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Title:
ROTARY SWITCH, ESPECIALLY AN IGNITION-STARTER SWITCH
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/1999/060589
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to an ignition-starter switch (10) comprising a rotatable component (12), a fixed component (16) and switching devices (30, 32) which are actuated when the rotatable component is turned. In addition, a restoring device (34, 36, 38, 40, 42) is provided which is connected to a control unit (44). Said restoring device exerts restoring forces on the rotatable component (12) according to the functional states of the control unit (44). In this manner, the rotatable component can be immediately turned, for example, after the key is inserted without the risk of catching or without damaging the ignition-starter switch due to large forces. Time can also be saved when the rotary switch is brought into operation. In addition, the restoring forces transmitted by the restoring device supply a haptic feedback of the ignition-starter switch with regard to the functional state.

Inventors:
Achhammer, Siegfried (Praschweg 9 Regensburg, D-93049, DE)
Application Number:
PCT/DE1999/001462
Publication Date:
November 25, 1999
Filing Date:
May 14, 1999
Export Citation:
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Assignee:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Wittelsbacherplatz 2 München, D-80333, DE)
Achhammer, Siegfried (Praschweg 9 Regensburg, D-93049, DE)
International Classes:
B60R25/04; B60R25/20; B60R25/22; G07C9/00; H01H27/08; (IPC1-7): H01H27/06; B60R25/02
Foreign References:
EP0742127A2
EP0720545B1
DE4404914A1
Attorney, Agent or Firm:
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34 München, D-80506, DE)
SIEMENS AKTIENGESELLSCHAFT (Postfach 22 16 34 München, D-80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche
1. Drehschalter, insbesondere Zündanlaßschalter, enthal tend ein drehbares Bauteil (12), ein ortsfestes Bauteil (16), Schalteinrichtungen (30,32), die bei einer Verdrehung des drehbaren Bauteils betätigt werden, und eine mit einem Steuergerät (44) verbundene Rückstel leinrichtung (34,36,38,40,42 ; 58,60), die auf das drehba re Bauteil (12) von Drehstellungen des drehbaren Bauteils und Funktionszuständen des Steuergerätes (44) abhängige Rückstell kräfte ausübt, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstelleinrichtung eine gleichachsig mit dem drehbaren Bauteil (12) angeordnete drehbare Scheibe (34) auf weist, die mit dem drehbaren Bauteil über eine Drehfeder (36) verbunden ist und mittels einer von dem Steuergerät (44) betä tigten Rasteinrichtung (38,40,42) in vorbestimmten Drehstel lungen verrastbar ist.
2. Drehschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Scheibe (34) mittels eines von dem Steuergerät ange steuerten Elektromotors (60) drehantreibbar ist.
3. Drehschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn zeichnet, daß die Rasteinrichtung einen Elektromagneten (42) enthält, mittels dessen ein Sperrbauteil (40) in Eingriff in an der Scheibe (34) ausgebildete Rastöffnungen (38) bewegbar ist.
4. Drehschalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Rasteinrichtung durch den Eingriff des Elektromotors (60) mit der Scheibe (34) gebildet ist.
5. Drehschalter, insbesondere Zündanlaßschalter, enthal tend ein drehbares Bauteil (12), ein ortsfestes Bauteil (16), Schalteinrichtungen (30,32), die bei einer Verdrehung des drehbaren Bauteils betätigt werden, und eine mit einem Steuergerät (44) verbundene Rückstel leinrichtung (66,68), die auf das drehbare Bauteil (12) von Drehstellungen des drehbaren Bauteils und Funktionszuständen des Steuergerätes (44) abhängige Rückstellkräfte ausübt, dadurch gekennzeichnet, daß die Rückstelleinrichtung einen Elektromotor (66) zum Verdrehen und Sperren der Verdrehung des drehbaren Bauteils (12) aufweist, dessen Drehrichtung und Drehmoment von dem Steuergerät (44) einstellbar sind.
6. Drehschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Authentifikationseinrichtung (22,26, 44) vorgesehen ist, daß die Rückstelleinrichtung bei negativer Authentifikation das drehbare Bauteil (12) in Richtung auf ei ne erste, vorbestimmte Stellung zieht, und daß die Schaltein richtungen (30,32) zum Schalten von Betriebsfunktionen nur bei positiver Authentifikation wirksam werden.
7. Drehschalter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das drehbare Bauteil (12) eine Einschuböffnung (18) für einen elektronischen Schlüssel (20) mit einer Einrichtung (22) zum Senden eines Codesignals aufweist, das von einer im dreh baren Bauteil (12) vorgesehenen Einrichtung (26) abgefragt wird.
8. Drehschalter nach Anspruch 2 oder 5, dadurch gekenn zeichnet, daß das drehbare Bauteil (12) wenigstens zwei Dreh stellungen aufweist, in die es von der Rückstelleinrichtung je nach Vorliegen vorbestimmter Funktionszustände selbsttätig be wegt wird.
9. Drehschalter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Schalteinrichtungen (30,32) bei ihrer Betätigung Schaltsignale auslösen, die in dem Steuergerät (44) in Funktionssignale zum Steuern von Betriebsfunktionen umge wandelt werden.
Description:
Beschreibung Drehschalter, insbesondere Zündanlaßschalter Die Erfindung betrifft einen Drehschalter, insbesondere Zün- danlaßschalter, gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruchs.

Herkömmliche Zündanlaßschalter weisen eine Drehsperre auf, die mittels des Bartes eines mechanischen Schlüssels lösbar ist.

Beim Einschieben des Schlüssels wird gleichzeitig mit der Drehsperre auch die Lenkradsperre gelöst. Mit Drehung des Schlüssels werden Klemmensignale zum Betrieb des Fahrzeugs bei Erreichen von entsprechenden Drehstellungen direkt geschaltet.

Die Freigabe der Drehsperre kann noch von anderen Vorausset- zungen abhängen, wie beispielsweise der Wählhebelstellung ei- nes Automatikgetriebes. Die Drehsperre gibt dem Fahrer eine haptile Rückmeldung über einen falschen Schlüssel oder über andere, eine Fahrzeuginbetriebnahme sperrende Bedingungen, beispielsweise eine falsche Wählhebelstellung.

Aus der EP 0 720 545 B1 ist ein Zündanlaßschalter bekannt, dessen Drehsperre von der elektronischen Auswertung eines von dem Schlüssel abfragbaren Codesignals abhängt. Die Lenkungs- verriegelung ist in diesem Fall elektromotorisch gesteuert und wird nicht mechanisch vom Schlüssel gelöst. Nach positiver Überprüfung des Codesignals bzw. erfolgreicher Authentifikati- on des elektronisch codierten Schlüssels wird eine elektrisch gesteuerte Drehsperre über einen Hubmagneten freigegeben, so- fern weitere relevante Bedingungen für den Startvorgang er- füllt sind, beispielsweise Lenkungsverriegelung gelöst, Auto- matikwählhebelstellung in P oder N usw. Bei schneller Einfüh- rung des elektronisch codierten Schlüssels und sofortiger Drehbewegung hakt die Bedienung, da die Drehsperre wegen der zur Authentifikation erforderlichen Zeitdauer noch nicht frei- gegeben ist. Die Rückmeldung für den Fahrer über eine einwand-

freie Betätigbarkeit des Fahrzeugs bzw. Freigabe des Anlaßvor- gangs liegt auch bei diesem bekannten Zündanlaßschalter in der Drehsperrung des Schlüssels.

Aus der DE 196 08 869 C2 ist ein allerdings nicht als Zündan- laßschalter vorgesehenes Bediensystem, insbesondere für Kompo- nenten in einem Kraftfahrzeug bekannt,. bei dem einem manuellen Betätigungsmittel, beispielsweise einem Drehknopf, mittels ei- ner Sprachbedieneinrichtung verschiedene Bedienfunktionen zu- gewiesen werden. Das manuelle Betätigungsmittel verfügt über mehrere Arten einer haptischen Rückmeldung, wobei die Arten der haptischen Rückmeldung in Abhängigkeit von der zugewiese- nen Bedienfunktion einstellbar sind. Die haptische Rückmeldung wird beispielsweise mittels elektromechanischer und/oder elek- tromagnetischer Aktuatoren ausgeführt. Ein Ausführungsbeispiel einer Bedienfunktion ist die Lautstärkeneinstellung, bei der das Betätigungsmittel bei Erreichen eines jeweiligen Endwertes für das Weiterdrehen gesperrt wird. Ein weiteres Beispiel ist die Vermittlung eines Funktionsmittelwertes bzw. von Raststel- len. Dabei wird bei Erreichen des Mittelwertes das Weiterdre- hen des Betätigungsmittels etwas erschwert und es lassen sich Raststellen fühlen.

Mit dem Bediensystem kann zwar die haptische Rückmeldung in vielfältiger Weise verändert werden ; eine Eigenart liegt je- doch darin, daß der Mittelwert, d. h. die Ruhestellung in die das Betätigungsmittel selbsttätig zurückkehrt, dessen Mittel- stellung ist.

In der DE 196 46 226 Al ist eine Bedienvorrichtung mit einem an seinem Rande geriffelten, drehbaren Bewegungsteil beschrie- ben, das mit einem Gegenteil zusammenwirkt, das in Richtung der Drehachse des Betätigungsteils mittels eines Elektromagne- ten unter Federvorspannung derart verschiebbar ist, daß das Drehmoment zum Verdrehen des Betätigungsteils veranderbar ist.

Die Veränderbarkeit reicht von einer leichten Verdrehbarkeit, bei der das Gegenteil nicht mit der Riffelung zusammenwirkt, bis zu einer vollständigen Verrastung, bei der das Betäti- gungsteil entsprechend fest in die Riffelung eingreift. Die durch die Riffelungen bedingten Raststellungen des drehbaren Bauteils sind unter sich gleichwertig. Es gibt keine bevorzug- te Raststellung, in die das Betätigungsteil selbsttätig zu- rückkehrt.

Die DE 44 04 914 A1 beschreibt einen Sperrmechanismus für ein Schloß, bei dem zusätzlich zu rein mechanisch arbeitenden, schlüsselindividuellen Riegelelementen eine Blockiereinrich- tung vorgesehen ist, die mittels eines Elektromagneten akti- vierbar ist.

Aus der EP 0 846 820 A1 ist ein Zündanlaßschalter bekannt, bei dem ein elektronischer Schlüssel auch dann im Schloß verdreht werden kann, wenn noch keine Authentifikation stattgefunden hat. Nach erfolgreicher Authentification wird das Schloß elek- tromechanisch freigegeben, damit es mit Hilfe des Schlüssels mechanisch bedient werden kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Drehschalter, insbesondere Zündanlaßschalter, zu schaffen, der seinem Benut- zer haptisch Rückmeldungen über Funktionszustände vermittelt wobei unterschiedliche Funktionszuständen unterschiedliche Drehstellungen des Drehschalters entsprechen, in die er bei einem Verdrehen selbsttätig zurückgeht.

Eine erste Lösung dieser Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 erzielt. Mit der erfindungsgemäß gleichachsig mit dem drehbaren Bauteil angeordneten Scheibe, die mit dem dreh- baren Bauteil über eine Drehfeder verbunden ist und die in un- terschiedlichen, vorbestimmten Drehstellungen verrastbar ist, wird erreicht, daß das drehbare Bauteil in vorbestimmte Stel-

lungen zurückkehrt, die von jeweiligen Funktionszuständen ab- hängen. Bei Verwendung des Drehschalters als Zündanlaßschalter ist ein Hakeln ausgeschlossen, da eine mechanische Sperre nicht notwendig ist.

Der Drehschalter gemäß Anspruch 1 wird mit den Merkmalen der Unteransprüche 2 bis 4 in vorteilhafter Weise weitergebildet.

Eine weitere Lösung der Erfindungsaufgabe wird mit den Merkma- len des Anspruchs 5 erzielt. Bei dieser Ausführungsform dient ein mit dem drehbaren Bauteil in Dreheingriff stehender Elek- tromotor, der von dem Steuergerät angesteuert wird, zur Defi- nition der vorbestimmten Drehstellungen, in die das drehbare Bauteil bei einem manuellen Verdrehen selbsttatig zurückkehrt, und zur Bestimmung der Rückstellkräfte.

Mit den Merkmalen des Anspruchs 6 läßt sich der erfindungsge- mäße Drehschalter zusammen mit elektronischen Authentifikati- onseinrichtungen verwenden.

Die Ausführungsform des Drehschalters gemäß dem Anspruch 7 ist insbesondere als Zündanlaßschalter für einen elektronisch ab- fragbaren Schlüssel geeignet.

Gemäß dem Anspruch 8 hat der erfindungsgemäße Drehschalter vorteilhafterweise mindestens zwei vorbestimmte Drehstellun- gen, die er bei Vorliegen bestimmter Funktionszustände selbst- tätig annimmt.

Gemäß dem Anspruch 9 ist es vorteilhaft, wenn der erfindungs- gemäße Drehschalter die von ihm angesteuerten Betriebsfunktio- nen indirekt ansteuert.

Der Erfindung wird im folgenden anhand schematischer Zeichnun- gen beispielsweise und mit weiteren Einzelheiten erläutert.

Es stellen dar : Fig. 1 eine Schnittansicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Zündanlaßschalters zusammen mit ei- nem Steuergerät, Fig. 2 eine zweite Ausführungsform des Zündanlaßschalters, Fig. 3 eine dritte Ausführungsform des Zündanlaßschalters und Fig. 4 Darstellungen zur Erläuterung der Funktionsweise des erfindungsgemäßen Zündanlaßschalters.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Zündanlaßschal- ters erläutert, der in Fig. 1 insgesamt mit 10 bezeichnet ist.

Der Zündanlaßschalter 10 weist in einem nicht im einzelnen dargestellten Gehäuse ein drehbares Bauteil 12 auf, das mit- tels einer Welle 14 in einem ortsfesten Bauteil 16 drehbar ge- führt ist.

Das drehbare Bauteil 12 weist einen Einschubschlitz 18 auf, in den ein elektronischer Schlüssel 20 einschiebbar ist, der eine in ihrem Aufbau an sich bekannte Transpondereinrichtung 22 trägt. Im Inneren des Einschubschlitzes 18 befindet sich ein Einschuberkennungsschalter 24, der beim Einschieben des Schlüssels 20 geschlossen wird. Weiter befindet sich in dem drehbaren Bauteil 12 eine Transponderspule 26, die mit der Transpondereinrichtung 22 zusammenarbeitet.

Die Welle 14 endet in einer Schaltscheibe 28, auf der in be- stimmten Winkelabständen Magnete 30 angeordnet sind, die mit ortsfesten Hallsensoren 32 zusammenwirken, die der Schalt- scheibe 28 gegenüberliegend ortsfest angeordnet sind.

Auf der Welle 14 drehbar gelagert ist ein als Scheibe 34 aus- gebildetes Bauteil. Zwischen der Scheibe 34 und dem drehbaren Bauteil 12 ist eine Drehfeder 36 angeordnet, die einer winkel- mäßigen Verdrehung zwischen der Scheibe 34 und dem drehbaren Bauteil 12 entgegenwirkt.

Die Scheibe 34 weist an ihrer dem ortsfesten Bauteil 16 zuge- wandten Seite Rastöffnungen 38 auf, in die ein federnd in Richtung auf die Scheibe 34 vorgespannter Sperrstift 40 ein- greifen kann, welcher mittels eines Magneten 42 aus der jewei- ligen Rastöffnung 38 herausbewegbar bzw. in einer Stellung haltbar ist, in der der nicht in eine Rastöffnung eingreift.

Von den Hallsensoren 32, dem Magneten 42, dem Einschuberken- nungsschalter 24 und der Transponderspule 26 führen Leitungen zu einem Steuergerät 44, das über die Bordspannung des nicht dargestellten Kraftfahrzeugs mit Energie versorgt wird und über Leitungen 46 mit bestimmten Klemmen des Bordnetzes des Kraftfahrzeugs verbunden ist, über eine weitere Leitung 48 mit einem Motorsteuergerät 50 verbunden ist und über Leitungen 52 mit einer Lenkungssperreeinrichtung 54 verbunden ist.

Es versteht sich, daß einzelne der genannten Leitungen als Da- tenleitungen ausgebildet sein können, die in ein Bussystem des Fahrzeugs integriert sind.

Die in Fig. 2 dargestellte Ausführungsform des Zündanlaßschal- ters entspricht der der Fig. 1 mit dem Unterschied,. daß die Scheibe 34 zusätzlich eine Außenverzahnung 56 aufweist, mit der ein Ritzel 58 eines Elektromotors 60 kämmt, der über eine Leitung 62 mit dem in Fig. 2 nicht dargestellten Steuergerät 44 verbunden ist. Die übrigen, mit der Ausführungsform gemäß Fig. 1 gleichen Teile sind in Fig. 2 nicht mit Bezugszeichen belegt.

Bei der Ausführungsform des Zündanlaßschalters gemäß Fig. 3 fehlt die Scheibe 34 der Fig. 1 und 2 und wirkt ein am ortsfe- sten Bauteil 16 angebrachter Elektromotor 66 über sein Ritzel 68 unmittelbar mit einer Verzahnung 70 zusammen, die am Umfang des drehbaren Bauteils 12 angebracht ist. Die weiteren mit den Bauteilen der anderen Ausführungsformen gleichen Bauteilen sind wiederum nicht mit Bezugszeichen belegt.

Die Funktion des erfindungsgemäßen Zündanlaßschalters wird im folgenden anhand der Fig. 4 erläutert. In der Figur 4 ist schematisch eine Aufsicht auf einen Schnitt durch die Schalt- scheibe 28 in einer zur Welle 14 senkrechten Ebene darge- stellt, die die Rastöffnungen 38 schneidet. Dargestellt sind jeweils drei Rastöffnungen 381,382 und 383. Weiter ist gestri- chelt der Einschubschlitz 18 in unterschiedlichen Drehstellun- gen dargestellt.

Sei angenommen, daß Fig. 4a der normalen Ruhestellung des Zün- danlaßschalters entspricht, bei der sich das drehbare Bauteil 12 in einer Drehstellung derart befindet, daß der Einschub- schlitz 18 sich in senkrechter Position befindet. Bei nicht im Zündschloß befindlichen Schlüssel ist der Magnet 42 nicht ak- tiviert, so daß der Sperrstift 40 in die Rastöffnung 38 vor- steht und die Drehbarkeit der Scheibe 34 blockiert.

Wenn nun eine Schlüssel 20 (Fig. 1) in den Schlitz 18 einge- schoben wird, wird der Einschuberkennnungsschalter 24 (Fig. 1) betätigt und es beginnt in an sich bekannter Weise ein Dialog zwischen dem Steuergerät 44 und der Transpondereinrichtung 22 des Schlüssels 20, in dem die Authentifikation des Schlüssels 20 erfolgt. Solange diese Authentifikation nicht erfolgreich abgeschlossen ist, bleibt der Magnet 42 deaktiviert, so daß der Sperrstift 40 die Drehbarkeit der Scheibe 34 weiterhin sperrt. Außerdem bleibt das Steuergerät 44 in einem Betriebs-

zustand, indem es keine Ausgangssignale in den Leitungen 46 erzeugt.

Eine Drehung des Schlüssels 20 ist in diesem Zustand zwar mög- lich (Fig. 4b) ; da die Scheibe 34 gesperrt ist, bewirkt die Drehfeder 36, daß das drehbare Bauteil 12 und damit der Schlüssel nur gegen das Torsionsmoment der Feder 36 verdrehbar ist und das Bestreben hat, in die Ausgangslage (Nullstellung) zurückzukehren.

Nach erfolgreicher Authentifikation wird der Magnet 42 kurz- zeitig aktiviert, so daß die Drehbarkeit der Scheibe 34 frei- gegeben ist. Außerdem wird das Steuergerät 44 in einen aktiven Zustand versetzt, so daß es auf Schaltsignale anspricht, die von den Hallsensoren 32 herkommen. Ist der Schlüssel 20 gegen- über der Ausgangslage in Uhrzeigerrichtung um weniger als 90° verdreht, so nimmt das drehbare Bauteil 26 die Scheibe 34 mit, bis der Sperrstift 40 in die Rastöffnung 382 einrastet (Fig.

4c). Das drehbare Bauteil 12 bewegt sich nach Loslassen des Schlüssels 20 in eine Stellung, in der der Schlitz 18 um 45° verdreht ist (Radiostellung). Dadurch wird einer oder werden mehrere der Hallsensoren 32 aktiviert, wodurch das Steuergerät 44 über eine der Leitungen 46 die Klemme R (Radioklemme) auf Spannung legt.

Wird der Schlüssel 20 um 90° oder mehr verdreht, so wird dies über die Hallsensoren 32 erkannt. Das Steuergerät 44 aktiviert den Magneten 42, so daß sich die Scheibe 34 weiter drehen kann, bis der Sperrstift 40 in die Rastöffnung 383 einrastet (Betriebsstellung). Daraufhin wird die Lenkungssperreinrich- tung 54 vom Steuergerät 44 entriegelt und das Motorsteuergerät 50 aktiviert. Weiterhin wird die Klemme 15 des Bordnetzes über eine der Leitungen 46 mit Spannung beaufschlagt.

Wird der Schlüssel 20 nun weitergedreht bis in eine Stellung, die gegenüber der Ausgangsstellung um etwa 110° verdreht ist (Anlaßstellung), so erkennt das Steuergerät 44 dies über die Aktivierung eines oder mehrerer der Hallsensoren 32. Wenn zu- sätzlich die Meldung erfolgt ist, daß die Lenkungssperrein- richtung 54 entsperrt ist, wird über eine der Leitungen 46 die Klemme 50 aktiviert, das heißt der Anlasser tritt in Tätig- keit.

Für die Scheibe 34 sind über die Rastöffnungen 381,382 und 383 somit drei Stellungen definiert, die Ruhestellungen des dreh- baren Bauteils 12 und damit des Schalters 20 bilden und zu- sätzlich zur Verdrehung des Schlüssels das Drehmoment bestim- men, mit dem der Schlüssel 20 in die jeweils definierte Ruhe- stellung zurückkehren will.

Das Zündschloß kann sofort nach Einschieben des Schlüssels 20 ohne die Gefahr irgendeiner Verhakelung betätigt werden. Das Fahrzeug ist komfortabel und absolut sicher inbetriebsetzbar, da das Steuergerät 44 die jeweiligen Vorgänge erst nach Vor- liegen vorbestimmter Bedingungen auslöst. Gegenüber herkömmli- chen Zündanlaßschaltern ist ein Zeitgewinn möglich, da der Schlüssel bereits verdreht werden kann, obwohl beispielsweise die Lenkung noch verriegelt ist.

Beim Abschalten des Fahrzeugs (Drehen des Schlüssels 20) aus der Betriebsstellung in die Nullstellung rastet der Sperrstift 40 erst in die Scheibe 34 ein, wenn die Lenkung verr-iegelt ist oder sonstige zusätzliche, nicht dargestellte Bedingungen er- füllt sind, beispielsweise der Wählhebel eines Getriebes in P befindet. Der Fahrer erkennt dies in einfacher Weise, da nur dann durch Sperrung der Drehung der Scheibe 34 die Nullstel- lung des Schlüssels 20 definiert ist.

Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 wird die Scheibe 34 je- weils vom drehbaren Bauteil 12 mitgenommen, wenn der Sperr- stift 40 die Drehbarkeit der Scheibe 34 freigibt. Bei der Aus- führungsform gemäß Fig. 2 wird die Scheibe 34 jeweils bei Vor- liegen bestimmter Bedingungen (Drehen des Schlüssels, Entrie- gelung oder Verriegelung der Lenkung, vorbestimmte Stellung des Wählhebels usw.) mittels des Motors 60 in eine der vorbe- stimmten Stellungen bewegt, in der Verrastung erfolgt. Dadurch verbessert sich die Funktionssicherheit des Schalters.

Es versteht sich, daß bei der Ausführungsform gemäß Fig. 2 der Magnet mit dem Raststift entfallen kann, wenn der Motor 60 derart ausgebildet ist, daß er selbst die Drehstellungen der Scheibe 34 sicher hält.

Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 3 ist der Elektromotor 66 derart ausgebildet, daß er unter Steuerung vom Steuergerät 44 den Widerstand bestimmt, mit dem er durch Drehung des drehba- ren Bauteils 12 bzw. des Schlüssels 20 überdrehbar ist und daß er, sobald keine Kraft auf den Schlüssel 20 ausgeübt wird, je nach vorliegenden Bedingungen eine der drei geschilderten Stellungen (Ruhestellung, Radiostellung, Betriebsstellung) an- fährt. Es versteht sich, daß der Elektromotor 66 dazu in an sich bekannter Weise derart ausgebildet ist, daß er in Rich- tung zu der jeweiligen vorbestimmten Stellung mit einem vorbe- stimmten Drehmoment dreht und die vorbestimmte Stellung beibe- hält.

Zusammenfassend wirkt während der Fahrzeuginbetriebnahme bei Drehung des Schlüssels aus Stellung Null in Richtung der ande- ren Stellungen solange eine Rückstellkraft in Richtung der Stellung 0 bis eine Schlüsselauthentifikation erfolgreich ab- geschlossen ist und alle anderen Voraussetzungen für die Fahr- zeuginbetriebnahme erfüllt sind (z. B. Wählhebelstellung des Automatikgetriebes in P oder N, bremspedalbetätigt, Lenkungs-

verriegelung freigegeben usw.). Das bedeutet, daß der Schlüs- sel 20 bzw. das drehbare Bauteil 12 sich beim Loslassen auto- matisch in Stellung Null zurückbewegt, solange nicht alle Be- dingungen für die Fahrzeuginbetriebnahme erfüllt sind. Dabei ist egal, ob der Schlüssel bis in die Stellung Radio, Stellung Zündung oder Stellung Anlassen oder darüber hinaus gedreht wurde. Durch die Rückstellungskraft hat der Fahrer bzw. Benut- zer eine haptile Rückmeldung über die noch nicht vollstandige Freigabe der Fahrzeuginbetriebnahme.

Wenn alle für die Fahrzeuginbetriebnahme notwendigen Bedingun- gen erfüllt sind, wird die Rückstellkraft weggenommen und die Gleichgewichtsstellung des drehbaren Bauteils 12 wird über die Scheibe 34 bzw. unmittelbar den Elektromotor 66 (Fig. 3) neu definiert. Aus der Anlaßstellung (Verdrehung um etwa 110°) wird der Schlüssel bzw. das drehbare Bauteil in jedem Falle mindestens bis in die Position Zündung ein (90°) zurückbewegt, wie bei Zündanlaßschalten üblich.

Mit Ausschalten der Zündung durch Wechsel der Drehstellung zu- rück auf 45° oder Null wirkt nach Vorbeidrehen an der Stellung 45° (Radio) solange eine Rückstellkraft in Richtung Radio (Sperrstift verrastet in der Rastöffnung 382), solange nicht alle Bedienungen für eine ordnungsgemäße Fahrzeugaußerbetrieb- setzung erfüllt sind (z. B. Wählhebel in Stellung P, Fahrzeug im Stillstand, Lenkungsverriegelung erfolgt, Handbremse ange- zogen usw.). Die kapitale Rückmeldung, mit der der Schlussel in die Stellung R zurückkehrt, kann noch durch eine optische und/oder akustische Rückmeldung unterstützt werden.

Es versteht sich, daß der geschilderte Zündanlaßschalter über die im Steuergerät 44 abgelegte Software mit weiteren Funktio- nen ausgestattet werden kann. Beispielsweise kann ein einmali- ges Überschreiten der Stellung 45° (Radio) in Richtung der Stellung 0°-auch bei noch wirkender Ruckstellkraft in Rich-

tung 45°-die Berechtigung zu Fahrzeugwiederinbetriebnahme rücksetzen, so daß bei einer erneuten Fahrzeugwiederinbetrieb- nahme alle Bedingungen über eine Erstinbetriebnahme abgefragt werden. Denkbar ist, ein solches Rücksetzen erst nach Ablauf einer bestimmten Verzögerungszeit vorzunehmen.

Es versteht sich, daß es bei den Ausführungsformen gemäß Fig.

2 und 3 möglich ist, den Zündanlaßschalter ferngesteuert in angewählte Betriebsstellungen zu bringen, da er mit Hilfe des Elektromotors bewegbar ist. Beispielsweise kann dadurch bei Einsatz des Schalters für einen Dieselmotor ferngesteuert das Vorglühen ausgelöst werden, sobald die Fahrertüre geöffnet wird.

Der erfindungsgemäße Zündanlaßschalter ermöglicht einen außer- ordentlich komfortablen Betrieb des Kraftfahrzeugs. Da das Auftreten großer mechanischer Kräfte ausgeschlossen ist, er- gibt sich eine ausgezeichnete Betriebssicherheit und Langzeit- haltbarkeit.