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Title:
ROPE CONNECTING DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2001/007797
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention concerns a rope knotting device for the securing of pairs of rope sections which have at least one connection point (7) of rope sections (2,3) which have been brought together and originate from at least one rope (1), whereby each respective connection point (7) is connectable via a rope connector (15), which has at least two connectors (16, 35), and which by means of a rivet (37) of a rivet connection are connectable to each other, whereby the rivet (37) at least in part extends along a recess (18). By virtue of the fact that the rivet (37) of the two connectors connects at least in part with of one of the two connectors (35) and the head (38) of the free end of the rivet (37), when the rivet connection has been made, protrudes into an extended receptor (21) which borders on the recess (18), the rivet head can be dispensed with entirely and the other rivet head is integral into the extended receptor in such a manner that, without any great degree of protrusion, the rivet head is actually an integrated component of the other connector.

Inventors:
Funk, Wolfgang (Lautergartenstrasse 20/L Donzdorf, D-73072, DE)
Application Number:
PCT/EP2000/006874
Publication Date:
February 01, 2001
Filing Date:
July 19, 2000
Export Citation:
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Assignee:
CARL STAHL GMBH (Postweg 41 Süßen, D-73079, DE)
Funk, Wolfgang (Lautergartenstrasse 20/L Donzdorf, D-73072, DE)
International Classes:
D04G1/00; F16G11/00; F16G11/06; D04G1/00; F16G11/00; (IPC1-7): F16G11/00
Attorney, Agent or Firm:
Bartels, Und Partner (Lange Strasse 51 Stuttgart, D-70174, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Seilverbindervorrichtung zum Festlegen von paarweise an mindestens einer Verbindungsstelle (7) zusammengeführten Seilabschnitten (2,3) mindestens eines Seils (1), wobei die jeweilige Verbindungsstelle (7) über einen Seilverbinder (15) gebildet ist, der mindestens zwei Verbin dungsteile (16,35) aufweist, die mittels eines Nietes (37) einer Nietver bindung miteinander verbindbar sind, wobei der Niet (37) zumindest teilweise eines der beiden Verbindungsteile (16) entlang einer Ausneh mung (18) durchgreift, dadurch gekennzeichnet, daß der Niet (37) Be standteil eines der beiden Verbindungsteile (35) ist und daß das freie Ende des Nietes (37) bei hergestellter Nietverbindung mit seinem Kopf teil (38) in einen erweiterten Aufnahmeraum (21), der an die Ausneh mung (18) angrenzt, eingreift.
2. Seilverbindervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Niet (37) einstückiger Bestandteil des einen Verbindungsteils (35) des Seilverbinders (15) ist.
3. Seilverbindervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, daß der Kopfteil (38) des Nietes (37) nach dem Herstellen der Nietverbindung den Aufnahmeraum (21) ausfüllt und im wesentlichen überstandsfrei mit einer Außenfläche des anderen Verbindungsteils (16) eine gemeinsame Ebene ausbildet.
4. Seilverbindervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das andere Verbindungsteil (16) einen Grundkör per (17) mit zwei den Grundkörper (17) nach außen hin begrenzenden Wandabschnitten (25) aufweist, die zwischen sich einen ins Freie mün denden Kanal (23) begrenzen, der für die Aufnahme der Seilabschnitte (2,3) zwei Kanalabschnitte aufweist und der senkrecht zum Niet (37) angeordnet ist.
5. Seilverbindervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Kanalabschnitte des anderen Verbindungsteils (16) bei herge stellter Nietverbindung durch den Niet (37) des einen Verbindungsteils (35) voneinander getrennt sind.
6. Seilverbindervorrichtung nach einem der Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß in die Kanalabschnitte eingebrachte Seilabschnitte (2,3) durch die Formgebung der Wandabschnitte (25) und des Nietes (37) mehrfach umgelenkt im Seilverbinder (15) gehalten sind.
7. Seilverbindervorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Verbindungsteil (35) einen Abschlußdek kel zur Auflage auf entsprechende Auflageflächen der Wandabschnitte (25) des Grundkörpers (17) des anderen Verbindungsteils (16) aufweist.
8. Seilverbindervorrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß beim Zusammenführen der beiden Verbindungstei le (16,35) und Herstellen der Nietverbindung die Seilabschnitte (2,3) klemmend in den Kanalabschnitten des Seilverbinders (15) festgelegt sind.
9. Seilverbindervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfteil (38) des Nietes (37) des einen Verbin dungsteils (35) vor dem Herstellen der Nietverbindung derart in einer kegelstumpfartigen Form mit abgerundeter Spitze ausgebildet ist, daß er gegenüber dem anderen Verbindungsteil (16) einen vorgebbaren Über stand aufweist.
10. Seilverbindervorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß durch das Festlegen mehrerer Seilabschnitte (2,3) an mehreren Verbindungsstellen (16) mittels Seilverbindern (15) eine flexible Netzanordnung (1) herstellbar ist.
Description:
Seilverbindervorrichtung Die Erfindung betrifft eine Seilverbindervorrichtung zum Festlegen von paarweise an mindestens einer Verbindungsstelle zusammengeführten Seil- abschnitten mindestens eines Seils, wobei die jeweilige Verbindungsstelle über einen Seilverbinder gebildet ist, der mindestens zwei Verbindungsteile aufweist, die mittels eines Nietes einer Nietverbindung miteinander ver- bindbar sind, wobei der Niet zumindest teilweise eines der beiden Verbin- dungsteile entlang einer Ausnehmung durchgreift.

Das Problem der Herstellung einer mechanisch stark belastbaren, unlösba- ren Verbindung von Seilen bzw. Seilabschnitten stellt sich in unterschiedli- chen Anwendungsbereichen von Seilkonstruktionen. So kann beispielswei- se zur Herstellung einer Ose am Ende eines z. B. für Hebe-oder Spann- zwecke vorgesehenen Stahiseils das Ende des die Ose bildenden Seilab- schnittes an das Seil angelegt und mit diesem mittels einer Preßklemme oder Preßhü ! se verbunden werden. Seilverbinder in Form von Preßhülsen werden auch zur Bildung von Verbindungsstellen von flächig ausdehnbaren flexiblen Netzanordnungen mit an den Verbindungsstellen miteinander verbundenen Seilabschnitten verwendet. Derartige bevorzugt mit Edelstahl- seilen und Preßhülsen aus verzinktem Kupfer hergestellte flexible Stahlseil- netze bieten eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten, insbesondere

für Architektur, Design oder Messebau, und können durch flächige, gege- benenfalls komplex aufgebaute Netze mit unterschiedlichster Krümmung zur Herstellung von ästhetisch ansprechenden Konstruktionen verwendet werden. Nur beispielhaft seien hier Zäune, Gitter, Sicherungsnetze, Gelän- der, Sitz-und/oder Lehnflächen von Sitzmöbeln oder andere Tragwerks- und/oder Haltestrukturen befestigbare Netze erwähnt. Besonders bei diesen Anwendungen werden hohe Ansprüche sowohl an die mechanische Be- lastbarkeit der Seilverbindung als auch an deren optisches Erscheinungsbild gelegt. Neben der Einschränkung der gestalterischen Freiheit durch die im wesentlichen vorgegebene Form der angesprochenen Preßhü ! sen ergibt sich darüber hinaus bei den vorgefertigten, an sich geschlossenen Hülsen zusätzlich das Problem des Auffädelns auf die entsprechenden Seilabschnit- te, was grundsätzlich die Montage erschwert und zeitlich aufwendig wer- den täßt.

Aus der DE-OS 34 12 054 sind Seilverbinder auf diesem Gebiet bekannt in Form von einteiligen Klemmhülsen, die beidseitig mit umlenkbaren Klam- merabschnitten versehen sind. Nach Aufnahme der zusammenzuführenden Seilabschnitte in die Klemmhülse werden die Klammerabschnitte aufeinan- der zuführend umgelenkt und anschließend derart verpreßt, daß eine Ver- bindung von Seilabschnitten mit Klemmhülse gegeben ist. Gegenüber den vorstehend beschriebenen Preßhülsen hat die dahingehend ausgebildete Klemmhülse als Seilverbinder den Vorteil, daß sie sich an beliebig vorgeb- baren Stellen der Seilkonstruktion für einen Verbindungsvorgang festlegen und derart anbringen läßt. Da die Klammerabschnitte zu ihrem freien Ende hin in eine Abschlußkante auslaufen, ist nicht auszuschließen, daß die da- hingehende Kante beim Herstellen der Klemmhülse in das Seilmaterial der zusammenzuführenden Seilabschnitte eindringt und derart diese schädigt.

Darüber hinaus ist der Handhabungsaufwand zum Herstellen der Klemm-

hülse entsprechend hoch, so daß die Herstellung der Seilverbindung insge- samt teuer ist.

Durch die US 4,771,516 ist es Stand der Technik, Seilverbinder mit halb- schalenförmigen Verbindungsteilen zu versehen, die zwischen sich die Seilabschnitte aufnehmen und die mittels einer Schnapp-oder Rastverbin- dung miteinander verbindbar sind. Da hierbei regelmäßig die beiden zu verbindenden Seilabschnitte in unmittelbarer Anlage miteinander sind, kann derart kein vollständiger Kraft-oder Reibschluß zwischen den Seilen erreicht werden mit der Folge, daß der Seilverbinder sich von seiner vorge- gebenen Stelle löst und die gewünschte oder benötigte Verbindung zwi- schen den Seilabschnitten freigibt. Demgemäß sieht die bekannte Vorrich- tung bei einer bevorzugten Ausführungsform weitere Mittel zur Rutschsi- cherung vor etwa in Form von spitzen Dornen, die im Innenraum der Seil- verbinder angebracht in das Seilmaterial eindringen und dieses derart ver- letzen. Unabhängig hiervon ist jedenfalls vorgesehen, innerhalb des Seil- verbinders vorzugsweise eine Verbindungsschraube derart vorzusehen, daß die Schraube beide aneinanderliegende Seilabschnitte durchgreift und diese derart innerhalb des Seilverbinders festlegt. Es wird also jedenfalls bewußt eine Schädigung der miteinander zu verbindenden Seilabschnitte in Kauf genommen, um zu einer verläßlichen Seilverbindung zu gelangen.

Durch den nächstkommenden Stand der Technik in Form der FR 478 603 ist ein Seilverbinder bekannt, bei dem die beiden Verbindungsteile in Form zweier flächenförmiger Klammerteile ausgebildet sind, die zwischen sich die Seilabschnitte aufnehmen, wobei bei hergestellter Verbindung über ei- nen Niet die randseitigen Bereiche der Seilabschnitte nach außen hin aus der Seilverbindervorrichtung heraus ins Freie münden. Der angesprochene Niet durchgreift beide Verbindungsteile in deren mittig angeordneten Aus-

nehmungen und der jeweils endseitig angeordnete Nietkopf liegt randseitig auf den Verbindungsteilen auf und hält bei hergestellter Nietverbindung die Verbindungsteile derart klemmend aneinander, daß auf die Seilabschnitte selbst eine Klemmkraft ausgeübt ist. Für die Realisierung dieser bekannten Seilverbindervorrichtung sind eine Vielzahl von voneinander unabhängiger Bauteile notwendig, was die Herstellung aufwendig und mithin teuer macht. So muß insbesondere beim Herstellen der Nietverbindung an jedem Ende des Nietes ein Nietkopf angeformt und in Anlage, mit den Verbin- dungsteilen gebracht werden. Im übrigen stehen die Nietköpfe deutlich über die Verbindungsteile hervor, so daß die bekannte Seilverbindervorrich- tung geometrisch groß aufbaut und den Seilverbinder selbst auch unschön aussehen läßt. Durch die vorstehend angeordneten Nietköpfe besteht dar- über hinaus die Gefahr, daß diese durch Fremdeinwirkung beschädigt wer- den und mithin abreißen können. Dies ist gleichzusetzen mit einem Versa- gen der gesamten Verbindung.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Seilverbindervorrichtung zu schaffen, die eine formschöne Ausgestaltung von Seilkonstruktionen erlaubt, die geometrisch klein aufbaut und dennoch eine funktionssichere und hoch belastbare Verbindung von Seilen und Seilabschnitten ermöglicht. Eine dahingehende Aufgabe löst eine Seilverbindervorrichtung mit den Merkmalen des Anspruches 1.

Dadurch, daß gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruches 1 der Niet Bestandteil eines der beiden Verbindungsteile ist und daß das freie Ende des Nietes bei hergestellter Nietverbindung mit seinem Kopfteil in einen erweiterten Aufnahmeraum, der an die Ausnehmung angrenzt, eingreift, kann auf einen Nietkopf völlig verzichtet werden und der andere Nietkopf ist derart in den erweiterten Aufnahmeraum integrierbar, daß ohne größeren

Überstand der Nietkopf integrierter Bestandteil des anderen Verbindungs- teils ist. Da der Nietkopf in den erweiterten Aufnahmeraum schützend inte- griert ist, ist eine Beschädigung von außen kaum möglich, so daß auch im Alltagsbetrieb unter erschwerten Bedingungen eine lang andauernde siche- re Seilverbindung erreicht ist. Letzteres spielt insbesondere dann eine Rolle, wenn die erfindungsgemäße Seilverbindervorrichtung in sicherheitstech- nisch relevanten Bereichen eingesetzt wird.

Des weiteren ist es mit der erfindungsgemäßen Seilverbindervorrichtung mit ihren hohen Klemmkräften möglich, ohne weitere zusätzliche Ein- griffsmittel, wie Festlegeschrauben oder Festlegedorne, auszukommen, um eine sichere, lang andauernde Verbindung der Seilabschnitte oder Seile miteinander zu gewährleisten. Da keine zusätzlichen Eingriffsmittel zum Herstellen der Verbindung notwendig sind, ist auch eine Schädigung der Seile oder Seilabschnitte selbst ausgeschlossen, was wiederum der Funkti- onstüchtigkeit der Seilverbindervorrichtung zugute kommt. Ferner kann die erfindungsgemäße Seilverbindervorrichtung mit den Seilverbindern an jeder bel iebigen Stel le der Netzkonstruktion angebracht werden, um derart platz- sparend die zusammenzuführenden Seilabschnitte miteinander zu verbin- den.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Seilverbin- dervorrichtung ist der Niet einstückiger Bestandteil des einen Verbindungs- teiles des Seilverbinders. Dadurch läßt sich dieses Verbindungsteil mit dem Niet auf einfache Weise, beispielsweise als Preßteil, herstellen. Grundsätz- lich ist aber auch eine mehrteilige Form des dahingehenden Verbindungs- teils denkbar, bei der beispielsweise der Niet in Form einer Schraube oder eines Schraubenbolzens mit dem Verbindungsteil verbunden ist.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Seilverbindervorrichtung füllt der Kopfteil des Nietes nach dem Herstellen der Nietverbindung den Aufnahmeraum aus und bildet im wesentlichen überstandsfrei mit einer Außenfläche des anderen Verbindungsteils eine gemeinsame Ebene aus. Dadurch läßt sich der Seilverbinder in der Art einer Scheibe mit geringen konstruktiven Aufbaumaßen ausbilden. Ferner gibt sich durch den Eingriff des Kopfteils in den Aufnahmeraum eine im wesent- lichen sowohl form-als auch kraftschlüssige Verbindung mit dem anderen Verbindungsteil des Seilverbinders.

Bei einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungs- gemäßen Seilverbindervorrichtung weist das andere Verbindungsteil einen Grundkörper mit zwei den Grundkörper nach außen hin begrenzenden Wandabschnitten auf, die zwischen sich einen ins Freie mündenden Kanal begrenzen, der für die Aufnahme der Seilabschnitte zwei Kanalabschnitte aufweist und der senkrecht zum Niet angeordnet ist. Durch die genannten, nach außen hin den Grundkörper begrenzenden Wandabschnitte ist sicher- gestellt, daß im Bereich der Verbindungsstelle die zusammengeführten und im Seilverbinder aufgenommenen Seilabschnitte nach außen hin abge- schlossen im Seilverbinder aufgenommen sind, so daß insofern eine Be- schädigung durch Fremdeinwirkung von außen ausgeschlossen ist.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Seilverbindervorrichtung ist vorgesehen, daß die Kanalabschnitte des ande- ren Verbindungsteils bei hergestellter Nietverbindung durch den Niet des einen Verbindungsteils voneinander getrennt sind. Vorzugsweise ist dabei ferner vorgesehen, daß in die Kanalabschnitte eingebrachte Seilabschnitte durch die Formgebung der Wandabschnitte und des Nietes mehrfach umge- lenkt im Seilverbinder gehalten sind. Durch die dahingehende Merkmals-

ausgestaltung wird jeder Seilabschnitt innerhalb des Seilverbinders in der Art eines W's geführt, wobei die damit in Verbindung stehende Mehrfach- umlenkung zu erhöhten Festlegekräften im Seilverbinder führt, was noch dadurch weiter begünstigt ist, daß der Niet zwischen die beiden Seilab- schnitte im Bereich des mittleren W-Bogens eines jeden Abschnittes ein- greift.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Seilverbindervorrichtung weist das eine Verbindungsteil einen Abschluß- deckel zur Auflage auf entsprechende Auflageflächen der Wandabschnitte des Grundkörpers des anderen Verbindungsteils auf, so daß gegenüber ei- ner ersten Klemmrichtung innerhalb des Kanals des Seilverbinders eine zweite quer dazu verlaufende Klemmrichtung mit hinzukommt, wobei die dahingehende Klemmkraft über den Abschlußdeckel auf die Seilabschnitte wirksam aufgebracht ist.

Mithin sind beim Zusammenführen der beiden Verbindungsteile und Her- stellen der Nietverbindung die Seilabschnitte klemmend in den Kanalab- schnitten des Seilverbinders festgelegt.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Seilverbindervorrichtung ist der Kopfteil des Nietes des einen Verbindungs- teils vor dem Herstellen der Nietverbindung derart in einer kegelstumpfarti- gen Form mit abgerundeter Spitze ausgebildet, daß er gegenüber dem ande- ren Verbindungsteil einen vorgebbaren Überstand aufweist. Hierdurch läßt sich das eine Verbindungsteil besonders einfach mit dem anderen zusam- menführen, da der Kopfteil zunächst zwischen die beiden Seilabschnitte an der Verbindungsstelle führend hindurchgreift, um dann ohne Verkanten durch die Ausnehmung in den Aufnahmeraum einzugreifen. Anschließend

kann sofort in dieser vorjustierten Lage die Nietverbindung fertiggestellt werden.

Bei einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der erfindungs- gemäßen Seilverbindervorrichtung ist durch das Festlegen mehrerer Seilab- schnitte an mehreren Verbindungsstellen mittels Seilverbindern eine flexi- ble Netzanordnung herstellbar, mit der sich auch komplexe, flächige Struk- turen realisieren lassen.

Im folgenden wird die erfindungsgemäße Seilverbindervorrichtung anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in prinzipieller und nicht maßstäb- licher Darstellung die Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Ausführungsform eines eben aufge- spreizten, flexiblen Stahiseilnetzes, bei dem die Stahiseile zur Bildung von Verbindungsstellen des Netzes mit einer Ausfüh- rungsform einer erfindungsgemäßen Sehverbindervorrichtung verbunden sind ; Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung des umkeisten Bereichs 2 in Fig. 1 mit einer Seilverbindervorrichtung im teilweisen Schnitt parallel zur Netzebene und mit eingeklemmten Seilabschnit- ten ; Fig. 3 einen Schnitt durch eine Seilverbindervorrichtung der in den Fig. 1 und 2 gezeigten Art senkrecht zur Durchlauffläche der Seilabschnitte ;

Fig. 4 eine Draufsicht auf die Oberseite des anderen Verbindungs- teils einer Ausführungsform einer Seilverbindervorrichtung ; Fig. 5 einen Schnitt durch das Verbindungsteil in Fig. 4 entlang der Linie V-V ; Fig. 6 einen Schnitt durch das Verbindungsteil in Fig. 4 entlang der Linie VI-VI ; Fig. 7 eine Unteransicht des einen Verbindungsteils des Seilverbin- ders und die Fig. 8 eine Seitenansicht des Verbindungsteils aus Fig. 7.

Die Draufsicht in Fig. 1 zeigt ein flexibles Stahiseilnetz 1, das eine Vielzahl gleichartiger, in einer gemeinsamen Netzfläche angeordnete Drahtseile 2 bis 4 aufweist, die sich generell in Längsrichtung 5 des Netzes nebeneinan- der liegend erstrecken, wobei in Querrichtung 6 der Netzanordnung be- nachbarte Seile bzw. Seilabschnitte im Bereich von Verbindungsstellen 7 miteinander verbunden sind. Dabei ist jedes im Inneren der Netzanordnung liegende Drahtseil 3 in Längsrichtung abwechselnd einmal mit dem Nach- barseil 2 zur einen Seite und danach mit dem Nachbarseil 4 an der gegen- überliegenden Seite verbunden. In Seillängsrichtung aufeinanderfolgende Verbindungsstellen 7 haben einen auch als Maschenweite bezeichneten Längsabstand, der je nach gewünschter Charakteristik des Netzes im we-

sentlichen frei wählbar ist und beispielsweise zwischen 20 und 150 mm, insbesondere bei ca. 30,60 oder 120 mm, liegen kann. Typische Seilstär- ken bzw. Seildurchmesser können zwischen ca. 0,4 und ca. 12 mm liegen.

Bei den Seilen handelt es sich bevorzugt um Litzen-und Rundlitzenseile in Edelstahl und verzinkt. Die Seile können gegebenenfalls ummantelt bzw. beschichtet sein, beispielsweise mit einer gegen UV-Strahlung resistenten Polyamidummantelung. Die durch parallelogrammförmige bzw. rautenför- mige Maschen gebildete Netzanordnung ist besonders in Querrichtung 6 auf ein Vielfaches ihrer bei im wesentlichen parallelen Seilen vorliegenden Breite elastisch dehnbar sowie als Ganzes flächig flexibel, so daß neben ebenen Bespannungen auch gegebenenfalls komplex gekrümmte Netzflä- chen realisierbar sind. Am Beispiel des Drahtseiles 8 in Fig. 1 ist verdeut- licht, daß beispielsweise zur Bildung einer Netzrandschlaufe 9, die zur Be- festigung des Netzes an einem durch die Schlaufe 9 geführten Träger ge- nutzt werden kann, auch benachbarte Seilabschnitte desselben Seils an ei- ner Verbindungsstelle 10 verbunden sein können.

Zur unlösbaren, mechanisch hoch belastbaren Verbindung benachbarter Seile bzw. Seilabschnitte ist eine in den Fig. 2 bis 8 im Detail dargestellte Seilverbindervorrichtung mit einem zweiteiligen Seilverbinder 15 vorgese- hen, deren Teile aus korrosions-und alterungsbeständigem Edelstahl beste- hen. Im verbundenen Zustand ihrer Verbindungsteile 16,35 haben die fla- chen Seilverbinder eine Dicke, die weniger als das Dreifache der Seilstärke beträgt, so daß die Netzanordnung auch im Bereich ihrer Verbindungsstel- len 7 so flach ist, daß sie z. B. als Bespannung für eine Sitz-oder Lehnfläche eines Stuhls od. dgl. verwendet werden kann. Ein besonders in den Fig. 4 bis 6 gut erkennbares anderes Verbindungsteil 16 hat einen Verbindungs- teilkörper 17 mit der Grundform einer flachen, kreisrunden Scheibe, deren Dicke etwa dem Doppelten der Seilstärke der aufzunehmenden Seile ent-

spricht. Eine zentrische, senkrecht zur Scheibenebene verlaufende Aus- nehmung 18 weist einen zylindrisch geformten Abschnitt 20 auf, der unter Ausbildung einer Ringschulter in einen erweiterten Aufnahmeraum 21 an der Verbindungsteil-Unterseite 22 übergeht. An der Verbindungsteil- Oberseite 19 ist ein diametral durchgehender Kanal 23 vorgesehen, in des- sen ebenen Kanalgrund 24 die Ausnehmung 18 mündet. Der Kanal wird an seinen Längsseiten durch zwei spiegelsymmetrisch zu einer Symmetrieebe- ne des Verbindungsteils 16 angeordnete, in Draufsicht mondförmige oder bananenförmige Wandabschnitte 25 begrenzt, deren einander zugewand- ten Innenflächen 27 senkrecht zum Kanalgrund 24 und in Längsrichtung des Kanals 23 etwa wie ein abgerundet geschwungenes W gekrümmt ver- laufen. Dadurch hat der Kanal 23 einen im Bereich der Ausnehmung 18 liegenden, nach außen bauchig erweiterten Verbreiterungsabschnitt 29, an den sich zu beiden Seiten Engstellen 30 anschließen, die nach außen in trichterförmig erweiterte Endabschnitte 31 übergehen. Die in Längsrichtung des Kanals 23 kontinuierlich und stufenlos variierende Breite des Kanals ist an den schmalsten Stellen 30 geringfügig größer als die Summe der Seilstär- ken der aufzunehmenden Seilabschnitte, so daß diese bequem und zu- nächst ohne Zusammenpressung von oben in den Kanal 23 eingelegt wer- den können. Im Bereich der Ausnehmung 18 ist der minimale Radialab- stand zwischen Ausnehmungsrand und den Innenflächen 27 der Wandab- schnitte 25 etwa 5 bis 10 % kleiner als der Seildurchmesser. Die vom Kanalgrund 24 gemessene Höhe der an ihrer Oberseite ebenen Wandab- schnitte 25 ist ca. 5 bis 10 % kleiner als der Seildurchmesser der zugeord- neten Seilabschnitte, so daß diese im eingelegten (unverformten) Zustand geringfügig über den Kanal hinausragen.

Das besonders in den Fig. 7 und 8 gut zu erkennende eine Verbindungsteil 35 hat die Grundform eines Flachkopfnietes mit stark verbreitertem grund-

scheibenförmigen Flachkopfabschnitt 36 und einem zentrischen, zylindri- schen Niet 37, der sich an seinem dem Flachkopfabschnitt abgewandten Ende zunächst kegelig und anschießend unter Bildung eines abgerundeten Kopfteils 38 kalottenförmig verjungt. Dieses als einstückiges Edelstahl- Drehteil herstellbare eine Verbindungsteil 35 ist den Dimensionen des an- deren Verbindungsteils 16 und der der aufzunehmenden Seilabschnitte so angepaßt, daß der Durchmesser des Flachkopfabschnittes 36 im wesentli- chen dem Durchmesser des Verbindungsteilgrundkörpers 17 entspricht, daß der zylindrische Niet 37 bequem und gegebenenfalls mit geringem Spiel in die Ausnehmung 18 einsteckbar ist und daß der Niet 37 so lang ist, daß der verjüngte Kopfteil aus der Rückseite des Verbindungsteilgrundkör- pers 17 hinausragt, wenn der Flachkopfabschnitt 36 auf der Oberseite der Wandabschnitte 25 aufliegt. Der Durchmesser des Nietes 37 ist so bemes- sen, daß bei zusammengesteckten Verbindungsteilen 16,35 ein minimaler Radialabstand zwischen dem Niet 37 und einer diesem zugewandten, gleichsinnig gekrümmten Innenseite 27 eines Wandabschnittes 25 zwi- schen ca. 2 % und ca. 20 %, insbesondere zwischen ca. 5 % und ca. 10 % kleiner ist als der Durchmesser eines eingelegten Seilabschnittes, so daß dieser zwischen dem Niet 37 und dem Wandabschnitt 25 eingeklemmt wird.

Die Herstellung einer Seilverbindung zwischen paarweise zusammenge- führten Seilabschnitten unter Verwendung dieser Ausführungsform eines Seilverbinders kann dabei folgendermaßen durchgeführt werden.

Bei abgenommenem einen Verbindungsteil 35 werden zunächst die mit- einander und mit dem Seilverbinder zu verbindenden Teilabschnitte im wesentlichen parallel zueinander verlaufend in den Kanal 23 eingelegt. Al- ternativ kann natürlich bei unbewegten und beispielsweise festgespannten Seilabschnitten das andere Verbindungsteil 16 unter Einführung der Seilab-

schnitte in den Kanal 23 an die Seilabschnitte herangeführt werden. Das Einlegen ist bequem und weitgehend ohne Verhakung der Seilabschnitte an dem anderen Verbindungsteil 16 möglich, weil die schmalsten Stellen 30 des Kanals 23 geringfügig breiter sind als die Gesamtbreite der eng beiein- anderliegenden, einander gegebenenfalls berührenden Seilabschnitte. An- schließend wird das eine Verbindungsteil 16 mit dem Niet 37 voraus von der Seite der Kanalöffnung her aufgedrückt. Dabei wird der Niet 37 zwi- schen den Seilen hindurchgedrückt, bis der Kopfabschnitt 38 des Nietes die Seile passiert hat und durch die Ausnehmung 18 hindurchgesteckt ist. Da- bei sorgt die abgerundete Spitze sowohl für eine zerstörungsfreie, seilscho- nende Einführung des Nietes zwischen die Seile, als auch für eine sichere Seilführung in die Ausnehmung 18. Die Seile werden dank der durch die Kegelflächen des Kopfteiles ausgeübten Keilwirkung seitlich, d. h. senkrecht zur Eindrückrichtung in die Innenradien der Wandabschnitte 25 gedrückt.

Da deren Abstand zur gerundeten Außenseite des Nietes im engsten Be- reich geringer ist als die Seildicke, werden die Seile beim Eindrückvorgang in radialer Richtung bzw. parallel zum Kanalgrund in einer zweiten Klemm- richtung 40 (Fig. 3) schonend eingeklemmt. Der Niet 37 wirkt damit als Klemmelement mit den Wandabschnitten zusammen. Weiterhin ergibt sich eine Verbiegung der Seilabschnitte in Form eines abgerundeten geschwun- genen W's symmetrisch zueinander, wodurch eine zuverlässige Verrutsch- sicherung bzw. Auszugssicherung in Seillängsrichtung gefördert wird (Fig. 2).

Da die Wandabschnitte 25 niedriger sind als die eingelegten Seile, liegt beim Einschubvorgang zunächst der Flachkopfabschnitt 36 auf den Seilen auf und es besteht ein geringer Abstand, typischerweise in der Größenord- nung von Zehntel Millimetern, zwischen dem Flachkopfabschnitt 36 und den Wandabschnitten 25. In diesem Stadium werden die Verbindungsteile

16,35 durch eine im wesentlichen parallel zur Nietlängsrichtung verlaufen- de Kraft zusammengedrückt, bis der Flachkopfabschnitt 36 fest auf den Wandabschnitten 25 aufliegt. Durch diesen Aufpreßvorgang werden die Seile nun auch in einer ersten Klemmrichtung 39 (Fig. 3) im wesentlichen senkrecht zum Kanalgrund und senkrecht zur zweiten Klemmrichtung ein- geklemmt, so daß insgesamt eine starke, aber schonende Einklemmung der Seile aus mehreren im Winkel zueinander stehenden Richtungen quer zur Seillängsachse erfolgt. Gleichzeitig oder anschließend an diesen Klemm- vorgang wird der über die Rückseite des anderen Verbindungsteils 16 hin- ausragende Kopfteil 38 mittels eines geeigneten Werkzeuges und geeigne- ter Krafteinwirkung, beispielsweise durch einen Schlag mit einem geeigne- ten Nietwerkzeug, derartig plastisch verformt, daß sich ein verbreiterter Schaftabschnitt oder Schließkopf 41 bildet, dessen Durchmesser größer ist als der Durchmesser des zylindrischen Abschnittes 20 der Ausnehmung 18, so daß der durch das eine Verbindungsteil 35 gebildete Niet 37 das andere Verbindungsteil 36 von dessen Unterseite her hintergreift (Fig. 3). Das Vo- lumen des zur plastischen Verformung vorgesehenen Kopfteils kann so be- messen sein, daß der Schließkopf 41 nach Verformung den erweiterten Aufnahmeraum 21 weitgehend ausfüllt und nicht über die Außenseite des anderen Verbindungsteils 16 hinausragt. Gegebenenfalls kann in einem Nachbearbeitungsschritt ein eventuell überstehender Rest durch Schleifen od. dgl. abgetragen werden, so daß die nietabgewandte Schließkopffläche vorzugsweise bündig mit der Verbindungsteil-Unterseite 22 abschließt (Fig. 3). Durch die bei der Bildung des Schließkopfes 41 auf den Niet wir- kende Kraft kann zweckmäßig der Niet auch so weit gestaucht werden, bis sich sein Durchmesser verbreitert und der zylindrische Abschnitt 20 voll- ständig ausgefüllt ist. Hierdurch ist zusatzlich zur formschlüssigen Siche- rung durch den Schließkopf 41 eine feste, spielfreie Kraftschlußverbindung

zwischen beiden Verbindungsteilen 16,35 des Seilverbinders 15 geschaf- fen.

Die Verbindungsherstellung erfolgt zweckmäßig maschinell, insbesondere wenn, wie bei der gezeigten Netzanordnung, in kurzer Zeit eine Vielzahl von Verbindungen in fest vorgebbarer geometrischer Verteilung herzustel- len ist. Es ist gegebenenfalls auch möglich, handgehaltene und/oder hand- betätigbare Werkzeuge, z. B. nach Art von Zangen, zu verwenden, die an die Form der Verbinderteile angepaßt sind.

Wie erwähnt, handelt es sich bei der beschriebenen bevorzugten Ausfüh- rungsform bei den Seilen und Litzen um mehrdrähtige Seile aus verzinkten Drähten und Edetstahtdrähten, und die Verbindungsteile 16,35 können ebenfalls aus verzinktem Material oder Edelstah I material sein. Dadurch können Seilstrukturen, beispielsweise nach Art des in Fig. 1 gezeigten Net- zes, mit dauerhaft ansprechendem Äußeren und hervorragender mechani- scher Belastbarkeit geschaffen werden. Im Rahmen der Erfindung ist es auch möglich, Seile mit nur einer einzigen, geeignet festen, flexiblen und/oder verformbaren Faser geeigneter Dicke zu verwenden. Alternativ oder zusätz- lich zu Seilen aus metallischen Werkstoffen können auch solche aus Kunst- stoff oder anderen nichtmetallischen Materialien und/oder gegebenenfalls Materialkombinationen erfindungsgemäß verbunden werden.

Anstelle eines einzigen Nietes können mehrere Niete und entsprechend auch mehrere Ausnehmungen an dem einen und/oder anderen Verbin- dungsteil vorgesehen sein. Darüber hinaus können mehrere Aufnahmekanä- le an einem der Verbindungsteile vorgesehen sein. Erfindungsgemäße Seil- verbinder können bei geeigneter Gestaltung dazu verwendet werden, mehr als zwei Seile miteinander zu verbinden. Es ist möglich, erfindungsgemäße

Seilverbindervorrichtungen nur an einem einzigen Seil zu befestigen und/oder die Seilverbinder zur Befestigung mindestens eines Seiles an einer Tragestruktur od. dgl. beispielsweise hakenartig auszubilden, so daß mit Hilfe eines Seilverbinders ein Seil an einer Tragestruktur od. dgl. befestigbar ist.