Login| Sign Up| Help| Contact|

Patent Searching and Data


Title:
ROOF ATTACHMENT SYSTEM AND METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2021/008728
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a roof attachment system (10) for attaching a glass roof (3) to the bodyshell (2) of a motor vehicle (1), having a glass roof foam surround (6), which is integrally bonded to the bodyshell (2) at at least one glass roof fastening point (11) by means of an adhesive (7), and having at least one assembly cut-out (13) provided in the glass roof foam surround (6) in the vicinity of the glass roof fastening point (11). In order to further improve the attachment of the glass roof (3) to the bodyshell (2) of the motor vehicle (1), an inlay (14) is arranged in the assembly cut-out (13), which inlay serves to present an additional glass roof fastening point (12) in the vicinity of the glass roof fastening point (11).

Inventors:
FLORECK MIRKO (DE)
ARMBRUSTER REINER (DE)
KLAUCK FLORIAN (DE)
SABRA ISSAM (FR)
Application Number:
EP2020/025319
Publication Date:
January 21, 2021
Filing Date:
July 06, 2020
Export Citation:
Click for automatic bibliography generation   Help
Assignee:
PORSCHE AG (DE)
International Classes:
B62D25/06; B62D27/02; B62D29/04; B62D65/06
Domestic Patent References:
WO2007033747A12007-03-29
Foreign References:
DE102004007988A12005-09-08
DE102017120028A12019-02-28
DE19946804C22001-10-25
DE19946804C22001-10-25
DE19947238A12001-04-12
EP0960803A21999-12-01
DE102015114238A12017-03-02
Download PDF:
Claims:
Patentansprüche

1. Dachanbindungssystem (10) zur Anbindung eines Glasdachs (3) an den Rohbau (2) eines Kraftfahrzeugs (1 ), mit einer Glasdachumschäumung (6), die an mindestens einer Glasdachbefestigungsstelle (11 ) durch einen Kleber (7) stoffschlüssig mit dem Rohbau (2) verbunden ist, und mit mindestens einer Montageausnehmung (13), die in der Nähe der Glasdachbefestigungsstelle (11 ) in der Glasdachumschäumung (6) vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass in der Montageausnehmung (13) ein Einleger (14) angeordnet ist, der in der Nähe der Glasdachbefestigungsstelle (11 ) zur Darstellung einer zusätzlichen Glasdachbefestigungsstelle (12) dient.

2. Dachanbindungssystems nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Einleger (14) mit einer Verdrehsicherung (15) kombiniert ist, die ein unerwünschtes Verdrehen des Einlegers (14) beim Anbinden des Glasdachs (3) an den Rohbau (2) an der zusätzlichen Glasdachbefestigungsstelle (12) verhindert.

3. Dachanbindungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrehsicherung (15) einen Formschluss zwischen zwei Komponenten (16,17) umfasst, aus denen der Einleger (14) gebildet ist.

4. Dachanbindungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Glasdachbefestigungsstelle (12) als Schraubverbindungsstelle mit einem Gewindesackloch (20) in dem Einleger (14) ausgeführt ist.

5. Dachanbindungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einleger (24) eine Kunststoffkomponente (16) umfasst, die mit einem Verankerungskörper (21 ) in der Montageausnehmung (13) verankert ist.

6. Dachanbindungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungskörper (21 ) einstückig mit einem Distanzkörper (22) verbunden ist, der zwischen der Glasdachumschäumung (6) und dem Rohbau (2) von dem Kleber (7) an der Glasdachbefestigungsstelle (11 ) beabstandet ist.

7. Dachanbindungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Distanzkörper (22) einen deutlich kleineren Außendurchmesser als der Verankerungskörper (21 ) aufweist.

8. Dachanbindungssystem nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Einleger (14) eine Metallkomponente (17) umfasst, die zur Aufnahme eines Befestigungsmittels (23) dient, mit dem die Glasdachumschäumung (6) an der zusätzlichen Glasdachbefestigungsstelle (12) in der Nähe der Glasdachbefestigungsstelle (11 ) mit dem Kleber (7) befestigt ist.

9. Verfahren zum Montieren eines Glasdachs (3) an den Rohbau (2) eines Kraftfahrzeugs (1 ) mit einem Dachanbindungssystem (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Glasdach (3) mit der Glasdachumschäumung (6) und dem Kleber (7) an der

Glasdachbefestigungsstelle (11 ) mit dem Rohbau (2) verklebt und mit einem Befestigungsmittel (23) an der zusätzlichen Glasdachbefestigungsstelle (12) über den Einleger(14) in der Glasdachumschäumung (6) zusätzlich fest mit dem Rohbau (2) verbunden wird.

10. Einleger (14) für ein Dachanbindungssystem (10) nach einem der

Ansprüche 1 bis 8.

Description:
Dachanbindungssystem und Verfahren

Die Erfindung betrifft ein Dachanbindungssystem zur Anbindung eines

Glasdachs an den Rohbau eines Kraftfahrzeugs, mit einer

Glasdachumschäumung, die an mindestens einer Glasdachbefestigungsstelle durch einen Kleber stoffschlüssig mit dem Rohbau verbunden ist, und mit mindestens einer Montageausnehmung, die in der Nähe der

Glasdachbefestigungsstelle in der Glasdachumschäumung vorgesehen ist. Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Verfahren zum Montieren eines Glasdachs an den Rohbau eines Kraftfahrzeugs mit einem derartigen Dachanbindungssystem.

Aus der deutschen Patentschrift DE 199 46 804 C2 ist ein Fahrzeugdachmodul, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bekannt, das eine starre Dachhaut mit einer an deren Innenfläche angeschäumten Innenschale aus Schaum kunststoff aufweist, getrennt von der Fahrzeugkarosserie hergestellt, mit seinen Außenrändern auf einen Karosserierahmen auflegbar ist, mit diesem fest verbindbar ist, eine durch einen Schiebedeckel einer Schiebeeinheit verschließbare Dachöffnung in der starren Dachhaut besitzt und mit einem unterhalb der Dachhaut befestigten Schieberahmen für die Lagerung und Führung der Funktionselemente der Schiebedacheinheit ausgerüstet ist, wobei der Schiebedachrahmen an mehreren voneinander beabstandeten und um die Dachöffnung verteilten Stellen an der Innenschale mittels nur an diesen Stellen vorhandener und damit fest

verbundener Elemente (Mutter, Anker und Vorsprung) befestigt ist. Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 199 47 238 A1 ist ein Fahrzeugdach, insbesondere für Kraftfahrzeuge, bekannt, mit einer starren Dachhaut und einer an deren Innenfläche angeschäumten Innenschale aus Kunststoff, wobei mit der Innenschale ein Dachhimmel verbunden ist, wobei der als getrenntes Teil aus Schaum kunststoff vorgeformte Dachhimmel an seiner Oberseite mit

Rastelementen versehen ist, die mit passgenau dazu an der Innenschale angebrachten komplementären Rastelementen lösbar verrastet sind. Aus der europäischen Offenlegungsschrift EP 0 960 803 A2 ist ein Fahrzeugdach, insbesondere Kraftfahrzeugdach, bekannt, das sandwichartig mit einer Dachhaut ausgebildet, getrennt von der Fahrzeugkarosserie hergestellt, mit seinen

Dachrändern auf einen Karosserierahmen auflegbar und mit diesem fest verbindbar ist, wobei die zur Aufnahme eines Schiebedeckels mit einer

Dachöffnung versehene Dachhaut mit einem Schaum kunststoff ausgeschäumt ist, wobei in der Schaumschicht ein Schlauch- oder Rohrstück eingebettet ist, mittels dessen über den Randspalt zwischen der Dachhaut und dem

Schiebedeckel eintretendes und von einem unterhalb der Dachhaut befestigten Schiebedachrahmen aufgefangenes Wasser nach außen ableitbar ist. Aus der deutschen Offenlegungsschrift DE 10 2015 114 238 A1 ist ein

Anbindungssystem zur Befestigung eines Bauteils an einer Fahrzeugkarosserie bekannt, wobei das Anbindungssystem einen Grundträger aufweist zur

Befestigung an der Fahrzeugkarosserie, sowie ein Schaumelement zur

Verbindung des Bauteils mit dem Grundträger und ein Formelement, welches zwischen dem Bauteil und dem Grundträger angeordnet ist und zusammen mit dem Bauteil eine Kavität ausbildet, die das Schaumelement mindestens teilweise umgibt.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Anbindung eines Glasdachs an den Rohbau eines Kraftfahrzeugs, mit einer Glasdachumschäumung, die an mindestens einer Glasdachbefestigungsstelle durch einen Kleber stoffschlüssig mit dem Rohbau verbunden ist, und mit mindestens einer Montageausnehmung, die in der Nähe der Glasdachbefestigungsstelle in der Glasdachumschäumung vorgesehen ist, weiter zu verbessern.

Die Aufgabe ist bei einem Dachanbindungssystem zur Anbindung eines

Glasdachs an den Rohbau eines Kraftfahrzeugs, mit einer

Glasdachumschäumung, die an mindestens einer Glasdachbefestigungsstelle durch einen Kleber stoffschlüssig mit dem Rohbau verbunden ist, und mit mindestens einer Montageausnehmung, die in der Nähe der

Glasdachbefestigungsstelle in der Glasdachumschäumung vorgesehen ist, dadurch gelöst, dass in der Montageausnehmung ein Einleger angeordnet ist, der in der Nähe der Glasdachbefestigungsstelle zur Darstellung einer

zusätzlichen Glasdachbefestigungsstelle dient. Der Rohbau des Kraftfahrzeugs ist zum Beispiel aus einem metallischen Material gebildet. Die

Glasdachumschäumung, die verkürzt auch als Umschäumung oder Umspritzung bezeichnet wird, des Glasdachs ist vorzugsweise aus einem Kunststoffmaterial gebildet. Bei dem Kunststoffmaterial handelt es sich zum Beispiel um

Polyurethan, das verkürzt auch als PUR oder PU bezeichnet wird. Die

Umschäumung kann auch aus einem thermoplastischen elastomeren

Kunststoffmaterial gebildet sein, das abgekürzt auch als TPE bezeichnet wird.

Bei dem Kleber handelt es sich zum Beispiel um ein herkömmliches

Klebermaterial, wie es zum Einkleben von umschäumten Glasdächern verwendet wird. Die zusätzliche Glasdachbefestigungsstelle dient insbesondere bei der Montage direkt nach der Verklebung des Glasdachs mit der

Glasdachumschäumung an der Glasdachbefestigungsstelle mit dem Kleber dazu, dem Glasdach Halt zu geben. Dadurch wird es zum Beispiel möglich, weitere Montageschritte durchzuführen, solange der Kleber noch nicht oder noch nicht vollständig ausgehärtet ist. So kann zum Beispiel direkt nach der

Verklebung eine Himmelverkleidung montiert werden. Durch die zusätzliche Befestigung des Glasdachs mit der Umschäumung an der zusätzlichen

Glasdachbefestigungsstelle wird bei weiteren Montageschritten direkt nach der Verklebung sicher verhindert, dass der noch nicht oder noch nicht vollständig ausgehärtete Kleber an der Glasdachbefestigungsstelle in einer unerwünschten Art und Weise herausgedrückt wird.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Dachanbindungssystems ist dadurch gekennzeichnet, dass der Einleger mit einer Verdrehsicherung kombiniert ist, die ein unerwünschtes Verdrehen des Einlegers beim Anbinden des Glasdachs an den Rohbau an der zusätzlichen Glasdachbefestigungsstelle verhindert.

Dadurch wird die Befestigung des Glasdachs mit der Umschäumung an der zusätzlichen Befestigungsstelle vereinfacht. So kann zum Beispiel ein

Befestigungsmittel in Form einer Schraube verwendet werden, um das Glasdach mit der Umschäumung an der zusätzlichen Glasdachbefestigungsstelle auf einfache Art und Weise stabil zu befestigen. Die Verdrehsicherung verhindert ein unerwünschtes Mitdrehen des Einlegers beim Anbringen des

Befestigungsmittels, insbesondere beim Einschrauben der Schraube. Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Dachanbindungssystems ist dadurch gekennzeichnet, dass die Verdrehsicherung einen Formschluss zwischen zwei Komponenten umfasst, aus denen der Einleger gebildet ist. Der Formschluss wird zum Beispiel durch ineinandergreifende Verzahnungen an den beiden Komponenten realisiert. Die Verdrehsicherung umfasst vorteilhaft einen weiteren Formschluss zwischen einer der Komponenten und der

Glasdachumschäumung. Zu diesem Zweck können an einer der beiden

Komponenten zum Beispiel Rippen vorgesehen sein, mit denen die Komponente in die Glasdachumschäumung eingebettet ist. Fierstellungstechnisch kann das zum Beispiel dadurch realisiert werden, dass die Komponente, die zur

Darstellung des Formschlusses der Glasdachumschäumung dient, mit der Glasdachumschäumung umschäumt wird.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Dachanbindungssystems ist dadurch gekennzeichnet, dass die zusätzliche Glasdachbefestigungsstelle als Schraubverbindungsstelle mit einem Gewindesackloch in dem Einleger ausgeführt ist. Dadurch wird auf einfache Art und Weise eine stabile Befestigung des Glasdachs mit der Umschäumung an der zusätzlichen

Glasdachbefestigungsstelle ermöglicht.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Dachanbindungssystems ist dadurch gekennzeichnet, dass der Einleger eine Kunststoffkom ponente umfasst, die mit einem Verankerungskörper in der Montageausnehmung verankert ist. Die Kunststoffkom ponente ist zum Beispiel als Spritzgussteil ausgeführt. Die

Kunststoffkom ponente kann zur Verankerung des Einlegers in der

Montageausnehmung mit der Glasdachumschäumung umschäumt oder umgossen sein. Die Kunststoffkom ponente kann, zum Beispiel im

Spritzgussverfahren, auch in die Glasdachumschäumung eingegossen sein. Der Formschluss zwischen der Kunststoffkom ponente und der

Glasdachumschäumung verhindert ein unerwünschtes Verdrehen der

Kunststoffkom ponente in der Montageausnehmung, wenn ein Befestigungsmittel, zum Beispiel eine Schraube, in ein entsprechendes

Gewindesackloch in dem Einleger eingeschraubt wird.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Dachanbindungssystems ist dadurch gekennzeichnet, dass der Verankerungskörper einstückig mit einem Distanzkörper verbunden ist, der zwischen der Glasdachumschäumung und dem Rohbau von dem Kleber an der Glasdachbefestigungsstelle beabstandet ist. Bei Versuchen und Untersuchungen im Rahmen der Konstruktion des

beanspruchten Dachanbindungssystems hat sich aufgrund des geringen

Platzangebots ein Konflikt zwischen dem Rohbau, einer verdrückten Kleberaupe und dem Einleger mit der zusätzlichen Glasdachbefestigungsstelle ergeben. So wird vorteilhaft nur der Verankerungskörper der Kunststoffkomponente in die Glasdachumschäumung eingeschäumt. Mit dem Distanzkörper ragt der Einleger vorteilhaft aus der Glasdachumschäumung heraus. So kann auf einfache Art und Weise genügend Platz für die Kleberaupe bereitgestellt werden.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Dachanbindungssystems ist dadurch gekennzeichnet, dass der Distanzkörper einen deutlich kleineren Außendurchmesser als der Verankerungskörper aufweist. Der

Verankerungskörper ist zum Beispiel mit radial nach außen abstehenden Rippen ausgeführt, die eine stabile Verankerung, insbesondere eine verdrehsichere Verankerung, des Einlegers in der Glasdachumschäumung sicherstellen. Der Distanzkörper ist vorteilhaft ohne diese Rippen ausgeführt, so dass sich ein deutlich kleinerer Außendurchmesser ergibt. Dadurch wird ausreichend Freiraum für den Kleber an der Glasdachbefestigungsstelle bereitgestellt.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Dachanbindungssystems ist dadurch gekennzeichnet, dass der Einleger eine Metallkomponente umfasst, die zur Aufnehme eines Befestigungsmittels dient, mit dem die

Glasdachumschäumung an der zusätzlichen Glasdachbefestigungsstelle in der Nähe der Glasdachbefestigungsstelle mit dem Kleber befestigt ist. Bei dem Befestigungsmittel handelt es sich zum Beispiel um eine Schraube. Das

Gewindesackloch kann in der Metallkomponente deutlich stabiler ausgeführt werden, als in einer Kunststoffkomponente. So wird auf einfache Art und Weise eine lösbare, das heißt eine wiederholt zerstörungsfrei trennbare, Befestigung des Glasdachs mit der Umschäumung der Glasdachumschäumung an der zusätzlichen Glasdachbefestigungsstelle ermöglicht.

Bei einem Verfahren zum Montieren eines Glasdachs an den Rohbau eines Kraftfahrzeugs mit einem vorab beschriebenen Dachanbindungssystem, ist die oben angegebene Aufgabe alternativ oder zusätzlich dadurch gelöst, dass das Glasdach mit der Glasdachumschäumung und dem Kleber an der

Glasdachbefestigungsstelle mit dem Rohbau verklebt und mit einem

Befestigungsmittel an der zusätzlichen Glasdachbefestigungsstelle über den Einleger in der Glasdachumschäumung zusätzlich fest mit dem Rohbau verbunden wird. Dadurch wird, wie vorab beschrieben ist, insbesondere die Durchführung von weiteren Montageschritten, wie der Montage einer

Himmelverkleidung, ermöglicht, und zwar auch dann, wenn der Kleber noch nicht oder noch nicht vollständig ausgehärtet ist.

Die Erfindung betrifft des Weiteren einen Einleger für ein vorab beschriebenes Dachanbindungssystem. Der Einleger ist separat handelbar.

Die Erfindung betrifft gegebenenfalls auch ein Werkzeug zum Umschäumen oder Umspritzen eines Glasdachs mit einer Glasdachumschäumung, wobei der Einleger nur teilweise mit der Glasdachumschäumung umschäumt wird. Ein Teil des Einlegers, insbesondere der Distanzkörper des Einlegers, ragt aus der Glasdachumschäumung heraus.

Die Erfindung betrifft gegebenenfalls auch ein Kraftfahrzeug mit einem

Glasdach, das durch ein vorab beschriebenes Dachanbindungssystem an den Rohbau des Kraftfahrzeugs angebunden ist.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung verschiedene Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben sind. Es zeigen: Figur 1 die Ansicht eines Schnitts entlang der Linie l-l in Figur 2;

Figur 2 ein Dachanbindungssystem zur Anbindung eines Glasdachs an den Rohbau eines Kraftfahrzeugs in einer Ansicht von unten, wobei das Glasdach an einer Glasdachbefestigungsstelle mit einem Kleber und an einer zusätzlichen Glasdachbefestigungsstelle mit Hilfe eines Einlegers an dem Rohbau des Kraftfahrzeugs befestigt ist;

Figur 3 eine perspektivische Darstellung des Einlegers, der aus zwei

Komponenten gebildet ist; und

Figur 4 eine Explosionsdarstellung der beiden Komponenten des Einlegers aus Figur 3.

In Figur 1 ist ein Kraftfahrzeug 1 mit einem Rohbau 2 im Schnitt durch ein Dachanbindungssystem 10 dargestellt. In Figur 2 ist der Schnitt durch das Dachanbindungssystem 10 durch eine Linie l-l angedeutet.

Das Dachanbindungssystem 10 dient zur Anbindung eines Glasdachs 3 an den Rohbau 2 des Kraftfahrzeugs 1. Das Glasdach 3 ist aus Verbundglas mit einer Verbundglasschicht 4 und einer Verbundglasschicht 5 ausgeführt.

Der Rohbau 2 ist als Dachrahmen mit Dachrahmenteilen 8, 9 und 18 ausgeführt. Das Glasdach 3 ist zur Befestigung des Glasdachs 3 an dem Rohbau 2 mit einer Glasdachumschäumung 6 umspritzt oder umschäumt. Die

Glasdachumschäumung 6 wird verkürzt auch als Umschäumung oder

Umspritzung 6 bezeichnet.

Zur Befestigung des Glasdachs 3 mit der Umschäumung 6 an dem Rohbau 2 dient an einer Glasdachbefestigungsstelle 11 ein Kleber 7. Bei dem Kleber 7 handelt es sich zum Beispiel um eine Kleberaupe, die bei der Montage des Glasdachs 3 mit der Glasdachumschäumung 6 an den Rohbau 2 zwischen der Glasdachumschäumung 6 und dem Rohbau 2 zusammengedrückt wird, wie man in Figur 1 sieht. Dabei dehnt sich der Kleber 7 in Figur 1 nach links und nach rechts aus.

Unmittelbar neben der Glasdachbefestigungsstelle 11 ist das Glasdach 3 mit der Glasdachumschäumung 6 an einer zusätzlichen Glasdachbefestigungsstelle 12 mit Hilfe eines Befestigungsmittels 23 am Rohbau 2 befestigt. Die zusätzliche Glasdachbefestigungsstelle 12 ist gemäß einem wesentlichen Aspekt der Erfindung so ausgeführt und angeordnet, dass sich zwischen den beiden

Glasdachbefestigungsstellen 11 und 12 ein Freiraum 28 ergibt. Der Freiraum 28 ermöglicht ein ungehindertes Ausdehnen des Klebers 7 zwischen der

Glasdachumschäumung 6 und dem Rohbau 2, wenn der Kleber 7 bei der Montage des Glasdachs 3 zwischen der Glasdachumschäumung 6 und dem Rohbau 2 zusammengedrückt wird.

In einer Montageausnehmung 13 ist zur Darstellung der zusätzlichen

Glasdachbefestigungsstelle 12 ein Einleger 14 mit einer Verdrehsicherung 15 angeordnet. Der Einleger 14 umfasst zwei Komponenten 16, 17. Bei der

Komponente 16 handelt es sich um eine Kunststoff kom ponente 16. Bei der Komponente 17 handelt es sich um eine Metallkomponente 17.

Der Rohbau 2 ist in Figur 1 unterhalb der Montageausnehmung 13 mit einer Montageöffnung 19 ausgestattet, die ein Durchstecken des Befestigungsmittels 23 in die Metallkomponente 17 des Einlegers 14 ermöglicht. Die

Metallkomponente 17 umfasst in Figur 1 oberhalb der Montageöffnung 19, die als Durchgangsloch ausgeführt ist, ein Gewindesackloch 20. Das

Gewindesackloch 20 umfasst ein Innengewinde, das komplementär zu einem Außengewinde an dem Befestigungsmittel 23 ausgeführt ist.

Die Metallkomponente 17 erstreckt sich in Figur 1 in vertikaler Richtung zwischen der Glasdachumschäumung 6 und dem Rohbau 2. Die

Kunststoffkom ponente 16 umfasst einen Verankerungskörper 21 und einen Distanzkörper 22. Der Verankerungskörper 21 ist von der Glasdachumschäumung 6 umgeben. Der Distanzkörper 22 ragt in Figur 1 unten aus der Glasdachumschäumung 6 heraus.

In den Figuren 3 und 4 sieht man, dass die Kunststoffkomponente 16 an dem Verankerungskörper 21 mit radial nach außen abstehenden Rippen versehen ist. Diese Rippen ermöglichen auf einfache Art und Weise eine stabile, drehfeste Verankerung der Kunststoffkomponente 16 in der Glasdachumschäumung 6.

Der Distanzkörper 22 ist, wie man in den Figuren 3 und 4 sieht, ohne solche Rippen ausgestattet. Daraus ergibt sich, dass der Distanzkörper 22 einen deutlich kleineren Außendurchmesser als der Verankerungskörper 21 aufweist. Durch diesen Außendurchmesserunterschied ergibt sich, wie man in Figur 1 sieht, der ausreichend große Freiraum 28 zwischen der Kunststoffkomponente 16 des Einlegers 14 und dem zusammengedrückten Kleber 7.

Das Befestigungsmittel 23 ist, wie man in Figur 1 sieht, als Schraube mit einem Schraubenkopf 24 und einem Schraubenschaft 25 ausgeführt. Der

Schraubenkopf 24 liegt in Figur 1 unten an dem Dachrahmenteil 8 des Rohbaus 2 an. Der Schraubenschaft 25 ist in das Gewindesackloch 20 der

Metallkomponente 17 eingeschraubt.

In Figur 4 sieht man, dass die Metallkomponente 17 mit einer als

Außenverzahnung ausgeführten Verzahnung 26 ausgeführt ist. Die Verzahnung 26 umfasst einen Zahnkranzquerschnitt, mit dem sich die Metallkomponente 17 im montierten Zustand, der in Figur 3 dargestellt ist, in eine komplementäre als Innenverzahnung ausgeführte Verzahnung 27 der Kunststoffkom ponente 16 verkrallt. Der sich durch das Verkrallen der beiden Verzahnungen 26, 27 ineinander ergebende Formschluss verhindert ein unerwünschtes Verdrehen der Metallkomponente 17 in der Kunststoffkomponente 16. Bezugszeichen

1 Kraftfahrzeug

2 Rohbau

3 Glasdach

4 Verbundglasschicht

5 Verbundglasschicht

6 Glasdachumschäumung

7 Kleber

8 Dachrahmenteil

9 Dachrahmenteil

10 Dachanbindungssystem

11 Glasdachbefestigungsstelle

12 Glasdachbefestigungsstelle

13 Montageausnehmung

14 Einleger

15 Verdrehsicherung

16 Kunststoffkomponenten

17 Metallkomponente

18Dachrahmenteil

19 Montageöffnung

20 Gewindesackloch

21 Verankerungskörper

22 Distanzkörper

23 Befestigungsmittel

24 Schraubenkopf

25 Schraubenschaft

26 Verzahnung

27 Verzahnung

28 Freiraum