Mühlfriedel, Dieter (Druidenweg 6 Ebermannstadt, 91320, DE)
Borschert, Bernhard (Ignaz-Wolf-Str. 3 Bamberg, 96050, DE)
Mühlfriedel, Dieter (Druidenweg 6 Ebermannstadt, 91320, DE)
| 1. | RundlaufSchneidwerkzeug, z. B. Bohrer, Fräser, Reibahle oder dergleichen mit einem Werkzeugkopf (1) aus einer oder wenigstens mit einem harten Schneidwerkstoff, z. B. Hartmetall, Oxidkeramik oder dergleichen und mit einem den Werkzeugkopf (1) koaxial fixierenden Werkzeugschaft (2), welcher Werkzeugschaft (2) an seinem dem maschinenseitigen Einspann ende (12) gegenüberliegenden Halteende einen aus der schaftseitigen, zum Werkzeugschaft (2) hin als Axialanschlag (19) wirksamen Endfläche des Werkzeugkopfes (1) koaxial vorstehenden, sich in Vorstehrichtung schlank konisch verjüngenden Fixierzapfen (7) mit den Innenflanken zweier im We sentlichen in Axialrichtung vom Werkzeugschaft (2) vorstehender, mit dem Werkzeugschaft (2) einstückiger Klemmausleger (13,14) reibschlüssig be aufschlagt, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmflächen des Fixierzapfens (7) die Mantelflächen (10,11) eines aus dem Basiskörper (5) des Werkzeugkopfes (1) in dessen Einsetzrich tung (17) vorstehenden mit der Längsachse des Werkzeugschaftes (2) konzentrischen Kegelstumpfes bilden. |
| 2. | Schneidwerkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkreisdurchmesser des Fixierzapfens (7) kleiner ist als die Radialerstreckung, insbesondere als der Durchmesser (18) des Basiskör pers (5) des Werkzeugkopfes (1). |
| 3. | Schneidwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugkopf im Bereich eines Axialendes des Fixierzapfens (7) mindestens eine Mitnehmerfläche (21,22) zur zusätzlichen Drehmoment übertragung vom Werkzeugschaft (2) zum Werkzeugkopf (1) aufweist, welche Mitnehmerfläche (21,22) in Fixierstellung des Werkzeugkopfes (1) eine ent sprechende Gegenfläche am Werkzeugschaft (2) beaufschlagt. |
| 4. | Schneidwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmerfläche (21) zur Drehmomentübertragung am Übergang vom Basiskörper (5) des Werkzeugkopfes (1) zum Fixierzapfen (7) ausgebildet ist. |
| 5. | Schneidwerkzeug nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmerfläche (22) im Bereich des verjüngten Fixierzapfen endes (23) positioniert und dem verjüngten Fixierzapfenende (23) in Einsetz richtung (17) vorgesetzt ist sowie in Fixierstellung des Werkzeugkopfes dreh momentschlüssig in eine Zentralausnehmung (25) am Klemmende des Werk zeugschaftes (2) hineinsteht. |
| 6. | Schneidwerkzeug nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Mitnehmerfläche (21,22) als ebene Oberfläche nach Art einer Schlüs selweite ausgebildet ist. |
| 7. | Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 6, gekennzeichnet durch eine den Fixierzapfen (7) und die ihn klemmfixierenden Klemmausleger (13,14) etwa diametral durchdringende Drehmomentmitnahme, z. B. eine von der Um fangsseite des Werkzeugschaftes her schraubbare Klemmfixierschraube (26) zur Erhöhung auch des radialen, von den Klemmauslegern (13,14) auf die Klemmkegelflächen (10,11) ausgeübten, zangenartig wirksamen Klemmfixier druckes. |
| 8. | Schneidwerkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmfixierschraube (26) in einem den Fixierzapfen (7) radial durch setzenden Durchgangsloch einliegt. |
| 9. | Schneidwerkzeug nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmfixierschraube (26) innerhalb einer den Fixierzapfen (7) radial durchsetzenden, zum verjüngten Fixierzapfenende (23) hin offenen, diametral langsgerichteten Schlitznut (28) einliegt. |
| 10. | Schneidwerkzeug nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch eine lösbare Schnappverbindung zwischen dem Werkzeugkopf (1) einerseits und dem Werkzeugschaft (2), insbesondere einem Fixierzapfen (7) des Werk zeugschaftes (2) andererseits, welche Schnappverbindung in Fixierstellung des Werkzeugkopfes (1) als zusätzliche, insbesondere axial wirksame Verschiebe sicherung einrastet. |
| 11. | Schneidwerkzeug nach Anspruch 10, gekennzeichnet durch einen mit dem Kegelmantel oder mit einem dem Kegelmantel in Axialrichtung benachbarten Mitnehmerbereich integralen, aus ihm radial vorstehenden Schnappnoppen (29) als Schnapper und mit einer Ausnehmung (30) in einem Klemmausleger (13,14) oder in dem Werkzeugschaft (2) als Gegenfläche oder auch wirkungsmäßig umgekehrt. |
| 12. | Schneidwerkzeug nach einem der Ansprüche 1 bis 12 mit mindestens einer im Wesentlichen axial ausgerichteten und sich in Axialrichtung vom Werkzeugkopf bis in den Umfang des Werkzeugschaftes hinein erstreckenden Spannut, z. B. mit der Drallnut (9) eines Bohrer, dadurch gekennzeichnet, dass in Fixierstellung des Werkzeugkopfes (1) die Spannut (9) im Zwischen raum zwischen den Klemmauslegern (13,14) verläuft. |
| 13. | Schneidwerkzeug nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannut (9) in den Mantel des Fixierzapfens (7) und gegebenenfalls in einen Teil des Umfanges des Mitnehmerzapfens (24) eingeformt ist. |
Bekannte Volihartmetall-Bohrer (VHM-Bohrer) werden regelmäßig einstückig herge- stellt. Bei ihnen sind die Bohrerspitze und der Bohrerschaft nicht trennbar. Es sind jedoch auch Bohrer bekannt, bei denen ein VHM-Schneidkörper in den Schaft einge- lötet oder bei denen der VHM-Schneidkörper lösbar mit einem Stahischaft verbunden ist. Bei einem aus WO 96/11079 vorbekannten Bohrer ist der einstückige Werkzeug- kopf zwischen den Flanken zweier Klemmausleger geklemmt, welche in Axialrichtung aus dem aus Werkzeugstahl bestehenden Werkzeugschaft vorstehen. Dieser Kombi- nationsbohrer mit einem Stahischaft und auswechselbarer Hartmetallspitze ist nur für größere Bohrerdurchmesser von > 10 mm fertigungstechnisch problemlos realisierbar.
Ein Problem besteht besonders in der Gewährleistung einer ausreichenden Wechsel- und Rundlaufgenauigkeit des Werkzeuges.
Bei einem aus EP-B1-0 118 806 vorbekannten Bohrwerkzeug mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruches 1 erfolgt die Spannung des Werkzeugkopfes über einen an den Bohrerkopf angesetzten, zur Bohrerachse konzentrischen Befestigungszapfen, durch den ein den Werkzeugkopf bildender Schneideinsatz in einer Zapfenaufnahme des Werkzeugschaftes konzentrisch gehalten wird. Der Befestigungszapfen ist im Zapfenumfang hinterschnitten, damit er von der Spannut her seitlich in die Zapfenauf- nahme eingesetzt werden kann. Nach dem Einsetzen in die Zapfenaufnahme wird der Schneideinsatz mit dem mit ihm einstückigen Befestigungszapfen nach Art einer Ba- jonettschluss-Verbindung gegen den Bohr-Drehsinn verdreht, bis sich am Befesti- gungszapfen vorgesehene Anlageflächen an entsprechende Anlageflächen der Zap- fenaufnahme anlegen. Die angestrebte reibschlüssige Klemmung des Schneideinsat- zes wird dadurch bewirkt, dass der Mantel des Befestigungszapfens im Zapfenumfang hinterschnittene Anlageflächen besitzt. Gegen die Schnittkräfte wird der Schneidein- satz durch die Hinterwand und den schaftseitigen Rand der zu seiner Aufnahme be-
stimmten Halterausnehmung abgestützt. Die Schittkräfte drücken den Schneideinsatz in seinen Sitz hinein, so dass er ohne zusätzliche Befestigungsmittel fixiert ist. Da- durch wird eine das Auswechseln des Schneideinsatzes umständlich und zeitraubend gestaltende Befestigungsschraube entbehrlich gemacht. Die Hinterschneidung im Zapfenumfang indessen beeinträchtigt den angestrebten Rundlauf.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Rundlauf-Schneidwerkzeug der ein- gangs genannten Art zu schaffen, welches auch für geringere Bohrerdurchmesser als 10 mm problemlos herstellbar ist und eine hohe Wechsel-und Rundlaufgenauigkeit aufweist. Diese Aufgabe wird gemäß Anspruch 1 gelost. Die Lösung besteht anders als bei EP-B1-0 118 606 darin, dass die in Fixierstellung einander kontaktierenden beiderseitigen Klemmflächen des Werkzeugkopfes und der Klemmausleger des Werkzeugschaftes insgesamt auf dem Mantel eines mit der Längsachse des Werk- zeugschaftes koaxialen Kegelstumpfes liegen, der sich in Richtung auf das werk- zeugmaschinenseitige Einspannende des Werkzeugschaftes verjüngt. Zwischen den dadurch wie Klemmbacken eines Spannfutters wirksamen Hohlkegelsegmenten des Klemmkegels am werkzeugseitigen Ende des Werkzeugschaftes liegt der Werkzeug- kopf mit den beaufschlagten Kegelmantelfitichen seines in Einsetzrichtung vorstehen- den Fixierzapfens ähnlich der Körnerspitze des Reitstockes einer Drehmaschine ein.
Der Neigungswinkel der Kegelmantelflächen des Fixierzapfens gegenüber der Schaf- tachse beträgt etwa 3°. Es handelt sich insbesondere um einen Kegel mit einem Nei- gungsverhältnis 1 : 10.
Der Grundkreisdurchmesser der Kegelform des Fixierzapfens des Werkzeugkopfes ist kleiner als die Radialerstreckung, insbesondere als der Durchmesser des Basiskör- pers des Werkzeugkopfes. Der Werkzeugkopf stößt in Fixierstellung mit einer Stirnflä- che nach Art eines Ringflansches an die Stirnflächen der Klemmausleger als Axialanschlag an. Die Klemmausleger federn in axialer Anschlag- stellung des Werkzeugkopfes geringfügig elastisch auseinander. Das unterstützt die reibungsbedingte aktive Klemmwirkung der Kegelmantelflächen der Klemmausleger auf die beaufschlagten Klemmflächen des Fixierzapfens des Werkzeugkopfes.
Grundsätzlich reicht für die Drehmomentübertragung der Reibschluss zwischen den kegeligen Klemmflächen von Werkzeugkopf einerseits und Werkzeugschaft bzw. des- sen Klemmausleger andererseits insbesondere bei kleinen Bohrerdurchmessern aus.
Um indessen auch höhere Drehmomente übertragen zu können, ist gemäß Anspruch 3 im Bereich eines Axialendes des Klemmkegels des Werkzeugkopfes mindestens eine Mitnehmerfläche zu einer auch formschlüssigen Drehmomentübertragung vom Werkzeugschaft zum Werkzeugkopf vorgesehen. Diese Mitnehmerfläche tangiert in Fixierstellung des Werkzeugkopfes eine entsprechende Gegenfläche am Werkzeug- schaft. Zweckmäßig sind mindestens zwei zueinander parallele Mitnehmerflächen einander diametral gegenüberliegend am Werkzeugkopf vorgesehen, die mit entspre- chenden Mitnehmerflächen des Werkzeugschaftes korrespondieren, wenn der Werk- zeugkopf sich in Fixierstellung am Werkzeugschaft befindet. Vorteilhaft ist eine Aus- bildung gemäß Anspruch 3.
Die Mitnehmerfläche bzw. Mitnehmerflächen zur zusätzlich formschlüssigen Dreh- momentübertragung können zweckmäßig auch Teile eines dem verjüngten Klemme- gelende in Einsteckrichtung vorgesetzten Lappens sein, der mit einer für die entspre- chende Drehmomentübertragung geeigneten Ausnehmung am Stirn-ende des Werk- zeugschaftes korrespondiert (Anspruch 5).
Gemäß Anspruch 7 ist vorgesehen, zusätzlich eine formschlüssige Drehmomentmit- nahme durch eine die Klemmausleger und den Werkzeugkopf bzw. seinen Fixierzap- fen durchsetzende Klemmfixierschraube, einen Bolzen, einen Spiralspannstift, einen Niet oder dergleichen zu bewirken bzw. zu unterstützen. Ein solcher Drehmomentmit- nehmer bewirkt auch eine Vergrößerung des auf die Kegelklemmflächen wirkenden zangenartigen Klemmfixierdruckes seitens der Klemmausleger des Werkzeugschaf- tes. Dieses Mittel zur Drehmomentmitnahme oder zur Erhöhung des radialen Klemm- fixierdruckes liegt zweckmäßig in einem den Klemmkegel radial durchsetzenden Durchgangsloch ein (Anspruch 8). Es ist indessen bei vergleichbarer Wirksamkeit auch möglich, dass die Klemmfixierschraube oder dergleichen in einer den Klemme- gel radial durchsetzenden, zum verjüngten Klemmkegelende hin offenen, diametral längsgerichteten Schlitznut einliegt (Anspruch 9). Das erleichtert ein Auswechseln des Werkzeugkopfes.
Schließlich ist es weiterhin möglich, für auch eine axial wirksame formschlüssige Fixie- rung des Werkzeugkopfes am Werkzeugschaft eine lösbare Schnappverbindung vor- zusehen, welche in Fixierstellung des Werkzeugkopfes aktiviert ist (Anspruch 10). Die körperliche Ausgestaltung einer solchen Schnappverbindung ist Gegenstand des An- spruches 11. Dabei ist es wirkungsmäßig ohne Bedeutung, ob ein Schnappnoppen Teil des Kegelmantels oder des dem Kegelmantel in Axialrichtung benachbarten Mit- nehmerbereiches und die Gegenfläche des Schnappnoppens Teil des Werkzeug- schaftes bzw. seiner Klemmausleger ist oder ob umgekehrt ein Schnappnoppen Teil des Werkzeugschaftes und die Ausnehmung als Gegenfläche Teil des Werkzeug- kopfes ist.
In Fixierstellung verläuft die Spannut des Schneidwerkzeuges, z. B. die Drallnut des Bohrers im Zwischenraum zwischen den Klemmauslegern. Der Boden der Spannut ist dabei vertieft in die Oberfläche des Fixierzapfens eingelassen, der im Zwischenraum zwischen den Klemmauslegern keine passive Klemmfunktion hat (Ansprüche 12 und 13) sondern voll zur radial nach außen offenen Spanführung wirksam ist.
Der Gegenstand der Erfindung wird anhand von in den Figuren dargestellten Ausfüh- rungsbeispielen näher erläutert. Es zeigen : Fig. 1 die Gesamtansicht eines Bohrers mit an seiner Bohrspitze klemmfixiert ein- sitzendem Werkzeugkopf aus einem harten Schneidwerkstoff, z. B. HM.
Fig. 2 eine Seitenansicht isoliert des Werkzeugkopfes gemäß. Fig. 1.
Fig. 3 eine Detailansicht der Bohrerspitze in Pfeilrichtung III von Fig. 1 und Fig. 2.
Fig. 4 eine perspektivische Explosionsansicht des werkzeugkopfseitigen Endes des Werkzeugschaftes und des Werkzeugkopfes in ihren für den gegenseitigen Fixiereinsatz geeigneten bzw. bereiten Drehstellungen.
Fig. 5 eine perspektivische Gesamtansicht des Werkzeugschaftes mit in Klemmfi- xierstellung eingesetztem Werkzeugkopf.
Fig. 6 eine perspektivische Gesamtansicht des Fixierendes einer anderen Ausfüh- rungsform des Werkzeugkopfes.
Fig. 7 eine Seitenansicht des Werkzeugkopfes gemäß Fig. 4,5 und 6.
Fig. 8 eine Seitenansicht des kompletten Bohrers mit in Klemmfixierstellung am Werkzeugschaft einsitzendem Werkzeugkopf.
Fig. 9 eine Schnittdarstellung entsprechend Pfeil IX-IX in Fig. 8.
Fig. 10 eine Frontansicht auf die Bohrerspitze in Pfeilrichtung X von Fig. 8.
Fig. 11 die Seitenansicht einer modifizierten Ausführungsform des Werkzeugkopfes.
Fig. 12 eine Seitenansicht-teilweise im Schnitt-eines zur Aufnahme des Werk- zeugkopfes gemäß Fig. 11 geeigneten Werkzeugschaftes.
Fig. 13 die Seitenansicht einer Bohrerspitze mit in Klemmfixierstellung einsitzendem Werkzeugkopf.
Fig. 14 die Seitenansicht-teilweise im Schnitt-des Werkzeugschaftes gemäß Fig.
12 mit in Klemmfixierstellung einsitzendem Werkzeugkopf gemäß Fig. 11.
Fig. 15 eine Seitenansicht in Pfeilrichtung XV des Bohrers gemäß Fig. 14.
Fig. 16 die schematisierte Seitenansicht einer modifizierten Ausführungsform des Werkzeugkopfes.
Fig. 17 die Seitenansicht des werkzeugseitigen Endes des Werkzeugschaftes zur Aufnahme des gemäß Fig. 16 ausgebildeten Werkzeugkopfes.
Der als Ausführungsbeispiel eines Rundlauf-Schneidwerkzeuges dargestellte Bohrer enthält als wesentliche Bestandteile einen Werkzeugkopf 1 aus einem harten Schneidwerkstoff, z. B. Hartmetall, Oxidkeramik oder dgl. und einen Werkzeugschaft 2 aus einem Werkzeugstahl oder einem anderen metallischen Werkstoff. Der Werk- zeugkopf 1 ist Träger der Schneiden 3. Aus der der Spitze 4 abgewandten und dem Werkzeugschaft 2 zugewandten Seite seines Basiskörpers 5 steht ein mit der Werk- zeuglängsachse 6 koaxialer Fixierzapfen 7 vor, welcher einen sich in Richtung auf den Werkzeugschaft 2 verjüngenden Kegelstumpf 8 mit der Längsachse 6 als Kegelachse bildet.
In den Umfang des Werkzeugkopfes 1 sind-ausgehend von den Schneiden 3-zwei als Spannuten wirksame Drallnuten 9 eingeformt. Die beiden Drallnuten 9 erstrecken sich über den Umfang sowohl des Basiskörpers 5 als auch seines Fixierzapfens 7. Sie unterteilen daher den Mantel des Fixierzapfens 7 bzw. des Kegelstumpfes 8 in zwei
einander im Wesentlichen diametral gegenüberliegende Kegelstumpf- Mantelflächen 10,11 und setzen sich auf dem Umfang des Werkzeugschaftes 2 fort.
Der Werkzeugschaft 2 klemmfixiert auswechselbar den Werkzeugkopf 1 an seinem dem werkzeugmaschinenseitigen Einspannende 12 gegenüberliegenden Halteende zwischen den einander zugewandten Flanken der beiden im Wesentlichen in Axial- richtung vom Werkzeugschaft 2 vorstehenden Klemmausleger 13,14. Die durch die beiden Drallnuten 9 in Umfangsrichtung voneinander separierten, einander diametral gegenüberliegenden Kegelstumpf-Mantelflächen 10,11 des Fixierzapfens 7 werden in Klemmstellung von den einander zugewandten Flanken der beiden Klemmausle- ger 13,14 des Werkzeugschaftes 2 beaufschlagt. Die einander zugewandten Innen- flanken 15,16 der Klemmausleger 13,14 sind den konvexen Kegelstumpf-Mantelflä- chen 10,11 des Fixierzapfens 7 entsprechend konkav ausgemuldet derart, dass sie in Fixierstellung (Fig. 1,3,5,8,9,14 und 15) vollflächig die Kegelstumpf-Mantelflä- chen 10,11 des Fixierzapfens 7 beaufschlagen. Die axiale Einsetzrichtung 17 des Werkzeugkopfes 1 in den Werkzeugschaft 2 ist durch einen Richtungspfeil gekenn- zeichnet.
Die passiven Kegelstumpf-Mantelflächen 10,11 des Fixierzapfens 7 des Werkzeug- kopfes 1 bzw. der durch sie beschriebene Kegelmantel haben einen Grundkreis- durchmesser, welcher kleiner ist als die Radialerstreckung bzw. der Durchmesser 18 des Basiskörpers 5 des Werkzeugkopfes 1. Dadurch bildet der Übergang vom Basis- körper 5 zum Fixierzapfen 7 zwischen den Drallnuten 9 ausgeprägte Axialanschlä- ge 19. Mit den beiden Axialanschlägen 19 liegt der Werkzeugkopf 1 in Fixierstellung an den ihm zugewandten Stirnflächen 20 der Klemmausleger 13,14 an.
Im Bereich eines Axialendes des Fixierzapfens 7 bzw. seiner Kegelstumpf-Mantel- flächen 10,11 weist der Werkzeugkopf 1 mindestens eine radial wirksame Mitnehmer- fläche 21 und/oder 22 zur formschlüssigen Drehmomentübertragung vom Werkzeug- schaft 2 zum Werkzeugkopf 1 auf. Diese Mitnehmerfläche 21 bzw. 22 tangiert, also beaufschlagt, in Fixierstellung des Werkzeugkopfes 1 eine entsprechende Gegenflä- che am Werkzeugschaft 2. Beim Ausführungsbeispiel gemäß den Fig. 1 bis 3 befindet
sich die Mitnehmerfläche 21 im Übergangsbereich vom Fixierzapfen 7 zum Basiskör- per 5.
Im Falle des Ausführungsbeispiels gemäß, den Fig. 4 bis 7 und Fig. 16,17 befindet sich die Mitnehmerfläche 22 im Bereich des verjüngten Fixierzapfenendes 23 und ist ihm in Einsetzrichtung 17 vorgesetzt. Beide Mitnehmerflächen 21,22 sind als ebene Oberflächen nach Art einer Schlüsselweite ausgebildet und wirksam. Im Falle der Po- sitionierung im Bereich des verjüngten Fixierzapfenendes 23 ist die Mitnehmerflä- che 22 Teil des Umfanges eines Mitnehmerzapfens 24, welcher dem verjüngten Fi- xierzapfen-bzw. Klemmkegelende 23 in Einsetzrichtung 17 vorgesetzt ist. Der Mit- nehmerzapfen 24 steht dabei drehmomentschlüssig in die Zentralausnehmung 25 am Klemmende des Werkzeugschaftes 2 zwischen den beiden Klemmauslegern 13,14 hinein. Dabei beaufschlagen die Mitnehmerflächen 22 kontaktschlüssig die die Zen- tralausnehmung 25 beidseitig flankierenden Gegenflächen 31 unterhalb der kegel- mantelförmig konkaven Innenflanken 15,16 der beiden Klemm-ausleger 13,14.
Bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 1 bis 3 und 12 bis 15 durchdringt eine von der Umfangsseite des Werkzeugschaftes 2 her eingeschraubte Klemmfixierschrau- be 26 den Fixierzapfen 7 und die ihn klemmfixierenden Klemmausleger 13,14. Die Klemmfixierschraube 26 stellt nicht nur eine Formschlussverbindung zwischen den Klemmauslegern 13,14 und dem Fixierzapfen 7 her. Vielmehr erhöht sie weiterhin den radialen, von den Klemmauslegern 13,14 auf die Kegelstumpf-Mantelflächen 10,11 des Mitnehmerzapfens 24 ausgeübten, zangenartig wirksamen Klemmfixierdruck.
Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis 3 liegt die Klemmfixierschraube 26 in ei- nem den Fixierzapfen 7 radial durchsetzenden Durchgangsloch 27 ein. Im Falle der Ausführungsform gemäß. Fig. 11 bis 15 liegt die Klemmfixierschraube 26 innerhalb einer den Fixierzapfen-7 radial durchsetzenden, zum verjüngten Fixierzapfenende 23 hin offenen, diametral längsgerichteten Schlitznut 28 ein.
Bei der Ausführungsform gemäß den Fig. 16 und 17 ist in Fixierstellung des Werk- zeugkopfes 1 am Werkzeugschaft 2 eine lösbare Schnappverbindung vorhanden. Sie bildet in Fixierstellung des Werkzeugkopfes 1 eine zusätzliche, axial wirksame form-
schlüssige Verschiebesicherung. Die Schnappverbindung enthält mit dem Kegelman- tel bzw. einer Kegelstumpf-Mantelfläche 10 bzw. 11 integrale, einander diametral ge- genüberliegende Schnappnoppen 29. In Fixierstellung schnappen die Schnappnop- pen 29 des Fixierzapfens 7 in entsprechende Ausnehmungen an den Innenflan- ken 15,16 der Klemmausleger 13,14 als Gegenfläche ein.
In Fixierstellung des Werkzeugkopfes 1 gegenüber dem Werkzeugschaft 2 liegen die Drallnuten 9 im Zwischenraum zwischen den beiden Klemmauslegern 13,14. Dadurch liegen sie zum Umfang des Bohrers hin völlig frei und sind dadurch in ihrer Wirkung als Spannuten nicht behindert bzw. eingeschränkt. Der Boden der Drallnuten 9 ist konkav in die Kegelstumpf-Mantelflächen 10,11 des Fixierzapfens 7 eingeformt.
Bezugszeichenliste 1 Werkzeugkopf 2 Werkzeugschaft 3 Schneide 4 Spitze 5 Basiskörper 6 Längsachse 7 Fixierzapfen 8 Kegelstumpf 9 Drallnut, Spannut 1 0 Kegelstumpf-Mantelfläche 1 1 Kegelstumpf-Mantelfläche 12 Einspannende 13 Klemmausleger<BR> 14 Klemmausleger 15 Innenflanke 16 Innenflanke 17 Einsetzrichtung 18 Durchmesser 1 9 Axialanschlag 20 Stirnfläche <BR> <BR> 21Mitnehmerfläche<BR> 22 Mitnehmerfläche 23 verjüngtes Fixierzapfenende 24 Mitnehmerzapfen 25 Zentralausnehmung 26 Klemmfixierschraube 27 Durchgangsloch 28 Schlitznut 29 Schnappnoppen 30 Ausnehmung 31 Gegenfläche
