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Title:
ROTOR FOR AN ELECTRIC MACHINE WITH INTEGRATED RADIAL AND AXIAL VIBRATION ABSORBER
Document Type and Number:
WIPO Patent Application WO/2019/192805
Kind Code:
A1
Abstract:
The invention relates to a rotor (10) for arranging in an electrical machine, comprising a hollow-cylinder-shaped laminated core carrier (12), on the outer peripheral surface (16) of which a laminated rotor core (14) can be arranged, an end-face flange (20) being arranged at each axial end (18) of the laminated core carrier (12), each end-face flange (20) having a shaft journal (22) for supporting the rotor (10), and a radial vibration absorber (26) and an axial vibration absorber (28) are arranged and/or formed in the hollow-cylinder-shaped laminated core carrier (12).

Inventors:
FRÖHLICH, Holger (Fagottstrasse 15, Berlin, 13127, DE)
Application Number:
EP2019/056078
Publication Date:
October 10, 2019
Filing Date:
March 12, 2019
Export Citation:
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Assignee:
CPT ZWEI GMBH (Vahrenwalder Straße 9, Hannover, 30165, DE)
International Classes:
H02K1/30; H02K7/00
Foreign References:
US5306123A1994-04-26
JP2008236960A2008-10-02
CN204068623U2014-12-31
US20070177978A12007-08-02
US20100225121A12010-09-09
Attorney, Agent or Firm:
WALDMANN, Alexander (Postfach 22 16 39, München, 80506, DE)
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Claims:
Patentansprüche

1. Rotor (10) zur Anordnung in einer elektrischen Maschine, mit einem hohlzylinderförmig ausgebildeten Blechpaketträger

(12), auf dessen äußerer Umfangsfläche (16) ein Rotorblechpaket (14) anordbar ist, und an den jeweiligen axialen Ende (18) des Blechpaketträgers (12) jeweils ein Stirnflansch (20) angeordnet ist, wobei der jeweilige Stirnflansch (20) einen Wellenzapfen (22) zur Lagerung des Rotors (10) aufweist, und

in dem hohlzylinderförmig ausgebildeten Blechpaketträger (12) ein Radialschwingungstilger (26) und ein

Axialschwingungstilger (28) angeordnet und/oder ausgebildet ist .

2. Rotor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Radialschwingungstilger (26) ein gummielastisches Element (30) mit wenigstens einer in dem gummielastischen Element (30) angeordneten und/oder eingebetteten ersten Tilgermasse (32) umfasst .

3. Rotor nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Tilgermasse (32) innerhalb des gummielastischen Elements (30) in axialer Richtung des Rotors (10) und in radialer Richtung des Rotors (10) gehalten ist, wobei das gummielastische Element (30) in Folge einer Rotation des Rotors (10) um die Rotordrehachse (24) zumindest abschnittsweise in radialer Richtung (33) schwingen kann, und die erste Tilgermasse (32) in radialer Richtung schwingt .

4. Rotor nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Tilgermasse (32) Stoffschlüssig und/oder formschlüssig in dem gummielastischen Element (30) angeordnet ist.

5. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch

gekennzeichnet, dass der Radialschwingungstilger (26) in einem Längsschnitt durch den Rotor (10) eine geradlinige Ausgestaltung aufweist und zwischen den Stirnflanschen (20) verspannt ist.

6. Rotor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch

gekennzeichnet, dass der Radialschwingungstilger (26) im einem Längsschnitt durch den Rotor (10) eine hantelförmige

Ausgestaltung aufweist.

7. Rotor nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Radialschwingungstilger (26)

stoffschlüssig und/oder formschlüssig in dem Blechpaketträger (12) angeordnet ist und/oder mit einer inneren Mantelfläche (41) des Blechpaketträgers (12) verbunden ist.

8. Rotor nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch

gekennzeichnet, dass der Axialschwingungstilger (28) eine innerhalb des gummielastischen Elements (30) zu den Wellenzapfen (22) koaxial verlaufende Führungshülse (34) umfasst, in der eine zweite Tilgermasse (36) gegen Dämpfungselemente (38) in axialer Richtung (40) verlagerbar ist.

9. Rotor nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Führungshülse (34) mit dem gummielastischen Element (30) stoffschlüssig und/oder kraftschlüssig verbunden ist.

10. Elektrische Maschine mit einem Rotor (10) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.

Description:
Beschreibung

Rotor für eine elektrische Maschine mit integriertem Radial- und AxialSchwingungstilger

Die Erfindung betrifft einen Rotor zur Anordnung in einer elektrischen Maschine, wobei der Rotor einen integrierten Axialschwingungstilger und integrierten

Radialschwingungstilger aufweist. Die Erfindung betrifft zudem eine elektrische Maschine mit dem erfindungsgemäßen Rotor.

Elektrische Maschinen mit einem Rotor sind allgemein bekannt . Die bekannten elektrischen Maschinen weisen in der Regel einen Stator und einen in dem Stator um eine Rotordrehachse rotierbaren Rotor auf .

Weiterhin ist bekannt, dass während des Betriebes in der Rotorwelle des Rotors fortwährend Biegeschwingungen entstehen können. Ursachen dafür können vor allem größere Änderungen der Wellendrehzahl beim Beschleunigen und Bremsen sein. Ebenso kann aber auch eine Unwucht des Rotors Biegeschwingungen auslösen. Es sind daher ebenfalls Rotoren mit einem Schwingungsdämpfer bekannt, um gefährliche Drehschwingungen in der drehbaren Welle der elektrischen Maschine während eines Startvorgangs, eines Ausstellvorgangs oder im normalen Betrieb der elektrischen Maschine zu vermeiden bzw. zu reduzieren.

Des Weiteren ist es nicht auszuschließen, dass neben

Biegeschwingungen auch Schwingungen in axialer Richtung des Rotors auftreten können, die Beeinträchtigungen auf die elektrische Maschine bzw. auf ein Kraftfahrzeug haben können.

Aus der US 2010/0225121 Al ist beispielsweise eine rotierende elektrische Maschine bekannt, bei der ein Drehschwingungsdämpfer in die rotierende elektrische Maschine integriert ist. Die elektrische Maschine weist ein Rotorblechpaket mit einem ersten Ende und einem zweiten Ende auf. Der integrierte

Drehschwingungsdämpfer besteht aus einer drehelastischen Kupplung und einem Torsionsdämpfer und sorgt für eine mechanische Dämpfung. Der integrierte Drehschwingungsdämpfer ist an der drehbaren Welle der elektrischen Maschine durch einen Flansch befestigt. Das Rotorblechpaket ist mit dem ersten Ende an dem integrierten Torsionsschwingungsdämpfer durch geeignete

Strukturelemente, wie etwa einen Montageflansch, befestigt und ist nicht direkt an der drehbaren Welle fest angebracht.

Nachteilig bei dem bekannten Rotor bzw. der bekannten

elektrischen Maschine ist der erhöhte Bauraumbedarf in axialer Richtung, da der Drehschwingungsdämpfer in axialer Richtung auf das Rotorblechpaket angeflanscht ist und somit einen

entsprechend großen Bauraum in Längsrichtung der elektrischen Maschine erfordert.

Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Rotor für eine elektrische Maschine mit erhöhten Laufeigenschaften bereitzustellen, der einen reduzierten Bauraumbedarf aufweist.

Die Aufgabe wird gelöst durch den Gegenstand des unabhängigen Patentanspruchs. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen, der Beschreibung und den Zeichnungen angegeben, wobei jedes Merkmal sowohl einzeln als auch in Kombination einen Aspekt der Erfindung darstellen kann.

Erfindungsgemäß ist ein Rotor zur Anordnung in einer elektrischen Maschine vorgesehen, mit einem hohlzylinderförmig ausgebildeten Blechpaketträger, auf dessen äußerer Umfangsfläche ein

Rotorblechpaket anordbar ist, und an den jeweiligen axialen Ende des Blechpaketträgers jeweils ein Stirnflansch angeordnet ist, wobei der jeweilige Stirnflansch einen Wellenzapfen zur Lagerung des Rotors aufweist, und in dem hohlzylinderförmig ausgebildeten Blechpaketträger ein Radialschwingungstilger und ein

Axialschwingungstilger angeordnet und/oder ausgebildet ist.

Mit anderen Worten ist es ein Aspekt der Erfindung, einen Rotor für eine elektrische Maschine bereitzustellen, der einen hohlzylinderförmig ausgebildeten Blechpaketträger aufweist. Dies kann beispielsweise eine Rotorhohlwelle sein. Auf dem Blechpaketträger ist wenigstens ein Rotorblechpaket anordbar und/oder angeordnet. Somit kann das Rotorblechpaket vorzugsweise drehfest auf dem Blechpaketträger angeordnet sein und ein Drehmoment auf den Blechpaketträger übertragen. An den jeweiligen axialen Enden des Blechpaketträgers ist ein

Stirnflansch angeordnet, wobei jeder Stirnflansch einen

Wellenzapfen aufweist, der in der Regel koaxial zur

Rotordrehachse ausgebildet ist.

Innerhalb des hohlzylinderförmig ausgebildeten

Blechpaketträgers, bzw. der Rotorhohlwelle sind der

Radialschwingungstilger und der Axialschwingungstilger angeordnet. Über den Radialschwingungstilger können Schwingung, die vorzugsweise im Wesentlichen senkrecht zur Rotorachse des Rotors wirken, gedämpft werden. Über den Axialschwingungstilger können Stöße und/oder Schwingungen, die vorzugsweise im

Wesentlichen parallel zur Längsrichtung bzw. Rotorachse des Rotors wirken, reduziert werden . Der Radialschwingungstilger und der Axialschwingungstilger wirken unmittelbar am Rotor bzw. an der Rotorhohlwelle, so dass der Radialschwingungstilger und der Axialschwingungstilger unerwünschte Schwingungen und/oder Geräusche am Ort der Entstehung reduzieren und somit die Laufeigenschaften des Rotors positiv beeinflussen können. Die die Geräusche verursachenden Eigenschwingungen des Rotors können auf den Radialschwingungstilger und/oder den Axialschwingungstilger übertragen werden. Die Auslegung des Radialschwingungstilgers und/oder des Axialschwingungstilgers wird vorzugsweise auf die Frequenzen abgestimmt, die beim Betrieb des Rotors auftreten können. Diese können vorzugsweise im Vorfeld durch Simulationen und/oder Versuche ermittelt werden. Auf diese Weise wird ein Rotor mit einem integrierten

Radialschwingungstilger und integrierten

Axialschwingungstilger bereitgestellt, der einen reduzierten Bauraum und erhöhte Laufeigenschaften aufweisen kann. Neben der platzsparenden Bauweise können zudem die Herstellungskosten gesenkt werden. Darüber hinaus können die Lebensdauer und/oder die Zuverlässigkeit des Rotors bzw. der elektrischen Maschine erhöht werden.

Unter einem Radialschwingungstilger und/oder einem

Axialschwingungstilger ist ein schwingungsfähiges

Masse-Feder-Dämpfungs-System zu verstehen, das grundsätzlich unterschiedlich ausgebildet sein kann.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Radialschwingungstilger ein gummielastisches Element mit wenigstens einer in dem gummielastischen Element angeordneten und/oder eingebetteten ersten Tilgermasse umfasst. Das gummielastische Element ist vorzugsweise ein Elastomer, insbesondere ein Silikonelastomer, und ganz besonders bevorzugt ein vulkanisiertes Silikonelastomer. Silikonelastomere sind dazu geeignet und ausgebildet Schwingungsenergie in Wärme umzuwandeln. Die erste Tilgermasse kann beliebig ausgebildet sein. In der Regel weist die erste Tilgermasse eine höhere Dichte als das gummielastische Element auf. Vorzugsweise ist die erste Tilgermasse als ein Metallkern ausgebildet, wobei diese jedoch nicht ausschließlich auf einen Metallkern beschränkt ist. Der Vorteil eines Metallkerns liegt darin, dass dieser einfach und preiswert herstellbar ist. In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die erste Tilgermasse innerhalb des

gummielastischen Elements in axialer Richtung des Rotors und in radialer Richtung des Rotors gehalten ist, wobei das

gummielastische Element in Folge einer Rotation des Rotors um dessen Drehachse zumindest abschnittsweise in radialer Richtung schwingen kann, und die erste Tilgermasse in radialer Richtung schwingt. Dies bedeutet, dass die erste Tilgermasse in radialer Richtung und in axialer Richtung innerhalb des gummielastischen Elements positioniert ist. Die erste Tilgermasse wirkt innerhalb des gummielastischen Elements als schwingende Masse und das gummielastische Element übernimmt die Funktion der Feder und des Dämpfers. Unerwünschte Schwingungen des Rotors in Folge dessen Rotation regen die erste Tilgermasse zu Schwingungen in radialer Richtung an. In dem die erste Tilgermasse der anregenden Schwingung Energie entzieht, wird die Schwingung gedämpft.

Die erste Tilgermasse kann in unterschiedlicher Art und Weise mit dem gummielastischen Element verbunden sein. Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die erste Tilgermasse stoffschlüssig und/oder formschlüssig in dem gummielastischen Element angeordnet ist. Beispielsweise können die erste

Tilgermasse und das gummielastische Element miteinander vulkanisiert sein, aneinander verpresst und/oder miteinander verklebt sein. Auf diese Weise kann die erste Tilgermasse in dem gummielastischen Element positioniert bzw. befestigt werden.

In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass die erste Tilgermasse in Längsrichtung des Blechpaketträgers mittig angeordnet ist, wobei dies nicht bedeutet, dass die erste Tilgermasse auf der Rotordrehachse liegt. Vielmehr ist die erste Tilgermasse in radialer Richtung beabstandet zur Rotordrehachse angeordnet. Eine bevorzugte Weiterbildung der Erfindung liegt darin, dass der Radialschwingungstilger in einem Längsschnitt durch den Rotor eine geradlinige Ausgestaltung aufweist, und zwischen den Stirnflanschen verspannt ist. Auf diese Weise ist der

Radialschwingungstilger vorzugsweise koaxial im

Blechpaketträger angeordnet und zwischen den Stirnflanschen eingespannt. In radialer Richtung weist der

Radialschwingungstilger über seine gesamte Länge einen Abstand zur inneren Mantelfläche des Blechpaketträgers auf, so dass die erste Tilgermasse in radialer Richtung schwingen kann.

Alternativ dazu sieht eine bevorzugte Weiterbildung der

Erfindung vor, dass der Radialschwingungstilger in einem Längsschnitt durch den Rotor eine hantelförmige Ausgestaltung aufweist. Demnach weist der Radialschwingungstilger zwischen den jeweiligen Endabschnitten einen mittleren Abschnitt auf, der gegenüber den jeweiligen Endabschnitten einen reduzierten Außendurchmesser umfasst. Die Endabschnitte des

Radialschwingungstilgers stützen sich zumindest abschnittsweise gegen die innere Mantelfläche des Blechpaketträgers ab, wodurch der Radialschwingungstilger lagesicher im Blechpaketträger positionierbar ist. Der mittlere Abschnitt ist derart

ausgebildet, dass dieser in radialer Richtung schwingen kann. Demnach ist die erste Tilgermasse im mittleren Abschnitt angeordnet .

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass der Radialschwingungstilger Stoffschlüssig und/oder formschlüssig in dem Blechpaketträger angeordnet ist und/oder mit einer inneren Mantelfläche des Blechpaketträgers verbunden ist. Eine stoffschlüssige Verbindung ist vorzugsweise eine

Klebeverbindung. Unter einer formschlüssigen Verbindung ist zu verstehen, dass das gummielastische Element mit dem Blechpaketträger und/oder den Stirnflanschen verspannt und somit in der Lage fixiert ist.

Gemäß einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, dass der Axialschwingungstilger eine innerhalb des gummielastischen Elements zu den Wellenzapfen koaxial

verlaufende Führungshülse umfasst, in der eine zweite

Tilgermasse gegen Dämpfungselemente in axialer Richtung verlagerbar ist. Die zweite Tilgermasse ist folglich zwischen den Dämpfungselementen innerhalb der Führungshülse angeordnet, so dass die axialen Enden der zweiten Tilgermasse gegen das jeweilige daran angrenzende Dämpfungselement wirken. Somit ist auch der Axialschwingungstilger als

Feder-Masse-Dämpfungs-System ausgebildet, wobei die

Dämpfungselemente die Feder und/oder Dämpfung übernehmen und die zweite Tilgermasse die schwingende Masse ist. Stöße oder Schwingungen, die im Wesentlichen in axialer Richtung auf den Rotor wirken, können durch den Axialschwingungstilger

kompensiert und/oder reduziert werden, wobei die Stoß- und/oder Schwingungsenergie von dem Axialschwingungstilger aufgenommen wird .

Die zweite Tilgermasse kann in Analogie zur ersten Tilgermasse ein Metallkern sein, wobei die zweite Tilgermasse nicht auf den Metallkern beschränkt ist. Eine Tilgermasse in Form eines Metallkerns ist preiswert herstellbar.

Es kann vorgesehen sein, dass die Führungshülse innerhalb des gummielastischen Elements angeordnet ist, wobei die

Führungshülse in radialer Richtung zumindest abschnittsweise, vorzugsweise über die gesamte Länge der Führungshülse, einen umlaufenden Abstand zum gummielastischen Element aufweist. Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung liegt darin, dass die Führungshülse mit dem gummielastischen Element

stoffschlüssig und/oder kraftschlüssig verbunden ist.

Vorzugsweise kann das gummielastische Element an die

Führungshülse vulkanisiert sein. Ebenso ist es denkbar, dass die Führungshülse in das gummielastische Element eingepresst ist. Alternativ und/oder in Ergänzung dazu kann vorgesehen sein, dass die Führungshülse mit dem gummielastischen Element verklebt ist. Auf diese Weise kann das gummielastische Element sicher mit der Führungshülse verbunden werden.

An dieser Stelle sei angemerkt, dass das gummielastische Element derart ausgebildet ist, dass, trotz einer Anbindung des gummielastischen Elements an die Führungshülse, die erste Tilgermasse in radialer Richtung schwingen kann. Dies bedeutet, dass die erste Tilgermasse innerhalb des gummielastischen Elements unter anderem fliehkraftbedingt in radialer Richtung verlagerbar ist. Dies ist dadurch möglich, dass das

gummielastische Element verformbar ist und zudem zwischen der Führungshülse und der ersten Tilgermasse gummielastisches Material, also verformbares Material des gummielastischen Elements, angeordnet ist.

Die erste Tilgermasse kann einstückig oder mehrteilig

ausgebildet sein. Bei einer mehrteiligen Ausbildung der ersten Tilgermasse sind vorzugsweise mehrere Tilgermassenelemente in Umfangsrichtung zueinander beabstandet angeordnet und innerhalb des gummielastischen Elements eingebettet.

Die Erfindung betrifft zudem eine elektrische Maschine mit dem erfindungsgemäßen Rotor, wobei der Rotor zumindest

abschnittsweise von einem Stator umgeben ist. Weitere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie den nachfolgenden

Ausführungsbeispielen. Die Ausführungsbeispiele sind nicht einschränkend, sondern vielmehr als beispielhaft zu verstehen, Sie sollen den Fachmann in die Lage versetzen, die Erfindung auszuführen. Der Anmelder behält sich vor, einzelne oder mehrere der in den Ausführungsbeispielen offenbarten Merkmale zum Gegenstand von Patentansprüchen zu machen oder solche Merkmale in bestehende Patentansprüche aufzunehmen. Die

Ausführungsbeispiele werden anhand von Zeichnungen näher erläutert .

In diesen zeigen:

Fig. 1 einen Längsschnitt durch einen Rotor mit einem

integrierten Radialschwingungstilger und integrierten Axialschwingungstilger, wobei der Radialschwingungstilger einen geradlinigen Verlauf aufweist,

Fig. 2 einen Längsschnitt durch einen Rotor mit einem

integrierten Radialschwingungstilger und integrierten Axialschwingungstilger, wobei der Radialschwingungstilger eine hantelförmige Ausgestaltung aufweist.

In Fig. 1 ist ein Rotor 10 für eine elektrische Maschine gezeigt. Der Rotor 10 weist einen hohlzylinderförmig ausgebildeten Blechpaketträger 12 auf. Der Blechpaketträger 12 kann

beispielsweise eine Rotorhohlwelle sein. Der Blechpaketträger 12 hat vorzugsweise einen Innendurchmesser von > 30 mm. Auf dem Blechpaketträger 12 ist ein Rotorblechpaket 14 angeordnet. Das Rotorblechpaket 14 ist vorzugsweise drehfest auf dem

Blechpaketträger 12 befestigt. Dies bedeutet, dass das Rotorblechpaket 14 zumindest abschnittsweise auf einer äußeren Umfangsfläche 16 des Blechpaketträgers 12 anliegt und/oder mit diesem vorzugsweise kraftschlüssig, reibschlüssig und/oder stoffschlüssig verbunden ist. Somit können eine Drehbewegung und/oder ein Drehmoment des Rotorblechpakets 14 auf den

Blechpaketträger 12 übertragen werden.

An den jeweiligen axialen Enden 18 des Blechpaketträgers 12 ist ein Stirnflansch 20 angeordnet, wobei jeder Stirnflansch 20 einen Wellenzapfen 22 aufweist, der koaxial zur Rotordrehachse 24 ausgebildet ist. Innerhalb des hohlzylinderförmig ausgebildeten Blechpaketträgers 12 bzw. der Rotorhohlwelle sind ein

Radialschwingungstilger 26 und ein Axialschwingungstilger 28 angeordnet .

Der Radialschwingungstilger 26 und der Axialschwingungstilger 28 sind somit innerhalb des Rotors 10 bzw. der Blechpaketträgers 12 angeordnet und somit integriert ausgebildet. Auf diese Weise wird ein Rotor 10 mit einem integrierten Radialschwingungstilger 26 und einem integrierten Axialschwingungstilger 28

bereitgestellt, der einen reduzierten Bauraum und erhöhte Laufeigenschaften aufweisen kann. Neben der platzsparenden Bauweise des Rotors 10 können zudem die Herstellungskosten reduziert werden.

Der Radialschwingungstilger 26 ist ein schwingungsfähiges Masse-Feder-Dämpfungs-System. Hierbei ist vorgesehen, dass der Radialschwingungstilger 26 ein gummielastisches Element 30 mit wenigstens einer in dem gummielastischen Element 30 angeordneten und/oder eingebetteten ersten Tilgermasse 32 umfasst. Das gummielastische Element 30 ist ein Silikonelastomer.

Silikonelastomere sind dazu geeignet und ausgebildet

Schwingungsenergie in Wärme umzuwandeln. Die erste Tilgermasse 32 ist im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Metallkern ausgebildet. Der Vorteil eines Metallkerns liegt darin, dass dieser einfach und preiswert herstellbar ist und gegenüber dem Silikonelastomer eine höhere Dichte aufweist.

Die erste Tilgermasse 32 ist innerhalb des gummielastischen Elements 30 in axialer Richtung des Rotors 10 und in radialer Richtung des Rotors 10 gehalten, wobei das gummielastische Element 30 in Folge einer Rotation des Rotors 10 um dessen Rotordrehachse 24 zumindest abschnittsweise in radialer Richtung 33 schwingen kann, und die erste Tilgermasse 32 in radialer Richtung 33 schwingt. Dies bedeutet, dass die erste Tilgermasse 32 innerhalb des Blechpaketträgers 12 in radialer Richtung und in axialer Richtung innerhalb des gummielastischen Elements 30 positioniert ist. Die erste Tilgermasse 32 wirkt innerhalb des gummielastischen Elements 30 als schwingende Masse und das gummielastische Element 30 übernimmt die Funktion der Feder und des Dämpfers. Unerwünschte Schwingungen des Rotors 10 in Folge dessen Rotation, regen die erste Tilgermasse 32 zu Schwingungen in radialer Richtung 33 an. In dem die erste Tilgermasse 32 der anregenden Schwingung Energie entzieht, wird die Schwingung gedämpft .

Die erste Tilgermasse 32 ist in Längsrichtung des

Blechpaketträgers 12 mittig angeordnet, wobei dies nicht bedeutet, dass die erste Tilgermasse 32 auf der Rotordrehachse 24 liegt. Vielmehr ist die erste Tilgermasse 32 in radialer Richtung beabstandet zur Rotordrehachse 24 angeordnet. Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die erste Tilgermasse 32 radial innen angeordnet.

Die erste Tilgermasse 32 ist mit dem gummielastischen Element 30 verklebt, so dass diese fest bzw. unverlierbar mit dem gummielastischen Element 30 verbunden ist. Der Axialschwingungstilger 28 weist eine innerhalb des gummielastischen Elements 30 zu den Wellenzapfen 22 koaxial verlaufende Führungshülse 34 auf. In der Führungshülse 34 ist eine zweite Tilgermasse 36 gegen Dämpfungselemente 38 in axialer Richtung 40 verlagerbar angeordnet und/oder ausgebildet. Die zweite Tilgermasse 36 ist folglich zwischen den

Dämpfungselementen 38 innerhalb der Führungshülse 34 angeordnet, so dass die axialen Enden der zweiten Tilgermasse 36 gegen das jeweilige daran angrenzende Dämpfungselement 38 wirken. Somit ist auch der Axialschwingungstilger 28 als

Feder-Masse-Dämpfungs-System ausgebildet, wobei die

Dämpfungselemente 38 die Feder und/oder Dämpfung bewirken und die zweite Tilgermasse 36 die Masse darstellt. Stöße oder

Schwingungen, die im Wesentlichen in axialer Richtung 40 auf den Rotor 10 wirken, können durch den Axialschwingungstilger 28 kompensiert und/oder reduziert werden, wobei die Stoß- und/oder Schwingungsenergie von dem Axialschwingungstilger 28

aufgenommen wird.

Die Führungshülse 34 ist mit dem gummielastischen Element 30 stoffschlüssig verbunden ist. Im vorliegenden

Ausführungsbeispiel ist das gummielastische Element 30 an die Führungshülse 34 vulkanisiert. An dieser Stelle sei angemerkt, dass das gummielastische Element 30 derart ausgebildet ist, dass, trotz der Anbindung des gummielastischen Elements 30 an die Führungshülse 34, die erste Tilgermasse 32 in radialer Richtung 33 schwingen kann.

Der Radialschwingungstilger 26 weist im Längsschnitt durch den Rotor 10 einen geradlinigen Verlauf auf. Auf diese Weise ist der Radialschwingungstilger 26 koaxial im Blechpaketträger 12 angeordnet und zwischen den Stirnflanschen 20 eingespannt. In radialer Richtung weist der Radialschwingungstilger 26 über seine gesamte Länge einen Abstand zu einer inneren Mantelfläche 41 des Blechpaketträgers 12 auf, so dass die erste Tilgermasse 32 in radialer Richtung 33 schwingen kann. Der Außendurchmesser des Radialschwingungstilgers 26 im Bereich der ersten

Tilgermasse 32 ist um wenigsten 5 mm kleiner als der

Innendurchmesser des Blechpaketträgers 12.

Die Fig. 2 zeigt den aus Fig. 1 bekannten Rotor 10. Im Unterschied zur Fig. 1 weist der Radialschwingungstilger 26 in einem Längsschnitt durch den Rotor 10 keine geradlinigen

Ausgestaltung, sondern eine hantelförmige Ausgestaltung auf. Somit weist der Radialschwingungstilger 26 zwischen den in axialer Richtung des gummielastischen Elements 30 ausgebildeten Endabschnitten 42 einen mittleren Abschnitt 44 mit einem gegenüber den jeweiligen Endabschnitten 42 reduzierten

Außendurchmesser auf. Die Endabschnitte 42 des gummielastischen Elements 30 stützen sich zumindest abschnittsweise gegen die innere Mantelfläche 41 des Blechpaketträgers 12 ab, wodurch der Radialschwingungstilger 26 lagesicher im Blechpaketträger 12 positionierbar ist. Der mittlere Abschnitt 44 ist derart ausgebildet, dass dieser in radialer Richtung schwingen kann. Demnach ist die erste Tilgermasse 32 im mittleren Abschnitt angeordnet. Der Außendurchmesser des Radialschwingungstilgers 26 im mittleren Abschnitt ist um wenigsten 5 mm kleiner als der Innendurchmesser des Blechpaketträgers 12.

Bezugs Z eichen

10 Rotor

12 Blechpaketträger

14 Rotorblechpaket

1 6 Äußere Umfangsfläche Blechpaketträger 1 8 Axiale Enden Blechpaketträger

20 Stirnflansch

22 Wellenzapfen

24 Rotordrehachse

2 6 RadialSchwingungstilger

2 8 AxialSchwingungstilger

30 Gummielastisches Element

32 Erste Tilgermasse

34 Führungshülse

3 6 Zweite Tilgermasse

38 Dämpfungselement

4 0 Axiale Richtung

4 1 Innere Mantelfläche Blechpaketträger 42 Endabschnitt gummielastisches Element

44 Mittlerer Abschnitt