenring (8) des Kugellagers (2) einen sich radial nach außen erstreckenden Abschnitt (12) mit einem erhöhten Durchmesser aufweist.

2. Rolle nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der sich nach außen erstreckende Abschnitt (12) stufenförmig ausgebildet ist.

3. Rolle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der sich nach außen erstreckende Abschnitt (12) im Wesentlichen der Laufbahn (13) des Kugellagers (2) gegenüberliegt.

4. Rolle nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Kugellager (2) als einreihiges oder zweireihiges Kugellager ausgebildet ist.

5. Rolle nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der sich nach außen erstreckende Abschnitt (12) gerändelt ist.

6. Rolle nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekenn- zeichnet, dass die Innenseite der Laufscheibe (3) gegengleich zu dem sich nach außen erstreckenden Abschnitt (12) des Außenrings (8) des Kugellagers (2) ausgebildet ist.

7. Zugmitteltrieb, umfassend eine Rolle nach einem der Ansprüche 1 bis 6.

Description:

Beschreibung der Erfindung

Rolle für einen Zugmitteltrieb

Gebiet der Erfindung

Die Erfindung betrifft eine Rolle für einen Zugmitteltrieb, mit einer als Ringkörper ausgebildeten Laufscheibe aus Kunststoff, in der ein Kugellager aufgenommen ist.

Hintergrund der Erfindung

Derartige Rollen werden als Spann- oder Umlenkrolle in Ketten- oder Riementrieben von Brennkraftmaschinen eingesetzt. Die Rolle ist dabei zumeist aus Stahl hergestellt. Es sind jedoch auch Rollen bekannt, beispielsweise aus der DE 100 35 488 A1 , bei denen die Rolle ein Wälzlager umfasst, das von einem aus Kunststoff hergestellten, einen Laufmantel bildenden Ringkörper umschlossen ist. Das Zugmittel, beispielsweise ein Riemen, ist im Einbauzustand an der Mantelfläche des Ringkörpers geführt. Derartige aus Kunststoff beste- hende Laufscheiben sind im Vergleich zu Laufscheiben aus Stahl kostengünstiger herstellbar. Allerdings hat es sich herausgestellt, dass in einzelnen Fällen während des Betriebs Schädigungen am Wälzlager auftreten können, die bei vergleichbaren Laufscheiben aus Stahl nicht auftreten.

Zusammenfassung der Erfindung

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rolle mit einer Laufscheibe aus Kunststoff anzugeben, die eine lange Lebensdauer aufweist und einen störungsfreien Betrieb gewährleistet.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist bei einer Rolle für einen Zugmitteltrieb der eingangs genannten Art erfindungsgemäß vorgesehen, dass der Außenring des

Kugellagers einen sich radial nach außen erstreckenden Abschnitt mit einem erhöhten Durchmesser aufweist.

Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass bei den herkömmlichen RoI- len mit einer Laufscheibe aus Kunststoff eine hohe Biegewechselbeanspruchung am Außenring des Wälzlagers auftritt. Erfindungsgemäß wird dieser Bereich verstärkt, indem an dem Außenring des Kugellagers der Abschnitt mit erhöhtem Durchmesser vorgesehen ist. Dieser Abschnitt mit erhöhtem Durchmesser führt zu einer höheren Steifigkeit in diesem Bereich, sodass dieser den auftretenden Biegewechselbeanspruchungen besser widerstehen kann. Die erhöhte Steifigkeit führt zu geringeren Verformungen und verhindert eine vorzeitige Beschädigung oder einen Ausfall des Kugellagers.

Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung kann es vorgesehen sein, dass der sich nach außen erstreckende Abschnitt stufenförmig ausgebildet ist. Vorzugsweise kann die Innenseite der Laufscheibe gegengleich zu dem sich nach außen erstreckenden Abschnitt des Außenrings des Kugellagers ausgebildet sein, sodass das Kugellager und die Laufscheibe kraft- und formschlüssig miteinander verbunden sind.

Es hat sich als besonders günstig herausgestellt, wenn der sich nach außen erstreckende Abschnitt des Außenrings des Kugellagers im Wesentlichen der Laufbahn des Kugellagers gegenüberliegt. An dieser Stelle treten vergleichsweise hohe Biegewechselbeanspruchungen auf, die durch den Abschnitt mit erhöhtem Durchmesser aufgefangen werden können.

Bei der erfindungsgemäßen Rolle ergibt sich ein besonders sicherer Halt zwischen dem Kugellager und der Laufscheibe, wenn der sich nach außen erstreckende Abschnitt gerändelt ist. Durch die Rändelung werden Relativverschie- bungen der beiden Bauteile verhindert.

Daneben betrifft die Erfindung einen Zugmitteltrieb mit einer Rolle der beschriebenen Art.

Kurze Beschreibung der Zeichnung

Weitere Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Figur beschrieben. Die Figur ist eine schematische Darstellung und zeigt eine erfindungsgemäße Rolle.

Detaillierte Beschreibung der Zeichnung

Die in der Figur gezeigte Rolle 1 , die als Spann- oder Umlenkrolle eines Zug- mitteltriebs einer Brennkraftmaschine eingesetzt werden kann, umfasst ein Wälzlager, das in dem dargestellten Ausführungsbeispiel als Kugellager 2 ausgebildet ist. Das Kugellager 2 ist in einer als Ringkörper ausgebildeten Laufscheibe 3 aufgenommen, die aus einem Kunststoffmaterial hergestellt ist. Die Außenseite 4 der Laufscheibe 3 bildet eine Lauffläche für einen nicht dargestellten Riemen. Wie in der Figur zu sehen ist, weist die Laufscheibe 3 eine Mehrzahl von sich radial erstreckenden Stegen 5 auf, die sich von der Außenseite 4 bis zu einem Innenring 6 erstrecken, in dem das Kugellager 2 aufge- nommen ist.

Das Kugellager 2 besteht aus einem Innenring 7, einem Außenring 8 und dazwischen angeordneten als Kugeln 9 ausgebildeten Wälzkörpern. An beiden Seiten des Kugellagers 2 sind Dichtringe 10, 11 angeordnet, die das Eindrin- gen von Verschmutzungen in das Innere verhindern und den Schmierstoff (Fett) im Lager halten.

Der Außenring 8 des Kugellagers 2 weist einen umlaufenden, sich radial nach außen erstreckenden Abschnitt 12 mit einem erhöhten Durchmesser auf. In diesem Bereich ist der Außenring 8 des Kugellagers 2 stufenförmig nach außen erweitert, wobei der Abschnitt 12 mit erhöhtem Durchmesser im Wesentlichen der Laufbahn 13 der Kugeln 9 gegenüberliegt. Die Durchmesservergrößerung kann bei typischen Rollen, die als Spann- oder Umlenkrolle eingesetzt

werden, ca. 1 bis 2 mm betragen. Durch den vergrößerten Durchmesser verringert sich am Außenring 8 des Kugellagers 2 signifikant die Biegewechselbeanspruchung, sodass die Lebensdauer des Kugellagers 2 erhöht wird. Gleichzeitig verhindert der stufenförmige Abschnitt 12 eine axiale Verschiebung der Laufscheibe 3 relativ zu dem Außenring 8, auch bei solchen Ausführungen der Laufscheibe 3, die keinen seitlichen Bund aufweisen, der das Kugellager 2 umgreift. Die Fläche 14 des Abschnitts 12 mit erhöhtem Durchmesser ist gerändelt, wodurch radiale Verschiebungen zwischen dem Kugellager 2 und der Laufscheibe 3 verhindert werden. Die in der Figur gezeigte Rolle 1 weist dar- über hinaus den Vorteil auf, dass die Außenabmessungen der Laufscheibe 3 unverändert bleiben können, wenn herkömmliche Rollen gemäß dem in dieser Anmeldung vorgeschlagenen Prinzip modifiziert werden.

Bezugszahlen

1 Rolle

2 Kugellager 3 Laufscheibe

4 Außenseite

5 Steg

6 Innenring

7 Innenring 8 Außenring

9 Kugel

10 Dichtring

11 Dichtring

12 Abschnitt 13 Laufbahn