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Title:
ROTATIONAL PUNCH ELASTOMER ELEMENT AS EJECTION ELEMENT AND/OR FIXING ELEMENT, AND ASSEMBLY METHOD
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/042938
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a rotational punch elastomer element (10) as an ejection element and/or fixing element for securing on a punching cylinder (3) or a punching half-shell (4) of a rotational punching device (1) for ejecting punched scrap material (11) and/or for fixing the material (2) to be punched during a rotational punching process. According to the invention, the rotational punch elastomer element (10) has at least one bending relief groove (12, 12a, 12b), preferably a plurality of bending relief grooves (12, 12a, 12b), preferably on the rotational punch elastomer element (10) contact surface designed for securing on the punching cylinder (3) or the punching half-shell (4) and/or on the rotational punch elastomer element (10) contact surface designed for contacting the material to be punched, in order to reduce a bending stress and/or a restoring force.

Inventors:
KELLERMANN, Oliver (Neubauer Liebl Bierschneider, Schulstraße 1a, Altdorf, 90518, DE)
Application Number:
EP2018/073023
Publication Date:
March 07, 2019
Filing Date:
August 27, 2018
Export Citation:
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Assignee:
CITO-SYSTEM GMBH (Haimendorfer Straße 37+46, Schwaig bei Nürnberg, 90571, DE)
International Classes:
B26D7/18; B26F1/38
Foreign References:
US20140041493A12014-02-13
US5881620A1999-03-16
DE102009033576A12011-01-20
DE60202629T22005-12-29
DE102015107313A12016-11-17
Attorney, Agent or Firm:
LIEBL ET AL, Thomas (Münchener Straße 49, Ingolstadt, 85051, DE)
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Claims:
Patentansprüche

Rotationsstanz-Elastomerelement (10) als Auswerfelement und/oder Fixierelement zur Befestigung auf einem Stanzzylinder (3) oder einer Stanzhalbschale (4) einer Rotationsstanzvorrichtung (1 ) zum Auswerfen von Stanzabfall (1 1 ) und/oder zur Fixierung des zu stanzenden Materials (2) beim Rotationsstanzprozess,

dadurch gekennzeichnet,

dass das Rotationsstanz-Elastomerelement (10), vorzugsweise an der zur Befestigung auf einem Stanzzylinder (3) oder einer Stanzhalbschale (4) bestimmten Anlagefläche des Rotationsstanz-Elastomerelementes (10) und/oder an einer zur Anlage an einem zu stanzenden Material bestimmten Anlagefläche des Rotationsstanz-Elastomerelementes (10), wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut (12, 12a, 12b), vorzugsweise eine Mehrzahl von Biegeentlastungs-Nuten (12, 12a, 12b), zur Reduzierung einer Biegespannung und/oder zur Reduzierung einer Rückstell kraft aufweist.

Rotationsstanz-Elastomerelement nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut (12a, 12b) nach der Befestigung, insbesondere bezüglich ihrer Haupterstreckungsrichtung, im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse (17) des Stanzzylinders (3) oder der Stanzhalbschale (4) angeordnet ist.

Rotationsstanz-Elastomerelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut (12a, 12b) im Wesentlichen geradlinig verläuft.

4. Rotationsstanz-Elastomerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in der Anlagefläche mehrere Biegeentlastungs-Nuten (12a, 12b) im Wesentlichen parallel zueinander vorgesehen sind, vorzugsweise mehrere Biegeentlastungs-Nuten (12a, 12b) mit einer nach der Befestigung vorbestimmten Ausrichtung im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse (17) des Stanzzylinders (3) oder der Stanzhalbschale (4) angeordnet sind.

5. Rotationsstanz-Elastomerelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die mehreren Biegeentlastungs-Nuten (12a, 12b) voneinander gleiche Abstände aufweisen.

6. Rotationsstanz-Elastomerelement nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine zusätzliche Biegeentlastungs-Nut (12c, 12d), insbesondere zur Ausbildung eines Rechteckmusters (Feld 15) oder eines Rautenmusters (Feld 16), in der Anlagefläche vorgesehen ist.

7. Rotationsstanz-Elastomerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut (12a, 12b, 12c, 12d) im Querschnitt rechteckförmig und/oder V-förmig ausgebildet ist.

8. Rotationsstanz-Elastomerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut (12, 12a, 12b, 12c, 12d) eine Tiefe von 1 % bis 99%, vorzugsweise eine Tiefe von 20% bis 80%, der Materialdicke des Rotationsstanz-Elastomerelementes (10) aufweist.

9. Rotationsstanz-Elastomerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rotationsstanz- Elastomerelement (10) bestimmter Abmessung aus einer planen Elastomerplatte geschnitten ist.

Rotationsstanz-Elastomerelement nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rotationsstanz-Elastomerelement (10) bestimmter Abmessung durch Ablängen von einem Elastomer- Bandmaterial mit wenigstens im Wesentlichen quer zur Bandlängserstreckungsrichtung, insbesondere im Wesentlichen quer zur Abwickelrichtung, verlaufenden Biegeentlastungs-Nuten (12, 12a, 12b) hergestellt ist.

1 1. Rotationsstanz-Elastomerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Elastomermaterial des Rotationsstanz-Elastomerelementes eine Shore-A Härte von 10 bis 70, bevorzugt eine Shore-A Härte von 30 bis 90, aufweist.

12. Rotationsstanz-Elastomerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rotationsstanz- Elastomerelement (10) mittels einer Haftverbindung, insbesondere mittels eines Flüssigklebers oder einer Kleberschicht oder eines Klebebands, befestigbar ist.

13. Rotationsstanz-Elastomerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Rotationsstanz- Elastomerelement (10) auf der zur Anlage an dem zu stanzenden Material bestimmten Anlagefläche eine Oberschicht (18), vorzugsweise eine gegenüber dem Elastomermaterial des Rotationsstanz- Elastomerelementes (10) härtere Oberschicht (18), als weiterer Bestandteil des Rotationsstanz-Elastomerelementes aufgebracht, vorzugsweise aufgeklebt oder aufkaschiert, ist, wobei in der Oberschicht (18) ebenfalls wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut (19), vorzugsweise eine Mehrzahl von Biegeentlastungs-Nuten (19), vorgesehen ist.

14. Rotationsstanz-Elastomerelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut in der Oberschicht (18) durch eine, sich von der zur Befestigung auf dem Stanzzylinder (3) oder der Stanzhalbschale (4) bestimmten Anlagefläche des Rotationsstanz-Elastomerelementes (10) ausgehend bis in die Oberschicht (18) hinein erstreckende Biegeentlastungs-Nut gebildet ist.

15. Rotationsstanz-Elastomerelement nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut in der Oberschicht (18) durch eine wenigstens im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse (17) verlaufende Trenn-Nut gebildet ist, die die Oberschicht (18) durchtrennt oder dass die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut durch eine wenigstens im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse (17) verlaufende Nut (19) in der Kontaktfläche zum Elastomermaterial hin gebildet ist.

16. Rotationsstanz-Elastomerelement nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Biegeentlastungs-Nuten (19) in der Oberschicht versetzt zu den Biegeentlastungs-Nuten an der zur Befestigung auf dem Stanzzylinder (3) oder der Stanzhalbschale (4) bestimmten Anlagefläche ausgebildet sind oder dass die Biegeentlastungs-Nuten in der Oberschicht (18) und die Biegeentlastungs-Nuten an der zur Befestigung auf dem Stanzzylinder (3) oder der Stanzhalbschale (4) bestimmten Anlagefläche in Radialrichtung gesehen übereinanderliegen.

17. Rotationsstanz-Elastomerelement nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Rotationsstanz- Elastomerelement (10) durch eine Rotationsstanz-Elastomerplatte oder einen Rotationsstanz-Elastomerstreifen gebildet ist.

18. Verfahren zur Montage eines Rotationsstanz-Elastomerelementes nach einem der vorhergehenden Ansprüche auf einem Stanzzylinder (3) oder einer Stanzhalbschale (4) einer Rotationsstanzvorrichtung (1 ). 19. Verfahren zur Herstellung eines Rotationsstanz-Elastomerelementes nach einem der Ansprüche 1 bis 17, bei dem ein Rotationsstanz- Elastomerelement (10) bestimmter Abmessung aus einer planen Elastomerplatte geschnitten wird oder bei dem ein Rotationsstanz- Elastomerelement (10) bestimmter Abmessung durch Ablängen von einem Elastomer-Bandmaterial mit im Wesentlichen quer zur

Bandlängserstreckungsrichtung, insbesondere im Wesentlichen quer zur Abwickelrichtung, verlaufenden Biegeentlastungs-Nuten (12, 12a, 12b) hergestellt wird. 20. Rotationsstanzvorrichtung (1 ) mit einem Stanzzylinder (3) oder einer Stanzhalbschale (4), auf dem bzw. auf der wenigstens ein Rotationsstanz- Elastomerelement (10) nach einem der Ansprüche 1 bis 17 befestigt ist.

Description:
Beschreibung

Rotationsstanz-Elastomerelement als Auswerfelement und/oder Fixierelement und Verfahren zur Montage

Die Erfindung betrifft eine Rotationsstanz-Elastomerelement als Auswerfelement und/oder Fixierelement nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie ein Verfahren zu deren Montage nach dem Oberbegriff des Anspruchs 18.

Rotationsstanzvorrichtungen sind in unterschiedlichen Ausführungsformen bekannt (DE 10 2009 033 576 A1 ; DE 602 02 629 T2; DE 10 2015 107 313 A1 ). Stark verbreitet ist diese Stanztechnik in der papierverarbeitenden Industrie zur rotativen Verarbeitung von Vollpappe und Wellpappe, beispielsweise zur Herstellung von Faltschachtel, Schnittenversandtaschen, etc. Eine Rotationsstanzvorrichtung weist üblicherweise einen Stanzzylinder oder eine Stanzhalbschale mit einer Anordnung von Stanzrillen, insbesondere als Schneidmesser und einen Gegenstanzzylinder auf, wobei beide Bauteile rotieren und dazwischen das zu stanzende, bogen- oder bahnförmige Material, insbesondere Vollpappe und Wellpappe durchgeführt wird. Allgemein besteht beim Rotationsstanzen das Problem, dass sich gestanztes Material, insbesondere Stanzabfall zwischen Schneidmessern verklemmen kann. Dieses Problem kann in bekannter Weise dadurch gelöst werden (DE 10 2009 033 576 A1 ), dass zwischen Schneidmessern Rotationsstanz- Elastomerelemente als Auswerfelemente und/oder Fixierelemente auf den Stanzzylinder oder einer Stanzhalbschale befestigt werden, welche eine Materialdicke zum Beispiel in etwa entsprechend der Höhe der Schneidmesser aufweisen. Beim Rotationsstanzprozess unter Druckbelastung werden die Elastomerelemente, die zum Beispiel durch Gummiplatten gebildet sind, zusammengepresst. Nach der Druckentlastung dehnt sich das Elastomermaterial auf seine ursprüngliche Dicke aus und das zu bearbeitende Material wird wieder über die Höhe der Schneidmesser angehoben, sodass insbesondere ein Stanzabfall ausgeworfen wird. Das zur Anwendung kommende Elastomermaterial ist regelmäßig relativ hart und die Federwege sind gering.

Solche Rotationsstanz-Elastomerelemente haben je nach der Stanzaufgabe unterschiedliche Abmessungen und werden üblicherweise aus einer planen und oftmals relativ harten Elastomerplatte, zum Beispiel einer Gummiplatte ausgeschnitten. Die Rotationsstanz-Elastomerelemente werden durch Kleben mit einem Flüssigkleber oder mit Klebebändern auf dem Stanzzylinder oder der Stanzhalbschale befestigt. Dabei müssen die Rotationsstanz-Elastomerelemente entsprechend dem Durchmesser des Stanzzylinders oder der Stanzhalbschale gebogen werden. Solche Durchmesser können sich stark unterscheiden und liegen üblicherweise zwischen 165 bis 650 mm, so dass insbesondere bei kleinen Durchmessern entsprechend starke Biegungen in den Elastomerelementen vorliegen. Daher besteht in den Rotationsstanz-Elastomerelementen nach deren Befestigung aufgrund der Federeigenschaften des Elastomermaterials eine relativ große Biegespannung mit einer Rückstellkraft, die versucht, die Rotationsstanz- Elastomerelemente wieder in ihre plane flache Form zurückzustellen. Dies hat zur Folge, dass die Rotationsstanz-Elastomerelemente nur schwierig und mit hohem Aufwand prozesssicher in Verbindung mit ihrer Biegung auf dem Stanzzylinder oder der Stanzhalbschale verklebt werden können. Zudem besteht die Gefahr, dass beim Rotationsstanzprozess die Klebeverbindung nicht hält, so dass sich Rotationsstanz-Elastomerelemente zumindest teilweise ablösen können und damit das Stanzergebnis negativ beeinflussen und gegebenenfalls der Stanzvorgang unterbrochen werden muss.

Eine einfache plausible Lösung dieses Problems würde darin bestehen, die Rotationsstanz-Elastomerelemente von vornherein mit einer Biegung herzustellen. Wegen der stark differierenden Zylinderdurchmesser wäre jedoch eine Vielzahl entsprechend gebogener Elastomerelemente bereitzuhalten, was aufgrund des damit verbundenen Aufwands nicht praktikabel ist. Zudem stehen regelmäßig auch keine Maschinen zur Verfügung, um gebogene Elemente zu schneiden. Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Rotationsstanz-Elastomerelement als Auswerfelement und/oder Fixierelement vorzuschlagen, welche trotz einer im Wesentlichen planen Ausgangsform mit geringem Aufwand prozesssicher und gebogen auf einem Stanzzylinder oder einer Stanzhalbschale einer Rotationsstanzvorrichtung befestigbar ist, insbesondere durch Kleben befestigbar ist. Eine weitere Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Montage eines solchen Rotationsstanz-Elastomerelementes vorzuschlagen.

Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Rotationsstanz-Elastomerelementes mit den Merkmalen des Anspruchs 1 und hinsichtlich des Verfahrens zur Montage mit den Merkmalen des Anspruchs 18 gelöst.

Gemäß Anspruch 1 ist ein Rotationsstanz-Elastomerelement als Auswerfelement und/oder Fixierelement zur Befestigung auf einem Stanzzylinder oder einer Stanzhalbschale einer Rotationsstanzvorrichtung zum Auswerfen von Stanzabfall und/oder zur Fixierung des zu stanzenden, zum Beispiel bogen- oder bahnförmigen, Materials beim Rotationsstanzprozess vorgesehen. Erfindungsgemäß weist das Rotationsstanz-Elastomerelement, vorzugsweise in bzw. an der zur Befestigung auf dem Stanzzylinder oder der Stanzhalbschale bestimmten Anlagefläche des Rotationsstanz-Elastomerelementes und/oder in bzw. an der zur Anlage an dem zu stanzenden Material bestimmten Anlagefläche des Rotationsstanz-Elastomerelementes, wenigstens eine, im Wesentlichen schlitzartig und/oder ausnehmungsartig ausgebildete, Biegeentlastungs-Nut, vorzugsweise eine Mehrzahl von Biegeentlastungs-Nuten, zur Reduzierung einer Biegespannung bzw. zur Reduzierung einer Rückstellkraft im Elastomermaterial vorgesehen, insbesondere dort eingebracht. Grundsätzlich kann die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut an einer beliebigen Stelle des Rotationsstanz-Elastomerelementes angeordnet sein, solange die gewünschte Biegeentlastung erreicht wird. Bei entsprechender Anordnung und Ausbildung solcher, vorzugsweise im Wesentlichen schlitzartig und/oder ausnehmungsartig ausgebildeter, Biegeentlastungs-Nuten, insbesondere an der zur Befestigung auf dem Stanzzylinder oder der Stanzhalbschale bestimmten Anlagefläche oder gegenüberliegend dazu an der zur Anlage an dem zu stanzenden Material bestimmten Anlagefläche des Rotationsstanz- Elastomerelementes oder auch an beiden eben genannten Anlageflächen, kann bei einem bogenförmig montierten Rotationsstanz-Elastomerelement eine Biegespannung und damit eine Rückstellkraft in eine plane Form zwar nicht vollständig aufgehoben werden. Vorteilhaft ist jedoch, insbesondere in Verbindung mit relativ harten Elastomermaterialien, eine so große Reduzierung der Biegespannung möglich, dass der Aufwand für eine prozesssichere Anbringung erheblich reduziert ist. Ebenso kann die Biegespannung so weit reduziert werden, dass eine teilweise oder vollständige Ablösung eines Rotationsstanz-Elastomerelementes während des Rotationsstanzprozesses ausgeschlossen werden kann. Bei besonders kurzen Rotationsstanz- Elastomerelementen könnte ggf. eine einzige Biegeentlastungs-Nut ausreichend sein. Regelmäßig werden jedoch mehrere Biegeentlastungs-Nuten vorzusehen sein, was nachfolgend oftmals auch durch die Verwendung der Mehrzahl zum Ausdruck kommt, ohne dass dies jedoch bedeuten soll, dass Anwendungsfälle mit einer einzigen Biegeentlastungs-Nut davon ausgeschlossen werden. Wie bereits oben durch die Verwendung der Begrifflichkeit „schlitzartig" angedeutet, ist die Begrifflichkeit„Nut" hier in einem weiten und umfassenden Sinne zu verstehen und soll ausdrücklich jedwede Geometrie mit einschließen, die geeignet ist, die gewünschte Biegeentlastung herbeizuführen, also zum Beispiel explizit auch Einschnitte bzw. Schlitzgeometrien, die eine gewünschte Biegeentlastung bewirken. Im Rahmen der vorliegenden Erfindung wird in Verbindung mit der Begrifflichkeit „Elastomerelement" unter einem Elastomer bzw. unter einem Elastomermaterial jedwedes Material (bzw. jedweder Stoff) verstanden, das (bzw. der) elastische Eigenschaften aufweist und somit die Eigenschaft besitzt, nach Einwirkung einer Kraft in den ursprünglichen Zustand bzw. in die Ursprungsform zurückzukehren, insbesondere die Eigenschaft besitzt, nach einer Kraft- oder Druckentlastung von seinem verformten, zum Beispiel gebogenen, und/oder zusammengepressten Zustand wieder in den ursprünglichen unbelasteten Zustand, insbesondere auf seine ursprüngliche Form und/oder Dicke, zurückzukehren. Die Begrifflichkeit Elastomer bzw. Elastomermaterial ist daher hier in einem weiten Sinne und insbesondere als „elastische Eigenschaften aufweisend" auszulegen. Auf die konkreten Materialien wird später noch weiter eingegangen.

An dieser Stelle sei zudem auch nochmals klargestellt, dass die Begrifflichkeit „halb" in Verbindung mit dem Begriff „Stanzhalbschale" hier bzw. auf dem vorliegenden Fachgebiet nicht bedeutet, dass sich diese Stanzhalbschale in Umfangsrichtung gesehen zwingend bzw. exakt über den halben Umfang erstrecken muss, sondern selbstverständlich von der Begrifflichkeit „Stanzhalbschale" jedwede sich lediglich über einen Teilbereich des Umfangs erstreckende Schalenanordnung umfasst ist, also explizit auch solche, die sich über mehr oder weniger als den halben Umfang erstrecken.

Eine besonders vorteilhafte Biegeentlastung ergibt sich, wenn die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut, insbesondere bezogen auf deren Haupterstreckungs- richtung, nach der Befestigung im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse des Stanzzylinders oder der Stanzhalbschale angeordnet ist bzw. verläuft. Das heißt, dass die Biegeentlastungs-Nut bezüglich ihrer Haupterstreckungsrichtung im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse des Stanzzylinders oder der Stanzhalbschale verlaufen sollte, wobei jedoch selbstverständlich keine absolute Parallelität zwischen dieser Haupterstreckungsrichtung der Biegeentlastungs-Nut und der Rotationsachse des Stanzzylinders oder der Stanzhalbschale erforderlich ist, um eine gewünschte Biegeentlastung herbeizuführen, sondern (insbesondere geringe) Abweichungen von einer derartigen absoluten Parallelität auf jeden Fall möglich sind und vom Schutzumfang umfasst sein sollen. Mit anderen Worten soll die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut im Wesentlichen quer zu der nach der Montage aufgebrachten Biegung liegen. Damit wird das Rotationsstanz- Elastomerelement durch die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut zumindest in Quersegmente unterteilt.

Ein besonders einfacher Aufbau, insbesondere auch zur Herstellung einer gewünschten Parallelität zwischen der Haupterstreckungsrichtung der wenigstens einen Biegeentlastungs-Nut und der Rotationsachse des Stanzzylinders oder der Stanzhalbschale, ergibt sich, wenn die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut im Wesentlichen geradlinig verläuft bzw. ausgebildet ist. Eine derartiger geradliniger Verlauf der wenigstens einen Biegeentlastungs-Nut lässt sich zudem auf besonders einfache Weise herstellen. Grundsätzlich kann die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut aber auch einen zumindest abschnittsweise oder teilweise von einem geradlinigen Verlauf abweichenden Verlauf aufweisen, zum Beispiel eine sich in Richtung Haupterstreckungsrichtung verändernde Wellenform oder Zick-Zack-Form, solange sichergestellt ist, dass diese Formgebung bzw. dieser Verlauf eine gewünschte Biegeentlastung zur Folge hat und/oder eine derartige Biegeentlastungs-Nut bezüglich ihrer Haupterstreckungsrichtung im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse des Stanzzylinders oder der Stanzhalbschale verläuft.

Für eine besonders starke Reduzierung einer Biegespannung wird vorgeschlagen, dass in der jeweiligen Anlagefläche (also in der zur Befestigung auf dem Stanzzylinder oder der Stanzhalbschale bestimmten Anlagefläche und/oder an der zur Anlage an dem zu stanzenden Material bestimmten Anlagefläche des Rotationsstanz-Elastomerelementes) mehrere, vorzugsweise im Wesentlichen geradlinig verlaufende, Biegeentlastungs-Nuten im Wesentlichen parallel zueinander verlaufen. Dies erfolgt vorzugsweise dergestalt, dass mehrere Biegeentlastungs-Nuten mit einer nach der Befestigung vorbestimmten Ausrichtung im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse des Stanzzylinders oder der Stanzhalbschale angeordnet sind. Mit anderen Worten sollen auch hier wiederum die dann mehreren Biegeentlastungs-Nuten im Wesentlichen quer zu der nach der Montage aufgebrachten Biegung liegen. Damit wird das Rotationsstanz- Elastomerelement durch die Biegeentlastungs- Nuten in Quersegmente unterteilt.

Grundsätzlich können auch andere Anordnungen und Muster von Biegeentlastungs-Nuten in der Anlagefläche (also in der zur Befestigung auf dem Stanzzylinder oder der Stanzhalbschale bestimmten Anlagefläche und/oder an der zur Anlage an dem zu stanzenden Material bestimmten Anlagefläche des Rotationsstanz-Elastomerelementes) vorgesehen werden. Vorzugsweise ist hierzu zusätzlich zur wenigstens einen, bezogen auf den Zustand nach der Befestigung, im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse des Stanzzylinders oder der Stanzhalbschale verlaufenden wenigstens einen Biegeentlastungs-Nut wenigstens eine zusätzliche Biegeentlastungs-Nut in der Anlagefläche vorgesehen, zum Beispiel um ein Rechteckmuster oder ein Rautenmuster, um nur zwei Beispiele zu nennen, auszubilden. Das heißt, dass beispielsweise zusätzlich zu der wenigstens einen bzw. den mehreren „quer" verlaufenden Biegeentlastungs-Nut(en) zum Beispiel senkrecht dazu ausgerichtete Nuten in einer Rechteckform oder zum Beispiel schräg dazu ausgerichtete Nuten für ein Rautenmuster vorgesehen sein können. Damit wird insbesondere erreicht, dass bei der Montage des Rotationsstanz-Elastomerelementes für eine Biegeentlastung jedenfalls Nuten etwa parallel zur Rotationsachse liegen. Dadurch wird insbesondere eine solche Falschmontage des Rotationsstanz- Elastomerelementes ausgeschlossen, bei der alle Nuten einer ausschließlichen Parallelanordnung in Biegerichtung verlaufen und damit nicht zur Biegeentlastung beitragen.

Auch für diese wenigstens eine zusätzliche Biegeentlastungs-Nut gilt das zuvor gesagte analog, das heißt, dass die Begrifflichkeit„Nut" hier in einem weiten und umfassenden Sinne zu verstehen ist und ausdrücklich jedwede Geometrie mit einschließen, die geeignet ist, die gewünschte Biegeentlastung herbeizuführen, also auch Schnitt- oder Schlitzgeometrien. Grundsätzlich sind unterschiedliche Querschnittformen der Biegeentlastungs- Nuten möglich. Vorzugsweise soll die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut jedoch im Querschnitt rechteckförmig und/oder V-förmig ausgebildet sein. Gerade die V-förmige Ausbildung ergibt bei einem relativ großen, der Biegung angepassten V-Winkel eine hohe Reduzierung der Biegespannung. Zudem kann insbesondere durch die V-förmige Ausgestaltung sichergestellt werden, dass - bei einer Ausbildung bzw. Anordnung der Biegeentlastungs-Nut in der zur Befestigung auf dem Stanzzylinder oder der Stanzhalbschale bestimmten Anlagefläche - die Flanken gegenüberliegender Nut-Seitenwände im gebogenen Zustand im Wesentlichen aneinander anliegen und dadurch keine oder nur in einem geringen bzw. reduzierten Umfang nutseitige Hohlräume ausgebildet werden. Zudem sind solche Nutenformen bei guter Funktion einfach und ohne Hinterschneidung herstellbar. Die Herstellung kann insbesondere nachträglich durch Schneiden und/oder Fräsen und/oder Schmelzen an einem Elastomermaterial erfolgen. Alternativ können die Biegeentlastungs-Nuten bereits bei der Herstellung, insbesondere durch Gießen oder Schäumen, des Elastomermaterials vorgesehen bzw. angebracht werden. Die erfindungsgemäßen Rotationsstanz-Elastomerelemente mit der wenigstens einen Biegeentlastungs-Nut sind bevorzugt zwischen Schneidmessern zum Auswerfen von Stanzabfall angeordnet. Hierbei kann die Elementdicke in etwa der Höhe der Schneidmesser entsprechen oder die Elementdicke ist größer oder kleiner als die Höhe der Schneidmesser. Für eine ausreichende Biegeentlastung, ohne dabei das Rotationsstanz-Elastomerelement unzulässig zu schwächen, können die Biegeentlastungs-Nuten grundsätzlich, je nach Anwendungsfall (zum Beispiel in Abhängigkeit vom Biegeradius des Stanzzylinders bzw. der Stanzhalbschale und/oder in Abhängigkeit vom konkret gewählten Material und/oder der Härte des Rotationsstanz-Elastomerelementes und/oder in Abhängigkeit von einer mittels eines Klebers bewirkten Anhaftkraft des Rotationsstanz-Elastomerelementes am Stanzzylinder bzw. an der Stanzhalbschale, um nur einige Beispiele zu nennen) eine Tiefe von 1 % bis 99%, vorzugsweise eine Tiefe von 20% bis 80%, der Materialdicke des Rotationsstanz- Elastomerelementes aufweisen.

Gemäß einer ersten Ausführungsvariante kann ein erfindungsgemäßes Rotationsstanz-Elastomerelement bestimmter Abmessung aus einer planen Elastomerplatte geschnitten werden. Ein solcher Schnitt kann zum Beispiel mechanisch oder gegebenenfalls mittels eines Laserstrahls erfolgen. Alternativ kann auch ein Rotationsstanz-Elastomerelement bestimmter Abmessung durch Ablängen aus bzw. von einem Elastomer-Bandmaterial hergestellt werden, welches wenigstens im Wesentlichen quer zur Bandlängserstreckungsrichtung, insbesondere im Wesentlichen quer zu einer Abwickelrichtung, verlaufende Biegeentlastungs-Nuten aufweist. Durch die Biegeentlastungs-Nuten kann das Elastomer-Bandmaterial gegebenenfalls in Rollenform vorliegen und die Ablängung kann entlang einer quer verlaufenden Biegeentlastungs-Nut einfach erfolgen. Die Breite ist entsprechend der Stanzaufgabe anzupassen.

Wie bereits eingangs ausgeführt, wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung unter einem Elastomer bzw. unter einem Elastomermaterial des Rotationsstanz- Elastomerelementes jedwedes Material verstanden, das elastische Eigenschaften aufweist und die Eigenschaft besitzt, nach Einwirkung einer Kraft in den ursprünglichen Zustand bzw. in die Ursprungsform zurückzukehren, das heißt insbesondere die Eigenschaft besitzt, nach einer Kraft- oder Druckentlastung von seinem verformten, zum Beispiel gebogenen, und/oder zusammengepressten Zustand wieder in den ursprünglichen unbelasteten Zustand, insbesondere auf seine ursprüngliche Form und/oder Dicke, zurückzukehren. Die Begrifflichkeit Elastomer bzw. Elastomermaterial ist daher hier in einem weiten Sinne und insbesondere als„elastische Eigenschaften aufweisend" auszulegen und umfasst nicht nur Elastomere im klassischen Sinne, sondern jedwedes elastische Eigenschaften aufweisende Material. Geeignete Materialien, die in Verbindung mit einer erfindungsgemäßen Elastomerelement verwendet und/oder eingesetzt werden können, sind beispielsweise Polyurethane, Kautschuke und deren Vulkanisate, synthetische Kautschuke und deren Vulkanisate sowie Schäume (Moosgummi, EPDM), weiter Ethylen-Vinylacetat-Copolymere (EVA), Gummikork sowie thermoplastische Kunststoffe bzw. thermoplastische Elastomere, wie beispielsweise thermoplastische Polyesterelastomere, thermoplastische Copolyester, thermoplastische Elastomere auf Urethanbasis, thermoplastische Vulkanisate, thermoplastische Elastomere auf Olefinbasis, Styrol- Blockcopolymere, um nur einige Beispiele zu nennen. Dabei eignet sich für die Herstellung eines erfindungsgemäßen Elastomerelementes sowohl das Vollmaterial als auch die geschäumte Version der Materialien. Für eine hervorragende Fixier- und Auswerffunktion des erfindungsgemäßen Rotationsstanz-Elastomerelementes mit wenigstens einer, vorzugsweise einer Mehrzahl von Biegeentlastungs-Nut(en) weist das Elastomermaterial des Rotationsstanz-Elastomerelementes eine Shore-A Härte von 10 bis 90, bevorzugt eine Shore-A Härte von 30 bis 90, auf.

Besonders bevorzugt erfolgt die Befestigung eines erfindungsgemäßen Rotationsstanz-Elastomerelementes auf schnelle, einfache und funktionssichere Weise mittels einer Haftverbindung, zum Beispiel mittels eines Flüssigklebers oder einer Klebeschicht oder eines Klebebands.

Das Rotationsstanz-Elastomerelement kann grundsätzlich zwei- oder mehrschichtig in der Art eines Sandwiches und/oder aus unterschiedlichen Elastomermaterialien aufgebaut sein, wenngleich eine materialeinheitliche und/oder einstückige Ausgestaltung des Rotationsstanz-Elastomerelementes die bevorzugte Ausgestaltung ist. Insbesondere in Verbindung mit einer materialeinheitlichen und/oder einstückigen Ausgestaltung eines Rotationsstanz- Elastomerelementes ist es bereits bekannt, auf Rotationsstanz-Elastomer- elementen, auf der zur Anlage an dem zu stanzenden Material bestimmten Anlagefläche (und damit gegenüberliegend der zur Befestigung auf dem Stanzzylinder oder der Stanzhalbschale bestimmten Anlagefläche), eine Oberschicht, vorzugsweise eine gegenüber dem Elastomermaterial des Rotationsstanz-Elastomerelementes härtere äußere Schicht bzw. Oberschicht, aufzubringen, insbesondere aufzukleben oder aufzukaschieren. Eine derartige Oberschicht hilft beispielsweise eine Decklage des zu stanzenden Materials, zum Beispiel einer Wellpappe, vollflächig abzudecken, um Abdrücke zu verhindern. Diese Oberschicht verstärkt jedoch die Biegespannung des Rotationsstanz- Elastomerelementes auch dann, wenn an der zur Befestigung auf dem Stanzzylinder oder der Stanzhalbschale bestimmten Anlagefläche Biegeentlastungs-Nuten angebracht sind. Es wird daher vorgeschlagen, für eine weitere Reduzierung der Biegespannung auch in der Oberschicht wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut, vorzugsweise eine Mehrzahl von Biegeentlastungs- Nuten, vorzusehen bzw. anzubringen.

Dies kann grundsätzlich auf unterschiedliche Weise erfolgen:

So kann beispielsweise gemäß einer ersten Ausführungsvariante vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut in der Oberschicht durch eine, sich von der zur Befestigung auf dem Stanzzylinder oder der Stanzhalbschale bestimmten Anlagefläche des Rotationsstanz- Elastomerelementes ausgehend bis in die Oberschicht hinein erstreckende Biegeentlastungs-Nut gebildet ist. Das heißt, dass die wenigstens eine elastomerelementseitige Biegeentlastungs-Nut dann in diesem Fall bis in die Oberschicht hinein geführt ist und auch dort eine Biegeentlastung bewirkt. Diese Variante ist insbesondere dann von Vorteil, wenn das Rotationsstanz- Elastomerelement und die Oberschicht einen Sandwichaufbau ausbilden, in den die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut nach der Herstellung des Verbundes aus Rotationsstanz-Elastomerelement und Oberschicht eingebracht wird.

Alternativ kann die Biegeentlastung in der Oberschicht aber beispielsweise auch dergestalt erfolgen, dass die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut der Oberschicht durch eine wenigstens im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse verlaufende Trenn-Nut gebildet ist, die die Oberschicht durchtrennt, zum Beispiel im Falle besonders harter Oberschichten, oder dass alternativ auch hier wiederum die wenigstens eine Biegeentlastungs-Nut (analog zur vorhin beschriebenen Ausgestaltung der Biegeentlastungs-Nut(en) in bzw. an der Anlagefläche) durch eine wenigstens im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse verlaufende Nut in der Kontaktfläche zum Elastomermaterial hin gebildet ist, zum Beispiel bei weniger harten Oberschichten. Zudem sind auch hier gegebenenfalls Rechteck- oder Rautenmuster möglich. Die Nuttiefe in der Oberschicht beträgt auch hier wieder zum Beispiel wie vorhin angegeben 1 bis 99%, vorzugsweise 20 bis 80%, bezogen auf die Materialdicke der Oberschicht. Für die Begrifflich keit „im Wesentlichen parallel" gilt auch hier wiederum das zuvor Ausgeführte, nämlich, dass selbstverständlich keine absolute Parallelität zwischen der Haupterstreckungsrichtung der Biegeentlastungs-Nuten und der Rotationsachse des Stanzzylinders oder der Stanzhalbschale erforderlich ist, um eine gewünschte Biegeentlastung herbeizuführen, sondern (insbesondere geringe) Abweichungen von einer derartigen absoluten Parallelität auf jeden Fall möglich sind und vom Schutzumfang umfasst sein sollen.

Die Biegeentlastungs-Nuten in der Oberschicht können hierbei versetzt zu den Biegeentlastungs-Nuten an der zur Befestigung auf dem Stanzzylinder oder der Stanzhalbschale bestimmten Anlagefläche ausgebildet sein, oder aber auch in Radialrichtung gesehen übereinanderliegen. Auch hier sind insbesondere in Verbindung mit ausnehmungsartigen Biegeentlastungs-Nuten in der Kontaktfläche wieder grundsätzlich unterschiedliche Querschnittformen der Biegeentlastungs-Nuten möglich, zum Beispiel im Querschnitt rechteckförmige und/oder V-förmige Nutgeometrien. Im Übrigen gilt ganz allgemein, dass im Falle des Vorsehens von Biegeentlastungs-Nuten sowohl in der zur Befestigung auf dem Stanzzylinder oder der Stanzhalbschale bestimmten Anlagefläche als auch an der zur Anlage an dem zu stanzenden Material bestimmten Anlagefläche, die Biegeentlastungs- Nuten der einen Anlagefläche versetzt zu den Biegeentlastungs-Nuten der anderen Anlagefläche ausgerichtet und angeordnet sein können bzw. alternativ auch in Radialrichtung gesehen übereinanderliegen können, um nur zwei Beispiele zu nennen. Zudem werden die in der Oberschicht vorgesehenen Biegeentlastungs-Nuten, insbesondere die ausnehmungsartigen Biegeentlastungs-Nuten in der Kontaktfläche zum Elastomermaterial hin, bevorzugt zeitlich vor dem Aufkaschieren der harten Oberschicht ausgebildet werden. Die durchtrennenden Trenn-Nuten können dagegen auch erst nach dem Aufkaschieren eingebracht werden

Das Rotationsstanz-Elastomerelement kann grundsätzlich unterschiedliche Formen aufweisen. Besonders bevorzugt ist das Rotationsstanz- Elastomerelement jedoch als Rotationsstanz-Elastomerplatte oder als Rotationsstanz-Elastomerstreifen ausgebildet.

Mit Anspruch 18 wird zudem ein Verfahren zur Montage eines Rotationsstanz- Elastomerelementes gemäß den vorstehenden Ausführungsformen beansprucht. Die damit erzielten Vorteile sind identisch mit den vorstehend genannten Vorteilen.

Mit Anspruch 19 wird ferner ein vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung eines Rotationsstanz-Elastomerelementes gemäß den vorstehenden Ausführungsformen beansprucht. Auch hier sind die damit erzielten Vorteile wiederum identisch mit den vorstehend genannten Vorteilen.

Mit Anspruch 20 wird weiter eine Rotationsstanzvorrichtung mit einem Stanzzylinder oder einer Stanzhalbschale beansprucht, auf dem bzw. auf der wenigstens ein Rotationsstanz-Elastomerelement gemäß den vorstehenden Ausführungsformen befestigt ist. Auch hier sind die damit erzielten Vorteile wiederum identisch mit den vorstehend genannten Vorteilen. Anhand einer Zeichnung wird die Erfindung weiter beispielhaft erläutert.

Es zeigen: Figur 1 eine schematische Darstellung einer Rotationsstanzvorrichtung,

Figur 2 eine Ansicht auf eine Anlagefläche einer Rotationsstanz- Elastomerelement mit Biegeentlastungs-Nuten,

Figur 3 eine Schnittansicht entlang der Linie A-A aus Figur 2,

Figur 4a eine schematische Ansicht eines, auf einem Stanzzylinder befestigten, zum Beispiel geklebten, Rotationsstanz-

Elastomerelementes mit Biegeentlastungs-Nuten an der zur Befestigung auf dem Stanzzylinder oder der Stanzhalbschale bestimmten Anlagefläche, Figur 4b eine zur Ausgestaltung nach Figur 4a alternative Ausführungsform schematische Ansicht eines, auf einem Stanzzylinder befestigten, zum Beispiel geklebten, Rotationsstanz-Elastomerelementes mit Biegeentlastungs-Nuten an der zur Anlage an dem zu stanzenden Material bestimmten Anlagefläche, und

Figuren 5a, b alternative Ausführungsvarianten zur Schnittansicht gemäß Figur

3.

In Figur 1 ist stark schematisiert eine Rotationsstanzvorrichtung 1 in einer Seitenansicht dargestellt, mit der ein zu stanzendes Material, hier lediglich beispielhaft eine zum Beispiel bogen- oder bahnförmige Wellpappe 2, bearbeitet wird.

Die Rotationsstanzvorrichtung 1 weist dazu im oberen Bereich einen Stanzzylinder 3 mit einer Rotationsachse 17 und mit einer Stanzhalbschale 4 als Werkzeug auf, sowie darunter einen Gegenstanzzylinder 5. Zwischen dem Stanzzylinder 3 und dem Gegenstanzzylinder 5 wird die Wellpappe 2 hindurch bewegt (Pfeile 6a, 6b, 6c).

Ein Bearbeitungsvorgang wird beispielhaft anhand einer bereits gestanzten Stanzöffnung 7 der Wellpappe 2 erläutert. Mit Hilfe von die Stanzöffnung 7 begrenzenden Schneidmessern 8, 9 wurde beim Vorbeigang der Wellpappe 2 die Stanzöffnung 7 ausgestanzt. Zwischen den Schneidmessern 8, 9 ist ein auf die Stanzhalbschale 4 aufgebrachtes, zum Beispiel geklebtes, Rotationsstanz- Elastomerelement 10, zum Beispiel in Form einer Rotationsstanz-Elastomerplatte oder in Form eines Rotationsstanz-Elastomerstreifens, als Auswerfelement angeordnet. Das Rotationsstanz-Elastomerelement 10 weist hier lediglich beispielhaft eine Dicke in etwa entsprechend der Höhe der Schneidmesser 8, 9 auf (das heißt kann auch eine größere oder geringere Höhe als die Schneidmesser 8, 9 aufweisen) und wird beim Stanzvorgang zusammengepresst und baut damit eine Rückstellkraft auf.

In Figur 1 ist der Zustand dargestellt, in dem sich das zum Beispiel durch eine Rotationsstanz-Elastomerplatte oder zum Beispiel durch einen Rotationsstanz- Elastomerstreifen gebildete Rotationsstanz-Elastomerelement 10 wieder in seinen entlasteten Ausgangszustand mit seiner ursprünglichen Dicke befindet und aufgrund seiner Rückstellkraft den Stanzabfall 1 1 zwischen den Schneidmessern 8, 9 entsprechend der Stanzöffnung 7 ausgeworfen hat.

Zur Reduzierung der Biegespannung im Elastomermaterial des Rotationsstanz- Elastomerelementes 10 sind Biegeentlastungs-Nuten 12 angebracht, die in Figur 1 schematisch angedeutet sind und in den Figuren 2 bis 4 detaillierter dargestellt sind.

In der Draufsicht auf die Anlagefläche eines planen, noch nicht montierten Rotationsstanz-Elastomerelementes nach Figur 2 sowie in der Schnittdarstellung nach Figur 3 sind unterschiedliche Anordnungen und Formen von Biegeentlastungs-Nuten 12 gezeigt. In einem ersten Feld 13 (linke Bildhälfte der Figuren 2 und 3) sind parallel zueinander und hier lediglich beispielhaft in gleichen Abständen V-förmige Biegeentlastungs-Nuten 12a gezeigt, welche hier lediglich beispielhaft etwa bis zur Mitte der Materialdicke eingeschnitten sind. In einer alternativen Ausführungsform sind in einem zweiten Feld 14 (rechte Bildhälfte der Figuren 2 und 3) gleiche parallele Biegeentlastungs-Nuten 12b mit rechteckigem Querschnitt und vorzugsweise mit gleichen Abständen gezeigt.

Für die Funktion einer Biegeentlastung zur Reduzierung einer Biegespannung nach der Befestigung bzw. Verklebung auf einen bogenförmigen Bereich der Stanzhalbschale 4 ist das Rotationsstanz-Elastomerelement 10 so zu montieren, dass die Biegeentlastungs-Nuten 12a oder 12b mit ihrer Haupterstreckungs- richtung im Wesentlichen quer zur Biegung verlaufen, wie dies in Figur 4a in Verbindung mit Biegeentlastungs-Nuten 12a, 12b in bzw. an der zur Befestigung auf dem Stanzzylinder oder der Stanzhalbschale bestimmten Anlagefläche dargestellt ist und wie dies, alternativ dazu in der Figur 4b in Verbindung mit Biegeentlastungs-Nuten 12a, 12b in bzw. an der zur Anlage an dem zu stanzenden Material bestimmten Anlagefläche dargestellt ist. Es versteht sich, dass selbstverständlich auch Biegeentlastungs-Nuten 12a, 12b auf beiden gegenüberliegenden Anlageflächen angeordnet sein könnten (hier nicht dargestellt), zum Beispiel versetzt zueinander oder radial übereinanderliegend.

Um einer falschen Montage, bei der die Biegeentlastungs-Nuten nicht quer sondern längs zur Biegung verlaufen, vorzubeugen, können, wie in Feld 15 in Figur 2 alternativ dargestellt, zusätzliche Biegeentlastungs-Nuten 12c in einer Rechteckanordnung angebracht sein, so dass dann in jedem Fall Biegeentlastungs-Nuten 12a oder 12c quer zur Biegung verlaufen. Alternativ können gegebenenfalls auch Rautenmuster angebracht werden, wie dies im Feld 16 der Figur 2 mit den zusätzlichen Biegeentastungs-Nuten 12d dargestellt ist.

In Fig. 5a ist in einer weiteren alternativen Ausführungsform auf dem vorzugsweise materialeinheitlichen und einstückig aus einem bestimmten Elastomermaterial hergestellten Rotationsstanz-Elastomerelement 10 eine optionale Oberschicht 18, vorzugsweise in Form einer gegenüber dem Elastomermaterial des Rotationsstanz-Elastomerelementes 10 härteren Oberschicht 18, aufgebracht, insbesondere aufgeklebt bzw. aufkaschiert, die zur Biegeentlastung relativ schmale und/oder quer zu einer Biegung verlaufende Biegentlastungs-Nuten 19 aufweist, die sich lediglich über einen Teilbereich der Materialdicke der Oberschicht 18 erstrecken (siehe linke Bildhälfte der Figur 5a), die aber gemäß einer alternativen, in der rechten Bildhälfte der Figur 5a dargestellten Ausführungsform auch als bis zur Oberseite der harten Oberschicht 18 durchgehende Trenn-Nuten ausgebildet sein können (selbstverständlich jeweils unabhängig von der konkreten geometrischen Ausbildung der anlageflächenseitigen Biegeentlastungs-Nuten). Die Biegeentlastungs-Nuten 19 können hierbei versetzt zu den Biegeentlastungs-Nuten in dem Rotationsstanz- Elastomerelement 10 bzw. an deren Anlagefläche ausgebildet sein oder aber auch in Radialrichtung gesehen übereinanderliegend angeordnet sein. Auch ein teilweiser Versatz und ein teilweises Übereinanderliegen ist bzw. sind selbstverständlich möglich.

Gemäß einer weiteren, alternativen und in der Figur 5b dargestellten Ausführungsform könnte aber auch vorgesehen sein, dass die Biegeentlastungs- Nuten 19 in der Oberschicht 18 durch sich von der Anlagefläche des Rotationsstanz-Elastomerelementes 10 ausgehend bis in die Oberschicht 18 hinein erstreckende Biegeentlastungs-Nuten 12a bzw. 12b gebildet sind. Die Nuten-Streifenmuster und die Nuten-Querschnittsformen sind hier als bevorzugte Beispielsformen angegeben ohne Beschränkungen auf die dargestellten Anordnungen. Auch andere alternative Anordnungen und Formen von Nuten sollen umfasst sein, sofern diese zu einer Biegeentlastung des relativ steifen, im Herstellzustand planen Rotationsstanz-Elastomerelementes 10 im montierten bogenförmigen Zustand führen.