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Patent Searching and Data


Title:
ROTOR BLADE PROTECTION
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/134862
Kind Code:
A1
Abstract:
The present invention relates to the use of a form-fit and/or force-fit connection for fixing a protection element to a surface of a rotor blade, in particular a rotor blade of a wind power plant.

Inventors:
VOGT, Daniel (Fellenbergstrasse 276, 8047 Zürich, 8047, CH)
Application Number:
EP2018/086618
Publication Date:
July 11, 2019
Filing Date:
December 21, 2018
Export Citation:
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Assignee:
SIKA TECHNOLOGY AG (Zugerstrasse 50, 6340 Baar, 6340, CH)
International Classes:
F03D1/06; F03D80/00
Domestic Patent References:
WO2016075619A12016-05-19
WO2012084937A12012-06-28
WO2014072515A12014-05-15
Foreign References:
ES2333929A12010-03-02
US20160327021A12016-11-10
EP2559891A22013-02-20
EP2514962A12012-10-24
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Claims:
Patentansprüche

1. Verwendung einer form- und/oder kraftschlussfähigen

Verbindungsvorrichtung (22) zur Befestigung eines Schutzelements (10) an einer Oberfläche eines Rotorblatts (30), insbesondere eines Rotorblatts einer Windkraftanlage (40).

2. Verwendung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die

Verbindungsvorrichtung (22) zwei Verbindungsteile (20, 21 ) umfasst, welche in verbundenem Zustand räumlich ineinandergreifen.

3. Verwendung nach wenigstens einem dar Ansprüche 1 - 2, dadurch

gekennzeichnet, dass wenigstens ein Verbindungsteil (20, 21 ) der

Verbindungsvorrichtung (22) eine oder mehrere an einer Oberfläche angeordnete und/oder von einer Oberfläche abstehende Strukturen aufweist, wobei es sich um hakenförmige Strukturen, widerhakenförmige Strukturen, zylindrische Strukturen welche an ihren freien Enden auskragend ausgebildet sind, Ausnehmungen und/oder schlaufenförmige Strukturen handelt.

4. Verwendung nach wenigstens einem dar Ansprüche 1 - 3, dadurch

gekennzeichnet, dass sowohl ein am Schutzelement (10) angeordnetes Verbindungsteil (20) als auch ein am Rotorblatt (30) angeordnetes

Verbindungsteil (21 ) über eine oder mehre von einer Grundfläche

abstehende Strukturen verfügen, welche derart ausgebildet sind, dass sie in verbundenem Zustand formschlüssig ineinandergreifen und/oder ineinander verhaken.

5. Verwendung nach wenigstens einem dar Ansprüche 1 - 4, dadurch

gekennzeichnet, dass die Verbindungsvorrichtung (22) einen Klettverschluss umfasst.

6. Verwendung nach wenigstens einem dar Ansprüche 1 - 5, dadurch

gekennzeichnet, dass wenigstens eines der Verbindungsteile (20, 21 ) der Verbindungsvorrichtung (22) mit einem Klebstoff am Schutzelement (10) und/oder am Rotorblatt (30) verklebt ist.

7. Verwendung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebstoff ein Schmelzklebstoff, insbesondere ein Haft-Schmelzklebstoff, ist. 8. Verwendung nach wenigstens einem dar Ansprüche 1 - 7, dadurch

gekennzeichnet, dass das Schutzelement (10) als Profilleiste, insbesondere als U-förmige Profilleiste (1 1 ), vorliegt.

9. Verwendung nach wenigstens einem dar Ansprüche 1 - 8, dadurch

gekennzeichnet, dass das Schutzelement (10) ein

Nasenkantenschutzelement für ein Nasenkante (31 ) des Rotorblatts (30) ist.

10. Verfahren zum Anbringen eines Schutzelements (10) an einer Oberfläche eines Rotorblatts (30), insbesondere eines Rotorblatts einer Windkraftanlage (40), umfassend die folgenden Schritte: a) Bereitstellen eines Schutzelements (10) umfassend wenigstens ein erstes Verbindungsteil (20) einer form- und/oder kraftschlussfähigen Verbindungsvorrichtung (22); b) Bereitstellen eines Rotorblatts (30) welches über wenigstens ein

zweites Verbindungsteil (21 ) einer form- und/oder kraftschlussfähigen Verbindungsvorrichtung (22) verfügt, wobei das zweite Verbindungsteil (21 ) mit dem ersten Verbindungsteil (20) kraft- und/oder formschlüssig verbindbar ist; c) Anbringen des Schutzelements (10) am Rotorblatt (30) durch

Zusammenfügen der wenigstens zwei Verbindungsteile (20, 21 ) unter Ausbildung einer kraft- und/oder formschlüssigen Verbindung. 11. Verfahren nach Anspruch 10, wobei Schritt a) die Anbringung des ersten Verbindungsteils (20) am Schutzelement (10) mit einem Klebstoff, insbesondere einem Schmelzklebstoff, umfasst und/oder Schritt b) die Anbringung des zweiten Verbindungsteils (21 ) am Rotorblatt (30) mit einem Klebstoff, insbesondere einem Schmelzklebstoff, umfasst.

12. Anordnung beinhaltend ein Rotorblatt (30), insbesondere ein Rotorblatt einer Windkraftanlage (40), umfassend ein an einer Oberfläche des Rotorblatts

(30) befestigbares oder aufgebrachtes Schutzelement (10), welches durch eine form- und/oder kraftschlussfähigen Verbindungsvorrichtung (22) am Rotorblatt (30) befestigbar oder befestigt ist, wobei es sich insbesondere um eine Verbindungsvorrichtung handelt, wie sie in einem der vorangehenden Ansprüche beschrieben ist.

13. Schutzelement (10) für ein Rotorblatt (30), insbesondere ein Rotorblatt einer Windkraftanlage (40), umfassend wenigstens ein form- und/oder

kraftschlussfähiges Verbindungsteil (20) zum Anbringen des Schutzelements an einem Rotorblatt (30), wobei es sich insbesondere um ein Verbindungsteil handelt, wie es in einem der vorangehenden Ansprüche beschrieben ist.

14. Rotorblatt (30), insbesondere ein Rotorblatt einer Windkraftanlage (40),

umfassend wenigstens ein form- und/oder kraftschlussfähiges

Verbindungsteil (21 ) zum Anbringen eines Schutzelements (10) am

Rotorblatt (30), wobei es sich insbesondere um ein Verbindungsteil handelt, wie es in einem der vorangehenden Ansprüche beschrieben ist.

15. Windkraftanlage (40) umfassend eine Anordnung nach Anspruch 12, ein Schutzelement nach Anspruch 13 und/oder ein Rotorblatt nach Anspruch 14.

Description:
ROTORBLATTSCHUTZ

Technisches Gebiet

Die Erfindung betrifft die Verwendung einer Verbindungsvorrichtung zur

Befestigung eines Schutzelements an einer Oberfläche eines Rotorblatts, insbesondere eines Rotorblatts einer Windkraftanlage, sowie ein Verfahren zur Befestigung eines Schutzelements an einem Rotorblatt. Weitere Aspekte der Erfindung betreffen ein Schutzelement, ein Rotorblatt sowie eine Anordnung umfassend ein Rotorblatt und ein Schutzelement.

Stand der Technik

Rotorblätter im Allgemeinen und insbesondere Rotorblätter von Windkraftanlagen sind stetig und teilweise widrigen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Im Besonderen Regentropfen, Schneepartikel, Hagel oder Sandkörner, welche im Betrieb aufgrund der Drehung der Rotorblätter unter Umständen mit hoher Energie auf diese auftreffen, setzen den Oberflächen der Rotorblätter stark zu. Diese

Schadensmechanismen werden allgemein als "Regenerosion" bezeichnet.

Regenerosion führt dazu, dass die Oberflächen von Rotorblättern im Laufe der Zeit erodieren, aufrauen und schlimmstenfalls tiefer liegende Schichten im

Blattaufbau beschädigt werden. Besonders exponiert und anfällig für Schäden sind die in Drehrichtung zuvorderst liegenden Nasenkanten oder Vorderkanten der Rotorblätter. Bereits eine Aufrauhung der Oberflächen der Rotorblätter kann zu signifikanten Leistungseinbussen einer Windkraftanlage führen, da dadurch unerwünschte Turbulenzen begünstigt werden. Schäden im Blattaufbau können langfristig die Sicherheit der Windkraftanlage beeinträchtigen.

Um die Nasenkanten von Rotorblättern zu schützen, ist es bekannt, diese mit einer zusätzlichen flüssig aufgetragenen Schutzschicht zu beschichten, welche von Zeit zu Zeit erneuert wird. Ebenfalls bekannt sind sogenannte Kantenschutzelemente in Form von Folien oder Profilleisten, welche an den exponierten Kanten angeklebt und bei Bedarf ausgetauscht werden.

Die WO 2016/075619 A1 (Polytech A/S) beschreibt beispielsweise eine U-förmige Schutzleiste aus einem Polymermaterial, welche mit Hilfe eines speziellen

Klebstoffs an der Nasenkante eines Rotorblatts durch Klebung befestigt wird.

Bekannte Systeme sind durchaus wirksam um Beschädigungen des Rotorblatts durch Regenerosion zu reduzieren. Die Erneuerung oder der Austausch von Schutzschichten und Kantenschutzelementen gestaltet sich aber relativ

aufwändig. Schutzschichten lassen sich kaum vor Ort erneuern, während sich verschlissene Kantenschutzelemente aufgrund der Verklebung meist nur schwer vom Rotorblatt lösen lassen.

Es besteht deshalb weiterhin das Bedürfnis, nach neuen und verbesserten

Lösungen, welche die vorstehend genannten Nachteile möglichst überwinden.

Darstellung der Erfindung

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, vorteilhafte Vorrichtungen und Verfahren bereitzustellen, welche es ermöglichen, die Oberflächen von

Rotorblättern, insbesondere bei Windkraftanlagen, zuverlässig und in möglichst einfacher Art und Weise zu schützen. Insbesondere soll es ermöglicht werden, Schutzelemente sicher auf einer Oberfläche eines Rotorblatts aufzubringen und möglichst einfach zu erneuern. Dies im Besonderen im Bereich von Kanten der Rotorblätter.

Überraschenderweise wurde gefunden, dass die erfindungsgemässe Aufgabe durch Vorrichtungen, Verfahren und Verwendungen gemäss den unabhängigen Ansprüchen gelöst werden kann.

Der Kern der Erfindung liegt daher im Besonderen darin, ein Schutzelement für ein Rotorblatt mittels einer form- und/oder kraftschlussfähigen Verbindungsvorrichtung am Rotorblatt anzubringen, wobei hierfür geeignete Schutzelemente, Rotorblätter, Verfahren und Verwendungen bereitgestellt werden.

Wie es sich gezeigt hat, ist es mit der vorliegenden Erfindung möglich,

Schutzelemente in einfacher Art und Weise lösbar an Rotorblättern zu befestigen, ohne dass hierfür eine stoffschlüssige Verbindung oder eine Verklebung zwischen Schutzelement und Rotorblatt notwendig wäre. Insbesondere erlaubt es die erfindungsgemässe Technik weitgehend unabhängig von

Umgebungsbedingungen jederzeit eine sichere und zuverlässige Verbindung zwischen Schutzelement und Rotorblatt herzustellen. Damit ist die Technik grundsätzlich auch geeignet für Anwendungen vor Ort unter klimatischen

Bedingungen, welche bei einem Verkleben gegebenenfalls problematisch wären, z.B. bei tiefen Temperaturen oder hohen Luftfeuchtigkeitswerten.

Zudem kann die form- und/oder kraftschlussfähige Verbindungsvorrichtung so ausgelegt werden, dass sie sich in einfacher Art und Weise lösen lässt. Dadurch wird es im Besonderen möglich, ein an einem Rotorblatt angebrachtes und verschlissenes Schutzelement jederzeit einfach, rasch und sauber zu lösen und anschliessend durch ein neues Schutzelement auszutauschen.

Insgesamt können aufgrund der vorliegenden Erfindung die Wartung von Geräten oder Anlagen mit Rotorblättern stark vereinfacht werden. Dies führt im

Besonderen zu kürzeren Ausfallzeiten der Anlagen, was aus ökonomischer Sicht vorteilhaft ist.

Dieser und weitere Aspekte der Erfindung sind im Folgenden beschrieben und Gegenstand der unabhängigen Ansprüche. Besonders bevorzugte

Ausführungsformen der Erfindung sind Gegenstand der abhängigen Ansprüche.

Wege zur Ausführung der Erfindung

In einem ersten Aspekt betrifft die Erfindung eine Verwendung einer form- und/oder kraftschlussfähigen Verbindungsvorrichtung zur Befestigung eines Schutzelements an einer Oberfläche eines Rotorblatts, insbesondere an einer Oberfläche eines Rotorblatts einer Windkraftanlage.

Unter dem Ausdruck "Windkraftanlage" wir vorliegend ein System verstanden, welches Windenergie in elektrische Energie umwandelt. Eine Windkraftanlage umfasst insbesondere einen Rotor mit einem oder mehreren Rotorblättern, welcher beim Umströmen mit Wind in Drehung versetzt wird und einen Generator antreibt. Beispielsweise handelt es sich bei der Windkraftanlage um einen

Auftriebsläufer mit horizontaler Rotationsachse und Rotor auf der Luvseite.

Das Rotorblatt kann grundsätzlich von beliebiger Grösse sein. Beispielsweise kann dieses eine Rotorblattlänge > 50 cm, > 2 m, > 10 m, > 20 m, > 40 m, > 50 m, oder > 75 m aufweisen.

Bei der Oberfläche des Rotorblatts kann es sich um jede beliebige Oberfläche handeln. Insbesondere handelt es sich um eine äussere Oberfläche, welche im Betrieb der Luft ausgesetzt ist und von dieser umströmt wird. Besonders

bevorzugt handelt es sich jedoch um einen Bereich einer Kante des Rotorblatts, insbesondere eine Nasenkante, eine Hinterkante und/oder eine Kante im Bereich der Rotorblattspitze. Die Nasenkante kann auch als Vorderkante bezeichnet werden und ist die in Bezug auf die vorgesehene Drehrichtung des Rotorblatts betrachtet vorderste Kante. Die Hinterkante ist entsprechend die in der

vorgesehenen Drehrichtung des Rotorblatts betrachtet hinterste Kante des

Rotorblatts. Die Rotorblattspitze ist das der Rotorblattwurzel, an welcher das Rotorblatt befestigt wird, entgegengesetzte Ende des Rotorblatts.

Eine "form- und/oder kraftschlussfähige Verbindungsvorrichtung" umfasst vorliegend insbesondere wenigstens zwei kraft- und/oder formschlüssig

verbindbare Verbindungsteile. Die wenigstens zwei Verbindungsteile sind entsprechend derart ausgelegt, dass sie ein form- und/oder kraftschlüssiges Zusammenwirken ermöglichen und insbesondere im verbundenen Zustand ohne zusätzlichen Massnahmen eine in alle Raumrichtungen stabile Verbindung bilden. Die form- und/oder kraftschlussfähige Verbindungsvorrichtung kann aus zwei, drei, vier oder noch mehr Verbindungsteilen bestehen, besonders bevorzugt besteht sie jedoch aus zwei Verbindungsteilen.

Formschlüssig verbindbare Verbindungsteile können durch ein Ineinandergreifen der mindestens zwei Verbindungsteile mechanisch verbunden werden.

Kraftschlüssige verbindbare Verbindungsteile werden durch das Einwirken einer Kraft so aneinandergepresst, dass Reibungskräfte ein Verschieben der

Verbindungsteile gegeneinander behindern. Grundsätzlich können die

Verbindungsteile zugleich form- als auch kraftschlüssig verbindbar ausgelegt sein. Die mehrteilige mechanische Verbindungsvorrichtung umfasst insbesondere keine lediglich stoffschlüssig verbindbaren Verbindungsteile.

Die Verbindungsteile sind bevorzugt lösbar ausgelegt. "Lösbar" meint vorliegend eine zerstörungsfreie Trennung der Verbindungsteile. Besonders bevorzugt sind die Verbindungsteile mehrfach verbindbar und mehrfach lösbar ausgelegt. Damit können beispielsweise Schutzelemente nach erfolgter Montage an einem

Rotorblatt entfernt, aufbereitet und später wieder am Rotorblatt montiert werden.

Bei einer unlösbaren Verbindungsvorrichtung ist die Verbindungsvorrichtung bevorzugt derart ausgebildet, dass ein am Schutzelement angeordnetes

Verbindungsteil beim Lösen zerstört wird, während ein am Rotorblatt

angeordnetes Verbindungsteil intakt bleibt. Hierfür kann das am Schutzelement angeordnete Verbindungsteil z.B. eine oder mehrere Sollbruchstellen aufweisen. Damit kann ein verschlissenes Schutzelement mehrfach ausgetauscht werden, ohne dass das dabei Verbindungsteil am Rotorblatt ersetzt werden muss.

Zwischen Schutzelement und Rotorblatt besteht im Besonderen keine unlösbare Verbindung und/oder keine direkte stoffschlüssige Verbindung.

Die Verbindungsvorrichtung kann im Speziellen werkzeuglos verbindbar und/oder lösbar ausgelegt sein. Damit kann insbesondere die Montage und Demontage des Schutzelements vereinfacht werden. Wenigstens ein erstes Verbindungsteil der Verbindungsvorrichtung ist oder wird jeweils am Schutzelement angeordnet, während wenigstens ein zweites

Verbindungsteil am Rotorblatt angeordnet wird oder ist. Die Verbindungsteile können am Schutzelement und am Rotorblatt befestigt werden und/oder als integrale Bestandteile des Schutzelements und/oder des Rotorblatt ausgebildet werden. Beispielsweise kann das Schutzelement bereits bei der Produktion mit einem entsprechenden Verbindungsteil versehen werden.

Ein am Rotorblatt angeordnetes Verbindungsteil wird in einer bevorzugten Ausführungsform als separates Teil am Rotorblatt befestigt. Damit kann ein Rotorblatt bei Bedarf sowohl mit herkömmlichen Schutzelementen als auch mit erfindungsgemässen Schutzelementen versehen werden.

Gemäss einer besonders vorteilhaften Ausführungsform wird ein am Rotorblatt angeordnetes Verbindungsteil als separates Teil auf einer äusseren Oberfläche des Rotorblatts befestigt. Dabei handelt es sich insbesondere um eine gewölbte Oberfläche, insbesondere in einem Bereich einer Kante des Rotorblatts, insbesondere im Bereich der Nasenkante. Das Verbindungsteil wird dabei bevorzugt so auf der äusseren Oberfläche des Rotorblatts angebracht, dass weder das Verbindungsteil noch andere Teile, wie z.B. Befestigungsmittel und/oder Tragvorrichtungen für das Verbindungsteil, in die äussere Oberfläche eindringen, die äussere Oberfläche durchdringen, in Innere Bereich des

Rotorblatts ragen und/oder im Innern des Rotorblatts vorliegen.

Im Besonderen wird oder ist das Verbindungsteil so auf der äusseren Oberfläche des Rotorblatts angebracht, dass keine Schrauben, Nieten, Stifte und/oder Einsätze, z.B. Metalleinsätze, in Bereiche unterhalb der äusseren Oberfläche des Rotorblatts und/oder in das Innere des Rotorblatts hineinragen oder darin angeordnet sind.

Die form- und/oder kraftschlussfähige Verbindungsvorrichtung ist im Besonderen ausschliesslich stoffschlüssig auf der Oberfläche des Rotorblatts angebracht. Damit bleiben die ursprüngliche Struktur des Rotorblatts und die ursprüngliche äussere Oberfläche des Rotorblatts vollständig intakt. Entsprechend besteht nicht die Gefahr, dass es zu strukturellen Schwächungen des Rotorblatts oder zu undichten Stellen an der Oberfläche des Rotorblatts kommt.

Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform wird das Schutzelement abgesehen von der form- und/oder kraftschlussfähigen Verbindungsvorrichtung ohne zusätzliche, mechanische Trag- und/oder Stützelemente, wie beispielsweise Tragplatten, direkt auf der Oberfläche des Rotorblatts befestigt.

Die Verbindungsvorrichtung umfasst mit Vorteil zwei Verbindungsteile, welche in verbundenem Zustand räumlich ineinandergreifen. Ein erstes Verbindungsteil ist dabei im Besonderen wenigstens bereichsweise, insbesondere vollständig, komplementär zum zweiten Verbindungsteil ausgebildet.

Beispielsweise kann die Verbindungsvorrichtung eine Schnappverbindung beinhalten. Diese kann beispielsweise so ausgestaltet werden, dass sich ein erstes Verbindungsteil beim Verbinden elastisch verformt und mit einem zweiten Verbindungsteil verhakt. Die Verhakung kann dabei lösbar oder unlösbar erfolgen.

Ebenfalls möglich sind z.B. Verbindungsvorrichtungen in Form einer Nut-Feder- Verbindung. Wenigstens eine Nut als erstes Verbindungsteil ist dabei zur

Aufnahme wenigstens einer im Verbindungsbereich komplementär ausgestalteten Feder ausgebildet. Beim Zusammenfügen entsteht eine form- und/oder

kraftschlüssige Verbindung.

In einer anderen Ausführungsform kann die Verbindungsvorrichtung auch eine Stiftverbindung umfassen. Hierbei können ein oder mehrere Stifte ein erstes Verbindungsteil bilden, welches in ein zweites Verbindungsteil mit einer oder mehreren Stiftaufnahmen eingreifen. Die Stifte und Stiftaufnahmen werden dabei bevorzugt derart dimensioniert und aufeinander abgestimmt, dass eine definierte kraft- und formschlüssige Verbindung entsteht.

In einer besonders bevorzugten Ausführungsform weist wenigstens ein

Verbindungsteil der Verbindungsvorrichtung eine oder mehrere an einer Oberfläche angeordnete und/oder von einer Oberfläche abstehende Strukturen auf. Bei den Strukturen handelt es sich im Besonderen um hakenförmige

Strukturen, widerhakenförmige Strukturen, Strukturen welche an ihren freien Enden auskragend ausgebildet sind, Ausnehmungen und/oder schlaufenartigen Strukturen. Strukturen welche an ihren freien Enden auskragend ausgebildet sind, sind z.B. pilzförmige Strukturen oder Strukturen, welche an ihren freien Enden pilzkopfförmig ausgebildet sind.

Die von einer Oberfläche abstehenden Strukturen sind dabei bevorzugt flexibel ausgelegt, so dass sie sich beim Verbinden der Verbindungsteile einfacher ineinander fügen lassen.

Im Besonderen verfügen ein am Schutzelement angeordnetes Verbindungsteil als auch ein am Rotorblatt angeordnetes Verbindungsteil über eine oder mehre von einer Grundfläche abstehende Strukturen, welche derart ausgebildet sind, dass sie in verbundenem Zustand formschlüssig ineinandergreifen und/oder ineinander verhaken.

Im Besonderen geeignet als Verbindungsvorrichtung ist beispielsweise ein

Klettverschluss. Klettverschlüsse werden teilweise auch als Haken & Flausch, Alfagrip, Velcro® oder Scratch® bezeichnet. Metallische Varianten sind z.B. als Metaklett bekannt.

Ein Klettverschluss ist eine bandförmige Verbindungsvorrichtung umfassend typischerweise zwei bandförmige Verbindungsteile, deren Oberflächen jeweils mit sich ineinander verhakenden und/oder ineinandergreifenden Strukturen versehen sind.

Bandförmige Verbindungsteile mit hakenförmigen Strukturen, widerhakenförmigen Strukturen und/oder Strukturen welche an ihren freien Enden auskragend ausgebildet sind, können auch als Hakenband oder Pilzkopfband bezeichnet werden. Bandförmige Verbindungsteile mit schlaufenartigen Strukturen werden auch als Veloursband oder Flauschband bezeichnet. An den beiden Verbindungsteilen können dabei jeweils die gleichen Strukturen vorliegen oder es liegen an den beiden Verbindungsteilen verschiedene

Strukturen vor. Beispielsweise können beide Verbindungsteile pilzkopfförmige Strukturen aufweisen, welche derart dimensioniert und angeordnet sind, dass sie sich beim Zusammenfügen formschlüssig verbinden. Es können aber auch an einem ersten Verbindungselement hakenförmige Strukturen, widerhakenförmige Strukturen und/oder Strukturen welche an ihren freien Enden auskragend ausgebildet sind, vorliegen, während an einem zweiten Verbindungsteil schlaufenartigen Strukturen vorliegen. Damit können sich die Strukturen des ersten Verbindungsteils in den schlaufenartigen Strukturen des zweiten

Verbindungsteils verhaken.

Klettverschlüsse können beispielsweise als textile Klettverschlüsse, metallische Klettverschlüsse oder hybride Varianten ausgebildet sein. Diese sind relativ einfach zu verbinden, wobei Verbindungen mit hoher Festigkeit erreicht werden, können aber bei Bedarf dennoch gezielt und mit relativ geringem Aufwand gelöst werden.

Besonders bevorzugt sind textile Klettverschlüsse. Diese basieren typischerweise auf Bändern auf Basis von Natur- und/oder Chemiefasern, im Besonderen

Polymerfasern, wie z.B. Polyamid-, Polyester-, Polyolefin- und/oder

Polyaramidfasern. Jeweils auf einer Vorderseite eines Bandes sind die ineinander verhakenden und/oder ineinandergreifenden Strukturen angeordnet, welche im Besonderen aus den gleichen Polymermaterialen bestehen. Rückseitig können die Bänder mit einem Drittelement, beispielsweise einem Schutzelement und/oder Rotorblatt, verbunden werden.

Der Vorteil von textilen Klettverschlüssen liegt in deren Flexibilität, welche eine Anordnung auf unebenen oder gekrümmten Oberflächen erleichtert. Dennoch werden hohe Festigkeiten und Dauerhaftigkeiten erreicht. Geeignete

Klettverschlüsse sind beispielsweise unter den Markennamen Velcro® oder 3M® erhältlich. io

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform handelt es sich beim

Klettverschluss um einen metallischen Klettverschluss und/oder einen

Klettverschluss umfassend metallische als auch textilen Verbindungsteile. Als Metall wird im Besonderen ein nichtrostendes Metall, beispielsweise

nichtrostender Stahl eingesetzt.

Ein metallischer Klettverschluss weist im Besonderen als erstes Verbindungsteil ein mit metallischen Hakenelementen besetztes Band auf, welches bevorzugt aus einem metallischen Material gefertigt ist. Ein zweites Verbindungsteil ist beispielsweise als ein metallisches Lochband und/oder ein textiles Flauschband ausgebildet. Bei Verwendung eines metallischen Lochbands als zweites

Verbindungsteil sind die metallischen Hakenelemente dabei bevorzugt in

Durchbrüchen des Lochbandes verrastbar.

Klettverschlüsse umfassend metallische Verbindungsteile werden auch als Metaklett bezeichnet und sind kommerziell erhältlich. Diese haben insbesondere den Vorteil, dass noch höhere Festigkeiten erreicht werden können. Dennoch ist wie bei textilen Klettverschlüssen eine einfache Lösbarkeit gegeben.

Gemäss einer vorteilhaften Ausführungsform ist oder wird wenigstens eines der Verbindungsteile der Verbindungsvorrichtung am Schutzelement und/oder am Rotorblatt befestigt. Die Befestigung erfolgt im Besonderen durch eine

stoffschlüssige Verbindung, beispielsweise durch Verschweissen und/oder Verkleben.

Besonders bevorzugt ist oder wird wenigstens eines der Verbindungsteile der form- und/oder kraftschlussfähigen Verbindungsvorrichtung am Schutzelement und/oder am Rotorblatt ausschliesslich stoffschlüssig befestigt, insbesondere mit einem Klebstoff oder durch Verkleben. Dies im Besonderen wenn es sich beim Verbindungsteil um einen Teil eines Klettverschlusses handelt. Dies gilt im Besonderen für ein am Rotorblatt befestigtes Verbindungsteil, welches bevorzugt auf einer äusseren Oberfläche des Rotorblatts befestigt wird. Damit kann das Verbindungsteil wie vorstehend erwähnt auf einer äussern Oberfläche des Rotorblatts befestigt werden, ohne die ursprüngliche äussere Oberfläche oder innere Bereiche des Rotorblatts zu schädigen oder zu verändern.

Beispielsweise kann ein Verbindungsteil der form- und/oder kraftschlussfähigen Verbindungsvorrichtung ausschliesslich stoffschlüssig am Rotorblatt angebracht sein und das Schutzelement, an welchem ein weiteres Verbindungsteil der form- und/oder kraftschlussfähigen Verbindungsvorrichtung angeordnet ist, z.B.

ebenfalls über eine ausschliesslich stoffschlüssige Befestigung, wird

ausschliesslich form- und/oder kraftschlüssig am Verbindungsteil welches am Rotorblatt angeordnet ist, befestigt.

Damit wird im Besonderen eine lösbare Befestigung des Schutzelements am Rotorblatt ermöglicht, ohne dass die ursprüngliche äussere Oberfläche oder innere Bereiche des Rotorblatts geschädigt oder verändert werden.

Besonders bevorzugt wird oder ist wenigstens eines der Verbindungsteile der Verbindungsvorrichtung mit einem Klebstoff am Schutzelement und/oder am Rotorblatt verklebt. Bevorzugt ist sowohl ein am Schutzelement als auch ein am Rotorblatt angebrachtes Verbindungsteil verklebt. Der Klebstoff ist im Besonderen ein Strukturklebstoff, bevorzugt ein zäher Klebstoff mit hohem E-Modul.

Der Klebstoff kann bei Bedarf mit einer Primerbeschichtung kombiniert werden. Dies insbesondere um die Haftung zu verbessern.

Der Klebstoff kann z.B. ausgewählt sein aus der Gruppe bestehend aus:

Polyurethanklebstoffen und Epoxyklebstoffen. Im Besonderen handelt es sich beim Klebstoff um einen Schmelzklebstoff. Geeignet sind ein-, zwei- oder mehrkomponentige Klebstoffe. Solche Klebstoffe haben sich für die vorliegende Anwendung als besonders geeignet herausgestellt, da sie eine mechanisch stark beanspruchbare und dauerhafte Verbindung der Verbindungsteile, insbesondere von herkömmlichen Klettverschlüssen, mit typischen Rotorblättern und/oder Schutzelementen ermöglichen.

Polyurethanklebstoffe basieren vorzugsweise auf Polyolen und Polyisocyanaten, wobei die Polyole im Besonderen eine Mischung aus unterschiedlichen Polyolen darstellen. Dies kann z.B. eine Mischung aus langkettigen Polyetherpolyolen und/oder Polyesterpolyolen mit niedermolekularen Di- und/oder Triolen sein, wie beispielsweise aliphatische Diole und/oder T riole mit weniger als 2 - 10 C- Atomen, insbesondere Butandiol. Geeignete Polyurethanklebstoffe sind

beispielsweise beschrieben in der WO 2012/084937 A1. Dabei können

beispielsweise die in der Tabelle 1 auf den Seiten 24 bis 25 gezeigten Klebstoffe, insbesondere die Beispiele 1 und 2, verwendet werden.

Als Epoxyklebstoffe werden insbesondere schlagzähigkeitsmodifizierte

Epoxydklebstoffe eingesetzt, wie sie z.B. in der WO 2014/072515 A1 allgemein beschrieben sind. Geeignet sind beispielsweise die 1 K- und 2K- Formulierungen auf den Seite 32, Zeile 29 bis Seite 34, Zeile 10.

Gemäss einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Klebstoff

Schmelzklebstoff. Dabei kann es sich beispielsweise um Polyurethan- Schmelzklebstoffe oder um Hybrid- oder Silan-funktionelle Schmelzklebstoffe handeln.

Im Besonderen handelt es sich um bei den Klebstoffen um Haft-Schmelzklebstoffe (auch als "PSA Hotmelt" oder "Pressure Sensitive Adhesive Hotmelt" bezeichnet), insbesondere basierend auf einem thermoplastischen Elastomer. Haft- Schmelzklebstoffe sind dauerklebrig, so dass durch einen Anpressdruck auch in erkalteten Zustand eine Klebeverbindung erzeugt werden kann.

Geeignete Haft-Schmelzklebstoffe sind übliche Haftschmelzklebstoff,

beispielsweise Haft-Schmelzklebstoffe auf Kautschuk-, Polyolefin- oder

(Meth)acrylat-Basis. Geeignet sind z.B. unter der Bezeichnung SikaMelt® bei Sika Deutschland erhältliche Haft-Schmelzklebstoffe, beispielsweise SikaMelt® 9209- HT.

Schmelzklebstoffe können im heissen Zustand auf die zu verklebenden Teile aufgetragen werden und stellen beim Abkühlen eine feste Verbindung her. Damit eignet sich diese Art Klebstoffe im Besonderen für Reparaturarbeiten, da sie sich schnell verarbeiten lassen und durch Erhitzung von den meisten Oberflächen nahezu rückstandlos entfernbar sind. Als überraschend vorteilhaft haben sich Schmelzklebstoffe vorliegend in Kombination mit Klettverschlüssen herausgestellt.

Haft-Schmelzklebstoffe sind aufgrund Ihrer Dauerklebrigkeit besonders geeignet, um vorgängig auf die Verbindungsteile aufgebracht zu werden, so dass diese auch zu einem späteren Zeitpunkt mit dem Schutzelement und/oder dem

Rotorblatt verklebt werden können. Gemäss einer besonders bevorzugten

Ausführungsform wird daher das wenigstens eine Verbindungsteil, das

Schutzelement und/oder das Rotorblatt mit einem Haft-Schmelzklebstoff beschichtet. Im Besonderen wird wenigstens eines, bevorzugt alle, der

Verbindungsteile mit einem Haft-Schmelzklebstoff beschichtet. Dabei handelt es sich besonders bevorzugt um einen Bestandteil eines Klettverschlusses.

Weiter kann es vorteilhaft sein, wenn ein auf einem Verbindungteil, einem

Schutzelement und/oder einem Rotorblatt aufgetragener Haft-Schmelzklebstoff mit einer Schutzbeschichtung versehen wird. Die Schutzbeschichtung kann z.B. eine Schutzfolie oder ein Trennpapier sein, beispielsweise silikonisiertes Papier. Dies verhindert ein ungewolltes Verkleben vor der eigentlichen Montage. Bei der Montage kann die Schutzbeschichtung dann in einfacher Art und Weise

abgezogen werden.

Das Schutzelement umfasst bevorzugt ein Kunststoffmaterial, ein metallisches Material und/oder ein Kompositmaterial oder das Schutzelement besteht aus einem solchen Material. Bevorzugt handelt es sich um ein Kunststoffmaterial, im Besonderen um ein polymeres Material. Geeignet sind z.B. Polyurethan, im

Speziellen Polyether-basierte Polyurethane. Das Schutzelement kann grundsätzlich beliebig geformt sein. Bevorzugt handelt es sich um ein gewölbtes Element, bei welchem insbesondere eine konvexe Oberfläche einer konkaven Oberfläche gegenüberliegt.

Bevorzugt ist die Wölbung der dem Rotorblatt zugewandten Oberfläche des Schutzelements im Wesentlichen komplementär zur Wölbung eines Bereichs des Rotorblatts an welchem das Schutzelement befestigt wird oder ist.

Typischerweise ist das Schutzelement ein flächiges Element. Dies bedeutet insbesondere, dass eine Länge und eine Breite des Schutzelements mindestens um ein mehrfaches, insbesondere 2 mal, bevorzugt 5 mal, im Speziellen 10 mal, grösser ist als eine Dicke des Schutzelements. Das Schutzelement ist

insbesondere ein formstabiles Element oder es ist derart ausgebildet, dass es seine Form unabhängig von seiner Lage behält.

Bevorzugt ist wenigstens ein Kantenbereich des Schutzelements abgerundet und/oder eine Dicke des gewölbten Elements verjüngt sich in Richtung zum Kantenbereich des gewölbten Elements. Insbesondere sind alle Kantenbereiche abgerundet und/oder verjüngt ausgebildet. Damit können insbesondere unerwünschte Turbulenzen am Rotorblatt vermieden werden.

Im Besonderen ist das Schutzelement ein Kantenschutzelement. Ein

Kantenschutzelement ist zum Schutz eine Kante eines Rotorblatts vorgesehen und wird im Bereich einer Kante angeordnet. Bevorzugt handelt es sich um ein Nasenkantenschutzelement oder ein Vorderkantenschutzelement. Es kann sich aber auch um ein Hinterkantenschutzelement oder ein Kantenschutzelement für den Bereich der Rotorblattspitze handeln. Auch kann das Kantenschutzelement als Schutzelement für mehrere Kanten des Rotorblatt zugleich ausgelegt sein, beispielsweise indem es sich von der Vorderkante über die Blattspitzenkante und gegebenenfalls bis zur Hinterkante erstreckt. Gemäss einer Bevorzugten Ausführungsform liegt das Schutzelement als

Profilleiste, insbesondere als U-förmige Profilleiste, vor. Solche Profilleisten weisen eine konkave gewölbte Innenseite auf. Mit dieses können Sie in flächigem Kontakt auf die typischerweise konvexe Wölbung des Kantenbereichs eines Rotorblatts aufgelegt werden. Eine gegenüberliegende Aussenseite der U- förmigen Profilleiste ist entsprechend konvex gewölbt.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist wenigstens ein Längskantenbereich der U-förmigen Profilleiste abgerundet ausgebildet und/oder eine Dicke der U- förmigen Profilleiste im Längskantenbereich verjüngt sich in Richtung des freien Endes des Längskantenbereichs. Insbesondere sind beide Längskantenbereiche abgerundet und/oder verjüngt ausgebildet.

Bevorzugt ist die Wölbung der konkaven Innenseite der U-förmigen Profilleiste im Wesentlichen komplementär zur Wölbung eines Kantenbereichs des Rotorblatts an welchem die U-förmigen Profilleiste befestigt wird oder ist.

Eine Länge des Schutzelements, insbesondere einer U-förmigen Profilleiste, beträgt insbesondere wenigstens 25%, beispielswiese wenigstens 50%, im

Besonderen wenigstens 75% oder wenigstens 90%, der Länge einer Nasenkante und/oder Hinterkante des Rotorblatts.

Besonders bevorzugt ist oder wird wenigstens ein Verbindungsteil der

Verbindungsvorrichtung an einer Oberfläche des Schutzelements befestigt, insbesondere an einer konkaven Oberfläche eines gewölbten Elements, besonders bevorzugt an der konkaven Innenseite einer U-förmigen Profilleiste.

Dabei handelt es sich bevorzugt um ein Verbindungsteil wie es vorstehend beschrieben ist, insbesondere um einen Verbindungsteil eines Klettverschlusses, beispielsweise ein Hakenband, Pilzkopfband oder Schlaufenband. Das

Verbindungsteil erstreckt sich dabei insgesamt bevorzugt über wenigstens 25%, beispielswiese wenigstens 50%, im Besonderen wenigstens 75% oder wenigstens 90%, einer Länge des Schutzelements, insbesondere der Länge einer U-förmigen Profilleiste. Befestigt wird oder ist das Verbindungsteil bevorzugt mit einem

Klebstoff, insbesondere einem Schmelzklebstoff, im Speziellen einem Haft- Schmelzklebstoff, wie er vorstehend beschrieben ist.

Weiter ist es bevorzugt wenn an einer Oberfläche des Rotorblatts, insbesondere in einen Kantenbereich des Rotorblatts, wenigstens ein Verbindungsteil der

Verbindungsvorrichtung angeordnet ist oder wird, welches zu Herstellung einer form- und/oder kraftschlüssige Verbindung mit einem an einem Schutzelement angeordneten Verbindungsteil ausgelegt ist.

Dabei handelt es sich insbesondere um einen Verbindungsteil eines

Klettverschlusses, beispielsweise ein Hakenband, Pilzkopfband oder

Schlaufenband.

Das Verbindungsteil erstreckt sich dabei insgesamt bevorzugt über wenigstens 25%, beispielswiese wenigstens 50%, im Besonderen wenigstens 75% oder wenigstens 90%, einer Länge einer Nasenkante und/oder Hinterkante des

Rotorblatts. Befestigt wird oder ist das Verbindungsteil wie beim Schutzelement bevorzugt mit einem Klebstoff, insbesondere einem Schmelzklebstoff, im

Speziellen einem Haft-Schmelzklebstoff, wie er vorstehend beschrieben ist.

Ebenfalls Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Anbringen eines Schutzelements an einer Oberfläche eines Rotorblatts, insbesondere eines Rotorblatts einer Windkraftanlage, umfassend die folgenden Schritte: a) Bereitstellen eines Schutzelements umfassend wenigstens ein erstes

Verbindungsteil einer form- und/oder kraftschlussfähigen

Verbindungsvorrichtung; b) Bereitstellen eines Rotorblatts welches über wenigstens ein zweites

Verbindungsteil einer form- und/oder kraftschlussfähigen

Verbindungsvorrichtung verfügt, wobei das zweite Verbindungsteil mit dem ersten Verbindungsteil kraft- und/oder formschlüssig verbindbar ist; c) Anbringen des Schutzelements am Rotorblatt durch Zusammenfügen der wenigstens zwei Verbindungsteile unter Ausbildung einer kraft- und/oder formschlüssigen Verbindung.

Das Schutzelement, das Rotorblatt, die Verbindungsvorrichtung und die

Verbindungsteile sind dabei wie vorstehend beschrieben definiert und werden insbesondere gemäss den vorstehend beschriebenen vorteilhaften

Ausführungsformen ausgestaltet, angeordnet und/oder verbunden.

Bei der Verbindungsvorrichtung handelt sich besonders bevorzugt um einen Klettverschluss wie er oben beschrieben ist, während das Schutzelement bevorzugt eine wie oben beschriebene U-förmige Profilleiste darstellt.

Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform umfasst Schritt a) die Anbringung des ersten Verbindungsteils am Schutzelement, insbesondere durch eine stoffschlüssige Verbindung, bevorzugt mit einem Klebstoff, wie er vorstehend beschrieben wurde, besonders bevorzugt einem Schmelzklebstoff.

Insbesondere umfasst das Verfahren in Schritt b) die Anbringung des zweiten Verbindungsteils am Rotorblatt, insbesondere durch eine stoffschlüssige

Verbindung, bevorzugt mit einem Klebstoff, wie er vorstehend beschrieben ist besonders bevorzugt einem Schmelzklebstoff. Damit kann ein Rotorblatt unmittelbar nach der Herstellung in einfacher Art und Weise für die

erfindungsgemässe Befestigung von Schutzelementen vorbereitet werden. Auch möglich ist mit dieser Methode ein späteres Nachrüsten von bereits in Betrieb stehenden Rotorblätter im Rahmen von Wartungs- und Reparaturarbeiten.

Zusätzlich oder alternativ kann Schritt b) die Entfernung eines zu ersetzenden und am Rotorblatt angebrachten Schutzelements beinhalten. Dies insbesondere im Rahmen von Wartungs- und/oder Reparaturarbeiten. Das zu ersetzende

Schutzelement kann dann in Schritt c) durch ein neues und/oder aufbereitetes Schutzelement ersetzt werden. Die Anbringung der Verbindungsteile am Schutzelement und/oder am Rotorblatt kann beispielsweise in einer Produktions- oder Reparaturstätte, z.B. direkt bei der Herstellung und/oder vor Art, beispielsweise bei einer Windkraftanlage, erfolgen.

Ein weiterer Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft eine Anordnung

beinhaltend ein Rotorblatt, insbesondere ein Rotorblatt einer Windkraftanlage, umfassend ein an einer Oberfläche des Rotorblatts befestigbares oder

aufgebrachtes Schutzelement welches durch eine form- und/oder

kraftschlussfähige Verbindungsvorrichtung am Rotorblatt befestigbar oder befestigt ist. Das Schutzelement, das Rotorblatt, die Verbindungsvorrichtung und die Verbindungsteile sind dabei wie vorstehend beschrieben definiert und werden insbesondere gemäss den vorstehend beschriebenen vorteilhaften

Ausführungsformen ausgestaltet, angeordnet und/oder verbunden. Bevorzugt ist das Schutzelement dabei am Rotorblatt befestigt.

Im Besonderen ist die Anordnung durch ein vorstehend beschriebenes Verfahren erhältlich.

Ein zusätzlicher Aspekt der vorliegenden Erfindung betrifft ein Schutzelement für ein Rotorblatt, insbesondere ein Rotorblatt einer Windkraftanlage, umfassend wenigstens ein form- und/oder kraftschlussfähiges Verbindungsteil zum Anbringen des Schutzelements an einem Rotorblatt. Das Schutzelement ist wie vorstehend beschrieben, insbesondere gemäss den vorteilhaften Ausführungsformen, ausgebildet.

Im Besonderen liegt das Schutzelement als Profilleiste, insbesondere als U- förmige Profilleiste, vor, wie sie oben beschrieben ist.

Besonders bevorzugt ist wenigstens ein Verbindungsteil der

Verbindungsvorrichtung an einer Oberfläche des Schutzelements befestigt, insbesondere an einer konkaven Oberfläche eines gewölbten Elements, besonders bevorzugt an der konkaven Innenseite einer U-förmigen Profilleiste. Beim Verbindungsteil handelt es sich insbesondere um einen Verbindungsteil eines Klettverschlusses, beispielsweise ein Hakenband, Pilzkopfband oder Schlaufenband.

Das Verbindungsteil erstreckt sich dabei insgesamt bevorzugt über wenigstens 25%, beispielswiese wenigstens 50%, im Besonderen wenigstens 75% oder wenigstens 90%, einer Länge des Schutzelements, insbesondere der Länge einer U-förmigen Profilleiste.

Bevorzugt ist das Verbindungsteil mit einem Klebstoff, insbesondere einem

Schmelzklebstoff, wie er vorstehend beschrieben ist, am Schutzelement befestigt.

Das wenigstens eine Verbindungsteil der Verbindungsvorrichtung muss aber nicht zwingend bereits am Schutzelement befestigt sein. Eine ebenfalls vorteilhaften Ausführungsform beinhaltet ein Set umfassend das Schutzelement und das wenigstens eine Verbindungsteil einer Verbindungsvorrichtung. Einem solchen Set können weitere Teile beiliegen, wie z.B. ein weiteres Verbindungsteil einer

Verbindungsvorrichtung, welches zur Montage an einem Rotorblatt vorgesehen ist, ein Klebstoff, Montagehilfen und dergleichen.

Im Speziellen kann das wenigstens eine Verbindungsteil der

Verbindungsvorrichtung auf einer Seite welche zur Montage auf dem

Schutzelement vorgesehen ist, mit einem Klebstoff, insbesondere einem

Schmelzklebstoff, beschichtet sein. Damit kann das wenigstens eine

Verbindungsteil bei der Verwendung in einfacher Art und Weise am

Schutzelement angebracht werden.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Schutzelements und des wenigsten einen Verbindungsteils sind den vorstehenden Ausführungen zu entnehmen.

In einem weiteren Aspekt betriff die Erfindung ein Rotorblatt, insbesondere ein Rotorblatt einer Windkraftanlage, umfassend wenigstens ein form- und/oder kraftschlussfähiges Verbindungsteil zum Anbringen eines Schutzelements am Rotorblatt. Das Rotorblatt ist wie vorstehend beschrieben, insbesondere gemäss den vorteilhaften Ausführungsformen, ausgebildet.

Bevorzugt ist das wenigstens eine Verbindungsteil der Verbindungsvorrichtung an einer Oberfläche des Rotorblatts, insbesondere in einen Kantenbereich des Rotorblatts, bevorzugt im Nasenkantenbereich, angeordnet.

Dabei handelt es sich insbesondere um einen Verbindungsteil eines

Klettverschlusses, beispielsweise ein Hakenband, Pilzkopfband oder

Schlaufenband. Das Verbindungsteil erstreckt sich insgesamt bevorzugt über wenigstens 25%, beispielswiese wenigstens 50%, im Besonderen wenigstens 75% oder wenigstens 90%, einer Länge einer Nasenkante und/oder Hinterkante des Rotorblatts.

Befestigt ist das Verbindungsteil bevorzugt mit einem Klebstoff, insbesondere einem Schmelzklebstoff, wie er vorstehend beschrieben ist.

Das wenigstens eine Verbindungsteil der Verbindungsvorrichtung muss aber nicht zwingend bereits am Rotorblatt befestigt sein. Eine ebenfalls vorteilhafte

Ausführungsform beinhaltet ein Set umfassend das Rotorblatt und das wenigstens eine Verbindungsteil einer Verbindungsvorrichtung. Einem solchen Set können weitere Teile beiliegen, wie z.B. ein weiteres Verbindungsteil einer

Verbindungsvorrichtung, welches zur Montage an einem Schutzelement vorgesehen ist, ein Klebstoff, Montagehilfen und dergleichen.

Im Speziellen kann das wenigstens eine Verbindungsteil der

Verbindungsvorrichtung auf einer Seite welche zur Montage auf dem Rotorblatt vorgesehen ist, mit einem Klebstoff, insbesondere einem Schmelzklebstoff, beschichtet sein. Damit kann das wenigstens eine Verbindungsteil bei der

Verwendung in einfacher Art und Weise am Rotorblatt angebracht werden.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen des Rotorblatts und des wenigsten einen Verbindungsteils sind den vorstehenden Ausführungen zu entnehmen. Schliesslich bezieht sich die vorliegende Erfindung auf eine Windkraftanlage umfassend ein Rotorblatt, ein Schutzelement und/oder eine Anordnung, wie sie vorstehend beschrieben sind.

Die nachfolgenden Ausführungsbeispiele verdeutlichen die Erfindung weiter.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Die zur Erläuterung der Ausführungsbeispiele verwendeten Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 Eine perspektivische Ansicht eines Schutzelements für eine Nasenkante eines Rotorblatts in Form einer U-förmigen Profilleiste mit einem an der konkaven Seite angebrachten Flakenband eines Klettverschlusses;

Fig. 2 Eine Aufsicht auf das vordere Ende des Schutzelements aus Fig. 1 ;

Fig. 3 Einen Querschnitt durch ein Rotorblatt einer Windkraftanlage entlang einer Linie von der Nasenkante zur Hinterkante mit einem im Bereich der Nasenkante angeordneten Flauschband eines Klettverschlusses;

Fig. 4 Einen Ausschnitt eines Querschnitts durch eine Anordnung in welcher das Schutzelement aus Fig. 1 an der Nasenkante des Rotorblatts aus Fig. 3 befestigt ist;

Fig. 5 Eine schematische Darstellung einer Windkraftanlage mit einem Rotor umfassend erfindungsgemässe Rotorblätter mit Schutzelementen.

Grundsätzlich sind in den Figuren gleiche Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Ausführungsbeispiele

Fig. 1 zeigt ein Schutzelement 10 in Form eines Kantenschutzelements für ein Rotorblatt einer Windkraftanlage in perspektivischer Ansicht. Das Schutzelement 10 besteht aus einer U-förmigen Profilleiste 1 1 , z.B. aus einem Polyether basierten Polyurethan. Die konkave Innenseite der Profilleiste 1 1 ist vollflächig mit einem Hakenband 20 eines textilen Klettverschlusses, beispielsweise der Marke Velcro®, ausgekleidet. Das Hakenband verfügt dabei über nicht näher dargestellte hakenförmige Strukturen, welche auf einem textilen Band angeordnet sind und von diesem abstehen. Das Hakenband 20 ist durch einen nicht dargestellten Klebstoff, beispielsweise einen Haft-Schmelzklebstoff vom Typ SikaMelt®, vollflächig mit der Profilleiste verklebt.

Fig. 2 zeigt das Schutzelement aus Fig. 1 von der Seite in Richtung der

Längsachse des Schutzelements. Wie in Fig. 2 ersichtlich, sind die freien Enden 12, 13 der beiden Schenkel des U-förmigen Profils 1 1 abgerundet.

Fig. 3 zeigt einen Querschnitt durch ein Rotorblatt 30 einer Windkraftanlage entlang einer Linie von der Vorderkante 31 bzw. Nasenkante zur Hinterkante 32 des Rotorblatts 30. Die Vorderkante 31 weist dabei eine grössere Krümmung auf als die Hinterkante 32. Im Bereich der Vorderkante 31 des Rotorblatts ist ein Flauschband 21 eines textilen Klettverschlusses angebracht, z.B. der Marke Velcro®. Das Flauschband verfügt dabei über schlaufenförmige Strukturen die auf einem textilen Band angeordnet sind und von diesem abstehen. Das Flauschband 21 ist flächig mit einem nicht dargestellten Klebstoff auf der konvex gekrümmten Oberfläche der Vorderkante verklebt. Der Klebstoff ist z.B. der Selbe wie beim Kantenschutzelement 10 aus Fig. 1.

Fig. 4 zeigt in stark überhöhter Darstellung einen Ausschnitt eines Querschnitts einer Anordnung bei welcher das Schutzelement 10 aus Fig. 1 an der Vorderkante 31 des Rotorblatts 30 aus Fig. 3 befestigt ist. Dabei greifen die hakenförmigen Strukturen des Hakenbands 20 am Schutzelement 10 formschlüssig in die schlaufenartigen Strukturen des Flauschbands 21 am Rotorblatt 30. Das

Hakenband 20 bildet dabei ein erstes Verbindungsteil und das Flauschband 21 ein zweites Verbindungsteil einer Verbindungsvorrichtung 22 in Form eines

Klettverschlusses. Die Verbindung zwischen Schutzelement 10 und Rotorblatt 30 lässt sich durch entsprechenden Zug am Schutzelement 10 lösen, beispielsweise wenn das Schutzelement 10 verschliessen ist. Sodann kann ein neues Schutzelement montiert werden.

Fig. 5 zeigt schematisch eine Windkraftanlage 40 mit einem Rotor 41 mit drei Rotorblättern, welcher beim Umströmen mit Wind in Pfeilrichtung in Drehung versetzt wird und einen nicht dargestellten Generator antreibt. Dabei handelt es sich um einen Auftriebsläufer mit horizontaler Rotationsachse und Rotor 41 auf der Luvseite. Der Rotor 41 besteht aus drei Rotorblättern 30 mit an den

Nasenkanten 31 montierten Schutzelementen 10, wie sie in den vorangehenden Figuren gezeigt sind.

Die vorstehend beschriebenen Ausführungsformen sind jedoch lediglich als illustrative Beispiele zu verstehen, welche im Rahmen der Erfindung beliebig abgewandelt werden können.

So ist es beispielsweise möglich, zusätzlich oder anstelle eines Klettverschlusses eine andere Verbindungsvorrichtung, z.B. in Form einer Stiftverbindung vorzusehen. Hierbei können z.B. anstelle des Hakenbandes an der konkaven Innenseite der Profilleiste des Schutzelements 10 mehrere abstehende Stifte vorgesehen werden, welche auf einem verklebbaren Trägerband angeordnet sein können. Anstelle des Flauschbandes 21 können dann am Rotorblatt mehrere komplementäre Stiftaufnahmen angebracht werden, z.B. auf einem Trägerband, welche insbesondere ein form- und kraftschlüssiges Eingreifen der Stifte ermöglichen.

Anstelle der zwei unterschiedlichen Verbindungsteile 20, 21 können z.B. am Schutzelement 10 und am Rotorblatt 30 auch Pilzkopfbänder eingesetzt werden, welche identisch sein können. Die pilzkopfförmigen Strukturen des einen

Pilzkopfbands hintergreifen in verbundenen Zustand dann die pilzkopfförmigen Strukturen am zweiten Pilzkopfband, was eine formschlüssige Verbindung ergibt. Auch möglich ist es grundsätzlich, das Hakenband 20 und/oder das Flauschband 21 , bzw. andere Verbindungsteile der Verbindungsvorrichtung, als integrale Bestandteile des Schutzelements 10 oder des Rotorblatts 30 auszubilden. In diesen Fällen kann entsprechend auf eine Verklebung verzichtet werden.

Auch können die Verbindungsteile nur abschnittsweise am Schutzelement 10 bzw. der Profilleiste 1 1 und/oder am Rotorblatt 30 angebracht werden. Mit anderen Worten können mehrere Verbindungsteile in regelmässigen oder unregelmässigen Abständen, beispielsweise an speziellen Montagepunkten, am Schutzelement und/oder Rotorblatt angeordnet werden.

Anstelle oder zusätzlich zum Schutzelement 10 mit einer U-förmigen Profilleiste 1 1 kann prinzipiell auch ein anders ausgestaltetes Schutzelement vorgesehen werden, welches z.B. zum Schutz der Hinterkante 31 des Rotorblatts 30 oder zum Schutz eines Bereichs zwischen den Kanten auf der Rotorblattoberseite oder der Rotorblattunterseite ausgelegt ist.