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Patent Searching and Data


Title:
ROTOR BLADE CLEANER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2011/107087
Kind Code:
A2
Abstract:
The invention relates to a rotor blade cleaner for cleaning the rotor blades of wind turbines, comprising cleaning devices for surfaces, such as rotating brushes, wherein a U-shaped carrier carries at least one cleaning device on each of the two legs of the carrier and the carrier can be placed on the front blade edge of a rotor blade of wind turbine, wherein the free ends of the legs point toward the tip of the profile of the rotor blade and are arranged on the two sides of the rotor blade lying opposite each other and a conveying device moves the carrier along the front blade edge.

Inventors:
HERGENRÖDER, Jörn (Moselstrasse 24, Oberfell, 56332, DE)
Application Number:
DE2011/000232
Publication Date:
September 09, 2011
Filing Date:
March 04, 2011
Export Citation:
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Assignee:
HERGENRÖDER, Jörn (Moselstrasse 24, Oberfell, 56332, DE)
International Classes:
B08B1/00; B08B1/04
Attorney, Agent or Firm:
PÖHNER, Wilfried (Röntgenring 4, Postfach 63 23, Würzburg, 97070, DE)
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Claims:
Ansprüche

Rotorblattreiniger zur Reinigung der Rotorblätter 3 von Windkraftanlagen, bestehend aus Reinigungsgeräten 1 für Oberflächen, wie z.B. rotierenden Bürsten,

dadurch gekennzeichnet, dass

- ein U-förmiger Träger 2 auf seinen beiden Schenkeln 21

wenigstens je ein Reinigungsgerät 1 trägt und

- der Träger 2 auf der Blattvorderkante 31 eines Rotorblattes 3 einer Windkraftanlage aufsetzbar ist, wobei die freien Enden der

Schenkel 21

- zur Spitze des Profils vom Rotorblatt 3 weisen und

- auf den beiden einander gegenüber liegenden Seiten

des Rotorblattes 3 angeordnet sind und

- eine Fördereinrichtung den Träger 2 entlang der Blattvorderkante 31 bewegt.

Rotorblattreiniger nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass

- die Längsachse 32 des Rotorblattes 3 etwa waagerecht ausgerichtet ist und

- das Profil des Rotorblattes 3 eine etwa senkrechte Stellung einnimmt.

Rotorblattreiniger nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass am freien, nach unten weisenden Ende der Schenkel 21 Hilfseinrichtungen oder Gewichte angebracht sind,

so dass sich der Schwerpunkt des Trägers 2 und aller seiner Anbauten unterhalb der Blattvorderkante 31 befindet.

4. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel 21 des Trägers 2 durch ein Trägermittelstück 22 miteinander verbunden sind, an dem ein weiteres Reinigungsgerät 1 angeordnet ist.

Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite des Trägermittelstücks 22 als Teil der Fördereinrichtung wenigstens eine Rolle oder ein Rad 6 angeordnet ist.

Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Unterseite, des Trägermittelstücks 22 und/oder des Mittelstückes einer Versorgungseinheit 4 wenigstens zwei Rollen oder Räder 6 angeordnet sind,

- die in der Längsachse 32 zueinander beabstandet sind und

- deren Lauffläche im Querschnitt konkav geformt ist und

- die damit auf der Blattvorderkante 31 abrollen.

Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Räder 6 durch einen Antrieb drehbar ist.

Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einer Versorgungseinheit 4 mit Energie, wie z.B. elektrischem Strom oder Druckluft und/oder Reinigungsmittel versorgt wird, wobei die Versorgungseinheit 4 e- benfalls auf die Blattvorderkante 31 aufsetzbar ist und über flexible Leitungen 5 mit dem verfahrbaren Träger 2 verbunden ist.

9. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Versorgungseinheit 4 auf dem Rotorblatt 3 bis in die Nähe seiner Wurzel 33 verfahrbar ist und diese Bewegung beim Aufsetzen aus der Ferne steuerbar ist.

10. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass die Leitungen 5 an wenigstens einem U-förmigen Zwischenträger 51 angehängt sind, der zwischen dem Träger 2 und der Versorgungseinheit 4 auf der Blattvorderkante

31 verfahrbar ist.

1 1. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er mit der Versorgungseinheit 4 und allen Zwischenträgern 51 und allen Leitungen 5 zu einer Transporteinheit verkuppelbar ist, die über eine zentrale Aufnahmevorrichtung wie z.B. eine Tragöse 41 ,

- von einem Hubschrauber oder

- von einem Kran an der Gondel 8 der Windkraftanlage oder

- durch einen Kran vom Boden aus

aufgenommen und auf ein anderes Rotorblatt 3 oder in einen Transporter gesetzt werden kann.

12. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Teil der Fördereinrichtung wenigstens ein Seil aus dem Bereich des Rotormittelpunktes etwa parallel zum Rotorblatt 3 verläuft und den Träger 2 bewegt.

13. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das zu reinigende Rotorblatt 3 senkrecht ausgerichtet ist und das Seil zum Fördern des Trägers 2 durch dessen Gewicht gestrafft wird.

14. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsgeräte 1

- rotierende Bürsten oder Rollen oder Walzen und/oder

- Hochdruckreiniger oder andere Sprüheinrichtungen für Reinigungsflüssigkeit und/oder

- Ultraschallquellen und/oder

- Trockeneisdüsen und/oder

- Laserstrahlen

sind.

15. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

an wenigstens einem Schenkel 21 wenigstens zwei rotierende Bürsten oder Walzen oder Rollen angeordnet sind,

- die sich in ihrer Wirkung teilweise überlappen und

- deren Abstand zueinander veränderbar ist.

16. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

- die Reinigungsgeräte 1 beweglich an den Schenkeln 21 befestigt sind, z.B. durch gelenkig an den Schenkeln 21 befestigte Schlepp- Stangen, und

- zum Betrieb auf die Oberfläche des Rotorblattes 3 drückbar sind, z.B. mittels Pneumatikzylindern.

17. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

die Schenkel 21 aus mehreren, gelenkig miteinander verbundenen Schenkelgliedern 23 bestehen, wobei

- an jedem Schenkelglied 23 ein Reinigungsgerät 1 befestigt ist und

- die Schenkelglieder 23 parallel zur Längsachse 32 des Rotorblattes 3 gegeneinander verschwenkbar sind und

- das oberste Schenkelglied 23 gegenüber dem Trägermittelstück 22 des Trägers auf die Rotoroberfläche drückbar ist und

- jedes weitere Schenkelglied 23 gegenüber seinem benachbarten, höheren Schenkelglied auf die Rotoroberfläche drückbar ist.

18. Rotorblattreiniger nach den vorhergehenden Ansprüchen 16 oder 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Trägermittelstück 22 auch bei verschränkten Profilen des Rotorblattes 3, bei denen deshalb nicht jeder Profilabschnitt gleichzeitig in eine genau senkrechte Position verschwenkt werden kann, an jedem Punkt des Rotorblattes 3 in einer etwa horizontalen Position gehalten wird, indem der Schwenk- winkel der Schleppstangen oder das jeweils oberste Schenkelglied

23 auf beiden Seiten des Rotorblattes 3 entsprechend angesteuert wird.

19. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche,

dadurch gekennzeichnet, dass an den Schenkeln 21 Inspektionsgeräte 7 zur Diagnose von Rissen und anderen Beschädigungen des Rotors angebracht sind, die mit

- akustischen Signalen und /oder

- Infrarotlicht und/oder

- bildaufnehmenden und bildspeichernden Kameras

arbeiten.

20. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am Träger 2

- Geräte zum Abtragen von alten, vorhandenen Beschichtungen wie z.B. Sandstrahler und/oder

- Geräte zum Auftragen von neuen Beschichtungen, wie z.B. Farb- sprühlanzen anbringbar sind.

21. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an die Versorgungseinheit 4 und/ oder an den Träger 2

- eine Arbeitsplattform für eine Bedienperson angebaut ist,

- von wo aus der Reinigungsvorgang gesteuert und überwacht werden kann.

22. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er mit einer drahtlosen Fernbedienung steuerbar ist.

23. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

unterhalb jedes Schenkels 21 je ein Auffangbehälter für Reinigu flüssigkeit angeordnet ist

24. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Reinigungsflüssigkeit

- in einen Sammelbehälter oder

- in eine Wiederaufbereitungseinrichtung

gepumpt werden kann.

25. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Träger 2 Sensoren zur Erfassung

- des Endes vom Rotorblatt 3 in Richtung seiner Längsachse 32 und/oder

- der Hinterkante des Profils vom Rotorblatt 3 und/oder

- des Abstandes eines Reinigungsgerätes 1 von der Rotoroberfläche und/oder

- der Windstärke und der Windrichtung und/oder

- des jeweiligen Verschmutzungsgrades und/oder

- der Abweichung des Trägermittelstückes 22 von der Horizontalen und/oder

- von Markierungen auf der Rotoroberfläche

vorhanden sind und wenigsten eine Steuerung die Information der Sensoren auswertet und die damit zu verknüpfenden Aktoren ansteuert.

26. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

- ein Verbrennungsmotor und/oder

- eine Batterie und/oder

- ein Generator und/oder

- ein Kompressor für Pneumatik und/oder

- ein Druckerzeuger für ein Hydrauliksystem und/oder

- eine Hochdruckpumpe für Reinigungsflüssigkeiten und/oder

- ein Behälter für Reinigungsflüssigkeiten und/oder

- ein Vorratsbehälter für Trockeneis und/oder

- eine elektronische Steuerung und/oder

- eine Telemetrieeinrichtung zur Datenübermittlung

auf dem Träger 2 und/oder der Versorgungseinheit 4 vorhanden sind.

27. Rotorblattreiniger nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

- die Energie und/oder

- die Reinigungsflüssigkeit von der Gondel 8 der Windkraftanlage her

zugeführt und/oder

- belastete Reinigungsflüssigkeit zur Gondel 8 zurückgeführt werden kann.

28. Anwendung eines Rotorblattreinigers nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

- im ersten Schritt ein Rotorblatt 3 einer Windkraftanlage in eine waagerechte Stellung in Bezug auf seine Längsachse 32 und in eine etwa senkrechte Stellung in Bezug auf sein Profil verschwenkt wird und

- im zweiten Schritt der Rotorblattreiniger auf die Blattvorderkante 31 aufgesetzt wird und von dem Gerät gelöst wird, mit dem er aufgesetzt worden ist und

- im dritten Schritt möglichst nahe an die Wurzel des Rotorblattes 3 verfahren wird und

- im vierten Schritt entlang der Blattvorderkante 31 bis zum äußeren Ende des Rotorblattes 3 verfahren wird und dabei die Rotoroberfläche reinigt und

- im fünften Schritt wieder zur Wurzel des Rotorblattes 3 zurück fährt und

- im sechsten Schritt vom Rotorblatt 3 abgehoben wird, und dann die Reinigung weiterer Rotorblätter wiederum nach den Schritten 1 bis 6 abläuft.

29. Anwendung eines Rotorblattreinigers nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass

- im vierten und im fünften Schritt nur der Träger 2 bis zum Ende des Rotorblattes 3 verfährt und wieder zurück kehrt und die Versorgungseinheit 4 in der Nähe der Wurzel des Rotorblattes 3 verbleibt und

- im fünften Schritt der Träger 2 mit der Versorgungseinheit 4 zu einer Transporteinheit verkuppelt wird und

- im sechsten Schritt die gesamte Transporteinheit in einem Zug abgehoben wird.

30. Anwendung eines Rotorblattreinigers nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass er im zweiten Schritt

- von einem Hubschrauber oder

- von einem Kran an der Gondel 8 der Windkraftanlage oder

- von einem Kran am Boden

auf die Blattvorderkante aufgesetzt wird.

31. Anwendung eines Rotorblattreinigers nach Anspruch 28, dadurch gekennzeichnet, dass

im vierten Schritt

- die Reinigungsflüssigkeit aus dem Auffangbehälter aufbereitet wi und

- sofort wieder zur Reinigung eingesetzt wird.

32. Anwendung eines Rotorblattreinigers nach Anspruch 28,

dadurch gekennzeichnet, dass

im zweiten Schritt aus einem waagerecht stehenden Rotorblatt 3 der Windkraftanlage ein Hubseil herabgelassen werden kann, mit dem der auf dem Boden stehende Rotorblattreiniger in die Nähe dieses Rotorblattes 3 gehoben werden kann und dann der gesamte Rotor der Windkraftanlage soweit verschwenkt wird, bis das nächste Rotorblatt 3 der Windkraftanlage von unten her in die Öffnung zwischen den Schenkeln des Trägers 2 einschwenkt und den Rotorblattreiniger berührt und dann während des weiteren Verschwenkens des Rotorblattes 3 bis zu dessen waagerechter Stellung das Hubseil soweit aus dem höher stehenden Rotorblatt 3 wieder herausgelassen wird, bis der Rotorblattreiniger sicher auf dem nunmehr waagerecht stehenden Rotorblatt 3 ruht.

33. Anwendung eines Rotorblattreinigers nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass

- im ersten Schritt ein Rotorblatt 3 einer Windkraftanlage in eine etwa senkrechte Stellung in Bezug auf seine Längsachse 32 verschwenkt wird und

- im zweiten Schritt der Träger 2 mit einer Fördereinrichtung, wie z.B. einem Seil an die Blattvorderkante 31 angesetzt wird und

- im dritten Schritt der Träger 2 mittels der Fördereinrichtung von der Wurzel bis zum äußeren Ende des Rotorblattes 3 verfahren wird und dabei die Rotoroberfläche reinigt und

- im vierten Schritt vom Rotorblatt 3 abgehoben wird oder das Rotorblatt 3 aus dem Träger 2 heraus geschwenkt wird und der Rotorblattreiniger aus dem Flugkreis der Rotorblätter 3 heraus bewegt wird und

dann die Reinigung weiterer Rotorblätter wiederum nach den Schritten 1 bis 4 abläuft.

Description:
Rotorblattreiniger

Die Erfindung bezieht sich auf einen Rotorblattreiniger zur Reinigung der Rotorblätter von Windkraftanlagen, bestehend aus Reinigungsgeräten für Oberflächen, wie z.B. rotierenden Bürsten.

Für an Land stehende Windkraftanlagen ist im Schnitt alle zwei Jahre eine Reinigung erforderlich, da durch angewehte und/oder vom Regen aufgebrachte Ablagerungen, die Reste erschlagener Insekten oder Vogelkot die Rauhigkeit der Oberfläche so stark zunimmt, dass von einem wesentlichen Absinken des Wirkungsgrades der Stromerzeugung berichtet worden ist.

Bei sog.„Off-Shore-Windkraftanlagen" auf offener See ist durch die Ablagerung von Salzkristallen auf den Rotorblättern die Reinigung mit einer noch höheren Frequenz erforderlich.

Außerdem müssen die Rotorblätter vorbeugend in regelmäßigen Abständen auf Risse und andere Beschädigungen überprüft werden, um Totalausfällen und deren dann immensen Folgeschäden vorzu- beugen.

Eine seit langem bekannte Methode, solch hoch aufragende Objekte zu erreichen, ist das Abseilen des Servicepersonals von einem einfach erreichbaren, festen Punkt aus. Bei Windrädern ist es üblich, dass sich entsprechend geschultes Personal von der Gondel aus entlang eines senkrecht nach unten stehenden Rotorblattes abseilt und es dabei reinigt und inspiziert. Dieses Verfahren wird auch bergsteigerische Methode genannt. Zwar sind die Investitionen für Seile und Haltegurt recht niedrig, aber die laufenden Personalkosten relativ hoch und das Gewicht der dabei einsetzbaren Werkzeuge prinzipbedingt recht niedrig.

Als Alternative stellt das Patent DE 197 26 408 eine Arbeitsbühne vor, die über Seile von der Gondel her entlang dem nach unten stehenden Rotorblatt nach oben bewegt werden kann. Zu Führung der Arbeitsbühne wird dabei der Mast der Windkraftanlage genutzt. Dieses Prinzip ist nur dann einsetzbar, wenn entsprechend kräftig dimensionierte Aufhängungspunkte an der Gondel vorhanden sind. Dann können jedoch im Gegensatz zum bergsteigerischen Verfahren auch Mitarbeiter eingesetzt werden, die nur für die jeweils erforderlichen Reinigungs- oder Inspektionsaufgaben geschult sein müssen.

Es bleibt jedoch als Nachteil dieser Methode, dass die erforderlichen Seile zuerst einmal gespannt werden müssen und auch dann der Zeitaufwand relativ hoch ist, da die Arbeitsbühne nur für manuelle Tätigkeiten ausgerüstet ist. Ein weiterer Nachteil sind die Kosten der Arbeitsbühne selbst, da so sie so groß sein muss, dass sie auch um den größten Querschnitt eines Rotorblattes herumreichen muss. Es wird ein praktisches Ausführungsbeispiel vorgestellt, dass zum Transport einen Lkw-Anhänger erfordert.

Das Patent DE 199 09 698 stellt eine Arbeitsbühne vor, die an einem vertikal nach unten stehenden Rotorblatt entlang geführt werden kann. Hier hat das arbeitende Personal dank der ganz geschlossenen Kabine eine temperierte und windfreie Arbeitsatmosphäre. Zum Anheben der Arbeitskabine wird ein Ausleger an einem Lastkraftwagen oder alternativ ein an den Mast des Turmes anlehnbares, te- leskopierbares Schienensystem vorgestellt. Beide Einrichtungen sind relativ sehr teuer. Ein weiterer Nachteil ist, dass sie während der gesamten Arbeiten an der Windkraftanlage verbleiben müssen und nicht für andere Einsätze verfügbar sind. Zusätzlich zu den Abschreibungen für diese relativ aufwändige Investi- tion müssen noch die Lohnkosten für das tätige Personal aufgebracht werden.

Als eine kostengünstigere Alternative beschreibt das Patent DE 103 32 876 deshalb einen„Schaber", der mannlos an der Vorderkante eines Rotorblattes entlanggeführt wird und dabei die dort haftenden groben Verschmutzungen mechanisch abschabt.

Gegenüber den zuvor beschriebenen Lösungen sind hier keine laufenden Personalkosten erforderlich. Der Schaber selbst ist deutlich kleiner und deshalb auch kostengünstiger.

Die Methode weist jedoch zahlreiche andere Nachteile auf: So sind zur Führung des Schabers auf dem Rotorblatt Führungselemente unabdingbar erforderlich. Die Erfindung schlägt zwei Seile vor, die auf beiden Seiten des Rotorblattes gespannt werden. Je weiter der Schaber von den Spannpunkten eines solchen Seiles entfernt ist, desto geringer wird die Kraft, mit der er auf die Flügelvorderkante schabend einwirken kann. Wenn die Seilspannung aus diesem Grunde so hoch gewählt wird, dass auch in der Mitte zwischen den beiden Aufhängungspunkten des Seiles noch eine ausreichend hohe Normalkraft auf den Schaber wirkt, dann steigt diese Normalkraft in der Nähe der Befestigungspunkte des Seiles so stark an, dass der Schaber nicht nur die Verunreinigungen abtragen wird, sondern auch noch die Beschichtung des Rotors beschädigt und im Extremfall Schleifspuren auf der aerodynamisch so wichtigen Blattvorderkante des Rotors hinterlässt. Nachteilig ist auch die vorgesehene Antriebsart zur Bewegung des Schabers. Es wird empfohlen ihn von der Schwerkraft bei jeder Umdrehung des Rotorblattes hin und her bewegen zu lassen. Alternativ sind Leitflächen am Schaber vorgesehen, die von der Luftströmung her eine Kraft in Längsrichtung des Rotorblattes auf den Schaber ausüben sollen und ihn damit bewegen. Auch diese Antriebsart kann eine kaum kontrollierbare und daher zu schnelle Bewegung hervorrufen, die die Oberfläche des Rotorblattes vorschnell verschleißen.

Problematisch ist auch, dass in einem Luftstrom, der parallel zu der Rotoraußenfläche verläuft, die beiden Seile an den Flanken des Rotors in Schwingungen geraten. Die Amplitude dieser Schwingungen kann so groß werden, dass das Seil mit seiner eigenresonanten Fre- quenz reversierend auf die Flanke des Rotorblattes aufschlägt.

Dieser Effekt mit seinem dabei entstehenden typischen Geräusch ist von Fahnenmasten bekannt, an denen ein Seil zum Emporziehen der Fahne verläuft. Nachteilig daran ist aber nicht nur das Geräusch, sondern die durch das dauerhaft aufschlagende Seil hervorgerufene

Beschädigung der Oberfläche, die den Wirkungsgrad des Rotors damit verschlechtert.

Auf diesem Hintergrund hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt einen Rotorblattreiniger zu entwickeln, der selbsttätig ein Rotorblatt reinigen kann und dabei autark arbeiten kann, also auf keinerlei bestimmte Einrichtung des Windrades zurückgreifen muss und im Vergleich zu den Arbeitsbühnen eine relativ geringe Größe und ein niedriges Gewicht aufweist und schnell von einem zum nächsten Rotor- blatt versetzt werden kann. Als Lösung lehrt die Erfindung, dass ein U-förmiger Träger auf seinen beiden Schenkeln wenigstens je ein Reinigungsgerät trägt und der Träger auf der Blattvorderkante eines Rotorblattes einer Windkraftanlage aufsetzbar ist, wobei die freien Enden der Schenkel zur Spitze des Profils vom Rotorblatt weisen und auf den beiden einander gegenüber liegenden Seiten des Rotorblattes angeordnet sind und eine Fördereinrichtung den Träger entlang der Blattvorderkante bewegt.

Ein wesentliches Merkmal des erfindungsgemäßen Rotorblattreinigers ist also der U-förmige Träger für die Reinigungsgeräte. Da der Träger zwischen seinen beiden Schenkeln eine schlitzartige Öffnung bildet, kann er einfach und schnell auf die Blattvorderkante eines Rotorblattes aufgesetzt werden. Wenn das Rotorblatt horizontal steht, kann der Träger als„Reiter" von oben her aufgesetzt werden und kann ohne eine weitere Führungseinrichtung auf dem Blattvorderkante hin- und herfahren.

Da zu beiden Seiten des Trägermittelstückes je ein Schenkel angeordnet ist, der nach unten verläuft, nimmt die Anordnung eine stabile Position ein, in der sie auch ohne Unterstützung von Außen verbleibt. Aus dieser Position wird sie auch von den Gegenkräften bei der Reinigung sowie von Windböen bis zu einer gewissen Stärke nicht herausgedrückt, da sich die Wascheinrichtungen beider Schenkel auf den Rotoroberflächen abstützen können.

Zusätzlich kann die Stabilität des auf der Blattvorderkante„reitenden" Trägers dadurch unterstützt werden, dass an den nach unten weisenden, freien Enden der Schenkel Hilfseinrichtungen oder Gewichte angebracht sind, so dass sich der Schwerpunkt des Trägers und aller seiner Anbauten unterhalb der Blattvorderkante befindet. In der Praxis werden meist keine zusätzlichen Gewichte erforderlich sein, da die Wickel von flexiblen Leitungen, Versorgungstanks, Steuerungen oder die VerStelleinrichtungen für die Andrückung der Reinigungsgeräte sowieso untergebracht werden müssen.

Wenn der U-förmige Träger auf dem Rotorblatt„reiten" soll, setzt das voraus, dass das zu reinigende Rotorblatt in seiner Längsachse etwa waagerecht ausgerichtet ist. Das Profil des Rotorblattes muss in eine etwa senkrechte Stellung verschwenkt werden. In dieser Stellung wird das Windrad bei Sturm„aus dem Wind heraus" genommen, um der Luftströmung die geringste Angriffsfläche zu bieten. Deshalb ist diese Funktion grundsätzlich bei jedem großen Windrad vorhanden.

In einer alternativen Ausführungsform kann der U-förmige Träger auch auf ein schräg oder vertikal stehendes Rotorblatt aufgesetzt werden. Bei einem vertikal nach unten stehenden Rotorblatt kann der U-förmige Träger z.B. an Seilen von der Gondel des Generators aus nach oben gezogen werden, währenddessen die Reinigungsgeräte die Oberfläche säubern.

Bei allen Varianten ist an beiden gegenüberliegenden Schenkeln wenigstens je ein Reinigungsgerät angeordnet. Da beide Reinigungsgeräte zumindest sehr nahe an die Oberfläche des Rotorblattes herangebracht werden, können sie den Träger bei Belastungen auch zusätzlich abstützen. Das ist z.B. bei rotierenden Bürsten, Schaumstoffzylindern oder ähnlichen Reinigungsgeräten problemlos möglich und ergibt sich aus deren Funktion.

Für andere Reinigungsgeräte wie z.B. Ultraschallköpfe und Laserstrahlquellen kann eine Berührung mit der Oberfläche des Rotorblattes unerwünscht sein. In diesem Fall ist es sinnvoll, am unteren Ende eines jeden Schenkels Räder oder Gleitstücke anzubringen, die zur Führung des Trägers auf dem Rotorblatt dienen.

Falls die Reinigungsgeräte sehr große Bürsten sind, wie sie z.B. von Kfz-Waschanlagen bekannt sind, so bestreichen sie von den Schenkeln aus auch die Blattvorderkante eines Rotorblattes. Falls jedoch der Abstand der Schenkel so groß und/oder der Arbeitsbereich der Reinigungsgeräte relativ klein ist, kann auch am Trägermittelstück noch ein weiteres Reinigungsgerät angeordnet werden, das auf die Reinigung der Blattvorderkante abgestimmt ist.

Als eine weitere Ausführungsvariante wird vorgeschlagen, dass der Rotorblattreiniger aus zwei Baugruppen besteht. Die eine Baugruppe ist der U-förmige Träger mit den Reinigungsgeräten. Die andere Baugruppe ist eine Versorgungseinheit, die den Träger und die darauf angeordneten Reinigungsgeräte mit Energie, wie z.B. elektrischem Strom oder Druckluft und/oder Reinigungsmittel versorgt. Auch die Versorgungseinheit ist auf die Blattvorderkante aufsetzbar. Idealerweise sollte sie ebenfalls U-förmig sein, damit sie auf dem senkrecht stehenden Profil eines waagerecht ausgerichteten Rotorblattes einen sicheren Halt findet. Von der Versorgungseinheit führen flexible Leitungen zu dem verfahrbaren Träger.

Im einfachsten Fall ist die Versorgungseinheit auf dem Rotorblatt nicht verfahrbar sondern verbleibt an der Stelle, an der sie aufgesetzt worden ist.

Für das Aufsetzen mit einem Hubschrauber kann es jedoch von Vorteil sein, wenn die Versorgungseinheit ebenso wie der Träger auf dem Rotorblatt verfahrbar ist, denn dann kann sie an beliebiger Stelle aufgesetzt werden und bis in die Nähe der Wurzel des Rotorblat- tes verfahren werden und dort während des Reinigungsvorganges verbleiben.

Da der Bereich des Rotorblattes in der Nähe seiner Wurzel für die Erzeugung eines Drehmomentes sowieso fast keinen nennenswerten Beitrag liefert, ist es nicht von Belang, wenn unterhalb der Versorgungseinheit keine Reinigung des Rotorblattes erfolgt. Da die Versorgungseinheit insbesondere für einen mannlosen Betrieb des Rotorblattreinigers gedacht ist, sollte die Bewegung vom Aufsetzpunkt auf dem Rotorblatt bis zur Wurzel des Rotorblattes aus der Ferne, z.B. aus dem absetzenden Hubschrauber oder dem absetzenden Kran an der Gondel her steuerbar sein.

Dadurch wird erreicht, dass der Träger mit den darauf montierten Reinigungsgeräten relativ leicht ist und deshalb ohne Überlastung des Rotorblattes bis an dessen Spitze verfahren werden kann.

Wenn das Gewicht des Trägers jedoch sehr gering ist, dann kann er von der Zugkraft den Leitungen zur Versorgungseinheit verkippt werden. Um das zu vermeiden, schlägt die Erfindung in einer alternativen Ausführung vor, dass die Leitungen zwischen Versorgungseinheit und dem verfahrbaren Träger an wenigstens einem U-förmigen Zwischenträger angehängt sind, der zwischen dem Träger und der Versorgungseinheit auf der Blattvorderkante verfahrbar ist. Dieser Zwischenträger hat ebenfalls zwei Schenkel und an dem Schenkelmittelstück wenigstens ein Laufrad oder ein Gleitstück, mit dem er auf der Blattvorderkante bewegt werden kann. Jeder dieser Zwischenträger reduziert das„Durchhängen" der Leitungen und vermindert damit das Risiko einer Kippbewegung des Trägers und/oder der Versorgungseinheit. Für den Transport ist es jedoch wünschenswert, nur eine einzige kompakte Einheit zu hantieren. Deshalb wird vorgeschlagen, dass der Träger mitsamt den Zwischenträgern und der Versorgungseinheit zu einer Transporteinheit verkuppelt werden kann. Diese Einheit sollte eine zentrale Aufnahmevorrichtung, wie z.B. eine Tragöse haben, mit der sie von einem Hubschrauber oder von einem Kran an der Gondel der Windkraftanlage oder durch einen Kran vom Boden aus aufgenommen und auf ein anderes Rotorblatt oder in einen Transporter versetzt werden kann.

Für die Ausführung der Reinigungsgeräte sind zahlreiche Alternativen bekannt. Sinnvoll sind rotierende Bürsten, Rollen oder Walzen und/oder Hockdruckreiniger oder andere Sprüheinrichtungen für Reinigungsflüssigkeit und/oder Ultraschallquellen, die anhaftende Ver- unreinigungen durch hochfrequente Schwingungen mit marginaler

Amplitude lösen. Eine andere Alternaive ist Trockeneis, das durch feine Düsen ausgestoßen und auf die Oberfläche katapultiert wird. Dort löst es Verunreinigungen durch seine kinetische Energie und löst sich anschließend in der Atmosphäre auf. Bekann sind auch La- serstrahlen als Reinigungsgerät.

In einer einfachen Ausführungsform sind die Schenkel des eiförmigen Trägers fest mit dem Trägermittelstück verbunden. Zur Anpassung an das über die Länge des Rotorblattes hinweg sich än- dernde Profil müssen die Reinigungsgeräte beweglich an den

Schenkeln befestigt werden, z.B. durch gelenkig an den Schenkeln befestigte Schleppstangen, die zum Betrieb an die Oberfläche des Rotorblattes andrückbar sind, z.B. mittels Pneumatikzylindern. In einer anderen Alternative bestehen die Schenkel aus mehreren, gelenkig miteinander verbundenen Schenkelgliedern. An jedem Schenkelglied ist ein Reinigungsgerät befestig. Die Schenkelglieder sind gegeneinander parallel zur Längsachse des Rotorblattes verschwenkbar. Das erste Schenkelglied ist gegenüber dem Trägermittelstück des Trägers auf die Rotoroberfläche drückbar. Jedes weitere Schenkelglied kann von seinem benachbarten Schenkelglied aus auf die Rotoroberfläche gedrückt werden. An jedem Schenkelglied ist ein Reinigungsgerät befestigt.

Der wesentliche Vorteil dieser Anordnung ist, dass die aneinandergereihten Schenkelglieder sich als Polygon der jeweiligen Form des Profils vom Rotorblatt annähern. Das ist insbesondere in der Nähe der Wurzel des Rotorblattes wesentlich, weil dort das Profil des Rotorblattes konkave Formen hat.

Zum Andrücken der Schenkelglieder können Federn oder Pneumatikzylinder verwendet werden. Die letzteren haben den Vorteil, dass beim Aufsetzen des Trägers alle Zylinder in ihre Ruheposition zurückgefahren werden können, woraufhin sich die beiden Schenkel auseinander spreizen und in dieser Konfiguration noch leichter auf das Profil des Rotorblattes aufsetzbar sind.

Da alle Schenkelglieder kettenartig aneinandergereiht sind, muss die Anpresskraft für das erste Schenkelglied am größten dimensioniert werden, da sich über den relativ langen Hebelarm des gesamten Schenkels hinweg dessen gesamte Druckkräfte auf das oberste Schenkelglied auswirken.

Zur Stabilität des Trägers ist es wünschenswert, dass sich das Trägermittelstück zwischen den beiden Schenkeln stets in einer horizontalen Position befindet. Im Prinzip sorgen dafür in erster Näherung schon die beiden seitlichen Schenkel mit den darauf angeordneten Reinigungsgeräten. Falls jedoch das Rotorblatt sehr stark verschränkt ist, wenn also das Profil des Rotorblattes über seine Länge hinweg in sich verdreht ist, dann gibt es Bereiche, in denen der U- förmige Träger von Prinzip her„schief" stehen würde. Das kann ent- weder durch eine geringfügige Verschwenkung des Rotorblattes um seine Längsachse ausgeglichen werden, was jedoch ein Zusammenwirken mit dessen Antrieb erfordert. Eine Alternative ist es, die Schwenkachse zwischen dem Trägermittelstück und den beiden daran anschließenden Schenkelgliedern jeweils auf einen solchen Winkel einzustellen, dass das Trägermittelstück stets in einer horizontalen Position verbleibt.

In einer vorteilhaften Ausführungsvariante sind an der Unterseite des Trägermittelstückes und/oder des Mittelstückes der Versorgungsein- heit wenigstens zwei Rollen oder Räder angebracht, auf denen der

Träger und/oder die Versorgungseinheit verfahrbar sind. Diese beiden Räder sollten in Richtung der Längsachse des Rotorblattes gesehen zueinander beabstandet sein. Je größer dieser Abstand ist, desto geringer ist das Risiko des Verkippens vom Träger oder von der Versorgungseinheit.

Die Laufflächen dieser Räder sollten im Querschnitt konkav geformt sein, damit sie auf der Blattvorderkante abrollen können und sich dort durch ihre seitlichen Wülste auch bei Erschütterungen gut halten können. Wenigstens eines dieser Räder sollte bei einem halbautomatischen oder vollautomatischen Rohrblattreiniger durch einen Antrieb drehbar sein, der dadurch für seine Bewegung sorgt.

Auf aktuellem Stand der Technik sind verschiedene Inspektionsgerä- te bekannt, mit denen Risse und andere Beschädigungen des Rotors vorbeugend geprüft werden können. Geeignete Inspektionsgeräte arbeiten entweder mit akustischen Signalen, wie z.B. einer Ultraschallquelle und können an dem reflektierten Schall erkennen, ob sich an der Oberfläche des überprüften Teiles bereits eine erste Inhomogenität in ihrem Oberflächenmaterial ankündigt. Eine andere Prüfmethode ist die Aufnahme der Außenfläche mit Kameras und die visuelle Überprüfung der aufgenommenen Bilder an einem anderen Ort.

Zusätzlich oder alternativ können an dem Träger auch Geräte zum Abtragen von alten Beschichtungen wie z.B. Sandstrahler und/oder Geräte zum Auftragen von neuen Beschichtungen wie z.B. Farb- sprühlanzen angebracht werden. Damit sind das Abtragen alter, mürber Lackschichten und das Aufspritzen einer neuen möglich.

Bei besonders großen und langwierig zu reinigenden Windrädern kann es sinnvoll sein, an die Versorgungseinheit und/oder an den Träger eine Arbeitsplattform für eine Bedienperson anzubauen, von wo aus der Reinigungsvorgang gesteuert und überwacht werden kann. Die Bedienperson kann von dem Hubschrauber oder dem Kran, der schon den Träger und die Versorgungseinheit heraufgebracht hat, dorthin gebracht werden.

Wenn die Bedienperson von dort aus Zugriff auf die Versorgungseinheit hat, ist es sinnvoll, an der Versorgungseinheit auch Bedientassen für die Steuerung des Reinigungsvorganges anzuordnen. Alternativ oder zusätzlich kann der Ablauf des Reinigungsvorganges jedoch auch über eine drahtlose Fernbedienungseinheit gesteuert werden. Diese Fernbedienungseinheit kann nicht nur von einer Bedienperson auf der Arbeitsplattform oder in der Gondel des Windrades betätigt werden sondern auch von einer Person in einem Hubschrauber oder am Boden bedient werden. Bei einer Off-shore-Aufstellung des Windrades könnte die Fernbedienung auch von einem Boot aus erfolgen. Eine weitere, denkbare Alternative ist die Bedienung von einer geographisch weit entfernten Bedienungszentrale. Dazu muss sich die Bedienzentrale sinnvoller Weise auch über die tatsächlich ablaufenden Bewegungen informieren können, z.B. über eine Videokamera.

Die Erfindung bevorzugt jedoch eine vollautomatische und mannlose Arbeitsweise des Rotorblattreinigers.

Für zahlreiche Reinigungsverfahren, wie z.B. eine rotierende Waschbürste, sind Reinigungsflüssigkeiten höchst wirkungsvoll. Wenn darin Substanzen zur Wirkungsverstärkung enthalten sind, so können diese nicht in jedem Fall in der Umgebung des Windrades entsorgt werden. Dann können unterhalb eines jeden Schenkels Auffangbehälter für die Reinigungsflüssigkeit angeordnet werden. Von dort aus kann sie in einen Sammelbehälter oder in eine Wiederaufbereitungsanlage gepumpt werden.

Auf aktuellem Stand der Technik sind zur Steuerung von selbsttätigen Systemen wie dem Rotorblattreiniger elektronische Steuerungen verfügbar, die mit hoher Zuverlässigkeit und zu relativ geringem Preis die sämtlichen Funktionen sicherstellen. Dazu sind verschiedene Sensoren erforderlich, die in der Steuerung ausgewertet werden und deren Informationen zu Ansteuerungssignalen für die damit verknüpften Aktoren verwendet werden. Geeignete Sensoren sind sinnvoll für die Erfassung des Endes vom Rotorblatt in Richtung seiner Längsachse, um zu verhindern, dass der Träger über das Ende des Rotors hinaus verfährt und abstürzt. Sensoren zur Erfassung der Hinterkante des Profils vom Rotorblatt sorgen gegen Ende des Rotorblattes bei dem dann schlanker und schmäler werdenden Profil dann dafür, dass nicht benötigte Reinigungsgeräte deaktiviert werden.

Sensoren, die den Abstand des Reinigungsgerätes von der Rotoroberfläche erfassen, sorgen für den richtigen Abstand des Reinigungsgerätes. Sensoren, die die Richtung und die Stärke einer eventuellen Luftströmung erfassen, können zu einer Korrektur, z.B. der Reinigungseinrichtung, verwendet werden. Wenn z.B. ein Reinigungsmittel versprüht wird, dass durch die Luftströmung an einen anderen Ort abgelenkt wird, so kann dessen Verschiebung durch die Luftströmung gemäß den Informationen des Windsensors korrigiert werden.

Sensoren können die jeweilige Verschmutzung messen und daraufhin die Reinigungsgeräte entsprechend ansteuern. Eine weitere Anwendung für Sensoren ist die Erfassung der Abweichung des Trägermittelstückes von der Horizontalen. Die Sensoren messen, wie „schief" das Trägermittelstück steht, sodass die Steuerung für die Korrektur über eine entsprechende Winkelstellung der obersten Schenkelglieder sorge tragen kann.

Sensoren können Markierungen auf der Rotoroberfläche erfassen und so z.B. rechtzeitig vor dem Ende des Rotors das Reinigungsgerät zum Stehen bringen und wieder zurück zur Wurzel des Rotorblattes schicken.

In einer interessanten Variante des erfindungsgemäßen Rotorblattreinigers ist er ein vollauf autarkes Gerät, das auf ein beliebiges, horizontal stehendes Rotorblatt mit senkrecht ausgerichtetem Profil auf- gesetzt werden kann und dort selbsttätig seine Reinigungsarbeit durchführen kann. Dazu sind etliche Hilfseinrichtungen sinnvoll. Die Erfindung schlägt vor, dass ein Verbrennungsmotor und/oder eine Batterie und/oder ein Generator und/oder ein Kompressor für Pneu- matik und/oder ein Druckerzeuger für Hydrauliksysteme und/oder eine Hochdruckpumpe für Reinigungsflüssigkeiten und/oder ein Behälter für Reinigungsflüssigkeiten und/oder ein Vorratsbehälter für Trockeneis und/oder eine elektronische Steuerung und/oder eine Telemetrieeinrichtung zur Datenübermittlung entweder auf dem Trä- ger und/oder auf der Versorgungseinheit vorhanden sein können.

Mit dem Verbrennungsmotor kann z.B. Strom erzeugt werden, über den der Fahrantrieb des Trägers betreiben wird. Die Batterie dient zum Wiederanlassen des Verbrennungsmotors. Ein Kompressor für Pneumatik erzeugt den erforderlichen Luftdruck für die Zylinder, mit denen die Schenkelglieder an die Rotoroberfläche angedrückt werden.

Falls Hydrauliksysteme gewählt werden, ist dafür ein Druckerzeuger erforderlich. Der Verbrennungsmotor kann auch die Hochdruckpumpe für die Reinigungsflüssigkeiten antreiben. Für Reinigungsmethoden, die Reinigungsflüssigkeiten erfordern muss ein entsprechender Behälter vorhanden sein. Falls mit Trockeneis gereinigt wird, so ist auch dafür ein Vorratsbehälter nötig. Zur Kontrolle eines ordnungs- gemäßen Ablaufes des Reinigungsprozesses kann die Übermittlung von verschiedenen Daten an eine Bodenstation oder einen externen Speicher erforderlich sein. Diese Aufgabe kann eine Telemetrieeinrichtung übernehmen. In einer alternativen Ausführungsform kann ein erfindungsgemäßer

Rotorblattreiniger jedoch auch seine Energie und/oder die Reini- gungsflüssigkeit aus der Gondel der Windkraftanlage her erhalten. Zusätzlich kann belastete Reinigungsflüssigkeit zur Gondel zurückgeführt werden. Diese Konfiguration ist bei Neubauten von Windrädern interessant.

Wenn das Windrad solitär steht, dann ist es sinnvoll, das Reinigungsgerät exklusiv nur für dieses Windrad einzusetzen. Dann kann es sogar wirtschaftlich sein, wenn einfache aber gewichtige Versorgungseinrichtungen in der Gondel eingebaut werden und nur ein Träger auf den zu reinigenden Rotorblättern hin und her fährt und dabei von der Gondel aus versorgt wird.

Ein typischer Reinigungsprozess mit einem erfindungsgemäßen Rotorblattreiniger besteht aus den folgenden Schritten: Im ersten Schritt wird das zu reinigende Rotorblatt einer Windkraftanlage in eine waagerechte Stellung in Bezug auf seine Längsachse verfahren. Das Profil des Rotorblattes muss in eine etwa senkrechte Stellung verschwenkt werden. Dann wird im zweiten Schritt der Rotorblattreiniger auf die Blattvorderkante aufgesetzt und von dem Gerät gelöst, mit dem er aufgesetzt worden ist. Ein Hubschrauber klinkt sein Tragseil aus und ein Kran entkoppelt den Haken. Im dritten Schritt wird der Rotorblattreiniger möglichst nahe an die

Wurzel des Rotorblattes herangefahren. Das ist insbesondere dann interessant, wenn das Reinigungsgerät von einem Hubschrauber aufgesetzt worden ist von dem aus keine ganz exakte Positionierung möglich ist. Im vierten Schritt verfährt der Rotorblattreiniger entlang der Blattvorderkante bis zum äußersten Ende des Rotorblattes und reinigt dabei die Rotoroberfläche. Im fünften Schritt fährt er wieder zurück zur Wurzel des Rotorblattes.

Im sechsten Schritt wird von dem Rotorblatt abgehoben. Die Reinigung weiterer Rotorblätter läuft dann wiederum gemäß den Schritten eins bis sechs ab. Der Ablauf gestaltet sich dann etwas anders, wenn der Rotorblattreiniger aus einer Versorgungseinheit und einem davon getrennten Träger besteht. Dann verfährt im vierten und im fünften Schritt des Reinigungsprozesses nur der Träger bis zum Ende des Rotorblattes und kehrt von dort wieder zur Versorgungseinheit zurück. Die Versor- gungseinheit bleibt in der Nähe der Wurzel des Rotorblattes. Im fünften Schritt wird dann zusätzlich der Träger mit der Versorgungseinheit zu einer Transporteinheit verkuppelt, die im sechsten Schritt dann in einem einzigen Zug abgehoben wird. Im zweiten Schritt kann - wie bereits zahlreich erwähnt - der Rotorblattreiniger entweder von einem Hubschrauber oder von einem Kran an der Gondel der Windkraftanlage oder von einem Kran am Boden auf die Blattvorderkante aufgesetzt werden. Im vierten Schritt kann die Reinigungsflüssigkeit, die im Auffangbehälter gesammelt worden ist, aufbereitet und sofort wieder zur Reinigung eingesetzt werden.

In einer spektakulären Ausführungsvariante wird anstelle eines Kra- nes auf der Gondel der Rotor der Windkraftanlage zum Anheben des am Boden stehenden Rotorblattreinigers benutzt. Dazu muss in je- des Rotorblatt ein Hubseil eingebaut werden, das an einer Stelle des Rotorblattes aus diesem heraustritt, z.B. an seiner Hinterkante. Dann kann im zweiten Schritt aus einem waagerecht stehenden Rotorblatt der Windkraftanlage ein Hubseil herabgelassen werden.

Damit wird ein auf dem Boden stehender Rotorblattreiniger soweit angehoben, bis er in die Nähe dieses Rotorblattes gelangt ist. Im nächsten Schritt wird der gesamte Rotor der Windkraftanlage so weit verschwenkt bis das nächste Rotorblatt der Windkraftanlage von un- ten her in die Öffnung zwischen den Schenkeln des Trägers einschwenkt bis es das Mittelstück des Trägers berührt.

Während des weiteren Verschwenkens des Rotors bis zur waagerechten Stellung des Rotorblattes, das den Träger bereits berührt, muss entsprechend dem Verschwenkungswinkel das Hubseil aus dem höher stehenden Rotorblatt solange wieder herausgelassen werden, bis der Rotorblattreiniger sicher auf den nunmehr waagerecht stehenden Rotorblatt ruht. Dann kann der Reinigungsprozess beginnen. Entsprechend dem

Verfahrweg muss das Hubseil weiter gelockert werden. Nach dem Abschluss der Reinigung wird der Rotorblattreiniger wieder vom benachbarten, als Kran wirkenden Rotorblatt abgehoben und auf dem Boden abgestellt. Dann wird das soeben benutzte Hubseil in das Ro- torblatt zurückgezogen und das nächste Rotorblatt soweit verschwenkt, bis sich dessen Hubseil oberhalb des Rotorblattreinigers befindet. Dann kann der nächste Schritt starten

Im Folgenden sollen weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung anhand eines Beispiels näher erläutert werden. Dieses soll die Erfindung jedoch nicht einschränken, sondern nur erläutern. Es zeigt in schematischer Darstellung:

Figur 1 Rotorblatt und Träger mit Reinigungsgeräten und getrennter Versorgungseinheit

Figur 2 Hubschrauber beim Absetzen eines Reinigungsgerätes auf ein Windrad

Die Figur 1 zeigt in perspektivischer Darstellung ein Rotorblatt 3 eines Rotors von einer Windkraftanlage. Zeichnerisch sind aus diesem Rotorblatt 3 drei Teilstücke ausgeschnitten und entlang ihrer Längsachse 32 angeordnet. In Figur 1 wird eine Variante des Rotor- blattreinigers dargestellt, die für das Aufsetzen auf ein horizontal ausgerichtetes Rotorblatt mit einem senkrecht ausgerichteten Profil ausgelegt ist.

An der rechten Bildkante ist das kreisförmige Verbindungsstück des Rotorblattes 3 zur Nabe des Rotors zu erkennen. Dieses kreisförmige Verbindungsstück ist an die Wurzel 33 des Rotorblattes angesetzt. In der Nähe der Wurzel 33 weist das Profil des Rotorblattes 3 seine größten Abmessungen auf und wird von da aus bis zur Spitze des Rotorblattes immer kleiner.

In Figur 1 ist sehr gut zu erkennen, dass die Blattvorderkante 31 des

Rotorblattes 3 eine wulstartige Fläche bildet, auf der der Träger 2 und die Versorgungseinheit 4 mit je einem Paar Räder 6 bewegt werden kann. Die in Figur 1 gezeigte Ausführungsvariante des Trägers 2 besteht aus einem Trägermittelstück 22, an dem die beiden Räder 6 befestigt sind. In der hier gezeigten Ausführungsform weisen die Räder ein konkaves Profil auf, das an das Profil der Blattvorderkante 31 ange- passt ist, wodurch sie einen sicheren Halt finden. Durch die paarweise und hintereinander stehende Anordnung der Räder 6 wird sicher- gestellt, dass der Träger 2 auch während seiner Reinigungsarbeit gegenüber der Längsachse 32 des Rotorblattes 3 nicht„ins Kippen" gerät.

Zu beiden Seiten des Trägermittelstückes 22 schließen sich die Schenkel 21 des Trägers 2 an. In der hier gezeigten Ausführungsvariante besteht jeder Schenkel 21 aus drei Schenkelgliedern 23, die gelenkig miteinander verbunden sind. Die Schwenkachse dieser Gelenke verläuft parallel zur Längsachse 32 des Rotorblattes 3. Damit können sich die Schenkelglieder 23 an das über seine Länge hinweg wechselnde Profil des Rotorblattes 3 anpassen.

In Figur 1 ist sehr gut zu sehen, dass auf der Innenseite eines jeden Schenkelgliedes 23 und auf der Unterseite des Trägermittelstückes 22 je ein Reinigungsgerät 1 angeordnet ist. Im gezeigten Ausfüh- rungsbeispiel ist es eine rotierende Bürste. Die Enden der einzelnen

Haare dieser Bürste sind in Figur 1 als Punkt markiert.

In Figur 1 ist eine Position der Schenkelglieder 23 dargestellt, die für das Abheben des Trägers 2 nach oben hin geeignet ist. in dieser Po- sition„öffnet" sich der Träger 2 mit seinen beiden Schenkeln 23, sodass die darauf befestigten Reinigungsgeräte 1 nicht an der Oberfläche des Rotorblattes 3 anliegen. Dadurch kann der Träger 2 samt seinen Anbauten sehr leicht nach oben hin abgezogen werden. Dieser Vorgang findet jedoch in der Regel nicht von der dargestellten

Position aus statt. In Figur 2 ist nachvollziehbar, wie dieser Vorgang abläuft: Der Träger 2 fährt vor dem Abheben wieder zurück zur Versorgungseinheit 4 in der Nähe der Wurzel 33. Dabei wird die flexible Leitung 5, die den Träger 2 mit der Versorgungseinheit 4 verbindet, auf den Wickel 42 an der Versorgungseinheit 4 aufgewickelt.

Die Zwischenträger 51 , die die Leitung 5 in dem Zwischenraum zwischen dem Trägers und der Versorgungseinheit 4 tragen, werden ebenfalls mit an die Versorgungseinheit 4 herangefahren. Dann können alle Baugruppen zu einer einzigen Transporteinheit verbunden werden und gemeinsam vom Rotorblatt 3 abgehoben werden. Dazu dient die Tragöse 41 oben auf der Versorgungseinheit 4. Darin kann der Haken eines Helikopters oder eines Krans einhaken und die gesamte Transporteinheit abheben. Die in Figur 1 dargestellte Position des Trägers 2 zeigt ihn nahe dem

Ende des Rotorblattes 3. In dieser Position hat er bereits den größeren Teil des Rotorblattes zwischen der Versorgungseinheit 4 und seiner jetzigen Position gereinigt und muss nur noch den kleineren Teil des Rotorblattes bis zu dessen Spitze säubern. Dazu werden die Schenkelglieder 23 aus der hier gezeigten„Abhebestellung" näher an die Oberfläche des Rotorblattes 3 herangeschwenkt. Dann liegen die Reinigungsgeräte 1 auf der Oberfläche des Rotorblattes auf und können sie mechanisch reinigen. In Figur 1 sind die Antriebe für das Verschwenken der Schwenkglieder 23 der Übersichtlichkeit halber nicht eingezeichnet. Ebenso nicht eingezeichnet sind Düsen für das Versprühen von Reinigungsflüssigkeit, die von den Reinigungsgeräten auf der Rotoroberfläche verarbeitet werden. Weiterhin nicht dargestellt ist der motorische Antrieb für wenigstens ein Rad 6, um den Träger 2 auf der Blattvorderkante

31 entlang zu bewegen. An der Versorgungseinheit 4 ist in Figur 1 nur schematisch ein Behälter 43 eingezeichnet. Er kann z.B. Reinigungsflüssigkeit oder eine elektronische Steuerung oder einen Energieerzeuger oder eine an- dere Funktionsbaugruppe beherbergen.

Eine weitere, optionale zusätzliche Baugruppe der Versorgungseinheit 4 ist der Aufwickler 42 für die Leitung 5. In Figur 1 ist sehr gut zu erkennen, dass sowohl beim Träger 2 als auch bei der Versorgungsbaugruppe 4 die Anbauten an deren nach unten weisenden Schenkeln so gewichtig sind, dass der Schwerpunkt sowohl des Trägers 2 als auch der Versorgungseinheit 4 unterhalb der Blattvorderkante 31 zu liegen kommt, sodass beide Bau- gruppen eine stabile und kippsichere Position einnehmen.

In Figur 1 ist ebenfalls zu sehen, Inspektionsgeräte an das erfindungsgemäße Reinigungsgerät angebaut werden können. Sie sind in den gezeigten Ausführungsvarianten als quaderförmige Baugruppen an die drei Stück dargestellten Schenkelglieder 23 eines Schenkels

21 angesetzt.

In Figur 1 sind sie der Übersichtlichkeit halber zueinander beabstandet. In der Praxis ist es denkbar, dass die Inspektionsgeräte nur ei- nen sehr geringen Abstand zueinander haben, oder dass sie in vertikaler Richtung etwas bewegt werden können um die gesamte Oberfläche des Rotors lückenlos erfassen zu können.

Die symbolisch dargestellten Gehäuse beinhalten eine beliebige Art von Inspektionsgeräten. Neben Kameras sind taktile Sensoren, also mechanisch berührende Elemente ebenso denkbar, wie kapazitive oder induktive Abtastungen, die Messung der Reflektion von Lichtstrahlen, Ultraschall oder Wassertröpfchen. Ein anderes, denkbares Verfahren sind Prüfhämmer, die mit einer definierten Geschwindigkeit auf die Oberfläche treffen und dort dank reproduzierbarem Aufprallwinkel und reproduzierbarer Aufprallgeschwindigkeit ein reproduzierbares Geräusch erzeugen. Wenn dessen„Echo" von einem für diesen Flügel gespeicherten Geräuschmuster abweicht, so ist das ein Hinweis auf eine beginnende Verformung.

In Figur 2 ist ein Ausschnitt eines Windrades mit einem Reinigungsgerät gezeigt, von dem in Figur 1 nur ein Rotorblatt wiedergegeben ist. Figur 2 zeigt die Gondel 8 eines Windrades, die drei Rotorblätter 3 trägt, von denen das linke horizontal ausgerichtet ist. Im dargestellten Zustand sind soeben von einem Hubschrauber eine Versorgungseinheit 4 zusammen mit einem Träger 2 an einem Seil auf die Blattvorderkante 31 des horizontal stehenden Rotorblattes 3 abgesetzt worden.

In Figur 2 ist gut zu erkennen, wie ein Kranhaken an einem Tragseil des Hubschraubers in die Tragöse 41 der Versorgungseinheit 4 eingreift.

Über sein Trägermittelstück 22 ist der Träger 2 in diesem Zustand mit der Versorgungseinheit 4 mechanisch verbunden. Der Übersichtlichkeit halber ist in Figur 2 die mechanische Verbindung jedoch nicht detailliert eingezeichnet.

In Figur 2 wird ebenso deutlich, dass zum Abschluss der Reinigungsphase die Versorgungseinheit 4 und der Träger 2 wiederum ganz nahe beieinander stehen und in geeigneter Weise wieder so miteinander verbunden werden, dass der Hubschrauber sie als eine gemeinsame Baugruppe von dem horizontal ausgerichteten Rotorblatt abnehmen und weiter versetzen kann.

Im Vergleich von Figur 2 und Figur 1 wird gut nachvollziehbar, dass in einer Betriebsvariante die Versorgungseinheit 4 im Bereich der

Wurzel 33 des Rotorblattes 3 verbleiben kann. Der Träger 2 weiterbewegt sich dann mit Hilfe der Räder 6 an seinem Trägermittelstück 22 auf der Blattvorderkante 31 des horizontal ausgerichteten Rotorblattes 3 weiter und entfernt sich von der Versorgungseinheit 4.

In Figur 2 ist zu erkennen, dass er dabei über die Leitung 5 stets mit der Versorgungseinheit 4 verbunden ist. Die Leitung 5 wird mit zunehmender Entfernung des Trägers 2 von der Versorgungseinheit 4 von dem Wickel 42 abgewickelt und bei der Rückfahrt wieder aufge- wickelt.

In Figur 2 wird ebenfalls deutlich, dass sich auch die Versorgungseinheit 4 nach dem Absetzen durch den Hubschrauber ebenfalls auf ihren Rädern 6 selbsttätig weiterbewegen kann und gegebenenfalls noch näher an die Wurzel 33 des Rotorblattes 3 heranfahren kann.

In den meisten Fällen wird es den Anflug des Hubschraubers erleichtern, wenn der Block aus Versorgungseinheit 4 und Träger 2 in einem größeren Abstand von der Gondel 8 aufgesetzt wird. Dann fah- ren Versorgungseinheit 4 und Träger 2 gemeinsam möglichst nahe an die Wurzel 33 des Rotorblattes heran. Alternativ können sie sich auch schon am Absetzpunkt trennen. Derweil der Träger 2 die Arbeit mit den Reinigungsgeräten 1 beginnt, kann die Versorgungseinheit 4 an die Wurzel 33 heranfahren, sodass sie die noch zu reinigende Fläche des Rotorblattes 3 für den„Rückweg" des Trägers 2 frei macht. Bezugszeichenliste

1 Reinigungsgerät, an Schenkel 21 angeordnet

2 Träger

21 Schenkel des Trägers 2, tragen Reinigungsgeräte 1

22 Trägermittelstück des Trägers 2

23 Schenkelglied eines Schenkels 21

3 Rotorblatt

31 Blattvorderkante eines Rotorblattes 3

32 Längsachse eines Rotorblattes 3

33 Wurzel des Rotorblattes 3

4 Versorgungseinheit

41 Tragöse an Versorgungseinheit 4

42 Wickel für Leitung 5

43 Behälter an Versorgungseinheit 4

5 Leitung, verbindet den Träger 2 mit der Versorgungseinheit 4 51 Zwischenträger für Leitung 5, auf Blattvorderkante 31

verfahrbar

6 Räder an Trägermittelstück 22 und an Versorgungseinheit 4 7 Inspektionsgerät, an Schenkel 21 , zur Inspektion des Rotorblattes 3

8 Gondel, trägt Rotorblätter 3