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Title:
ROTATIONALLY DRIVABLE ROTARY TOOL DEVICE
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/170832
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a rotationally drivable rotary tool device, comprising a tool holder (1) for a rotary tool (2, 3). Furthermore, an electric drive (6) for the tool holder (1) is provided. According to the invention, at least one accumulator (8) is assigned to the electric drive (6) for implementing an off-grid solution.

Inventors:
MONTABAUR, Alexander (Reisertstraße 21, Hennef, 53773, DE)
Application Number:
EP2019/055768
Publication Date:
September 12, 2019
Filing Date:
March 07, 2019
Export Citation:
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Assignee:
MONTI-WERKZEUGE GMBH (Reisertstraße 21, Hennef, 53773, DE)
International Classes:
B25F5/00
Domestic Patent References:
WO2008156602A12008-12-24
Foreign References:
DE19945994A12000-06-21
EP0920062A11999-06-02
DE102013226232A12014-06-26
DE102010056523A12012-07-05
EP1834733A12007-09-19
US2279608A1942-04-14
DE102013226220A12014-06-26
DE4205265C11993-08-26
Attorney, Agent or Firm:
ANDREJEWSKI • HONKE PATENT- UND RECHTSANWÄLTE GBR (An der Reichsbank 8, Essen, 45127, DE)
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Claims:
Patentansprüche:

1. Rotativ antreibbare Drehwerkzeugeinrichtung, mit einem Werkzeughalter (1 ) für ein Drehwerkzeug (2, 3), und mit einem elektrischen Antrieb (6) für den Werkzeughalter (1 ), d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass zur Realisierung einer netzungebundenen Lösung dem elektrischen Antrieb (6) wenigstens ein Akkumulator (8) zugeordnet ist.

2. Einrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass der Akkumulator (8) in einem Antriebsgehäuse (5) angeordnet und als integraler Bestandteil des Antriebes (6) ausgebildet ist.

3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Akkumulator (8) außerhalb des Antriebsgehäuses (5) angeordnet ist und beispielsweise von einem Bediener an einem Gürtel (18) mitgeführt wird. 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine externe sowie vorzugsweise mobile Ladestation (12) für den Akkumulator (8) vorgesehen ist.

5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Akkumulator (8) mittels der Ladestation (12) kabelgebunden oder kabellos geladen wird.

6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladestation (12) über wenigstens eine induktive Schnittstelle (10, 11 ) verfügt, mit deren Hilfe der in das Antriebsgehäuse (5) integrierte Akkumulator (8) und/oder der außerhalb des Antriebsgehäuses (5) angeordnete Akkumulator (8) induktiv geladen wird.

7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Akkumulator (8) als Lithium-Ionen-Akkumulator, Nickel-Cadmium- Akkumulator, Nickel-Metallhydrid-Akkumulator oder dergleichen ausgebildet ist. 8. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Ladestation (12) einen Transformator (13) aufweist.

9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der elektrische Antrieb (6) mit einer Steuereinheit (9) ausgerüstet ist.

10. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass mithilfe der Ladestation (12) nicht nur eine Energieübertragung auf den Akkumulator (8), sondern zusätzlich auch eine Datenübertragung zur Steuereinheit (9) erfolgt.

Description:
Rotativ antreibbare Drehwerkzeugeinrichtung

Beschreibung:

Die Erfindung betrifft eine rotativ antreibbare Drehwerkzeugeinrichtung, mit einem Werkzeughalter für ein Drehwerkzeug, und mit einem elektrischen Antrieb für den Werkzeughalter. Rotativ antreibbare Drehwerkzeugeinrichtungen werden typischerweise eingesetzt, um Oberflächen abrasiv zu bearbeiten. Zu diesem Zweck wird u. a. mit einem Stoppmittel gearbeitet, welches in einen rotierenden Borstenkranz einer Ringbürste als Drehwerkzeug eintaucht, wie dies beispielsweise in der EP 1 834 733 B1 der Anmelderin beschrieben wird. Bei dem Drehwerkzeug bzw. der Ringbürste handelt es sich um ein Werkzeug zur Bearbeitung beispielsweise einer Werkstückoberfläche, welches mit einem Bürstenband und an dem Bürstenband befestigten Borsten unter Bildung eines Borsten kranzes ausgebildet ist. Die Borsten stehen nach außen hin von dem Bürstenband ab. Auf diese Weise lassen sich in der Praxis an Werkstückoberflächen bzw. Werkstoffoberflächen Rautiefen erreichen, die bisher üblicherweise nur durch Sandstrahlen und damit besonders aufwendig erzielt werden konnten. Solche Rautiefen sind regelmäßig notwendig, um die jeweilige Werkstoffoberfläche beispielsweise vor einem Beschichtungsprozess vorzubereiten. Nur hierdurch ist anschließend eine sichere Haftung der Beschichtung gewährleistet. Das hat sich grundsätzlich bewährt.

Da in diesem Zusammenhang hohe Antriebsleistungen erforderlich sind, wird in der Praxis oftmals mit pneumatisch angetriebenen Drehwerkzeugeinrichtungen gearbeitet. D. h., an Stelle des gattungsgemäß eingesetzten elektrischen Antriebes kommt heutzutage oftmals noch ein pneumatischer Antrieb zum Einsatz. Solche pneumatischen Antriebe sind jedoch mit mehreren Nachteilen verbunden. So ist die Erzeugung von beispielsweise Druckluft vergleichsweise teuer und kostenintensiv. Der Hauptgrund für etwaige Nachteile liegt jedoch darin, dass eine umfangreiche Druckluftversorgung oftmals nicht gewährleistet ist bzw. erst nachträglich aufwendig hergestellt werden müsste.

Aus diesem Grund werden in der Praxis zunehmend elektrische Antriebe eingesetzt, wie sie in diesem Zusammenhang schon seit langem bekannt sind und beispielsweise in der US 2,279,608 beschrieben werden. Tatsächlich lassen sich solche elektrischen Antriebe besonders vorteilhaft dann einsetzen, wenn zusätzlich mit dem Stoppmittel nach der EP 1 834 733 B1 gearbeitet wird. Tatsächlich hat sich im Zusammenhang mit einer derartigen rotativ antreibbaren Drehwerkzeugeinrichtung herausgestellt, dass eine Leistungsaufnahme im Maximum von typischerweise 1 kW und weniger ausreichend ist, um dennoch hervorragende Ergebnisse und Rautiefen an Werkstoffoberflächen zur Verfügung zu stellen, die denjenigen beim Sandstrahlen entsprechen.

Die bisherigen Lösungen mit elektrischem Antrieb sind jedoch von ihrer Anwendung her ebenfalls eingeschränkt. Denn es ist zumindest ein elektrischer Netzanschluss in Gestalt beispielsweise einer Wechselspannungs-Steckdose oder eine vergleichbare elektrische Energieversorgung notwendig. Da derartige rotativ antreibbare Drehwerkzeugeinrichtungen nicht nur beispielsweise stationär innerhalb von Fabrikhallen eingesetzt werden, sondern oftmals und zunehmend auch im Außenbereich beispielsweise beim Entrosten von Kraftfahrzeugunterböden, Bootsrümpfen aber auch Rohren, Gestängen etc. Verwendung finden, werden zunehmend mobile Lösungen gefordert.

Zwar gibt es im Stand der Technik nach der DE 10 2013 226 220 A1 sogenannte Induktionshandwerkzeugakkuvorrichtungen, die mit einer Zelleneinheit und einer Sekundärladeinheit ausgerüstet sind. Die Sekundärlade- einheit ist zur direkten Energieaufnahme bei einer Ladung der Zelleneinheit vorgesehen. Außerdem weist die Sekundärladeeinheit zumindest eine integrierte Ladeschnittstelle auf, welche von einer Induktionsspule gebildet ist. Darüber hinaus ist die Sekundärladeeinheit mit zumindest einer zweiten integrierten Ladeschnittstelle ausgerüstet. Etwaige Anwendungen in Verbindung mit den zuvor beschriebenen und besonders leistungsintensiven rotativ antreibbaren Drehwerkzeugeinrichtungen werden nicht beschrieben.

Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, eine derartige rotativ antreibbare Drehwerkzeugeinrichtung so weiterzuentwickeln, dass ein mobiler Einsatz möglich ist.

Zur Lösung dieser technischen Problemstellung ist eine gattungsgemäße rotativ antreibbare Drehwerkzeugeinrichtung im Rahmen der Erfindung dadurch gekennzeichnet, dass zur Realisierung einer netzungebundenen Lösung dem elektrischen Antrieb wenigstens ein Akkumulator zugeordnet ist.

Bei dem an dieser Stelle und vorteilhaft eingesetzten Akkumulator handelt es sich im Regelfall um einen Lithium-Ionen-Akkumulator. Alternativ hierzu können aber auch ein Nickel-Cadmium-Akkumulator oder auch ein Nickel-Metallhydrid- Akkumulator zum Einsatz kommen.

Insbesondere Lithium-Ionen-Akkumulatoren zeichnen sich durch eine hohe gravimetrische Energiedichte aus, die bei ca. 0,7 MJ/kg angesiedelt ist. D. h. beispielsweise eine Batterie mit einem Gesamtgewicht von lediglich 0,5 kg stellt bereits eine Energie von 0,35 MJ zur Verfügung. Das entspricht in etwa 0,1 kWh. D. h., bei einer durchschnittlichen und realistischen Leistungs- aufnahme von beispielsweise 200 Watt des elektrischen Antriebes resultiert hieraus eine Betriebsdauer einer solchen rotativ antreibbaren Drehwerkzeug- einrichtung von einer halben Stunde, welche in der Regel für die meisten Anwendungen ausreichend ist. Denn die fragliche Einrichtung wird im Allgemeinen nicht im Dauerbetrieb eingesetzt, sondern vielmehr im Intervallbetrieb.

Nach vorteilhafter Ausgestaltung ist der Akkumulator in einem Antriebsgehäuse angeordnet und als integraler Bestandteil des Antriebes ausgebildet. In diesem Fall mag das Antriebsgehäuse insgesamt geschlossen ausgebildet sein, sodass der als integraler Bestandteil des Antriebes ausgebildete Akkumulator dauerhaft im Antriebsgehäuse verbleibt. Grundsätzlich kann der Akkumulator aber auch an das Antriebsgehäuse steckbar ausgebildet sein. In diesem Fall lässt sich der Akkumulator in entladenem Zustand problemlos gegen einen anderen und vollgeladenen Akkumulator austauschen, sodass ein quasi durchgängiger Betrieb der erfindungsgemäßen Drehwerkzeugeinrichtung möglich ist.

Bei einer weiteren zusätzlichen und alternativen Vorgehensweise wird so vorgegangen, dass der Akkumulator außerhalb des Antriebsgehäuses angeordnet ist. In diesem Fall mag der Akkumulator beispielsweise von einem Bediener mitgeführt werden. Hier hat sich eine Anbringung des Akkumulators beispielsweise an einem Gürtel oder allgemein einem Trageriemen oder Tragegurt des Bedieners als besonders günstig erwiesen. Tatsächlich mag der fragliche Gürtel bzw. der Tragegurt oder Trageriemen mit mehreren Steck- aufnahmen ausgerüstet sein, in welchen eine Vielzahl von Akkumulatoren lösbar aufgenommen werden. Die Akkumulatoren können nun ihrerseits steckbar mit dem Antriebsgehäuse verbunden werden. Es ist aber auch möglich, dass das Antriebsgehäuse über ein Kabel mit dem jeweiligen und in der Steckaufnahme befindlichen Akkumulator lösbar gekoppelt wird.

So oder so wird insgesamt eine netzungebundene Lösung zur Verfügung gestellt, die zum ersten Mal die rotativ antreibbare Drehwerkzeugeinrichtung für einen echten mobilen und netzungebunden Betrieb prädestiniert. Dabei stehen verschiedene Alternativen der Anbringung und Auslegung des Akkumulators zur Verfügung. In jedem Fall empfiehlt es sich, dass der Akkumulator mithilfe einer Ladestation kabelgebunden oder kabellos geladen wird. Bei einer kabelgebundenen Lösung wird der Akkumulator mithilfe eines Kabels mit der Ladestation gekoppelt und anschließend geladen. Soll der Ladevorgang kabellos erfolgen, so wird in der Regel eine induktive Koppelung zwischen der Ladestation und dem Akkumulator respektive der Drehwerkzeugeinrichtung insgesamt vorgenommen und umgesetzt. Tatsächlich ist zu diesem Zweck die Ladestation im Allgemeinen mit wenigstens einer induktiven Schnittstelle ausgerüstet. Mithilfe dieser induktiven Schnittstelle kann der Akkumulator elektrisch geladen werden.

Dabei wird im Detail so vorgegangen, dass die induktive Schnittstelle der Ladestation wenigstens eine Ladespule aufweist, die mit einer korrespondieren- den Ladespule des Akkumulators respektive der Drehwerkzeugeinrichtung insgesamt induktiv gekoppelt wird. Dazu kann entweder der Akkumulator auf die Ladestation aufgelegt werden. Alternativ der zusätzlich ist es aber auch möglich, dass die Drehwerkzeugeinrichtung mit ihrem Antriebsgehäuse auf die Ladestation aufgelegt und mit dieser induktiv gekoppelt wird. Die letztgenannte Möglichkeit empfiehlt sich besonders für den Fall, dass der Akkumulator in dem Antriebsgehäuse angeordnet und als integraler Bestandteil des Antriebes ausgebildet ist.

So oder so sind die beiden Ladespulen über ein elektromagnetisches Wechselfeld induktiv miteinander gekoppelt. Außerdem verfügt der elektrische Antrieb für den Werkzeughalter meistens über einen Gleichrichter, mit dessen

Hilfe der induktiv übertragene Wechselstrom in einen von dem Akkumulator speicherbaren Gleichstrom umgewandelt wird. Der fragliche Gleichrichter kann dabei innerhalb des Antriebsgehäuses realisiert werden, falls auch der Akkumulator in dem fraglichen Antriebsgehäuse angeordnet ist und den integralen Bestandteil des Antriebes darstellt. Alternativ hierzu ist es bei einer externen Anordnung des Akkumulators oder einer solchen, bei welcher der Akkumulator steckbar an das Antriebsgehäuse angesteckt wird auch möglich, dass der Akkumulator selbst sowohl die Ladespule als auch den Gleichrichter aufweist.

So oder so verfügt die Ladestation im Allgemeinen über einen Transformator, welcher eine zur Verfügung gestellte Netzspannung in eine Niedervolt- wechselspannung umwandelt, welche dann beispielsweise induktiv über die zuvor bereits angesprochene induktive Schnittstelle übertragen wird. Diese induktive Schnittstelle kann ferner nicht nur zur Energieversorgung, sondern auch zur Datenübertragung eingerichtet und genutzt werden. In diesem Fall wird bei der induktiven Kopplung zwischen der Ladestation und dem Akkumulator respektive zwischen der Ladestation und der Drehwerkzeugeinrichtung insgesamt nicht nur elektrische Energie auf den Akkumulator übertragen. Sondern von der Ladestation ausgehend können auch Daten an die Drehwerkzeugeinrichtung bzw. eine im Innern ihres Antriebsgehäuses ohnehin vorgesehene Steuereinheit übermittelt werden. Bei diesen Daten mag es sich um Parameter des Werkezughalters und insbesondere des Drehwerkzeuges bzw. der an dieser Stelle meistens eingesetzten Ringbürste handeln.

So ist es denkbar, dass je nach eingesetztem Drehwerkzeug bzw. eingesetzter Ringbürste und folglich dem Material des Bürstenbandes und insbesondere der Borsten die Steuereinheit beispielsweise mit entsprechenden Kenndaten für den elektrischen Antrieb ausgerüstet wird. Anhand dieser Kenndaten kann die Steuereinheit beispielsweise den elektronischen Antrieb hinsichtlich Drehzahl, Leistungsaufnahme, eventuellen Stillstandszeiten etc. ansteuern, sodass der elektrische Antrieb optimal eingestellt ist, um das Drehwerkzeug anzutreiben.

Die Datenübertragung über die induktive Schnittstelle kann grundsätzlich natürlich auch generell über die Ladestation für den Fall erfolgen, dass der betreffende Akkumulator kabelgebunden mithilfe der Ladestation geladen wird und nicht kabellos, wie zuvor beschrieben. In jedem Fall lassen sich zwischen der Ladestation und dem Akkumulator bzw. zwischen der Ladestation und der Drehwerkzeugeinrichtung insgesamt Daten übermitteln und zwar in beiden Richtungen. D. h., die fraglichen Daten können von außen über die Ladestation an die Drehwerkzeugeinrichtung bzw. die an dieser Stelle vorgesehene Steuereinheit übermittelt werden. Genauso gut ist es denkbar, dass in der Steuereinheit gesammelte Daten der Drehwerkzeugeinrichtung über diesen Weg an die Ladestation weitergeleitet werden.

In diesen sämtlichen Fällen mag die Ladestation selbst mit einer eigenen Schnittstelle ausgerüstet sein, welche beispielsweise eine Verbindung zu einem Datennetzwerk, beispielsweise dem Internet, zur Verfügung stellt. Dadurch lassen sich u. a. Parameter der Drehwerkzeugeinrichtung hinsichtlich Betriebsdauer, aufgenommener Leistung des elektrischen Antriebes usw. an einer entfernten Leitstelle aufnehmen und auswerten. Anhand dieser Daten können dann Empfehlungen hinsichtlich beispielsweise einer Revision des Antriebes oder mit Blick auf eine nötige Wartung übermittelt werden. Umgekehrt kann von dieser Leitstelle aus auch die Drehwerkzeugeinrichtung aktualisiert werden, beispielsweise wenn ein neuartiges Drehwerkzeug bzw. eine neuentwickelte Ringbürste zum Einsatz kommt, die eine Anpassung des

Antriebes hinsichtlich beispielsweise der Maximaldrehzahl oder auch der Leistungsaufnahme erfordert.

Auf diese Weise wird die rotativ antreibbare Drehwerkzeugeinrichtung nicht nur netzungebunden und insgesamt mobil ausgelegt, sondern lässt sich insgesamt datentechnisch überwachen bzw. an aktuelle und neue Anforderungen problemlos anpassen. Das alles gelingt unter Berücksichtigung eines einfachen und kostengünstigen Aufbaus und war in Verbindung mit solchen rotativ antreibbaren Drehwerkzeugeinrichtungen bisher nicht für möglich gehalten worden. Das lässt sich im Kern darauf zurückführen, dass die erfindungsgemäße rotativ antreibbare Drehwerkzeugeinrichtung vorteilhaft mit einem in einen Borstenkranz des Drehwerkzeuges eintauchenden Stoppmittel ausgerüstet wird. Als Folge hiervon hat sich herausgestellt, dass die Leistungsaufnahme des elektrischen Antriebes für den Werkzeughalter im Vergleich zu Lösungen ohne Stoppmittel deutlich reduziert werden konnte.

Tatsächlich ist beispielsweise bei Drehwerkzeugeinrichtungen ohne Stoppmittel mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 1 kW zu rechnen, wohingegen Drehwerkzeugeinrichtungen mit Stoppmittel - bei im Wesentlichen gleichem Ergebnis der Oberflächenbearbeitung - mit einer Leistungsaufnahme von deutlich weniger auskommen, die typischerweise unterhalb von 0,5 kW angesiedelt und sogar bis hinunter zu 0,2 kW reicht. Aufgrund dieser geringen Leistungsaufnahme ist es nunmehr und erfindungsgemäß möglich, den elektrischen Antrieb netzungebunden auszurüsten und in diesem Zusammenhang mit wenigstens einem Akkumulator zu koppeln.

Dieser Akkumulator kann sogar im Innern des Antriebsgehäuses angeordnet und gleichsam als integraler Bestandteil des Antriebes ausgelegt werden. Wird beispiels-weise mit einem Akkumulator von 0,5 kg gearbeitet, so erhöht sich das Gewicht der rotativ antreibbaren Drehwerkzeugeinrichtung hierdurch von zuvor ca. 2 kg auf lediglich 2,5 kg, d. h. liegt nach wie vor in einem Bereich, der eine besonders einfache und dauerhafte Handhabung seitens eines Bedieners ermöglicht. Hierin sind die wesentlichen Vorteile zu sehen.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert; es zeigen:

Fig. 1 die rotativ antreibbare Drehwerkzeugeinrichtung schematisch

Fig. 2 eine Ausführungsform der Erfindung inklusive Ladestation zum kabellosen Laden des Akkumulators und

Fig. 3 eine alternative Ausführungsform der erfindungsgemäßen Dreh- werkzeugeinrichtung.

In den Figuren ist eine rotativ antreibbare Drehwerkzeugeinrichtung dargestellt. Nach dem Ausführungsbeispiel verfügt die Drehwerkzeugeinrichtung über einen Werkzeughalter 1 für ein Drehwerkzeug 2, 3. Der Werkzeughalter 1 mag beispielsweise und nicht einschränkend so aufgebaut sein, wie dies in der DE 42 05 265 C1 der Anmelderin im Detail beschrieben wird. Vergleichbares gilt auch für das Drehwerkzeug 2, 3, bei dem es sich vorliegend um eine Ringbürste 2, 3 handelt. Die Ringbürste 2,3 verfügt über ein aus Kunststoff hergestelltes Bürstenband 3, welches mit hiervon abstehenden Borsten 2 unter Bildung eines Borsten- kranzes ausgerüstet ist. In die Borsten 2 bzw. den Borstenkranz taucht ein Stoppmittel 4 ein, ähnlich wie dies in dem einleitend bereits angesprochenen Patent EP 1 834 733 B1 beschrieben wird.

Die grundsätzlich in der Fig. 1 dargestellte rotativ antreibbare Drehwerkzeugeinrichtung ist insgesamt mit einem Antriebsgehäuse 5 ausgerüstet. In dem Antriebsgehäuse 5 ist ein lediglich angedeuteter elektrischer Antrieb 6 vorgesehen. Der elektrische Antrieb 6 verfügt über eine im Ausführungsbeispiel in Längsrichtung des Antriebsgehäuses 5 verlaufende Abtriebswelle, deren Rotationen über ein Winkelgetriebe 7 um 90° umgelenkt werden. Auf diese Weise kann mithilfe des Winkelgetriebes 7 der Werkzeughalter 1 in Rotationen versetzt werden, wie dies in der Fig. 1 durch einen entsprechenden Pfeil angedeutet ist.

Erfindungsgemäß und zur Realisierung einer netzungebundenen Lösung ist dem elektrischen Antrieb 6 wenigstens ein Akkumulator 8 zugeordnet. Bei dem elektrischen Antrieb 6 handelt es sich um einen Elektromotor. Außerdem mag eine Steuereinheit 9 vorgesehen sein, mit deren Hilfe der elektrische Antrieb 6 beaufschlagt und überwacht wird. Zu diesem Zweck mag die Steuereinheit 9 sensorisch einzelne Parameter des elektrischen Antriebes 6 wie Drehzahl und Leistungsaufnahme sowie ggf. Temperatur erfassen. Im Rahmen des Ausführungsbeispiels nach der Fig. 2 ist der Akkumulator 8 im Antriebsgehäuse 5 angeordnet und als integraler Bestandteil des Antriebes 6 ausgebildet. D. h., der Akkumulator 8 lässt sich aus dem Antriebsgehäuse 5 nicht entfernen. Um den Akkumulator 8 zu laden, ist eine induktive Schnittstelle 10, 11 realisiert. Die induktive Schnittstelle 10, 11 setzt sich aus einer im Antriebsgehäuse 5 angeordneten Ladespule 10 einerseits und einer weiteren Ladespule 11 andererseits zusammen, die im Innern einer Ladestation 12 platziert ist.

Die Ladestation 12 ist ihrerseits mit einem Transformator 13 ausgerüstet, sodass über ein angedeutetes Netzkabel 14 zur Verfügung gestellte Netzspannung in eine Niedervoltwechselspannung umgewandelt werden kann, die dann ihrerseits über die induktive Schnittstelle 10, 11 zu der Drehwerkzeugeinrichtung übertragen wird. Dazu ist die Ladespule 10 ausgangsseitig mit einem Gleichrichter und/oder Spannungswandler 15 ausgerüstet, der die zum Laden des Akkumulators 8 erforderliche Gleichspannung zur Verfügung stellt. Nach dem Ausführungsbeispiel wird die induktive Schnittstelle 10, 11 nicht nur zur Energieversorgung, sondern auch zur Datenübertragung genutzt und ist entsprechend eingerichtet. Dazu verfügt die Ladestation 12 im Rahmen des Ausführungsbeispiels nach der Fig. 2 über eine weitere Datenschnittstelle 16, mit deren Hilfe Daten in beiden Richtungen ausgetauscht werden können. D. h. von der Drehwerkzeugeinrichtung zu einer externen Zentrale 17 und umgekehrt. Zu diesem Zweck kommuniziert die externe Zentrale 17 drahtlos oder auch drahtgebunden mit der Datenschnittstelle 16, wie dies die Fig. 2 andeutet. Auf diese Weise können Daten von der externen Zentrale 17 auf die Steuer- einheit 9 der Drehwerkzeugeinrichtung und umgekehrt übertragen werden. Dadurch kann beispielsweise über die Zentrale 17 die Drehwerkzeugeinrichtung ferngewartet oder an verschiedenen unterschiedliche Drehwerkzeuge respektive Ringbürsten 2, 3 angepasst werden wie dies einleitend bereits beschrieben wurde. Umgekehrt lassen sich Daten der Drehwerkzeug- einrichtung, welche zuvor beispielhaft durch die Steuereinheit 9 gesammelt worden sind, an die Zentrale 17 übermitteln und dort auswerten.

Bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 3 wird der dortige Akkumulator 8 erneut kabellos oder kabelgebunden mithilfe der mobilen Ladestation 12 geladen. Bei einem kabellosen Ladevorgang des bei der Variante nach der Fig. 3 getrennt vom Antriebsgehäuse 5 ausgelegten jeweiligen Akkumulators 8 ist der Akkumulator 8 selbst mit der Ladespule 10 und dem Gleichrichter bzw. Spannungswandler 15 ausgerüstet. Sofern bei der Variante nach der Fig. 3 der Akkumulator 8 kabelgebunden mithilfe der Ladestation 12 geladen wird, ist die Ladestation 12 mit beispielsweise einer Aufnahme ausgerüstet, auf welche der jeweilige Akkumulator 8 aufgelegt oder aufgesteckt wird. Durch hierdurch miteinander gekoppelte Kontakte lässt sich dann der Akkumulator 8 kabelgebunden mithilfe der Ladestation 12 laden. Dabei ist es im Rahmen einer nichtdargestellten Variante denkbar, dass der betreffende Akkumulator 8 steckbar an das Antriebsgehäuse 5 angeschlossen werden kann, wie man dies beispielsweise von Akkuschraubern her kennt. In diesem Fall verfügt das Antriebsgehäuse 5 über eine entsprechende Steckaufnahme, in welcher der Akkumulator 8 lösbar aufgenommen wird. Dadurch kann der Akkumulator 8 problemlos gegen einen geladenen Akkumulator 8 ausgetauscht werden, sofern der Akkumulator 8 entladen ist. Bei der in der Fig. 3 dargestellten Variante wird eine weitere Lösung dargestellt. Denn hier ist der Akkumulator 8 nach wie vor außerhalb des Antriebsgehäuses 5 angeordnet. Tatsächlich sind in diesem Fall mehrere Akkumulatoren 8 realisiert, die insgesamt von einem Bediener mitgeführt werden. Insofern ist unverändert eine mobile Lösung realisiert. Tatsächlich mag der in der Fig. 3 lediglich angedeutete Bediener mit beispielsweise einem Gürtel 18, einem Tragegurt oder dergleichen ausgerüstet sein. Der Gürtel 18 bzw. der Tragegurt ist. mit mehreren Steckaufnahmen 19 ausgerüstet. Die Steckaufnahmen 19 sind von ihrer Größe her an den jeweiligen Akkumulator 8 angepasst, sodass der Bediener auf diese Weise mehrere geladene Akkumulatoren 8 mit sich führen kann.

Der jeweils im Betrieb befindliche Akkumulator 8 zur Stromversorgung des elektrischen Antriebes 6 der Drehwerkzeugeinrichtung wird nun über ein Verbindungskabel 20 mit dem betreffenden Akkumulator 8 verbunden. Sollte der Akkumulator 8 entladen sein, so kann das Verbindungskabel 20 schlicht und ergreifend mit einem anderen Akkumulator 8 gekoppelt werden. Auch in diesem Fall ist generell eine ergänzende Datenübertragung von der Ladestation 12 über den Akkumulator 8 bis hin zur Drehwerkzeugeinrichtung und umgekehrt möglich.