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Patent Searching and Data


Title:
ROTATIONALLY DRIVABLE CUTTING OR MILLING TOOL AND METHOD, AND USE OF SUCH A CUTTING TOOL FOR PRODUCING DRIVING AND CONVEYOR BELTS
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2007/095897
Kind Code:
A1
Abstract:
A rotationally drivable cutting or milling tool having at least one cutting tooth effective in the one direction of rotation and at least one cutting tooth effective in the other direction of rotation is characterized in that the cutting teeth (2a; 2b and 4) effective in the opposite directions of rotation have cutting edges oriented differently for carrying out different machining processes.

Inventors:
MEIER, FRANK (Tulpenweg 10, Beverungen, 37688, DE)
BALLHAUSEN, Ulrich (Am Alten Postweg 28, Bad Driburg, 33014, DE)
Application Number:
DE2007/000258
Publication Date:
August 30, 2007
Filing Date:
February 13, 2007
Export Citation:
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Assignee:
ARNTZ BETEILIGUNGS GMBH & CO. KG (Corveyer Allee 15, Höxter, 37671, DE)
MEIER, FRANK (Tulpenweg 10, Beverungen, 37688, DE)
BALLHAUSEN, Ulrich (Am Alten Postweg 28, Bad Driburg, 33014, DE)
International Classes:
B27G13/00; B23C3/30; B27G13/14; B29D29/10
Attorney, Agent or Firm:
SROKA, Peter et al. (Dominikaner Strasse 37, Düsseldorf, 40545, DE)
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Claims:

Patentansprüche

1. Rotierend antreibbares Schneid- oder Fräswerkzeug mit mindestens einem in der einen Drehrichtung wirksamen Schneidzahn und mindestens einem in der anderen Drehrichtung wirksamen Schneidzahn, dadurch gekennzeichnet, daß die in den entgegengesetzten Drehrichtungen wirksamen Schneidzähne (2a; 2b bzw. 4) zur Durchführung unterschiedlicher Bearbeitungsprozesse unterschiedlich ausgerichtete Schneidkanten haben.

2. Schneid- bzw. Fräswerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jeder in der einen Drehrichtung wirksame Schneidzahn (2a bzw. 2b) eine in Drehrichtung schräg stehende Schneidfläche (2'a bzw. 2'b) aufweist, während jeder in der entgegengesetzten Drehrichtung wirksame Schneidzahn (4) eine in Drehrichtung achsial ausgerichtete Schneidfläche (4') hat.

3. Schneid- bzw. Fräswerkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schneidzahn (4) zwei Schneidkanten (4') aufweist, die an den achsial gegenüberliegenden Seiten des als Scheibe (1) ausgebildeten Werkzeugs liegen.

4. Schneid- bzw. Fräswerkzeug nach Anspruch 2 oder 3 gekennzeichnet durch zwei sich diametral gegenüberliegende Schneidzähne (4).

5. Schneid- bzw. Fräswerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Schneidzahn (4) eine achsial ausgerichtete Schneidfläche mit beidseitig wirksamen Schneidkanten (4') aufweist.

6. Schneid- bzw. Fräswerkzeug nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass es mehrere Schneidzähne (2a; 2b) aufweist, deren Schneidkanten (2'a bzw. 2'b) abwechselnd auf entgegengesetzten Seiten benachbarter Schneidzähne angeordnet sind.

7. Verwendung eines rotierend antreibbaren Schneidwerkzeugs mit an seinem Umfang angeordneten Schneiden, von denen mindestens eine Schneide in der einen

Drehrichtung und mindestens eine weitere Schneide in der anderen Drehrichtung wirksam sind, zum Fräsen von Kanten und/oder Nuten zur Herstellung von Antriebsoder Förderriemen, insbesondere bei der Herstellung von Keilriemen, Keilriemenrippen, Rippenbändern, Zahnriemen, Flachriemen oder dergleichen, wobei die erste Guppe in einem ersten Arbeitsschritt zum Fräsen der Kanten und/oder Nuten wirksam ist, während die zweite Gruppe in einem anschließenden Arbeitsschritt zum Entfernen von während des ersten Arbeitsschrittes entstandenen Fähnchen oder Rippchen wirksam ist.

8. Verwendung eines rotierend antreibbaren Schneidwerkzeugs mit an seinem Umfang angeordneten Schneidzähnen, von denen jeder in der einen Drehrichtung wirksame Schneidzahn eine (in Drehrichtung) schräg stehende Schneidfläche (2'a bzw. 2'b) aufweist, während jeder in der entgegengesetzten Drehrichtung wirksame Schneidzahn (4) eine achsial ausgerichtete Schneidfläche (4') hat, zum Fräsen von Kanten und/oder Nuten bei der Herstellung von Antriebs- oder Förderriemen, insbesondere bei der Herstellung von Keilriemen, Keilrippenriemen, Rippenbändern, Zahnriemen, Flachriemen oder dergleichen, wobei jeder Schneidzahn mit in Drehrichtung schräg stehender Schneidfläche in einem ersten Arbeitsschritt zum Fräsen der Kanten und/oder Nuten wirksam ist, während jeder Schneidzahn mit achsial ausgerichteter Schneidfläche (4') in einem anschließenden Arbeitsschritt zum Entfernen von während des ersten Arbeitsschrittes entstandenen Fähnchen oder Rippchen wirksam ist.

9. Verfahren zum Fräsen von Kanten und/oder Nuten bei der Herstellung von Antriebsoder Förderriemen, insbesondere bei der Herstellung von Keilriemen, Keilrippenriemen, Rippenbändern, Zahnriemen, Flachriemen oder dergleichen, dadurch gekennzeichnet, dass man ein rotierend antreibbares Schneidwerkzeug nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 6 verwendet.

10. Verfahren nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass man ein rotierend antreibbares Schneidwerkzeug mit an seinem Umfang angeordneten Schneidzähnen verwendet, von denen mindestens ein Schneidzahn beim Antrieb des Werkzeugs in der einen Drehrichtung wirksam ist und mindestens ein anderer Schneidzahn in der

entgegengesetzten Drehrichtung wirksam ist, wobei jeder der in der einen Drehrichtung wirksame Schneidzahn (2a bzw. 2b) eine schräg stehende Schneidfläche (2'a bzw. 2'b) aufweist, um in einem ersten Arbeitsschritt die Kanten und/oder Nuten zu Fräsen, während jeder in der entgegengesetzten Drehrichtung wirksame Schneidzahn (4) eine achsial ausgerichtete Schneid-fläche (4') hat, um in einem zweiten Arbeitsschritt während des ersten Arbeitsschrittes entstandene Fähnchen oder Rippchen zu entfernen.

Description:

Rotierend antreibbares Schneid- oder Fräswerkzeug und Verfahren sowie Verwendung eines solchen Schneidwerkzeuges zum Herstellen von Antriebs- oder Förderriemen

Die Erfindung betrifft ein rotierend antreibbares Schneid- oder. Fräswerkzeug mit mindestens einem in der einen Drehrichtung wirksamen Schneidzahn und mindestens einem in der anderen Drehrichtung wirkenden Schneidzahn.

Bei einem in der DE 41 15 095 Al beschriebenen rotierenden Fräswerkzeug dieser Art weisen alle Schneiden von der Drehachse den gleichen Abstand auf, und dieses Fräswerkzeug ist so gestaltet, dass es in beiden Drehrichtungen gleichartig verwendet werden kann. Mit einem derartigen Fräswerkzeug soll die Aufgabe gelöst werden, die Schneid- bzw. die Drehrichtung des Werkzeugkörpers frei zu wählen, ohne dass es notwendig ist, umständliche Umänderungen der Schneidmesser oder andere Manipulationen vorzunehmen, wobei in jeder Schneidrichtung ein gutes Schneidergebnis erreicht werden soll. Dadurch wird es ermöglicht, dass die Späne immer in der gleichen Richtung ausgetragen werden, wobei das Fräswerkzeug

je nach Bearbeitungsablauf sowohl beim Vorschub als auch beim Rückhub Fräsarbeit leisten kann, ohne das die Qualität der bearbeiteten Flächen verringert wird.

In der aus dem Jahre 1980 stammenden EP 0 050 173 Bl der Firma MITSUBOSHI BELTING Ltd. ist ein Verfahren zum Schneiden bzw. Fräsen der Nuten von Rippenbändern beschrieben. Bei diesem Verfahren wird ein rotierend antreibbares Schneid- bzw. Fräswerkzeug verwendet, dass auf einer gemeinsamen Achse mehrere nebeneinanderliegend angeordnete Schneid- bzw. Frässcheiben mit an ihrem Umfang angeordneten Schneiden aufweist, die in der Nutenfräs-Drehrichtung wirksam sind.

Ein ähnliches Werkzeug ist in der aus dem Jahre 1994 stammenden 0 642 886 Bl ebenfalls der Firma MITSUBOSHI BELTING Ltd. beschrieben.

Beim Schneiden oder Fräsen der Kanten und/oder Nuten von Antriebs- oder Förderriemen, und zwar insbesondere bei der Herstellung von Keilriemen, Keilrippenriemen, Rippenbändern, Zahnriemen, Flachriemen oder dergleichen, die in der Regel aus zähen oder elastischen Materialien bestehen, kommt es zur Bildung von Fähnchen oder Läppchen, die in einem anschließenden Arbeitsgang entfernt werden müssen. Dieses Problem tritt aber auch allgemein bei Bearbeitungsvorgängen auf, bei denen in der Regel gummi- oder kautschukähnliche Materialien schneidend oder fräsend bearbeitet werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, sowohl von der Maschinenseite her als auch von der Verfahrensseite her bei der Herstellung von insbesondere Keilriemen, Keilrimmenriemen und dergleichen eine Vereinfachung beim Schneiden bzw. Fräsen der Riemenkanten oder Riemennuten zu schaffen, soweit es insbesondere das Problem der beim Kanten- oder Nutenfräsen sich bildenden Fähnchen oder Läppchen betrifft.

Diese Aufgabe wird mit einem Schneid- oder Fräswerkzeug gemäß Patentanspruch 1 und in entsprechender Weise mit einem Verfahren gemäß Patentanspruch 9 gelöst.

Von dem in der DE 41 15 095 Al beschriebenen Fräswerkzeug, das in beiden Drehrichtungen gleichartig verwendet wird, unterscheidet sich das erfmdungsgemäße Fräswerkzeug dadurch, dass die in den entgegengesetzten Drehrichtungen wirksamen Schneidzähne unterschiedlich ausgerichtete Schneidkanten haben, wodurch in den entgegengesetzten Drehrichtungen

ungleichartige Bearbeitungsvorgänge möglich sind. Durch Antrieb des Schneidwerkzeuges in der einen Drehrichtung, die als Hauptdrehrichtung bezeichnet werden kann, erfolgt z.B. bei der Herstellung von z.B. Keilriemen, Keilrippenriemen und dergleichen, in einem ersten Arbeitsgang, dem eigentlichen Hauptbearbeitungsvorgang, das Fräsen oder Schneiden der Kanten oder Nuten während bei Antrieb des Schneidwerkzeuges in der entgegengesetzten Richtung ein davon völlig unterschiedlicher Bearbeitungsvorgang stattfindet, nämlich das Abschneiden bzw. Abfräsen der bei dem ersten Arbeitsgang entstandenen Fähnchen oder Läppchen.

Bei der Herstellung bzw. Bearbeitung von Endlosriemen, insbesondere Keilriemen, Keilrippenriemen, Rippenbändern, Zahnriemen, Flachriemen oder dergleichen, werden in der Regel eine äußere Riemenrückenschicht aus Kautschuk oder kautschukähnlichem Material, eine Zugträgerlage und eine Grundkörperschicht aus Kautschuk oder kautschukähnlichem Material um eine Trommel laminiert, um einen im wesentlichen schlauchförmigen Riemenmantel zu definieren, der ausvulkanisiert wird. Der Riemenmantel wird anschließend auf eine Spanntrommel aufgezogen und dort mit einem gegen die auf der Spanntrommel außen liegende Grundkörperschicht einwirkenden, insbesondere sägezahnförmigen Fräs- oder Schleifwerkzeug bearbeitet, um in den Riemenmantel Rillen einzuschneiden bzw. einzu- fräsen, deren Konfiguration bei der Herstellung von Keilriemen oder Keilrippenriemen komplementär zu der Konfiguration der einzelnen Rippe ist. Insbesondere beim Schneiden bzw. Fräsen der keilförmigen Rillen bzw. Nuten von flankenoffenen Keilriemen oder Keilrippenriemen kommt es zur Bildung der oben erwähnten Fähnchen oder Läppchen, die entsprechend der erfindungsgemäßen Lehre nun in vereinfachter Weise dadurch entfernt werden können, dass das Schneid- bzw. Fräswerkzeug, das an seinem Umfang mit in entgegengesetzten Drehrichtungen wirksamen Schneiden ausgestattet ist, entgegengesetzt zu der Drehrichtung angetrieben wird, die für das Schneiden bzw. Fräsen der Rillen bzw. Nuten als Hauptdrehrichtung des Werkszeugs bezeichnet werden kann.

Bevorzugte Weiterbildungen sind in Unteransprüchen behandelt.

Die Erfindung wird im folgenden unter Bezugnahme auf die beiliegende Zeichnung näher erläutert.

Figur 1 zeigt eine Seitenansicht des als Schneid- bzw. Frässcheibe ausgebildeten Schneidbzw. Fräswerkzeugs in Zuordnung zu einem auf eine Spanntrommel aufgewickelten, schlauchförmigen Riemenmantel;

Figur 2 zeigt ausschnittsweise im Querschnitt einen Riemenmantel bzw. Riemenwickel; Figur 3 ist eine Schnittansicht gemäß der Linie III-III in Figur 1; Figur 4 ist eine Schnittansicht gemäß der Linie IV-FV in Figur 1; Figur 5 zeigt schematisiert ein Schneidwerkzeug mit mehreren nebeneinander liegenden Einzelwerkzeugen zum gleichzeitigen Schneiden bzw. Fräsen und anschließendem Nacharbeiten von mehreren nebeneinanderliegender Keilrippen.

Die in den Figuren 1, 3 und 4 dargestellte Schneid- bzw. Frässcheibe 1 hat mehrere über ihren Umfang verteilte Schneidzähne 2a und 2b mit jeweils schräg stehenden Schneidflächen, wobei hier die Schneidkanten 2'a bzw. 2'b abwechselnd jeweils nur einseitig ausgebildet sind. Diese Schneidzähne 2a und 2b bilden eine erste Gruppe zum Schneiden bzw. Fräsen von Keilnuten bzw. Keilflanken von Keilriemen bzw. Keilrippenriemen. Die Schneid- bzw. Frässcheibe 1 enthält erfindungsgemäß zusätzlich z.B. zwei sich diametral gegenüberliegende Schneidzähne 4 mit achsial ausgerichteten Schneidflächen und an gegenüberliegenden Seiten der Schneid- bzw. Frässcheibe 1 befindlichen Schneidkanten 4'.

Beim Antrieb der Schneid- bzw. Frässcheibe 1 in der Haupt-Drehrichtung, d.h. bezogen auf Figur 1 in Gegenuhrzeigerrichtung, sind die Schneidzähne 2a und 2b zur Ausbildung der Keilflanken wirksam. Bei Antrieb der Scheibe 1 in Uhrzeigerrichtung sind die Schneidzähne 4 zum Entfernen von während des ersten Arbeitsganges entstehenden Fähnchen oder Läppchen wirksam.

Figur 5 zeigt einen auf eine Spanntrommel 10 aufgewickelten, teilweise noch unbearbeiteten Riemenmantel IIa und teilweise bereits gefrästen Keilrippenriemen 11, der mit einem Werkzeug 12 bearbeitet worden ist, das mehrere, wie dargestellt z.B. fünf achsial nebeneinander liegende Schneid- bzw. Fräswerkscheiben 1 hat, von denen jedes mit Schneidzähnen entsprechend den Schneidzähnen 2a, 2b und 4 gemäß der in den Figuren 1, 3 und 4 dargestellten Schneidscheibe 1 ausgebildet ist. Die Schneid- bzw. Frässcheiben 1 sind auf einer Werkzeugträgerhülse 12.1 aufgespannt.

Figur 3 zeigt die erfindungsgemäße Schneid- bzw. Frässcheibe 1 in Zuordnung zu einem auf eine Spanntrommel aufgewickelten Riemenmantel 6. Figur 2 zeigt diesen Riemenmantel 6 einerseits vor und andererseits nach dem Ausbilden einzelner Keilriemen bzw. Keilrippen 7.

Neben dem im Anspruch 9 behandelten Verfahren betrifft die Erfindung weiterhin die sich aus dem Stand der Technik nicht ergebende Verwendung gemäß Anspruch 7.

Die Erfindung betrifft weitergehend die Verwendung eines rotierend antreibbaren Schneidwerkzeugs mit an seinem Umfang angeordneten Schneidzähnen, von denen jeder in der einen Drehrichtung wirksame Schneidzahn eine (in Drehrichtung) schräg stehende Schneidfläche 2'a bzw. 2'b aufweist, während jeder in der entgegengesetzten Drehrichtung wirksame Schneidzahn 4 eine achsial ausgerichtete Schneidfläche 4' hat, zum Fräsen von Kanten und/oder Nuten bei der Herstellung von Antriebs- oder Förderriemen, insbesondere bei der Herstellung von Keilriemen, Keilrippenriemen, Rippenbändern, Zahnriemen, Flachriemen oder dergleichen, wobei jeder Schneidzahn mit in Drehrichtung schräg stehender Schneidfläche in einem ersten Arbeitsschritt zum Fräsen der Kanten und/oder Nuten wirksam ist, während jeder Schneidzahn mit achsial ausgerichteter Schneidfläche 4' in einem anschließenden Arbeitsschritt zum Entfernen von während des ersten Arbeitsschrittes entstandenen Fähnchen oder Rippchen wirksam ist