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Patent Searching and Data


Title:
ROOF MODULE AND VEHICLE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/110692
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a roof module (1) for a vehicle, in particular for a lorry, in particular having a box-type or tarpaulin structure, wherein the roof module (1) is raised towards the centre of the vehicle in relation to the outer regions of the vehicle, and is designed as a dimensionally stable, separate module.

Inventors:
HURLER, Walter (Breitenbergweg 8, Stadtbergen, 86391, DE)
Application Number:
EP2011/053792
Publication Date:
September 15, 2011
Filing Date:
March 14, 2011
Export Citation:
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Assignee:
HURLER, Walter (Breitenbergweg 8, Stadtbergen, 86391, DE)
International Classes:
B60J7/16; B61D39/00
Attorney, Agent or Firm:
RAUNECKER, Klaus Peter (Lorenz & Kollegen, Alte Ulmer Strasse 2, Heidenheim, 89522, DE)
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Claims:
P a t e n t a n s p r ü c h e

1. Dachmodul (1) für ein Fahrzeug, insbesondere für einen Lastkraftwagen insbesondere mit einem Koffer- oder Planenaufbau, wobei das Dachmodul (1) zur Fahrzeugmitte hin gegenüber den Fahrzeugaußenbereichen erhöht ausgebildet ist,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

das Dachmodul (1) als formstabiles, separates Modul aus¬ gebildet ist.

2. Dachmodul (1) nach Anspruch 1,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

das Dachmodul (1) einen bogenförmigen Querschnitt zeigt.

3. Dachmodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

das Dachmodul (1) unter Verwendung eines faserverstärkten Kunststoff materials hergestellt ist.

4 . Dachmodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

das Dachmodul (1) dreiteilig aus einem Front- (13) Mit¬ tel- (12) und Endelement (11) ausgebildet ist.

5 . Dachmodul (1) nach Anspruch 4,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Mittelelement (12) aus einem Bandmaterial gebildet ist und die Kontur des Mittelelementes durch die Verbin¬ dung mit dem Front- (13) bzw. mit dem Endelement (11) be¬ stimmt wird.

6 . Dachmodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

an dem Front- (13) oder Endelement (11) zusätzliche Funk¬ tionsteile angeordnet sind.

7 . Dachmodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

an dem Dachmodul (1) Schraub- oder Steckverbindungen zur

Befestigung an einen Fahrzeugaufbau vorhanden sind.

8 . Dachmodul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

das Dachmodul (1) mittels einer Dachkippkinematik (30) seitlich an eine Seitenwand (70, 80) des Fahrzeugaufbaus in eine Reinigungsposition bewegt werden kann und dabei im Wesentlichen eine vertikale Lage einnimmt.

9 . Fahrzeug, insbesondere Lastkraftwagen mit einem Dachmo¬ dul (1) nach einem der vorangehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

das Dachmodul (1) die obere Abdeckung eines Laderaumes bildet .

10. Fahrzeug nach Anspruch 9,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass das Dachmodul (1) schwenkbar an dem Fahrzeugaufbau ange¬ ordnet ist.

11. Fahrzeug mit einem Dachmodul (1) nach einem der vorange¬ henden Ansprüche 1-8,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

das Dachmodul (1) zusätzlich zu einer oberen Abdeckung eines Laderaumes an dem Fahrzeugaufbau angeordnet ist.

12. Fahrzeug nach einem der vorangehenden Ansprüche,

d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , dass

das Dachmodul (1) zusätzlich mittels einer Dachkippkine¬ matik (30) bewegt werden kann.

Description:
Dachmodul und Fahrzeug

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Dachmodul für ein Fahrzeug sowie ein mit dem erfindungsgemäßen Dachmodul aus ¬ gestattetes Fahrzeug.

Insbesondere bei großen Nutzfahrzeugen wie Lastkraftwagen besteht die Problematik, dass sich auf der vergleichsweise großflächigen oberen Begrenzung beispielsweise des Laderaums oftmals Niederschlag wie Wasser oder Schnee ansammelt. Hier ¬ durch bilden sich insbesondere in der kalten Jahreszeit auf Planen, Aufbauten von Nutzfahrzeugen aber auch auf starren Aufbauten Eisschollen, die vor Antritt der Fahrt vom Fahrer mühsam und unter Inkaufnahme einer beträchtlichen Gefahr entfernt werden müssen. Versäumt der Fahrer die Entfernung des Eises oder entfernt er dieses nur unvollständig, so stellen die während der anschließenden Fahrt vom Dach stürzenden Eisschollen bzw. Eisbrocken eine praktisch lebensgefährliche Bedrohung für den nachfolgenden Verkehr dar.

Ein Lösungsvorschlag zu dieser Problematik ist in der europä ¬ ischen Patentschrift EP 1 523 421 Bl angegeben. Die in der genannten Schrift gezeigte Lösung besteht im Wesentlichen darin, dass unter einer Abdeckplane ein aufblasbarer Blähkörper angeordnet ist, der aufgeblasen die Abdeckplane mittig anhebt, so dass Wasser oder Eis bereits im Stand von der 0- berseite des Fahrzeuges herunterfließen bzw. heruntergleiten kann . Nachteilig bei der in der genannten Schrift skizzierten Lösung ist insbesondere die vergleichsweise aufwändige Ausges ¬ taltung. So muss zum Befüllen des Blähkörpers Pressluft vor ¬ gehalten werden, die zum Bedienen des Systems dem Vorratsbehälter der Bremsanlage entnommen werden soll. Dies setzt je ¬ doch voraus, dass überhaupt ein Druck im Bremssystem vorhanden ist und, falls dies der Fall sein sollte, dass dieser Druck nicht zum Betrieb der Bremsanlage benötigt wird, tat ¬ sächlich zum Aufblasen des Blähkörpers verwendet werden kann. Umgekehrt entleert sich der Blähkörper nicht ohne weitere Maßnahmen vollständig von selbst, sondern muss beispielsweise durch ein Vakuum aktiv entleert werden. Die Pressluft- Versorgungsleitungen von der Druckluftanlage des Systems bis zu dem Blähkörper stellen darüber hinaus teure zusätzliche Bauteile und auch mögliche Fehlerquellen dar.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Dachmodul und ein Fahrzeug mit einem Dachmodul zu schaffen, das sich gegenüber dem vorstehend diskutierten Stand der Technik durch eine erhöhte Praktikabilität und Robustheit auszeichnet.

Diese Aufgabe wird durch das Dachmodul mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch das Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des Anspruchs 9 gelöst. Bevorzugte Ausführungsformen sind Ge ¬ genstand der abhängigen Ansprüche.

Das erfindungsgemäße Dachmodul ist zur Fahrzeugmitte hin ge ¬ genüber den Fahrzeugaußenbereichen erhöht ausgebildet und als formstabiles, separates Modul realisiert. Im Gegensatz zum Stand der Technik wird also nicht die Dachbaugruppe eines vorhandenen Fahrzeugs, beispielsweise im Rahmen eines Planen- aufbaus, mittels einer zusätzlichen Einrichtung geeignet temporär verformt, sondern das Dachmodul selbst zeigt dauerhaft bereits die vorteilhafte, gewünschte Form. Dadurch, dass das Dachmodul zur Fahrzeugmitte gegenüber den Fahrzeugaußenberei ¬ chen erhöht ausgebildet ist, wird eine Form erreicht, von der Wasser unmittelbar nach seinem Auftreffen auf das Dachmodul ablaufen kann und sich Eisschollen erst gar nicht bilden können. Die genannte Erhöhung zur Fahrzeugmitte hin kann bei ¬ spielsweise dadurch realisiert sein, dass das Dachmodul zur Fahrzeuglängsachse hin ansteigt. Die Ausbildung des Dachmo ¬ duls als formstabiles, separates Modul gewährleistet einer ¬ seits die dauerhafte vorteilhafte erfindungsgemäße Wirkung des Dachmoduls und andererseits eine leicht Auswechselbarkeit bzw. auch Nachrüstbarkeit des Dachmoduls nach der Lehre der vorliegenden Erfindung. Ferner kann das erfindungsgemäße Dachmodul im Unterschied zu den aus dem Stand der Technik be ¬ kannten Lösungen sowohl für Koffer- als auch für Planenaufbauten auf einfache Weise eingesetzt werden. Als im Wesentli ¬ chen passives Bauteil benötigt es darüber hinaus keine fahr- zeugseitigen zusätzlichen Anschlüsse wie bspw. Druckluftanschlüsse .

Vorteilhaft ist es, wenn das Dachmodul in einem Schnitt quer zur Fahrzeuglängsachse einen bogenförmigen Querschnitt zeigt. Ein derartiger Querschnitt zeichnet sich durch leichte Her ¬ stellbarkeit und gute statische Eigenschaften aus.

Die Formstabilität des erfindungsgemäßen Dachmoduls kann ins ¬ besondere dadurch erreicht werden, dass es unter Verwendung eines faserverstärkten Kunststoffmaterials hergestellt ist. Auch andere Materialien wie beispielsweise Bleche sind denk ¬ bar .

Ein mehrteiliger Aufbau des erfindungsgemäßen Dachmoduls aus einem Front-, Mittel- und Endelement hat gewisse Vorteile; so kann beispielsweise das Mittelelement dadurch aus einem Band ¬ material gebildet werden, wobei seine gewünschte Kontur dann im Wesentlichen durch die Verbindung mit dem Front- bzw. dem Endelement bestimmt wird. Durch das Einschieben des Mittel ¬ elements in entsprechend geformte Nuten des Front- bzw. des Endelements kann auf diese Weise der gewünschte gewölbte bzw. bogenförmige Aufbau des Mittelelements erreicht werden. Vor ¬ teilhaft dabei ist insbesondere, dass das erfindungsgemäße Dachmodul auf einfache Weise an verschiedene Fahrzeuglängen anpassbar ist; die Front- bzw. Endelemente können unabhängig von der Gesamtfahrzeuglänge gefertigt werden, lediglich die Länge des Mittelelements wird an die Gesamtlänge des Fahr ¬ zeugs angepasst.

An dem Front- oder Endelement lassen sich auf einfache Weise zusätzliche Funktionsteile, wie beispielsweise Rückfahrkame ¬ ra, Beleuchtungselemente, Werbeaufschriften oder ähnliches, anordnen, wodurch sich ein erheblicher Mehrwert des erfindungsgemäßen Dachmoduls ergibt.

Eine einfache lösbare Verbindung des Dachmoduls an einem Fahrzeug lässt sich durch die Verwendung von Schraub- oder Steckverbindungen erreichen.

Dadurch, dass das Dachmodul mittels einer Dachkippkinematik seitlich an eine Seitenwand des Fahrzeugaufbaus in eine Rei- nigungsposition bewegt werden kann und dabei im Wesentlichen eine vertikale Lage einnimmt, kann erreicht werden, dass das Dachmodul auf einfache Weise von Schnee oder auch Eis be ¬ freit werden kann.

Bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung werden nachfolgend anhand von Figuren näher erläutert. Es zeigen:

Figur 1 einen Längsschnitt durch ein erfindungsgemäßes

Dachmodul ,

Figur 2 einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Dach ¬ modul,

Figur 3 eine Draufsicht von oben ebenfalls auf ein erfin ¬ dungsgemäßes Dachmodul,

Figur 4a einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Dach ¬ modul mit einer Dachkippkinematik in einer Grundposition,

Figur 4b einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Dach ¬ modul mit einer Dachkippkinematik in einer Zwischenposition,

Figur 4c einen Querschnitt durch ein erfindungsgemäßes Dach ¬ modul mit einer Dachkippkinematik in einer Reinigungsposition .

Der in Figur 1 dargestellte Längsschnitt entlang der in der Draufsicht in Figur 3 dargestellten Schnittachse I zeigt das erfindungsgemäße Dachmodul 1 mit Frontelement 13, Mittelele ¬ ment 12 und Endelement 11. Dabei sind sowohl das Frontelement 13 als auch das Endelement 11 überlappend über das Mittelele ¬ ment 12 in einem bestimmten Überlappungsbereich 112 bzw. 132 übereinander geschoben. Sowohl das Frontelement 13 als auch das Endelement 11 sind dabei aus einem glasfaserverstärkten Kunststoff mit ca. 10 mm Stärke hergestellt. Das Mittelele ¬ ment 12 besteht aus einem gegebenenfalls transparent ausge ¬ bildeten ebenfalls glasfaserverstärkten Bandmaterial. Die ge ¬ samte Anordnung aus Mittelelement 12, Frontelement 13 und Endelement 11 ist auf der Unterkonstruktion 2 angeordnet, die beispielsweise aus Stahl- oder Aluminiumprofilen gebildet sein kann.

Der in Figur 2 dargestellte Querschnitt des erfindungsgemäßen Dachmoduls 1 entlang der in Figur I dargestellten Achse II verdeutlicht das Wesen der Erfindung weiter. Gut erkennbar in Figur 2 ist die zur Fahrzeugmitte hin erhabene Ausbildung des erfindungsgemäßen Dachmoduls. Dabei kann das Dachmodul eine Gesamthöhe mit Unterkonstruktion von ca. 250 - 290 mm zeigen. Es ist (ebenfalls Unterkonstruktion 2 mit eingerechnet) in der Fahrzeugmitte liegenden Bereich ca. doppelt so hoch wie in den Außenbereichen.

Figur 3 zeigt eine Draufsicht auf das erfindungsgemäße Dach ¬ modul. Gut erkennbar in Figur 3 ist die abgerundete Ausfüh ¬ rung sowohl des Frontelements 13 als auch des Endelements 11 und der Verlauf der Unterkonstruktion 2. Ebenfalls gut erkennbar in Figur 3 ist die im vorliegenden Beispiel vollständig symmetrische Ausbildung des erfindungsgemäßen Dachmoduls und insbesondere die identische Ausbildung von Endelement 11 und Frontelement 13, wodurch sich produktionstechnisch einige Vorteile realisieren lassen. Die beiden Elemente 11 und 13 zeigen dabei eine Gesamtlänge von ca. 1500 mm und eine Breite von ca. 2600 mm; bis in einen Bereich von ca. 400 mm von außen her gemessen sind die beiden Elemente 11 und 13 abgerundet ausgebildet.

Figur 4a zeigt einen Querschnitt durch den Fahrzeugaufbau mit dem Mittelelement 12 eines erfindungsgemäßen Dachmoduls 1 in einer Ausführungsform, bei der zusätzlich eine Dachkippkinematik 30 vorgesehen ist, um das Dachmodul 1 von seiner Grundposition in eine Reinigungsposition bewegen zu können, so dass das Dachmodul 1 auf eine vergleichsweise einfache Art von Schnee und Eis befreit werden kann. Der Aufbau und die Funktionsweise der in Figur 4a dargestellten Dachkippkinema ¬ tik 30 ist exemplarisch zu betrachten, da auch durch vergleichbare andere Kinematiken, welche z.B. einen Hubzylinder als Antriebseinheit bzw. eine Hebelkinematik verwenden, dieselben hier angestrebten Funktionen erzielt werden können. Die Dachkippkinematik 30, welche in dem hier gezeigten Ausführungsbeispiel unter anderem eine um zwei Zahnräder 40 und 50 umlaufende Kette 60 aufweist, kann beispielsweise an den beiden Seitenwänden 70 und 80 des Aufbaus angebracht sein. Die Unterkonstruktion 2 des Dachmoduls 1 ist über ein Verbindungselement 90 mit der Kette 60 verbunden. In der Figur 4a nicht dargestellt ist eine Motoreinheit, welche mindestens ein Zahnrad 40 bzw. 50 der Dachkippkinematik 30 in eine Rotationsbewegung versetzen kann und dabei auch die Kette 60 mitbewegt. Die Figur 4a zeigt das Dachmodul 1 in der Grundposi ¬ tion, welche das Dachmodul 1 insbesondere auch bei einer Fahrt des Fahrzeugs einnimmt. Das Dachmodul 1 kann über eben- falls hier nicht dargestellte Sicherungselemente in dieser Grundposition zusätzlich gehalten werden, so dass das Dachmodul 1 auch während der Fahrt des Fahrzeugs in jedem Fall in dieser Grundposition verbleibt.

Figur 4b zeigt das Dachmodul 1 mit der Dachkippkinematik 30 in einer Zwischenposition, wobei das Dachmodul 1 seitlich ü- ber die Seitenwand 80 des Aufbaus hinausragt. Die hier ge ¬ zeigte Zwischenposition kann erreicht werden, nachdem im Vergleich zur Grundposition der Figur 4a mindestens eines der Zahnräder 40 bzw. 50 mittels der Motoreinheit angetrieben wurde, so dass das Verbindungselement 90, welches die Kette 60 und die Unterkonstruktion 2 des Dachmoduls 1 verbindet, um eine bestimmte Strecke bewegt wurde. Bei diesem Vorgang wird auch das Dachmodul 1 mitbewegt und schiebt sich zu einem ge ¬ wissen Teil seitlich über die Seitenwand 80 des Aufbaus, so dass die in Figur 4b gezeigte Zwischenposition erreicht wird.

In Figur 4c ist das Dachmodul 1 in einer Reinigungsposition dargestellt. Diese kann erreicht werden, nachdem die Motor ¬ einheit die Zahnräder 40 und 50 sowie die umlaufende Kette 60 im Vergleich zu der in Figur 4b gezeigten Zwischenposition weiterbewegt hat. Während dieses Bewegungsvorgangs führt das Dachmodul 1 im wesentlichen eine Rotationsbewegung um den Mittelpunkt des Zahnrads 50 durch und klappt anschließend an die Seitenwand 80 des Aufbaus an. In der gezeigten Reini ¬ gungsposition kann das Dachmodul 1 in einer vergleichsweise einfachen Art von Schnee und Eis befreit werden, wobei dies aufgrund der durchgeführten Bewegung des Dachmoduls 1 von der Grundposition in die Reinigungsposition teilweise auch ohne weiteres Zutun einer Person erfolgen kann. Außerdem kann das Dachmodul 1 in der Reinigungsposition von einer Person, welche gegebenenfalls auch noch zusätzliche Reinigungshilfsmit ¬ tel, wie z.B. einen Besen oder eine Schaufel, verwendet, zu ¬ mindest zum größten Teil von Schnee und Eis befreit werden. Der Reinigungsvorgang kann insbesondere auch dadurch vereinfacht sein, da sich das Dachmodul 1 in dieser Reinigungsposi ¬ tion nur soweit über dem Fahrzeuguntergrund befindet, so dass für die bereits genannte Person evtl. auch mit Einsatz von Reinigungshilfsmitteln bzw. von Leitern oder dergleichen zumindest nahezu alle Bereich des Dachmoduls 1 in Greifweite liegen und gereinigt werden können. Hierbei ist es auch mög ¬ lich, dass der Reinigungsvorgang durch eine geeignete automatische Vorrichtung durchgeführt werden kann bzw. die Person entweder ohne oder mit zusätzlichen Hilfsmitteln das Dachmodul 1 in eine Rüttelbewegung versetzt. Die hier gezeigte Dachkippkinematik 30 bietet außerdem den Vorteil, dass zur Durchführung der Bewegung des Dachmoduls 1 von der Grundposition in die Reinigungsposition nur ein vergleichsweise geringer zusätzlicher Raum oberhalb des Fahrzeugs erforderlich ist und diese Bewegung somit auch in einer Halle oder einem anderen Gebäude durchgeführt werden kann.

Die Grundposition und die Reinigungsposition des Dachmoduls 1 unterscheiden sich etwa um einen Rotationswinkel von 90°, wobei um eine zu der Längsachse des Fahrzeugs parallele Rotati ¬ onsachse gedreht wird. Das Dachmodul 1 kann mittels der Dach ¬ kippkinematik 30 auch wieder von der Reinigungsposition in die Grundposition bewegt werden.

Abweichend von der in Figur 4 gezeigten Darstellung kann das Dachmodul 1 zusätzlich zu einem vorhandenen Dach eines Lade- raumes eines Fahrzeuges angeordnet sein. In diesem Fall bleibt der Laderaum auch bei der oben beschriebenen Bewegung des Dachmoduls 1 abgeschlossen. Diese Variante kann bspw. auch als Nachrüstlösung für Fahrzeuge mit Kofferaufbau zur Anwendung kommen.