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Patent Searching and Data


Title:
ROMAN BLIND WITH A CURVED CONTOUR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/000001
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a roman blind for providing privacy, light, dust and/or noise protection, comprising a pre-folded panel element (1), wherein the folds (3, 4) thereof are defined by fold lines in the the flat spread-out state, wherein the panel element (1) can be optionally extended along a main direction (2) or pushed together to form a packet, wherein the panel element (1) has pleat-like main folds (3) running transverse to the main direction (2), wherein the panel element (1) has additional folds (4) deviating from the course of the main folds (3), and wherein at least sections of the panel element (1), in particular the envelope end thereof, have a curved contour (12) and shape in the normal plane of the main direction (2).

Inventors:
FREISINGER, Christian Hubert (AT)
Application Number:
AT2019/060220
Publication Date:
January 07, 2021
Filing Date:
July 03, 2019
Export Citation:
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Assignee:
NUTS HANDELS GMBH (AT)
International Classes:
E06B9/262
Attorney, Agent or Firm:
PUCHBERGER & PARTNER PATENTANWÄLTE (AT)
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Claims:
Patentansprüche

1. Faltrollo zur Bildung eines Sicht-, Licht-, Staub- und/oder Schallschutzes, mit einem vorgefalteten Flächenelement (1 ), dessen Falten (3, 4) durch Faltlinien im flach ausgebreiteten Zustand definiert sind,

- wobei das Flächenelement (1 ) entlang einer Hauptrichtung (2) wahlweise auseinanderziehbar oder auf ein Paket zusammenschiebbar ist,

- wobei das Flächenelement (1 ) quer zur Hauptrichtung (2) verlaufende, plisseeartige Hauptfalten (3) aufweist,

- wobei das Flächenelement (1 ) vom Verlauf der Hauptfalten (3) abweichend verlaufende Nebenfalten (4) aufweist,

dadurch gekennzeichnet,

- dass das Flächenelement (1 ), insbesondere dessen Einhüllende, in der

Normalebene der Hauptrichtung (2) zumindest abschnittsweise einen gekrümmten Umriss (12) und Verlauf aufweist.

2. Faltrollo nach Anspruch 1 , wobei die Hauptfalten (3) und Nebenfalten (4) des Flächenelements (1 ) derart ausgebildet sind,

- dass das Flächenelement (1 ), insbesondere dessen Einhüllende, in der

Normalebene der Hauptrichtung (2) zumindest abschnittsweise einen gekrümmten Umriss (12) und Verlauf aufweist,

- und dass das Flächenelement (1 ) entlang der Hauptrichtung (2) wahlweise auseinanderziehbar oder auf ein Paket zusammenschiebbar ist.

3. Faltrollo nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,

- dass das Flächenelement (1 ) ein durchgehender, unterbrechungsfreier, Körper ist,

- und/oder dass das Flächenelement (1 ) ein durch Falten verformter flacher, ebener, dünnwandiger, Körper ist,

- und/oder dass das Flächenelement (1 ) ein Gewebe, ein textiles Gewebe, eine Folie, eine Kunststofffolie oder eine Photovoltaikfläche ist.

4. Faltrollo nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Flächenelement (1 ) ziehharmonikaartig mit in Lagen aufeinander liegenden Abschnitten angeordnet ist, wenn es sich in jener Stellung befindet, in der es auf ein Paket zusammengeschoben ist.

5. Faltrollo nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Flächenelement (1 ), bevorzugt an einem Ende des Flächenelements (1 ), eine erste Leiste (5) vorgesehen ist, die sich normal zur Flauptrichtung (2) über die gesamte Breite des Flächenelements (1 ) erstreckt.

6. Faltrollo nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Leiste (5) in der Normalebene der Flauptrichtung (2) zumindest abschnittsweise einen gekrümmten Umriss (12) und Verlauf aufweist, der dem Verlauf des

Flächenelements (1 ) angepasst ist.

7. Faltrollo nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass am

Flächenelement (1 ), bevorzugt an dem anderen Ende des Flächenelements (1 ), eine zweite Leiste (6) vorgesehen ist, die sich normal zur Hauptrichtung (2) über die gesamte Breite des Flächenelements (1 ) erstreckt, wobei die zweite Leiste (6) in der Normalebene der Hauptrichtung (2) zumindest abschnittsweise einen gekrümmten Umriss (12) und Verlauf aufweist, der dem Verlauf des

Flächenelements (1 ) angepasst ist.

8. Faltrollo nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch gekennzeichnet,

- dass eine Bewegungsvorrichtung (7) zur Relativbewegung der ersten Leiste (5) gegenüber der zweiten Leiste (6) entlang der Hauptrichtung (2) vorgesehen ist,

- wobei die Bewegungsvorrichtung (7) derart ausgestaltet ist, dass das

Flächenelement (1 ) entlang der Hauptrichtung (2) wahlweise auseinanderziehbar oder auf ein Paket zusammenschiebbar ist.

9. Faltrollo nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Hauptfalten (3) normal zur Hauptrichtung (2) und insbesondere parallel zueinander verlaufen.

10. Faltrollo nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nebenfalten (4) zick-zack-förmig entlang der Hauptrichtung (2) verlaufen.

11. Faltrollo nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nebenfalten (4) zick-zack-förmig von Hauptfalte (3) zu Hauptfalte (3) verlaufen, wobei die Spitzen der Nebenfalten (4) jeweils auf den Hauptfalten (3) angeordnet sind.

12. Faltrollo nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

- dass die Faltenlinie jeder Nebenfalte (4) mit einem ersten Nebenfaltenabschnitt (8) in einem Eintrittswinkel (10) in die Faltenlinie der Hauptfalte (3) eintritt und mit einem zweiten Nebenfaltenabschnitt (9) in einem Austrittswinkel (1 1 ) aus der Faltenlinie der Hauptfalte (3) austritt,

- und dass der Eintrittswinkel (10) und der Austrittswinkel (1 1 ) der Faltenlinie einer Nebenfalte (4) gleich groß und ungleich 90° sind.

13. Faltrollo nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass alle Ein- und

Austrittswinkel (10, 1 1 ) der Faltenlinie im Verlauf einer gesamten Nebenfalte (4) gleich sind.

14. Faltrollo nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung der Krümmung der Ein- und Austrittswinkel (10, 1 1 ) der Faltenlinie einer

Nebenfalte (4) vom Ein- und Austrittswinkel (10‘, 1 1‘) der Faltenlinie einer oder der benachbarten Nebenfalte (4‘) abweicht.

15. Faltrollo nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Nebenfalten (4) jeweils entweder durchgehende Talfalten oder

durchgehende Bergfalten sind.

16. Faltrollo nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die benachbart nebeneinander verlaufenden Nebenfalten (4) jeweils abwechselnd Talfalten und Bergfalten sind.

17. Faltrollo nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,

- dass jede Hauptfalte (3) entlang ihres Verlaufs abwechselnd

Bergfaltenabschnitte und Talfaltenabschnitte aufweist,

- und dass der Wechsel zwischen Bergfaltenabschnitt zu Talfaltenabschnitt und von Talfaltenabschnitt zu Bergfaltenabschnitt immer bei der nächsten Nebenfalte (4) erfolgt.

Description:
Faltrollo mit einem gekrümmten Umriss

Die Erfindung betrifft ein Faltrollo gemäß den Merkmalen des Oberbegriffs des unabhängigen Patentanspruchs.

Faltrollos zur Bildung eines Sicht-, Licht- und/oder Schallschutzes sind in

unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt und publiziert. Faltrollos weisen üblicherweise eine plisseeartig vorgefaltete Fläche, wie beispielsweise eine Stoffbahn, auf, die durch Betätigung eines Seilzugs wahlweise auseinanderziehbar oder auf ein Paket zusammengeschoben werden kann.

Am Markt gibt es nun eine Nachfrage nach Rollos, die dazu geeignet sind, gekrümmte Flächen, wie beispielsweise gekrümmte Fensterfronten, abzudecken. Gemäß Stand der Technik wird dies meist dadurch erreicht, dass mehrere Faltrollos mit geradem Profil polygonartig nebeneinander angeordnet werden, um die gekrümmten Fläche

abzudecken. In der Praxis ergibt sich durch eine derartige polygonartige Konfiguration jedoch der Nachteil, dass zwischen den einzelnen Faltrollos Spalte freigehalten sind, durch die beispielsweise Sonnenlicht hindurchtreten kann. Zudem geht durch die polygonartige Nachbildung der optische Eindruck einer gekrümmten Fläche verloren. Auch eine einseitige Abstützung der Fläche des Faltrollos durch ein dahinterliegendes Element wie beispielsweise ein gekrümmtes Fenster ist nicht möglich, wenn das Faltrollo als solches nicht dem Verlauf der abzudeckenden Fläche folgt.

Aufgabe der Erfindung ist es nun, die Nachteile des Standes der Technik zu

überwinden und insbesondere ein Faltrollo zu bilden, das durch geeignete Wahl eines Faltmusters an eine gekrümmte Fläche anpassbar ist.

Die erfindungsgemäße Aufgabe wird insbesondere durch die Merkmale des

unabhängigen Patentanspruchs gelöst.

Die Erfindung betrifft insbesondere ein Faltrollo zur Bildung eines Sicht-, Licht- und/oder Schallschutzes und gegebenenfalls zur Bildung einer Photovoltaikfläche, mit einem vorgefalteten Flächenelement, dessen Falten durch Faltlinien im flach ausgebreiteten Zustand definiert sind, wobei das Flächenelement entlang einer Flauptrichtung wahlweise auseinanderziehbar oder auf ein Paket zusammenschiebbar ist, wobei das Flächenelement quer zur Flauptrichtung verlaufende, insbesondere plisseeartige, Flauptfalten aufweist, und/oder wobei das Flächenelement vom Verlauf der Flauptfalten abweichend verlaufende Nebenfalten aufweist.

Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass das Flächenelement, insbesondere dessen Einhüllende, in der Normalebene der Flauptrichtung zumindest abschnittsweise einen gekrümmten Umriss und Verlauf aufweist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Flauptfalten und Nebenfalten des

Flächenelements derart ausgebildet sind, dass das Flächenelement, insbesondere dessen Einhüllende, in der Normalebene der Flauptrichtung zumindest abschnittsweise einen gekrümmten Umriss und Verlauf aufweist, und dass das Flächenelement entlang der Flauptrichtung wahlweise auseinanderziehbar oder auf ein Paket

zusammenschiebbar ist. Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Flächenelement ein durchgehender, unterbrechungsfreier, Körper ist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Flächenelement ein durch Falten verformter flacher, ebener, insbesondere zweidimensionaler und/oder dünnwandiger, Körper ist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Flächenelement ein textiles Gewebe, eine Kunststofffolie, ein künstliches Gewebe, beispielsweise aus künstlichem Spinngarn oder künstlichen Spinnfäden oder ein faltbares Sandwichelement mit mehrschichtigem Aufbau ist. Bei einer Ausbildung als Photovoltaikfläche kann das Flächenelement mit einer Photovoltaikfolie versehen sein oder aus einer faltbaren Photovoltaikfolie gebildet sein.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass das Flächenelement ziehharmonikaartig mit in Lagen aufeinander liegenden Abschnitten angeordnet ist, wenn es sich in jener Stellung befinden, in der es auf ein Paket zusammengeschoben ist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass am Flächenelement, bevorzugt an einem Ende oder am unteren Ende des Flächenelements, eine erste Leiste vorgesehen oder angebracht ist, die sich normal zur Hauptrichtung und insbesondere über die gesamte Breite des Flächenelements erstreckt.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die erste Leiste in der Normalebene der

Hauptrichtung zumindest abschnittsweise einen gekrümmten Umriss und Verlauf aufweist, der dem Verlauf des Flächenelements angepasst ist oder entspricht.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass am Flächenelement, bevorzugt am anderen Ende oder am oberen Ende des Flächenelements, eine zweite Leiste vorgesehen oder angebracht ist, die sich normal zur Hauptrichtung insbesondere über die gesamte Breite des Flächenelements erstreckt, wobei die zweite Leiste in der Normalebene der Hauptrichtung zumindest abschnittsweise einen gekrümmten Umriss und Verlauf aufweist, der dem Verlauf des Flächenelements angepasst ist oder entspricht. Gegebenenfalls verläuft die Hauptrichtung lotrecht, womit das Flächenelement in vertikaler Richtung zusammengeschoben und auseinandergezogen werden kann.

Gegebenenfalls verläuft die Hauptrichtung waagrecht, womit das Flächenelement in horizontaler Richtung zusammengeschoben und auseinandergezogen werden kann.

Gegebenenfalls kann die Hauptrichtung aber auch schräg oder gekrümmt verlaufen.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass eine Bewegungsvorrichtung zur Relativbewegung der ersten Leiste gegenüber der zweiten Leiste entlang der Hauptrichtung vorgesehen ist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Bewegungsvorrichtung derart ausgestaltet ist, dass das Flächenelement entlang der Hauptrichtung wahlweise auseinanderziehbar oder auf ein Paket zusammenschiebbar ist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Hauptfalten normal zur Hauptrichtung und insbesondere parallel zueinander verlaufen. Bevorzugt erstrecken sich die Hauptfalten über das gesamte Flächenelement oder zumindest über den gesamten gekrümmten Bereich des Flächenelements.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Nebenfalten zick-zack-förmig entlang der Hauptrichtung verlaufen. Bevorzugt erstrecken sich die Nebenfalten über das gesamte Flächenelement oder zumindest über den gesamten gekrümmten Bereich des

Flächenelements, insbesondere von der ersten Leiste bis zur zweiten Leiste.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Nebenfalten zick-zack-förmig von Hauptfalte zu Hauptfalte verlaufen, wobei die Spitzen der Nebenfalten jeweils auf den Hauptfalten angeordnet sind.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Faltenlinie jeder Nebenfalte mit einem ersten Nebenfaltenabschnitt in einem Eintrittswinkel in die Faltenlinie der Hauptfalte eintritt und mit einem zweiten Nebenfaltenabschnitt in einem Austrittswinkel aus der Faltenlinie der Hauptfalte austritt. Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass der Eintrittswinkel und der Austrittswinkel der Faltenlinie einer Nebenfalte gleich groß und ungleich 90° sind.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass alle Ein- und Austrittswinkel der Faltenlinie im Verlauf einer gesamten Nebenfalte gleich sind.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass zur Bildung der Krümmung der Ein- und

Austrittswinkel der Faltenlinie einer Nebenfalte vom Ein- und Austrittswinkel der Faltenlinie einer oder der benachbarten Nebenfalte abweicht.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die Nebenfalten jeweils entweder durchgehende Talfalten oder durchgehende Bergfalten sind.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass die benachbart nebeneinander verlaufenden Nebenfalten jeweils abwechselnd Talfalten und Bergfalten sind.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass jede Flauptfalte entlang ihres Verlaufs

abwechselnd Bergfaltenabschnitte und Talfaltenabschnitte aufweist.

Gegebenenfalls ist vorgesehen, dass der Wechsel zwischen Bergfaltenabschnitt zu Talfaltenabschnitt und von Talfaltenabschnitt zu Bergfaltenabschnitt immer bei der nächsten Nebenfalte erfolgt.

Das erfindungsgemäße Faltrollo ist derart ausgestaltet, dass das Flächenelement, insbesondere dessen Einhüllende, in der Normalebene der Flauptrichtung zumindest abschnittsweise einen gekrümmten Umriss und Verlauf aufweist. Das Faltrollo, insbesondere dessen Flächenelement, ist dabei entlang dieser Flauptrichtung zusammenschiebbar und auseinanderziehbar.

In einer Normalebene der Flauptrichtung weist das Flächenelement einen gekrümmten Umriss und Verlauf auf. Betrachtet man das Flächenelement demnach entlang der Flauptrichtung, so ist dessen Umriss, insbesondere dessen Einhüllende, zumindest abschnittsweise gekrümmt ausgebildet. Dadurch kann das Flächenelement beispielsweise der Form eines Abschnitts eines Zylindermantels angepasst sein, wobei die Hauptrichtung entlang der parallel zur Höhe des Zylinders des Zylindermantels verläuft. Alternativ kann das Flächenelement auch einen ellyptischen oder

paraboiförmigen Umriss aufweisen. Alternativ kann, insbesondere bei nicht linear verlaufender Hauptrichtung, das Flächenelement auch mehrfach gekrümmt sein und beispielsweise der Form eines Drehellypsoids folgend ausgebildet sein. Beispielsweise kann nicht nur der Umriss des Flächenelements, sondern auch die Hauptrichtung gekrümmt verlaufen, womit das Flächenelement in einer ausgezogenen Stellung doppelt gekrümmt ist.

Hierzu sei angemerkt, dass das Flächenelement selbst, innerhalb des Umrisses in Falten liegend und insbesondere zick-zack-förmig ausgebildet sein kann.

Erfindungsgemäß geht es aber darum, dass das Flächenelement entlang der

Hauptrichtung betrachtet, einen gekrümmten Umriss und Verlauf aufweist und daher bevorzugt das Faltrollo als solches ein gekrümmtes Profil aufweist.

In allen Ausführungsformen ist bevorzugt vorgesehen, dass der Verlauf und/oder der Umriss beim Zusammenschieben oder Auseinanderziehen des Flächenelements im Wesentlichen unverändert bleibt. Gegebenenfalls ist der Umriss beim

Auseinanderziehen des Flächenelements durch das Strecken der Falten schmaler ausgebildet. Jedenfalls bleibt das Flächenelement in jeder Stellung innerhalb jenes Umrisses, den das Flächenelement in der ganz zusammengeschobenen Stellung aufweist.

Zudem ist bevorzugt vorgesehen, dass das Flächenelement in jeder Stellung

durchgehend und unterbrechungsfrei ausgebildet ist.

Bevorzugt sind auch die Leisten des Faltrollos zumindest abschnittsweise gekrümmt ausgebildet.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass trotz dieser Krümmung ein Auseinanderziehen und Zusammenschieben des Flächenelements entlang der Hauptrichtung ermöglicht ist. Bevorzugt verläuft die Hauptrichtung linear, beispielsweise lotrecht. Es ist aber im Rahmen der Erfindung durchaus möglich, dass die Hauptrichtung beispielsweise entlang eines Kreisbogens oder schräg verläuft. Beispielsweise kann dadurch ein fächerförmiges Faltrollo hergestellt werden.

Ist das Flächenelement auf ein Paket zusammengeschoben, so liegen dessen zwischen den Faltenlinien angeordnete Abschnitte Fläche auf Fläche ziehharmonikaartig aufeinander. Ist das Flächenelement auseinandergezogen, so bildet es eine Fläche, wobei das Flächenelement bevorzugt seine vorgefaltete Struktur beibehält. Die Fläche ist vorzugsweise durchgehend und unterbrechungsfrei. Je nach fortschritt des

Auseinanderzeihens wird der Faltenverlauf flacher und die Winkel dadurch gestreckter. So kann im Sinne eines Faltrollo die Erstreckung entlang der Hauptrichtung gewählt und insbesondere stufenlos gewählt werden.

Das Flächenelement ist bevorzugt ein durchgehender, unterbrechungsfreier, flacher und vorgefalteter Körper, wie beispielsweise ein textiles Gewebe, eine Kunststofffolie oder ähnliches. Der flache Körper kann beispielsweise beschichtet oder mehrschichtig aufgebaut sein, um Parameter wie Lichtdurchlässigkeit, Schallabsorption,

Staubschutzwirkung, Windschutzwirkung oder Stromerzeugung etc. einstellen zu können.

Bevorzugt ist das Flächenelement durch einen gefalteten ebenen, zweidimensionalen Körper gebildet, der im ungefalteten, flach ausgebreiteten Zustand eine Ebene bildet. Das Flächenelement kann dabei aus einem einzigen flachen Körper oder aus einem aus mehreren Teilen zusammengesetzten Körper gebildet werden. Auch bei einem zusammengesetzten Körper ist das Flächenelement bevorzugt durch einen gefalteten ebenen, zweidimensionalen Körper gebildet.

Bevorzugt ist das Material des Flächenelements entlang seiner Flächenerstreckung nicht oder nur geringfügig dehnbar, aber quer zu seiner Flächenerstreckung biegbar bzw. faltbar. Das Faltrollo umfasst gegebenenfalls zumindest eine Leiste, die mit dem

Flächenelement verbunden ist. Insbesondere ist die mindestens eine Leiste normal zur Hauptrichtung am Flächenelement angebracht und erstreckt sich über dessen gesamte Breite. Beispielswiese kann durch Bewegung dieser Leiste das Flächenelement zusammengeschoben und auseinandergezogen werden.

Bevorzugt ist eine zweite Leiste vorgesehen. Das Flächenelement kann bei dieser Konfiguration zwischen der ersten und der zweiten Leiste aufgespannt oder paketförmig eingeklemmt werden.

Bevorzugt ist zur Bewegung der mindestens einen Leiste eine Bewegungsvorrichtung vorgesehen. Diese kann beispielsweise in herkömmlicher weise ausgestaltet sein und einen oder mehrere Seilzüge, einen oder mehrere Spindelantriebe, Linearantriebe oder ähnliche Bewegungsvorrichtungen umfassen.

Bevorzugt soll die mindestens eine Leiste zur Veränderung der Größe des Faltrollos entlang der Hauptrichtung bewegt werden und insbesondere entlang der Hauptrichtung parallel verschoben werden. Hierzu kann die Bewegungsvorrichtung eine Führung umfassen, die eine geführte Bewegung der Leiste ermöglicht. Gegebenenfalls sind mehrere Führungen vorgesehen. Gegebenenfalls ist die mindestens eine Führung gerade oder gebogen ausgebildet. Dadurch können unterschiedliche Formen wie einfach gekrümmte, mehrfach gekrümmte oder fächerartige Formen gebildet werden.

Bevorzugt ist vorgesehen, dass das Flächenelement ein durchgehender,

unterbrechungsfreier, flacher, vorgefalteter Körper ist. Dies hat den Vorteil, dass beispielsweise kein Sonnenlicht durch das Flächenelement direkt hindurchtreten kann. Gegebenenfalls können jedoch kleine unwesentliche Öffnungen vorgesehen sein, um beispielsweise eine Zugschnur oder ein anderes Element durch das Flächenelement hindurchführen zu können. Bevorzugt wird jedoch auch auf derartige kleine Öffnungen verzichtet.

Beispielsweise weist das Flächenelement alle 1 bis 50 cm, bevorzugt alle 2 bis 20 cm eine Hauptfalte auf. Beispielsweise weist das Flächenelement alle 1 bis 50 cm, bevorzugt alle 2 bis 20 cm eine Nebenfalte auf. Beispielsweise weist das Faltrollo eine Breite von 0,2 m bis 20 m, bevorzugt 0,5 - 5 m auf. Beispielsweise weist das Faltrollo eine Flöhe von 0,2 m bis 20 m, bevorzugt 0,5 - 5 m auf.

Beispielsweise beträgt der Eintrittswinkel und der Austrittswinkel zwischen 10° und 80°, insbesondere zwischen 30° und 60°, oder insbesondere zwischen 40° und 50°.

Grundsätzlich gibt es unterschiedliche Möglichkeiten zur Ausgestaltung des Faltmusters des Flächenelements, die es erlauben, dass das Flächenelement einen gekrümmten Umriss und Verlauf aufweist, obwohl es entlang der Flauptrichtung auseinanderziehbar und zusammenschiebbar ist. Exemplarisch wird in der Beschreibung eines dieser Faltmuster im Detail erörtert.

Zur Erörterung des exemplarischen Faltmusters wird die Geometrie anhand seiner Faltlinien beschrieben. Diese Faltlinien sind am flach ausgebreiteten Flächenelement definiert. Die hergestellten Falten liegen auf diesen Faltlinien.

Talfalten sind Falten, deren Kämme vom Betrachter wegweisen. Talfalten sind in den Figuren als strichlierte Linien dargestellt. Bergfalten sind Falten, deren Kämme Richtung Betrachter aufgestellt sind. Bergfalten sind in den Figuren als durchgehende Linien dargestellt.

In weiterer Folge wird die Erfindung anhand von exemplarischen Figuren weiter beschrieben, wobei

Fig. 1 a eine schematische Ansicht eines Faltrollos in auseinandergezogenem Zustand zeigt,

Fig. 1 b die Ansicht des Faltrollos der Fig. 1 a, jedoch mit zusammengeschobenem Flächenelement zeigt, und

Fig. 2 einen Schnitt der Ausführungsform der Figuren 1 a entlang der Schnittlinie A-A zeigt.

Fig. 3 zeigt eine schematische Ansicht eines entlang eines bevorzugten Faltenmusters vorgefalteten Flächenelements, wobei die dunklen Bereiche weiter hinten liegende und die hellen Bereiche weiter vorne liegende Bereiche darstellen.

Die Fig. 4 zeigt mögliche Faltenlinien des Faltenmusters aus Fig. 3 bei flach

ausgebreitetem Flächenelement. Fig. 5 zeigt die Krümmung des Flächenelements aus Fig. 4 in der Normalebene der Flauptrichtung.

Die Figuren 6a bis 6d zeigen unterschiedliche Stellungen und Ansichten einer weiteren Ausführungsform eines Flächenelements für ein Faltrollo.

Wenn nicht anders angegeben, so entsprechen die Bezugszeichen folgenden

Komponenten:

Flächenelement 1 , Flauptrichtung 2, Flauptfalte 3, Nebenfalte 4, erste Leiste 5, zweite Leiste 6, Bewegungsvorrichtung 7, erster Nebenfaltenabschnitt 8, zweiter

Nebenfaltenabschnitt 9, Eintrittswinkel 10, Austrittswinkel 1 1 , Umriss 12,

Flächenelementöffnung 13.

Fig. 1a zeigt eine Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Faltrollos in einer schematischen Ansicht. Das Faltrollo umfasst ein Flächenelement 1 in einer auseinandergezogenen Stellung, in der das Flächenelement 1 flächig, beispielsweise als Lichtschutz, Sichtschutz oder Akustikfläche, wirken kann.

Zur Vergrößerung oder Verkleinerung der Fläche kann das Flächenelement 1 entlang einer Flauptrichtung 2 auseinandergezogen oder zusammengeschoben werden. Um dies zu ermöglichen, weist das Flächenelement 1 Flauptfalten 3 auf. Diese Flauptfalten 3 verlaufen in der vorliegenden Ausführungsform quer zur Flauptrichtung 2 und insbesondere normal zur Flauptrichtung 2. Bevorzugt verlaufen alle Flauptfalten 3 bei gerader Flauptrichtung 2 parallel zueinander.

Zusätzlich zu den Flauptfalten 3 umfasst das Flächenelement 1 Nebenfalten 4. Diese Nebenfalten 4 ermöglichen es, dass das Flächenelement 1 in einer Normalebene der Flauptrichtung 2 einen gekrümmten oder zumindest abschnittsweise gekrümmten Umriss 12 und Verlauf aufweist, wie beispielsweise in Fig. 2 gezeigt ist.

Die vorliegende Ausführungsform umfasst eine erste Leiste 5, die quer zur

Flauptrichtung 2 und insbesondere normal zur Flauptrichtung 2 verläuft und mit dem Flächenelement 1 verbunden ist. Insbesondere ist die erste Leiste 5 an mehreren Stellen oder durchgehend mit dem Flächenelement 1 verbunden. Durch Bewegung der ersten Leiste 5 kann das Flächenelement 1 auseinandergezogen oder zusammengeschoben werden. Im vorliegenden Fall weist das Faltrollo auch eine zweite Leiste 6 auf. Die zweite Leiste 6 ist, beispielsweise analog zur ersten Leiste 5, mit dem Flächenelement 1 verbunden. Das Flächenelement 1 ist somit zwischen der ersten Leiste 5 und der zweiten Leiste 6 angebracht und gegebenenfalls aufgespannt.

Die zweite Leiste 6 kann beispielsweise dazu verwendet werden, an einem Gebäude angebracht zu werden, sodass das Flächenelement 1 als herunterziehbares Faltrollo wirken kann. Alternativ kann jedoch auch die unten liegende Leiste mit dem Gebäude verbunden sein, sodass die Anordnung als nach oben ziehbares Faltrollo ausgebildet ist. Alternativ können beide Leisten beweglich angeordnet sein, wodurch die Lage und Größe des zwischen den beiden Leisten angeordneten Flächenelements flexibel angepasst werden kann.

Zur Betätigung der ersten Leiste 5 ist eine Bewegungsvorrichtung 7 vorgesehen. Diese Bewegungsvorrichtung 7 kann mehrere Komponenten umfassen und ist dazu eingerichtet, die erste Leiste 5 derart zu bewegen, dass das Flächenelement 1 entlang der Hauptrichtung 2 auseinandergezogen und zusammengeschoben werden kann. Bevorzugt ist die Bewegungsvorrichtung 7 dazu eingerichtet, eine Relativbewegung der ersten Leiste 5 gegenüber der zweiten Leiste 6 zu ermöglichen, wodurch das

Flächenelement 1 auseinandergezogen und zusammengeschoben werden kann.

Fig. 1 b zeigt die Ausführungsform eines Faltrollos aus Fig. 1 a in

zusammengeschobener Stellung, bei der das Flächenelement 1 auf ein Paket zusammengeschoben ist. Abschnitte des Flächenelements 1 , insbesondere die zwischen den Hauptfalten 3 liegenden Abschnitte des Flächenelements 1 liegen in dieser Stellung Fläche auf Fläche ziehharmonikaartig aufeinander.

Die Bewegungsvorrichtung 7 kann beispielsweise als Seilzug ausgebildet sein, bei dem zwei Seile beidseitig des Flächenelements 1 über die zweite Leiste 6 Richtung erste Leiste 5 umgelenkt sind, wobei durch Anziehen an dem Seilzug die erste Leiste 5 Richtung zweite Leiste 6 gezogen wird, um das Flächenelement 1

zusammenzuschieben.

Alternativ kann die Bewegungsvorrichtung 7 jedoch auch andere Mittel, wie

beispielsweise elektrische Antriebe, Spindelantriebe, Linearmotoren, Spindelantriebe Zahnradantriebe, Hubantriebe oder ähnliche Antriebe umfassen.

Fig. 2 zeigt ein Faltrollo in einer schematischen Schnittdarstellung gemäß der

Schnittlinie A-A aus Fig. 1 a.

Die Hauptrichtung 2 verläuft in dieser Ansicht projizierend, womit die Blickrichtung im Wesentlichen der Hauptrichtung 2 folgt und die Bildebene einer Normalebene der Hauptrichtung 2 entspricht. In dieser Normalebene weist das Flächenelement 1 einen zumindest abschnittsweise gekrümmten Umriss 12 auf.

Der Umriss 12 weist in dieser Ausführungsform zwei seitliche gerade Abschnitte und einen mittig angeordneten gekrümmten Abschnitt auf. Der Umriss 12 ergibt sich insbesondere durch die Einhüllende des zick-zack verlaufenden Flächenelements 1.

Auch die erste Leiste 5 und bevorzugt auch die nichtdargestellte zweite Leist 6 ist/sind in der vorliegenden Ausführungsform teilweise gekrümmt ausgebildet und der Form des Umrisses 12 des Flächenelements 1 angepasst.

In allen Ausführungsformen ist bevorzugt vorgesehen, dass der Verlauf und/oder der Umriss 12 beim Zusammenschieben oder Auseinanderziehen des Flächenelements 1 im Wesentlichen unverändert bleibt. Gegebenenfalls ist der Umriss 12 beim

Auseinanderziehen des Flächenelements 1 durch das Strecken der Falten 3, 4 schmaler ausgebildet. Jedenfalls bleibt das Flächenelement 1 in jeder Stellung innerhalb jenes Umrisses 12, den das Flächenelement 1 in der ganz

zusammengeschobenen Stellung aufweist.

Zudem ist bevorzugt vorgesehen, dass das Flächenelement 1 in jeder Stellung durchgehend und unterbrechungsfrei ausgebildet ist. Dies wird insbesondere durch eine spezielle Faltung des Flächenelements 1 bewirkt.

Eine exemplarische Faltung wird beispielsweise in Fig. 3 dargestellt, wobei die strichlierten Linien Talfalten und die durchgezogenen Linien Bergfalten darstellen.

Das Flächenelement 1 , bzw. der dargestellte Ausschnitt eines Flächenelements 1 , ist entlang der Flauptrichtung 2 auseinanderziehbar und zusammenschiebbar. Flierzu umfasst das Flächenelement 1 mehrere Flauptfalten 3, die quer zur Hauptrichtung 2 und insbesondere normal zur Hauptrichtung 2 verlaufen. Zusätzlich umfasst das

Flächenelement 1 mehrere Nebenfalten 4, die zick-zack-förmig der Hauptrichtung 2 folgen oder zumindest vom Verlauf der Hauptfalten 3 abweichen.

In der vorliegenden Ausführungsform sind die Nebenfalten 4 entweder durchgehend Bergfalten oder durchgehend Talfalten. Insbesondere sind nach der Reihe abwechselnd als Bergfalten ausgebildete Nebenfalten 4 und als Talfalten ausgebildete Nebenfalten 4 vorgesehen.

Die Hauptfalten 3 weisen in der vorliegenden Ausführungsform Bergfaltenabschnitte und Talfaltenabschnitte auf, wobei der Wechsel von Bergfaltenabschnitt auf

Talfaltenabschnitt und umgekehrt jeweils bei einer Nebenfalte 4 erfolgt.

Die dunkel schattierten Bereiche stellen tiefer liegende Bereiche des Flächenelements 1 und die heller gehaltenen Bereiche höher liegende Bereiche des Flächenelements 1 dar. Durch das Zusammenschieben legen sich die Abschnitte zwischen den Falten übereinander, ohne dass dabei der Umriss 12 bzw. das Profil maßgeblich verändert wird. Selbiges gilt für ein Auseinanderziehen, bei denen das Flächenelement 1 entlang der Hauptrichtung 2 gestreckt wird.

Fig. 4 zeigt ein Faltenmuster, das es ermöglicht, ein Flächenelement 1 mit gekrümmtem Umriss zu bilden, wobei das Flächenelement 1 dennoch entlang der Hauptrichtung 2 zusammenschiebbar und auseinanderziehbar ist. Das Flächenelement 1 ist zur

Erörterung der Faltenlinien in seiner flach ausgebreiteten Stellung dargestellt. Das Faltenmuster umfasst Faltenlinien der Flauptfalten 3. Diese verlaufen quer und insbesondere normal zur Flauptrichtung 2. Zusätzlich umfasst das Faltenmuster Faltenlinien der Nebenfalten 4. Zur Fierstellung eines geraden Abschnitts des Faltrollos verlaufen die Faltenlinien der Nebenfalten 4 parallel zueinander. Zur Fierstellung des gekrümmten Abschnittes oder einer gekrümmten Form weisen die Nebenfalten 4 eine Winkelabweichung zueinander auf.

Die Nebenfalten 4 verlaufen zick-zack-förmig entlang der Flauptrichtung 2,

insbesondere von Flauptfalte 3 zu Flauptfalte 3, wobei die Spitzen der Nebenfalten 4 jeweils auf den Flauptfalten 3 angeordnet sind. Bei jeder Flauptfalte 3 tritt die Faltlinie jeder Nebenfalte 4 mit einem ersten Nebenfaltenabschnitt 8 in einem Eintrittswinkel 10 in die Faltlinie der Flauptfalte 3 ein und mit einem zweiten Nebenfaltenabschnitt 9 in einem Austrittswinkel 1 1 aus der Flauptfalte 3 wieder aus.

Gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform entspricht jeder Eintrittswinkel 10 einer Nebenfalte 4 exakt dem Austrittswinkel 1 1 derselben Nebenfalte 4.

Zur Bildung der Krümmung weist nun eine benachbarte Nebenfalte 4‘ einen Ein- und Austrittswinkel 10‘, 11‘ auf, der vom Ein- und Austrittswinkel 10, 1 1 der Nebenfalte 4 abweicht. Durch diese Schrägstellung der Nebenfalten 4, 4‘ gegenüber einander kann die Krümmung des Flächenelements 1 bewirkt werden.

Fig. 5 zeigt eine Ansicht des zusammengeschobenen Flächenelements 1 aus Fig. 4, wobei die Blickrichtung der Flauptrichtung 2 folgt, womit die Bildebene einer

Normalebene der Flauptrichtung 2 entspricht. Der Umriss 12 des Flächenelements 1 ist durch die Ausgestaltung der Nebenfalten 4, 4‘ gekrümmt ausgebildet.

Durch Wahl der Größe der Winkelabweichung und durch Wahl der Anzahl und Position der Nebenfalten 4‘ mit einer Winkelabweichung, kann die Krümmung, insbesondere der Grad der Krümmung, sowie die Größe des gekrümmten Bereichs gewählt werden.

Figur 6a zeigt ein Flächenelement 1 in flach ausgebreiteten Zustand, in welchem das Faltmuster des Flächenelements 1 im Wesentlichen unverzerrt dargestellt ist. FHierbei wird angemerkt, dass das Flächenelement 1 der Faltrollo bevorzugt sowohl in seiner zusammengeschobenen Stellung als auch in der auseinandergezogenen Stellung nicht flach ausgebreitet sondern in gewissem Maße vorgefaltet ist.

Wie auch in anderen Ausführungsformen verlaufen die Nebenfalten 4 quer zu den Flauptfalten 3 und insbesondere zickzackförmig. In der vorliegenden Ausführungsform sind quer zur Flauptrichtung 2 gesehen abwechselnd als Bergfalten ausgebildete Nebenfalten 4 und als Talfalten ausgebildete Nebenfalten 4 vorgesehen. Die

benachbarten Nebenfalten 4 weisen jeweils eine gewisse Winkelabweichung

gegenüber einander auf und verlaufen in dieser Ausführungsform bzw. in diesem dargestellten Abschnitt nicht parallel zueinander. In dieser Ausführungsform verläuft jedoch bevorzugt jede zweite Nebenfalte 4 parallel. Insbesondere verlaufen alle als Bergfalten ausgebildeten Nebenfalten 4 parallel zueinander und bevorzugt auch alle als Talfalten ausgebildete Nebenfalten 4 parallel zueinander.

Durch diese Konfiguration der Nebenfalten 4 kann ein Flächenelement 1 mit einem homogen oder gleichmäßig gekrümmten Umriss gebildet werden, wie in Figur 6d dargestellt ist.

Figur 6b zeigt eine Ansicht des Flächenelements 1 aus Figur 6a jedoch in einem zumindest geringfügig gefalteten Zustand, wie er beispielsweise einem teilweise zusammengeschobenem Flächenelement 1 entspricht. In dieser Stellung weist das Flächenelement 1 einen gekrümmten Umriss, insbesondere einen gleichmäßig gekrümmten Umriss auf, wie er in Figur 6d dargestellt ist.

Das Flächenelement 1 der Figuren 6a und 6b weist, exemplarisch dargestellt,

Flächenelementöffnungen 13 auf. Diese Flächenelementöffnungen 13 erlauben den teilweisen Durchtritt von Luft oder auch Licht. Insbesondere können diese

Flächenelementöffnungen 13 durch Teile des Flächenelements 1 verschlossen werden, sodass jeweils mindestens ein Abschnitt des Flächenelements 1 als Klappe zum

Verschließen einer Flächenelementöffnung 13 ausgebildet ist. Dies ist insbesondere auch in Figur 6c dargestellt, wobei Figur 6c eine Schnittdarstellung bzw. eine Seitenansicht des Flächenelements 1 zeigt, deren Blickrichtung entlang der Hauptfalten 3 verläuft.

Gemäß der vorliegenden Ausführungsform kann das Flächenelement 1 mit seinen durch Abschnitte des Flächenelements 1 verschlossenen Flächenelementöffnungen 13 bevorzugt aus einem im flach ausgebreiteten Zustand ebenen, dünnwandigen Körper hergestellt werden, wobei die als Klappen wirkenden Abschnitte durch Einschnitte und die Faltung durch Prägungen gebildet werden können.

Zudem kann es in allen Ausführungsformen möglich sein, Abschnitte des

Flächenelements 1 , insbesondere in jeder Stellung ebenenförmig verlaufende

Abschnitte des Flächenelements 1 , durch andere Materialien zu ersetzen oder auszusparen. Dadurch können beispielsweise Sichtfenster oder Bereiche mit eingeschränktem Lichtdurchtritt gebildet werden.

Das Faltenmuster der Figuren 6 kann ein Teilbereich eines Faltmusters des

Flächenelements 1 sein, in dem das Flächenelement 1 eine homogene Krümmung aufweist. Insbesondere kann seitlich an den homogen gekrümmten Bereich ein gerader Abschnitt oder ein anders gekrümmter Bereich anschließen. Die Wahl des Verlaufs der Krümmung wird in allen Ausführungsformen durch das Faltenmuster des

Flächenelements 1 bestimmt.