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Title:
ROTARY CUTTING TOOL COMPRISING AN EXCHANGEABLE CUTTING INSERT
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2003/070408
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a rotary cutting tool (3) that is composed of a tool shank (2) with at least one chucking groove (5) and one exchangeable cutting insert (1). At the tip (4) of the shank as well as in the wall of the chucking groove (5) a recess (6) for accommodating the cutting insert (1) is provided and is delimited on the shank-end by a rim (7) against which the shank-end narrow side (12) of the cutting insert (1) rests. The cutting insert (1) comprises a fastening pin (15) which is accommodated in a location opening (16) of the tool shank (2) that is concentric to the tool axis (A). The tool shank (2), on its circumference, has a limb (9) with a bearing surface (8) that is inclined relative to the tool axis (A) and that corresponds to a likewise inclined bearing surface (10) on a wing (11) of the cutting insert (1). The orientation of inclination of the bearing surfaces (8, 10) corresponds to the direction of rotation (D) of the tool. The inclination of the bearing surfaces (8, 10) produces an axial force that retains the cutting insert (1) on the tool shank (2).

Inventors:
Borschert, Bernhard (Ignaz-Wolf-Strasse 3, Bamberg, 96050, DE)
Mühlfriedel, Dieter (Druidenweg 6, Ebermannstadt, 91320, DE)
Schwägerl, Jürgen (Gustl-Waldau-Str. 3, Vohenstrauss, 92648, DE)
Ruy Frota, De Souza Filho (213 North Shenandoah Drive, Latrobe, PA, 15650, US)
Shulz, Michael D. (R. D. 2, bOX 56A, Derry, 15627, US)
Mccomick, Michael R. (10 Moreland Avenue, Greensburg, US)
Application Number:
PCT/EP2003/001526
Publication Date:
August 28, 2003
Filing Date:
February 15, 2003
Export Citation:
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Assignee:
KENNAMETAL INC. (1600 Technology Way, Latrobe, PA, 15650-0231, US)
Borschert, Bernhard (Ignaz-Wolf-Strasse 3, Bamberg, 96050, DE)
Mühlfriedel, Dieter (Druidenweg 6, Ebermannstadt, 91320, DE)
Schwägerl, Jürgen (Gustl-Waldau-Str. 3, Vohenstrauss, 92648, DE)
Ruy Frota, De Souza Filho (213 North Shenandoah Drive, Latrobe, PA, 15650, US)
Shulz, Michael D. (R. D. 2, bOX 56A, Derry, 15627, US)
Mccomick, Michael R. (10 Moreland Avenue, Greensburg, US)
International Classes:
B23B51/00; B23B51/02; B23C5/10; B23D77/02; (IPC1-7): B23B51/02; B23C5/10; B23D77/02
Attorney, Agent or Firm:
PATENTANWÄLTE TERGAU & POHL (Mögeldorfer Hauptstr. 51, Nürnberg, 90482, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Rundlaufschneidwerkzeug (3), zusammengesetzt aus einem Werkzeugschaft (2) mit mindestens einer Spannut (5) und einem auswechselbaren. Schneideinsatz (1), bei welchem sich an der Schaftspitze (4) sowie in der Wand der Spannut (5) eine Ausnehmung (6) zur Aufnahme des Schneideinsatzes (1) befindet, die schaftseitig durch einen Rand (7) begrenzt ist, gegen den die schaftseitige Schmalseite (12) des Schneideinsatzes (1) anliegt, und bei welchem der Schnei deinsatz (1) einen Befestigungszapfen (15) zur Aufnahme in einer zur Werkzeu gachse (A) konzentrischen Aufnahmeöffnung (16) des Werkzeugschaftes (2) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugschaft (2) an dessen Umfang einen Schenkel (9) mit einer an den Umfang des Werkzeugschaftes (2) grenzenden Anlagefläche (8) aufweist, die relativ zur Werkzeugachse (A) schräg gestellt ist und mit einer ebenso schräg gestellten Anlagefläche (10) an einem Flügel (11) des Schneideinsatzes (1) kor respondiert, wobei die Orientierung der Schrägstellung der Anlageflächen (8,10) der Werkzeugdrehrichtung (D) entspricht, und der Schneideinsatz (1) die Schaft spitze (4) des Werkzeugschaftes (2) nur teilweise abdeckt.
2. Rundlaufschneidwerkzeug (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Schneidkörperdurchmesser (Ds) größer als der Werkzeugschaftdurch messer (Dw) ist.
3. Rundlaufschneidwerkzeug (3) nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Führungsabsatz (13) am Werkzeugschaft (2) und einen korrespondieren den Führungsabsatz (14) am Schneideinsatz (1).
4. Rundlaufschneidwerkzeug (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlageflächen (8,10) relativ zur Werkzeugachse (A) einen Anlagewin kel (a1) von mindestens 15° und höchstens 60° einnehmen.
5. Rundlaufschneidwerkzeug (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Drallwinkel der Spannut (5) dem Anlagewinkel (a1) der Anlageflächen (8,10) entspricht.
6. Rundlaufschneidwerkzeug (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungszapfen (15) im wesentlichen zylinderförmig ist.
7. Rundlaufschneidwerkzeug (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungszapfen (15) im wesentlichen kegelförmig ist.
8. Rundlaufschneidwerkzeug (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungszapfen (15) einen elliptischen Querschnitt aufweist.
9. Rundlaufschneidwerkzeug (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, gekennzeichnet durch eine bezogen auf die Werkzeugachse (A) entgegengesetzt zur Anlagefläche (8) des Schenkels (9) schräg gestellte Zusatzanlagefläche (8a) am Schenkel (9), welche mit einer Zusatzanlagefläche (10a) am Flügel (11) des Schneideinsat zes (1) korrespondiert.
10. Rundlaufschneidwerkzeug (3) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlagefläche (10) am Flügel (11) des Schneideinsatzes (1) der Schaft spitze (4) und die Zusatzanlagefläche (1 Oa) am Flügel (11) des Schneideinsat zes (1) dem Befestigungszapfen (15) zugewandt ist.
11. Rundlaufschneidwerkzeug (3) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatzanlageflächen (8a, 10a) relativ zur Werkzeugachse (A) einen Zu satzanlagewinkel (a2) im Bereich von10° bis60° einnehmen.
12. Rundlaufschneidwerkzeug (3) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Betrag der Anlagewinkel (a1) der Anlageflächen (8,10) den Betrag der Zusatzanlagewinkel (a2) der Zusatzanlageflächen (8a, 1 Oa) übersteigt.
13. Rundlaufschneidwerkzeug (3) nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Anlagehöhe (Ha), über welche sich die Anlagefläche (8) des Schenkels (9), bezogen auf die Werkzeugachse (A), erstreckt, größer ist als eine Gegen anlagenhöhe (Hg), über welche sich die Zusatzanlagefläche (8a) des Schenkels (9), bezogen auf die Werkzeugachse (A), erstreckt.
14. Schneideinsatz für ein Rundlaufschneidwerkzeug (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 13.
Description:
Beschreibung Rundlaufschneidwerkzeug mit auswechselbarem Schneideinsatz Die Erfindung betrifft ein aus einem Werkzeugschaft und einem auswechselbaren Schneideinsatz zusammengesetztes Rundlaufschneidwerkzeug, insbesondere ein Bohrwerkzeug, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Ein Bohrwerkzeug mit auswechselbarem Schneideinsatz ist beispielsweise aus der EP 0 118 806 B1 bekannt. Dieses Bohrwerkzeug weist einen Werkzeugschaft mit einer Aufnahme auf, in die ein Befestigungszapfen des Schneideinsatzes einsetzbar ist.

Beim Einsetzen des Schneideinsatzes wird dieser gegenüber dem Werkzeugschaft um einen Winkel von ca. 45° verdreht. Ein zusätzliches Befestigungselement ist nicht vor- gesehen. Der Schneideinsatz und der Werkzeugkörper können derart gestaltet sein, dass sich die schaftseitige Schmalseite der Schneidplatte gegen den schaftseitigen Rand der Ausnehmung im Werkzeugschaft verspannt. Eine axiale Kraft zwischen dem Werkzeugschaft und dem Schneideinsatz kann dadurch erzeugt werden, dass der schaftseitige Rand der Ausnehmung in Eindrehrichtung leicht ansteigt, wobei der Befe- stigungszapfen mittels einer schaftseitigen Verbreiterung gegen Herausziehen aus dem Werkzeugschaft gesichert ist. Hierdurch wird beim Eindrehen des Schneideinsatzes in den Plattensitz eine Verspannung erzeugt, die sich beim Bohren mit steigenden Schnittkräften verstärkt. Die durch diese Verspannung entstehende Axialkraft zieht den Schneideinsatz vom Werkzeugkörper weg. Die Stabilität der Halterung des Schneidein- satzes am Werkzeugschaft sowie die mechanische Belastbarkeit des gesamten Bohr- werkzeugs sind dadurch eingeschränkt.

Nach einer anderen Ausführung des aus der EP 0 118 806 B1 bekannten Bohrwerk- zeugs weist der mittig am Schneideinsatz angeordnete Befestigungszapfen Anlageflä- chen auf, die leicht spiralig im Bohr-Drehsinn ansteigen. Durch diese leicht spiralige Ausbildung der Anlageflächen des Befestigungszapfens, die mit entsprechend geform- ten Anlageflächen der Aufnahme des Werkzeugschaftes in Kontakt sind, wird eine Axialkraft auf den Schneideinsatz in Richtung zum Werkzeugkörper hin ausgeübt. Die- se Axialkraft wirkt in voller Höhe auf den im Vergleich zum Bohrerdurchmesser gering

dimensionierten und daher gering mechanisch belastbaren Befestigungszapfen. Zu- sätzlich wird auf den Befestigungszapfen ein Drehmoment ausgeübt, das die mechani- sche Belastbarkeit der Verbindung zwischen Werkzeugschaft und Schneideinsatz wei- ter einschränkt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein aus einem Werkzeugschaft und einem Schneideinsatz ohne weiteres Befestigungsmittel zusammengesetztes Rundlauf- schneidwerkzeug, insbesondere einen Bohrer, anzugeben, das eine besonders stabile und belastbare Verbindung zwischen dem Werkzeugschaft und dem Schneideinsatz aufweist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1.

Hierbei weist ein Werkzeugschaft eines Rundlaufschneidwerkzeuges mit auswechsel- barem Schneideinsatz am Werkzeugumfang einen vorzugsweise insgesamt schräg zur Werkzeugachse gestellten Schenkel auf. In diesen Schenkel oder Führungslappen greift eine entsprechend schräg gestellte Anlagefläche eines Flügels des Schneid- einsatzes ein. Durch diese schräg gestellten Anlageflächen am Werkzeugumfang wird beim Eindrehen des Schneideinsatzes in den Werkzeugschaft eine Kraft erzeugt, die den Schneideinsatz gegen den Werkzeugschaft presst. Diese axiale Einpresskraft steigt bei der Nutzung des Werkzeuges mit steigenden Schnittkräften. Zur Übertragung des Drehmoments zwischen dem Schneideinsatz und dem Werkzeugschaft steht der äußere Durchmesserbereich des Schneideinsatzes beziehungsweise des Werkzeug- schaftes zur Verfügung. Durch die Anordnung der Anlageflächen am Werkzeugumfang werden die zur Drehmomentübertragung zwischen Werkzeugschaft und Schneideinsatz benötigten Kräfte auf das geringst mögliche Maß begrenzt.

Der Schneideinsatz deckt den Werkzeugschaft an dessen Schaftspitze nur teilweise ab. Insbesondere ist der Schenkel des Werkzeugschaftes an der Schaftspitze nicht oder lediglich teilweise vom Schneideinsatz abgedeckt. Damit kann sich die Anlageflä- che des Schneideinsatzes annähernd über dessen gesamte Höhe, mit Ausnahme des Befestigungszapfens, erstrecken. Auf diese Weise ist eine besonders großflächige Kraft-und Drehmomentübertragung zwischen Schneideinsatz und Werkzeugkörper gewährleistet. Der zur Drehmomentübertragung vorgesehene Schenkel am Umfang

des Werkzeugkörpers erstreckt sich vorzugsweise nahezu über die gesamte Höhe des Flügels des Schneideinsatzes, so dass der Flügel den Schenkel an der Schaftspitze nur geringfügig überragt.

Der Durchmesser des Schneidkörpers ist bevorzugt geringfügig größer als der Werk- zeugschaftdurchmesser. Somit ist auf einfache Weise sicher gestellt, dass bei der spanabhebenden Bearbeitung ausschließlich der Schneideinsatz die Werkstückober- fläche bearbeitet.

Der Schneideinsatz wird beim Einsetzen in den Werkzeugschaft zunächst mit dem Be- festigungszapfen in eine Aufnahmeöffnung eingesetzt und anschließend, vergleichbar einem Bajonettverschluss, gedreht. Um nach dem Einsetzen des Schneideinsatzes, vor dem Drehen, eine definierte axiale Position des Schneideinsatzes gegenüber dem Werkzeugschaft sicher zu stellen, ist nach einer bevorzugten Weiterbildung sowohl am Werkzeugschaft als auch am Schneideinsatz ein Führungsabsatz vorgesehen.

Die Axialkraft, die den Schneideinsatz in Richtung zum Werkzeugkörper zieht, ist vom Anlagewinkel abhängig, den die Anlageflächen des Schneideinsatzes sowie des Werk- zeugschaftes gegenüber der Werkzeugachse einnehmen. Sowohl eine ausreichend hohe Axialkraft als auch eine stabile Ausbildung des Schenkels des Werkzeugschaftes sowie des Flügels des Schneideinsatzes werden vorzugsweise realisiert mit einem An- lagewinkel von mindestens 15° und höchstens 60°, vorzugsweise 30°. Im Fall einer wendelförmigen Ausbildung der Spannut entspricht der Anlagewinkel vorzugsweise dem Drallwinkel der Spannut.

Der Befestigungszapfen sowie die korrespondierende Aufnahme des Werkzeugschaf- tes sind vorzugsweise derart ausgebildet, dass sich der Befestigungszapfen beim Ein- drehen des Schneideinsatzes in den Werkzeugschaft verspannt. Hierzu kann der Befe- stigungszapfen einen elliptischen Querschnitt aufweisen, während die Aufnahmeöff- nung einen kreisrunden Querschnitt hat. Die elliptische Ausbildung ausschließlich des Befestigungszapfens hat den Vorteil, dass bei der Herstellung des Werkzeuges aus- schließlich eine Außenkontur, nämlich am Schneideinsatz, elliptisch auszubilden ist, während auf eine elliptische Ausbildung einer Bohrung, die fertigungstechnisch sehr

aufwändig wäre, verzichtet werden kann. Anstelle eines im wesentlichen zylinderförmi- gen Zapfens, gegebenenfalls mit einem leicht elliptischen Querschnitt, kann der Schneideinsatz auch einen Zapfen mit einer Kegelform aufweisen. Die in diesem Fall kegelförmige Aufnahme des Werkzeugschaftes kann ebenfalls in fertigungstechnisch vorteilhafter Weise einen vom Zapfenquerschnitt geringfügig abweichenden, kreisför- migen Querschnitt aufweisen. Der Zapfen kann sich nach unten, das heißt zum Werk- zeugschaft hin, kegelförmig verjüngen, wodurch ein besonders leichtes Einsetzen des Zapfens in den Werkzeugschaft ermöglicht ist, oder alternativ nach unten aufweiten, wodurch in Kombination mit der elliptischen Querschnittsform die Verspannung des Schneideinsatzes im Werkzeugschaft verstärkt wird. Ein Einsetzen und Verspannen des Schneideinsatzes im Werkzeugschaft ist in jedem Fall problemlos möglich, da die Aufnahmeöffnung des Werkzeugschaftes an den Spannuten offen ist.

Nach einer bevorzugten Weiterbildung weisen sowohl der Schenkel des Werkzeug- schaftes als auch der Flügel des Schneideinsatzes jeweils zusätzlich zur Anlagefläche eine entgegengesetzt zu dieser schräg zur Werkzeugachse gestellte Zusatzanlageflä- che auf. Die Zusatzanlageflächen schließen sich vorzugsweise an die Anlageflächen an, wobei eine in Relation zu den Anlageflächen und Zusatzanlageflächen gering di- mensionierte Übergangsfläche zwischen diesen Flächen vorgesehen sein kann. Indem die Anlageflächen der Werkzeugspitze und die Zusatzanlageflächen dem Werkzeug- schaft zugewandt sind, ist eine gezielte Verstärkung des beim bestimmungsgemäßen Einsatz des Werkzeugs mechanisch besoders belasteten Übergangsbereichs zwischen den Schenkeln und dem angrenzenden Bereich des Werkzeugschaftes gegeben. Ins- gesamt bilden die Anlage-und Zusatzanlageflächen eine großflächige Kontaktfläche zur Kraft-und Drehmomentübertragung zwischen dem Werkzeugschaft und dem Schneideinsatz. Hierbei grenzen sowohl die Anlageflächen als auch die Zusatzanlage- flächen-abgesehen von gegebenenfalls vorhandenen Fasen an den einzelnen Flä- chen-an den Werkzeugumfang, so dass hinsichtlich der Drehmomentübertragung besonders günstige geometrische Verhältnisse gegeben sind.

Ähnlich der Anlageflächen, welche vorzugsweise einen Anlagewinkel von 15° bis 60° zur Werkzeugachse einnehmen, sind die Zusatzanlageflächen vorzugsweise um einen Zusatzanlagewinkel von-10° bis-60° schräg zur Werkzeugachse gestellt. Bevorzugt

sind die Zusatzanlageflächen betragsmäßig um einen geringeren Winkel schräg gestellt als die Anlageflächen.

Während durch die Anlageflächen eine axiale Kraft erzeugt wird, die den Schneidein- satz zum Werkzeugschaft zieht, bewirken die Zusatzanlageflächen eine axiale Kraft in entgegengesetzter Richtung. Um sicherzustellen, dass eine resultierende Kraft den Schneideinsatz am Werkzeugschaft festzieht, ist die sogenannte Anlagehöhe, bezogen auf die Werkzeugachse, über welche sich die Anlagefläche des Schenkels erstreckt, bevorzugt größer als die sogenannte Gegenanlagehöhe, über welche sich die Zusatz- anlagefläche des Schenkels erstreckt. Entsprechendes gilt für die Anlagefläche und Zusatzanlagefläche am Flügel des Schneideinsatzes. Die unterschiedliche Dimensio- nierung der Anlageflächen einerseits und der Zusatzanlageflächen andererseits hat somit den gleichen Effekt, nämlich die Erzeugung einer resultierenden anziehenden Kraft zwischen Werkzeugschaft und Schneideinsatz beim Betrieb des Werkzeugs, wie die betragsmäßig unterschiedliche Schrägstellung der verschiedenen Flächen.

Nachfolgend wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand einer Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen : Fig. 1 ein aus einem Bohrerschaft und einem Schneideinsatz zusammenge- setztes Rundlaufschneidwerkzeug, Fig. 2 den Werkzeugschaft des Rundlaufschneidwerkzeuges nach Fig. 1, Fig. 3 den Schneideinsatz des Rundlaufschneidwerkzeuges nach Fig. 1, Fig. 4 im Querschnitt den Werkzeugschaft mit gelöstem Befestigungszapfen des Schneideinsatzes, Fig. 5 im Querschnitt den Werkzeugschaft mit gespanntem Befestigungszapfen des Schneideinsatzes, Fig. 6 ein aus einem Werkzeugschaft und einem Schneideinsatz zusammenge- setztes Rundlaufschneidwerkzeug in einer alternativen Ausführungsform, Fig. 7 den Werkzeugschaft des Rundlaufschneidwerkzeugs nach Fig. 6, Fig. 8 ein Detail des Werkzeugschaftes nach Fig. 7, Fig. 9 den Schneideinsatz des Rundlaufschneidwerkzeugs nach Fig. 6, und Fig. 10 ein Detail des Schneideinsatzes nach Fig. 9.

Einander entsprechende Teile sind in allen Figuren mit den gleichen Bezugszeichen versehen.

Die Figuren 1 bis 3 zeigen perspektivisch einen Schneidkörper oder Schneideinsatz 1 sowie einen Bohrerschaft oder Werkzeugschaft 2 eines als Bohrer ausgebildeten Rundlaufschneidwerkzeugs 3. In analoger Weise kann beispielsweise auch ein Senk-, Fräs-oder Reibwerkzeug aufgebaut sein. Als Werkstoffe für den Schneideinsatz 1 kommen insbesondere Hartmetall, Cermet, Keramik und HSS, jeweils beschichtet oder unbeschichtet, in Betracht. Eine Bestückung eines Schneideinsatzes 1 mit PKD oder CBN ist möglich. Der Schneideinsatz 1 ist beispielsweise entweder in konventioneller Weise durch Schleifen fertig bearbeitet oder mit Hilfe des so genannten"Metal Injecting Molding" (MIM) Verfahrens hergestellt. Der Schneidkörper 1 ist an der Schaftspitze 4 des Werkzeugschaftes 3 in diesen einsetzbar. Hierzu sowie zum Lösen des Schnei- deinsatzes 1 vom Bohrerschaft 2 ist ein nicht dargestellter Schlüssel zu verwenden. Die Werkzeugdrehrichtung ist mit D gekennzeichnet, die Werkzeug-oder Bohrerachse mit A. Der vorzugsweise aus Stahl oder Hartmetall gefertigte Bohrerschaft 2 weist zwei wendelförmige Spannuten 5 auf, die sich von einer nicht dargestellten Bohreraufnahme bis zur Schaftspitze 4 erstrecken. Alternativ zu den zwei wendelförmigen Spannuten 5 kann der Bohrerschaft 2 auch eine hiervon abweichende Anzahl gerader oder wendel- förmiger Spannuten aufweisen. Zwei an die Spannuten 5 grenzende Ausnehmungen 6 an der Schaftspitze 4 weisen jeweils einen senkrecht zur Bohrerachse A verlaufenden Rand 7 sowie eine schräg zur Bohrerachse A verlaufende Anlagefläche 8 auf. Die An- lagefläche 8 begrenzt jeweils einen Schenkel 9 am Umfang des Bohrerschaftes 2. Bei zusammengesetztem Bohrer 3 liegt an der Anlagefläche 8 des Schenkels 9 eine Anla- gefläche 10 eines Flügels 11 des Schneideinsatzes 1 an. Die Anlageflächen 8,10 sind derart relativ zur Werkzeugachse A schräg gestellt, dass sich der Schneideinsatz 1 bei Rotation des Rundlaufschneidwerkzeugs 3 in Werkzeugdrehrichtung D am Bohrer- schaft 2 festzieht. Die Schrägstellung der Anlageflächen 8,10 relativ zur Werkzeugach- se A entspricht dem Drallwinkel der Spannuten 5. Die Flügel 11 des Schneideinsatzes 1 weisen somit längs der Bohrerachse A eine über annähernd deren gesamte Höhe H eine konstante Breite B auf.

Die Flügel 11 des Schneidkörpers 1 überragen den Bohrerschaft 2 an der Schaftspitze 4 geringfügig. Die Schenkel 9 sind an der Schaftspitze 4 durch den Schneideinsatz 1 nicht abgedeckt. Der Schneidkörperdurchmesser Ds des Schneideinsatz 1 ist geringfü- gig größer als der Werkzeugschaftdurchmesser Dw. Der Übergang zwischen dem Rand 7 des Bohrerschaftes 2 und der anschließenden Anlagefläche 8 des Schenkels 9 ist abgerundet ausgeführt, um mechanische Belastungsspitzen zu vermeiden. Am Rand 7 liegt die schaftseitige Schmalseite 12 des Schneideinsatzes 1 an. Beim Einsetzen des Schneidkörpers 1 in den Bohrerschaft 2, vor dem Festdrehen, steht diese Anlagefläche 8 zur Positionierung des Schneidkörpers 1 nicht zu Verfügung. Um den Schneidkörper 1 vor dem Festdrehen definiert zu positionieren ist am Bohrerschaft 2 angrenzend an die Schenkel 9 ein Führungsabsatz 13 sowie am Schneideinsatz 1 ein korrespondie- render Führungsabsatz 14 vorgesehen. An den Führungsabsatz 14 des Schneideinsat- zes 1 grenzt ein Befestigungszapfen 15, der zur Aufnahme in einer Aufnahmeöffnung 16 des Werkzeugschaftes 2 vorgesehen ist. Die an der Schaftspitze 4 sowie am Boh- rerumfang angeordnete Ausnehmung 6 bildet zusammen mit der an diese grenzende Aufnahmeöffnung 16 einen Raum zum Einsetzen des Schneidkörpers 1 einschließlich des Befestigungszapfens 15 in den Werkzeugschaft 2. Der Befestigungszapfen 15 weist eine Fase 17 auf, durch welche das Einsetzen in die Aufnahmeöffnung 16 er- leichter ist. Die Aufnahmeöffnung 16 ist konzentrisch zur Bohrerachse A angeordnet und hat einen kreisrunden Querschnitt, wobei der Querschnitt längs der Bohrerachse A variieren kann. Alternativ zu einer zylindrischen Aufnahmeöffnung 16 kann diese auch konisch ausgebildet sein, insbesondere sich nach unten, das heißt von der Schaftspitze 4 weg, verjüngend. Im umgekehrten Fall einer sich nach unten konisch erweiternden Aufnahmeöffnung 16 ist durch diese eine weitere Sicherung gegen Herausfallen oder Herausziehen des Schneideinsatzes 1 aus dem Werkzeugschaft 2 gegeben. Die Auf- nahmeöffnung 16 ist zu den Spannuten 5 hin offen, so dass in jedem Fall ein leichtes Einsetzen des Schneideinsatzes 1 in den Werkzeugschaft 2 ermöglicht ist. Der Schneidkörper 1 ist bei jeder Ausbildung des Befestigungszapfens 15 sowie der Auf- nahmeöffnung 16 auf einfache Weise zentrierbar.

Die Figuren 4 und 5 zeigen im Querschnitt den Werkzeugschaft 2 mit in die Aufnahme- öffnung 16 eingesetzten Befestigungszapfen 15 in gelöster bzw. eingespannter Positi- on. Der Befestigungszapfen 15 hat nach dieser bevorzugten Ausführungsform einen

geringfügig elliptischen Querschnitt. Durch den elliptischen Querschnitt hat der Befesti- gungszapfen 15 beim Einsetzen in die Aufnahmeöffnung 16 etwas Spiel. Durch Dre- hung des Schneideinsatzes 1 um ca. 45° verspannt sich der Befestigungszapfen 15 in der Aufnahmeöffnung 16. Der Befestigungszapfen 15 ist derart seitlich angeschnitten, dass sich dieser im eingespannten Zustand der Form der Spannuten 5 anpasst. An- stelle eines elliptischen Querschnitts kann der Befestigungszapfen 15 und/oder die Aufnahmeöffnung 16 auch einen sonstigen von der Kreisform abweichenden Quer- schnitt aufweisen, durch welchen eine Verspannung des Befestigungszapfens 15 in der Aufnahmeöffnung 16 des Bohrerschafts 2 erreichbar ist. Derartige Querschnittsgestal- tungen sind beispielsweise bei einem Spannmittel nach der DE 199 45 097 A1 zum dreh-und schubfesten Verbinden einer Welle mit einer Nabe bekannt.

Die geringfügig elliptische Ausbildung des Querschnitts des Befestigungszapfens 15 ist sowohl bei zylindrischer Grundform des Befestigungszapfens 15 als auch bei konischer Ausbildung der Aufnahmeöffnung 16 sowie Befestigungszapfens 15 realisierbar. Im Fall einer sich nach unten konisch erweiternden Aufnahmeöffnung 16 und eines zugleich elliptischen Querschnitts des insgesamt ebenfalls konisch ausgebildeten Befestigungs- zapfens 15 entsteht beim Eindrehen des Befestigungszapfens 15 in die Aufnahmeöff- nung 16 eine Axialkraft, die diesen in die Aufnahmeöffnung 16 zieht und somit die Axialkraft unterstützt, die mittels der Anlageflächen 8,10 den Schneideinsatz 1 am Werkzeugschaft 2 hält.

Die Fig. 6 bis 10 zeigen als Rundlaufschneidwerkzeug einen Bohrer 3 beziehungsweise den Werkzeugschaft 2 oder den Schneideinsatz 1 des Bohrers 3 in einer bevorzugten alternativen Ausgestaltung. Hierbei hat der Schenkel 9 des Werkzeugschaftes 2 zu- sätzlich zur Anlagefläche 8 eine Zusatzanlagefläche 8a. Analog weist der Flügel 11 des Schneideinsatzes 1 eine mit der Zusatzanlagefläche 8a des Werkzeugschaftes 2 korre- spondierende Zusatzanlagefläche 10a auf. Im Übrigen entspricht die Gestaltung des Rundlaufschneidwerkzeugs 1 nach diesem zweiten Ausführungsbeispiel im Wesentli- chen der Gestaltung nach dem ersten Ausführungsbeispiel. Beide Zusatzanlageflächen 8a, 10a sind relativ zur Werkzeugachse A entgegengesetzt zu den Anlageflächen 8,10 schräg gestellt. Zwischen der Anlagefläche 10 und derZusatzanlagefläche 10a des Flügels 11 erstreckt sich etwa parallel zur Bohrerachse A eine Übergangsfläche 18.

Dagegen ist die Anlagefläche 8 mit der Zusatzanlagefläche 8a des Schenkels 9 ledig- lich über eine Ausrundung 19 verbunden. Bei in den Werkzeugschaft 2 eingesetztem Schneideinsatz 1 liegt daher die Übergangsfläche 18 nicht am Werkzeugschaft 2 an.

Die Drehung des Schneideinsatzes 1 relativ zum Werkzeugschaft 2 beim Zusammen- setzen des Bohrers 3 ist daher nicht durch die Übergangsfläche 18, sondern lediglich durch die Anlage-und Zusatzanlageflächen 8,10, 8a, 10a begrenzt.

Die Anlagefläche 8 des Schenkels 9 erstreckt sich, bezogen auf die Bohrerachse A, über eine Anlagehöhe Ha. Die Höhe, über welche sich die Zusatzanlagefläche 8a er- streckt, wird als Gegenanlagehöhe Hg bezeichnet. Der Betrag der Anlagehöhe Ha über- steigt den Betrag der Gegenanlagehöhe Hg um etwa 50 %. Mit der Bohrerachse A schließt die Anlagefläche 8a einen Anlagewinkel a1 und die Zusatzanlagefläche 8a ei- nen Zusatzanlagewinkel a2 ein. Der Betrag des Zusatzanlagewinkels a2 ist geringer als der Betrag des Anlagewinkels al. Im dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt der An- lagewinkel a1 30° und Zusatzanlagewinkel a2 20°. Dieser Winkelunterschied trägt zu- sätzlich zur geringeren Höhe der Zusatzanlagefläche 8a im Vergleich zur Anlageflä- che 8 dazu bei, dass die Axialkraft, welche durch die Schrägstellung der Zusatzanlage- fläche 8a sowie der korrespondierenden Zusatzanlagefläche 10a des Schneideinsatzes 1 diesen vom Werkzeugschaft 2 weg zieht, geringer ist als die entgegengesetzte Axial- kraft aufgrund der Schrägstellung der Anlageflächen 8,10. Es verbleibt somit bei der Bearbeitung eines Werkstücks mit dem Bohrer 3 eine resultierende Kraft, die den Schneideinsatz 1 am Werkzeugschaft 2 festzieht.

Durch die entgegengesetzt zur Anlagefläche 8 schräg gestellte Zusatzanlagefläche 8a des Schenkels 9 ist eine Verstärkung des Werkzeugschaftes 2 am beim Bohren be- sonders stark belasteten Übergang zwischen dem Schenkel 9 und dem angrenzenden Bereich des Werkzeugschaftes 2 gegeben. Zugleich ist die Stabilität des Schneidein- satzes 1 durch die Zusatzanlagefläche 10a an dessen Flügel 11 nicht beeinträchtigt.

Ebenso ist die Möglichkeit des einfachen Einsetzens und Herausnehmens des Schnei- deinsatzes 1 in den bzw. aus dem Werkzeugschaft 2 durch die Zusatzanlageflächen 8a, 10a nicht beeinflusst.