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Patent Searching and Data


Title:
ROTARY HELICAL SCREW-TYPE COMPRESSOR
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2000/053931
Kind Code:
A1
Abstract:
Every one of the pressure-side journals of the shaft (23, 29) of the rotors of a rotary helical screw-type compressor is arranged in the rotor housing (3) on a system of angular ball bearings (91, 93) which have no end play. Said bearings, on their sides facing the rotor (9, 11), rest against an inner shoulder (97) of the rotor housing (3) and against a spacer ring (101) encircling the journal of the shaft (23, 29). The length of the spacer ring (101) is larger than the distance between the inner shoulder (97) and the front face (113) of the rotor housing facing the rotor (9, 11). By appropriately choosing this length the width of the rotor gap between the rotor front face and the housing front face can be exactly defined. The spacer ring (101) can be additionally configured as a guide ring for interacting with a sealing system which seals the journal of the shaft.

Inventors:
Achtelik, Carsten (Terhardthof 55 Dinslaken, D-46539, DE)
Gilfert, Karl-heinz (Brüderstr. 2 Oberhausen, D-46145, DE)
Heinz, Arno (Württembergstr. 37 Oberhausen, D-46149, DE)
Mürmann, Walter (Weierstr. 61 Oberhausen, D-46149, DE)
Application Number:
PCT/EP2000/002153
Publication Date:
September 14, 2000
Filing Date:
March 10, 2000
Export Citation:
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Assignee:
GHH-RAND SCHRAUBENKOMPRESSOREN GMBH (Steinbrinkstr. 1 Oberhausen, D-46145, DE)
Achtelik, Carsten (Terhardthof 55 Dinslaken, D-46539, DE)
Gilfert, Karl-heinz (Brüderstr. 2 Oberhausen, D-46145, DE)
Heinz, Arno (Württembergstr. 37 Oberhausen, D-46149, DE)
Mürmann, Walter (Weierstr. 61 Oberhausen, D-46149, DE)
International Classes:
F01C21/02; F01C21/10; F04C23/00; F04C27/00; F04C28/28; F04C29/00; F04C29/02; F04C29/06; F04C18/16; (IPC1-7): F04C18/16; F04C23/00; F04C29/06; F04C29/00; F04C29/02; F04C27/00
Foreign References:
US5209636A1993-05-11
US5655844A1997-08-12
DE4415875A11994-11-10
Other References:
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 1996, no. 11 29 November 1996 (1996-11-29)
PATENT ABSTRACTS OF JAPAN vol. 017, no. 443 (M - 1463) 16 August 1993 (1993-08-16)
Attorney, Agent or Firm:
GLAWE, DELFS, MOLL & PARTNER (Postfach 26 01 62 München, D-80058, DE)
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Claims:
Ansprüche
1. Schraubenkompressor mit zwei in einem Rotorgehäuse (3) achsparallel gelagerten Rotoren, die mit schraubenförmigen Zähnen und Zahnlücken ineinandergreifen und im Betrieb Luft von einem saugseitigen Ende in Richtung auf ein druckseitiges Ende des Rotorgehäuses (3) fördern und dabei verdichten, einem am druckseitigen Ende des Rotorgehäuses (3) angeord neten Getriebegehäuse (1), in welchem eine Antriebswelle (17) mit Antriebsgetriebe (19,21) für die Rotoren (9,11) gela gert ist und eine Ölschmierung für das Antriebsgetriebe vor gesehen ist, einem Synchronisiergetriebe (25,27), das die Rotoren (9,11) zu synchrongegenläufigem, berührungsfreiem Gleichlauf kop pelt und einer am saugseitigen Ende des Rotorgehäuses (3) ange ordneten Lageranordnung für die Wellenzapfen (55,57) der Ro toren (9,11), dadurch gekennzeichnet, daß der druckseitige Wellenzapfen (23,29) jedes der beiden Rotoren (9,11) durch eine axialspielfreie Anordnung von zwei Schrägkugellagern (91,93) im Rotorgehäuse gelagert ist, daß das dem Rotor (9,11) näherliegende Schrägkugellager (93) gegen eine Innenschulter (97) des Rotorgehäuses (3) und gegen einen den Wellenzapfen (23,29) umgebenden Distanzring (101) anliegt, und daß die axiale Länge b des Distanzrings (101) um ein Übermaß größer ist als der Abstand a der Innenschulter (97) des Rotorgehäuses von der dem Rotor (9) zugewandten Stirn fläche (113) des Rotorgehäuses (3) derart, daß das Übermaß des Distanzrings (101) die Breite des Spaltes zwischen der Stirnfläche des Rotors (9,11) und der inneren Stirnfläche (113) des Rotorgehäuses bestimmt.
2. Schraubenkompressor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Distanzring (101) als ein gehärteter Laufring mit polierter Oberfläche ausgebildet ist, mit dem eine den Distanzring (101) umgebende Dichtungsanordnung (103,105) für den Wellenzapfen (23) bzw. (29) zusammenwirkt.
Description:
Schraubenkompressor Die Erfindung betrifft einen Schraubenkompressor von der im Oberbegriff des Anspruchs 1 genannten Art. Die Erfindung ist vorzugsweise, aber nicht ausschließlich anwendbar bei einem Schraubenkompressor für die Erzeugung eines Druck- luftstroms für den pneumatischen Transport von Schüttgü- tern, und insbesondere bei einem für die Anbringung an ei- nem Silofahrzeug ausgebildeten Schraubenkompessor.

Schraubenkompressoren sind nach dem Verdrängerprinzip ar- beitende Luftverdichter, die im Vergleich zu anderen Kom- pressortypen vorteilhafte Eigenschaften aufweisen, die sie besonders für den pneumatischen Transport von Schüttgütern geeignet machen. Dies gilt insbesondere für sogenannte trockenlaufende Schraubenkompressoren, bei denen die durch ein Gleichlaufgetriebe synchronisierten Schraubenrotoren keine Berührung miteinander und mit den umgebenden Gehäu- seteilen haben. Im Kompressionsraum ist deshalb keine Schmierung erforderlich, so daß diese ölfrei gehalten wer- den kann und somit jegliche Verunreinigung der Druckluft mit Ö1 vermieden wird. Durch den berührungsfreien Lauf der Rotoren findet auch in diesem Bereich kein Verschleiß statt, der die Lebensdauer reduziert, und es entsteht kein Abrieb, der die geförderte Luft verunreinigen kann. Schrau- benkompressoren sind aufgrund ihrer Betriebscharakteristik vor allem zur Realisierung hoher Druckverhältnisse geeignet und sind unempfindlich gegen kurzfristige Drucksteigerun- gen, die durch Verstopfung der mit der Druckluft beauf- schlagten Rohrleitung verursacht werden könnten. Schließ- lich haben sie geringeres Gewicht und geringe Abmessungen, was sie besonders für mobilen Einsatz z. B. an Silofahrzeu- gen geeignet macht.

Für den Wirkungsgrad eines derartigen Schraubenkompressors kommt es entscheidend auf einen möglichst kleinen und exakt definierten Spalt zwischen den druckseitigen Rotorstirnflä- chen und der ihnen benachbarten Stirnwand des Rotorgehäuses an. Dieser Spalt soll im Betrieb eine Breite haben, die möglichst nicht größer als 100 pm ist und innerhalb sehr genauer Toleranzen eingehalten wird. Die die Spaltbreite beeinflussenden Toleranzen addieren sich aus den Ferti- gungstoleranzen der Bauteile (Rotorwellenzapfen, Gehäuse- bohrungen) und den Axialspielen der zur Lagerung der Wel- lenzapfen verwendeten Wälzlager. Da auch diese Axialspiele ihrerseits eine herstellungsbedingte Toleranz aufweisen, die sich durch die Einbau-und Betriebsbedingungen auch verändern kann, war es bisher üblich, bei der Fertigung je- des Einzelkompressors den Rotorspalt durch Ausprobieren einzustellen, und zwar durch Einsetzen unterschiedlich dicker Beilagscheiben zwischen die an den Spielanschlag ge- drückten Wälzlager und die zugeordneten Gehäuseanlageflä- chen. Da man somit ohnehin auf Ausprobieren angewiesen war, hat man auch davon abgesehen, bei den Fertigungstoleranzen der Wellenzapfen und Gehäuseanlageflächen eine besonders hohe Genauigkeit einzuhalten.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schrauben- kompressor dieser Art so auszubilden, daß bei der Montage des Kompressors eine sehr genaue Einhaltung eines vorgege- benen Spaltes zwischen den Rotorstirnflachen und der Gehau- sestirnwand erzielt werden kann, die nicht von Axialspielen der Wälzlager und deren Toleranzen abhängt und kein Ausprobieren mittels unterschiedlich bemessener Beilag- scheiben bei der Montage des Kompressors erfordert.

Die erfindungsgemäße Lösung der Aufgabe ist im Anspruch 1 angegeben. Durch die Verwendung einer axialspielfreien An- ordnung von Schrägkugellagern wird jeder Einfluß eines herstellungsbedingt unterschiedlichen Axialspiels der Wälzlager auf die Einstellung des Rotorspalts eliminiert.

Dies schafft die Voraussetzung dafür, die Breite des Rotor- spaltes auf einen sehr exakt definierten Wert vorzugeben, und zwar durch entsprechend genaue Bearbeitung der Länge eines den Wellenzapfen umgebenden Distanzrings, der als Ab- standshalter zwischen den Schrägkugellagern und der Rotor- stirnfläche dient und ein vorgegebenen Übermaß gegenüber dem ebenfalls entsprechend genau bearbeiteten axialen Ab- stand zwischen zwei den Schrägkugellagern bzw. dem Rotor zugewandten Stirnflächen des Rotorgehäuses. Der Distanzring kann eine zusätzliche Funktion als Laufring für das Zusammenwirken mit einer den Wellenzapfen abdichtenden Dichtungsanordnung haben.

Eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Kompressors wird anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigt : Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des Kompressors mit Ansaugfilter, von der Seite gesehen ; Fig. 2 einen Vertikalschnitt durch den Kompressor von Fig. 1 ; Fig. 3 einen horizontalen Schnitt durch den Kompressor in der die beiden Rotorachsen enthaltenden Ebene ; Fig. 4 eine weitere perspektivische Darstellung des Kom- pressors in Untersicht, vom saugseitigen Ende her gesehen, bei abgenommenem Ansauggehäuse und Ölbe- hälter ; Fig. 5 ein Detail der perspektivischen Ansicht gemäß Fig.

1, mit einer geänderten Ausführungsform des Ansaug- gehäuses ; Fig. 6 ein vergrößertes Detail der Schnittdarstellung von Fig. 2 im Bereich der saugseitigen Rotorlage- rung.

Fig. 7 ein vergrößertes Detail der Schnittdarstellung von Fig. 3 im Bereich der druckseitigen Rotorla- gerung.

In allen Figuren sind gleiche oder einander entsprechende Teile mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet.

Das Gehäuse des in Fig. 1-4 dargestellten Kompressors setzt sich aus den folgenden Hauptteilen zusammen : einem Getriebegehäuse 1, einem Rotorgehäuse 3, einem Einströmge- häuse 4, einem Ansauggehäuse 5 und einem Ölbehälter 7. In dem Rotorgehäuse 3 sind zwei Rotoren, nämlich ein Haupt- läufer 9 (Profilzåhne) und ein Nebenläufer 11 (Profillük- ken) drehbar gelagert, die mit ihren schraubenförmigen Zähnen und Zahnlücken ineinandergreifen und dabei abgedich- tete Kammern bilden, die sich bei der Drehung des Rotors in Axialrichtung verschieben und verkleinern und dabei die an- gesaugte Luft komprimieren. Bei Betrieb werden die Rotoren so angetrieben, daß ihr in den Fig. 1-3 rechtes Ende die Saugseite ist. Hier wird Luft durch an der Stirnseite des Rotorgehäuses 3 vorgesehene Einströmöffnungen 13 angesaugt.

Die Luft wird von den ineinandergreifenden Zähnen und Zahnlücken des Rotorpaares in Axialrichtung nach links gefördert und tritt als komprimierte Luft am druckseitigen Ende der Rotoren an einem nach oben gerichteten Druckauslaß 15 aus. Das Funktionsprinzip eines Schraubenkompressors ist bekannt und wird hier nicht näher erläutert.

Das Getriebegehäuse 1 hat die Form eines scheibenartigen Stånders. In ihm ist in Lagern 16,18 die Antriebswelle 17 des Kompressors gelagert, deren aus dem Gehäusedeckel 49 herausragender Wellenzapfen 17a an einen nicht dargestell- ten Drehantrieb angeschlossen ist. Das Getriebegehause 1 enthält ferner ein Antriebsgetriebe, bestehend aus einem auf der Antriebswelle 17 befestigten Zahnrad 19 und einem auf dem Wellenzapfen 23 des Nebenläufers 11 befestigten Zahnrad 21, durch welches die Drehung der Antriebswelle 17 mit geeignetem Übersetzungsverhältnis auf den Nebenläufer 11 übertragen wird. Ferner ist im Getriebegehäuse 1, d. h. ebenfalls auf der Druckseite der Rotoren 9,11, das für den Synchronlauf dieser Rotoren sorgende Synchronisiergetriebe untergebracht, bestehend aus den ineinandergreifenden Zahn- rädern 25,27, die auf dem Wellenzapfen 23 des Nebenläufers bzw. auf dem Wellenzapfen 29 des Hauptläufers 9 befestigt sind. Das Synchronisiergetriebe sorgt dafür, daß die Roto- ren 9,11 mit sehr geringem Spiel, aber berührungsfrei in- einander greifen. Hierdurch ist es möglich, ohne jede Ölschmierung zwischen den Rotoren 9,11 auszukommen, d. h. einen trockenlaufenden Kompressor zu realisieren. Dies ist besonders wichtig, wenn der Kompressor einen von Ölrück- stand absolut freien Luftstrom zur pneumatischen Förde- rung von empfindlichem Fördergut erzeugen soll.

Das ingesamt stander-oder scheibenförmig ausgebildete Ge- triebegehäuse 1 hat an seiner unteren Standfläche beider- seits vorkragende Befestigungsfüße 31 mit Löchern 33 für Befestigungsschrauben, mit denen der gesamte Kompressor an einer geeigneten Unterlage, z. B. einem Fahrzeug, befestigt werden kann.

Zum Zweck der ständigen Schmierung des Antriebsgetriebes 19,21 und des Synchronisiergetriebes 25,27 wird in den Bereich des Verzahnungseingriffs beider Getriebe Schmieröl eingespritzt, das durch eine Ölpumpe 45 ständig umgewälzt wird. Ein erforderlicher Vorrat an Ol wird in dem Ölbehäl- ter 7 vorrätig gehalten, der mit dem Innenraum des Getrie- begehäuses 1 kommuniziert. Mit den Wellenzapfen 23,29 der Rotoren 9,11 wirken Dichtungsanordnungen 35 zusammen, die den Ölzutritt zu den Rotoren 9,11 und damit zum Verdich- tungsraum des Kompressors verhindern. Diese Dichtungsan- ordnungen werden noch im einzelnen erläutert. Da das An- triebsgetriebe 19,21 und das Synchronisiergetriebe 25,27 beide auf der Druckseite der Rotoren 9,11 angeordnet sind und die saugseitigen Lager der Rotoren fettgefüllt sind, wie noch erläutert wird, wird an der Saugseite der Rotoren (in Fig. 1-3 rechts) keine Ölschmierung benötigt. Es sind deshalb auch keine Ölleitungen, wie bei der üblichen Bauart von Schraubenkompressoren, erforderlich, durch die Öl von der Druckseite zur Saugseite des Rotors und zurück zirku- lieren kann.

Wie aus Fig. 1 und Fig. 3 ersichtlich, ist das Rotorgehause 3 am Getriebegehäuse 1 mittels einer Flanschverbindung 37 so befestigt, daß es vom Getriebegehäuse 1 frei auskragt.

Auch der Olbehalter 7, der eine flache Kastenform hat, ist am Getriebegehäuse 1 so befestigt, daß er von diesem frei auskragt, und zwar etwa parallel zum Rotorgehäuse 3 und unterhalb desselben. Die Seitenwände des Ölbehälters 7 sind mit Kühlrippen 39 versehen. Zwischen dem Ölbehälter 7 und der Unterseite des Rotorgehäuses 3 befindet sich ein relativ breiter Luftzwischenraum 41. Mit dieser Anordnung des Rotorgehäuses 3 und Ölbehälters 7 relativ zueinander und zum Getriebegehäuse 1 wird erreicht, daß die Wärmeüber- tragung, insbesondere Wärmeleitung, vom Rotorgehäuse 3 zum Ölbehälter 7 auf ein Minimum reduziert wird. Damit wird vermieden, daß die bei Betrieb des Kompressors im Rotorge- häuse 3 durch die Luftverdichtung erzeugte Wärme zu einer unerwunschten Aufheizung des Ölvorrats im Ölbehälter 7 führt, obwohl der Ölbehälter 7 direkt mit dem Getriebege- häuse verbunden ist. Durch die direkte Befestigung (Flanschverbindung) des Ölbehälters 7 an dem Getriebegehau- se 1 kann dieser mit dem Getriebegehäuse 1 über eine große Öffnung 43 kommunizieren. Gesonderte Ölleitungen entfallen.

Für die Zirkulation des Öls im Inneren des Getriebegehäuses 1, bzw. zum Erzeugen eines Ölnebels, dient eine Ölpumpe 45, die die Antriebswelle 17 umgibt und von dieser angetrieben wird. Das Gehäuse der Ölpumpe 45 hat einen nach außen ab- stehenden Flansch 47, der zur Zentrierung des am Getriebe- gehäuse 1 befestigten Gehäusedeckels 49 dient. Die Ölpumpe 45 wird mit 4 Schrauben 51 (Fig. 3) und zugehörigen Gewin- debohrungen am Getriebegehäuse 1 befestigt.

Aufgrund der Anordnung des Antriebsgetriebes 19,21 und Synchronisiergetriebes 25,27 auf der Druckseite der Roto- ren 9,11 befinden sich auf deren Saugseite lediglich die Lager 53 für die saugseitigen Wellenzapfen 55,57 in einem das Rotorgehäuse 3 saugseitig abschließenden Einströmge- häuse 4, in dem zwischen Stützrippen 14 die zum Innenraum des Rotorgehäuses 3 führenden Einströmöffnungen 13 ausge- bildet sind. Den Lagern 53 sind mit den Wellenzapfen 55,57 zusammenwirkende Dichtungsanordnungen 61 vorgelagert, die noch erläutert werden.

Die uber die Lager 53 vorstehenden Enden der saugseitigen Wellenzapfen 55,57 der Rotoren 9,11 sind mit einem Werk- zeugeingriff für den Ansatz eines Drehwerkzeuges versehen.

Bei dem in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel besteht der Werkzeugeingriff aus zwei Abflachungen 63 für den Ansatz eines Maulschlüssels. Der Werkzeugeingriff kann aber auch die Form eines Vierkants, Sechskants, eines Innensechskants oder dergleichen aufweisen. Die mit dem Werkzeugeingriff versehenen Wellenzapfen 55,57 sind durch Abnehmen eines auf dem Einströmgehäuse 4 mit Schrauben befestigten Gehäu- sedeckels 65 leicht zugänglich.

Durch Ansetzen eines Drehwerkzeugs an einem oder beiden saugseitigen Wellenzapfen der Rotoren 9,11 ist es möglich, diese von Hand zu drehen und dadurch eine Blockierung der Rotoren zu beseitigen, die auftreten kann, wenn staub- förmiges Gut, das durch den vom Kompressor erzeugten Druck- luftstrom gefördert werden soll, in Folge eines Material- rückschlages in das Innere des Rotorgehäuses 3 und zwischen die Rotoren 9,11 gelangt. Durch Drehen des Antriebswel- lenzapfens 17a kann eine solche Blockierung in der Regel nicht beseitigt werden, da das Antriebsgetriebe 19,21 eine zu hohe Übersetzung hat.

Das das Rotorgehäuse 3 saugseitig abschließende, die Ein- strömöffnungen 13 aufweisende Einströmgehäuse 4 ist mit Ab- stand von einem großvolumigen Ansauggehause 5 umgeben (in Fig. 2 und Fig. 3 nur strichpunktiert angedeutet), das mit- tels Schrauben an einem Flansch 67 des Rotorgehäuses 3 be- festigt ist. In diesem direkt am Rotorgehäuse 3 befestigten Ansauggehäuse 5 befindet sich ein Ansaugfilter zum Filtern der angesaugten Luft und/oder ein Dämpfer zur Schalldämpfung. Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform enthält das Ansauggehäuse 5 ein Filter 6 aus einem geeig- neten porösen bzw. luftdurchlässigen Filtermaterial. Das Filter liegt in einem Luftströmungsweg zwischen einem äu- ßeren Ansaugschlitz 69 und einem in einer inneren Trennwand 71 angeordneten Durchlaßschlitz 73, wobei Ansaugschlitz 69 und Durchlaßschlitz so gegeneinander versetzt sind, daß ein möglichst langer Strömungsweg für die Luft zwischen den Schlitzen 69,73 durch das Filter 6 gebildet wird.

In Fig. 5 ist eine abgeänderte Ausführungsform des Ansaug- gehäuses 5 dargestellt, bei dem die durch den Ansaugschlitz 69 angesaugte und durch die Umlenkwand 71 mit Durchlaßschlitz 73 umgelenkte Luft einen z. B. aus geeigne- ten Lochblechen ausgebildeten Schalldämpfer 75 durchströmt, bevor sie in den den Gehäusedeckel 69 umgebenden Raum gelangt und durch die Einströmöffnungen 13 in den Innenraum des Rotorgehäuses 3 einströmt. Es ist auch möglich, das Ansauggehäuse 5 so auszubilden, daß es sowohl ein Filter als auch einen Schalldämpfer enthält.

Ein Vorteil der direkten Anbringung des ein Filter und/oder einen Schalldämpfer enthaltenden Ansauggehäuses 5 am Rotor- gehäuse 3 derart, daß es das Einströmgehäuse 4 mit Abstand umgibt, besteht darin, daß eine separate Anordnung eines Filters und/oder Schalldämpfers, und eine Verbindungslei- tung zwischen diesem und der Saugseite des Kompressors ent- fallen kann. Dadurch wird eine besonders einfache, kompakte und robuste Anordnung erzielt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß die in das Ansauggehäuse 5 angesaugte Luft die Außenseite des die Wellenzapfenlager enthaltenden Ein- strömgehäuses 4 umströmt und kühlt, bevor sie durch die Einströmöffnungen 13 in das Innere des Rotorgehäuses 3 ein- tritt. Hierdurch wird eine wirksame Kühlung der saugseiti- gen Rotorlager erzielt.

Fig. 6 zeigt in vergrößerter Schnittdarstellung die Lage- rung und Abdichtung des Wellenzapfens 55 des Rotors 9 in dem Einströmgehäuse 4. Der Wellenzapfen 57 des anderen Ro- tors 11 ist in analoger Weise gelagert und abgedichtet. Der mit dem Werkzeugeingriff (Abflachungen 63) versehene Wel- lenzapfen 57 ist in dem nach Art einer Nabe ausgebildeten Mittelteil des Einströmgehäuse 4 mittels eines Wälzlagers 53 gelagert, das zwischen einer Schulter des Wellenzapfens 57 und einem in einer Ringnut des Wellenzapfens eingreifen- den Sicherungsring 83 angeordnet ist. Da auf der Saugseite der Rotoren 9,11, wie oben ausgeführt, keinerlei Ölschmie- rung stattfinden soll, ist das Wälzlager 53 vorzugsweise als gekapseltes Lager mit einer Lebensdauer-Fettfüllung ausgebildet, so daß es keinerlei nachträgliche Schmierung benötigt. Anschließend an das Wälzlager 53 ist auf dem Wellenzapfen 57 ein Laufring 85 befestigt, vorzugsweise aufgeschrumpft. Der Laufring 85, der z. B. ein handelsübli- cher Laufring für ein Wälzlager sein kann, besteht aus Stahl mit speziell gehärteter Umfangsfläche. Mit dieser wirken zwei Dichtlippen eines Lippendichtrings 87 zusammen, der den Innenraum des Rotorgehäuses 3 gegen die Wälzlager 53 abdichtet. Auf der dem Rotorgehäuse 3 zugewandten Seite des Lippendichtrings 87 ist zwischen diesem und einer Innenschulter 4a des Einströmgehäuses 4 ein Schutzring 89 angeordnet, dessen Innenumfang der Außenfläche des Laufrings 85 mit einem sehr kleinen Spalt, aber berührungs- frei gegenubersteht. Der Schutzring 89 und der Lippen- dichtring 87 sind aneinander und an der Innenschulter 4a des Einströmgehäuses 4 anliegend in der Bohrung des Gehäu- ses festgelegt, vorzugsweise eingeklebt.

Die Funktion des Schutzrings 89 ist die Folgende : Der Kom- pressor erzeugt bei Betrieb durch Ansaugen von Luft auf der Saugseite und Ausblasen verdichteter Luft am Druckstutzen 15 einen Druckluftstrom, der z. B. zum pneumatischen Trans- port von staubförmigen Gut dienen kann. Bei Betriebsstorun- gen kann es zu einem Rückschlag von komprimierter Luft von der Druckseite zur Saugseite der Rotoren kommen, wodurch die Gefahr besteht, daß von Luftstrom getragene Partikel des staubförmigen Materials in das Rotorgehäuse 3 und aus diesem bis zu den Wellenzapfen der Rotoren gelangen. Im Fall eines solchen Materialrückschlags schützt der Schutz- ring 89 den Lippendichtring 87 davor, daß Staubpartikel un- ter die Dichtlippen des Lippendichtrings 87 gelangen und die Dichtwirkung beeinträchtigen.

Die in Fig. 6 dargestellte und vorstehend beschriebene saugseitige Lageranordnung hat den weiteren Vorteil, daß sie von dem Wellenzapfen 57 abgezogen werden kann, ohne daß dabei der Rotor 9 bzw. 11 ausgebaut oder die präzise Ein- stellung der Rotoren zueinander verändert werden muß. Das Abnehmen der Lager-und Dichtungsanordnung vom Wellenzapfen kann in folgender Weise durchgeführt werden : Nach Abnehmen des Ansauggehäuses 5 wird der Gehausedeckel 65 des Einströmgehäuses 4 abgenommen, so daß der Wellenzap- fen 57 mit seinem Sicherungsring 83 zugänglich wird. Der Sicherungsring 83 wird entfernt. Anschließend werden die das Einströmgehäuse 4 mit dem Rotorgehäuse 3 verbindenden Schrauben gelöst. Nunmehr kann das gesamte Einströmgehäuse 4 mitsamt den darin enthaltenden Wälzlagern 53, Lippen- dichtringen 87 und Schutzringen 89 abgenommen werden. Da- durch können die saugseitigen Wälzlager 53, die diejenigen Teile sind, die aufgrund der begrenzten Standzeit ihrer Fettfüllung am ehesten ausgetauscht werden müssen, leicht ausgewechselt werden, ohne daß die Rotoren 9,11 in ihrer Justage zueinander und zum Gehäuse geändert oder gar aus- gebaut werden müßten.

Fig. 7 zeigt in einer Schnittdarstellung entsprechend Fig.

3, aber in größerem Maßstab die Lagerung und Abdichtung der druckseitigen Wellenzapfen 29,23 der Rotoren 9,11 am druckseitigen Ende des Rotorgehäuses 3. Im Folgenden wird die Lager-und Dichtungsanordnung für den Wellenzapfen 29 des Rotors 9 beschrieben. Diejenige für den Wellenzapfen 23 des Rotors 11 ist völlig analog ausgebildet.

Der Wellenzapfen 29 ist in der druckseitigen Stirnwand des Rotorgehäuses 3 durch zwei nebeneinander geordnete Wälzla- ger 91,93 gelagert, die als sogenannte Schragkugellager ausgebildet sind. Schrägkugellager, die im Handel erhält- lich sind, sind Kugellager, deren Kugeln vom äußeren und inneren Laufring nur auf der einen bzw. anderen Seite der radialen Mittelebene umgriffen werden. Die beiden Schrågku- gellager 91,93 sind spiegelsymmetrisch nebeneinander ange- ordnet. Eine solche Anordnung von Schrägkugellagern hat die Eigenschaft, daß sie in Axialrichtung völlig spielfrei ist.

Eine auf dem Wellenzapfen 29 angeordnete Wellenmutter 95 legt die Schrägkugellager 91,93 in Axialrichtung auf dem Wellenzapfen 29 fest. Der außere Laufring des Schrägkugel- lagers 93 liegt gegen eine Innenschulter 97 des Rotorge- häuses 3 an.

Zwischen dem Schrägkugellager 93 und dem Rotor 9 befindet sich ein Abschnitt des Wellenzapfens 29, auf dem ein Laufring 101 befestigt, vorzugsweise aufgeschrumpft ist.

Dieser Laufring 101 besteht, ebenso wie der zuvor beschrie- bene Laufring 85 gemäß Fig. 6, aus Stahl mit einer speziell gehärteten Umfangsflache. An der Oberfläche des Laufrings 101 liegen die Dichtlippen eines Lippendichtrings 103 an, der den Kompressionsraum des Rotorgehäuses 3 gegen den ölbeaufschlagten Getriebe-und Lagerungsbereich abdichtet.

Die gehartete und extrem präzise bearbeitete, z. B. polierte Außenfläche des Laufrings 25 ergibt eine besonders ver- schleißmindernde Anlagefläche für die Dichtlippen des Lip- pendichtrings 103.

Zwischen dem Lippendichtring 103 und dem Rotor 9 befindet sich ferner ein Labyrinthdichtring 105, der an seinem In- nenumfang mehrere nebeneinanderliegende Ringrippen auf- weist, die der Außenfläche des Laufrings 101 mit sehr ge- ringem Spalt, aber berührungsfrei gegenüberstehen und mit dieser einen Labyrinthspalt bilden. Obwohl der Laufring 101 mit dem Labyrinthdichtring 105 normalerweise keine Be- rührung hat, ist es trotzdem vorteilhaft, daß sich der Laufring 101 auch über dem Bereich des Labyrinthdichtrings 105 erstreckt. Die Labyrinthspaltdichtung ist zwar im Nor- malfall eine berührungslose Dichtung, es kann aber unter extremen Betriebsbedingungen unter Umständen eine Berührung zwischen den Ringrippen des Labyrinthdichtrings 105 und dem Laufring 101 erfolgen. Wenn der Laufring 101 nicht vorhanden wäre, würden hierbei Rillen auf den Wellenzapfen 29 erzeugt werden, so daß dieser beschädigt wird und der Rotor 9 unbrauchbar wird. Dank des Vorhandens des Laufrings 101 braucht in einem solchen Fall nur der Laufring 101 aus- gewechselt zu werden, so daß der Rotor 9, bei sonstiger Schadensfreiheit, wieder benutzt werden kann.

Zwischen dem Labyrinthdichtring 105 und dem Lippendichtring 103 befindet sich ein ringförmiger Entlastungsraum 107, der über einen Lüftungskanal 109 (s. Fig. 7 und Fig. 2) mit der Atmosphäre verbunden ist. Der im Inneren des Rotorgehäuses 3 ausgebildete Lüftungskanal 109, die sogenannte Laterne, verläuft von einem Punkt zwischen den beiden Wellenzapfen 29,23 der Rotoren 9,11 nach unten und mündet an der Un- terseite des Rotorgehäuses 3. Der Mündung der Laterne 109 liegt mit Abstand die mit den Kühlrippen 39 versehene Oberseite des Ölbehälters 7 gegenüber. Ein geradliniger Zugangsweg zu der Mündung der Laterne 109 von unter her wird durch den Ölbehälter 7 versperrt.

Fig. 4 zeigt eine perspektivische Ansicht von unten des Kompressors bei abgenommenem Ölbehälter 7, so daß in der Stirnwand des Getriebegehäuse 1 die Schraubenlöcher 44 für die Befestigung des Ölbehälters 7 und die große Verbin- dungsöffnung 43, über die der Olbehalter mit dem Getriebe- gehäuse kommuniziert, sichtbar sind. Ferner ist in Fig. 4 das Ansauggehäuse 5 vom saugseitigen Ende des Rotorgehäuses 3 abgenommen, so daß der Blick frei ist auf das Einströmge- häuse 4 mit seinen Stütz-Rippen 14 und den zum Inneren des Rotorgehäuses 3 führenden Einströmöffnungen 13. Die Fig. 4 zeigt auch die Mündung der Laterne (Lüftungskanal) 109 an der Unterseite des Rotorgehäuses 3. Wie aus Fig. 4 ersicht- lich, sind beiderseits der Mündung der Laterne 109 Vor- sprünge 111 an der Unterseite des Rotorgehäuses 3 vorgese- hen, die die Mündung der Laterne 109 gegen geradlinigen Zu- gang von der Seite her abschirmen. Diese Vorsprünge 111 können durch Ölablaufkanäle gebildet sein. Die Mündung der Laterne 109 befindet sich somit an einer geschützten Stelle, zu der ein geradliniger Zugangsweg weder von unten (wegen des Ölbehälters 7), noch von der Seite (wegen der Vorsprünge 111) möglich ist. Hierdurch wird verhindert, daß z. B. bei der Reinigung des Kompressors mittels eines Hochdruckspritzgerätes der Hochdruck-Wasserstrahl direkt auf die Mündung der Laterne 109 gerichtet werden kann, wo- durch Wasser in den Ringraum 107 und damit in den Bereich des Lippendichtrings 103 und des Labyrinthdichtrings 105 gelangen könnte.

Wie anhand von Fig. 7 erläutert werden kann, dient der auf dem Wellenzapfen 29 angebrachte Laufring 101 zusätzlich als Abstandselement, welches für die Einhaltung eines sehr ge- nau bemessenen Spaltes zwischen der druckseitigen Stirnflå- che des Rotors 9 oder 11 und der dieser zugewandten Stirn- flache 113 des Rotorgehäuses 3 dient. Für den Wirkungsgrad des Kompressors kommt es entscheidend auf einen möglichst kleinen und exakt definierten Spalt an der druckseitigen Stirnfläche des Rotors 9 bzw. 11 an. Erfindungsgemäß er- folgt die präzise Einstellung und Einhaltung dieses Spalts in der Weise, daß zunächst bei der Bearbeitung des Rotor- gehäuses 3 der Abstand a zwischen der dem Rotor 9 zugewand- ten Stirnfläche 113 und der Anlageschulter 97 für das Wälz- lager 93 mit sehr engen Toleranzen auf einem vorgegebenen Wert gefertigt wird. Die Länge b des Laufrings 101, der als Abstandselement zwischen dem Wälzlager 97 und der Stirnfla- che des Rotors 9 eingesetzt ist, wird ebenfalls mit ent- sprechend genauen Toleranzen auf einem Wert eingeschliffen, der gegenüber dem Abstand a ein Übermaß hat, welches exakt der Breite des zwischen dem Rotor 9 und dem Rotorgehäuse 3 einzustellenden Spaltes entspricht. Diese Einstellung des Spaltes aufgrund der Längendifferenz der Abstände a und b ist dadurch möglich, daß erfindungsgemäß Schrägkugellager 91,93 in symmetrischer Anordnung verwendet werden, die, wie erwähnt, eine vom Axialspiel völlig freie Lageranord- nung ergeben. Da somit die Berührungsflächen zwischen dem außeren Lagerring und der Gehäuseschulter 97 einerseits und zwischen dem inneren Lagerring des Wälzlagers 93 und dem Laufring 101 andererseits als axial spielfreie Refe- renzflächen dienen, erhält man durch hinreichend genaue Be- arbeitung des Abstandes a der Gehäuseschultern und der Lange b des Laufringes 101 eine entsprechend genaue Ein- stellung des Rotorstirnspaltes. Die einmal erzielte Ein- stellung des Rotorstirnspaltes bleibt auch bei Temperatur- anderungen erhalten, da der Einfluß der unterschiedlichen Warmedehnung von Rotorgehäuse 3 und Laufring 101 vernach- lässigbar klein ist. Es entfällt die bisher bei Kompresso- ren dieser Art bei der Montage erforderliche Einstellung des Rotorstirnspaltes durch Einsetzen von Beilagringen un- terschiedlicher Dicke entsprechend der Fertigungstoleranz- schwankungen.